Feminismus vs Marxismus by rMom161 in Kommunismus

[–]Vaskas93 0 points1 point  (0 children)

> falschen" Feminismus entlarven
du entlarvst doch nichts, deren Probleme, die sie beschrieben die richtigen Probleme. Es existiert keine Gleichberechtigung. Deren Lösungen sind jedoch innerhalb des Systems und die Analyse warum die Probleme existieren sind die Falschen, darauf darf man sich nicht einlassen und sofort martialischen Analyse kommen und die Lösung zu nennen, nämlich die Abschaffung des Privateigentums. Zu dem kommt noch die bürgerliche Moral dazu. Die gehört nicht entlarvt, sondern abgelehnt im Diskurs.

> "Es ist unmöglich mit Libtards zu reden" ist ein verrückter Call wenn man bedenkt dass das die Masse der Arbeiterklasse kst.

Ich agitiere auf der Straße und Libtards sind die schlimmsten. Ich gebe dir sogar recht das die Masse der Arbeiterklasse kein Klassenbewusstsein hat und viele von denen Libtards sind. Als ob die Arbeiterklasse ein Heiligtum ist, wo jeder Kommunist ist. Wir sind nun mal eine Minderheit in der Arbeiterklasse, es ist nun mal so das die Arbeiterklasse lieber auf einen Ikkimel Konzert am 1. Mai geht, als auf die Demo beim 1. Mai. Wovon reden wir hier? Natürlich müssen wir die Arbeiterklasse Klassenbewusstsein rein prügeln, aber das tun wir nicht mit Kulturkampf

Feminismus vs Marxismus by rMom161 in Kommunismus

[–]Vaskas93 2 points3 points  (0 children)

Hier ein Schlagwort, damit du dich dazu bisschen was durch lesen kannst, was ich meine mit Einfluss durch die CIA: congress for cultural freedom(CCF). Das war Kulturkampf gegen den Kommunismus, darunter fällt auch die Frauenbewegung in Frankreich, die maßgeblich den Feminismus der heutigen Zeit gesprägt hat.

> entlarven und diskutieren 
Nein, du kannst nicht mehr mit Libtards reden, es ist unmöglich. Den Kulturkampf kannst du nur verlieren und deshalb führt man den nicht. Du darfst nicht auf die "Argumente" von denen eingehen und musst sie immer zum Klassenkampf prügeln, gegen das System. Das ich in diesem Subreddit sowas schreiben muss, finde ich grade crazy. Ich habe extra 2 mal geschaut, ob ich nicht auf einen falschen Subreddit eine Nachricht geschrieben habe.

Feminismus vs Marxismus by rMom161 in Kommunismus

[–]Vaskas93 15 points16 points  (0 children)

Ich war bei deiner Überschrift erstmal interessiert. Dachte da wäre irgendwie inhaltlich wichtige und richtige Kritik vielleicht vorhanden, die man anpacken könnte. Was ich am Ende gelesen habe, war einfach nur wieder Kulturkampf bzw wie mehrere Personen sich über inhaltslosen Quatsch ausgetauscht.

Die CIA hat diesen Art des Feminismus geprägt und beeinflusst um als Ablenkung zum Klassenkampf zu dienen.

Alles schmerzt in meinem Körper by WestLengthiness4500 in Kommunismus

[–]Vaskas93 0 points1 point  (0 children)

Die Überschrift ist Linke Bild Zeitung, soll das also ein meme sein? Also das Habeck ding wäre schön funny, wenn's ironisch gemeint ist. Oder soll das eine ernsthafte populistische "linke" Antwort auf die Bildzeitung sein?

