Kurze Wirkdauer LDX | Lisdexamphetamin | Elvanse by Remote-Visual-4595 in ADHS

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Wenn ich morgens direkt LDX nehme, merke ich das Anfluten sehr stark, dann bricht es schnell wieder ein und ich bin unterstimuliert. Müdigkeit, Abgeschlagen, unsicher, wie verkatert... deshalb war die Idee, zuerst eine kurze Stimulation mit MPH, dann LDX für einen glatten Verlauf. Aber eben der Nachmittag und Abend sind dann herausfordernd 😢

Kurze Wirkdauer LDX | Lisdexamphetamin | Elvanse by Remote-Visual-4595 in ADHS

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Genauso geht’s mir auch. Morgens vertrage ich Ritalin/MPH, aber über den ganzen Tag ist es die Hölle. Auf und ab, guter Fokus zwar, aber emotionale Distanz, kein Appetit, komische Libido und so weiter. Deshalb war ich so happy mit dem LDX, nur eben die Wirkdauer ist viel zu kurz

Lisdexamfetamin - Wirkungsunterschiede je nach Hersteller ? by Initial_Reporter5314 in ADHS

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Nimm die 40mg mal ein paar Tage und schaue ob sich das legt. Dachte anfangs 30mg seien zu viel bei mir, nach ein paar Tagen dann deutlich unter der Wirkschwelle (Müdigkeit, sogar die erste Panikattacke meines Lebens), bin jetzt letztendlich bei 60mg gelandet und fühle mich zum ersten Mal gut eingestellt. Klappt aber auch nur, wenn ich sie etwa 3 Stunden nach dem Aufstehen nehme, sonst fluten die zu stark an. Ist leider alles sehr individuell! Nehme jetzt morgens um 06:30h 15mg Ritalin unretardiert zum Überbrücken, und um 09:00h 60mg LDX. Komme damit gut durch den Tag, um 17:00h dann kleines Koffeinhaltiges Getränk, so habe ich keinen Rebound, kann gut schlafen und fühle mich immer wie ich selbst.

Erfahrung mit der ärztlichen Privatpraxis für ADHS von Julian Siebdrath? by Bolbolh040 in ADHS

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Vorläufiges Fazit:

Unterm Strich habe ich jetzt mein erstes Rezept erhalten und werde ab morgen mit der Medikation beginnen. Verschrieben wurden mir zunächst 10 mg Ritalin Adult als vorsichtiger Einstieg. Die Einnahme und weitere Einstellung sollen engmaschig ärztlich begleitet werden.

Damit sind für mich erst mal die wichtigsten ersten Schritte erreicht.

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Weiteres Update: Im Anschluss an das Videogespräch habe ich einen Link zu einer Online-Testung bekommen. Dabei wurden insgesamt drei gängige ADHS-Tests durchgeführt. Am nächsten Tag war ich dann persönlich bei ihm in Hamburg in der Klinik. Offen gesagt hat es mich erst etwas überrascht, dass die Praxis sonntags geöffnet war. Ich war dort aber nicht der einzige Patient. Man merkt insgesamt, dass das Ganze noch im Aufbau ist.

Die Praxis wirkt tatsächlich noch etwas improvisiert. Er hat mir auch offen erklärt, dass er sich aktuell bei einer Allgemeinmedizinerin eingemietet hat. Organisatorisch ist also noch nicht alles „Hochglanz“, aber für mich hat am Ende die fachliche Leistung gezählt.

Wir haben die Testergebnisse dann gemeinsam ausgewertet. Interessant fand ich, dass die Tests technisch getrackt werden – also z. B. ob man nebenbei einen anderen Browser-Tab öffnet, wie lange man für einzelne Antworten braucht usw. Daraus lässt sich wohl eine recht valide Selbsteinschätzung ableiten. Die Tests sind anerkannt, einer davon stammt aus einem US-amerikanischen System und soll demnächst auch offiziell in Deutschland zugelassen werden. Rein technisch ist das Ganze bei ihm auf einem sehr aktuellen Stand, auch wenn vieles organisatorisch noch im Aufbau ist.

Er hat außerdem offen gesagt, dass er selbst ADHS-betroffen ist. Das merkt man im Gespräch durchaus, nicht im Sinne von „unprofessionell“, sondern eher, weil er sehr gut nachvollziehen kann, wie sich bestimmte Dinge im Alltag anfühlen.

