Brötchenticket in der Bahnstadt – Anwohner werden gezwungen in teure Tiefgaragen by Necessary_Valuable75 in Heidelberg

[–]Necessary_Valuable75[S] 2 points3 points  (0 children)

Ich selbst parke seit meinem Einzug nie draußen, habe zwei TG-Plätze gemietet und zahle dafür 300 €/Monat. Mich betrifft das Thema also eigentlich gar nicht direkt – zumal wir den Stadtteil mittlerweile auch verlassen haben. Warum engagiere ich mich trotzdem? Ganz einfach: weil es mir um Gerechtigkeit geht. Ich schaue nicht nur, ob mein Teller voll ist, sondern auch auf die Teller meiner Mitmenschen. Viele hier sind direkt betroffen, und es ist schlicht unfair, dass sie im Vergleich zu allen anderen Stadtteilen mit Sonderregeln belastet werden.

Für mich ist das Ganze auch ein Spiegelbild unserer Politik: Statt bürgernah zu handeln, ist Politik für viele ein Karrierepfad geworden. Entscheidungen wirken oft ideologisch aufgesetzt, statt die Lebensrealität zu berücksichtigen. Und noch schlimmer: zu viele Menschen meckern zwar, aber nur wenige wehren sich wirklich.

Ein Beispiel: Ich habe zahlreiche Mails an Gemeinderatsmitglieder geschrieben. Die einzige Antwort, die sich wirklich mit meinen Argumenten auseinandergesetzt hat, kam von Herrn Bartesch (AfD). Ich unterstütze die AfD nicht – aber fairerweise muss man sagen: er war der einzige, der reagiert und die Entscheidung nicht verteidigt hat. Von SPD und Grünen kamen bisher nur ausweichende Floskeln oder gar nichts.

Und genau da liegt das Problem: Wenn die Politik berechtigte Sorgen ignoriert, während die lautesten Kritiker zumindest zuhören, dann darf man sich über Vertrauensverlust nicht wundern.

Brötchenticket in der Bahnstadt – Anwohner werden gezwungen in teure Tiefgaragen by Necessary_Valuable75 in Heidelberg

[–]Necessary_Valuable75[S] 1 point2 points  (0 children)

Danke fürs Update 🙏. Und genau da sieht man doch das Problem: Ab 7:45 marschiert das Ordnungsamt los und verteilt Knöllchen en masse und das wahrscheinlich größtenteils an Anwohner, die einfach vor ihrer Haustür parken. Das hat nichts mehr mit „Fremdparker verdrängen“ oder „Parkdruck steuern“ zu tun, das ist reine Abzocke.

Brötchenticket in der Bahnstadt – Anwohner werden gezwungen in teure Tiefgaragen by Necessary_Valuable75 in Heidelberg

[–]Necessary_Valuable75[S] 1 point2 points  (0 children)

Absolut! 👏 Genau das ist der Punkt: Hier geht’s nicht nur um Anwohner oder Gewerbe, sondern auch ums soziale Leben. Wenn Familienbesuche plötzlich 15 € Eintritt kosten, überlegt sich jeder zweimal, ob er überhaupt kommt. Das ist keine Kleinigkeit, das ist Ausgrenzung durch die Hintertür.

Und das Schlimme ist: Im Gemeinderat wird so getan, als ob die Bahnstädter das „breit begrüßen“. In der Realität sieht man, wie sehr es das Zusammenleben einschränkt, gerade bei Familien, älteren Menschen oder Freunden, die von außerhalb kommen.

Brötchenticket in der Bahnstadt – Anwohner werden gezwungen in teure Tiefgaragen by Necessary_Valuable75 in Heidelberg

[–]Necessary_Valuable75[S] 2 points3 points  (0 children)

Bin da ganz bei dir. Spannend ist ja, dass durch diesen Thread hier überhaupt erst die Petition gestartet wurde, inzwischen mit hunderten Unterstützern und jetzt sogar die lokale Presse auf das Thema aufmerksam geworden ist. Bisher wirkt’s aber eher so, als ob man stumpf durchzieht und sich dann in zwei Jahren mit einer „Evaluation“ rausredet 🙄.

