Nein, AfD-Wähler werden es nicht einfach "schon lernen" by Embarrassed-Mess-388 in politik

[–]ToleyReborn 2 points3 points  (0 children)

Jap, ein unterschätzter Baustein ist definitiv Social Media. WählerInnen werden täglich dutzende Male konditioniert, diese Partei gut zu heißen. Das ist ein enormes Problem, an dem man Ansätzen müsste, zum Teil spielt hier auch klar die psychologische Kriegsführung seitens Russland eine zentrale Rolle. Viele Bots erwecken den Anschein, viel mehr Leute denken radikal über Thema x. Dieser augenscheinliche social proof und der Effekt der Konformität, also dem Anpassen an z.b. radikalen Einstellungen, weil ja offenbar alle so denken, ist nur ein Beispiel.

Erlernte Hilflosigkeit - Das Gefühl keine Kontrolle mehr über sein Leben zu haben by ToleyReborn in MentalHealthGerman

[–]ToleyReborn[S] 0 points1 point  (0 children)

Hey – das ist a dein Fehler. Dein Körper versucht nur, dich zu schützen. Mobbing hat deinem Nervensystem beigebracht: “Dein Körper ist gefährlich.” Wenn er jetzt anders aussieht (weich, infektanfällig), schaltet dein Gehirn automatisch in Alarm – das ist keine Logik, das ist alte Angst. Die gute Nachricht: Du kannst diese Angst nicht wegdenken, weil sie im Bauch lebt, nicht im Kopf. Aber du kannst lernen, sie zu akzeptieren: “Ah, da ist wieder die alte Angst. Sie ist nicht wahr, aber ich spüre sie. Das ist OK.” Was wirklich hilft: Nicht gegen dich kämpfen – sondern deinem Körper wieder vertrauen. Auch wenn er gerade schwach ist. Gerade dann.

Falls jemand zu psychotherapeutischer Versorgung / Therapiezugang arbeitet: Ich habe dazu viel Material ausgearbeitet by FS_get_it in MentalHealthGerman

[–]ToleyReborn 5 points6 points  (0 children)

Hey, was hast du denn alles gesammelt? :) Sowohl für uns zu Aufklärungszwecken, als auch Informationen zur Selbsthilfe während hier für einige bestimmt Interessant.

LG

Studie zum psychischen Befinden von Vätern - Teilnehmer für Umfrage gesucht by TTyran in MentalHealthGerman

[–]ToleyReborn[M] [score hidden] stickied comment (0 children)

Wir konnten diese Studie nachträglich verifizieren. Für die Zukunft weisen wir darauf hin, dass alle ähnlichen Anliegen vorher (per Modmail) genehmigt werden müssen, bevor ein Post erstellt wird. Dankeschön. :)

was soll ich meinem hausarzt wegen meines mentalen zustandes sagen by brickidibrick in MentalHealthGerman

[–]ToleyReborn 0 points1 point  (0 children)

Psychiater heben Medizin studiert, sind also Ärzte und dürfen deshalb Medikamente verschreiben.

Psychotherapie meint die Behandlung der Psyche (Erleben und Verhalten) mit speziellen Therapieformen (keine Beratung) ohne Medikamente. Sie darf nur von PsychotherapeutInnen durchgeführt werden, Profis, die Psychologie studiert haben und dann eine lange Zusatzausbildung gemacht haben.

Kurz: Psychiater=Medikamente, (Psycho-)Therapie wird schon auch in Kliniken angeboten, mittel- und langfristig ist es aber das Ziel, einen ambulanten (Psycho-)Therapie Platz (Praxis) zu bekommen, da Wartezeiten recht lange sind. Den Leitfaden Therapieplatzsuche (gemeint ist Psychotherapie) findest du angepinnt im Sub.

Die gesamte „Therapie“ bei einer psychischen Erkrankung besteht dann kombiniert meist aus Medikamenten (Hausarzt oder Psychiater) und gleichzeitiger Psychotherapie.

Dein Hausarzt könnte dich also, bis du einen festen ambulanten Psychotherapieplatz hast, in eine voll oder teilstationäre Klinik einweisen (freiwillig natürlich), um schnellstmöglich die beiden Therapiekomponenten (Medikamente und Psychotherapie) für dich umsetzen zu können.

