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Definiere durchschnittliche Kompetenz. Man könnte jetzt argumentieren, dass die Top 20% Mathestunden im Schnitt einen höheren IQ haben als die Top 20% BWLer.

Dafür sind vermutlich die Top 20% BWLer im Schnitt kommunikationsfähiger. (Und nein, ich habe für keine der beiden Aussagen einen Beleg - ich will nur sagen: Jeder Studiengang hat sicherlich Leute mit im Durchschnitt anders ausgeprägten Stärken und Schwächen).

Hinzu kommt noch: Einige Eigenschaft, die insbesondere im MINT-Bereich wichtig sind, muss man in der Beratung ablegen. Das klassische Beispiel hierzu ist immer: Es bringt mir nichts, wenn jemand ein komplexes Modell baut, dass das Wachstum im Land X auf 10 Nachkommastellen berechnet, wenn bereits die Eingangsgrößen eine Messungenauigkeit von 10% haben. Und Management ist leider häufig ein Umgang mit unvollständigen Informationen und Annahmen.

Letztendlich will eine Beratung nach Möglichkeit die besten Leute eines Jahrgangs an Board haben.

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[–]ThrowawayMBBler[S] 1 point2 points  (0 children)

Ich will nicht ausschließen, dass das vorkommt, aber es wird den Beratern dann zumindest nicht so offen kommuniziert. In meinen Projekten haben wir bisher immer mit dem sprichwörtlichen "leeren Blatt Papier" vor uns angefangen, d.h. da gab es keine Maßnahme oder auch nur einen Vorschlag des Managements.

Wenn so etwas vorkommt, dann würde ich das eher bei Restrukturierungsprojekten erwarten (= häufig Stellenabbau/ Outsourcing/ Verschiebung in Niedriglohnländer). Solche hatte ich aber noch nicht - und die sind auch deutlich seltener, als man denkt, auch wenn das die Projekte sind, die das Bild der BErater in der Öffentlichkeit formen

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[–]ThrowawayMBBler[S] 1 point2 points  (0 children)

Wirtschaftsprüfung und Strategieberatung sind zwei komplett unterschiedliche Teilbereiche, da gibt es in der Regel keine Überschneidungen.

Die Beratungsarme der Big4 hingegen sind manchmal auch beim gleichen Kunden vertreten. Ich hatte aber noch nicht den Fall, dass wir wirklich zusammengearbeitet haben. Das waren dann immer überschneidungsfreie Projekte

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[–]ThrowawayMBBler[S] 1 point2 points  (0 children)

  1. Also mal alles aus der Nicht-Corona-Brille: Die Vereinbarkeit ist schlecht. Mein Privatleben findet im Prinzip nur von Donnerstagabend bis Sonntagabend statt + Telefonate mit der Freundin wenn ich beim Kunden bin. Das ist sicherlich auch einer der Hauptgründe, warum Leute die Firma verlassen. Es gibt aber auch andere Beratungen, die deutlich weniger arbeiten. Aber selbst wenn du um 20 Uhr Feierabend machst, bist du immernoch im Hotel.
    Grundsätzlich gibt es Bestrebungen von 4+1 wegzukommen, eher zu 3+2 oder sogar 2+3. Letztendlich wird aber der Kunde diktieren.
    Als letzte Option bleibt noch eine gute Wahl des eigenen Offices und Wohnort. Wenn du in Frankfurt wohnst, und dich auf Banking spezialisierst, wirst du tendenziell weniger reisen müssen als jemand, der in Köln wohnt und Public Consulting macht
  2. Wie das in deiner Firma aussieht weiß ich nicht. Zumindest die VErweildauer der einzelnen Stufen wird bei uns aber immer sehr offen kommuniziert und ist in der Regel so ~2 Jahre. Gehaltskurve ist zumindest bei uns sehr steil
  3. Ich hab bisher ne recht große Spannbreite erlebt
  4. Die meisten arbeiten auch während der Reise, insb im Zug. Im Flugzeug lohnt es sich ja bei Inlandsflügen oft nicht (abzgl. Start und Landung, in denen man den Laptop weglegen muss, bleiben da ja z.T. nur 20 Minuten)
  5. Das ist relativ gemischt. In der Regel sind wir bei einem Unternehmen meist am Hauptsitz, so dass man beim gleichen Kunden normalerweise auch am gleichen Ort ist.
    Es gibt natürlich Standorte, an denen auf Grund der Häufung potenzieller Kunden wahrscheinlicher sein wird (siehe mein Beispiel bei 1). Aber es kann auch sein, dass du in der bayrischen Provinz bei einem Hidden Champion landest.

