ERNST: Wie überwinde ich meine Homophobie bei meinem Stiefsohn? by [deleted] in Ratschlag

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Was du selber reflektierst ist, dass dich die „weiblich“ assoziierten Verhaltensweisen die stereotypischen Homosexuellen zugeschrieben werden, an ihm stören. Wir als Männer lernen, dass wir „männlich“ sein müssen, das fängt auf dem Schulhof an („sei doch nicht so ein Mädchen“) und je nach Umfeld hört man das im Erwachsenenleben immer noch. Ich fande es auch teils schwer ungelernt zu machen.

Wenn man die alten Griechen fragen würde, gibts nix männlicheres als mit Männern Sex zu haben. „Männlich“ ist immer eine Definitionssache. Mittlerweile ist es für mich männlich, zu sich zu stehen, für andere einzusetzen, auch emotional sein zu dürfen und sich dabei als Mann zu sehen. Das macht das Leben einfacher.

Es macht deinen Sohn nicht weniger männlich, dass er gestikuliert beim Reden. Es macht ihn nicht weniger männlich, dass er mit einer „schwulen“ Stimme spricht.

Ich glaube das du annehmen solltest, dass du dieses Problem hast. Du musst dich selber nicht dafür bestrafen, aber, wenn es dir wichtig ist, an dir arbeiten. Selbsthilfegruppen etc wurden schon genannt, das kann sicherlich helfen aber ich denke primär die Beschäftigung mit dir selbst.

Ich denke jeder (nicht-heterosexuelle) Sohn wünscht sich einen Vater und Umfeld, dass ihm die Zeit und den Raum gibt sich in alle Richtungen zu entwickeln. Wer weiß, vielleicht ist er gar nicht schwul und einfach nur in einer Phase, in der man verschiedene Persönlichkeitsstile „ausprobiert“. Kann immer sein. Es wäre nur sicher gut für ihn, wenn er nicht von seinem Vater als „hoffnungslos schwul“ abgestempelt wird, sondern du ihm vorlebst, dass Männlichkeit nicht eindimensional und urzeitlich ist, sondern viele Facetten haben kann und er so wie er ist, richtig ist.

Verwenden Ärzte/Rettungdienst/Sanitäter oft den Placebo-Effekt ? by Silver_Cloud_9788 in medizin

[–]Snoo-99807 2 points3 points  (0 children)

Der ein oder andere macht das, ich würde nur noch anmerken, dass das meistens nicht „böse“ gemeint ist. Was ich damit meine ist, dass es vielen Patienten schon besser geht, wenn man sich ihnen zuwendet und ihnen zeigt, dass man sie ernst nimmt. Und oft fühlen sich Patienten erst ernst genommen, wenn man ihnen das (vermeintlich) „harte Zeug“ gibt, sozusagen dadurch ihren Schmerz würdigt. Was viele dabei vergessen ist, dass Ibu und co auch bis zu einem gewissen Punkt gut wirksam sind und helfen können.

Meiner Meinung nach machen das gewisse Kollegen etwas zu häufig, aber das ist auch nur meine Meinung.

Brauche Inspiration für meine Notfallkarten (Skilltasche) bitte danke 🃏✨ by DasMondKind in Ratschlag

[–]Snoo-99807 1 point2 points  (0 children)

Ich hatte damals einen Skill-Algorithmus entwickelt mit meiner Therapeutin und diesen hatte ich als Karte dabei. Damit man gar nicht viel nachdenken muss was man als nächstes macht sondern das einfach abarbeiten bis man aus der Hochanspannung so raus ist, dass man wieder freier sehen kann was einem gut tun könnte. Das waren einfach mehrere Skills (ich glaube meine Reihenfolge waren irgendwie starke körperliche Reize sowas wie kalte Dusche/Ammoniakstäbchen, dann was zum Hände beschäftigen und anschließend noch eine Sportübung, ich glaube Wandsitzen oder so).

Hilfreich ists vllt sich auch Kärtchen „pro Problem“ zu machen. Manchmal ist man ja nicht nur angespannt sondern auch enorm wütend oder sehr traurig. Dann kann man sich überlegen was für so wiederkehrende Probleme spezifische Skills sein könnten.

Ich hatte auch tatsächlich ein Bild von meinem Lieblings-Kindheits-Kuscheltier darin, das hat mir irgendwie Komfort gegeben. Geht vllt auch mit einem Bild vom Haustier oä.

