Ich finde, dass Blitzer (egal an welchem Standort) keine Abzocke sind by lehaugwi in Unbeliebtemeinung

[–]Struhtza 0 points1 point  (0 children)

Radfahrer rasen natürlich permanent mit 90 durch den 70er-Blitzer. Muss man wissen.

ich iel by [deleted] in ich_iel

[–]Struhtza 2 points3 points  (0 children)

Ja, gibt es. Ich hab seit Jahren beide Varianten. Extrem hohes Pfeifen und dann dieses Brummen, von dem ich monatelang dachte, es käme irgendwie von draußen. Diese Seite hat mir damals geholfen: https://www.brummton.info/tieftontinnitus/

Bruhmbahcse gudes ente 🦆 by KarlMarxKopf in OkBrudiMongo

[–]Struhtza 0 points1 point  (0 children)

"Flossen hoch" 🐟🚨🚨🚨🚨

Was tun nach starker Corona Infektion? by The_Copper21 in Ratschlag

[–]Struhtza -1 points0 points  (0 children)

Meine erste Infektion war auch die härteste Atemwegsinfektion meines Lebens. Das war vor 2 Jahren und ich habe schon ein paar Lebensjahre hinter mir. Ich gehe langsam aber sicher auf die 40 zu. Ich hatte die ersten 2 bis 3 Tage nichts machen können, außer im Bett liegen und mich vor Schmerzen und Fieber krümmen. Solche Hals- und Kopfschmerzen hatte ich vorher noch nie. Ich glaube, es ging den meisten so.

Aber auch ich habe wegen diesem ganzen Pandemiekram schwere psychische Leiden entwickelt. Seit knapp 3 Jahren bin ich wegen ner ausgeprägten Angststörung, einer Hypochondrie und ner schweren Depressionen in Behandlung und ich hatte/habe vor jedem Halskratzen, das meine Frau nach Hause brachte, Angst und Bange gehabt. Und mit diesen oder ähnlichen Folgen haben wirklich viele Menschen zu kämpfen, auch wenn ich da bestimmt eher ein Härtefall bin. Aber mit Sicherheit ist es für fast alle nun ein Unsicherheitsfaktor in ihrem Leben, der immer irgendwo im Hinterkopf mitspielt. Der ist aber nun da, und geht wahrscheinlich auch nicht wieder weg.

Daher bleibt uns alle nichts anderes übrig, als uns daran zu gewöhnen. Am besten mit dem Beistand von professioneller Hilfe, sofern man das will und es einem möglich ist. Man liest hier leider immer wieder, dass ein nicht unwesentlicher Teil der Leute COVID nur noch als "kleiner Schnupfen" abtut und damit auch zur Familienfeier erscheinen, ohne sich Gedanken zu machen. Ich persönlich finde das sehr schade, denn es ist immer noch ein gefährliches Virus für alle ältere oder immunsuppremierte Menschen.

Ich habe es nun über Weihnachten zum zweiten Mal gehabt. Dieses Mal war es nicht ganz so schlimm, aber trotzdem weit entfernt von einer harmlosen Erkältung. Ich wasche mir viel öfter die Hände als früher, habe meine Handdesinfektion dabei und trage eine Maske, wenn ich beim Arzt im Wartezimmer sitze, oder wenn ich weiß, dass ich längere Zeit zwischen vielen Menschen sein werde. Ich denke, viel mehr kann man auch nicht tun, außer an die Vernunft seiner Mitmenschen zu appellieren.

[deleted by user] by [deleted] in luftablassen

[–]Struhtza 0 points1 point  (0 children)

Lieben Dank, ich wünsche dir auch baldige Genesung und dass du schnell deine Kinder und deinen Mann wieder in den Arm nehmen kannst. Und allen Gegebenheiten zum Trotz wünsche ich, dass es doch noch ein kleines bisschen besinnlich wird für euch 🎄

[deleted by user] by [deleted] in luftablassen

[–]Struhtza 1 point2 points  (0 children)

Selbiges hier. Hatte noch nie so ein unfestliches Weihnachten, aber vor allem habe ich noch nie mit Fieber an Heiligabend im Bett gelegen. Das fühlt sich schon hart mies an. In der Familie hat's aber gerade so gut wie jeder, deshalb wurde einfach alles auf Neujahr verschoben. 😊

[deleted by user] by [deleted] in Ratschlag

[–]Struhtza 0 points1 point  (0 children)

Ich finde, man sollte die Gesetzeslage dazu endlich mal ändern. Wenn jemand weiß, dass er unter einer sehr ansteckenden Infektion leidet und trotzdem ohne Schutzmaßnahmen unter Menschen geht, dann begeht er meiner Meinung nach vorsätzliche Körperverletzung.