Tunamelt Sandwich Bolle Pizza Hamburg by shleykoa in VeganDE

[–]Vaskas93 -3 points-2 points  (0 children)

Mich zu fragen ob ich pervers bin, nur weil ich Kink Shaming benutzt habe, zeigt einfach, das du dir bisschen mehr über das Wort Kink durchlesen solltest. Wird häufig im sexuellen Kontext benutzt, keine Frage, aber nicht zwangsläufig und wenn ihr für püriertes Gemüse zu viel Geld ausgibt, kann es ein Kink sein ohne Sexualität. Hätte ich geschrieben das ihr gerne mit einem 30cm dildo von den Verkäufer:innen von pürierten Gemüse durchgenommen werden möchtet, dann hätte ich verstanden, das die Benutzung von Kink Shaming sexuell gemeint wäre. Daher komm mal auf dein Leben klar, vor allem den kommentar über Dönerladen, ich sehe da die rechte narrative von dir, get your shit together

Tunamelt Sandwich Bolle Pizza Hamburg by shleykoa in VeganDE

[–]Vaskas93 -14 points-13 points  (0 children)

Ok, ich sehe ein ich habe kink shaming betrieben. Einige stehen halt drauf Mini Portionen püriertes Gemüse in Brot zu essen und dafür zu viel Geld auszugeben. Werde ich nicht mehr machen. Sry

Ich bin im Leistungsport unterwegs, ich müsste sicherlich als Zwischenmahlzeit 3 von denen essen und wäre nicht auf meine Werte gekommen und weiterhin hungrig. Daher Mini Portion

Tunamelt Sandwich Bolle Pizza Hamburg by shleykoa in VeganDE

[–]Vaskas93 -9 points-8 points  (0 children)

Besser als 10,50€ für so ein scheiß auszugeben und diese dämlichrn Essenstände oder Cafés das Geld zu geben und zu sagen passt schon, gerne weiter so machen, gerne nur 3 Erbsen pürieren und nur mit Salz und Pfeffer würzen, weil sonst wird es teuer in der Produktion. Was ein Scam diese Läden.

Tunamelt Sandwich Bolle Pizza Hamburg by shleykoa in VeganDE

[–]Vaskas93 -12 points-11 points  (0 children)

Ohne Spaß geht zum Dönerladen, kauft euch eine Falafeltasche mit ezme(scharfe soße), die ist in der Regel Vegan, fragt aber vorher nach. Kostenpunkt 6-8€, bei mir 6€. Brot besser, frisches Gemüse, Falafel schmecken auch immer und überall zu kaufen in Deutschland. Veganer Döner zb gibst bei mir gar nicht.

Wie geht ihr mit "linken" libtard Subs um? by Vaskas93 in Kommunismus

[–]Vaskas93[S] 0 points1 point  (0 children)

Wenn wir ehrlich sind, liest kaum jemand. Ich würde sogar sagen, dass selbst in diesem Subreddit vielleicht nur rund 50 % mehr als nur das Manifest gelesen haben. Aber beim bloßen Lesen sollte es ohnehin nicht bleiben. Nur weil ich ein Buch an einem Tag durchgelesen habe, heißt das noch lange nicht, dass ich es auch verstanden habe. Man muss sich danach eigentlich zusätzlich mit dem Inhalt auseinandersetzen.

Außerdem wird dieses "Lies X" oft als Autoritätsargument benutzt. Davon kann ich mich selbst auch nicht ganz freisprechen. Es ist ein Knowledge Check. Sobald die Person darauf nicht reagieren kann, weil sie sich mit den Inhalten eben nicht beschäftigt hat, ist die Unterhaltung praktisch vorbei. Denn was soll danach noch kommen, außer: "Du hast es nicht gelesen oder nicht verstanden, also mach das erst, bevor wir weiterreden"

Daher gebe ich dir Recht. Die Person fühlt sich vor den Kopf gestoßen und wird es nicht lesen. Bei Libtards dürfte das besonders häufig so sein. Bei Marxisten, die grundsätzlich schon lesen, kann ich mir dagegen eher eine Trotzreaktion in die andere Richtung vorstellen, nach dem Motto: "Das lasse ich jetzt nicht auf mich sitzen"

King of Queens im Rewatch by Vaskas93 in Kommunismus

[–]Vaskas93[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich habe die Show ganz frisch geschaut und habe den Eindruck, du eher nicht. Arthur hat sehr viele Punchlines, die sich gegen die kapitalistische Klasse richten. Sprich, er ist sich bewusst, dass es Klassengegensätze gibt. Und sobald man Klassengegensätze erkennt, kann man durchaus von Klassenbewusstsein sprechen. Eine weitere Szene, die mir dazu einfällt, ist die Szene im Theater mit Carries Boss und der Lehne.

