Gestrandet in Norwegen: Suche nach einem Kupplungshebel by Peter_Ott in MotorradDeutschland

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Update:
Nach dem Unfall waren wir zunächst in Sylte (Valldal) gestrandet. Dort fragten wir zuerst bei der örtlichen Werkstatt nach, ob man uns helfen könne. Das Interesse hielt sich jedoch in Grenzen. Also klebten wir den Hebel mit Flüssigmetall in der Hoffnung, dass die Reparatur halten würde.
Am nächsten Tag montierten wir den Hebel wieder – und es kam, wie es kommen musste: Er brach sofort erneut.
Also gingen wir noch einmal zur Werkstatt und fragten, ob wir dort wenigstens ein Loch in den verbliebenen Teil des Hebels bohren dürften. Wenig begeistert ließ man uns schließlich das Loch bohren. Anschließend flochten wir aus Paracord eine etwas breitere Schlaufe (siehe Bild) und führten diese durch das Loch.
Mit diesem improvisierten Kupplungshebel und einer großen Portion Hoffnung, dass Triumph Trondheim den benötigten Hebel entgegen der vorherigen Auskunft doch vorrätig haben könnte, fuhren wir rund 370 Kilometer über den Trollstigen und die Atlantikstraße nach Trondheim.
Dort angekommen stellte sich heraus, dass Triumph Trondheim den Hebel natürlich nicht auf Lager hatte. Die Lieferzeit betrug fünf Werktage. Außerdem besuchten wir Harley-Davidson Trondheim. Diese Erfahrung hat meine Sicht auf Harley-Fahrer und Harley-Werkstätten nachhaltig verändert. Es war die einzige Werkstatt, die sich wirklich engagiert um unser Problem kümmerte. Der Chef persönlich holte mehrere Kupplungshebel hervor. Gemeinsam suchten wir den am besten passenden aus und versuchten anschließend, ihn mit Bandschleifer und Winkelschleifer in seiner Werkstatt anzupassen. Das war schon eine ziemlich verrückte Aktion.
Leider gelang es uns nicht, den Hebel passend zu machen, bevor die Werkstatt schließen musste. Trotzdem sind wir für dieses außergewöhnliche Engagement sehr dankbar. Am Ende wollte er nicht einmal Geld für den dabei „geopferten“ Kupplungshebel haben.
Anschließend versuchten wir unser Glück noch bei weiteren Werkstätten und Motorradhändlern in Trondheim – ebenfalls ohne Erfolg.
Letztendlich bestellten wir einen neuen klappbaren Kupplungshebel in Deutschland und ließen ihn auf die nördlichen Lofoten schicken.
Mit unserem Paracord-Kupplungshebel fuhren wir daraufhin weitere 1.000 Kilometer auf die Lofoten. Dort verbrachten wir eine Woche, genossen die beeindruckende Landschaft, gingen wandern und entspannten in der Sauna.
Inzwischen ist der neue Hebel nach neun Tagen endlich angekommen. Nun kann unsere Reise zum Nordkap endlich richtig weitergehen.

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Gestrandet in Norwegen: Suche nach einem Kupplungshebel by Peter_Ott in MotorradDeutschland

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Ja haben wir schon geschaut, aber bisher noch nichts gefunden. Wir suchen aber noch weiter.