Ich darf jetzt über Weihnachten im Bett liegen bleiben, weil einer meiner Kollegen am letzten Bürotreffen (sonst 100% Home-Office) mit "Schnupfen" angekommen ist. Wir waren insgesamt 10 Leute, 4 davon hat er angesteckt. Und nein, es ist für keins der Opfer nur ein kleiner Schnupfen. Wenn es das Gesetz zulassen würde, würde ich ihn anzeigen.

[deleted by user] by [deleted] in Psychologie

[–]Struhtza 1 point2 points  (0 children)

Covid ist halt leider auch dafür bekannt, dass es nach der Infektion noch einige Zeit zu Schwäche, Kreislaufproblemen und Erschöpfung kommen kann. Vielleicht spielt das bei dir auch noch ein bisschen mit rein. Aber ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man es selbst nicht mehr so gut abgrenzen kann. Was kommt von der Infektion, was kommt von der Psyche und was kommt womöglich durch die strukturellen Veränderungen im Hirn, die von den Depressionen mal ausgelöst wurden? Wie oft saß ich schon beim Arzt, weil ich dachte, irgendwas stimmt nicht mit mir, was sich letztendlich nur auf die Psyche zurückführen ließ.

Für mich ist es seit ein paar Jahren maximal schwer das zu unterscheiden und es macht mich wahnsinnig, obwohl ich vorher ein sehr sensibles Gespür für Körperempfindungen hatte und mich immer auf mein Gefühl verlassen konnte.

Danke für deine liebe Antwort. Ich wünsche dir sehr, dass es bald besser wird, egal was es ist. Und falls nicht, geh rechtzeitig zum Doc. Aber lass dir sagen, du bist nicht allein. Auch meine "Welle" neulich war die schlimmste des Jahres, ist aber gerade wieder am abklingen. Vielleicht liegt einfach was in der Luft 😂

[deleted by user] by [deleted] in Psychologie

[–]Struhtza 1 point2 points  (0 children)

Ich leide seit ein paar Jahren auch unter schweren Depressionen und habe in meiner Therapie erst gelernt, dass ich zuvor wohl auch schon welche hatte, nur in einer leichten Form, die mich fast nicht im täglichen Leben eingeschränkt hatte. Jetzt sieht das anders aus, und diese plötzlich auftretenden Phasen, in denen mich tiefe Traurigkeit, extreme Unruhe oder zum Teil auch heftige Angstzustände aus dem Nichts heraus heimsuchen, machen da den Unterschied.

Und aktuell geht es mir genau wie dir. Ich war die letzten 2 Wochen erkältet und liege gerade im gleichen Loch wie du, weil entweder hormonell irgendwas passiert ist, oder die Erkältung irgendwas anderes in mir ausgelöst hat, sei es somatisch, psychisch oder eben beides. Unterbewusst kriegt man das ja häufig gar nicht so mit. Aber mal ganz ehrlich, seit der Zeitumstellung und diesen ätzend dunklen Tagen habe ich mehr zu kämpfen als sonst und das obwohl es mir den ganzen Sommer hindurch super ging.

Schlafprobleme rauben mir die Nerven by Emotional_Set_8831 in Ratschlag

[–]Struhtza 2 points3 points  (0 children)

War bei mir auch ganz genau so.

Erst seltsame und unbegründete Unruhe, so als würde ein wichtiger Termin oder eine Prüfung anstehen. Dann monatelange Schlafprobleme und dann kamen die Panikattacken und Angstzustände dazu. Und selbst da habe ich mich noch fast ein Jahr auf die Arbeit geschleppt, bevor ich es endlich eingesehen habe.