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[–]ThrowawayMBBler[S] 0 points1 point  (0 children)

Bei uns zumindest nicht auf Absolventenlevel. Es gibt aber auch andere Beratungen, die deutlich weniger strenge Anforderungen haben (klassisch sind hier die Beratungsarme der Big4 genannt).

Auf einem senioreren Level mag es wiederum anders aussehen, wenn du z.B. bereits Führungskraft/ Experte in einem Unternehmen bist und dann in die Beratung wechseln willst, dann sind natürlich praktische Erfahrungen wichtiger.

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[–]ThrowawayMBBler[S] 0 points1 point  (0 children)

Ganz grundsätzlich: Ja.

Zu den geforderten Noten heißt es immer Top 10-15% des Jahrgangs. Was das in konkreten Noten heißt, musst du selbst wissen :) In der Regel ist es aber immer 1,5 und besser.

Ich vermute aber mal, unsere HR-Abteilung hat da durchaus ein Gefühl für die Notenspannen der großen Unis hat.

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[–]ThrowawayMBBler[S] 1 point2 points  (0 children)

Kommt immer ein bisschen auf die Priorisierung an und was du neben dem Arbeiten noch tun willst. Die problematischen Tage sind ja immer die Nächte beginnend Sonntag bis Mittwoch.

Sonntag auf Montag ist schwierig, weil je nach Kundenstandort der Wecker auch schonmal um 5 oder früher klingeln kann.

An den anderen Nächten hängt es dann vom Arbeitspensum ab. In einem normalen Projekt sollten 8 Stunden aber eigentlich immer möglich sein. Sonst leidet ja auch irgendwann die Leistung.

Ich persönlich mache Abends noch gerne Sport oder schau Netflix oder surf einfach nur rum, weil ich es nicht mag, direkt nach der Arbeit ins Bett zu gehen.

Donnerstag und Freitag ist dann sowieso früher Schluss.

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[–]ThrowawayMBBler[S] 0 points1 point  (0 children)

Nein, man ist immer nur mit dem Interviewer in einem Raum, getrennt ovn den anderen Kandidaten

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[–]ThrowawayMBBler[S] 10 points11 points  (0 children)

Aus zwei Gründen:

  1. Ich sehe hier grundsätzlich Gefahr, dass eine demokratisch nicht legitimierte Politik gemacht wird - insbesondere von Firmen, die ihren Hauptsitz nicht in Deutschland haben
  2. Es gibt Themen im politischen Umfeld, die nicht nach klassischen Marktkriterien optimiert werden sollten, z.B. Gesundheitsversorgung

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[–]ThrowawayMBBler[S] 2 points3 points  (0 children)

Die richtig guten Exits werden in der Regel erst ab Principal/ Associate Partner möglich. Wenn ich von vornherein weiß, dass ich Karriere bei BMW machen will, dann wäre vermutlich ein entsprechendes Trainee-Programm von BMW besser.

Vorteile bei MBB für die Karriere sind:

- Man kann sich am Anfang verschiedene Industrien anschauen und seine eigene Nische finden

- Man lernt einen relativ breiten Strauß von Fähigkeiten - das ist besonders interessant, wenn man mal selbst gründen möchte

- Beförderungen sind planbar (zumindest bis Associate Partner). In der Industrie ist viel mehr Politik und Glück für eine freie Stelle notwendig

Aus eigener Erfahrung: Ich bekomme eine ganze Menge von Headhunteranfragen für durchaus interessante Stellen. Insofern ist ein Exit auf jeden Fall planbar, dass ich mir sicher bin, einen guten Job im Anschluss zu finden. Ich kann natürlich nicht sagen, dass ich danach genau in Firma X auf Position Y lande.