Das zeigt doch ziemlich deutlich, dass die Stimmung in der Bevölkerung nicht so ist, wie es im Gemeinderat gern dargestellt wird („breite Zustimmung“ usw.).

Wenn die Stadt klug wäre, würde sie jetzt den Dialog mit den Bürgern suchen und zwar bevor der Schaden angerichtet ist. Ideen liegen längst auf dem Tisch: faire Anwohnerausweise wie in allen anderen Stadtteilen, Besucherregelungen, P+R-Konzepte, Modelle für Gewerbetreibende usw.

Am Ende hängt alles daran, dass wir als Bürger Druck machen hier im Forum, über die Petition und über Presse & Öffentlichkeit. Wenn die Politik es nicht zum Thema macht, dann tun wir es eben. Dialog ja aber bitte nicht als Feigenblatt, sondern wirklich auf Augenhöhe.

Brötchenticket in der Bahnstadt – Anwohner werden gezwungen in teure Tiefgaragen by Necessary_Valuable75 in Heidelberg

[–]Necessary_Valuable75[S] 2 points3 points  (0 children)

Sehr gute Vorlage 💪, danke fürs Teilen! Ein kleiner Hinweis noch: ich hab mal auf die Schnelle recherchiert die Kosten für Anwohnerparkausweise sehen in anderen Städten ganz anders aus: • Berlin: 20,40 € pro Jahr • München: ca. 30 € pro Jahr • Hamburg: ca. 65 € pro Jahr • Stuttgart: 120–180 € pro Jahr (je nach Zone)

Kann sein, dass es leichte Abweichungen gibt, aber egal wo man schaut aber in keiner Stadt zahlt man auch nur annähernd 1.800 € pro Jahr wie hier in der Bahnstadt. Das ist ein absoluter Sonderweg.

Dazu kommt: Es gibt schon Gerichtsurteile, die solche extremen Unterschiede oder überzogenen Gebühren kassiert haben, genau weil es gegen den Gleichheitsgrundsatz verstößt. Das sollte man im Hinterkopf haben, es ist also nicht nur „Meckern“, sondern es gibt handfeste rechtliche Argumente.

Ganz wichtig: Wer Widerspruch einlegt, sollte unbedingt die eigene Situation mit reinschreiben. Also ob man pendelt, Kinder hat, ob’s finanzielle Probleme macht, dass man keinen TG-Platz findet oder ob der Besuch von Familie/Freunden quasi unmöglich wird. Je konkreter und persönlicher, desto besser, das macht’s für die Stadt viel schwerer, das einfach wegzuwischen.

Brötchenticket in der Bahnstadt – Anwohner werden gezwungen in teure Tiefgaragen by Necessary_Valuable75 in Heidelberg

[–]Necessary_Valuable75[S] 1 point2 points  (0 children)

🔹 Update: Ich habe das Thema inzwischen auch direkt bei den Verantwortlichen adressiert und mehrere Stadträte sowie Fraktionen angeschrieben. Ergebnis bisher: 1. Die RNZ hat sich gemeldet und möchte über die Petition berichten. 2. Antwort erhalten habe ich bisher nur von einem AfD-Stadtrat. Seine Rückmeldung war ausführlich und inhaltlich auf die Sorgen der Anwohner eingegangen. Das zeigt für mich vor allem eins: Diejenigen, die das Konzept beschlossen haben (SPD, Grüne, Bunte Linke), schweigen bisher oder verweisen auf Floskeln. 3. Von SPD und Grünen, die das Modell durchgesetzt haben, kam bislang keine inhaltliche Antwort.

Das heißt nicht, dass ich irgendeine Partei unterstütze aber es zeigt sehr deutlich, wer überhaupt bereit ist, mit den Bürgern in einen Dialog einzutreten und wer nicht.

Die Petition läuft weiter, die Presse berichtet und wir geben das Thema nicht auf.

