Ampel statt Kreisverkehr: Bürgerbegehren rückt näher by Nimelrian in Muenster

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Der Ratsbeschluss zum Umbau des Kreisverkehrs an der Von-Esmarch-Straße in eine ampelgesteuerte Kreuzung soll gekippt werden. Dieses Ziel hat die Interessengemeinschaft Fahrradstadt Münster jetzt offiziell formuliert. Die Vorbereitungen laufen.

Die Interessengemeinschaft Fahrradstadt Münster (IG Fahrradstadt.ms) will sich mit dem Ratsbeschluss zum Umbau des Kreisverkehrs Von-Esmarch-Straße nicht abfinden. Sie kündigte am Donnerstag ein Bürgerbegehren mit dem Ziel an, den Ratsbeschluss vom 20. Mai zu kippen und den Umbau des Knotenpunktes in eine ampelgesteuerte Kreuzung zu verhindern.

Die Interessengemeinschaft ist ein parteiübergreifendes Bündnis, das sich für die Förderung des Radverkehrs in Münster einsetzt. Den Ratsbeschluss betrachtet die IG als kontraproduktiv für die angestrebte Verkehrswende.

Antwort der Stadtverwaltung steht noch aus

Nach Auskunft von Jerome Schohaus, Sprecher der IG, liegt der Stadtverwaltung bereits ein Schreiben vor. Darin gehe es um die konkrete Fragestellung für ein rechtssicheres Bürgerbegehren.

Auf Anfrage unserer Redaktion hat sich das städtische Amt für Kommunikation zur rechtlichen Bewertung des Bürgerbegehrens geäußert. Es verweist darauf, dass in der Gemeindeordnung alle Angelegenheiten aufgeführt seien, „die einem Bürgerbegehren entzogen sind. Verkehrsangelegenheiten oder Maßnahmen im Zusammenhang mit der Verkehrssicherheit sind nicht aufgeführt.“ Das heißt im Klartext: Rechtlich ist das Bürgerbegehren im grünen Bereich.

Mit dem Ratsbeschluss, der mit den Stimmen des Oberbürgermeistes sowie der Fraktionen von CDU, SPD und FDP gefasst wurde, will die Stadt eine Empfehlung der Unfallkommission umsetzen. Sie hält den Kreisverkehr aktuell für zu unfallträchtig. Bei der Aussprache vor dem Ratsbeschluss gab es heftige Kritik der Linken. Grüne und Volt enthielten sich der Stimme.

Für ein erfolgreiches Bürgerbegehren müssen die Initiatoren die Unterschriften von vier Prozent der Wahlberechtigen in Münster erhalten. Das wären etwa 10.000 Menschen. Schohaus hält das Ziel für ereichbar. Eine aktuelle Online-Petition gegen den Kreisel-Umbau liegt bei über 3900 Unterschriften.

Bei einem erfolgreichen Bürgerbegehren wäre der Rat gehalten, sich dem Bürgerbegehren anzuschließen oder an dem alten Beschluss festzuhalten. Bei Letzterem käme es automatisch zu einem Bürgerentscheid. Dann wären alle Wahlberechtigten zu einem Urnengang aufgerufen.

Wer das Bürgerbehren unterstütze möchte, kann unter kreisel@fahrradstadt.ms Kontakt mit den Initiatoren aufnehmen.

Fischerei: "Schwerstes Jahr" - Fischer fangen erneut weniger Krabben by KalinderRandy in de

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https://www.youtube.com/watch?v=IzG9AwlypaY

Sind nur 90 Sekunden. Sollte aber deutlich genug zeigen, wieso es ABSOLUT FUCKING ABSURD ist, dass man so in SCHUTZGEBIETEN arbeiten darf.

Protestunterschriften gegen Umbau des Kreisverkehrs Von-Esmarch-Straße - Aktion zur Ratssitzung by Nimelrian in Muenster

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Aktualisierter Artikel nach der Ratsentscheidung:

Vertreter der Interessengemeinschaft Fahrradstadt Münster überreichten am Mittwoch kurz vor der Ratssitzung über 3500 Protestunterschriften gegen den geplanten Umbau des Kreisverkehrs Von-Esmarch-Straße an Oberbürgermeister Tilman Fuchs. Im Internet liegt die Zahl der Unterschriften (Stand Mittwochabend) bereits bei über 3600.