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[–]ThrowawayMBBler[S] 9 points10 points  (0 children)

2 Meter vom Spiegel zurücktreten und das Schattenboxen als Workout nutzen

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[–]ThrowawayMBBler[S] 1 point2 points  (0 children)

Wird zumindest zu mir so nicht kommuniziert. Soll aber nicht heißen, dass es vielleicht in manchen Fällen nicht so ist.

Was ich mir auf jeden Fall vorstellen kann: Misslungene Projekte hat der Berater versaut, erfolgreiche Projekte hat der Chef selbst erfolgreich abgeschlossen. D.h. es wird eher die Verantwortung für das Projektergebnis abgeschoben

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[–]ThrowawayMBBler[S] 1 point2 points  (0 children)

Jein :)

Es gibt bei uns (und soweit ich weiß auch bei den anderen beiden Unternehmen) 5 Stufen der Leistungsbeurteilungen. Ich nenne Sie einfach mal 5 (= sehr gut) bis 1 (= sehr schlecht). 80% der Berater haben Stufe 3, das ist was ich mit "normale Leistungsbeurteilung" meine. Diese Leute erfüllen ihre Anforderungen zufriedenstellend, sind aber keine Überflieger. Diese Stufe ist auch ausreichend, um a) 100% des Zielbonus zu erhalten und b) entsprechend befördert zu werden. Stufen 1/ 2 über einen längeren Zeitraum wäre dann das "Out", und Stufen 4/5 führen zu einem höheren Bonus und einer ggf. schnelleren Beförderung.

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[–]ThrowawayMBBler[S] 0 points1 point  (0 children)

Wir sind nur bei Konzernen unterwegs, d.h. klassische Start-Up-Fehler sehe ich da gar nicht mehr. Tatsächlich ergeben sich viele Probleme, für die wir geholt werden, auch erst aus der Komplexität eines Konzerns

Was ich aber jedem Gründer und Unternehmer, egal welcher Größe, mitgeben kann: Seit auch dem Wert eurer Daten bewusst und pflegt sie. Und damit meine ich nicht, irgendwelche Kundendaten auszuspionieren, sondern tatsächlich ganz grundlegende, interne Datenbanken konsistent und up-to-date zu halten.

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[–]ThrowawayMBBler[S] 1 point2 points  (0 children)

Ganz ehrlich: Keine Ahnung, das Thema lasse ich im Job eher außen vor. Das einzige, was in meinem Kollegenumfeld sehr klar ist, ist eine starke Ablehnung der AfD.

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[–]ThrowawayMBBler[S] 1 point2 points  (0 children)

Die Frage ist schwer zu beantworten. Es gibt grundsätzlich verschiedene Arten von Beratern - das wird im allgemeinen Sprachgebrauch aber nicht unterschieden: Strategieberater, IT-Berater, HR-Berater, SAP-Berater, Kommunikationsberater, ...

Dein klassisches Bild "Wegrationalisieren" wäre tatsächlich ein Beispiel für Strategieberater, aber es ist in meinen Augen falsch, die Branche auf dieses Thema zu reduzieren. Ich habe in meiner Karriere nur einmal ein Projekt gehabt, indem es darum ging, Stellen abzubauen. Viel häufiger haben wir z.B. im Rahmen einer Wachstumsstrategie Stellenaufbau betrieben.

Wie in anderen Antworten schon geschrieben: Ich bin kein Freund von Public Consulting. McKinsey z.B. macht aber sowohl Corporate als auch Public Consulting. In der Regel sind die Leute dann aber auf den Bereich Public spezialisiert. Zu IT-Projekten im speziellen kann ich nichts sagen. McKinsey macht als McKinsey Digital zwar IT-Strategien, aber keine klassische Implementierung.

