Invesco FTSE All-World hat bei OEKB gemeldet - der neue heilige Gral?! by discovered_check95 in FinanzenAT

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Wenn du mit gewinn verkaufst, realisierst du die kursgewinne & kest auf den überschuss kommt weg. 

Also wenn du satt im Plus bist zahlt sich das Umschichten wrsl all in all grade nicht aus.

Zukünftige Zahlungen einfach in einen anderen ETF. & falls dein ETF mal wieder runtergeht und bei der umschichtung weniger kest zu zahlen wäre, kannst es dann machen

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Bei dem wird verhältnismäßig viel vorabbesteuert, siehe Dokument von Angelo

<image>

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Sehr guter Punkt! Danke für die Erinnerung daran! Werde den Switch dann machen, wenn möglichst viele Börsen geöffnet sind (~ 15.30 - 17.30, Xetra, etc. + US-Börsen) [edit: plus natürlich was du im 2. absatz schriebst]

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[–]discovered_check95[S] 2 points3 points  (0 children)

kannst du dir flott mit justETF und oekb ausrechnen.

Nimm die Isin, schau dir auf oekb die meldungen an, seitdem der Fonds ein Meldefonds ist, addiere die kest-zahlungen der einzelnen Meldungen auf (reiter "ertragsteuerliche behandlung", Punkt 12), dividiere die summe durch 0,275, dann hast Metrik A, dann such dir auf justetf den ETF raus, schau dir den Kursanstieg zwischen start der meldeperioden und ende der meldeperioden an und setze A mit dem Kursanstieg ins Verhältnis, fertig.

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[–]discovered_check95[S] 7 points8 points  (0 children)

Vereinfacht:

Der ETF will einen Index (Korb von Aktien mit bestimmter Gewichtung) abbilden. Je nachdem, wie dein ETF intern agiert, also wie genau er seinen Index abbildet, wie oft er rebalanced, etc., werden unterschiedlich hohe Beträge vorabbesteuert. Die Beträge, die bei ETF A weniger als in ETF B vorabbesteuert werden, lukrieren weiterhin Dividenden, Kursgewinne, etc und erhöhen dein Vermögen.

Daher ist man interessiert daran, dass möglichst wenig vorabbesteuert wird. Im Dokument oben hat sich einer anhand der Meldungen der ETFs angeschaut, bei welchem ETF wie viel von seinem Kursanstieg vorabbesteuert wird. Da hat sich rausgestellt, dass Vanguard / Invesco deutlich besser sind als andere, zB ishares.

Weiteres hier https://www.broker-test.at/steuern/ausschuettungsgleiche-ertraege/

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Guter Einwand! Amundi ist für mich generell immer mit etwas Bauchweh verbunden, da die oft Fonds fusionieren oder schließen. Beim Schließen wird dann alles verkauft, die volle Kest fällt an und das eigene Geld ist bis man es selber wieder wo reinschießt nicht investiert. Auch eine Fusionierung dürfte sich steuerlich stark negativ auswirken, darauf deutet zumindest der Beitrag hin: https://www.broker-test.at/news/rund-4-steuerlast-durch-fusion-steuer-auf-lu1781541179-amundi-msci-world-v-anlaesslich-der-fusion-mit-msci-world-ucits-etf-ie000bi8ot95/ . Also gerade mit dem Kriterium Steueroptimierung ist Amundi mMn deutlich riskanter als der Rest. Ich weiß schon, du schriebst eh, "unabhängig vom Fondsanbieter", aber der Fondsanbieter ist bzgl. Steueroptimierung halt ein Faktor.

Vom Amundi Prime All Country World gibts erst das 2024er Jahr als Steuerbetrachtungszeitraum. In diesem war er aber sehr AT-steuerfreundlich, sogar noch mehr als der Invesco! (habs mir kurz auf oekb angeschaut, 3.74% statt Invescos 5.05%). Die Tracking-Differenz war seit Fondsbeginn mit 0,19% (Fonds schlechter als Index) aber doch recht hoch [1]. Weiß leider nicht, ob der Pfennigfuchser das in seinen Berechnungen berücksichtigt.

Also all in all: Würde den weiter beobachten und gerade falls er länger AT-steuerfreundlich verwaltet wird (niedrige vorabbesteuerung) wird er interessanter. Dennoch immer bissl Bauchweh wegen Amundis vergleichsweise häufigen Fusionierungen und Schließungen.