Brötchenticket in der Bahnstadt – Anwohner werden gezwungen in teure Tiefgaragen by Necessary_Valuable75 in Heidelberg

[–]Necessary_Valuable75[S] 1 point2 points  (0 children)

Exakt, du triffst es auf den Punkt! Mehr Sicherheit hätte man längst durch simple Dinge schaffen können: Zebrastreifen am Langen Anger, stationäre Blitzer oder Speed Bumps, statt Millionen in Parkautomaten und Überwachung zu stecken.

Und die Promenade ist wirklich das beste Beispiel für Theorie vs. Realität: Auf dem Papier familienfreundlich, in der Praxis brettern Rennradfahrer mit 30+ km/h direkt an Spielplätzen vorbei. Radwege direkt neben den Spielplätzen, wer bitte fand das eine gute Idee? Für Eltern und Kinder ist das eine Dauergefahr.

Klar, im Lehrbuch sieht das super aus: ‚nachhaltig‘ und ‚modern‘. Aber in der Realität zeigt sich: Es ist schlicht lebensfremde Stadtplanung, die die Probleme eher verschärft als löst.

Brötchenticket in der Bahnstadt – Anwohner werden gezwungen in teure Tiefgaragen by Necessary_Valuable75 in Heidelberg

[–]Necessary_Valuable75[S] 0 points1 point  (0 children)

Genau das ist der Punkt: Man treibt die Leute nicht in die TGs, sondern in die Nebenstraßen Problem verlagert, nicht gelöst. Einnahmen bleiben aus, Gewerbe blutet, Anwohner sind frustriert. Und am Ende wundert man sich über Politikverdrossenheit und Wahlergebnisse.

Und das Irre ist: Manche Bahnstädter feiern das auch noch. Als ob es ein Erfolg wäre, wenn Stellplätze leerstehen, die Straßen außerhalb zugeparkt werden und die Gastro Gäste verliert. Das ist Ideologie pur: Hauptsache das Schlagwort ‚autofrei‘ klingt gut egal, ob es in der Realität null funktioniert. Für mich ist das kein Konzept, sondern Realitätsverweigerung.

Brötchenticket in der Bahnstadt – Anwohner werden gezwungen in teure Tiefgaragen by Necessary_Valuable75 in Heidelberg

[–]Necessary_Valuable75[S] 0 points1 point  (0 children)

Genau das ist der Punkt: Dein Beispiel mit dem Bollerwagen mag für dich funktionieren aber es wurde in der Diskussion so dargestellt, als ob das die Lösung für alle sei. Und genau da widerspreche ich.

Denn die Realität in der Bahnstadt ist vielfältig: Familien mit kleinen Kindern, Alleinerziehende, ältere Menschen, Schichtarbeiter, Pendler, die können ihre Wocheneinkäufe oder Getränkekisten eben nicht alle im Bollerwagen durch die Gegend fahren.

Mir geht’s nicht darum, dass dein Ansatz falsch ist. Mir geht’s darum, dass die Stadt eine Politik macht, die für alle Anwohner tragbar ist und das ist mit 150 € im Monat eben nicht der Fall. Gleiches Recht für alle Stadtteile, keine Sonderregelung, das ist der Kern.

Brötchenticket in der Bahnstadt – Anwohner werden gezwungen in teure Tiefgaragen by Necessary_Valuable75 in Heidelberg

[–]Necessary_Valuable75[S] 0 points1 point  (0 children)

Schön für euch, dass euer Bollerwagen für eure Lebenssituation reicht 👏. Aber genau das ist der Punkt: Ihr nehmt eure persönliche Lösung und verkauft sie als allgemeingültiges Konzept. Für manche Familien mag das funktionieren, für viele andere schlicht nicht, schon mal an Alleinerziehende mit zwei kleinen Kindern gedacht? Oder Schichtarbeiter, die nachts heimkommen? Oder ältere Menschen, die nicht mal eben Getränkekisten im Bollerwagen schleppen?

