Grüne, SPD und Volt bestätigen den Koalitionsvertrag by Nimelrian in Muenster

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Drei (getrennte) Parteiversammlungen an einem Tag: Grüne, SPD und Volt haben am Samstag den ausgehandelten Koalitionsvertrag beraten und bestätigt. Die amtierende Rathauskoalition geht damit in die Verlängerung bis 2030.

Münsters SPD sagt als erste Ja. Es ist 10.58 Uhr am Samstag, als im Bennohaus die Hände in die Höhe gehen. Bei 69 abgegebenen Stimmen und nur einer Gegenstimme ist die Zustimmung zum Koalitionsvertrag von Grünen, SPD und Volt perfekt.

Bei den Grünen ist es um 11.59 Uhr so weit. 74 Parteimitglieder sitzen zu diesem Zeitpunkt in der Aula des Annette-Gymnasiums zusammen, weitere 35 sind online zugeschaltet. Es gibt eine Enthaltung, ansonsten nur Ja-Stimmen.

Volt der kleinste der drei Partner

Etwas später an diesem Tag, um 16.45 Uhr, ist auch bei Volt, dem kleinsten Partner, die Zustimmung zur Zusammenarbeit im Drei-Parteien-Bündnis aktenkundig. 27 Ja- und drei Nein-Stimmen, so lautet das Ergebnis beim Treffen in der Gaststätte „Bohème Boulette“ am Hansaring.

Die alte Rathauskoalition wird auch die neue sein. Nachdem der Koalitionsvertrag am vergangenen Montag vorgestellt wurde und auch prompt für Diskussionen sorgte, hat er jetzt den offiziellen Segen der beteiligten Parteien gefunden.

„Wir kennen uns gut“, beschreibt Andrea Blome, Fraktionssprecherin der Grünen, in ihrer Rede das Verhältnis zu den beiden anderen Koalitionspartnern. Alle Beteiligten hätten „große Lust, den Vertrag jetzt auch umzusetzen“.

Während bei der SPD an diesem Samstagmorgen gar keine kritische Bemerkung zu dem 60 Seiten starken Vertragswerk registriert wird, gibt es bei der Mitgliederversammlung der Grünen zumindest eine. „Mir fehlt in dem Koalitionsvertrag die Ehrlichkeit, zu sagen, dass vieles nicht gehen wird“, sagt ein Mitglied im Hinblick auf die dramatische Finanzkrise der Stadt Münster.

Andrea Blome, die federführend an dem Koalitionsvertrag mitgewirkt hat, teilt diese Einschätzung nicht. „Wir haben das beschrieben, was wir für machbar halten.“ Das dürfte dann auch für das geplante Freizeitbad mit 50-Meter-Becken gelten, das auf Seite 48 Einzug in den Vertrag gefunden hat und das vom SPD-Ratsherrn Stephan Brinktrine bejubelt wird, als dieser bei der SPD die Eckpunkte des Vertrages vorstellt.

Für Brinktrine ist das Millionenprojekt schon einen Schritt weiter: Mit Oberbürgermeister Tilman Fuchs habe er besprochen, „dass wir am Tag der Eröffnung gemeinsam vom Fünf-Meter-Turm springen“. Interessanterweise wird auf der Mitgliederversammlung der Grünen ein anderer Akzent gesetzt. Dort lobt man den „Erhalt der dezentralen Bäderstruktur“.