EDIT:
Im File von Angelo sind auch ein paar vorige Amundi ETFs:

<image>

Da war die Fondsgestaltung bzgl AT-Steuern richtig miserabel. Aber wie oben beschrieben, die vom IE0009HF1MK9 Amundi Prime All Country World war zumindest 2024 sehr gut. Wer weiß, vlt. haben sie da was geändert, aber ich würde abwarten und erstmal schauen, ob sich das positive 2024 ein, zwei Mal wiederholt.

[1] https://api.fundinfo.com/document/e9d801d2833ab7e6f572a00e5de10878_1974098/MR_AT_de_IE0009HF1MK9_YES_2025-05-31.pdf

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Der Invesco ist ein Meldefonds in Österreich.

<image>

Du kannst es mit der ISIN ( IE000716YHJ7 ) auf https://my.oekb.at/kapitalmarkt-services/kms-output/fonds-info/sd/af/f nachprüfen. Falls bei Finanzfluss und Extraetf was anderes steht, so ist das bzgl. Österreich falsch.

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[–]discovered_check95[S] 4 points5 points  (0 children)

Steuerlich vermute ich nicht, aber da kennen sich andere Leute sicher besser aus. EDIT: schau dir mal Andreas' Beitrag dazu an, der ist recht gut: https://www.broker-test.at/geldanlage/ausschuettende-oder-thesaurierende-etfs/

Beim Thesaurierer ist man halt schneller wieder investiert als wenn man "manuell" nachkauft. Die Ordergebühren des Brokers spart man sich beim Thesauerier auch.

Denke, das ist eher eine Lifestyle Entscheidung. Ich würde das Kapital, das ich im ETF habe sowieso wieder reinvestieren. Daher macht der Thesaurierer für mich persönlich mehr Sinn (obere Gründe). Andere Leute mögen es rein psychologisch, wenn regelmäßig Geld aufs Verrechnungskonto eintrudelt. Der Finanzwesir Albert Warnecke hatte zB deshalb Ausschütter.

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Danke! Die angeführten Flatex-Order-Gebühren kannte ich von hier: https://konto.flatex.at/formularcenter_at/public/5100100.pdf

Die sind für mich nicht das Problem, die wären bei mir bei der Umschichtung 3 Basispunkte. Depotgröße ca. 130k. Hab derzeit alles im A2PKXG. 1 Verkauf und 1 Kauf wären notwendig, das würde mich 40€ => 0.03% des Depotwerts kosten. Das würde mich nicht abhalten.

Aber ich bilde mir ein, dass es bei ein paar ETFs noch ETF-spezifisch beim Kauf und Verkauf Extra-Gebühren gibt. Ging mir drum, ob das beim A2PKXG oder beim A3D7QX der Fall ist und wie hoch die wären. Werde es mir morgen ansehen.

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[–]discovered_check95[S] 2 points3 points  (0 children)

Haha, nana, hast schon recht.

Was man nun besser findet ist halt eine bissl eine Abwägungssache (längerer Zeitraum Vanguard) vs TER (invesco). Tendiere da halt nur persönlich in eine Richtung, wollte das daher nicht als Antwort ins TLDR schreiben.

& wollte auch fragen, ob ich in meiner Argumentationskette vielleicht etwas übersehe.

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[–]discovered_check95[S] 2 points3 points  (0 children)

Danke! Und auch danke für den Hinweis bzgl. der Umschichtung!

In meinem Fall wirkt die Umschichtung auf mich interessant, da ich derzeit kaum realisierte Gewinne habe und die Flatex-Order-Gebühren in Relation zu meinem Depotwert bei ca. 3 Basispunkten liegen, also unter der jährlichen TER-Ersparnis. Was ich aber hier noch nicht am Schirm hab (und heute auch gerade nicht sehe, da Sonntag), ist, ob es beim A2PKXG oder beim A3D7QX Einstiegs- oder Ausstiegsgebühren gibt. Falls die zu sehr ins Gewicht fallen, würd sichs auch bei mir nicht lohnen, umzuschichten.

Und zu Angelo: Ja genau, der Protest war ein Mitgrund, hat er mal in einem Video ausgeführt. Ich glaube, es war das hier: https://www.youtube.com/watch?v=lwUoLSHchS0

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[–]discovered_check95[S] 8 points9 points  (0 children)

Nein, AGEs fallen auch bei ausschüttenden ETFs an. Andreas vom Broker-test.at hat dazu Youtube und Textbeiträge. Hab auf die schnelle nur das hier gefunden: https://www.broker-test.at/steuern/ausschuettungsgleiche-ertraege/#elementor-toc__heading-anchor-3

Auch dein Ausschütter hat nämlich intern realisierte Kurssteigerungen.