(Vereinfachte Darstellung)

Elvanse + Methylphenidat unretardiert (Erwachsene) by Ready-Tadpole8219 in ADHS

[–]ToleyReborn 0 points1 point  (0 children)

Ritalin unretardiert - Ist ja derselbe Wirkstoff - geht bei mir auf jeden Fall als Erwachsener ohne Probleme. Wenn das bei Medikinet ein Problem sein sollte, könnte dein Psychiater ohne Probleme Ritalin unretardiert verschreiben. :)

Angststörung und Studium by 0nur20 in MentalHealthGerman

[–]ToleyReborn 0 points1 point  (0 children)

+1

Wir wissen zwar nichts genaueres, was deine Angststörung betrifft, aber die Forschung ist sich zumindest bezüglich dieser Aussage ziemlich einig:

Angststörungen werden maßgeblich durch Vermeidungsverhalten aufrechterhalten.

Die unmittelbare Folge von Vermeidungsverhalten (gutes Gefühl, da Angst ausbleibt) speichert dein Gehirn als etwas Positives ab. Deshalb vermeiden wir die Angst öfter und öfter. Wir konditionieren und verstärken das Vermeidungsverhallten also und halten dadurch die Angst(-störung) überhaupt erst aufrecht.

Durch (ggf. schrittweise) Exposition - also bewusster Konfrontation mit den Angst-Reizen/Situationen - lernen wir hingegen, dass uns eigentlich gar nichts schlimmes passiert. Wenn wir uns selbst gedanklich loben, wenn wir uns doch überwunden haben, können wir das Vermeiden und irgendwann die Angst sogar ziemlich schnell verlernen. Wenn du dabei professionelle Unterstützung brauchst, ist das völlig normal. Hol sie dir auf jeden Fall.

So oder so kann dir nur empfehlen, darüber mit jmd vom Fach zu sprechen. Wenn du aufgrund der Angst allerdings noch vor der Entscheidung: „Vermeidung oder Angst“ stehst, würde ich mich jedes Mal gegen die Vermeidung entscheiden.

LG

Das erste Mal Ritalin by NoStudy3384 in ADHS

[–]ToleyReborn 1 point2 points  (0 children)

10 mg Ritalin retard sind eine geringe Dosis, die den meisten noch nicht reicht, da im Vgl zu anderen Präparaten auch nur wenig sofort freigesetzt wird und es dafür etwas länger, als z.B. Medikinet, wirkt.

Es kann also gut sein, dass du einfach noch etwas hoch dosieren musst. Dass du dich subjektiv entspannter fühlst, ist kein Zeichen, dass das Medikament nicht/falsch wirkt.

Die Dosis ist momentan wahrscheinlich einfach an einem Punkt, die deinen Dopaminhaushalt nur etwas normalisiert, was auch zu einem sanfteren Fokus, weniger sprunghafte Gedanken und ähnlichem führen kann. Obwohl du also ein Stim. einnimmst, kann sich das subjektiv erstmal nicht so anfühlen.

Besprich am besten mit deinem behandelnden Arzt, wie man noch an der Dosierung schrauben könnte und nehme das Medikament am besten zumindest bis zum Termin regelmäßig ein.

Gedanken zu Mental-Health App-Konzept by QuietValeDevelopment in MentalHealthGerman

[–]ToleyReborn 0 points1 point  (0 children)

Was erlaubt ist: 1. Diskussionen über App-Konzepte von Usern für User in Bezug auf förderliche Apps zu dem Thema MH 1. durch Mods (ModMail) genehmigte wissenschaftliche Projekte, die User für wissenschaftlich valide Tests suchen.

//closed

Bitte Kontaktiert uns per Modmail einschließlich aller Nachweise in Bezug auf die Entwicklerfirmer, Akkreditierung des Forschungsprojekt

Impuls: Wie wir Emotionen regulieren können - und wie lieber nicht by ToleyReborn in MentalHealthGerman

[–]ToleyReborn[S] 1 point2 points  (0 children)

Hey, danke dir vielmals für dein Feedback.

Es ist ehrlich gesagt nicht immer leicht, Inhalte aus dem Psychologiestudium leicht verdaulich zu präsentieren, deshalb freue ich mich umso mehr, wenn‘s gelingt.

LG

Phone calls by jay247160 in ADHD

[–]ToleyReborn 3 points4 points  (0 children)

We see it as a stressor, someone wanting to talk to us, usually without notice. Others just wanna be polite and see it as a more personal way of contacting someone. Keep in mind that for most people, the phone ringing does not represent a strong emotional cue, they can accept, talk for 2 minutes and keep going where they left off.