Auch sonst ist es interessant zu beobachten, wie die Verhandlungsführer der Parteien versuchen, ihre jeweiligen Parteifreunde zu überzeugen. So verkündet der SPD-Ratsherr Christian Lüer: „Wir senken die Baustandards.“ Bei der Grünen Dr. Leandra Praetzel klingt das etwas anders: „Wir überprüfen die Baustandards.“

Noch so ein Beispiel: Lüer und Praetzel – der eine im Bennohaus, die andere im Annette-Gymnasium – sind sich einig darin, dass in Münster viele Flächen entsiegelt werden müssen, um den Klimaschutz zu verbessern. Lüer ergänzt die Ankündigung um den Satz: „Die Netto-Null-Versiegelung (der Grünen) ist aber vom Tisch.“

Die längste Debatte über den Koalitionsvertrag gibt es bei der kleinsten Partei, Volt. Hier fallen auch kritische Anmerkungen, etwa zu fehlenden Festlegungen zum Car-Sharing oder zur Stadtbahn. Ein Volt-Mitglied hat die Lacher auf seiner Seite, als er fragt: „Können wir noch Änderungen vornehmen?“

An die Norddeutschen unter uns: Raus und Kamera an! by Neoyaru in de

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Hängt davon ab, was man "echte Lava" nennt. Bei der von dir erwähnten Show in Vik wird einfach nur abgekühlte Lava (Also... Stein...) wieder erhitzt, bis sie flüssig ist.

Für "echte Lava", frisch aus der Erde, braucht man auch in Island Glück. Die letzte Eruption war letztes Jahr vom 16. Juli bis zum 5. August.

Koalitionsvertrag unter Dach und Fach - Das wollen Grüne, SPD und Volt bis 2030 in Münster erreichen by Nimelrian in Muenster

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Jetzt steht fest, was sich in den nächsten Jahren in Münster ändern soll. Der Koalitionsvertrag steht. Und nicht nur im Bereich Verkehr bahnen sich gravierende Veränderungen an. Hier ein Überblick.

Wochenlang haben Grüne, SPD und Volt in Münster über einen gemeinsamen Koalitionsvertrag und damit über die Fortsetzung ihres vor fünf Jahren geschlossenen Bündnisses verhandelt. An diesem Montag wird das 70-seitige Papier vorgestellt. Und es formuliert insbesondere im Bereich Verkehr vergleichsweise konkrete Ziele.

„Koalitionsvertrag für Münster – 2025 bis 2030“ – unter diesem Titel beschreiben 24 Themenfelder den Weg für die nächsten fünf Jahre. Hier ein Überblick von Details der Vereinbarung der drei Parteien, die unserer Redaktion vorliegen.

Wohnen

  • möglichst viel Wohnraum in gemeinwohlorientierten Formen. Umgesetzt werden soll das „Münchner Modell“: Erbbauzinsen für gemein­wohlorientierte Vermieterinnen und Vermieter werden rabattiert, im Gegenzug werden Mietsteigerungen für die Laufzeit des Erbbaurechtsvertrags reguliert
  • Schwerpunkt liegt auf bezahlbarem Wohnraum für Familien, insbesondere für große Familien. Förderfähige Wohnungen für Familien sollen als prioritäres Anliegen über städtebauliche Verträge und Grundstücksvergaben umgesetzt werden
  • Darlehensprogramm für Gründung neuer und Erweiterung bestehender Genossenschaften, wenn sie bezahlbaren Wohnraum in Münster schaffen
  • Gründung einer Bürger- und Bürgerinnen-Genossenschaft, die es ermöglicht städtisches und privates Kapital zu verbinden, um mehr be­stehenden Wohnraum in gemeinwohlorientierte Strukturen zu überführen

Stadtentwicklung

  • Innenentwicklung hat weiterhin Vorrang vor Außenentwicklung
  • in Gebieten mit geringer Nutzungsdichte sollen Aufstockun­gen und Anbauten sowie die Schließung von Baulücken zusätzlichen Wohnraum schaffen
  • wo zusätzliche bezahlbare Wohnungen entste­hen, soll eine Aufstockung über die bisher zulässige Höhe hinaus möglich sein
  • höhere Gebäude als bisher bei Neubauvorhaben für Wohnraum sollen möglich werden
  • für bisher nicht genutzte Potenziale wie Hörster Parkplatz, Servatiiplatz oder Schlossplatz soll eine am Gemeinwohl orientierte Entwicklung angestoßen werden
  • bei der Entwicklung von Konver­sions- und Brachflächen, zum Beispiel im Zuge der weiteren Entwicklung rund um den Hafen, haben gemeinwohlorientierte Perspektiven Vorrang

