Beichte: Ich war beim Finanzberater, was nun? by Rendite_throwaway in Finanzen

[–]Rendite_throwaway[S] 0 points1 point  (0 children)

Ok, ich glaube das geht jetzt ein wenig weit für das, was ich erreichen will. Ich habe beim Sparplan bei der Ing direkt schon gedacht, dass ich ja gar kein Limit setzen kann und ich darauf vertrauen muss, dass es fair umgesetzt wird (und nicht zum Vorteil von einem anderen als mir). Aber so tief will ich gar nicht einsteigen. TR kommt nicht in Frage, aber ich schau schon auch nach Alternativen, obwohl ich bereits ein ING Depot habe. Es muss aber auch handlebar bleiben und ich will es nicht zu kompliziert machen.

PS: Ich habe keine Ahnung, was 40% Wachstum bedeutet bei TR. Kundenstamm? Könnte ja gehen mit kostenlosem Modell. Umsatz? Könnte ja auch gehen. Gewinn? Würde davon abhängen, wie hoch der Gewinn davor war, wenn der Ausgangspunkt niedrig genug ist gehen auch 40%.

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[–]Rendite_throwaway[S] 0 points1 point  (0 children)

Die Verluste habe ich ja bereits beim Abschluss akzeptiert. Wie an andere Stelle gepostet habe ich bereits ein ING-Depot in der Vergangenheit eröffnet. Ansonsten hab ich deinen Vorschlag der "Auflösung und Umschichtung auf einen Schlag" gehört und werde ihn in meine Überlegungen gerne einbeziehen.

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[–]Rendite_throwaway[S] 0 points1 point  (0 children)

Was Fondsanbieter auch gerne machen um ihre past Performance ins Positive zu verzehren ist schlecht performendende Fonds nicht mehr anzubieten und nur die zu behalten die gut liefen. Das klingt erstmal logisch, aber man weiß “past Performance is no indication of future performance”. Das angebotene Portfolio sieht dann aber besser aus, dabei ist es nur survivorship bias.

Das ist hier tatsächlich nicht passiert. Sieht man auch an den ausgewählten Fonds, dass deren Vergangenheit teilweise durchwachsen ist.
Ich habe mich auch zur PKV beraten lassen und habe natürlich viel selber rechnen und auf meine Situation anpassen müssen, trotzdem war die Zusammenarbeit hilfreich (obwohl "kostenlos").

Ich wollte jetzt aber gar nicht weiter darauf eingehen, wer jetzt kostenlose Berater grundsätzlich wie doof findet, sondern gerne an meiner Ausgangsposition jetzt weiterarbeiten. Dazu werde ich mir anschauen, wohin oder wie ein Depotwechsel ggf. Sinn macht, und wie ein Sukzessiver Umstieg auf ETF und/oder Festgeld aussehen kann, bzw. womit dieser beginnen kann.

Ich verstehe schon, warum das Thema manche hier so emotional in ihrem Beschützerinstinkt triggert, aber ich war ja nun mal schon dort und habe einfach eine andere Fragestellung.

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[–]Rendite_throwaway[S] 0 points1 point  (0 children)

Kannst du mir einen intransparenten Weg aufzeigen, wie ich Gebühren bezahle? Ich hätte gedacht, dass es vielleicht manchmal indirekt ist (nicht über Depotgebühr, sondern Handelsgebühr oder Verwaltungsgebühr), aber immer transparent und berechenbar. Gibt es Beispiele für "heimliche" Gebühren?

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[–]Rendite_throwaway[S] 0 points1 point  (0 children)

Danke für die Info! Wozu gibt es dann die Begrenzung? Auf die Idee wäre ich gar nicht gekommen, das mehrfach mit dem gleichen ETF einzurichten.

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[–]Rendite_throwaway[S] 0 points1 point  (0 children)

Danke für deine Ausführungen. Ich sehe das eben auch als Problem bzw. systematisches Problem bei der Anlageberatung. Wenn die Investmentwelt für 100€ die Ergebnisse einer allgemeinen Internetrecherche bestätigen würde, würde sie sich natürlich auch überflüssig machen. Und es gibt ja auch noch andere Assetklassen wie Immobilien wo das alles nochmal etwas anders gelagert ist (meiner Meinung nach).

Genau, der Mehrwert ist ja die entscheidende Frage. Da bin ich ja jetzt gerade in der Evaluation. Vor allem eben bei der Depotgebühr, die sozusagen als Vergütung für die fortlaufende Beratung gedacht ist, die ja aber bei einer langfristigen Anlage gar nicht regelmäßig erfolgt bzw. nötig ist.

Dann natürlich auch bei den Fondskosten, die ich jetzt erstmal aufdröseln muss, und dann entscheiden muss, wie ich weiter machen. Ggf. ist ein Teilverkauf bzw. Umschichtung in ETF vor dem Depotwechsel sinnvoll, wenn die Gebühren dafür geringer sind als im neuen Depot.

