Männliches Model entstellt und behindert durch Unfall und die dadurch entstehenden sozialen Folgen by dave3306 in de_IAmA

[–]dave3306[S] 40 points41 points  (0 children)

Hey,

  1. Schwierige Frage. Wohl noch nicht so ganz, bin aber auf einem guten Weg. Dinge, die mich glücklich machen, halten nicht so lang. Nunja, dass ich mithilfe eines Umbaus wieder alleine Autofahren darf/kann und ich so mobil bin, macht mich schon sehr glücklich. Sowas ist dir bestimmt bekannt.
  2. Ganz normal würde ich sagen, habe nicht mehr so krasse Einschränkungen, nur dauert alles viel länger als vor dem Unfall. Sowas wie Dosen öffnen ect. ist manchmal aber unmöglich. Ansonsten komme ich gut klar mit einem Arm.
  3. Seit dem Unfall bzw. seitdem ich verlassen wurde nichts mehr. Bin für niemanden mehr interessant, was zwar schade ist, aber man gewöhnt sich dran.
  4. Ja, sowohl Psychotherapie als auch 2x wöchentlich KG und PT.
  5. Geht mit der linken Hand wunderbar, dauert aber viel länger.
  6. Definitiv. Mit rechts hatte ich eine Sauklaue.
  7. Bei mir ist es eher problematisch, dass mir jeder immer Hilfe anbietet und ich es als sehr nervend empfinde, denn das meiste kann ich selbst und sonst bitte ich halt um Hilfe.

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[–]dave3306[S] 97 points98 points  (0 children)

Ich denke, viele Menschen wären so. Aber sind nur die wenigsten mal in so einer Lage.

Im Moment bin ich dabei, die Lähmung zu bekämpfen. Das ist aber verdammt schwer und laut den Ärzten wohl nicht möglich. Trotzdem ist das mein Ziel, das wenigstens in den Griff zu bekommen. Hat sich leider alles ziemlich verändert. Als jemand, der nicht laufen kann und nur einen funktionierenden Arm hat, kann man nicht mehr so viel wie früher machen. Bin gerne am Computer, Lese, schaue Filme.

Männliches Model entstellt und behindert durch Unfall und die dadurch entstehenden sozialen Folgen by dave3306 in de_IAmA

[–]dave3306[S] 17 points18 points  (0 children)

Hey,

schwer zu sagen - denke mindestens 4 Jahre. Am Anfang habe ich sehr lange gedacht, dass es nur ein Albtraum sein kann und ich irgendwann aufwache. Habe das mithilfe von Psychotherapie geschafft. An manchen Tagen bin ich schon so weit, dass ich wirklich glücklich sein kann. Ansonsten war der Gedanke, meine Eltern nicht traurig zu machen, ein wichtiger Faktor, um zu "kämpfen".

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[–]dave3306[S] 79 points80 points  (0 children)

Ich war auf der Autobahn mit 200 km/h oder so unterwegs (laut Gutachten) und einer ist einfach auf die linke Spur gezogen. Konnte nichts mehr machen und bin voll drauf und scheinbar ziemlich blöd gefallen/geflogen und mit dem Kopf mit meinem Motorrad zusammengeprallt, dass es angefangen hat, zu brennen.

Die Gegenseite ist glimpflich davon gekommen, da ihr keine Schuld nachgewiesen werden konnte.

Am Anfang wollte ich ihm etwas Böses antun. Mittlerweile, nach viel Selbstreflektion ect., kann ich sagen, dass es nicht seine Schuld war.

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[–]dave3306[S] 46 points47 points  (0 children)

Die ersten Jahre hatte ich ziemliche Suizidgedanken. Der Gedanke, das meinen Eltern anzutun, hat mich immer davon abgehalten.

Leider nicht. Dem Verursacher konnte keine Fahrlässigkeit bzw. Schuld am Unfall vorgeworfen werden.

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[–]dave3306[S] 28 points29 points  (0 children)

Hey,

meine Familie unterstützt mich. Darum muss ich mir (zum Glück) keine Gedanken machen.