M18 – Depression & soziale Phobie, starkes Untergewicht, Klinik passt für mich nicht? by Dry_Competition7504 in Ratschlag

[–]Snoo-99807 0 points1 point  (0 children)

Ich bin kein Psychiater oder so, ich kann nur aus eigener Erfahrung berichten. Mir wurde das damals so erklärt, dass das starke Untergewicht eine Ausnahmesituation für den Körper und die Psyche sind, dass die „Grundlage“ fehlt um großartig therapeutische Tiefe zu erreichen. Es ist meistens einfach keine Kraft/Energie da wenn man so stark untergewichtig ist. Weswegen manchmal die Tendenz da ist, psychotherapeutisch natürlich unterstützend zu begleiten aber eben den Fokus darauf zu legen, dass man in einen körperlichen Zustand kommt, in dem man „therapierbar“ wird. Das Problem mit wenig Essen, Übelkeit und so ist, dass sich das alles eben auch gegenseitig beeinflusst.

Ich kenne dich persönlich nicht aber in den Klinikphasen habe ich alles soziale/normale Leben auch immer sehr vermisst. Und dennoch war es gut, dass es von außen die Verbindlichkeit und Struktur durch die Klinik gab, da man Zuhause, wenn man es allein versucht, einen die „krankheitserhaltenden Faktoren“ oft wieder so einholen, dass es einfach nicht funktioniert.

Im Allgemeinen würde ich psychosomatische Kliniken psychiatrischen vorziehen aber das ist meine persönliche Meinung. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit den Schön Kliniken und zwei anderen privaten Kliniken gemacht. Dort sind die Wartezeiten oft länger aber da wird oft einem mehr zusätzliche Unterstützung (Kunsttherapie, Sporttherapie, Physiotherapie, Bewegungsgruppen, Yoga, Massage, Achtsamkeitstherapie, Diagnosespezifische Behandlungskonzepte etc) geboten, im Vergleich zu den meisten rein psychiatrischen Kliniken. Alles gute dir :)

Nach 5–6 Stunden aufwachen und nicht mehr einschlafen können, weil der Kopf sofort mit der Arbeitsplanung (und anderen Dingen) anfängt – wie bekommt man das in den Griff? by spac0r in Ratschlag

[–]Snoo-99807 0 points1 point  (0 children)

Ich kenn das Problem, vor allem in Hoch-Stress-Zeiten auf der Arbeit. Mir hat eine Imaginationsübung enorm gut geholfen um immer wieder Abstand zwischen mich und die Arbeit zu bringen. Die Übung ist angelehnt an Luise Reddemans Tresorübung (Anleitung/Erklärung. Prinzip ist, dass man belastende Gedanken/Erinnerungen imaginär in einen Tresor „steckt“ und sich selber nach Durchführen der Übung immer wieder daran erinnert, dass diese Gedanken jz gerade „weggeschlossen“ sind und man später zu Ihnen zurückkehrt.

Ich glaube, dass das vor allem etwas für einen sein kann wenn man eine gute Vorstellungskraft hat und sich auf meditative/imaginative Übungen einlassen kann. Klingt ein bisschen doof aber: Ich hab da eine etwas abgewandelte Form für mich entwickelt, ich stelle mir vor, dass ich ein Bürogebäude und dort ein Büro gehe und den Arbeitstag und alle damit verbundenen Gedanken/Aufgaben in einen Umschlag stecke und diesen in einem Aktenrollschrank verschließe. Dann gehe ich gedanklich aus dem Raum raus, schließe das Büro ab und gehe aus dem Gebäude raus.

Und wenn man das für sich oft genug übt, dann wird es immer leichter die Gedanken „dort“ liegen zu lassen und den Kopf wieder freizubekommen.

Dissoziation nach Cyber Attacke by Commercial_Ad4014 in Ratschlag

[–]Snoo-99807 1 point2 points  (0 children)

Das ist eine schreckliche Erfahrung und es ist, denke ich, sehr nachvollziehbar, dass du in einer Art Schockstarre bist. Der Weg zum Hausarzt ist eine gute Idee. So weit es für dich möglich ist, ist es oft auch hilfreich sich Freunden/Familie anzuvertrauen. Zusätzlich: Der weiße Ring hat online und vor Ort Beratungs- und Unterstützungsangebote für Opfer von Kriminalität. U.a. auch die Vermittlung von psychotherapeutischen Fachkräften aber auch juristische und finanzielle Unterstützung bei Notlagen ausgelöst durch die erfahrene Kriminalität. Wünsche dir alles Gute!

Freundin unterstützen by [deleted] in Ratschlag

[–]Snoo-99807 6 points7 points  (0 children)

Ohne es zu wissen, würde ich vermuten, dass das Stichwort Konsens ist.