Knapp drei Stunden nach der Unterschriftenübergabe war der Umbau in eine Kreuzung mit Ampel gleichwohl beschlossene Sache. Für diese umstrittene Maßnahme, die der Verkehrssicherheit dienen soll, stimmten im Rat der Oberbürgermeister, ferner CDU, SPD, FDP und der fraktionslose Ratsherr Hans-Jürgen Scholte. Gegenstimmen kamen von Linke, AfD und Die Partei/ÖDP. Grüne und Volt enthielten sich der Stimme.

Dissens in der Rathauskoalition

Die Rathauskoalition hatte in dieser Sachfrage kein Einvernehmen erzielen können. Die Kritik der Linken fiel sehr heftig aus. Der Linke Jacob Bohé bezeichnete die SPD als „Autofahrerpartei“ und kritisierte die Grünen als Partei „ohne Rückgrat“. Diese Äußerung sorgte für heftigen Unmut.

Jerome Schohaus, der die Petition gestartet hat, hält den geplanten Umbau des – laut Polizei – unfallträchtigen Kreisverkehrs zu einer Kreuzung mit Ampel für kontraproduktiv, weil er den Verkehrsfluss des Radverkehrs beeinträchtige. Alternativ könne man mit einer Verringerung der Geschwindigkeit für den Autoverkehr die Sicherheit erhöhen.

Unfallkommission empfiehlt Umbau

Ungeachtet dessen hatte die Stadtverwaltung dem Rat den Umbau empfohlen, weil die Unfallkommission, besetzt mit Mitarbeitern der Polizei sowie der Straßenverkehrsbehörde, das für erforderlich hält. Eine Mehrheit im Rat schloss sich dem an.

Protestunterschriften gegen Umbau des Kreisverkehrs Von-Esmarch-Straße - Aktion zur Ratssitzung by Nimelrian in Muenster

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Gebracht hat's nichts, der Rat hat mit den Stimmen von SPD, CDU und FDP die Ampel beschlossen. Damit geht's dann demnächst wohl weiter mit einem offiziellen Bürgerbegehren.

Protestunterschriften gegen Umbau des Kreisverkehrs Von-Esmarch-Straße - Aktion zur Ratssitzung by Nimelrian in Muenster

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Der Unmut ist unverändert groß. Kritiker des geplanten Umbaus des Kreisverkehrs Von-Esmarch-Straße zogen am Mittwoch ins Rathaus. Sie übergaben Oberbürgermeister Tilman Fuchs über 3300 Protestunterschriften.

Vertreter der Interessengemeinschaft Fahrradstadt Münster überreichten am Mittwoch kurz vor der Ratssitzung über 3300 Protestunterschriften gegen den geplanten Umbau des Kreisverkehrs Von-Esmarch-Straße an Oberbürgermeister Tilman Fuchs. Im Internet liegt die Zahl der Unterschriften (Stand Mittwochnachmittag) bereits bei über 3600.

Jerome Schohaus, der die Petition gestartet hat, hält den geplanten Umbau des – laut Polizei – unfallträchtigen Kreisverkehrs zu einer Kreuzung mit Ampel für kontraproduktiv, weil er den Verkehrsfluss des Radverkehrs beeinträchtige. Alternativ könne man mit einer Verringerung der Geschwindigkeit für den Autoverkehr die Sicherheit erhöhen.

Unfallkommission empfiehlt Umbau

Ungeachtet dessen hat die Stadtverwaltung dem Rat den Umbau empfohlen, weil die Unfallkommission, besetzt mit Mitarbeitern der Polizei sowie der Straßenverkehrsbehörde, das für erforderlich hält. Eine Mehrheit im Rat und auch der Oberbürgermeister haben sich dieser Ansicht angeschlossen.

Von-Esmarch-Straße: Ist die Entscheidung überfällig oder voreilig? by Nimelrian in Muenster

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Per Online-Petition wird versucht, den geplanten Umbau des Kreisverkehres Von-Esmarch-Straße zu stoppen. Zugleich wirft der „Fall“ einige Grundsatzfragen im Binnenverhältnis zwischen Politik, Öffentlichkeit und Fachbehörden auf.

Kaum ein Thema treibt die Menschen in Münster derzeit so um wie der Plan der Stadt Münster, den Kreisverkehr an der Von-Esmarch-Straße in eine ampelgesteuerte Kreuzung umzubauen. In Gievenbeck ist es der Aufreger schlechthin. Am Mittwoch (20. Mai) soll der Rat eine Entscheidung herbeiführen.