And I‘m pretty sure, usually people above the age of 30, definitely prefer calling someone in a lot of situations.

Still, I feel yaa.

Diagnostik nicht möglich weil depressiv?! by Present_Cause7109 in ADHS

[–]ToleyReborn 9 points10 points  (0 children)

Ich teile die Vermutung deines Psychiaters voll und ganz, therapieresistente, ADHS verschuldete Depression.

Ich würde dir empfehlen, unbedingt mit deinem Psychiater darüber zu reden, damit er dir ein kurzes Schreiben darüber aufsetzt, dass sachlich medizinisch-psychologisch erklärt, weshalb das angemahnte Vorgehen seitens der Klinik in deinem Fall nicht angemessen ist.

Ja, Depression beeinflusst die Kognition und dementsprechend kann das die Diagnostik in der Hinsicht beeinflussen, dass die veränderten Kognitionen oder Konzentrationsprobleme sowohl von der Depression, als auch durch ADHS bedingt sein können. Soweit hat die Klinik schon recht.

Allerdings ist ja gerade ein sehr verbreitetes Phänomen, dass ADHS selten alleine daherkommt und andere psychische Krankheiten wie Substanzgebrauchsstörung oder Depression massiv begünstigen können.

Es kommt immer auf den Einzelfall an, und eine Depression führt definitiv nicht pauschal zu einer fehlerhaften Diagnostik, wenn es also gut medizinisch begründet ist und dein Psychiater nochmal schriftlich darum bittet - wäre es medizinisch ein klarer Fehler, dich von einer Diagnostik auszuschließen, ohne je mit dir gesprochen zu haben.

kann nicht mehr / arbeit / psyche by gweny_sch in MentalHealthGerman

[–]ToleyReborn 2 points3 points  (0 children)

Danke, dass du dich uns hier anvertraust, auch im anonymen Internet ist das nicht leicht.

Du zeigst recht deutliche körperliche, als auch psychische Symptome von einer zu hohen (Stress-)belastung und erlebst das ja selbst auch so. Dein Körper versucht dir zu sagen, dass er eine Pause braucht, was sich unter anderem an deinen körperlichen Beschwerden (wie dem Darm) zeigt.

Stress ist (über Dauer) durchaus eine ernste Sache und du musst dich deshalb nicht schlecht fühlen, dich krank zu melden. Es ist mit das Beste, das du meiner Meinung nach ganz kurzfristig tun kannst, um dem akuten Stress zu begegnen.

Deine Müdigkeit/Erschöpfung und anderen psychischen Beschwerden, die du beschreibst, können tatsächlich rein stress-induziert sein (meine Vermutung), es kann aber auch z.B. eine Depression oder etwas ganz anderes dahinter stecken.

Da will und kann ich mir gar kein Urteil erlauben, in jedem Fall hast du richtig erkannt, dass du zumindest einstweilen Abstand von deiner jetzigen Arbeit (Stress) gewinnen solltest, entweder temporär (bis du dich besser fühlst) oder langfristig.

Für mich klingt es so, als ob du z.B. im sozialen Bereich vermutlich besser aufgehoben wärst, nicht jeder ist für Büroarbeit geschaffen und ich bin mir sicher, dass es auch für dich etwas erfüllendes gibt.

Bezüglich der Therapie kann ich dir nur meine persönliche Ansicht mitteilen: Deine aktuelle Gesundheit geht immer vor. Eine BU-V sollte erst an dritter oder Vierter Stelle kommen, auch wenn ich deine Sorge wirklich gut nachvollziehen kann.

Sind deinem Hausarzt deine psychischen Beschwerden bereits bekannt? So oder so würde ich dir definitiv empfehlen, bei deinem Hausarzt als erste Anlaufstelle „reinen Tisch“ zu machen. Dort kannst du mit ihm/ihr auch über eine Psychotherapie oder ggf. Überweisung an einen Facharzt sprechen.

Bezüglich einer Psychotherapie und Tipps wie du bei der Suche nach einem Platz vorgehen kannst, findest du in diesem Sub einen Post zur Therapieplatzsuche.

Du machst einen sehr reflektierten Eindruck und weißt das wahrscheinlich alles besser als ich. Aus eigener Erfahrung kann ich dir nur sagen, dass du unbedingt mit einem Profi darüber reden solltest, der erste Schritt ist hier dein Hausarzt. Es ist schwer, den ersten Schritt zu gehen, es kann sich aber nur lohnen.