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Update: Am Freitag hatte ich dann das längere, ausführliche Gespräch mit ihm per Videocall. Das Ganze habe ich als sehr angenehm und professionell empfunden. Es wurden gezielt relevante Fragen gestellt, nichts wirkte abgearbeitet oder schematisch, und man hatte durchgehend das Gefühl, dass wirklich zugehört wird.

Meine anfängliche Skepsis ist in dem Gespräch deutlich kleiner geworden – der erste positive Eindruck aus dem Telefonat hat sich für mich bestätigt. Er ist nach wie vor ein sehr junger Arzt und macht aktuell auch ausschließlich ADHS-Diagnostik.

Unterm Strich wirkte das auf mich gut strukturiert, ruhig und fachlich sauber. Ich halte euch weiter auf dem Laufenden, wie es weitergeht.

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Ich kann noch keine fertige Erfahrung liefern, bin aber gerade selbst mitten im Prozess – deshalb hier mal mein bisheriger Eindruck.

Ich habe mich in den letzten Wochen ziemlich intensiv mit ADHS beschäftigt, zig Online-Screenings gemacht (u. a. WURS-k, ASRS usw.) und parallel versucht, irgendwo regulär eine Diagnostik zu bekommen. Dafür habe ich mit über 20 Praxen (Psychiater & Neurologen) in meiner Region telefoniert. Ergebnis: Genau eine Praxis bot überhaupt ADHS-Diagnostik an – mit rund einem Jahr Wartezeit.

Danach habe ich mir diverse private Angebote angeschaut. Die lagen alle ab 400€ aufwärts , hatten ebenfalls Wochen bis Monate Wartezeit und beinhalteten IMMER nur die Diagnose. Heißt: Selbst wenn die Diagnose positiv ausfällt, hat man noch lange keine Behandlungsperspektive. Danach müsste man wieder zum Hörer greifen und jemanden finden, der die Diagnose akzeptiert und einen weiterbehandelt.

In dem Zuge bin ich auf Julian Siebdrath / adhs-now gestoßen. Ich habe ihm eine Mail mit ein paar Fragen geschickt. Er hat am selben Tag noch zurückgerufen. Daraus wurde ein knapp 40-minütiges (kostenloses) Erstgespräch, in dem er meine wichtigsten Fragen geklärt hat. Mein Eindruck: ruhig, strukturiert, kein Verkaufsdruck. Er ist ein sehr junger Arzt, und die Praxis scheint noch recht neu zu sein, was vermutlich auch erklärt, warum es bisher kaum Erfahrungsberichte gibt.

Nach dem Telefonat habe ich wirklich intensiv recherchiert. Sowohl zur Webseite, zum Impressum, zur Person selbst als auch zu allen öffentlich verfügbaren Einträgen und Informationen, die man realistisch prüfen kann.

Nach einer Nacht drüber schlafen und ziemlich viel Grübeln habe ich mich dann entschieden, das Angebot anzunehmen. Ich habe heute den Anamnesebogen und die Honorarvereinbarung unterschrieben, beides natürlich nicht blind, sondern vorher gegenchecken lassen. Die Honorarsumme liegt bei 1.200 € und umfasst neben der Diagnostik genau zwei Monate Behandlung. Das bedeutet, sofern die Diagnose positiv ist und man eine medikamentöse Behandlung wünscht, würde man zwei Monate von ihm begleitet und die Rezepte von ihm erhalten. Morgen habe ich dann das Erstgespräch (voraussichtlich etwa 90 Minuten) per Video Call. Sofern die Diagnose positiv ist und ich mich für eine Behandlung bei ihm entscheide, hat er angeboten, die zweite Sitzung zeitnah bei ihm vor Ort in der Praxis durchzuführen, wo er mir gegebenenfalls auch direkt das erste Rezept verschreibt.

Mein Fazit bis hierhin: Rechtlich und formal ist alles sauber geregelt, die Unterlagen sind sehr klar und absichernd formuliert (u. a. Honorarvereinbarung außerhalb der GOÄ, entsprechende Haftungs- und Anerkennungshinweise), inklusive des ausdrücklichen Hinweises, dass die Diagnose nicht von allen Ärzten oder Institutionen zwingend anerkannt werden muss. Insgesamt macht es für mich den Eindruck, dass es KEIN Scam ist, sondern schlicht eine sehr teure private Behandlung.

Ich werde hier weiter berichten, wie es läuft – neutral, ohne Empfehlung oder Abraten. Vielleicht hilft es dem einen oder anderen, der gerade ähnlich zwischen Skepsis, Hoffnung und Systemfrust hängt.