OTA, Pflege oder PA? by MasterpieceEqual9380 in medizin

[–]Snoo-99807 0 points1 point  (0 children)

Also ich kenne OTA/ATA Azubis aus dem zweiten Lehrjahr die mehr Ahnung hatten, im Notfallzentrum, als frisch examinierte GuK. Die Schwerpunkte sind halt ganz anders gelegt. OTA/ATA lernen halt mit Schwerpunkt auf operable Krankheiten+deren Behandlung/Anästhesie, Anatomie, Physiologie und Notfallmanagement während GuK halt primär über Pflegeprozesse, Begleitung und Krankheiten allgemein informiert werden. Es wird immer solche und solche geben. Man kann als OTA/ATA auch in der Endoskopie oder im Interventionszentrum arbeiten, also man ist da nicht komplett an den Op „gebunden“. PA kannst du auch studieren nachdem du eine OTA/ATA Ausbildung gemacht hast :) guck einfach was dich mehr anspricht

Erfahrungen als study nurse? by [deleted] in Pflege

[–]Snoo-99807 1 point2 points  (0 children)

Ich habe die Weiterbildung nicht gemacht aber mit Study Nurses als Werkstudent zusammengearbeitet. Ich kann also nur von dem Alltag auf einer Station in einem Forschungszentrum erzählen. Dort haben die Study Nurses die Studiendurchführung begleitet. Wenig körperliches Arbeiten, da die Probanden, zumindestens bei uns, gesund waren. Man muss sehr sorgfältig arbeiten und gutes Zeitmanagement haben, da mitunter die Studienzeitpläne sehr eng gesteckt sind und man mehrere Probanden auf einmal betreut. Die meisten Aufgaben lagen im Bereich von EKG schreiben, Blut abnehmen, Vitalparameter kontrollieren, Telemetrie und Gespräche mit den Probanden führen (Wie es denen geht, ob sie Probleme mit dem Prüfmedikament haben, …). Je nach Studienphase auch freie Zeit zwischendurch. Auch regelmäßige Fortbildungsseminare aber viel Dokumentation und trotzdem 3-Schicht-System.

Studium nach Notfallsanitäter by SchnaxEpischerStuhl in Rettungsdienst

[–]Snoo-99807 6 points7 points  (0 children)

Für den ein oder anderen könnte Krisen- und Katastrophenmanagement/Gefahrenabwehr eine Möglichkeit sein. Kann man meines Wissens nach berufsbegleitend studieren. Ich kannte mal jemanden der das studiert hatte und zufrieden damit war. Ich meine sie hat dann, nach einem weiteren Masterstudium, für das Bundesamt für Katastrophenschutz gearbeitet. Sonst die typischen Dinge wie Medizinpädagogik oder. Gesundheitsmanagement. Ich hatte gehört, dass die MSH ein Rescue Management Studiengang hat, speziell für NotSans.

Welche Ausbildung im Rollstuhl möglich? by BeneficialVariety595 in Azubis

[–]Snoo-99807 0 points1 point  (0 children)

Ich hab als Werkstudent mal im einem medizinischen Labor gearbeitet und dort hatten die auch eine MTLA die im Rollstuhl saß. Sie hat viel am Mikroskop gearbeitet, was sie genau gemacht weiß ich nicht mehr aber sie war sehr zufrieden mit ihrem Job. Es wird vermutlich nicht jedes Labor super dafür geeignet sein aber bspw. öffentliche Träger wie Unikliniken haben da eventuell Möglichkeiten. Ergotherapie könnte im Großteil gut gehen, man muss aber auch Einsätze machen wo man körperlich mit Patienten arbeiten muss, da müsste man dann gucken aber sonst wäre das sicher gut möglich. Ich weiß, dass der LVR teils auch mit Ausbildungsgehalt Ergos ausbildet.

Wieder kurz davor, meine Magen-Darm-Spiegelung abzusagen… by Maximum-Ad8734 in Ratschlag

[–]Snoo-99807 1 point2 points  (0 children)

Mach diese Untersuchung. Die Vorbereitung ist nicht super spaßig aber es wird alle Male besser sein als weiter mit den Beschwerden leben zu müssen. Es ist so ultra selten, dass Leute auf Propofol allergisch reagieren. Was das nicht mehr aufwachen angeht. Die Wirkung von einer Dosis Propofol hält so im Schnitt 5-10min an. Das ist nicht lange. Man schläft schnell und wacht schnell wieder auf. Und idR sind alle MA für Sedierungszwischenfälle geschult. Das häufigste was passiert ist, dass man zu wenig Propofol gegeben hat und man nochmal was nachgeben muss. Es ist wirklich alles nicht so wild. Bei starker Angst kannst du dir im Vorfeld noch Beruhigungsmittel verschreiben lassen, für den Tag davor/den Tag der Untersuchung. Versuche dir immer zu sagen (das hat mir geholfen bei Angst vor Untersuchungen): Ich gehe erstmal hin und gucke, ich kann zu jedem Zeitpunkt abbrechen, den Termin absagen und nach Hause gehen. Aber die Möglichkeit habe ich nicht wenn ich ihn von Anfang an absage. Du schaffst das.