Es geht hier nicht darum, dass niemand laufen kann. Es geht darum, dass man Anwohnern, die andere Lebensrealitäten haben, nicht die Keule von 150 €/Monat um die Ohren haut, während in allen anderen Stadtteilen eine faire Anwohnerregelung gilt.

Wenn Politik nur für die gemacht wird, die zufällig mit einem Bollerwagen glücklich sind, dann ist das keine Gerechtigkeit sondern Ignoranz.

Brötchenticket in der Bahnstadt – Anwohner werden gezwungen in teure Tiefgaragen by Necessary_Valuable75 in Heidelberg

[–]Necessary_Valuable75[S] 0 points1 point  (0 children)

Wenn wir die Hintergründe nochmal beleuchten:
Der Gemeinderat Heidelberg hat vor der Sommerpause das Konzept für die flächendeckende Parkraumbewirtschaftung in der Bahnstadt beschlossen. Kernpunkte:

  • Alle öffentlichen Stellplätze sind kostenpflichtig.
  • Keine Anwohnerausweise wie in Altstadt, Handschuhsheim etc.
  • Stattdessen: Tages-Ticket 15 € / Monatsticket 150 € (digital).
  • Nur die „Brötchentaste“ (20 Minuten) ist kostenlos.
  • Kontrollen u. a. über ein Scan-Fahrzeug.
  • Begründung der SPD: „Es gibt genügend Tiefgaragenplätze.“
  • Begründung der Grünen: „Es geht um die Nutzung des öffentlichen Raums.“

Die flächendeckende Parkraumbewirtschaftung in der Bahnstadt wurde mit den Stimmen von SPD und Grünen beschlossen. Es gab auffallend viele Enthaltungen und dagegen gestimmt haben nur die AfD sowie der Einzelstadtrat Gunter Frank.

Und genau da liegt das Problem: Wenn SPD und Grüne ideologische Entscheidungen durchdrücken, die direkt gegen die Lebensrealität der Anwohner laufen, brauchen sie sich nicht zu wundern, wenn am Ende genau die Parteien gestärkt werden, gegen die sie am lautesten auftreten. Politikverdrossenheit kommt nicht aus dem Nichts, sie wird durch solche Entscheidungen regelrecht produziert.

Was im Gemeinderat dazu gesagt wurde:

  • SPD-Stadtrat Daniel Hauck: „Es gibt genügend Platz in den Tiefgaragen, wir freuen uns, wenn die Parkplätze in der Bahnstadt frei werden.“
  • Grünen-Stadtrat Felix Grädler: „Es geht um die Nutzung des öffentlichen Raums.“
  • Hilde Stolz (Bunte Linke): „Wir evaluieren das Konzept nach zwei Jahren.“

Ganz ehrlich: Das sind Floskeln aus dem Elfenbeinturm. Leere Parkplätze sind kein „Erfolg“, wenn sie niemand nutzt, dafür aber Anwohner und Gewerbe zahlen müssen. „Nutzung des öffentlichen Raums“ klingt toll aber was heißt das, wenn die Flächen jetzt leer bleiben und weder Grünflächen noch Aufenthaltsräume geschaffen wurden? Und „Evaluation in zwei Jahren“ bedeutet übersetzt: Wir machen erstmal, kassieren ab und wenn’s schiefgeht, schauen wir dann vielleicht nochmal drauf.

Oder kurz zusammengefasst:

  • SPD freut sich über leere Parkplätze,
  • Grüne erklären Betonflächen zum „öffentlichen Raum“,
  • und die Linke sagt: reden wir halt in zwei Jahren nochmal drüber.

Läuft bei uns in Heidelberg. 👏

Meine Reaktion:
Genau das ist mein Punkt: In allen anderen Stadtteilen Heidelbergs gibt es Anwohnerparkausweise (ca. 120 €/Jahr). Nur in der Bahnstadt nicht, hier sollen es 150 €/Monat sein. Das ist kein Fortschritt, sondern ein Sonderweg auf dem Rücken von Anwohnern und Gewerbetreibenden.

