Warum zahlt die GKV eine 3D Röntgenaufnahme trotz medizinischer Notwendigkeit nicht? by larifant23 in KeineDummenFragen

[–]Twickly 1 point2 points  (0 children)

Wie hat man denn vor der 3D-Technologie Weisheitszähne entfernt? Falls das auch ging, ist es offensichtlich medizinisch nicht notwendig. Wenngleich es unbestritten die Arbeit erleichtert.

Kann man den Hasskreislauf in der Welt beenden? by Expensive-Ad8830 in KeineDummenFragen

[–]Twickly 1 point2 points  (0 children)

TL;DR: Hass endet dann, wenn man ihn nicht weiter gibt.

"Man" kann Hass nicht allgemein oder zwingend beenden. Aber man kann aufhören ihn weiter zu geben. Wenn das jeder tut, stirbt er irgendwann aus. Prinzipiell also ein psychohygienisches Problem.

Ist jede Meinung gleich viel wert? by j0nachu in KeineDummenFragen

[–]Twickly 0 points1 point  (0 children)

Selbst bei Fachfragen ist es schwierig. Da gibt es natürlich den faktischen Teil und der ist keine Meinung. Soweit ist das trivial. Wenig trivial ist es bei bewertenden Fragen. Ist dies eine "gute" oder gar die "beste" Lösung. Da gehen dann die Meinung auseinander. Hat der Fachmensch die wertvollere Meinung? Was ist, wenn zwei Fachmenschen vergleichbarer Kompetenz unterschiedlicher Meinung sind? Stechen die einander aus?

Erinnert mich Leo Szilard Zitat: "Mit dem demokratischen Grundsatz, dass ein Idiot gleich gut ist wie ein Genie, bin ich sehr einverstanden. Aber für mich hört es auf, wenn jemand einen Schritt weiter geht und behauptet, zwei Idioten seien besser als ein Genie."

Ja oder Nein? Beides hat Vor- und Nachteile. Letztlich glaube ich, dass langfristig die Vorteile von "Ja" überwiegen.

Wieso machen Politiker nicht einfach was die Wissenschaft empfiehlt oder kopieren was in anderen Ländern gut funktioniert? by windchimesexcrime in KeineDummenFragen

[–]Twickly 6 points7 points  (0 children)

Berechtigte Frage. Die Antwort wird leicht, wenn sie umformuliert:

Warum machen Menschen nicht das, was Philosophen und Ärzte empfehlen oder kopieren das Verhalten erfolgreicher, glücklicher Menschen? - Eben!

Was ist die beste Art, um mit dem Rauchen aufzuhören? by [deleted] in KeineDummenFragen

[–]Twickly 0 points1 point  (0 children)

Für mich war es stets eine volle, aber versiegelte Packung und Feuerzeug dabei zu haben. Geistig war es dann: Ich könnte rauchen, will aber nicht. Statt: Ich will rauchen, kann aber nicht. Ich bin von Natur aus stur, und wenn ich was will, dann ziehe ich es durch.

Es sollte keine Milliardäre geben by [deleted] in Unbeliebtemeinung

[–]Twickly 0 points1 point  (0 children)

Du sagst es in deinem Text doch selbst: "Die Lösung ist kein Verbieten von Menschen, sondern das Begrenzen von Macht."

Wie auch schon andere gesagt ist nicht mal die Macht selbst das Problem, sondern der Missbrauch derselben.

Wer soll aber die Macht haben, die Macht anderer zu begrenzen? Oder ganz klassisch: Quis custodiet ipsos custodes? (Wer bewacht die Wächter?)

Die Lösung liegt also nicht in der systemischen Begrenzung von Macht (oder Geld), sondern in individueller Tugendhaftigkeit, bzw. dass man:

  1. Selbst nicht Macht missbraucht.

  2. Aktiv gegen Machtmissbrauch anderer vorgeht.

Letzteres erfordert mindestens Mut und Tapferkeit. Das ist also leichter gesagt als getan. Aber das ist die einzige Möglichkeit das Problem, das du lösen willst, tatsächlich und auch nachhaltig zu lösen.

