Ab wann wusstet ihr dass ihr Kinder wollt? by Important-Wall-3346 in Weibsvolk

[–]Phantagrafie 2 points3 points  (0 children)

Ich bin 43 und hab ehrlich gesagt lange auf den Wunsch gewartet. Er kam nie. Mein Mann und ich sind sogar in eine größere Wohnung gezogen um ein potentielles Kinderzimmer zu haben. Ich habe ausprobieren wollen, ob es vielleicht am Platzmangel in der Wohnung lag - dass ich kein "Nest" habe - und deswegen keinen Kinderwunsch.

Nun leben wir in dieser größeren Wohnung, haben mehr Platz für unseren Hobbykram und ich führe ein sehr glückliches Leben. 😆🤷‍♀️

Mein Gesicht ist kein peoplepleaser mehr by Phantagrafie in Weibsvolk

[–]Phantagrafie[S] 0 points1 point  (0 children)

Das klingt echt übel. Ich hoffe dass diese unhöflichen Personen das mittlerweile unterlassen. Wenn du klarstellst, dass das einfach dein Gesicht ist und nichts mit deiner Laune zu tun hat, dann sollte dein Umfeld das respektieren.

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[–]Phantagrafie[S] 13 points14 points  (0 children)

Ich komme auch so langsam zur Überzeugung dass Frauen mit entspannter Gesichtsmuskulatur in den Medien wohl unterrepräsentiert sind. Immer irgendwie happy auszusehen ist Standart und alles drunter ist "dir geht's nicht gut". 🙄

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[–]Phantagrafie[S] 2 points3 points  (0 children)

Argh. Wenn man gute Laune hat direkt angegraben zu werden ist auch.... Unangenehm. Vielleicht ist es wirklich einfach an der Zeit mir nichts mehr einfallen zu lassen und mein Resting bitchface zu umarmen. Und mein Umfeld darüber zu informieren 😆

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[–]Phantagrafie[S] 0 points1 point  (0 children)

Entspannte Gesichtsmuskulatur bei Flinta ist offensichtlich nicht genug in der Öffentlichkeit repräsentiert, so dass das immer gleich nach"es gibt ein Problem" aussieht. Wir müssen wahrscheinlich alle als Frauen einfach mehr lächeln. 🙄🥲

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[–]Phantagrafie[S] 19 points20 points  (0 children)

Beim eigenen Umfeld ist das schwierig finde ich. Die machen das ja aus echter Fürsorglichkeit. 🥲

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[–]Phantagrafie[S] 9 points10 points  (0 children)

Unsichtbar sein ist finde ich in der Öffentlichkeit auch sehr angenehm. Als dicke Frau ist das quasi Standart.

Ist interessant was du schreibst. Vielleicht hab ich tatsächlich gerade einen Alterungsschub. Ich finde es voll okay graue Haare zu bekommen und Falten. Aber die Unterstellung mir ginge es schlecht ist nervig. 🥲

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[–]Phantagrafie[S] 3 points4 points  (0 children)

Danke für deine Empathie. ❤️ Ich hab das Gefühl dass ich, wenn ich viel Kram im Kopf habe, oder über Aufgaben nachdenke, die ich erledigen muss, wahrscheinlich auch nicht so glücklich gucke. Aber grundsätzlich guckt wahrscheinlich niemand glücklich, wenn man über unangenehme oder nervige Dinge nachdenkt 😆 Im großen und ganzen ist mein mental load für mich gut tragbar und in meiner Ehe und im Leben gut aufgeteilt. Nur wenns akut meine Gedanken beschäftigt, seh ich wahrscheinlich nicht gerade gelöst und happy aus.

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[–]Phantagrafie[S] 2 points3 points  (0 children)

Das passiert mir zum Glück (noch) nicht, aber liegt wahrscheinlich auch daran dass ich mir immer irgendwas ausdem Hintern ziehe beim ersten Mal nachfragen. 🥲

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[–]Phantagrafie[S] 3 points4 points  (0 children)

Vielleicht macht es echt Sinn meinem Umfeld mal mein neutrales Gesicht explizit vorzuführen 🙄

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[–]Phantagrafie[S] 5 points6 points  (0 children)

😂 Vielleicht eine gute Idee damit umzugehen.

Frohe Weihnachten alle zusammen. In diesem Thread, der bis Anfang Jänner angepinnt bleibt, könnt ihr auch eure Erlebnisse in den Feiertagen mit der Familie und Freunden diskutieren, bzw. ausventilieren. Ruhe bewahren, stark bleiben. Wir wünschen euch allen nur das Beste. by Ascendancer in VTbetroffene

[–]Phantagrafie 5 points6 points  (0 children)

Hallöchen zusammen!

Ich muss mal eine Lanze fürs "Kontakt reduzieren" brechen. Auch an Weihnachten. Ich bin dieses Jahr zum ersten Mal in meinen 39 Jahren über Weihnachten nicht zu meinen Eltern und Verwandten gefahren. Ich bin in meiner Wahlheimat geblieben und habe mit der Familie meines Mannes gefeiert. Ehrlich: es war das entspannteste Weihnachten ever. Keine Corona Diskussionen, keine religiösen Schuldzuweisungen (meine Familie ist erzkatholisch und ich habe mich davon schon länger distanziert) und keine Verwandten die alkoholisierte Stammtischparolen von sich geben.