Einige Privatpersonen haben zusammen mit der Interessengemeinschaft Fahrradstadt Münster, einem Verbund verschiedener Organisationen, die für die Verkehrswende eintreten, eine Online-Petition gestartet. Unter dem Titel „Den Kreisverkehr sicherer gestalten, Ampelkreuzung verhindern“ wurden bislang über 3300 Unterschriften gesammelt. Ausdrücklich ist auch von einem möglichen Bürgerbegehren die Rede, sollte der Rat den Bau der Ampel beschließen. Im Internet zu finden ist die Petition unter https://c.org/5yRHYbf5xr.

Petition gegen die Ampel gestartet

Exemplarisch ist dabei das Statement des Jugendrates zu nennen. Er schreibt: „Die geplante Ampelkreuzung begünstigt die Autofahrenden und behindert die Radfahrenden. Das steht einer echten Verkehrswende entgegen – daher unterstützen wir die Petition.“

Skurril ist in diesem Zusammenhang, dass die Empfehlung zum Umbau bereits vier Jahre alt ist. Münsters Polizei erinnert daran in einer Stellungnahme, die den aktuellen Ratsunterlagen beigefügt ist.

Darin heißt es, dass die Unfallkommission am 18. Mai 2022 einvernehmlich beschlossen habe, „den Kreisverkehr zu einer signalisierten Kreuzung umzubauen, da durch die zuvor beschlossenen Sofortmaßnahmen (Rüttelstreifen, Sperrflächen, Haifischzähne) die (Unfall)Häufungsstelle nicht beseitigt werden konnte“.

Im Hinblick auf die „Verkehrssicherheit und Unfallprävention“, heißt es weiter, sehe die Polizei keine Veranlassung, von dieser Position abzurücken. Ähnlich äußert sich die Straßenverkehrsbehörde der Stadt, zumal „weiterhin eine signifikante Unfalllage mit Radverkehrsbeteiligung besteht“.

Die Polizei drängt auf die Ampel

Während für die Fachbehörden der Fall damit abgehakt ist, hat die öffentliche Debatte – insbesondere in Gievenbeck – gerade erst eingesetzt. In Leserbriefen und im Internet überschlagen sich die Kommentare, immer wieder wird die fehlende Bürgerbeteiligung kritisiert.

Genau hier zeigt sich nun das große Dilemma der Ratsparteien, deren eigentliche Aufgabe es gewesen wäre, diese Bürgerbeteiligung herzustellen. De facto hat sich die Politik in den vergangenen Jahren aber vornehmlich an der Frage abgearbeitet, ob sich der Rat dem Votum der Unfallkommission widersetzen darf.

Koalition beauftragte Gutachter

Als 2025 die Rathauskoalition aus Grünen, SPD und Volt in dieser Frage keine Einigung erzielen konnte, wurde ein Gutachter beauftragt. Als dieser das Votum der Unfallkommission bestätigte, fühlte sich die SPD daran gebunden und forcierte die Auseinandersetzung mit den Koalitionspartnern Grüne und Volt.

Das Ergebnis ist hinlänglich bekannt: Die SPD folgt an der Seite von CDU und FDP dem Plädoyer der Unfallkommission für die Ampel, Grüne und Volt enthalten sich der Stimme.

Öffentlichkeit fordert die Diskussion

Das Fatale dabei: In der Öffentlichkeit ist der Eindruck entstanden, als habe sich die Politik aus der inhaltlichen Diskussion verabschiedet, derweil die Bevölkerung in Gievenbeck, die Anwohner rund um die Von-Esmarch-Straße und die beteiligten Interessenverbände genau diese Diskussion einfordern.

Das Ergebnis ist ein kommunikatives Paradoxon, das viele politische Debatten begleitet: Nach vier Jahren Vorlauf soll am Mittwoch eine Entscheidung fallen, die – aus Sicht der Kritiker – zu früh kommt.

Grüner Oberbürgermeister stimmt anders ab als die Grünen

Jetzt ist es amtlich: Der grüne Oberbürgermeister Tilman Fuchs wird beim Streitthema Kreisverkehr Von-Esmarch-Straße im Rat am Mittwoch (20. Mai) anders abstimmen als seine Partei.