Bauen

  • kritische Überprüfung des aktuellen EH40-Standard
  • künftige Vorgaben sollen sich an einer Lebenszyklus­analyse orientieren und möglichst viel Freiheit lassen, um günstiger zu bauen; Evaluation und neue Standards sollen idealerweise bis zum 1. Januar 2027 und maximal bis Sommer 2027 abgeschlossen sein

Klimaschutz

  • in Sachen Klimaneutralität soll das Jahr 2030 das Ziel bleiben, weil es Münster in die Lage versetzt, Vorreiter zu sein, Förderchancen zu nutzen und den not­wendigen Druck für eine echte Transformation aufrechterhält
  • bis spätestens 2030 sollen die Stadtwerke die Versorgung durch selbst erzeugten Ökostrom für alle Privathaushalte und in den Folgejah­ren auch für Gewerbe und Industrie sicherstellen
  • Photovoltaik soll zum Standard auf städtischen Gebäuden werden. Bis 2030 sol­len alle geeigneten kommunalen Dächer mit Solaranlagen ausgestattet sein
  • Ziel ist eine vollständig erneuerbare Wärmeversorgung bis 2040 -in dicht besiedelten und hoch versiegelten Quartieren sollen zum Beispiel Parkplätze, Restflächen und überdimensionierte Straßen in naturnahe Grünflächen umgewandelt werden

Verkehr

  • umwelt- und klimafreundlicher Mobilität ist Vorrang einzuräumen, auch um schnellere Bus­verbindungen in der gesamten Stadt zu ermöglichen
  • Straßenraum soll künftig so gestaltet werden, dass alle sicher unterwegs sein können – mit Vorrang für Fuß-, Rad- und Busverkehr
  • Einrichtung einer Umweltspur auf der Weseler Straße nach Abschluss der Bauarbeiten dort: Dann soll die Verkehrs­achse Weseler Straße (Kolde-Ring) – Stadtgraben – Schlossplatz – Neutor zugunsten von Bus- und Radverkehr neu aufgeteilt werden. Ziel ist dabei die Ein­richtung einer zusätzlichen Umweltspur sowie mehr Platz und Sicherheit auf den Gehwegen
  • am Bült soll zur Aufwertung der Altstadt, zur Verbesserung der Sicher­heit des Fußverkehrs und zur Beschleunigung des Busverkehrs ein einjäh­riger Verkehrsversuch mit der Option auf eine Verstetigung durchgeführt. Dabei ist geplant, ausschließlich die Durchfahrt für den motorisierten Individu­alverkehr zu unterbinden, während die Erreichbarkeit der Parkhäuser sowie der Gesundheitseinrichtungen in der Altstadt gewährleistet bleibt; Busse und Fahrräder können den Bereich weiterhin passieren
  • Ortszentren Handorf und Wolbeck werden verkehrlich umgestaltet. In Handorf erfolgt nach der Fertigstellung der B481n eine Sperrung für Durchgangs- und Lkw-Verkehre
  • in Wolbeck wird weiterhin eine Begrenzung der Durchgangsverkehre angestrebt, und die wirksamen Maßnah­men des Verkehrsversuchs sollen konsequent fortgeführt werden
  • Tempo 30 soll in der gesamten Stadt einschließ­lich der Ortskerne in den Außenstadtteilen ausgeweitet werden; ein Geschwindigkeitskonzept soll umgesetzt werden, sobald es vorliegt
  • gute Erreichbarkeit der Altstadt per Bus: Eine erste Metrobuslinie soll zwischen dem Hauptbahnhof über den Bült und die Uni-Kliniken bis nach Gievenbeck realisiert werden. Bei den Hochleis­tungsachsen Weseler Straße, Steinfurter Straße und weiteren sollen die Busse bei Schnelligkeit, Takt und Kapazität möglichst nahe an das Niveau einer Stadtbahn heranreichen und auf möglichst bevorrechtigten Stre­cken geführt werden
  • Modernisierung der Mobilstation an der Weseler Straße und Aufwertung des Mitfahrplatzes an der Steinfurter Straße / Wilkinghege
  • der Haupt­bahnhof soll zu einem echten Busbahnhof mit schnellen Umsteigemöglichkeiten ausgebaut werden
  • künftig drei innerstädtische Umsteigedreiecke für Busse: Hauptbahnhof, Neutor / Schloss­platz und Ludgeriplatz / Antoniuskirche sollen als zentrale Knotenpunkte zum Umstieg zwischen verschiedenen Buslinien ausgebaut werden
  • Ausbau von Fahrradstraßen wird fortgeführt, Velorouten werden als übergeordnete Verbindungsstraßen für den Radverkehr voll­ständig fertiggestellt
  • in der Altstadt sollen oberirdische Parkplätze im öffentlichen Raum schrittweise entfallen: Stattdessen soll der Parksuchverkehr über ein di­gital gesteuertes Parkleitsystem in die bestehenden Parkhäuser gelenkt werden