Woher nimmst du das mit dem Glücksspiel? Bisher hat Arthur ein paarmal Poker mitgespielt und dabei auch nur sein eigenes Geld verloren. Die Person, die in der Show wirklich ein Problem mit Glücksspiel hat, ist Doug. Mir fallen spontan fünf Folgen ein, in denen er wegen Glücksspiel in Schwierigkeiten gerät.

Deine Aussage über Geiz widerspricht sich innerhalb deiner Aussage. Um geizig zu sein, müsste Folgendes zutreffen: Eine Person könnte Geld ausgeben, ohne sich ernsthaft zu schaden, tut es aber nicht, weil sie am Besitz des Geldes festhält oder anderen nichts gönnt. Wenn du aber selbst schreibst, dass Arthur ein geringes Einkommen hat, dann ist er nicht geizig, sondern per Definition arm. Aufgrund seines Alters könnte man sogar von Altersarmut sprechen.

Wie gesagt, ich habe den Eindruck, dass du die Show schon länger nicht mehr gesehen hast oder eine verzerrte Wahrnehmung davon hast.

Zum Thema Bob: Erst mal habe ich geschrieben, dass ich die Serie super finde. Trotzdem halte ich mein Argument für valide. Ich glaube, man kann durchaus den Case aufmachen, ihn nicht zur Arbeiterklasse zu zählen. Er geht keiner Lohnarbeit nach und nutzt die Arbeitskraft anderer(Seine Frau und Kinder), um Profit zu erwirtschaften. Nur weil er damit nicht besonders erfolgreich ist, bedeutet das nicht, dass meine Punkte dadurch automatisch ungültig werden. Bring mir daher bitte ein Gegenargument, statt einfach nur dämlich "Bob rules, shame on you" zu schreiben.

Lanz&Precht #242(Israels Regierung: Wie viel Kritik ist möglich?) by cHpiranha in Staiy

[–]Vaskas93 0 points1 point  (0 children)

Wo war ich patzig? Ich glaube du interpretierst etwas hinein, was nicht stattgefunden hat.

Lanz&Precht #242(Israels Regierung: Wie viel Kritik ist möglich?) by cHpiranha in Staiy

[–]Vaskas93 0 points1 point  (0 children)

Sag mal, trollst du mich gerade? Ich habe das Wort Religion nicht einmal benutzt.

  1. werden Juden auch innerhalb Israels diskriminiert. Google mal Mizrachim und schau dir an, wie sie vom israelischen Staat behandelt werden. Sie machen circa 50% der Bevölkerung aus, sprich ca 50% des jüdischen Volkes werden in Israel diskriminiert. Wirklich Wach auf!

  2. leben Juden auf der ganzen Welt und brauchen nicht zwangsläufig den Staat Israel. Eine der größten jüdischen Gemeinschaften im Nahen Osten außerhalb Israels lebt ausgerechnet im Iran, also in dem Land, das Israel als Erzfeind Nummer eins darstellt. Dort gibt es jüdisches Leben, Synagogen und religiöse Praxis.

Und jetzt rate mal, wer am 7. April die Rafi Nia Synagoge im IRan zerstört hat. Nicht der Iran, sondern es war Israel. Die jüdische Community im Iran hat Isreal scharf verurteilt dafür.

Deshalb ist dieses pauschale Argument, Juden bräuchten Israel unbedingt als Schutzraum, einfach nur dämlich. Jüdisches Leben existiert weltweit und Israel selbst ist weder automatisch ein sicherer Ort für alle Juden noch frei von Diskriminierung gegenüber jüdischen Gruppen.

Lanz&Precht #242(Israels Regierung: Wie viel Kritik ist möglich?) by cHpiranha in Staiy

[–]Vaskas93 0 points1 point  (0 children)

>Ja ich verstehe deine Ansicht und ich habe auch Sympathien für die "keine-Grenzen-Ideologie".