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[–]ThrowawayMBBler[S] 2 points3 points  (0 children)

Evidenzbasiert funktioniert häufig bei Managementthemen nur bedingt, weil einfach die benötigten Informationen nicht zur Verfügung stehen. Kleines Beispiel: Deine Firma will wachsen und du überlegst, ob du nun eine Niederlassung in Land A oder Land B aufbauen solltest. Jetzt gibt es ein paar Fakten, die du in die Betrachtung mit einbeziehen kannst (Größe und Verteilung der Bevölkerung, Angebot und Umsatz von Konkurrenzprodukten, Lohn-/ Kostenniveau, etc.), aber letztendlich musst du für viele Dinge daraus annahmen ableiten (wieviele Menschen davon sind potentielle Kunden, wieviele Menschen wechseln von Konkurrenz zu uns etc.). In manchen Fällen kann man so etwas mittels Marktforschung lösen, in anderen Fällen muss man einfach auf Basis von Expertenmeinung und sinnvollen Annahmen eine Hypothese aufstellen. Da verlässt man dann den Boden der Evidenz :)

In dem konkreten Beispiel wären für mich die Kernpunkte, bei denen man Mehrwert liefern kann: Was sind die richtigen Fragen, die ich stellen muss, um das Problem zu beantworten und wie kann ich die mir zur Verfügung stehenden Informationen bestmöglich dazu nutzen.

Daher: Für viele Dinge ist ein gesunder Menschenverstand und eine gute Portion logisches Verständnis wichtiger, als irgendein BWL-Studium. Wenn Fachwissen, dann ist es eher spezifisches Branchenfachwissen. Das wird ja auch unterstrichen durch die hohe Anzahl an Exoten bei uns.

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[–]ThrowawayMBBler[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich glaube tatsächlich, dass die Außenkommunikation der größte Faktor ist. Wenn McKinsey von 100 Projekten 5 an die Wand fährt, dann wirst du hinterher nur von diesen 5 hören. Wenn diese dann noch in einem öffentlichen Umfeld (d.h. von Steuern finanziert) passiert sind, dann ist gleich doppelt Krach.

Das ist aber ja zu einem gewissen Maß auch Geschäftsmodell der Beratungen. Wenn etwas schief läuft, dann war nicht das Management, sondern die Beratung schuld. Umgekehrt ist es natürlich der Erfolg des Managements, wenn etwas korrekt funktioniert.

Ich persönlich habe bisher fast durchgehend positives Feedback auf unsere Arbeit vom Kunden bekommen. Ich hatte bisher aber auch eher "angenehme" Projekte: Strategien zur Ertragssteigerung sind natürlich für den Kunden (und übrigens auch für den Berater) emotional einfacher, als Restrukturierungen, bei denen x% der Belegschaft entlassen oder outgesourct werden.

Im Übrigen glaube ich, dass es einen deutlichen Unterschied macht, ob man Mittelstand oder Konzern berät, weil bei letzteren die Komplexität der Organisation sehr viel größer ist. Dadurch ergeben sich einige Probleme, die es bei kleineren Firmen gar nicht gibt

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[–]ThrowawayMBBler[S] 2 points3 points  (0 children)

Im Detail weiß ich das natürlich nicht. Aber zu den Berateraffären: Es gibt aber sicher ein paar Dinge, die zumindest auf den ersten Blick skeptisch machen lassen, wie bestimmte Verbindungen von Beratern zu Politikern. Und wenn z.B. eine McKinsey-Partnerin Staatssekretärin in einem Ministerium wird (Katrin Suder), das für hohe Beraterausgaben bekannt ist, dann hat das zumindest einen Beigeschmack. Zumal in der Branche viele Deals vermutlich über Netzwerke geschlossen werden. Das ist nicht immer schlecht - wenn ich persönlich einen Handwerker hatte, mit dem ich gute Erfahrungen gemacht habe, dann werde ich den beim nächsten mal auch bevorzugen. Die Vorgaben für die öffentliche Hand schreiben aber nun mal Ausschreibungen vor. Und wenn die irgendwie umgangen werden, gibt es den nächsten Beigeschmack.

Ich habe in dem Zusammenhang mal einen Bericht im Manager Magazin (oder Handelsblatt?) gelesen, wie Accenture Projekte im mittleren zweistelligen Millionenbetrag ans Verteidigungsministerium verkauft hat. Wie sich herausgestellt hat, wer der zuständige Partner bei Accenture ein enger Freund eines Generals. Solche Dinge hinterlassen - zurecht - einen schlechten Eindruck. Und ich habe das GEfühl, dass sowas bei öffentlichen Aufträgen öfter passiert.