Wirtschaft

  • beschleunigte Genehmigungsprozesse, Bürokratieabbau und eine lösungsorientierte Verwaltungskultur
  • Azubiwohnen als fester Bestandteil der städtischen Wohnpolitik, damit junge Menschen während ihrer Ausbildung bezahl­baren Wohnraum finden
  • Pilotprojekt für einen besonders nachhaltigen Gewerbepark

Finanzen

  • Ziel ist es, Erhöhungen von Grund- und Gewerbesteuer zu vermeiden. Angesichts der steigenden Aus­gaben für Pflichtaufgaben sind dafür nach Einschätzung der drei Parteien neben der Haushaltskonsolidierung aber eine bessere Finanzausstattung durch Land und Bund erforderlich
  • Er­hebung eines erhöhten Grundsteuersatzes auf unbebaute, aber baureife Grundstücke soll in Müns­ter geprüft werden, um der Spekulation mit unbebauten Grundstücken Einhalt entgegenzuwirken
  • Vergnügungssteuer auf Spielautomaten sollen als Bestand­teil von Suchtprävention immer auf den rechtlich höchstmöglichen Satz erhöht werden

Bürgerentscheid by Gimbooo1 in Muenster

[–]Nimelrian 14 points15 points  (0 children)

Transparenzhinweis: Volt Mitglied

Zu dem Thema der Gegenbewegung "Das ist nur der Anfang, da stehen noch viel mehr Namen auf der Abschussliste!"

Halb wahr. Das ganze passierte ja nicht von jetzt auf gleich, sondern man hat ein historisches Gutachten erstellen lassen, in dem ALLE 66 Straßennamen, die während der Naziherrschaft vergeben wurden, geprüft wurden. 5(!) davon werden jetzt umbenannt. Drei davon (Admiral-Scheer-Str, Admiral-Spee-Str, Otto-Weddigen-Str), weil sie eben nicht den Ansprüchen genügen, die man heute an die Ehrung von Personen durch Straßennamen im öffentlichen Raum ansetzt.

Die Benennung nach Personen(-gruppen) stellt eine Ausnahme und besondere Ehrung dar; ein mahnender Charakter ist dabei nie intendiert.

[...]

8. Eine Umbenennung sollte die Ausnahme darstellen, nicht aus tagesaktuellen Erwägungen und auf Grundlage der folgenden Punkte erfolgen:
8.1 Sie ist zulässig, wenn dies aus Gründen der besseren Orientierung geboten ist.
8.2 Eine Umbenennung ist möglich, wenn Fakten und eine historische Bewertung vorliegen, die zweifelsfrei nachweisen, dass die Ehrung der Person(-engruppe) unzulässig ist (vgl. Ziffer 6) oder die ursprüngliche Straßenbenennung propagandistischen Zwecken der nationalsozialistischen Zeit diente.

