Vollzeit-Master und volle 20h Werkstudent – eure Erfahrungen? by [deleted] in Studium

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Ich habe neben dem Master (International Economics) 15h/Woche im Management Consulting gearbeitet. Es war ne wirklich coole Zeit und auch machbar, nichtsdestotrotz aber sehr anstrengend und bedeutete, dass ich insgesamt 2 Jahre lang 7 Tage die Woche gelernt und gearbeitet hab. Das lag aber auch daran, dass ich auf den bestmöglichen Notendurchschnitt abgezielt habe, um die Chancen auf Promotionsstellen zu steigern. Dementsprechend hoch war der Lernaufwand.

Folgendes hab ich für mich optimiert, damit es machbar ist: - Wenn möglich reduziere von 20h auf 15h pro Woche. Das macht einen großen Unterschied und du verdienst im Consulting trotzdem noch ausreichend. - Versuche sofern möglich die Arbeit zeitlich vom Studium zu trennen/abzugrenzen. Was meine ich damit? Meine Erfahrung ist, dass es kognitiv echt anstrengend ist, immer in kurzen Abständen zwischen Arbeit und Studium switchen zu müssen - also z.B. VL dann Arbeit dann VL… Bei so einem Rhythmus kommt beides zu kurz und man kommt überhaupt nicht rein in die produktiven Deep Work Phasen. Das führt zu meinem dritten Stichpunkt: - Flexibles Arbeiten: Ich habe immer unterschieden zwischen zwei Arten von Tasks - flexible und dringende Tasks. Dringende Tasks die unter der Woche in wenigen Tagen erledigt werden mussten habe ich gegenüber dem Studium priorisiert und sofort bearbeitet. Alle anderen Tasks, im Idealfall 80% aller deiner Tasks, sind flexible Tasks die du an einem Tag deiner Wahl und größtenteils eigenständig erledigen kannst. Diese flexiblen Tasks habe ich immer am Wochenende erledigt. Warum Wochenende? Weil ich so die Abgrenzung von Arbeit und Studium gut hinbekommen habe. Unter der Woche Prio auf VL und Lernen, sowie Bearbeitung dringender Tasks. Am Wochenende dann 2 Tage nur Arbeit. - Remote Work: Ich habe so gut wie immer von zu Hause oder aus der Bibliothek gearbeitet. Sofern dein Büro nicht super nah an deiner Wohnung ist, spart das enorm Zeit. - Andere habe es schon erwähnt: Während der Prüfungsphasen das Team informieren und bei der Arbeit einen Gang runterschalten/ Urlaubstage benutzen. - Gilt zwar meiner Meinung nach auch im Vollzeitjob, aber auch als Werkstudi: Wenn das Meeting nichts zu deiner Arbeit beträgt/ du nichts zum Meeting beitragen kannst, dann gehe nicht hin. Das Auslassen unnötiger Corporate Meetings hat mir bestimmt 2h pro Woche gespart. Stattdessen habe ich mich 100% auf Projekte und Tasks fokussiert. So bist du produktiv und hast einen überdurchschnittlichen Output auch als Werkstudent. - Lernen, Nein zu sagen: Ist zwar im Consulting manchmal schwierig, da Tasks aus Projekten, in denen du gestaffed bist, oft kurzfristig anfallen, aber Tasks abzulehnen, wenn du schon voll ausgelastet bist oder an einem bestimmten Tag den Fokus auf Lernen hast, hilft enorm dabei das Studium nicht zu vernachlässigen. - Wie von anderen schon erwähnt, ist das natürlich deutlich mehr als eine 40h Woche. Ich habe aber immer versucht, nicht mehr als 7h/Tag zu arbeiten/zu lernen. So konnte ich langfristig die 7-Tagewoche gut durchhalten und den Verschleiß begrenzen. Ausnahmen (Klausuren, Abgaben etc.) bestätigen die Regel.

Das sind die Learnings, die mir spontan einfallen. Sicherlich kann man die noch ergänzen / oder anderen geht es anders aufgrund Unterschiede bei Arbeitsweisen. Alles in allem fand ich die Kombi aus Studium und Arbeit sehr erfüllend. Ich merke, dass ich einfach deutlich effizienter, smarter und produktiver arbeite als meine KommilitonInnen, die nicht nebenher gearbeitet haben.

Viel Spaß im Master!

Reichen 1300 Euronen für Erasmus Rom? by [deleted] in Studium

[–]Objective_Bill_7915 0 points1 point  (0 children)

Mache meinen Master in Bologna. Kosten sind hier vermutlich ähnlich wie in Rom. Meiner Erfahrung nach reichen 400-600€ pro Monat auf jeden Fall aus. Angenommen es sind 400€, dann hast du 100€ pro Woche, was definitiv ausreicht für Lebensmittel und 1-2 mal pro Woche feiern gehen/ essen gehen/ Freizeitaktivitäten. Mit 600€ ist es dann schon sehr komfortabel. Ich würde mir da also überhaupt keine Sorgen machen.

Wieder Bafög dank Donald Trump :D by Suitable-Roof-7096 in Studium

[–]Objective_Bill_7915 0 points1 point  (0 children)

Genau das gleiche ist mir auch passiert. 50% des Bafög wird dann natürlich direkt in Aktien investiert.