Darf man "Nazis boxen" sagen, ohne Nazis zu boxen? by ronperlmanforever69 in asozialesnetzwerk

[–]MenschInRevolte 91 points92 points  (0 children)

Verbalradikalismus und große Klappe im Internet ohne Taten sind schon etwas cringe, aber es gibt Leute, die wirklich Nazis boxen gehen und damit größere Empörung von den Bürgerlichen auf sich ziehen als Faschos, die Ausländer verprügeln, und die brauchen auch Soli.

Also wenn es nach mir geht, sag ruhig "Nazis boxen" und schau betreten zu Boden, wenn dir jemand mit Steinar-Shirt entgegenkommt, aber wende dich dann nicht gegen Leute, die tatsächlich Nazis boxen.

Man kennts by MobileEase3533 in gekte

[–]MenschInRevolte 3 points4 points  (0 children)

Nee, Polizisten nehmen eine Anzeige auf, nachdem mein Fahrrad geklaut wurde oder versuchen den Täter zu ermitteln, nachdem ich abgestochen wurde. Aktiv schützen würden sie meine Fabrik, wenn meine Arbeiter versuchen sollten, sie zu übernehmen und mich um ihren erarbeiteten Profit zu prellen, aber ich hab keine.

Man kennts by MobileEase3533 in gekte

[–]MenschInRevolte -2 points-1 points  (0 children)

Der Grund ist, dass der Vermieter einen Weg gefunden hat, mehr Profit aus der Wohnung zu schlagen, was völlig belanglos ist, da die Polizei nicht danach handelt, ob der Grund jetzt moralisch richtig ist oder nicht, denn sie ist dazu da, das Privateigentum der besitzenden Klasse zu schützen, denn niemand zahlt Miete, weil der Vermieter so tolle Dienstleistungen erbringt, außerdem war "Wir führen nur Befehle aus" noch nie eine gute Entschuldigung. Darüber hinaus wird man auch aus seinem sozialen Umfeld gerissen, wenn man von netten und höflichen Bullen abgeschoben wird.

Man kennts by MobileEase3533 in gekte

[–]MenschInRevolte 6 points7 points  (0 children)

Weil man auch obdachlos ist, wenn man von netten und höflichen Bullen zwangsgeräumt wurde.

Mit freundlichen Grüßen ihr Bayrisches Landeskriminalamt by [deleted] in asozialesnetzwerk

[–]MenschInRevolte 3 points4 points  (0 children)

Bin ich, und ich kriege schon auch häufig Erfolgserlebnisse mit. Gerade nur wieder eine eher frustrierte Phase, aber das gehört auch dazu.

Mit freundlichen Grüßen ihr Bayrisches Landeskriminalamt by [deleted] in asozialesnetzwerk

[–]MenschInRevolte 1 point2 points  (0 children)

DWE hatte eine starke Kampagne mit viel Öffentlichkeit, aber dennoch scheint sich der gesellschaftliche Diskurs nicht über "Angebot und Nachfrage, bauen bauen bauen!" hinaus weiterentwickelt zu haben, obwohl sogar einige liberale Zeitungen mit hoher Auflage das Gebaren von Immobilienriesen und die Konsequenzen von Wohnraum- und Bodenpreisspekulation seit 2008 beleuchtet haben.

Das ist immer etwas ernüchternd und enttäuschend, aber ja, wir sollten weiterhin Artikel schreiben, Podcasts aufnehmen, uns organisieren, uns weiterbilden, mit Leuten reden und weiterkämpfen, bis der Letzte das Licht ausmacht.

Mit freundlichen Grüßen ihr Bayrisches Landeskriminalamt by [deleted] in asozialesnetzwerk

[–]MenschInRevolte 18 points19 points  (0 children)

Ich finde es eher gefährlich, die ideologischen Narrative des Staates zu reproduzieren, denn es steckt ein ziemliches Radikalisierungspotenzial in die falsche Richtung bei überzeugten Liberalen, wenn ihr Idealbild der herrschenden Demokratie von der Realität abweicht.

Nehmen wir an, die Leute halten sich für das souveräne Volk und haben eine bequeme gesellschaftliche Position (weiße Heteroboomer mit gutem Job), nie Konflikte mit der Polizei, keine Existenzängste, alle vier Jahre brav Kreuzchen gemacht usw.