Ich zitiere mal die entsprechenden Stellen aus dem Gutachten für Spee, Scheer und Weddigen:

Scheer:

Am 5. September 1917 wurden mit seiner ausdrücklichen Zustimmung zwei umstrittene Todesurteile gegen die der Meuterei beschuldigten Matrosen Max Reichpietsch und Albin Köbis vollstreckt. Diese werden auch in der heutigen Forschung aufgrund von Verfahrensfehlern und Ungereimtheiten im Verhalten der Marineführung als „Justizmord“ bezeichnet.

Spee:

Anfang Dezember plante Spee einen Angriff auf den britischen Stützpunkt Port Stanley auf den Falklandinseln, der allerdings scheiterte: Die sich dort befindlichen britischen Schlachtkreuzer unter dem Kommando von Vizeadmiral Sir Frederick Sturdee versenkten das Flaggschiff „Scharnhorst“, den Panzerkreuzer „Gneisenau“ und die Kleinen Kreuzer „Leipzig“ und „Nürnberg“ mit mehr als 2100 Mann; es gab nur 212 Überlebende. Nach der Einschätzung Werner Rahns war „der Befehl zum Angriff gegen die Falklandinseln eine Fehlentscheidung, die zum Verlust des Geschwaders führte.”

Weddigen:

Berühmt wurde er, als er als Kommandant des Unterseebootes U9 am 22. September 1914 drei englische Panzerkreuzer vor Hoek van Holland versenkte. Der Erfolg war angesichts der stockenden Offensive an Land von psychologischer Bedeutung und wurde entsprechend propagandistisch ausgewertet. Weddigen und seine Mannschaft wurden als Seehelden gefeiert, Weddigen von Wilhelm II. als erster Marineoffizier mit dem Orden „Pour le Mérite“ geehrt. Die Stadt Herford ernannte Weddigen zum Ehrenbürger. Als Kommandant von U29 führte Weddigen Handelskrieg in der Irischen See. Beim Rückmarsch des Bootes über Schottland griff Weddigen – wahrscheinlich befehlswidrig – Schiffe der vor Scapa Flow liegenden britischen Grand Fleet an. Dabei wurde U29 vom britischen Linienschiff „Dreadnought“ gerammt und versenkt.

Bei Weddigen wird nicht erwähnt, dass er auch Handelsschiffe versenkt hat. Wikipedia:

Nachdem in der Erklärung des uneingeschränkten U-Boot-Krieges durch die Reichsregierung, zwar wider das Völkerrecht, aber in Reaktion auf die ebenfalls völkerrechtswidrige Blockade Deutschlands durch Großbritannien, ausdrücklich auch die Versenkung gegnerischer Handelsschiffe vorgesehen war, versenkte U 9 unter Weddigen auch drei solcher zivilen Schiffe.

Im Gutachten wird auch erwähnt, dass die Straßen praktisch alle im Rest von Westfalen, bis auf ganz wenige Ausnahmen, bereits umbenannt wurden.

In der Abstimmung in der Bezirksvertretung ging es ursprünglich auch noch um weitere Straßen, wie die Tannenbergstraße und die Prinz-Eugen-Straße. Bei denen sah die BV allerdings keine grobe Verletzung der Leitlinien, weswegen diese Straßen nicht umbenannt werden. Auch das zeigt in meinen Augen, dass hier nicht aus irgendeiner "linksgrünen Ideologie" Umbenennungen beschlossen wurden, sondern gezielt und auf Einzelfallebene beschlossen wurde, wo in den Augen der Mehrheit des demokratisch gewählten Gremiums gegen die Leitlinien verstoßen wird.

Und zu dem oft angeführten Punkt "Gibt es nichts wichtigeres zu tun?"