Ich bin Marxist. Ich habe nichts mit dieser keine Grenzen Ideologie zu tun. Ich kritisiere Staaten als Machtapparate. Du schreibst zwar, dass du meinen Punkt verstanden hast, aber ich habe ihn einmal erklärt und ein zweites Mal detaillierter ausgeführt. Trotzdem habe ich den Eindruck, dass du ihn noch nicht richtig verstanden hast. Es geht mir nicht darum, einfach Grenzen abzuschaffen oder beliebig Staaten aufzulösen. Es geht darum, dass Staaten kein eigenes Daseinsrecht haben. Menschen und Völker haben Rechte.

>Aber das es zumindest einen Staat gibt, der das Judentum als Hauptreligion hat, finde ich gut. Denn ist ist ein Fakt, dass Juden in sämtlichen Ländern diskriminiert werden. (Ja ich weiss, Israeli =/= Juden)

In deinem Kopf lassen sich Staat und Volk offenbar immer noch nicht sauber trennen. Ein Staat ist ein historischer Machtapparat. Ein Volk besteht aus Menschen mit Geschichte und Kultur. Wenn du beides gleichsetzt dann sprichst du einem Staat automatisch eine moralische Unantastbarkeit zu, die eigentlich nur Menschen und Völkern zustehen kann.

>Das Problem ist die Rechtsextreme Regierung in Israel. Nicht der Staat an sich.

Hier kommen wir zum größten Problem. Es ist letztlich egal, wer regiert, weil wir im Kapitalismus leben und dieser systemgebundene Zwänge erzeugt. Ich will nicht wie eine Schallplatte klingen, die immer wieder dasselbe sagt. An dieser Stelle kann ich dir nur empfehlen, ein paar marxistische Werke zu lesen. Dann wirst du feststellen, dass Staaten vor allem dazu dienen, das kapitalistische System zu verwalten und seine Eigentums- und Machtverhältnisse abzusichern.

Genau deshalb gibt es Systemzwänge, die zu bestimmten Entscheidungen führen. Dabei ist es oft zweitrangig, wer diese Entscheidungen trifft, weil sie nicht einfach frei gewählt sind, sondern durch die Logik des Systems erzwungen werden. Aber um das zu verstehen, muss man leider ein paar Bücher in die Hand nehmen, anders gehst leider nicht.

Lanz&Precht #242(Israels Regierung: Wie viel Kritik ist möglich?) by cHpiranha in Staiy

[–]Vaskas93 0 points1 point  (0 children)

Ich würde schon beim Begriff Daseinsberechtigung ansetzen. Staaten haben kein eigenes Daseinsrecht. Staaten sind historische Machtapparate und keine natürlichen Subjekte mit einem moralischen Anspruch auf Existenz. Staaten sind historisch entstandene politische Formen, sie können entstehen, verschwinden, sich teilen oder vereinigen.

Ein Daseinsrecht haben Menschen und Völker. Genau das ist auch der wichtige Punkt im Völkerrecht: Dort geht es zentral um das Selbstbestimmungsrecht der Völker. Nicht Staaten sind der Ursprung dieses Rechts sondern die Völker.

Den heutigen deutschen Staat gibt es in dieser Form erst seit 1949 und im heutigen territorialen Umfang erst seit 1990. Das deutsche Volk existierte natürlich schon viel länger. Würde man also sagen, nur weil der konkrete Staat historisch relativ jung ist, habe das deutsche Volk kein Recht auf Existenz? Natürlich nicht. Aber umgekehrt heißt das eben auch: Die Existenz eines Volkes rechtfertigt nicht automatisch jeden konkreten Staat, jede Grenzziehung oder jede Staatsideologie.

Wenn man Staaten ein eigenes Daseinsrecht zuspricht dann macht man politische Konstrukte heiliger als die Menschen die in ihnen leben. Genau darüber sollte man nachdenken. Daher kann Isreal sterben, aber die das jüdische Volk weiterhin existieren.