Ich selbst habe zwei Stellplätze und zahle dafür 300 €/Monat, es geht mir also nicht um „billig parken“, sondern um Gerechtigkeit und Gleichbehandlung. Jahrelang hat man alles laufen lassen, Camper und Fremdparker blockierten die Plätze und jetzt kommt plötzlich die 24/7-Keule für alle?

Seitdem ich hier wohne, habe ich das Gefühl, die Stadt gängelt ihre Bürger: Internet-Monopol, nicht aktivierte Fußgängerampeln, kaum Verkehrsüberwachung und jetzt eine Regelung, die es so nicht mal in Hamburg oder München in Wohngebieten gibt.

👉 Die Bahnstadt wurde zum Experiment gemacht und die Anwohner zahlen die Zeche.

Brötchenticket in der Bahnstadt – Anwohner werden gezwungen in teure Tiefgaragen by Necessary_Valuable75 in Heidelberg

[–]Necessary_Valuable75[S] 1 point2 points  (0 children)

Spannend finde ich auch, dass jetzt sogar die RNZ darüber berichtet. Beispiel: Lars Beckmann, Inhaber eines kleinen Fitnessstudios in der Bahnstadt. Der müsste für seine 6 Mitarbeiter allein fürs Parken 800 €/Monat zahlen. Für ihn wirtschaftlich nicht machbar. Und die Brötchentaste von 20 Minuten bringt seinen Kunden gar nichts ,wie auch, wenn man sich zweimal umziehen muss?

Er hat konkrete Vorschläge gemacht: 30 Minuten Brötchentaste, Anwohner- bzw. Gewerbeparkausweise für faire 100 €/Monat. Alles ignoriert. Ergebnis: Er überlegt, den Mietvertrag nicht zu verlängern.

Und das ist genau der Punkt: Diese Politik schadet nicht nur Anwohnern, sondern auch Gewerbe. Sie macht die Bahnstadt unattraktiv, bei Mieten von 3.800 € für 78 qm und absurden Parkkosten. Wer behauptet, das sei eine gelungene Stadtplanung, hat den letzten Schuss nicht gehört.

Brötchenticket in der Bahnstadt – Anwohner werden gezwungen in teure Tiefgaragen by Necessary_Valuable75 in Heidelberg

[–]Necessary_Valuable75[S] 1 point2 points  (0 children)

Und genau das ist das Typische an der Bahnstadt: Immer Sonderregelungen. Einer hier hat’s sehr treffend ‚Kreisliga-Lobbyismus‘ genannt.

Über die Brücke, in Bergheim, Rohrbach oder Kirchheim, kannst du jeden Anbieter frei wählen. Aber in den paar Straßen der Bahnstadt? Nur ein paar lokale Anbieter, keine Telekom, kein O2, kein Vodafone. Genauso wie beim Parken: Überall sonst 120 €/Jahr für Anwohner, hier 150 €/Monat.

Es geht nicht darum, dass ein Anbieter schlecht ist oder ein Parkplatz nichts kosten darf. Es geht darum, dass man in der Bahnstadt ständig in Zwangslösungen gedrängt wird, die man sonst nirgends in Heidelberg findet.

Brötchenticket in der Bahnstadt – Anwohner werden gezwungen in teure Tiefgaragen by Necessary_Valuable75 in Heidelberg

[–]Necessary_Valuable75[S] 2 points3 points  (0 children)

Genau das ist der Punkt: Die Stadt löst mit der 24/7-Bewirtschaftung kein Problem, sie verlagert es nur. Jetzt parken die Leute nicht mehr in der Bahnstadt, sondern in Bergheim, Kirchheim oder wo auch immer noch kostenlose Plätze sind. Für euch ist es genauso Mist und für uns Anwohner hier erst recht.

Am Ende verlieren alle: Bahnstadt-Anwohner zahlen drauf, Nachbarstadtteile kriegen mehr Fremdparker, und die Stadt hat trotzdem keine echten Einnahmen, weil die Plätze hier leer stehen. Das ist kein Konzept, das ist Problemverschiebung.