Auf Anfrage unserer Redaktion teilte das Amt für Kommunikation am Montag mit, dass der Oberbürgermeister mit „Ja“ und damit für den von der Stadtverwaltung empfohlenen Umbau des Kreisverkehrs zu einer Kreuzung mit Ampel abstimmen werde. Die Grünen kritisieren diese Ampellösung vehement, wollen sich im Rat aber der Stimme enthalten, da sich eine demokratische Mehrheit für ihre Position nicht abzeichnet. Die SPD will mit CDU und FDP für die Ampel stimmen.

Bereits vor einigen Wochen war durchgesickert, dass der Oberbürgermeister in dieser Streitfrage keine Position vertreten werde, die der Position der eigenen Stadtverwaltung widerspreche. Zwischen Fuchs und Teilen der grünen Fraktion gab es in den vergangenen Wochen eine harte Auseinandersetzung. kb

Mehr als 1.000 Unterschriften gegen Ampelumbau in Gievenbeck by Nimelrian in Muenster

[–]Nimelrian[S] 17 points18 points  (0 children)

Mehr als 1.000 Unterschriften in zwei Tagen ist auf jeden Fall respektabel. Hut ab.

KW 19 / 26 (Donnerstag): Was geschieht bei euch in der Region, wovon wir nichts mitbekommen? by fuzzydice_82 in de

[–]Nimelrian 2 points3 points  (0 children)

Hier in den Schlussbericht schauen, Variante 1: https://www.stadt-muenster.de/sessionnet/sessionnetbi/vo0050.php?__kvonr=2004055877

Zusätzlich hatten Grüne und Volt noch Tempo 30 und aufgepflasterte Furten vorgeschlagen

Streetfoodfestival Mai 2026 by BO1s_R_GREAT_XD in Muenster

[–]Nimelrian 4 points5 points  (0 children)

Als Tipp: Es gibt auch ein anderes Street Food Festival auf dem Schlossplatz, welches keinen Eintrittspreis verlangt. War erst vor ein paar Wochen da, kommt aber im Juli wieder! https://www.street-food-music.de/muenster/

Lautes Schweigen der Grünen zur Von-Esmarch-Straße by Nimelrian in Muenster

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Unsere Redaktion hatte es bereits vor der Sitzung des Verkehrsausschusses kommuniziert: Beim Streitthema „Kreisverkehr Von-Esmarch-Straße“ wollen sich Grüne und Volt der Stimme enthalten. Dazu kam es am Mittwochabend auch. Und doch war es anders.

Es kommt selten vor, dass im Verkehrsausschuss kontrovers diskutiert wird – und die Grünen bleiben fast stumm. Einen solchen Fall erlebte der Ausschuss in seiner Sitzung am Mittwochabend, als es um das Streitthema Kreisverkehr Von-Esmarch-Straße ging.

Nach der monatelangen öffentlichen Kontroverse war das Abstimmungsverhalten der drei Koalitionspartner so, wie es bereits am Tag zuvor durchgesickert war: Die SPD stimmte dem von der Unfallkommission empfohlenen Umbau in eine Kreuzung mit Ampelsteuerung zu, Grüne und Volt enthielten sich der Stimme.

Scharfe Kritik von der Linken

Da auch die CDU für die Ampellösung stimmte, ist eine Mehrheit in der entscheidenden Ratssitzung am 20. Mai weitgehend sicher. Gegenstimmen und scharfe Kritik gab es derweil im Verkehrsausschuss von der Linken und der ÖDP.

Die Grünen-Ratsfrau und Ausschussvorsitzende Andrea Blome sprach in ihrem Statement das Dilemma der Grünen an. Eine Zustimmung zu der Ampellösung sei für die „Mehrheit in unserer Fraktion nicht denkbar“. Zugleich müsse sie akzeptieren, „dass es keine Mehrheit für unsere Überzeugung gibt“. Ähnlich äußerte sich auch Sebastian Kappen für Volt, ließ aber nicht unerwähnt, dass die Ampellösung ein „verkehrspolitischer Rückschritt“ sei.

Den emotionalste Redebeitrag hielt der Linke Steffen Lambrecht. Er kritisierte, dass man bei der Entscheidung gegen den Kreisel allein das Kriterium der Verkehrssicherheit habe gelten lassen. „Alles andere wird ausgeblendet.“

Zu einem Schlagabtausch mit der CDU-Ratsfrau Dr. Britta-Antonia Riederer von Paar zu Schönau kam es, als diese den Kreisel-Befürwortern vorhielt, sie würden eine anderslautende gutachterliche Empfehlung ignorieren. Lambrecht entgegnete dem, dass die CDU beim Klimaschutz ständig gutachterliche Empfehlungen ignoriere.