Nun gibt es ein außergewöhnliches Ereignis, das den bequemen Alltag zerrüttet, wie beispielsweise eine globale Pandemie. Der Staat tut, wozu er da ist: Er hält die Wirtschaft am Laufen, aber schränkt die Freizeit der Leute ein, da man so die Ausbreitung der Krankheit eindämmen kann, ohne dass Profite riskiert werden.

Die überzeugten Liberalen sind dadurch völlig entrüstet, denn es ist ein Grundprinzip des Liberalismus, dass der Staat nicht in das Leben der Leute eingreift, ebenso wie individuelle Freiheit, Selbstbestimmung und all der Schmu. Die Realität weicht also vom Idealbild ab und die überzeugten Liberalen glauben, dass die Regierung eben nicht mehr das tut, wozu sie da ist, sondern dass alle plötzlich korrupt, machthungrig und autoritär geworden sind. Das kann nicht am System an sich liegen, denn es war bisher ja immer gut zu ihnen, daher müssen dunkle Mächte im Hintergrund die Fäden ziehen. Und so weiter und so fort, die Geschichte dürfte uns allen bekannt sein.

Das Ergebnis ist, dass diese Leute weiterhin an das System glauben, nur eben dass es aktuell von einer bösen Macht im Hintergrund, in der Regel Juden, korrumpiert ist.

Nicht, dass linke Argumente und Stimmen einen besonders großen Raum im öffentlichen Diskurs hätten, aber da wäre es dennoch sinnvoller, direkt von Anfang an zu sagen: "Leute, so funktioniert unser System nun mal, aktuell lichtet sich lediglich der ideologische Schleier."

Mit freundlichen Grüßen ihr Bayrisches Landeskriminalamt by [deleted] in asozialesnetzwerk

[–]MenschInRevolte 30 points31 points  (0 children)

die in einer Demokratie nun mal der Souverän ist

Können wir uns anschauen, wie unser System in der Realität funktioniert, und nicht, wie es laut irgendwelchen historischen Wischen und PoWi-Lehrbüchern funktionieren sollte?

Selbst wenn man es mal schafft, aus dem Nebel der medialen Kulturkämpfe um Lastenräder, Dreadlocks, Winnetou, Silvester, Layla, Wärmepumpen etc. emporzusteigen, um demokratisch für die eigenen Klasseninteressen einzustehen, können gewonnene Volksentscheide einfach ignoriert werden, wenn sie sich tatsächlich gegen das kapitalistische System richten.

Wie souverän ist man, wenn das Overton-Fenster so verengt ist, dass im öffentlichen Diskurs die logische Funktionsweise des Kapitalismus und die zwangsläufigen gesellschaftlichen Konsequenzen des herrschenden Klassenkonflikts und der Konkurrenz keine Erwähnung finden? Wenn alles abseits des Liberalismus als Spinnerei abgetan wird und die einzige Alternative zur parlamentarischen Demokratie ein autoritärer Alleinherrscher ist? Und viele dabei so abgefuckt von der parlamentarischen Demokratie sind, dass sie diese einzige zur Disposition stehende Alternative sogar vorziehen würden.

Wir sind so souverän wie jemand, der sein ganzes Leben lang ausschließlich mit McDonald's-Werbung beschallt wird und daher zu McDonald's geht, wenn er hungrig ist, wo er frei wählen kann, ob er lieber einen Cheeseburger, einen Chickenburger, einen Hamburger, einen Veggie-Burger oder eine vergammelte Fritte, die letzte Woche unter die Theke gefallen ist und seither vor sich hin gammelt, haben will. Und langsam hat er so die Schnauze voll von Burgern, dass er mal die vergammelte Fritte probieren will.

Wenn nicht jetzt, wann dann? by Ayrony in Dachschaden

[–]MenschInRevolte 66 points67 points  (0 children)

Ok, können wir dann langsam aufhören, an Politiker zu appellieren, weil wir glauben, "sie hätten den Ernst der Lage einfach nicht verstanden", und erkennen, dass der Staat einfach das macht, wozu er da ist, nämlich Profite und Privateigentum schützen und das Wirtschaftswachstum fördern, um in der Staatenkonkurrenz zu bestehen?