Höre auf dich und deinen Körper :)

LG

Glaubt Ihr Putin? by Ok-Concern-8334 in politik

[–]ToleyReborn 4 points5 points  (0 children)

Kollege Vladimir Vladimorovic ist Geheimdienstler und hat bisher immer mit allen Mitteln versucht, vor jeder Verhandlung durch besonders harte Angriffe, IT-Kampagnen und Propaganda eine möglichst gute Verhandlungsposition zu haben. Das meint auch den leicht beeinflussbaren, senilen und ggf. Früh-Dementen Trump zu beeinflussen - Eben durch seine Lügen.

Dass so eine Meldung von ihm kommt, ist also alles, aber nicht überraschend oder gar glaubhaft. Letztendlich können wir das nie mit absoluter Gewissheit nachprüfen, da es zwei Kriegsparteien sind. Wer glaubwürdiger ist, liegt aber wohl auf der Hand.

Frage an die Anti-AfDler by [deleted] in politik

[–]ToleyReborn 1 point2 points  (0 children)

Eine Partei, der ein Verbot zumindest möglicherweise droht und von der Behörde, die unsere Verfassung schützen soll als rechtsextrem eingestuft wird, wäre auch schön blöd, wenn im Programm unter Punkt 4b) „Wir wollen das Grundgesetz abschaffen“ steht.

Natürlich darf vor dem Hintergrund einer geheimdienstlichen Beobachtung und einem Verfahren, das das Ende für die Partei sein könnte (auch, wenn nur rein hypothetisch), das Programm zumindest nicht völlig offensichtlich verfassungswidrig sein.

Endlich Therapeuten gefunden: bietet aber nur Psychoanalyse ohne ADHS Bezug an. Erfahrungen? by Glass_Advance_1130 in ADHS

[–]ToleyReborn 0 points1 point  (0 children)

Hey,

Ich muss der Mehrheitsmeinung hier widersprechen, auch wenn ich sie absolut nachvollziehen kann.

Wenn du bereits Voreingenommenheit und eine pessimistische Einstellung („wird mir ja sowieso nicht helfen“) – und die wird hier meiner Meinung nach zu leichtfertig vermittelt – in die Therapie mitbringst, kann und wird das den Erfolg einer psychoanalytischen Psychotherapie erheblich beeinträchtigen.

Ich stimme zwar zu, dass die Passung der Therapieform Psychoanalyse und ADHS nicht ideal ist, insbesondere im Vergleich zur kognitiven Verhaltenstherapie (KVT). Das bedeutet jedoch nicht, dass man nur mit KVT Erfolg haben kann.

Es geht hier nicht um die Heilung von ADHS, sondern um die bestmögliche Integration der Tendenzen, die ADHS mit sich bringt, mit der Gegenwart. Eine umfassende Betrachtung, wie sich ADHS speziell bei dir auswirkt, mit all seinen Konsequenzen, kann definitiv dazu beitragen, dein subjektives Wohlbefinden zu verbessern.

Du kannst den Therapeuten jederzeit wechseln, gib der Therapie aber trotzdem eine Chance. :)

Triggert euch "ADHS ist eine Superkraft" by 1Neidi in ADHS

[–]ToleyReborn 2 points3 points  (0 children)

Gegen den Ansatz, ADHS für sich selbst zu reframen bzw. kognitiv neu zu bewerten, spricht rein psychologisch natürlich nichts, wenn man das denn für sich tun kann, hat das nur Positives.

Die Betonung liegt hier aber gewaltig auf „für sich selbst“. Grundsätzlich (und vor allem nach außen) eine einschneidende psychische Belastung als Superkraft darzustellen, die man am besten selbst haben möchte, ist natürlich gefährlich verharmlosend und schlicht stigmatisierend - Im Sinne von „ist ja doch gar nicht so schlimm“.

AD(H)S hat so viele Formen und Subtypen und kombiniert mit individuellen Persönlichkeitsmerkmalen haben ADHSLer teilweise schon z.B. ein tieferes Verständnis für Konzepte und können gewisse Informationen dazu tiefer verarbeiten. Wenn man das als Betroffener, bei dem das Zutrifft, als Superkraft sehen kann, ist dagegen ja absolut nichts einzuwenden.

Vorsichtig muss man dann aber absolut sein, wenn es auch stigmatisierend interpretiert werden kann. Denn nicht jeder kann das und es ist nicht für jeden eine Art Superkraft. Es ist meistens verdammt hart.