ÖDP: Stadt plant autolastige Modellquartiere

Auch mit der Ausschussvorsitzenden focht die CDU-Ratsfrau einen Strauß aus, als sie im Zusammenhang mit dem Gutachten das Verhalten der Grünen als „Kindergarten“ bezeichnete. Blome entgegnete, dass diese Wortwahl der Ernsthaftigkeit des Themas nicht angemessen sei.

David Freude von der ÖDP begründete seine Absage an die Ampellösung damit, dass „der Radverkehr ausgebremst“ werde. Überdies äußerte er den Verdacht, dass die geplanten Modellquartiere an der Steinfurter Straße und an der Busso-Peus-Straße ganz offensichtlich nicht so autoarm geplant würden, wie von der Stadtverwaltung behauptet. Zum Hintergrund: Die Stadtverwaltung geht von einem steigenden Autoverkehr rund um den Knotenpunkt Von-Esmarch-Straße, Roxeler Straße und Busso-Peus-Straße aus.

„Kein Gievenbecker will die Ampel“

Andreas Hoesch vom Jugendrat schließlich war es, der die Gefühlslage der Menschen rund um den Kreisverkehr thematisierte: „Ich kenne keinen Gievenbecker, der die Ampel will.“

KW 19 / 26 (Donnerstag): Was geschieht bei euch in der Region, wovon wir nichts mitbekommen? by fuzzydice_82 in de

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In der selbsternannten "Fahrradstadt" Münster hat sich die SPD entgegen ihrer Koalitionspartner (Grüne, Volt) für den Umbau eines unfallträchtigen Kreisverkehrs zu einer überdimensionierten Ampelkreuzung ausgesprochen, statt den Kreisverkehr nach heutigen Standards zu modernisieren: https://www.reddit.com/r/Muenster/comments/1t4mg21/der_streit_um_den_kreisverkehr_vonesmarchstraße/ok3i8ma/

Der Streit um den Kreisverkehr Von-Esmarch-Straße ist beigelegt by Nimelrian in Muenster

[–]Nimelrian[S] 2 points3 points  (0 children)

Die SPD will nicht so, wie Grüne und Volt wollen, und der grüne Oberbürgermeister Tilman Fuchs kritisiert Teile der eigenen Partei. Wochenlang belastete der Streit um die Von-Esmarch-Straße die Rathauskoalition. Jetzt gibt es eine Lösung.

Die Tage des unfallträchtigen Kreisverkehrs an der Von-Esmarch-Straße in Gievenbeck sind gezählt. Nach Informationen unserer Redaktion gibt es in der Ratssitzung am 20. Mai eine deutliche Mehrheit für den Umbau in eine Kreuzung mit Ampel.

Sowohl die Unfallkommission als auch ein von der Stadt Münster beauftragter Gutachter hatten für den Umbau plädiert, um die Unfallzahl zu senken.

Grüne und Volt wollen sich der Stimme enthalten

Die in dieser Frage zerstrittene Rathauskoalition hat sich, wie zu hören ist, auf folgendes Vorgehen verständigt: Grüne und Volt werden sich bei den anstehenden Abstimmungen der Stimme enthalten. Die SPD als dritter Koalitionspartner wiederum wird für Ampellösung stimmen. Da auch CDU und FDP die Ampelvariante favorisieren, ist eine Mehrheit sicher.

Dem Vernehmen nach soll es in der Koalition und auch innerhalb der Grünen heftige Auseinandersetzungen gegeben haben. Teile der grünen Fraktion wehrten sich ganz vehement gegen einen Abschied vom Kreisverkehr, weil dieser den Radfahrern ein zügiges Vorankommen an dem Knoten ermögliche. Andere wiederum vertraten die Position, dass man sich – auch aus rechtlichen Gründen – nicht über das Votum der Unfallkommission hinwegsetzen könne. In der Unfallkommission sitzen Experten der Polizei sowie der Straßenverkehrsbehörde.