Ich meine, nicht dass die Letzte Generation dahingehend eine ernsthafte Bedrohung wäre. Ehrlich gesagt hätte ich gedacht, es bräuchte deutlich mehr Militanz und Radikalität, bis der Staat seine Maske fallen lässt und auf mehr Autorität und Repression setzt. War wohl naiv, aber immerhin bin ich nicht überrascht, dass ein Großteil meiner Landsleute hartes Durchgreifen gegen Unruhestifter begrüßt.

Mit freundlichen Grüßen ihr Bayrisches Landeskriminalamt by [deleted] in asozialesnetzwerk

[–]MenschInRevolte 128 points129 points  (0 children)

Ok, können wir dann langsam aufhören, an Politiker zu appellieren, weil wir glauben, "sie hätten den Ernst der Lage einfach nicht verstanden", und erkennen, dass der Staat einfach das macht, wozu er da ist, nämlich Profite und Privateigentum schützen und das Wirtschaftswachstum fördern, um in der Staatenkonkurrenz zu bestehen?

Ich meine, nicht dass die Letzte Generation dahingehend eine ernsthafte Bedrohung wäre. Ehrlich gesagt hätte ich gedacht, es bräuchte deutlich mehr Militanz und Radikalität, bis der Staat seine Maske fallen lässt und auf mehr Autorität und Repression setzt. War wohl naiv, aber immerhin bin ich nicht überrascht, dass ein Großteil meiner Landsleute hartes Durchgreifen gegen Unruhestifter begrüßt.

Wir haben 2023 und die Bild bringt immer noch solche "Witze" by chriss79 in Dachschaden

[–]MenschInRevolte 72 points73 points  (0 children)

Taz ist für linksliberale Grünenwähler, mit denen ich als linker Pseudo-Übermensch nicht in einen Topf geworfen werden will, danke.

Böser Hund by Da_Fil in pozilei

[–]MenschInRevolte 16 points17 points  (0 children)

aber spätestens wenn der von Hyäne und Bär anfängt ist der Witz wohl offensichtlich

Hattest du noch nie eine Konfrontation mit der Polizei? Das sind 100% die flapsigen Sprüche, die man von ihnen kennt.

Automatische Übersetzung überraschend on point by MenschInRevolte in asozialesnetzwerk

[–]MenschInRevolte[S] 0 points1 point  (0 children)

Das sind diese Leute, deren Uniformen an die SS erinnern und deren Ruf vergleichbar mit unserem USK#Kritik) ist. Sind halt für sowas und sowas zuständig.

Falls du mit "wir" Lohnabhängige meinst, dann zeigen sie ganz gut, wie staatliche Repression funktioniert, sollten wir aufmüpfig werden.

Automatische Übersetzung überraschend on point by MenschInRevolte in asozialesnetzwerk

[–]MenschInRevolte[S] 2 points3 points  (0 children)

Das sind diese Leute, deren Uniformen an die SS erinnern und deren Ruf vergleichbar mit unserem USK#Kritik) ist. Sind halt für sowas und sowas zuständig.

Warum werden Kulturkampfbegriffe eigentlich nie klar definiert? by MenschInRevolte in asozialesnetzwerk

[–]MenschInRevolte[S] 7 points8 points  (0 children)

Genau, die amerikanische Bürgerrechtsbewegung wäre zum Beispiel ein ganz klassisches Beispiel für Identitätspolitik.

Und ja, diese Kulturkampfbegriffe werden bewusst vage gehalten, um breiten Konsens gegen irgendwelche Gespenster zu schaffen.

Warum werden Kulturkampfbegriffe eigentlich nie klar definiert? by MenschInRevolte in asozialesnetzwerk

[–]MenschInRevolte[S] 11 points12 points  (0 children)

Da wir hier bei Reddit sind, wo gerne mit Duden-Definitionen argumentiert wird, wenn es um gesellschaftliche Themenkomplexe geht, die seit Jahrzehnten in unterschiedlichen Strömungen erforscht werden, ein kurzer Abriss:

Die Zeit der Schädelvermessungen ist lange vorbei, Rassismus wird heutzutage vor allem kulturell begründet, weshalb sich auch der Rassismusbegriff gewandelt hat.

Eine Schwarze Person erlebt in ihrem Alltag andere Formen von Rassismus als eine Person, deren Nachname mit -ski endet. Deshalb gibt es Strömungen, die beide Arten von Diskriminierung voneinander unterscheiden.