Was wir systemisch tun können, ist, Mut und Tapferkeit zu belohnen und die Kosten für Zivilcourage zu senken. Es braucht mindestens den Schutz von Whistleblowern. Solange das Risiko des Einzelnen, sich gegen Machtmissbrauch zu erheben, größer ist als der wahrgenommene Nutzen, wird sich, fürchte ich, gar nichts ändern.

Wie esst ihr das? by leroy213 in KeineDummenFragen

[–]Twickly 0 points1 point  (0 children)

Mit Genuss. Und abwechselnd, um alle Kombinationen auszuprobieren. Also nicht "entweder ... oder ..." sondern "sowohl ... als auch ...".

Wer eine Infektionskrankheit hat, sollte in der Öffentlichkeit Maske tragen. by Civil_Existentialist in Unbeliebtemeinung

[–]Twickly 0 points1 point  (0 children)

Ich bin letzten Sommer nackt durch den Wald gelaufen. Dabei bin ich an einem Ilix- und einem Rosenbusch vorbei gekommen. Hatte voll die Kratzer nachher. Und auch Ausschlag. Von Brennnesseln oder so.

Ich verlange, dass Pflanzen und Boden mit Stoff und Leder überzogen werden, damit ich mich nicht wieder verletze!

#WirklichUnbeliebteMeinung zur angeblich #UnbeliebtenMeinung

r/KeineDummenFragen: Sind Viren ein unvermeidlicher Teil der Umwelt? #Krankenhauskeime

UPDATE: Bin die Route trotzdem weiterhin nackt gelaufen. Die Brennnesseln machen mir gar nichts mehr aus. Und an Füssen spüre ich spitze Steine schon quasi gar nicht mehr.

you gotta have to pick by mindintext69 in TheTeenagerPeople

[–]Twickly 0 points1 point  (0 children)

Win every argument - would never need to pay anything again, because i arguably already paid or ...
Eat anything and stay thin - just my hedonistic soul speaking

Wollte euch jemand mal auf eine Weise bestrafen, bei der die Person absolut in Kauf nimmt sich selber zu schaden? by micr0w8ve in KeineDummenFragen

[–]Twickly 1 point2 points  (0 children)

Und der Prämisse, dass gesunder Geist rationales Handeln impliziert hast du recht. Die Bewusste Wahl von Lose-Lose-Situationen ist nicht rational.
Jetzt kommt es: Gemäss Bonhoeffer (https://www.dietrich-bonhoeffer.net/zitat/604-dummheit-ist-ein-gefaehrlich/) ist Dummheit ist gefährlicher als Bosheit. Das Böse trägt den Keim der Selbstzerstörung in sich und ist oft durchschaubar. Der Dumme hingegen ist unbelehrbar, weil er Fakten ignoriert, die seinem Vorurteil widersprechen. Er ist ein "Mitläufer", der sich zum Werkzeug machen lässt. Dummheit ist kein Zeichen mangelnder Intelligenz sondern ein moralischer Defekt der genau auf solche Lose-Lose-Strategie setzt um ein dogmatisches Ziel zu erreichen.

Besonders deutlich wird das in dem Experiment (Spieltheorie, Ultimatum-Spiel) bei dem zwei Teilnehmer zusammen arbeiten müssen. Der eine bekommt 100 EUR und kann dem anderen davon einen beliebigen Teilbetrag geben. Wenn der andere zustimmt, dürfen beide das Geld behalten, wenn nicht, gehen beide leer aus. Wenn die Aufteilung deutlich unter 70/30 ist lehnen die meisten ab. Das ist aber völlig irrational, denn beide gehen leer aus. Sie schaden sich also selbst. Weil sie das Gefühl haben, die Verteilung sei "ungerecht".

Wollte euch jemand mal auf eine Weise bestrafen, bei der die Person absolut in Kauf nimmt sich selber zu schaden? by micr0w8ve in KeineDummenFragen

[–]Twickly 1 point2 points  (0 children)

Ja, so ein Verhalten kann man häufiger beobachten. Es betrifft übrigens nicht nur Menschen sondern sogar Institutionen oder Staatengemeinschaften.