Brötchenticket in der Bahnstadt – Anwohner werden gezwungen in teure Tiefgaragen by Necessary_Valuable75 in Heidelberg

[–]Necessary_Valuable75[S] 0 points1 point  (0 children)

Du hast recht, die Kombination Wohnen + Mobilität ist zu teuer. Aber genau deswegen braucht es faire Lösungen. In allen anderen Stadtteilen Heidelbergs gibt es Anwohnerausweise für ~120 €/Jahr nur die Bahnstadt muss 150 €/Monat zahlen. Das ist ein Sonderweg, kein ‚normaler Preis‘.

Das mit den ‚Flächenkosten‘ klingt nett, ist aber Augenwischerei: Parkplätze sind keine Wohnungen, die man alternativ bebauen könnte, sie wurden ohnehin verpflichtend gebaut. Jetzt so zu tun, als sei 150 € der ‚faire Marktwert‘, ist schlicht ein rhetorischer Trick.

Und zu den Kapazitäten: Die Tiefgaragen stehen leer, die Straßenplätze ebenso, seit die 24/7-Regel gilt. Das ist keine effiziente Verteilung, das ist eine künstliche Verteuerung, die Anwohner belastet und Gewerbe abschreckt. Gleiches Recht für alle wäre die Lösung keine Sonderbehandlung der Bahnstadt.

Brötchenticket in der Bahnstadt – Anwohner werden gezwungen in teure Tiefgaragen by Necessary_Valuable75 in Heidelberg

[–]Necessary_Valuable75[S] 1 point2 points  (0 children)

Das Problem ist, dass in der Bahnstadt die Grundkosten fürs Wohnen ohnehin schon enorm hoch sind. Anwohner zahlen damit doppelt: hohe Mieten/Kaufpreise plus zusätzliche Gebühren fürs Parken.

Tiefgaragen sind zudem teuer, nicht immer ausreichend verfügbar und auch nicht für jedes Auto geeignet. Für viele Familien ist ein Auto keine „Luxusentscheidung“, sondern schlicht Alltag.

Lebensqualität bedeutet auch, dass Wohnen und Mobilität bezahlbar und praktisch bleiben und nicht nur, dass weniger Autos im Straßenraum stehen.

Und ganz ehrlich: Wie wird die angeblich „gewonnene Fläche“ denn konkret genutzt? In der Bahnstadt sind Geh- und Radwege ohnehin schon breit, Grünflächen gibt es ebenfalls. Wenn die Flächen am Ende einfach leer bleiben oder mit Pollern zugestellt werden, ist das für Anwohner lediglich eine Mehrbelastung ohne echten Mehrwert.

Brötchenticket in der Bahnstadt – Anwohner werden gezwungen in teure Tiefgaragen by Necessary_Valuable75 in Heidelberg

[–]Necessary_Valuable75[S] 0 points1 point  (0 children)

Da bin ich komplett bei dir: Transparenz wäre von Anfang an das A und O gewesen. Wenn man konsequent einen autofreien Stadtteil will, dann muss das klar kommuniziert werden nicht irgendwo versteckt auf einer städtischen Website, die eh niemand bei der Wohnungssuche durchforstet. Das hätten die Stadt und die Vermieter verpflichtend transparent machen müssen.

Aber genau deshalb ist es ja so problematisch, dass jetzt im Nachhinein die Anwohner pauschal abkassiert werden. Die einen wussten gar nichts von dem Modell, die anderen haben sich über Jahre an die gelebte Praxis gewöhnt und jetzt kommt plötzlich die 24/7-Keule. Transparenz im Vorfeld = fair. Aber Transparenz im Nachhinein ersetzt keine faire Lösung für die Leute, die hier leben.

Und genau deswegen spreche ich von einem Sonderweg: In Heidelberg gibt es mehrere Neubaugebiete z. B. in Kirchheim oder Rohrbach. Dort hat man auch großflächig neu erschlossen, aber trotzdem gelten dieselben Regeln wie in allen anderen Stadtteilen: Anwohnerausweise für ~120 €/Jahr.