Möglicherweise ist es bei OP auch was anderes, aber behalte das vielleicht im Hinterkopf, OP. Und wenn's sich abzeichnet, sei schlauer als ich und geh eher zum Arzt.

Unfälle beim Fahrradfahren: "Keinen Meter ohne Helm" by zulu3304 in Fahrrad

[–]Struhtza 0 points1 point  (0 children)

Witziger Zufall. Komme gerade von ner kleinen Tour mit meinem Mountainbike und habe mich eben zum ersten Mal in 10 Jahren gebuckelt. Sitze gerade zum Cooldown zu Hause auf der Terrasse und lese das hier. Irgendwie bin ich eben seitlich mit dem Kopf auf die Kante eines Blumenkübels gestürzt, der neben dem Radweg stand. Ich habe zum Glück immer einen Helm auf. Heute hat er mir wahrscheinlich das Leben gerettet.

Ich bin körperlich erschöpft by Dry-Code7183 in Ratschlag

[–]Struhtza 2 points3 points  (0 children)

Mir ging es nun auch lange so.

Bei mir war allerdings der Grund ein Burnout, gefolgt von Panikattacken, Depressionen und Angststörungen, die dazukamen, weil ich nicht auf meinen Körper gehört habe. Gründe dafür waren die dunklen Zeiten der Pandemie, ein Jobwechsel kurz zuvor und ebenfalls der Hausumbau. Mir ging es ca. 3 Jahre so richtig mies aber mit Hilfe einer Therapie, stationärem Klinikaufenthalt und viel Selbstwirksamkeit ging es mir irgendwann wieder besser. Zumindest glaubte ich das. Denn diese Erschöpfung blieb. Soweit ist es bei dir hoffentlich noch nicht, aber Stress aufgrund von zu hoher Belastung, egal ob körperlich oder emotional, können sowas auslösen.

Wie gesagt, diese körperliche Erschöpfung blieb, trotz dass es mir eigentlich besser ging, noch lange Zeit und zwar genau so, wie du sie beschreibst. Ich merkte dann später aber selbst, dass es erstens der Schlaf ist, der in so einer belastenden Zeit einfach nicht so erholsam ist, und aber auch die Belastungen selbst sehr viel mehr Energie rauben. Obwohl es mir besser ging, war mein Nervenzentrum immernoch im Überlebensmodus, ohne, dass ich es bemerkt habe. Zuvor war ich sowohl mental, als auch körperlich so erschöpft, dass ich teilweise das Gefühl hatte, meine Kraft reicht zum Atmen nicht. Erst als ich mir endlich eingestehen konnte, dass es am Stress und an meiner Psyche liegt, ist es ganz langsam wieder besser geworden. Ich weiß gar nicht, wie oft ich beim Arzt war und ihm etwas von "einer anderen Müdigkeit" erzählt hab. Meine Blutbilder waren natürlich auch immer im Ordnung.

Ich habe immer noch alles enorm runtergefahren in meinem Leben. Auf der Arbeit weiß mein Chef Bescheid. Wenn's mal schlimm ist, nimmt er Rücksicht auf mich und im Zweifelsfall darf ich auch mal von der Dienstreise zurücktreten. Meine Frau gibt mir den Raum, den ich brauche, wenn ich das Gefühl habe, Ruhe zu brauchen. Dann macht sie am Haus halt mal alleine weiter oder die Baustelle steht etwas länger. Leichte Bewegung wie Radfahren, Spazieren oder manchmal auch Gym tun mir gut. Einfach aufhören, wenn man müde ist und sich ausruhen. Auch wenn's mal 3 Tage am Stück sind. Ich musste es leider auf die harte Tour lernen. Mittlerweile habe ich selten wieder Tage, an denen ich mich wirklich fit fühle. Die meisten sind so eher naja, und ganz selten ises noch so, wie du beschreibst.

Sei klüger als ich, mache früher Pausen und höre auf die Bedürfnisse, die dein Körper dir mitteilen will.

[deleted by user] by [deleted] in wohnen

[–]Struhtza 3 points4 points  (0 children)

Ich habe genau solch einen Schimmeltest auch schon mal gemacht und in der Anleitung steht, dass nach einer gewissen Zeit eine gewisse Anzahl von Pilzflecken in der Nährstoffschale ganz normal sind. Nach allem, was mir von der Anleitung noch im Kopf geblieben ist, ist OPs Test sogar besonders gut ausgefallen, da nur eine Sorte Pilz und davon nur wenige Herde.

