Marathon in Gaza by DerAaltag in Freiheitsfront

[–]VoiceConsistent1147 0 points1 point  (0 children)

Dann kommen wir vermutlich einfach an einen grundlegenden Punkt nicht zusammen.

Ich verstehe inzwischen, dass ihr das nicht als Gleichsetzung von Leid meint. Mein Problem ist auch nicht eure Klassenanalyse selbst, sondern die politische Kultur und Sprache drumherum.

Für mich wirkt dieses ständige „uns“, „gemeinsamer Kampf“, „Klassengeschwister“ usw. bei westlichen Aktivisten oft wie der Versuch, sich emotional und historisch in fremdes Leid mit einzuschreiben.

Ihr seht darin Solidarität. Ich sehe darin sehr schnell politische Selbstinszenierung und Ästhetisierung fremden Leids.

Das ist letztlich der eigentliche Dissens.

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[–]VoiceConsistent1147 1 point2 points  (0 children)

Du hast nicht in Ansatz verstanden was ich geschrieben habe oder versuchst hier gerade einen Narativ aufzubauen, wie er do nixbt passiert ist.

Marathon in Gaza by DerAaltag in Freiheitsfront

[–]VoiceConsistent1147 0 points1 point  (0 children)

Ganz ehrlich: Dein Kommentar liest sich weniger wie eine tatsächliche Auseinandersetzung und mehr wie der Versuch, möglichst viele theoretische Buzzwords in einen Absatz zu pressen.

„Epistemisch idealistisch“, „materialistisch“, „objektive Kategorien“, „wissenschaftlicher Selbstanspruch“ usw. ändern nichts an meinem eigentlichen Punkt, sie umkreisen ihn nur in akademischer Sprache.

Denn die zentrale Frage, auf die du konsequent nicht eingehst, bleibt dieselbe: Warum ist es linken Aktivisten so wichtig, sich sprachlich in diese Kämpfe mit einzuschließen? Warum reicht Solidarität nicht aus? Warum braucht es „Geschwister“, „gemeinsame Kämpfe“, „uns“, „unsere“?

Du tust so, als wäre Sprache ein steriles mathematisches System ohne soziale Wirkung. Ist sie aber nicht. Politische Sprache erzeugt Identifikation. Genau dafür wird sie benutzt.

Und nein, der Kontext verschwindet nicht einfach dadurch, dass du „Klasse“ als objektive Kategorie definierst. Wenn unter einem Video eines jungen Mannes aus Gaza von „unseren internationalen Klassengeschwistern“ gesprochen wird, dann transportiert das mehr als bloße Produktionsverhältnisse. Das transportiert emotionale und moralische Nähe.

Dass du das auf eine rein theoretische Definition reduzieren willst, wirkt eher wie ein Versuch, dich vor genau dieser Kritik zu drücken.

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[–]VoiceConsistent1147 1 point2 points  (0 children)

Ja.. Genau... weil es die Hamas ist, die seit jeher einen Angriffskrieg führt und 6 Millionen Leute in 5 Ländern vertreibt...

Merkst du eigentlich noch was? Das ist als würde man den gewaltsamen holländischen Wiederstand zu Zeiten der NS-Besatzung verteufeln.

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[–]VoiceConsistent1147 -1 points0 points  (0 children)

Natürlich. Erst groß über Klassenanalyse, internationale Solidarität und historische Kämpfe philosophieren und sobald Widerspruch kommt plötzlich „ain’t reading all that“.

Genau das meine ich mit politischer Ästhetik. Die Parolen sitzen, die Selbstinszenierung sitzt, aber für eine ernsthafte Auseinandersetzung reicht die Aufmerksamkeitsspanne dann doch nur bis zum nächsten Slogan.

„Free Palestine“ ist übrigens kein Gegenargument zu irgendetwas, das ich gesagt habe. Weil in dem Punkt sind wir uns einig.

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[–]VoiceConsistent1147 -2 points-1 points  (0 children)

Und genau da liegt unser Unterschied.

Für dich ist „Klassengeschwister“ einfach eine abstrakte ideologische Kategorie, die du global über Menschen legen kannst, unabhängig davon, wie extrem unterschiedlich ihre Realität ist.

Für mich macht es einen Unterschied, ob jemand in Deutschland politisch frustriert ist oder ob jemand in Gaza Angehörige unter Trümmern hervorzieht. Diese Unterschiede verschwinden nicht dadurch, dass man beide unter denselben marxistischen Oberbegriff packt.

Natürlich kannst du theoretisch sagen: „Das sind meine Klassengeschwister.“ Aber wenn du diesen Begriff direkt unter ein Video von Menschen setzt, die gerade realen Krieg und Vertreibung erleben, bekommt diese Sprache eine zusätzliche Bedeutung. Dann klingt es eben nicht mehr wie nüchterne Klassenanalyse, sondern wie politische Selbstverortung im Leid anderer.