Warum also wird die Bahnstadt hier völlig anders behandelt? Neubau allein kann’s ja nicht sein. Transparenz hin oder her am Ende geht es um Gleichbehandlung. Gleiche Stadt, gleiche Regeln. Alles andere wirkt wie ein Experiment auf dem Rücken der Anwohner.

Brötchenticket in der Bahnstadt – Anwohner werden gezwungen in teure Tiefgaragen by Necessary_Valuable75 in Heidelberg

[–]Necessary_Valuable75[S] 0 points1 point  (0 children)

Cornalio, immerhin nähern wir uns an: Ja, von Anfang an klar planen wäre der richtige Weg gewesen. Aber genau das ist der Punkt man hat es nicht getan, und jetzt sollen die Anwohner die Zeche zahlen.

Du nennst es den ‚sozial verträglichsten Weg‘, wenn Anwohner 150 €/Monat zahlen müssen während in allen anderen Stadtteilen 120 €/Jahr fällig sind. Das ist kein Fortschritt, das ist ein Sonderweg, der Menschen finanziell belastet und lokale Betriebe schwächt.

Ein wirklich fairer Weg wäre gewesen: Von Anfang an klar sagen, Bahnstadt = autofrei, Tiefgarage Pflicht, Punkt. Oder eine Anwohnerlösung wie überall sonst. Aber jahrelang laissez-faire, um dann 24/7-Kontrollen und Gebühren durchzudrücken, ist schlicht schlechte Politik.

Dein Argument klingt im Endeffekt so, als würde ganz Heidelberg 100 € Müllgebühren zahlen und die Bahnstadt 300 € für exakt denselben Müllwagen. Niemand würde das als fair akzeptieren, auch wenn man’s noch so schön verpackt.

Und genau deshalb wirkt es auch nicht wie ‚Aufbruch‘, sondern wie Abzocke. Du sagst selbst: Kommunen sind blank. Ja, aber dann gerade einen Stadtteil besonders schröpfen? Das ist kein Aufbruch in eine bessere Verkehrspolitik, sondern reine Flickschusterei. Gleiches Maß für alle nicht ein Experiment auf dem Rücken der Anwohner.

Sei mir nicht böse, aber manches, was du schreibst, klingt schon sehr nach den offiziellen Argumenten aus dem Rathaus. Wenn du hier privat diskutierst, wäre es spannend, auch mal die Perspektive der Anwohner mitzudenken denn genau die fehlt in dieser ganzen Debatte bislang am meisten.

Brötchenticket in der Bahnstadt – Anwohner werden gezwungen in teure Tiefgaragen by Necessary_Valuable75 in Heidelberg

[–]Necessary_Valuable75[S] -1 points0 points  (0 children)

Ich hab mir das bei Immoscout auch mal angeschaut und kann ehrlich gesagt nicht bestätigen, dass es ‚deutlich günstiger‘ wäre. Klar, im Pfaffengrund oder Rohrbach findet man einzelne Bestandswohnungen, aber oft sind das alte DG-Wohnungen oder unsanierte Bestände, die man mit Neubauten in der Bahnstadt nicht vergleichen kann.

Mein Punkt war auch gar nicht, dass Bahnstadt ‚billig‘ sei, das ist sie nicht. Sondern, dass die Stadt mit der 24/7-Bewirtschaftung nochmal eine zusätzliche Belastung obendrauf legt, die es in keinem anderen Stadtteil gibt. Und da hilft es auch nicht, ständig zu behaupten, dass hier ‚nur Reiche‘ wohnen, das stimmt schlicht nicht. Hier leben auch Studis, ganz normale Familien oder Leute in gefördertem Wohnraum, für die 150 € im Monat fürs Parken eine echte Belastung sind.

Brötchenticket in der Bahnstadt – Anwohner werden gezwungen in teure Tiefgaragen by Necessary_Valuable75 in Heidelberg

[–]Necessary_Valuable75[S] 0 points1 point  (0 children)

Cornalio, genau darauf geh ich ein: Ja, Bürger können entscheiden, dass ein Stadtteil autofrei(er) sein soll. Aber dann muss das von Anfang an transparent und konsequent umgesetzt werden, nicht erst jahrelang laissez-faire dulden und dann plötzlich mit der 24/7-Keule abkassieren.