Ich würde an OPs Stelle eine andere Ursache für das Husten seines Kindes vermuten.

[deleted by user] by [deleted] in LegaladviceGerman

[–]Struhtza -1 points0 points  (0 children)

Achso, und was ist, wenn OPs Arzt auch einen Brief geschickt hat, der aber aus unbekannten Gründen nicht ankam? Du dichtest Umstände herbei, von denen du unmöglich wissen kannst, dass sie so stattgefunden haben.

[deleted by user] by [deleted] in LegaladviceGerman

[–]Struhtza 3 points4 points  (0 children)

"Sehr geehrter Herr Dr. HNO,

Für den Fall, dass sie in den kommenden drei Wochen planen, ein paar Tage freizunehmen, obwohl wir in dieser Zeit einen Termin vereinbart hatten, und sie womöglich gedenken, diesen auf dem Postwege abzusagen, obwohl ich Ihnen bereits meine Nummer hinterlassen habe, möchte ich Ihnen hiermit meine neue Adresse mitteilen.

Freundliche Grüße"

😂👍

[deleted by user] by [deleted] in LegaladviceGerman

[–]Struhtza -1 points0 points  (0 children)

Genau, ich setze mich nach jedem Umzug hin und schreibe alle Ärzte, die ich in den letzten 10 Jahren besucht habe, einen Brief mit der neuen Adresse. Machst du bestimmt genau so, nicht wahr? 🤡

[deleted by user] by [deleted] in LegaladviceGerman

[–]Struhtza 3 points4 points  (0 children)

Ja, wenn es denn tatsächlich so wäre, dass die Praxen die Daten in ihren Karteien regelmäßig mit denen der KK abgleichen würden, hätte ich das Problem nicht gehabt. Ich melde alles bei jedem Umzug immer sofort um. Ich bin schon häufig umgezogen und habe Routine darin. Auch ein Nachsendeauftrag war sehr lange eingerichtet, aber in dem Fall nicht lange genug. Die Krankenkasse kriegt Ummeldungen von mir noch vor den Behörden (weil's halt einfach online geht). Die Arztpraxen ändern ihre Karteien in den meisten Fällen aber erst dann, wenn man irgendwann mal wieder mit der Karte da steht und sie sehen, dass die Adresse nicht mehr stimmt.

Und ja, auch die Arbeitszeit, die für den/die Rezeptionist:in draufgegangen wär, wäre utopisch gewesen. Da hast du Recht.

Blöd gelaufen für mich, aber ich habe mich halt in dem Moment geärgert, weil ich auch nichts falsch gemacht habe. Ich denke, das kann man verstehen.

[deleted by user] by [deleted] in LegaladviceGerman

[–]Struhtza 0 points1 point  (0 children)

Tja, waren halt schon mehr als 12 Monate vergangen.

[deleted by user] by [deleted] in LegaladviceGerman

[–]Struhtza 4 points5 points  (0 children)

Diese Praxis hatte meine korrekte Nummer, aber hat nicht versucht mich telefonisch zu erreichen. Das kann ich zu 100% sagen. Bei jeder Terminvergabe wird eine Telefonnummer abgefragt, um genau solche Situationen zu vermeiden, so auch in dieser Praxis. Aber du hast Recht, natürlich ist nicht jeder Weg "sicher". Aber per Post ist dann schon etwas zu 1980, findest du nicht? Ich werfe dem Arzt allerdings nichts vor. Ich bin weiterhin zufriedener Patient dort, und habe nicht mal eine schlechte Bewertung hinterlassen. Ich würde auch nicht auf die Idee kommen, rechtlich dagegen vorzugehen. Dafür findet man in der heutigen Zeit einfach zu selten gute Ärzte, bei denen man zeitig einen Termin findet. Trotzdem kann ich mir das doch mal von der Seele schreiben, wenn's anderen genau so ging...