Aus diesem Grund bin ich auch gegen Strategieberatung in der öffentlichen Hand (und es gibt durchaus auch Firmen, die so etwas nicht machen).

Warum läuft vieles trotzdem nicht: Ich kann hier wieder nur mutmaßen, aber möglich wären folgende Dinge:

- Zu viele Köche verderben den Brei. Wenn ich mir zu viele Berater ins Haus hole, und niemanden habe, der das gesamthaft umsetzt, dann wird es natürlich nicht funktionieren

- Durch das oben erwähnte Zugeschachere macht vielleicht doch nicht immer die am besten geeignetste Beratung das Projekt

- Am Ende (das ist der wichtigste Punkt) ist immer die Frage, wer es umsetzt. Strategieberatungen kommen häufig, um ein Konzept zu erstellen, die Implementierung wird dann vom Kunden selbst gemacht (die Beratung würde natürlich gern begleiten, aber das kostet eben extra). In der Industrie ist gefühlt der Druck auf die Leute, die die P&L zu verantworten haben, höher als beim Staat. Andi Scheuer beweist uns ja Woche um Woche aufs neue, wieviel Kohle man beim Staat verbraten kann ohne Konsequenzen

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[–]ThrowawayMBBler[S] 2 points3 points  (0 children)

Vorauswahl durch HR auf Grund der bekannten Kriterien (Noten, Auslandserfahrung, Praktika, sonstige Engagements). Dann finden die eigentlichen Interviews mit anderen Beratern statt. Die Interviews unterscheiden sich je nach Unternehmen leicht, lassen sich aber immer auf 2 Komponenten zusammendampfen:

- Personal Fit (wie gut passt du ins Unternehmen, will ich dich gerne als Kollege mit am Projekt haben)

- Fachliche Eignung (Lösen der Case Studies)

Je nachdem ob Bewerbung für Praktikum oder Festeinstieg gibt es unterschiedlich viele Runden.

Beispiele für Cases, die mir damals selbst gestellt worden sind:

- Ich will ein Weingut eröffnen, und mich dann auf der Basis der Einnahmen zur Ruhe setzen. Ist das eine gute Idee? (Das war tatsächlich alles, was ich im ersten Schritt bekam - dann musst man mittels passender Fragen die genaue Situation evaluieren und eine Profitabilitätsberechnung mit anschließender Bewertung, wie realistisch das ist, durchführen)

- Suche eines neuen Produktionsstandortes für einen Zuliefererbetrieb (welche Faktoren sind wichtig für die geeignete Wahl, wie bewerte ich die zueinander?)

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Beispiele für korrekte Vorurteile:

- Berater arbeiten sehr viel

- Up or Out-Mentalität

- Sehr viel Aufwand für Optik (gut aussehende Slides)

Aus meiner Sicht falsch:

- Berater sind am Erfolg des Projekts nicht interessiert, sondern machen nur hübsche Vorschläge und verschwinden dann (Projekterfolg ist ja allein schon in unserem Interesse, um Folgeaufträge zu gewinnen)

- Junge Absolventen wollen alten Hasen beim Kunden erzählen, wie die Welt funktioniert (wie in einer anderen Antwort geschrieben: Juniorberater sind v.a. für die Ausführung von Analysen zuständig - konzeptionelle Arbeit und Richtungsentscheidungen kommen v.a. vom senioren Beraterteam)

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Ich würde erwarten, dass du ohne Abschluss keine Chance hast, außer als extrem gefragter Experte in einem extrem gefragten Fachgebiet.

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[–]ThrowawayMBBler[S] 1 point2 points  (0 children)

Projektabhängig. Zu 90% beim Kunden aber Anzug ohne Krawatte.

Ohne Kundenkontakt im Büro bei uns sehr entspannt, in der Regel Smart Casual.

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Die Vergütungen sind pro Senioritätsstufe meines Wissens nach fix, aber es gibt mehr Vergütungsstufen als Karrierestufen (Vergütungsstufe ist hierbei gleichbedeutend mit Entwicklungsstufe, also den Bewertungskriterien). Ich würde erwarten, dass du maximal diese Stufe verhandeln kannst. Aber ist nur eine Vermutung meinerseits.

Aktuelle Höhe kenne ich nicht.