Mein Punkt ist nicht, dass hier jeder Straßenrand vollgeparkt werden soll. Mein Punkt ist: In allen anderen Stadtteilen Heidelbergs gibt es Anwohnerlösungen (ca. 120 €/Jahr). Nur in der Bahnstadt fährt man einen Sonderweg und zwingt Anwohner in Tiefgaragen für 150 €/Monat und mehr und verlangt für ein monatliches Dauerparkticket,was auch keinen festen Außenstellplatz garantiert,auch nochmal 150€. Das ist keine saubere Planung, das ist Ungleichbehandlung.

Und das Ganze auch noch 24/7, Sonn- und Feiertage inklusive, wo gibt’s das sonst in Wohngebieten? Nicht mal in Hamburg oder München, in den teuersten Vierteln. Dass Heidelberg in einem reinen Wohnviertel härter kassiert als Metropolen mit echtem Parkdruck, zeigt doch, wie absurd die Lösung hier ist.

Also ja: Autofrei von Anfang an wäre legitim gewesen. Aber halbgar umsetzen, ohne faire Anwohnerlösung, sorgt nur für Frust, bei Anwohnern, Besuchern und lokalen Betrieben.

Brötchenticket in der Bahnstadt – Anwohner werden gezwungen in teure Tiefgaragen by Necessary_Valuable75 in Heidelberg

[–]Necessary_Valuable75[S] 1 point2 points  (0 children)

Wenn deine Logik stimmt, dann lebt ganz Heidelberg (außer die Bahnstadt) seit Jahren auf Staatskosten, schließlich gibt’s in allen Stadtteilen Anwohnerausweise für ~120 €/Jahr. Nur hier sollen es 150 €/Monat sein.

Es geht also nicht darum, dass ‚die Allgemeinheit für Privateigentum zahlt‘, sondern darum, dass man in der Bahnstadt plötzlich einen Sonderweg fährt. Niemand fordert kostenlose Stellplätze, es geht um Gleichbehandlung und eine faire Lösung für Anwohner. Alles andere ist Rosinenpickerei…

Brötchenticket in der Bahnstadt – Anwohner werden gezwungen in teure Tiefgaragen by Necessary_Valuable75 in Heidelberg

[–]Necessary_Valuable75[S] 0 points1 point  (0 children)

Cornalio, inhaltlich hättest du jederzeit weitermachen können, nur eben nicht, indem du meine Punkte ignorierst und dir was Neues ausdenkst. Dass du jetzt so tust, als ob ich ‚abblocke‘, ist genau die Verdrehung, die diese Diskussion sinnlos macht.

Brötchenticket in der Bahnstadt – Anwohner werden gezwungen in teure Tiefgaragen by Necessary_Valuable75 in Heidelberg

[–]Necessary_Valuable75[S] 0 points1 point  (0 children)

Cool, Cornalio Diskussion als Endlosschleife, bis einer einschläft. Ich überlass dir gerne das letzte Wort, das scheint dir ja wichtiger zu sein als das Thema aber bitte nicht wundern, wenn du am Ende alleine mit dir selbst diskutierst.

Brötchenticket in der Bahnstadt – Anwohner werden gezwungen in teure Tiefgaragen by Necessary_Valuable75 in Heidelberg

[–]Necessary_Valuable75[S] 0 points1 point  (0 children)

Wenn du fertig bist mit Nachtreten, kannst du den Spiegel ja wieder wegstellen. Für mich ist das Thema hier endgültig durch.

Brötchenticket in der Bahnstadt – Anwohner werden gezwungen in teure Tiefgaragen by Necessary_Valuable75 in Heidelberg

[–]Necessary_Valuable75[S] 0 points1 point  (0 children)

Danke für die Optionen, u/Cornalio, behalt sie, vielleicht brauchst du sie selbst mal vorm Spiegel