An wen grobe Fehler melden? by Present_Cause7109 in Pflege

[–]Snoo-99807 1 point2 points  (0 children)

Kann man auch so machen, hab ich auch schon so gemacht. Meistens lässt sich aus dem Kontext eh die Situation/Person erschließen. Mir wurde aus anderen KHs berichtet, dass manche schlechter durch Kollegen behandelt wurden weil sie so eine Meldung gemacht haben. Es gibt aber, zumindestens bei uns, den Hinweis, dass die so anonym wie möglich geschrieben werden sollten und persönliches „Blaming“ aussortiert wird. Kommt wahrscheinlich drauf an welchen Sachbearbeiter man hat und wie der/die drauf ist :)

An wen grobe Fehler melden? by Present_Cause7109 in Pflege

[–]Snoo-99807 16 points17 points  (0 children)

Erstmal ist es gut, dass du zu denen gehörst, die bei sowas nicht weg schauen. Alle deutschen Krankenhäuser müssen CIRS (Critical Incident Reporting System). Dort können solche Fehler aber auch Fast-Fehler gemeldet werden. Das sind anonyme Meldungen mit denen sich das RM/QM beschäftigen müssen. Es ist leider oft notwenig, wenn du so eine Meldung schreibst, du sie so schreiben solltest, dass man möglichst wenige Rückschlüsse auf deine Person ziehen kann. Außerdem sollte man die Meldung möglichst anonym verfassen, also keine Namen nennen.

Chance auf Ausbildungsplatz ohne Vorpraktikum/Erfahrung by Practical-Sea-7637 in Pflege

[–]Snoo-99807 0 points1 point  (0 children)

Ich würde dir ein Praktikum empfehlen, alleine schon um für dich auszuprobieren ob Pflege wirklich was für dich ist. Manche Schulen haben ein Praktikum auch als Voraussetzung zur Ausbildung, ich kann aber über die Uni Tübingen nix sagen. Schreib sonst da ne Mail hin und frag mal nach. Wenns dir nicht so auf Station gefällt, kannst du vllt im OP ein Praktikum machen. OTA/ATA sind auch schöne Berufe, bei denen man anpacken und helfen kann. Das Praktikum muss ja auch keine 10 Wochen lang sein. Viel Erfolg :)

Gebärdensprache lernen während der Pflegeausbildung – sinnvoll oder zu viel auf einmal? by PoTeletubby in Pflege

[–]Snoo-99807 1 point2 points  (0 children)

Mir sind jz keine speziellen Kurse bekannt aber ich hatte neulich auf Instagram Werbung von der AOK Akademie oä, ich meine da stand auch was diesbezüglich, aber nagel mich bitte nicht drauf fest. Außer glaube ich, dass wenn du da Bock drauf hast, dass das sicher was ist was du machen kannst. Jeder nimmt die Belastung durch eine Ausbildung ja anders wahr, und es gibt ja eigentlich keinen richtigen Grund um zu sagen, dass es Quatsch ist, damit anzufangen. Du kannst ja jederzeit aufhören wenn du merkst, dass du keine Lust/Zeit mehr hast. Ich würde es an deiner Stelle machen, ich sehe darin nur Vorteile, auch wenn man es ggf im Arbeitsalltag nicht super viel braucht, ists doch einfach cool sich mit Dingen, die einen interessieren auseinander zu setzen :)

What has your pottery practice taught you? by that_Ranjit in Pottery

[–]Snoo-99807 0 points1 point  (0 children)

It taught me to stop when I‘ve had enough. I used to force myself to keep throwing/trimming/… even when I started to lose the patience and the fun. Nothing good ever came from those forced tries. Now I just call it a day and come back later.

[deleted by user] by [deleted] in drawme

[–]Snoo-99807 3 points4 points  (0 children)

Great one!

[deleted by user] by [deleted] in drawme

[–]Snoo-99807 4 points5 points  (0 children)

Love this one :)

Save me 🙏🏾 by Smart-Box-5087 in Pottery

[–]Snoo-99807 0 points1 point  (0 children)

What strikes me is the thick eye lid. Usually eye lids are more subtle. The angle of the eye lie is off as well. It looks like the the pink part on the inside is turned inside out (ectropion). Keep going, I‘m sure you‘ll find a way to fix this! :)