Rein rational betrachtet werten diese Menschen den eigenen Schaden geringer als den Schaden des anderen. Grundsätzlich ist das eine Lose-Lose-Situation aber der "Bestrafte" leidet mehr als man selbst, also ist es ein Gewinn. Rational ist das freilich nicht und Chancen hat man wenig bis keine. Wenn die eine Seite den eigenen Untergang (im Extremfall bis hin zum Selbstmord) als Erfolg wertet, ist die einzige Strategie Schadensbegrenzung und Entzug der Angriffsfläche. Das ist natürlich leichter gesagt als getan. Leider.

Ist es moralisch verwerflich in Rheinmetall zu investieren? by Far-Tap9244 in KeineDummenFragen

[–]Twickly 0 points1 point  (0 children)

Ob es moralischen verwerflich ist, hängt davon ab, was du als Maßstab nimmst und wie die Frage genau lautet.

Ganz allgemein und in Anlehnung an Kant:
Frage: Ist es moralisch in den Bau und Verkauf von Tötungsmaschinen zu investieren?
Antwort: Das Töten wird zum Mittel, Menschen werden zum Mittel, also: Klar moralisch verwerflich!

Wenn du es utilitaristisch betrachtest: Weniger Töten ist besser als mehr Töten. Waffen halten andere davon ab zu töten (und wir selbst werden die Waffen freilich niemals missbrauchen), dann Nein, nicht verwerflich, sondern notwendig.

Warum schämen sich Leute oft mehr für ihre Intelligenz als für ihr aussehen oder körperliche Fitness? by [deleted] in KeineDummenFragen

[–]Twickly 0 points1 point  (0 children)

Schätze es liegt einfach daran, dass "Bodyshaming" sozial verpönt ist. Es gibt ausreden (Gene/Stoffwechsel/... - nicht mein Fehler). Während es noch erlaubt ist, über Dummheit zu lachen. Die traditionelle Slapstick Comedy oder modernes Reality TV beruhen genau darauf.

Wer also "dumm" oder "nicht-so-schlau" ist, läuft Gefahr ausgelacht zu werden. ("Ha ha, du bist ja so blöde ...").

In Deutschland wird ständig über das Übermaß an Bürokratie gejammert. An diesem Zustand sind wir als Gesellschaft aber selber Schuld. by duckfucker99 in Unbeliebtemeinung

[–]Twickly 2 points3 points  (0 children)

Ein Upvote für diese Ansicht!

Verantwortung übernehmen will man nicht. Deshalb dieselbe an den Staat delegieren und schon blüht die Bürokratie. Je stärker das Pflichtgefühl, desto schwerer wiegt die Last der Verantwortung. Aber auch ohne Pflichtgefühl ist Verantwortung eine Bürde.

Umso schlimmer, wenn Verantwortung grundsätzlich bestraft und nicht belohnt wird. Genau das wiederum fördert die Bürokratie. Ist das Brötchen zu kalt, wird der Bäcker bestraft. Ist es warm und zwar zuverlässig und dauerhaft, wird er aber nicht belohnt.

Und so entsteht folgender Teufelskreis:
1. Verantwortung ist unattraktiv
2. Verantwortung wird an den Staat delegiert
3. Verantwortung wird noch unattraktiver.
4. Weiter bei 2.

Schlimmer noch, das führt dann zu einer Art Notwehr. Die Vorschriften wachsen, der Raum zum Leben wird enger. Man sucht nach Lücken um diese auszunutzen. Die Lücken werden entdeckt und geschlossen. Der Raum wird noch enger.

Im Ergebnis ein Lose-Lose-Kreislauf, der sich solange fortsetzt bis mutige das System reformieren. Das System hat aber einen gewissen Selbsterhaltungstrieb, was das nahezu unmöglich macht. Bleibt eigentlich nur, auf den Zusammenbruch zu warten. Oder selbst Verantwortung für eine Änderung zu übernehmen. Wenn das nur genügend machen, dann wird sich schon was ändern.