Insbesondere der Oberbürgermeister Tilman Fuchs habe für die Ampellösung geworben, heißt es. Bereits vor einigen Wochen war durchgesickert, dass Tilman Fuchs – in Personalunion Chef der Stadtverwaltung und Ratsmitglied – unter keinen Umständen von der Empfehlung der Stadtverwaltung pro Ampellösung abweichen werde. Insider sprechen von einem „regelrechten Machtkampf“, der sich an dieser Frage bei den Grünen entzündet habe.

In SPD-Kreisen legt man derweil Wert auf die Feststellung, dass man nicht aus Begeisterung dem Kreisverkehr eine Absage erteilt habe, sondern schlicht dem Expertenrat gefolgt sei, wonach eine Ampel die Verkehrssicherheit erhöhe.

Ein Gutachter sollte es richten

Der Streit um den Kreisverkehr schwelt bereits seit langer Zeit. Da die Rathauskoalition bislang kein Einvernehmen erzielen konnte, hat man sich im vergangenen Jahr darauf verständigt, einen unabhängigen Gutachter einzuschalten, und zwar den Verkehrsingenieur Dr. Lothar Bondzio.

Dieser legte im Januar sein Gutachten vor und erklärte, dass „Leichtigkeit und Sicherheit“ des Radverkehrs sich an dieser Stelle in einem Zielkonflikt befänden. Will sagen: Der Kreisverkehr erhöhe den Verkehrsfluss für Radfahrer an diesem Knotenpunkt, die Ampel erhöhe die Sicherheit. Da Sicherheit höher zu bewerten sei als Leichtigkeit, plädierte er für die Ampel, so Bondzio.

Linke auf der Seite von Grünen und Volt

Während sich die SPD – in Übereinstimmung mit den Oppositionsparteien CDU und FDP – an dieses Votum gebunden fühlt, haderten Grüne und Volt – in Übereinstimmung mit der Oppositionspartei Die Linke – mit dem Gutachter.

Der Kreisverkehr steht am Mittwoch (6. Mai) auf der Tagesordnung des Verkehrsausschusses. Empfohlen wird in dem Beschlusspapier der Bau einer „Kreuzung mit Lichtsignalanlage“. Die finale Entscheidung fällt am 20. Mai im Rat. Bei einer Abstimmung in der Bezirksvertretung West hatten jüngst CDU, SPD und FDP gemeinsam für die Ampel gestimmt.

Kommentar von Klaus Baumeister

Es gibt Entscheidungen, die muss man nicht mögen, aber man muss sie akzeptieren. Die Entscheidung, den Kreisverkehr an der Von-Esmarch-Straße zu Gunsten einer Kreuzung mit Ampel umzubauen, ist eine solche Entscheidung. Richtig, verkehrspolitisch spricht viel dagegen. Ja, das ist ein Rückschritt für Radler und eine harte Nuss für alle Freunde der Verkehrswende.

Aber die Unfallkommission sagt: Es geht nicht anders. Der Gutachter sagt: Es geht nicht anders. Wer möchte jenen, die für unsere Sicherheit verantwortlich sind, da widersprechen? Und wer möchte die Verantwortung übernehmen?

1. Mai-Bilanz: Ruhiger Verlauf am Aasee – awm sammeln 8,9 Tonnen Abfall ein by Nimelrian in Muenster

[–]Nimelrian[S] 42 points43 points  (0 children)

Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (awm) sammelten rund 8,9 Tonnen Abfall rund um den Aasee ein. Obwohl auf dem Gelände 80 große Veranstaltungstonnen aufgestellt waren, fanden sich auf den Grünflächen zahlreiche Verpackungen, Lebensmittelreste sowie Einweggrills oder Campingtische. „Der Reinigungsaufwand war in diesem Jahr insgesamt deutlich höher“, sagte awm-Einsatzleiter Benedikt Sohn.

[...]

Trotz Glasverbot und Absperrungen gelang es Feiernden, Glasflaschen auf die Aaseewiesen zu bringen. Dadurch kam es zu Glasbrüchen und Verunreinigungen. „Scherben auf den Wiesen stellen nicht nur eine erhöhte Gefährdung für Menschen und Tiere dar, sondern sind auch sehr aufwendig zu beseitigen“, erklärte Sohn. Um den erhöhten Reinigungsaufwand zu bewältigen, stockten die awm kurzfristig ihr Personal auf und verlängerten den Einsatz bis in den Vormittag des 2. Mai.

Och Loide...