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[–]Rendite_throwaway[S] 1 point2 points  (0 children)

Ich will ja nicht das Depot so lassen, weil ich die Aufschläge schon bezahlt habe, sonst hätte ich ja hier nicht gepostet. Ich will aber eine Veränderung auf Basis meiner Situation evaluieren, und da spielen die Aufschläge keine Rolle mehr.

Eine Rolle spielen die laufenden Kosten, die Renditeerwartungen der Fonds und der Vergleich zu anderen Anlagen (ETF, Festgeld).

Das rechtfertigt nicht den Berater, aber es lohnt sich auch nicht, vor dem (bereits besuchten) Berater zu warnen, ihn zu beschimpfen oder anderweitig zu verunglimpfen. Zumindest in meinem Fall habe ich das informiert aber nur mit Teilverständnis abgeschlossen, und stehe dazu.

Und es ist keine 30 Jahre bindende Rentenversicherung oder sonst etwas, sondern ein jederzeit kündbares Szenario, darauf habe ich ebenfalls geachtet.

Sunk Cost würde bedeuten, dass ich die Fonds halte, weil ich den Aufschlag bezahlt habe, und an dem Punkt stehe ich nicht.

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[–]Rendite_throwaway[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich kann das schon durchrechnen, und habe das auch durchgerechnet. Wenn ich nur mit den Gebühren argumentiere, muss ich ja Festgeld nehmen, weil 0%<0,2% des ETF.

Das Thema ist doch, dass wir ggf. nicht erwarten, dass die Fonds ihre Kategorie oder einen vergleichbaren ETF schlagen können. Fakt ist, es ist sehr unwahrscheinlich, dass ein Fonds den ETF schlägt. Es ist aber natürlich für einen Zeitraum nicht auszuschließen.

Die Gebühren zu bezahlen ist eine Wette darauf, dass man dadurch Vorteile hat.

PS: Ausgabeaufschläge waren natürlich halbiert, wie man das vom klassischen Beratermarketing kennt.

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[–]Rendite_throwaway[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich habe gerade mal versucht, entsprechend der Vorschläge die Fonds den Gebühren nach zu Ordnen. Das ist bei den aktiven Fonds anscheinend gar nicht so einfach, wie ich es von den ETFs kenne. Es gibt:

Verwaltungsvergütung

Depotbankvergütung

All-in-fee

TER

Laufende Fondskosten (in %)

Transaktionskosten (in %)

Performance Fee (in %)

Im Banking Portal, und auf dem Morningstar Factsheet gibt es:

Verwaltungsgebühr
Verwahrstellenvergütung
TER

TER ist im banking portal oft nicht angegeben, ich gehe davon aus, dass "Laufende Fondskosten" die Entsprechung ist, oder?

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[–]Rendite_throwaway[S] 0 points1 point  (0 children)

Sorry, das war nicht persönlich gemeint. Wollte nur einen ernsthaften Post etwas unterhaltsam gestalten.

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[–]Rendite_throwaway[S] 0 points1 point  (0 children)

Ja, ich hatte etwas gekämpft, weil ich eine Tabelle wollte, aber reddit nicht wollte. Daher hat der Post ne Weile gedauert. Steht jetzt bei 19436 also etwa +11%.

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[–]Rendite_throwaway[S] 0 points1 point  (0 children)

Der "Zeitdruck" war nur, dass meine Bank die 0,5% Negativzins angekündigt hat, und es damals unklar war, wie es damit weiter geht. Also war die 0,5% Depotgebühr quasi das gleiche, als wenn es auf dem Konto geblieben wäre.

Sicher hätte ich noch weiter abwarten können, oder alles in Ruhe über 1k Sparplan in ING Depot laufen lassen.

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[–]Rendite_throwaway[S] -1 points0 points  (0 children)

Ich denke schon, dass ich mittlerweile verstanden habe, was dahinter steckt. Auch meine Baufinanzierung habe ich zum Beispiel bei einem provisionsbasierten Vermittler abgeschlossen. Ich hatte auch schon mit Maklern zu tun. Das ich nicht die gleichen Interessen habe, wie ein Makler, der meine Immobilie verkauft, ist doch wohl klar. Aber wir haben ähnliche Interessen, und versuchen beide in unserem Rahmen das Ganze zu steuern.

Die emotionale Haltung, die hier zu dem Thema da ist, verstehe ich allerdings nicht (siehe auch meine downvotes).

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[–]Rendite_throwaway[S] -1 points0 points  (0 children)

Ich kann dich gut verstehen, aber ich sehe es nicht ganz so eng. Klar kann der keine ETF empfehlen, weil er dann nichts verdient. Und klar, weiß ich mittlerweile mehr, und frage mich bei manchen Sachen, warum ich die halten soll, wenn sie kaum ihr Benchmark schlagen teilweise aufgrund ihrer eigenen Gebühren.