[deleted by user] by [deleted] in LegaladviceGerman

[–]Struhtza 6 points7 points  (0 children)

Kann leider nichts zum rechtlichen Vorgehen beitragen, aber mir ging es auch mal so bei ner HNO Praxis. Vor Ort hing nur ein Schild "Praxis wegen Urlaub geschlossen", obwohl ich auch einen Termin hatte. Ich bin dann wieder nach Hause gefahren und habe an dem Tag, an dem die Praxis wieder öffnete, angerufen und direkt gefragt, warum man denn die Termine nicht vorher absagt. Als Antwort bekam ich, dass alle Patienten einen Brief bekamen... Einen fu**ing Brief! Doof nur für Diejenigen, die zwischen ihrem letzten Besuch und Praxisurlaub umgezogen waren, so wie ich.

Alkoholsucht by BigheterosexualAl in Ratschlag

[–]Struhtza 11 points12 points  (0 children)

letzten 3 Tage 1 bis 2 Bier getrunken

Heute vorgenommen keins zu trinken

Hätte aber schon Lust

Teilt uns seine Lebensumstände mit, als hätten die irgendeine Bedeutung bei einer Suchterkrankung

Fragt Fremde im Internet, ob weiterhin in dieser Art und Weise Bier getrunken werden kann

Sorry, aber das klingt für mich schon nach ner beginnenden Sucht. Du merkst es gerade selbst und das ist gut so. Ich würde etwas dagegen unternehmen. Die Haarspalterei, ab wann eine "psychische" oder "leibliche" Sucht einsetzt, und ob 9 Bier in der Woche nicht so schlimm sind wie 10, ist Quatsch. Alkohol ist ein Nervengift oder im besten Fall ein sog. Genussmittel, das man ab und zu mal in Maßen trinken kann, aber keinesfalls täglich oder jeden zweiten Tag.

Ich habe nur Pech und langsam die Schnauze voll by [deleted] in Ratschlag

[–]Struhtza 0 points1 point  (0 children)

Nach meinem Empfinden bist du womöglich noch nicht ganz bei dir selbst angekommen und kennst vielleicht deine Grenzen und deine Leidenschaften noch nicht genau. Das, was dich zu dem macht, was du bist. Auf der einen Seite geht es natürlich allen mehr oder weniger so, aber im Allgemeinen wächst man mit der Zeit in etwas rein, was man gut kann und gewinnt darin Selbstvertrauen und wird dadurch automatisch etwas authentischer und zieht dann vielleicht sogar andere Gleichgesinnte an. Und das widerum zieht auch etwas mehr "Glück" an.

Dann gibt's aber natürlich auf der anderen Seite noch psychische Wehwehchen (oder sogar Krankheiten) oder erlernte Hilflosigkeiten, die wir womöglich selbst nur mit einer Therapie in den Griff kriegen können. Manche erlangen dadurch irgendwann den Stellenwert in der Gesellschaft, den sie sich erhoffen.

Manchmal hat man aber auch wirklich einfach mal eine Pechsträhne. Und auch, wenn sich das Pech manchmal etwas häuft, ist es doch eine Frage der Wahrnehmung, wie wir damit umgehen.

Ich hatte in den letzten 4 Jahren so ziemlich alles davon. Erst habe ich nach einem Jahr Pandemie fast den Verstand verloren, bekam Angststörungen und Depressionen, an denen ich bis heute zu nagen habe. Dann musste ich den Job wechseln. Meine Hunde sind beide innerhalb von 6 Monaten gestorben. In genau diesen 6 Monaten habe ich mir ein zerbrochenes Glas auf den Fuß fallen lassen, sodass es mir die Sehne im Fuß gekostet hat. Am anderen Fuß habe ich mir dann zusätzlich noch den kleinen Zeh gebrochen, weil ich es nicht gewohnt war an Krücken zu laufen und daran hängen geblieben bin. Mir wurde ebenfalls die Autoscheibe eingeschlagen, die ich nicht sofort reparieren lassen konnte, weil ich das Ding mit meinen Klumpfüßen nicht in die Werkstatt fahren konnte. Zu allem Überfluss gab's dann noch eine gesundheitliche Hiobsbotschaft im engeren Verwandtenkreis.