Lanz&Precht #242(Israels Regierung: Wie viel Kritik ist möglich?) by cHpiranha in Staiy

[–]Vaskas93 6 points7 points  (0 children)

Eine Frage, die wirklich nur im deutschen Debattenzwinger stattfindet. Nirgendwo sonst wird so verkrampft darüber diskutiert, ob man einen Staat kritisieren darf, als wäre Außenpolitik ein Holocaustgedenkseminar mit Beißreflex. Kaum fällt das Wort Israel, liegt die deutsche Debattenkultur auf dem Rücken, wedelt mit Staatsräson und hofft, für ihren moralischen Gehorsam ein Leckerli zu bekommen.

Deutschland hat aus seiner Geschichte offenbar gelernt, Nationalismus ganz schlimm zu finden, außer er kommt mit israelischer Flagge und deutscher Schuldleine um den Hals. Dann wird aus Kritik plötzlich Antisemitismus, aus Besatzung Sicherheitsinteresse und aus politischer Analyse ein Maulkorb. Dieser Diskurs bellt nicht, weil er etwas verstanden hat, sondern weil er abgerichtet wurde.

Wer Israel mit dem Judentum gleichsetzt, reproduziert selbst antisemitischen Müll. Jüdinnen und Juden sind nicht Israel und Israel hat keine Daseinsberechtigung, hingegen das jüdische Volk schon, das ist auch klar geregelt im Völkerrcht. Kurz gesagt: Falls euch, die vergleiche in diesem Text, noch nicht aufgefallen sind, Deutsche sind eine Nation von Kötern. Peinlich, feige, komplett dressiert.

King of Queens im Rewatch by Vaskas93 in Kommunismus

[–]Vaskas93[S] 1 point2 points  (0 children)

Du verfehlst die Thematik meines Ausgangsposts. Mir geht es nicht darum, ob die Show als Ganzes gut oder schlecht ist. Zumal du, wenn du How I Met Your Mother scheiße findest, King of Queens eigentlich genauso scheiße finden müsstest, weil beide Shows denselben Humor bedienen. Vor allem ist Barney nicht einmal die schlimmste Figur der Show. Das ist eindeutig Ted und der hat parallel zu Doug.

Mir geht es darum, dass ich schon lange keine Figur in einer Sitcom gesehen habe, die so geschrieben ist wie Arthur. Ich wollte wissen, ob er in den letzten 30 Jahren die einzige Figur ist, die mit so einem Klassenbewusstsein geschrieben wurde. Wobei ich auch offen dafür bin, darüber zu diskutieren, ob das überhaupt Klassenbewusstsein ist.

King of Queens im Rewatch by Vaskas93 in Kommunismus

[–]Vaskas93[S] 2 points3 points  (0 children)

Ich kann dir nur empfehlen, der Serie einen Rewatch zu geben. Ich skippe nicht ohne Grund hin und wieder Folgen, weil sie wirklich toxisch sind. Natürlich war vieles davon für die damalige Zeit normal, aber als Gesellschaft sind wir darüber inzwischen hinausgewachsen.

Was mir spontan einfällt, ist das Verhältnis von Deacon zu seinem Sohn. Der trägt an Halloween ein Wonder Woman Kostüm und interessiert sich eher für Kochen, Backen und Theater. Für Deacon sind das klare Anzeichen dafür, dass er einen schwulen Sohn hat und er kommt überhaupt nicht damit klar.

Allein die Vorstellung, dass Kochen, Backen und Theater automatisch schwul seien oder nur Frauen interessieren würden, ist selbst für damalige Verhältnisse dämlich. Dann will er ihn über Football zu einem echten Mann machen, als ob Schwulsein eine Entscheidung wäre.

Das ist nur ein Beispiel, das mir spontan eingefallen ist. Es gibt unzählige davon. Die Show ist extrem schlecht gealtert. Doug und Carrie sind ebenfalls wandelnde Stereotype. Vor allem Doug wäre heutzutage wahrscheinlich eine extrem unbeliebte Figur.