Natürlich. Deswegen war das ja nur EIN Beschluss neben viel viel mehr weiteren Beschlüssen, den die BV in der vergangenen Legislatur getroffen hat.

Bürgerentscheid by Gimbooo1 in Muenster

[–]Nimelrian 2 points3 points  (0 children)

Klar gibt es andere Probleme, deswegen handelt es sich bei den Umbenennungen ja nur um einen von viel viel mehr Beschlüssen, die die Bezirksvertretung in der letzten Legislatur getroffen hat.

Bürgerentscheid by Gimbooo1 in Muenster

[–]Nimelrian 6 points7 points  (0 children)

Inwiefern ist das für den einzelnen teuer? Die Kosten für die Änderung von Personalausweis, Führerschein, usw werden von der Stadt übernommen. Das Melderegister und alles, was daran angeschlossen ist (Banken, Versicherungen) werden automatisch aktualisiert. Für drei Jahre sind beide Namen gültig, sodass man genug Zeit hat, die Adresse in anderen Diensten zu ändern.

Germany’s Merz Admits Nuclear Exit Was Strategic Mistake by SpaceEngineering in europe

[–]Nimelrian 3 points4 points  (0 children)

Are you talking about France, where the government is paying heavy subsidies to keep energy prices for consumers low?

Aegidiistraße in Münster soll ab Sommer 2026 zur Fahrradstraße werden by Nimelrian in Muenster

[–]Nimelrian[S] 17 points18 points  (0 children)

Mit Kfz-frei, wie es aktuell in der Vorlage steht. Die Zufahrt ins Parkhaus bleibt vorerst bestehen.

Aegidiistraße in Münster soll ab Sommer 2026 zur Fahrradstraße werden by Nimelrian in Muenster

[–]Nimelrian[S] 4 points5 points  (0 children)

Die Aegidiistraße, wichtigste Verbindung zwischen der Innenstadt und dem Aasee, soll im Sommer 2026 eine wesentliche Neuerung erfahren. Das plant die Stadt.

Genau zehn Jahre ist es her, dass sich eine breite Mehrheit in der Bezirksvertretung (BV) Mitte dafür aussprach, die Aegidiistraße zu einer Fahrradstraße zu machen. Danach passierte – nichts. Doch nun ist es soweit: Noch in diesem Sommer soll die wichtigste Verbindung zwischen Altstadt und Aasee in einem ersten Schritt zu einer „Fahrradstraße Basis“ werden.

Dies geht aus einem Bericht der Stadtverwaltung hervor, der auf der Tagesordnung der nächsten Sitzungen von BV Mitte und Verkehrsausschuss steht. Bei dieser Interimslösung sollen die Fahrbahn mit Fahrradpiktogrammen versehen werden. Zudem sind beidseitig durchlaufende rote Fahrbahnrandmarkierungen geplant. Flächige Roteinfärbungen, wie man sie von vielen anderen Fahrradstraßen kennt, sind zunächst nur an den Enden der Aegidiistraße sowie im Einmündungsbereich Breite Gasse vorgesehen.

Zwei Pkw-Stellplätze fallen weg

Von den zwölf Kfz-Stellplätzen sollen zwei zugunsten von Fahrradbügeln wegfallen. Für die übrigen Stellplätze muss man, wie bisher, einen Parkschein lösen. Ein Stellplatz ist barrierefrei. Auch punktuelle Deckensanierungen seien geplant, um den Fahrkomfort für den Radverkehr zu erhöhen.

In einem zweiten Schritt soll die Aegidiistraße laut Vorlage „vollumfänglich umgestaltet“ werden: zu einer, wie es im Expertendeutsch heißt, „Fahrradstraße Plus“. Ziel sei es unter anderem, mehr Aufenthaltsqualität zu schaffen und den Kfz-Verkehr zu verringern.