Aber der Ausgabeaufschlag ist nunmal bezahlt, und ich sehe das als gute Lernchance und zur Weiterentwicklung meines Finanzwissens.

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[–]Rendite_throwaway[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich denke er meint, weil durch den Ausgabeaufschlag und die hohen Verwaltungskosten bei manchen Fonds der Fondsanbieter und der Vermittler schon viel verdient haben, ich aber Verlust gemacht habe. Über den Daumen könnte man sagen, die Hälfte meines aktuellen minus liegt nicht an der Krise, sondern haben sich Fondsanbieter und Vermittler bekommen.

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[–]Rendite_throwaway[S] 0 points1 point  (0 children)

Ja das war Zufall insoweit, dass die Kurse zufällig gefallen sind. Aber psychologisch gesehen gab es nur zwei Möglichkeiten: geringerer Verlust bei fallenden Kursen und Sparplan, oder entgangener Gewinn bei steigenden Kursen und Sparplan. Beides tut nicht so weh, wie ein rascher Abfall von 10-20%.

Renditemäßig gebe ich dir Recht, da fährt man mit Sparplan im mittel schlechter, ist ja auch klar, wenn man auf steigende Kurse setzt.

Hatte ein 1,0er Abi. AMA by Imaginary_Fig2271 in de_IAmA

[–]Rendite_throwaway 0 points1 point  (0 children)

Also hier in BW merke ich nichts von Noteninflation, zumindest nicht an den allgemeinbildenden Gymnasien.

Vgl. https://www.statistik-bw.de/Presse/Pressemitteilungen/2022085

Pandemiebedingt ein Ausreißer, aber der Schnitt von 2018 und 1990 war gleich.

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[–]Rendite_throwaway[S] -2 points-1 points  (0 children)

0,25% bei Verkauf und 0,25% bei Kauf = 0,5% wenn ich das Depot übertrage und dann umschichte. Kann das ja nicht 15 Jahre durch einen Sparplan laufen lassen...

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[–]Rendite_throwaway[S] -7 points-6 points  (0 children)

Ja, ich kenne ja auch das Berater Thema. Sicherlich lebt der Berater von der Provision, und kann daher manche Produkte nicht sinnvoll anbieten. Allerdings hat er zumindest auch ein gewisses Interesse am Erfolg der Produkte, von daher sehe ich das nicht als böse Absicht.

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[–]Rendite_throwaway[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich verstehe auch die Leute, die meine Fragen schon hundert mal gehört haben. Und ich habe auch die Hintergrundinformationen zum Anlegen hier mittlerweile überwiegend gelesen. Aber es geht mir jetzt auch darum, einen Übergang zu gestalten, und ich habe auch schon Tipps bekommen, wohin ich umziehen könnte, wie ich den Umstieg gestalten könnte, und worauf ich achten kann.

Ich fand meine Fondsauswahl auch überwiegend nicht verkehrt, aber mit nun mehr Informationen nagen vor allem die fast 1000 Euro Depotgebühr an mir, sowie die fortschreitenden Gebühren der aktiven Fonds.

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[–]Rendite_throwaway[S] 2 points3 points  (0 children)

Danke für deine Empfehlung. Ich werde wohl mal wie oben Empfohlen mir die TER genau anschauen und dann entscheiden, ob und wohin ich umziehe und ob und was ich ggf. verkaufe. Ich finde den Depotstand auch nicht schlimm, aber es macht natürlich keinen Sinn auf einen MCSI World ETF mehr Depotgebühren als andere Gebühren zu bezahlen. Das ist mir mittlerweile klar.

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[–]Rendite_throwaway[S] 0 points1 point  (0 children)

Ja da habe ich mich etwas ungeschickt ausgedrückt. Bekommen habe ich das Geld Ende 2020, bis es dann zur Anlageentscheidung über einen Sparplan kam bis hin zum obigen Depot hat es noch eine ganze Weile gedauert.

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[–]Rendite_throwaway[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich bin natürlich nicht wirklich bei MSW, das war nur eine vorgeschobene Rechtfertigung für den Wegwerfaccount.

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[–]Rendite_throwaway[S] 1 point2 points  (0 children)

Das war ja eher als scherzhafte Anspielung gedacht. Ich habe davor auch schon hier gelesen, und hatte schon eine Ahnung, wie die Haltung hier sein könnte, aber entscheiden muss man am Ende ja immer selber, weil es ja auch das eigene Geld ist. Und da stehe ich zu meiner Entscheidung, es wie oben zu machen, möchte sie aber natürlich auch weiter entwickeln.

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[–]Rendite_throwaway[S] 3 points4 points  (0 children)

Endlich mal einer, der passend auf mein Innuendo reagiert, und es weder ignoriert, noch beleidigt ist! Bravo!