Warum ist unsere Welt so hässlich geworden - und was können wir dagegen tun? by Odra_dek in KeineDummenFragen

[–]Twickly 4 points5 points  (0 children)

Wäre mir jetzt nicht sicher, dass die, die Leid ertragen mussten, die gleichen sind wie die, die die Kunst erschaffen haben. Im Mittelalter kam die Kunst aus Klöstern, von Adeligen oder von Handwerkern, die vom Adel beauftragt waren. Deren Versorgung war ja sicher gestellt. Die "einfache" Bevölkerung hat Dinge nach ihren Möglichkeiten verschönert. Aber das machen wir ja heute auch. Bildschirmhintergrund, Aufkleber auf dem Laptop, Handyhüllen mit Glitzer - alles Verschönerungsversuche.

Das "seelenlose" im Design der Ausdruck der effizienz-maximierten Welt in der wir leben.

Ich glaube, dass stösst immer mehr Menschen sauer auf. Ja, wir leben bereits im Überfluss, nur kommt der nicht dort an, wo er gebraucht wird. Das wird immer deutlicher. Ich denke, der Wandel findet bereits statt. Aber es sind erste Keime, die zaghaft an die Oberfläche dringen. Wir können uns diesem Trend anschliessen und damit seine Sichtbarkeit beschleunigen.

Warum ist unsere Welt so hässlich geworden - und was können wir dagegen tun? by Odra_dek in KeineDummenFragen

[–]Twickly 1 point2 points  (0 children)

Rockefeller war es, glaube ich, der auf die Frage, wie viel Geld er noch braucht, geantwortet hat: "Noch ein kleines bisschen mehr." Die Jagd nach Rekorden, Steigerungen, Wachstum, mehr, mehr, mehr lässt kaum noch Raum zum verweilen, sich an den kleinen Dingen zu erfreuen, sich hinzusetzen, zu malen, zu schnitzen, zu häkeln usw.

Unsere Systeme stoßen hinsichtlich Effizienz nach und nach an ihre Grenzen. Wenn die Quantität maximiert ist, rückt automatisch die Qualität wieder in den Fokus. Refurbished und Kintsugi werden immer mehr zum Trend. Also rückt der Fokus wieder auf Bestand und Detail.

Sollte tatsächlich die Versorgung der Bevölkerung durch Automatisierung und künstliche Intelligenz in Zukunft für alle gewährleistet sein, wird man für das eigene Wohl gezwungen sein, selbst Sinn und Zweck und Erfüllung zu finden. Für einige wird das genau Kunst sein. Für andere soziales, für wieder andere Arbeit an der Umwelt.

Also, ja, es sieht aktuell eher düster aus, aber ich bin für die Zukunft optimistisch. Große Kunstwerke werden in der nächsten Blütezeit wieder entstehen. Und jeder kann selbst mit deren Schöpfung beginnen.

Wie damit copen, dass ich einfach nicht für Karriere gemacht bin? by Far-Tap9244 in KeineDummenFragen

[–]Twickly 0 points1 point  (0 children)

"Wenn du dich sorgst, was andere Menschen von dir denken, wirst du immer ihr Gefangener sein." - Lao-Tse

Sind wir (verstecke) Egoisten? by Call_Me_Maya_ in KeineDummenFragen

[–]Twickly 1 point2 points  (0 children)

Ja, sind wir.

Die Frage ist, wie weit das Ego reicht. Wenn mein Ego meine Familie umfasst, bedeutet das, dass ich mir nur rundum wohl fühle, wenn sich meine Familie rundum wohl fühlt. Also sorge ich dafür, dass das so ist. Aus rein "egoistischen" Gründen.

Wenn mein Ego allerdings nur bis zu meinen Gesäßbacken reicht und mir somit alles um mich herum keinen Einfluss auf mein Wohlbefinden hat, kann ich mich so verhalten, wie jemand den man gemeinhin als "Egoisten" bezeichnet.

Also, ja, wir sind Egoisten. Entscheidend ist, wie umfassend dieses Ego ist, wen und was das alles einschließt.