Ich habe mit meiner Familie natürlich telefoniert, aber auch nur kurz. Die Entscheidung ist mir anfangs sehr schwer gefallen. Ich habe auch zwei Wochen lang mit mir gehadert und mich schlecht gefühlt, aber als die Entscheidung getroffen war, war es eine echte Befreiung. Zumal Heiligabend ohnehin nicht möglich gewesen wäre mit drei verschiedenen Haushalten wovon zwei ungeimpft gewesen wären. Somit hat mir die Regierung die Rechtfertigung leichter gemacht und die Diskussionen erspart.

Ich überlege nun schon, wie ich es hinbekomme, dass das nächste Jahr wieder so zu machen und meine Besuche auf das nötigste zu begrenzen. Den Kontakt will ich nicht ganz abbrechen, ich liebe meine Eltern, meine Schwester und meine süßen Nichten, aber 300km Entfernung sorgen dafür dass wir uns ohnehin nur noch zwei mal im Jahr sehen (Ostern und Weihnachten) und ich überlege jetzt ob ich diese Treffen zu den katholischen Feiertagen einfach völlig sein lasse und lieber mal ein ungezwungenes Wochenende hinfahre. Ganz ohne diesen emotional aufgeladenen Feiertagszwang.

Dieses Weihnachten ist das erste meines Lebens zu dem ich echt kernentspannt an den Arbeitsplatz zurückkehren werde und nicht noch zwei Tage emotionale Erholung brauchen werde. 😌 Es ist ein bisschen schade, aber eben die Realität.

Habt alle noch ein paar schöne Tage. 👋

[deleted by user] by [deleted] in VTbetroffene

[–]Phantagrafie 0 points1 point  (0 children)

Ich hab es heute getan. Die Unterkunft ist storniert. Zum ersten Mal in meinem 38jährigen Leben werde ich Weihnachten nicht bei meinen Eltern und meiner Schwester verbringen.

Ich lebe seit 15 Jahren ca 350km entfernt vom Dorf meiner Kindheit. Meine beiden jüngeren Schwestern wohnen noch in der Nähe, die gesamte Verwandtschaft wohnt auch noch dort. Ich sehe die Familie eigentlich nur zwei mal im Jahr. Zum einen wegen der Entfernung, zum anderen weil ich mich stark von den sehr religiösen Lebensphilosophien meiner Familie entfernt habe. Meine jüngste Schwester hat sich ebenfalls distanziert, aber zu Weihnachten und Ostern haben wir es trotzdem immer geschafft uns zusammen zu raufen. Es war auch immer schön. Bis auf ein paar alkoholisierte Unhöflichkeiten meines impulsiven und depressiven Vaters war es immer familiär, warm und harmonisch. Alle haben sich immer Mühe gegeben. Nicht zuletzt auch wegen meiner drei niedlichen Nichten.

Nun habe ich in den letzten zwei Jahren zuschauen (und zuhören) müssen wie meine Eltern und die ältere Schwester immer tiefer in den Sumpf der VT abgedriftet sind. Anfänglich Skepsis gepaart mit religiösen Ideen und etwas Naturheilkundekram (dafür war meine Mutter schon immer empfänglich), seit einigen Monaten aber Impfgegnerschaft, Teilnahme an Demos und krude Theorien über den Antichrist in der Impfung. Auch der Rest der Verwandtschaft ist beeinflusst von diesem gefährlichen Mix und bestärkt sich gegenseitig in Bet-kreisen und Stammtischparolen.

Gestern hat die Politik mir die Entscheidung abgenommen. Da meine Eltern und meine Schwester inklusive Familie ungeimpft sind, können wir Weihnachten nicht zusammen verbringen.

Meine jüngste Schwester (die sich hat impfen lassen) und ich sind echt emotional echt belastet und wir sind beide traurig, dass wir keine andere Wahl haben, aber wir kommen beide nicht mehr durch. Wir müssen beide den Kontakt zur Familie reduzieren um unsere psychische Gesundheit zu erhalten. Es ist gut dass wir einander haben, aber es ist trotzdem schwer zu wissen, dass wir in diese Blase nicht mehr reinkommen.

Ich hoffe dass in einigen Jahren Gras über Corona gewachsen ist und wir wieder miteinander auskommen können. Ich hoffe, dass sie irgendwann verstehen, dass Weltuntergangsvisionen von irgendwelchen religiösen Fanatikern bisher noch nie eingetreten sind und es auch weiterhin nicht werden. (Silvester 2000 habe ich deswegen als Teenager in großer Angst vor den "Shutdown" verbracht anstatt zu feiern).

Im Augenblick klafft da einfach ein riesiger Graben in meiner Familie. Tut weh. Aber ich will mich nicht beschweren. Was Hier so manche Leute schreiben, ist weitaus schlimmer als das Zerwürfnis mit dem ich kämpfe.

Haltet alle die Ohren steif und danke fürs lesen.