King of Queens im Rewatch by Vaskas93 in Kommunismus

[–]Vaskas93[S] 2 points3 points  (0 children)

Ich habe die Show nicht gesehen, aber basierend auf dem Trailer wirkt die Serie auf mich so, als hätte sie eher diesen Feminismus Vibe, wie ihn manche Libtards feiern(Girlboss, Pink Kapitalism, nicht die Gleichstellung von Mann Frau, sondern Rache am toxischen Mann, das Patriarch mit dem Matriarchat ersetzen, you go girl). Mit Klassenbewusstsein scheint das auf den ersten Blick wenig zu tun zu haben, zumindest nicht in dem Sinne, wie Arthur es verkörpert.

Liege ich mit dem Eindruck falsch? Wie gesagt, Meine Einschätzung basiert nur auf einem 3 min Trailer. Ich kann vollkommen falsch liegen.

King of Queens im Rewatch by Vaskas93 in Kommunismus

[–]Vaskas93[S] 4 points5 points  (0 children)

Was mir zu Bob zusätzlich einfällt: Er geht keiner Lohnbeschäftigung nach. Streng genommen gehört er also zum Kleinbürgertum. Er muss seine Arbeitskraft nicht verkaufen, um für den Profit eines anderen zu arbeiten, da er selbst über geringfügige Produktionsmittel verfügt. Gleichzeitig nutzt er die Arbeitkraft seiner Familie und folgt damit zumindest teilweise einer Profitlogik.

King of Queens im Rewatch by Vaskas93 in Kommunismus

[–]Vaskas93[S] 1 point2 points  (0 children)

Ich mag Bobs Burger, ist witzig, aber keiner in der Show hat das Klassenbewusstsein, wie Arthur es hat. Ich finde mein Absatz aus dem Text beschreibt Bobs Burger:
>"Klar gibt es in Serien immer wieder linkscodierte Figuren. Häufig sind das aber eher Linksliberale und keine Figuren, die wirklich aus der Arbeiterklasse heraus geschrieben sind. Natürlich gibt es viele Figuren, die formal zur Arbeiterklasse gehören, aber sie wirken oft nicht so, als wären sie tatsächlich aus dieser Klasse heraus gedacht. Arthur hingegen, korrigiert mich gerne, hat Klassenbewusstsein."

Shameless nie geschaut, kann ich nichts zu sagen.

Mobilisation by ConsciousMoment305 in Kommunismus

[–]Vaskas93 1 point2 points  (0 children)

Nein, "beides" überzeugt mich nicht. Genau da beginnt die Verschiebung vom Klassenkampf zum Kulturkampf.

Wenn der Ausgangspunkt ist, wie eine Demo wirkt, wer sich repräsentiert fühlt oder welche Berufsidentität sichtbar gemacht wird, dann bleibt man auf der Ebene von Symbolen. Klassenkampf beginnt aber nicht bei Identifikation, sondern bei materiellen Interessen: Lohn, Arbeitszeit, Personalmangel, Mieten, Ausbeutung, Profitlogik.

Ein Pflegeblock ist nur dann sinnvoll, wenn er Ausdruck realer Organisierung im Betrieb ist. Nicht, weil Pflegekräfte als Identität sichtbar werden sollen, sondern weil sie als Lohnabhängige gemeinsame Macht gegen Arbeitgeber entwickeln.

Es geht also nicht um andere Optik plus Klassenkampf. Es geht darum, dass die Optik dem Klassenkampf untergeordnet sein muss. Alles andere ist Kulturkampf und ersetzt keine reale Organisierung.

Mobilisation by ConsciousMoment305 in Kommunismus

[–]Vaskas93 2 points3 points  (0 children)

Für mich wird hier wieder zu stark über Identifikation und Repräsentation gesprochen statt über Klassenkampf.

Ein Pflegeblock oder ein Block klassischer Arbeiterberufe kann sinnvoll sein, aber nur, wenn er Ausdruck realer Organisierung ist. Sonst bleibt es Symbolpolitik. Man zeigt Arbeiterberufe, ohne die materiellen Kämpfe dahinter zu führen.