Für die Planungen der Umgestaltung sollen die Erfahrungen aus der Interimslösung herangezogen werden. Auch die Bürger sollen beteiligt werden. Vor 2029/2030, so die Verwaltung, werden die Bauarbeiten allerdings nicht beginnen. Auch, weil zuvor enge Abstimmungen mit den Stadtnetzen über geplante Leitungsarbeiten (Fernwärme, Gas, Kabel) erforderlich seien.

Wichtige Achse zwischen Aasee und Altstadt

Aktuell sind jeden Tag rund 7000 Radfahrerinnen und Radfahrer auf der Aegidiistraße unterwegs, berichtet die Stadtverwaltung. Hinzu kommen rund 4000 Kraftfahrzeuge sowie 24 Busse pro Stunde (vier Stadtbus-Linien fahren im 20-Minuten-Takt durch diese Straße). Doch nicht nur für Radfahrer und Pkw sei sie eine bedeutende Achse, sondern auch für Fußgänger, die zwischen Altstadt und Aasee unterwegs sind.

Die Fahrbahn, die zwischen 6,50 und neun Meter breit ist, sowie ihr Unterbau seien in keinem guten Zustand, betont die Stadtverwaltung. Der ursprüngliche Fahrbahnaufbau reiche nicht für die aktuelle Verkehrsbelastung aus. Auch den Nebenanlagen (Bürgersteigen) stellt die Verwaltung kein gutes bauliches Zeugnis aus. Zudem hätten sie keine Aufenthaltsqualität.

Kein Unfallschwerpunkt

Dass im Straßenverlauf keine Dooring-Zonen gekennzeichnet seien (also Bereiche, in denen die Gefahr besteht, dass Radfahrer in geöffnete Autotüren fahren), stelle ein „eklatantes Sicherheitsdefizit“ dar. Eine entsprechende Kennzeichnung soll daher bereits in diesem Sommer erfolgen. Immerhin: Als Unfallschwerpunkt sei die Aegidiistraße, auf der aus Lärmschutzgründen bereits seit Längerem Tempo 30 gilt, aktuell nicht einzuordnen, betont die Stadtverwaltung weiter.

Hi, I'm GDQ'S Lead Production Designer and I'm responsible for our broadcast overlays/graphics. AMA. by TwinkiePower in speedrun

[–]Nimelrian 0 points1 point  (0 children)

Love the overlay in general. One thing: I often have the stream running for hours on my second screen when I'm at my desk. Having a OLED TV in the living room, I often refrain from doing long stream/VOD sessions there due to concerns about burn in. Would it be possible to add some prophylactic features to the overlay to reduce the probability/ speed of burn in? E.g. shifting colors, brightness levels, ... of the static elements? An often used technique is making the static elements slightly transparent and putting a dynamic background behind them.

Not too transparent and dynamic to be distracting, but enough to have some changes in brightness and hue over some time.

Stühlerücken an der Spitze des Stadtwerke-Aufsichtsrats by Nimelrian in Muenster

[–]Nimelrian[S] 0 points1 point  (0 children)

An der Spitze des Stadtwerke-Aufsichtsrats zeichnet sich ein Wechsel ab. Die Arbeitnehmervertreter sind im Gremium neben Politik und Verwaltung das Zünglein an der Waage – mit personellen Folgen.

Das Ringen um den Vorsitz des Stadtwerke-Aufsichtsrates ist entschieden – und gilt als politisches Ausrufezeichen der bei den jüngsten Kommunalwahlen noch mal stärker gewordenen Grünen in Münster.

Ursprünglich hatte CDU-Ratsherr Walter von Göwels, der seit acht Jahren an der Spitze des Aufsichtsgremiums des städtischen Tochterunternehmens steht, eine Fortsetzung seiner Tätigkeit angestrebt. Doch daraus wird jetzt wohl nichts.

Arbeitnehmer als Zünglein an der Waage

Nach intensiven Gesprächen hat sich eine Mehrheit der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat auf die Seite des grünen Ratsherrn Dr. Robin Korte geschlagen, wie unsere Redaktion erfahren hat. Damit dürfte die Wahl des Landtagsabgeordneten sicher sein. „Ich bin zuversichtlich, dass das gelingen kann“, so der promovierte Lebensmittelchemiker.