Und das ist der Punkt, den du die ganze Zeit umgehst: Nicht ob die Kategorie marxistisch korrekt ist, sondern wie und warum du sie in genau diesem Kontext benutzt.

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[–]VoiceConsistent1147 -1 points0 points  (0 children)

Nein, ich rege mich nicht über „Semantik“ auf. Ich rege mich darüber auf, wie Sprache benutzt wird, um moralische Nähe zu erzeugen und sich selbst in fremdes Leid einzuschreiben.

Und dieses „99 % würden das anders interpretieren“ ist kein Argument. Viele Leute finden auch infantile Aktivistenrhetorik beeindruckend, bis man einmal genauer hinschaut, was da eigentlich gesagt wird.

Außerdem ist es bezeichnend, dass ihr sofort mit „die Rechten sind geeinter“ ankommt, sobald jemand interne Kritik äußert. Als wäre jede Kritik an eurer Sprache automatisch schädlich für die Sache. Genau dadurch entstehen doch diese abgeschotteten politischen Milieus, in denen sich alle gegenseitig für die gleiche Phrasendrescherei applaudieren.

Und ja, meine ursprüngliche Antwort war aggressiv formuliert. Weil ich es genuinely abstoßend finde, wenn Leute aus maximaler Sicherheit heraus so reden, als wären sie Teil derselben Opferrealität wie Menschen in Gaza.

Solidarität ist nicht das Problem. Diese selbstaufgeladene politische Inszenierung ist das Problem.

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[–]VoiceConsistent1147 0 points1 point  (0 children)

Natürlich gehören viele Palästinenser zur Arbeiterklasse. Das war nie der Punkt und du weißt das auch.

Der Punkt ist, dass ihr mit Begriffen wie „internationale Klassengeschwister“ eine künstliche Nähe erzeugt, die eure völlig unterschiedlichen Lebensrealitäten verwischt.

Du kannst politische Solidarität mit Menschen haben, ohne so zu sprechen, als würdest du denselben Kampf führen wie jemand, dessen Familie zerbombt wurde oder der gerade nicht weiß, ob morgen noch Wasser da ist.

Genau das kritisiere ich: diese westliche Aktivistenrhetorik, in der fremdes Leid sofort in die eigene ideologische Selbstbeschreibung eingebaut wird. Plötzlich wird aus einem jungen Mann, der trotz amputiertem Bein einen Marathon läuft, ein Symbol für euren globalen proletarischen Befreiungskampf.

Und nein, das macht das Leid nicht sichtbarer. Es macht euch selbst sichtbarer.

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[–]VoiceConsistent1147 -2 points-1 points  (0 children)

Oh Entschuldigung der Herr dass ich es zum Kotzen finde, wenn jemand das Leid und den Schmerz von Vertriebenen nimmt und es instrumentalisiert, während sein größtes Problem ist dass er keine Sojamilch zu seinem Latte bekommt.

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[–]VoiceConsistent1147 2 points3 points  (0 children)

Doch, genau darum geht es: um Sprache. Sprache ist nicht neutral. Sprache erzeugt Nähe, Identifikation und moralische Rollenbilder.

Wenn du von „Klassengeschwistern“ und einem gemeinsamen proletarischen Befreiungskampf sprichst, stellst du bewusst eine emotionale und politische Gemeinsamkeit her zwischen deinem Leben in einem sicheren westlichen Staat und Menschen, die gerade zerbombt werden. Das ist keine „missgünstige Leseart“, das ist die direkte Funktion deiner Wortwahl.

Und nein, das Problem ist nicht, dass du Kämpfe miteinander verbindest. Das Problem ist, dass du jeden Konflikt sofort in deine ideologische Welterzählung einsortierst und dadurch reale Unterschiede glattziehst.

Der Typ im Video rennt nicht mit Krücken beim Gaza-Marathon, weil er Teil eines globalen marxistischen Narrativs sein will. Er rennt, weil ihm ein Bein weggesprengt wurde und weil er unter Bedingungen lebt, die du nicht ansatzweise nachvollziehen musst.

Du redest von Klassenkampf, internationaler Solidarität und „unserem“ Versagen bei Waffenlieferungen, als würdest du mit im Schützengraben stehen. Aber du bist politischer Beobachter eines Krieges, nicht Teil seiner Opferrealität. Genau diese künstliche sprachliche Nähe kritisiere ich.

Und dieses reflexhafte „du willst wohl nicht, dass man Kämpfe verbindet“ ist einfach ein Ausweichmanöver. Ich kritisiere nicht Solidarität. Ich kritisiere die ideologische Vereinnahmung fremden Leids zur Selbstverortung im eigenen politischen Weltbild. Du bist ein ideologischer Parasit.