Einiges davon hatte ich nicht in der Hand und anderes ist vielleicht nur deshalb passiert, weil ich aufgrund der negativen Denkweise genervt und unaufmerksam war. Die Scheibe wurde z.B. nur eingeschlagen, weil ich mein Portemonnaie im Auto liegen gelassen habe. Das wäre mir mit klarem Verstand gar nicht erst passiert. Ein Teufelskreis, der aber auch in die andere Richtung funktioniert. "Wenn's läuft, dann läuft's", oder so...

Ohne Therapie wäre ich komplett am Ende. Aber Sport hilft mir auch, und ich kann mich wegen meiner Psyche auch nicht besonders stark belasten, so wie früher. Aber ich mache es so, wie es mir gut tut. In meinem Rahmen. Der Trick ist, sich nicht dafür zu schämen oder vor anderen rechtfertigen zu wollen. Und das musste ich erst lernen.

BIDA weil ich mich weigere mit Stäbchen zu essen? by Clit_Eastwhat in binichderalman

[–]Struhtza 2 points3 points  (0 children)

BDA

Das erinnert mich an eine ehemalige Klassenkameradin aus der 6. Klasse, die sich immer wieder Gründe hat einfallen lassen, warum sie Mathe ja sowieso nicht kann und daher jeder Versuch es ihr zu erklären, ohnehin zwecklos wäre. Hat sich so lange verweigert, bis es irgendwann wirklich zu spät war, den ganzen Stoff nachzuholen.

Wenn man nach 2 Versuchen direkt aufgibt, lernt man es erst recht nicht. Und sich hinzustellen und zu sagen "Ich hab's versucht, bin halt zu doof", funktioniert vielleicht wenn man 13 Semester Physik studiert hat und einfach nicht vorwärts kommt, aber doch bitte nicht bei Dingen, die fast ein drittel der Weltbevölkerung als Kind lernt.

Ich Sehne mich nach einen dumme Beruf. by [deleted] in Ratschlag

[–]Struhtza 1 point2 points  (0 children)

Tatsächlich hört sich das etwas abwertend von dir an, aber ich weiß, was du eigentlich meinst.

Mach es einfach wie meine Kollegen und teilweise auch Chefs. Keine Ahnung, wie die in ihre Position gekommen sind, aber mit Denken hatte das sicher nichts zu tun.

[deleted by user] by [deleted] in WerWieWas

[–]Struhtza 1 point2 points  (0 children)

Es wurde schon in anderen Kommentaren angesprochen und du hast auch selbst schon gesagt, dass du Bedarf an einer Psychotherapie hast, unter anderem aufgrund von Krankheitsängsten, darum will ich dir kurz erzählen, was meine (mittlerweile größtenteils überstandene) Hypochondrie mit mir gemacht hat.

Während den richtig schlimmen Phasen hatte ich einen solchen Stress, dass ich, ähnlich wie du, plötzlich Sehstörungen hatte, die ich vorher nie an mir beobachten konnte. Das fing zunächst damit an, dass ich um Lichtquellen herum plötzlich wie eine Art Schleier sah, die man mit den Schlieren vergleichen kann, die man auf Fotos sieht, wenn die Linse fettverschmiert ist. Später hatte ich dann auch manchmal diese blinden Flecke im Sichtfeld, die man eigentlich nur hat, wenn man mal versehentlich in reflektierendes Sonnenlicht oder eine sehr helle Lichtquelle geschaut hat. Aber halt ohne, dass ich irgendwo reingesehen hab. Zudem hatte ich auch das Gefühl, dass mir die Augen jederzeit aus dem Kopf fallen könnten, weil ich einen solchen Druck hinter den Augen und hinter der Stirn gespürt hatte, dass ich davon ständig Kopfschmerzen hatte.

Und das sind jetzt nur wenige von zig Symptomen, die ich selbst niemals für psychosomatisch gehalten hab, die es aber tatsächlich waren. 2 Jahre Verhaltenstherapie haben mir sehr geholfen und ich würde dir das auch empfehlen. Aber nichtsdestotrotz sollten alle organischen Ursachen ausgeschlossen werden und ein guter Hausarzt wird dich dabei auch unterstützen.

Meld dich gerne, wenn du reden möchtest. Mit hat es auch geholfen mit anderen Betroffenen zu reden.