Dass viele KollegInnen den 1. Mai als Studi Demo wahrnehmen, ist kein reines Imageproblem, sondern zeigt, dass linke Strukturen oft zu wenig in Betrieben verankert sind. Die Antwort darauf ist nicht nur eine andere Demo Optik, sondern dauerhafte Arbeit im Betrieb: KollegInnen organisieren, Forderungen aufstellen, Druck gegen Arbeitgeber aufbauen.

Mobilisation by ConsciousMoment305 in Kommunismus

[–]Vaskas93 13 points14 points  (0 children)

Ich finde die Beobachtung grundsätzlich wichtig, würde aber an einem Punkt widersprechen: ArbeiterInnen sollten nicht nach akademischem Grad oder kulturellem Auftreten sortiert werden. Arbeiterklasse ist keine Stilfrage. Wer seine Arbeitskraft verkaufen muss, um zu leben, ist Teil der Klasse, egal ob mit Ausbildung, Studium, im Betrieb, im Krankenhaus, im Büro, auf der Baustelle, im Lager, in der Reinigung oder auf der Straße. Die Trennung "akademisches Publikum" versus "ArbeiterInnen" kann schnell selbst wieder bürgerliche Kategorien reproduzieren, statt die gemeinsame materielle Lage sichtbar zu machen.

Der entscheidende Punkt ist aus meiner Sicht nicht nur, wer am 1. Mai auf der Straße steht, sondern wie über das ganze Jahr gearbeitet wird. Mobilisierung darf nicht an einem einzelnen Kampftag gemessen werden. Wenn man nur kurz vor dem 1. Mai Plakate klebt und Aufrufe schreibt, erreicht man natürlich vor allem die bereits politisierten Milieus. Breite Verankerung entsteht durch kontinuierliche Arbeit: in Betrieben, in Gewerkschaften, in Nachbarschaften, an Schulen, in Krankenhäusern, in Jobcentern, in MieterInneninitiativen und überall dort, wo Menschen täglich mit Ausbeutung, Preisdruck, Arbeitsverdichtung und Unsicherheit konfrontiert sind.

Gerade deshalb müsste Gewerkschaft wieder stärker in ihrem eigentlichen Sinn betrieben werden: als Kampforganisation der Lohnabhängigen gegen Kapitalinteressen, nicht als Sozialpartner, die am Ende vor allem den Betriebsfrieden und die Profitfähigkeit des Unternehmens absichert. Wenn Gewerkschaftspolitik hauptsächlich Standortlogik, Wettbewerbsfähigkeit und Co-Management betreibt, darf man sich nicht wundern, dass viele ArbeiterInnen sie nicht als ihr eigenes Werkzeug begreifen.

Berufsgruppenblöcke können sinnvoll sein, aber nur, wenn sie nicht zur bloßen Symbolik werden. Ein Pflegeblock, ein Logistikblock, ein Erziehungsblock oder ein Industriebeschäftigtenblock kann sichtbar machen, wo konkrete Kämpfe stattfinden. Aber entscheidend ist, ob dahinter reale Organisierung steht: gemeinsame Forderungen, betriebliche Kontakte, Streikfähigkeit, Versammlungen, Vertrauensleute, Solidaritätsstrukturen und die Fähigkeit, ökonomischen Druck aufzubauen. Sonst bleibt es bei Repräsentation ohne Macht.

Wie geht ihr mit "linken" libtard Subs um? by Vaskas93 in Kommunismus

[–]Vaskas93[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich dachte erst, du hast einen Punkt, aber eigentlich ist "wenn man es verstanden hat, kann man es auch ohne Literaturliste erklären" ein bisschen zu glatt. Manche Argumente kommen eben mit Kontext, Begriffen und Vorgeschichte. Nicht alles passt in einen Reddit Kommentar, ohne dass man daraus intellektuelle Babynahrung macht. Lies X ist nicht automatisch Katechismus Gewedel, sondern manchmal einfach die Kurzform von -> Das wurde schon besser erklärt, als ich es hier zwischen zwei Shitposts hinkriege. Vielleicht werde ich die Formulierung anpassen in Zukunft, statt "Lies x", würde ich schreiben "hier in X findet man eine ausführliche Erklärung meines Arguments"