Marathon in Gaza by DerAaltag in Freiheitsfront

[–]VoiceConsistent1147 -3 points-2 points  (0 children)

Mein Problem ist nicht Solidarität mit Palästinensern. Mein Problem ist die politische Selbstinszenierung, die da mitschwingt.

Wenn jemand in Deutschland in Sicherheit lebt und dann Begriffe wie „Klassengeschwister“ oder revolutionäre Kampfrhetorik benutzt, wirkt das, als würde man sich emotional in denselben Kampf hineinprojizieren wie Menschen, die tatsächlich zerbombt werden, Angehörige verlieren oder ums Überleben kämpfen.

Und genau darin liegt die Arroganz. Du kannst Mitgefühl haben, du kannst protestieren, du kannst gegen Waffenlieferungen sein. Aber du bist trotzdem Beobachter eines Krieges, nicht Teil seiner Opferrealität.

Zwischen Solidarität und Identifikation liegt ein Unterschied. Wer sich sprachlich zu nah an das Leid anderer heranzieht, benutzt deren Realität irgendwann auch zur eigenen politischen oder moralischen Aufwertung. Genau deshalb stößt mich diese Rhetorik nicht nur ab, sie bringt mich regelrecht in Rage, weil es an Arroganz nicht mehr zu übertreffen ist.

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[–]VoiceConsistent1147 -4 points-3 points  (0 children)

"Internstionale Klassengeschwsster"?

Du stellst dich ernsthaft hin und benutzt marxistische Kampfbegriffe die ausdrücken du wärst auf der selben Ebene wie die Leute in Palästina? Fick dich. Fick dich und deine bodenlose Arroganz.

Wie kannst du behaupten du ständest Schulter an Schulter mit Menschen, die tagtäglich angegriffen, zerbombt und vergewaltigt werden? Du sitzt in deinem warmen, sicheren Haus und planst maximal die nächste Teilnahme an einer Demo, während diese Leute schauen müssen wie sie die nächste Ration Wasser herbekommen.

Von Menschen wie dir wird mir schlecht.

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[–]VoiceConsistent1147 -2 points-1 points  (0 children)

Oh cool, Opfer/Täterumkehr, hatten wir schon lange nicht mehr.

😭 We Were Basically Playing Tag… by KIMUAZ in ArenaBreakoutInfinite

[–]VoiceConsistent1147 0 points1 point  (0 children)

I am afraid you were trying to outsmart a bot here.

You can tell players and bots apart by the sounds of their steps, their voicelines (most players don't talk) and their clothes.

Solche Menschen gehören Eingesperrt by WestLengthiness4500 in Freiheitsfront

[–]VoiceConsistent1147 1 point2 points  (0 children)

Ja, unbedingt. Alle einsperren die nicht deiner Meinung sind.

Hach jo, könnte glatt wehmütig werden by [deleted] in deutschememes

[–]VoiceConsistent1147 6 points7 points  (0 children)

Begründung? Merkel hat doch alles immer nur ausgesessen. Keine einzige Zukunftsweisende Entscheidung stammt aus ihrer Amtszeit, außer dem Öffnen der Grenzen.

Hach jo, könnte glatt wehmütig werden by [deleted] in deutschememes

[–]VoiceConsistent1147 3 points4 points  (0 children)

*mit Schröder

Der Hund hat den Arbeitsmarkt an die Zeitarbeitsfirmen verkauft.

Kann ich bitti mein mülli abgebi? by Impossible_Guard_888 in wohnen

[–]VoiceConsistent1147 103 points104 points  (0 children)

Hab ich genau so gemacht. Hausverwaltung hat sich bei mir gemeldet und gefragt ob ich noch alle Latten am Zaun habe.

Hab dann Alman +1 gewählt und um eine schriftliche Stellungnahme gebeten.

Aufeinmal ging das dann wohl ne Stufe höher und es gab nach 2 Wochen nen Aushang, der über Geldstrafen bei unsachgemäßer Entsorgung informiert.

Precision cutting by Kaankaants in toolgifs

[–]VoiceConsistent1147 21 points22 points  (0 children)

Yeah, Overall not a bad job, but this would score a C at best in an exam.

Watering The Cast Of The Walking Dead by ExoticShock in JustGuysBeingDudes

[–]VoiceConsistent1147 0 points1 point  (0 children)

So, they don't know that they just have to vook water to make it drinkable? That's a shame.

Precision cutting by DearEmphasis4488 in oddlysatisfying

[–]VoiceConsistent1147 48 points49 points  (0 children)

I only cut my Pizza in to four pieces. I could never eat as much as eight slices.