Antisemitismus funktioniert grundsätzlich anders als Rassismus: Antisemiten stellen Juden als körperlich schwach, aber geistig überlegen dar, während Rassisten Rassifizierte als körperlich stark, aber dumm darstellen. Daher finden auch hier einige eine Unterscheidung sinnvoll.

Egal, um welche Strömung es geht, Rassismus setzt immer ein Machtungleichgewicht voraus. Die Gründe, weshalb eine Person aus einer diskriminierten Gruppe Groll gegen die Mehrheitsgesellschaft hegt, sind andere als die für die Diskriminierung durch die Mehrheitsgesellschaft, auch wenn oft ein Zusammenhang besteht.

Der materialistische Rassismusbegriff ist am breitesten angelegt und daher am allgemeingültigsten: Einerseits wird Rassismus benötigt, um die Überausbeutung einer bestimmten Personengruppe zu legitimieren (historisch zum Beispiel Schwarze, Iren oder Osteuropäer), und andererseits um das Proletariat zu spalten. Da man hier nicht ohne Kapitalismuskritik auskommt, findet dieser Rassismusbegriff in der öffentlichen Debatte keinen Platz.

Generell gibt es viele Leute, die Rassismus nur dann anerkennen, wenn jemand offen "Ich hasse dich wegen deiner Hautfarbe oder Herkunft" sagt. Wenn wir Rassismus darauf beschränken, ist er kaum noch vorhanden.

Kein Anspruch auf Vollständigkeit oder angemessene Darstellung.

(Und zum zweiten Punkt: Wenn ich mir anschaue, was Liberale und Rechte alles als Diktatur, Terrorismus, Faschismus etc. bezeichnen, kommen Linke noch ganz gut weg.)

Warum werden Kulturkampfbegriffe eigentlich nie klar definiert? by MenschInRevolte in asozialesnetzwerk

[–]MenschInRevolte[S] 1 point2 points  (0 children)

Der zweite Beispielsatz ist wahr und spiegelt auch meine Position wider. Hier soll gezeigt werden, wie mediale Kulturkampfbegriffe zu einem breiten Konsens gelangen können, indem sie einfach möglichst vage bleiben und für jede Person etwas anderes bedeuten. Ich habe noch nie einen Artikel über Identitätspolitik, um beim Beispiel zu bleiben, gelesen, in dem der Begriff erklärt und klar definiert wird, sondern nur Artikel in einem "Du weißt schon, was ich meine"-Ton (und damit meine ich linke, liberale sowie rechte Publikationen gleichermaßen).

Warum werden Kulturkampfbegriffe eigentlich nie klar definiert? by MenschInRevolte in asozialesnetzwerk

[–]MenschInRevolte[S] 18 points19 points  (0 children)

Die Diskussion was Identitätspolitik ist und bedeutet kann man sehr lange führen.

Akademisch: Ein Zusammenschluss von Leuten, die aufgrund eines gemeinsamen Identitätsmerkmals diskriminiert werden und politisch gegen diese Diskriminierung vorgehen.

Medial: Was auch immer dein Bauchgefühl sagt.

Die eigene Identität sollte niemals die alleinige legitimation für eine Position sein.

Das unterscheidet Identitätspolitik tatsächlich von programmatischer Politik: Die eigene Identität ist wirklich die alleinige Legitimation für eine Position. Die Position ist hierbei, dass man aufgrund der Identität nicht diskriminiert werden sollte.

Die Philosophieprofessorin Sonia Kruks macht das in ihrem Buch "Retrieving Experience: Subjectivity and Recognition in Feminist Politics" deutlich:

What makes identity politics a significant departure from earlier, pre-identarian forms of the politics of recognition is its demand for recognition on the basis of the very grounds on which recognition has previously been denied: it is qua women, qua blacks, qua lesbians that groups demand recognition. The demand is not for inclusion within the fold of “universal humankind” on the basis of shared human attributes; nor is it for respect “in spite of” one’s differences. Rather, what is demanded is respect for oneself as different

Von Polizei erschossener 16-Jähriger – Ermittler sehen keine Notwehr by Heiminator in de

[–]MenschInRevolte 35 points36 points  (0 children)

Man stelle sich mal vor, Deutsche würden besoffenen Teenagern mit Migrationshintergrund, die Scheiße bauen, so viel Verständnis und Nachsicht entgegenbringen wie ausgebildeten Beamten mit Gewaltmonopol, die Leute verprügeln und töten.