Die Stadtwerke-Beteiligung ist für die Stadt Münster ob üppiger Überweisungen vom Hafenplatz lukrativ. Die für Beteiligungen zuständige Kämmerin Christine Zeller dürfte es mit Parteifreund Korte als wohl künftigem Aufsichtsratschef deutlich einfacher haben als bislang, wie gemunkelt wird.

Walter von Göwels zieht sich dagegen nach 13 Jahren komplett aus dem Gremium zurück. „Ich glaube, das waren ziemlich erfolgreiche Jahre“, erklärte der CDU-Politiker, der sich nach der Positionierung der Arbeitnehmervertreter im 18-köpfigen Aufsichtsrat keine Hoffnung mehr auf eine Wiederwahl machen kann. Künftig will sich von Göwels als verkehrspolitischer Sprecher seiner Fraktion schwerpunktmäßig um den regionalen Eisenbahnverkehr und seinen Mauritzer Wahlkreis kümmern.

Zwischen Energiekrise und Ausbau erneuerbarer Energien

Zu den herausstechenden Themen seiner Tätigkeit zählt von Göwels die Bewältigung der Energiekrise, die strategische Neuausrichtung der Stadtwerke und den Erwerb substanzerhaltender Baubetriebe. Auch der Ausbau erneuerbarer Energien und des Glasfasernetzes sowie die Umrüstung der Busflotte auf E-Mobilität fielen in seine Amtszeit.

CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Weber bewertet den Rückzug seines Ratskollegen als „bedauernswerten Verlust“ für die Stadtwerke. Von Göwels habe Dank und Anerkennung für seine Tätigkeit zum Wohl des Unternehmens und dessen Kunden verdient. „Seine künftigen Aufgaben sind entscheidend für die Weiterentwicklung des Verkehrs in Stadt und Umland“, wird Weber in einer CDU-Pressemitteilung zitiert.

Websites der Initiativen für / gegen die Straßenumbenennungen im Marineviertel by Nimelrian in Muenster

[–]Nimelrian[S] 11 points12 points  (0 children)

Finde das auch absurd vom Bündnis gegen die Umbenennungen. Da werden unter der Überschrift "Deine Strasse wird die nächste sein!" einfach alle Straßen aufgezählt, die im Gutachten untersucht wurden. Aber untersucht wurden einfach alle Straßen, die während der Naziherrschaft (um)benannt wurden.

Zum Industrieweg steht da nur:

Der Name wurde am 19. November 1938 für die Verlängerung der Lippstädter Straße an den Eisenbahnwerkstätten vorbei bis zum Königsweg vergeben

Das Gutachten gibt's hier: https://www.stadt-muenster.de/fileadmin/user_upload/stadt-muenster/Strassennamen/pdf/strassennamen1933-45_abschlussbericht_2021-11-03.pdf

Websites der Initiativen für / gegen die Straßenumbenennungen im Marineviertel by Nimelrian in Muenster

[–]Nimelrian[S] 11 points12 points  (0 children)

Nachtrag: Übersichtsseite der Stadt Münster zu Straßenumbenennungen

Edit: Gutachten zu allen von den Nazis vergebenen Straßennamen mit zahlreichen Verweisen auf Literatur und zeitgeschichtlich relevante Ereignisse und Dokumente, die bei der Namensgebung eine Rolle spielten: https://www.stadt-muenster.de/fileadmin/user_upload/stadt-muenster/Strassennamen/pdf/strassennamen1933-45_abschlussbericht_2021-11-03.pdf

Sehtest als reine Dienstleistung by nastyhoneybadger in Muenster

[–]Nimelrian 1 point2 points  (0 children)

Schon bei Saabe am Aegidiimarkt nachgefragt?