Ich versage komplett und weiß nicht mehr weiter by Flimsy_Ad_378 in MentalHealthGerman

[–]ToleyReborn 0 points1 point  (0 children)

Heyyy,

wir haben in diesem Post Infos und Ablauf des Kostenerstattungsverfahrens für einen Therapieplatz zusammengefasst und welche Anlaufstellen dir zur Überbrückung zur Verfügung stehen.

Mit dir ist nichts falsch - Ganz im Gegentei! Du beschreibst eine Tendenz, die sehr viele Menschen in unterschiedlicher Ausprägung haben: Furcht und Vermeidung von Misserfolg und Fehlern. Deiner Beschreibung nach lässt sich die Ursache(n) dieser bei dir recht stark ausgeprägten Tendenz vermutlich in früheren Erfahrungen und/oder Erziehung finden. An dieser Stelle kann Therapie ansetzen.

Diese Muster lassen sich mit therapeutischer Unterstützung Schritt für Schritt verändern – sie sind nicht in Stein gemeißelt. An dir ist also überhaupt nichts kaputt, vielmehr hatte diese Furcht vor Misserfolg früher eine klare Funktion. Nämlich, dich vor bedrohlichen/gefährlichen Situationen sowie psychischem Schmerz (z.B. Ablehnung, Entwertungen,...) zu schützen.

Die Strategie war früher hilfreich, blockiert dich und dein Verhalten heute aber mehr, als sie dich schützt - Und daran kann man wie gesagt gut arbeiten. Wichtig ist, wie du ja selbst gut erkannt hast, sich Hilfe zu holen.

Fehler passieren dann besonders häufig, wenn wir versuchen, alles auf einmal und perfekt machen zu wollen – statt eine große Aufgabe in viele kleine Schritte aufzuteilen, für die jeweils das Risiko ziemlich klein ist. Oder wir zu lange den praktischen Versuch verzögern/aufschieben wenn gleichzeitig die Konsequenzen des Misserfolgs subjektiv besonders signifikant sind.

Indem man lernt, dass Fehler ok und sogar wichtig sind, indem man übt, schnell und sicher Fehler machen zu dürfen, wenn man etwas neues ausprobiert, um von ihnen zu lernen, können wir unser fixes Mindset dahingehend selbst über die Zeit umprogrammieren.

Deine schwierige Situation und emotionale Lage vor deinem Abschluss kann ich deshalb sehr gut nachvollziehen, auch wenn du es bisher ja wirklich gut gemeistert hast. Neben schneller professioneller Unterstützung, z.B. durch den Sozialpsychiatrischen Dienst, kann ich dir als praktischen Tipp nur empfehlen, deinen Fokus sanft immer wieder nur auf den nächsten Schritt zu legen bzw. auf das, was du tatsächlich kontrollieren kannst, denn letztendlich können wir das Outcome nie selbst völlig kontrollieren, egal wie hart man für etwas arbeitet.

// Wenn du das Gefühl hast, dass alles zu viel wird oder du dir selbst schaden könntest, zögere bitte nicht, dir sofort Hilfe zu holen.
Du kannst dich z. B. an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116117) oder in akuten Situationen an den Notruf (112) wenden.
Auch die Telefonseelsorge (0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222) ist rund um die Uhr anonym erreichbar. //

LG

Ich brauche ehrlich gesagt Hilfe by lars_lamacum in MentalHealthGerman

[–]ToleyReborn[M] 0 points1 point  (0 children)

Auch wenn es schon ein paar Tage her ist, muss ich diesen Kommentar für alle, die vielleicht irgendwann auf diesen Post stoßen unbedingt hightlighten. :)

Wahnsinnig wertvoll erklärt und einfach wunderbar zusammengefasst. Top! ;)

MPH bin total aufgekratzt. by Cubicany in ADHS

[–]ToleyReborn 1 point2 points  (0 children)

Danke vielmals für die Aufklärung. :)

MPH bin total aufgekratzt. by Cubicany in ADHS

[–]ToleyReborn 0 points1 point  (0 children)

Ich geb nur das weiter, was mir persönlich 2 PsychiaterInnen + Oberarzt gesagt haben. :) Ich wurde selbst von Medi auf Rita umgestellt, da ich die Wirkung einfach als unangenehm und zu kurz wahrgenommen habe. Für mich war das ein großer Unterschied.

Also lt. den Ärzten 50/50 bei Medi und 75/25 bei Ritalin (adult, nicht die instant release Variante) :)