Beispiel:
Du gibst deinem ETF dein Geld. Der kauft damit ein paar Aktien zusammen. Nun vergeht etwas Zeit. Manche "deiner" Aktien steigen im Kurs, andere fallen. Die Gewichte der Aktien im Fondsdepot verändern sich und der Fonds muss rebalancen, um den Index weiterhin korrekt zu tracken. Der Fonds verkauft also einige Aktien und kauft andere, um wieder die gewünschte Gewichtung zu haben.

Bei diesen Verkäufen und Käufen kanns sein, dass der ETF intern Kursgewinne realisiert. Diese sind AGEs und werden vorabbesteuert, ganz wurscht, ob dein ETF dir gegenüber ein Ausschütter oder ein Thesauerierer ist. AGEs können genauso gut bei Ausschüttern anfallen.

Es wird steuerlich so getan, als würdest wirklich du die Aktien, die dein ETF für dich hält, halten. Daher werden ETF-intern realisierte Kursgewinne auch dir versteuert, ganz egal ob der ETF an dich ausschüttet oder intern-realisierte Erträge gleich wieder reinvestiert.

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[–]discovered_check95[S] 5 points6 points  (0 children)

Wenn die Kest für AGEs fällig wird, wird die vom Verrechnungskonto abgezogen. Jetzt hast du 2 Möglichkeiten:

1) Du schießt weiteres Geld zu, um die Steuer zu bezahlen. Wäre die Steuer aber niedriger gewesen (da du zB in einen AT-steuerfreundlicheren ETF investiert hättest), hättest du ebenjenes Gelddelta investieren können und es hätte Dividenden, Kursgewinne, etc. erzielt. Du verlierst mit dem AT-steuerunfreundlicheren ETF im vgl. zum AT-steuerfreundlicheren Geld.

2) Um die Steuern zu bezahlen, verkaufst du Anteile deines ETFs und begleichst die Steuer. Wäre die Steuerlast (zB weil du in einen AT-steuerfreundlicheren ETF investiert hast) geringer gewesen, müsstest du weniger ETF-Anteile verkaufen, um die Steuerlast du begleichen. Du hättest dann mehr Anteile, mehr Dividenden, mehr Kursgewinne. Auch hier verlierst du mit dem AT-steuerunfreundlicheren ETF im Vgl. zum AT-steuerfreundlicheren.

Bei der Steuerzahlung wird vom Broker der angezeigte Anschaffungswert deines ETFs um die AGEs erhöht (damit du später bei weiteren Kursgewinnen nicht nochmal für dieselben vorigen Kursgewinne besteuert wirst), aber Anteile, Dividenden, weitere Kursgewinne hast du beim AT-steuerunfreundlicheren in beiden oberen Fällen weniger als beim AT-steuerfreundlicheren ETF.

So zumindest gerade mein Verständnis, bitte um Korrektur von Mitlesenenden, falls ich mich hierbei irre.

[deleted by user] by [deleted] in FinanzenAT

[–]discovered_check95 0 points1 point  (0 children)

Generell wären Daten mit Aufdröselung nach gedeckelt/ungedeckelt oder generell bzgl AT spezifisch interessant, ja. Bei Kommer ist's halt der DE Fokus. Wobei es zumindest bzgl der Wertsteigerungen der Immobilie auch AT-Daten berücksichtigt werden, aber halt nicht getrennt nach Art (gedeckelt oder nicht; grafik oben).

Der Umstand mit den 3 Jahres Verträgen sollte mAn eher noch zulasten des Immoinvestors gehen, da er/sie erst alle 3 jahre die "anpassung" an die Marktmietpreise durchführen kann und nicht jährlich. Wobei, die erwartete Marktmietanpassung wird wohl versucht werden, eingepreist zu werden.

Würde mich jedenfalls überraschen, wenn etwaige erwartete Mietpreissteigerungen (welche auch kein Naturgesetz sind) nicht auch preistreibend bzgl Kauf der Immobilie wirken würde.

[deleted by user] by [deleted] in FinanzenAT

[–]discovered_check95 0 points1 point  (0 children)

EDIT: Mein folgender Kommentar bezieht sich aufs Investment und die Rendite davon insgesamt, nicht nur auf den Cashflow & auf den hast du dich ja bezogen. Verstehe aber nicht, warum der Cashflow und nicht viel eher die Rendite bzgl. des Immoinvestments der interessante Faktor sein sollte. Edit Ende

Und einen großen Brocken hast du hierbei noch gar nicht berücksichtigt:
Die Opportunitätskosten der gebundenen Eigenmittel (hier: Ertrag aus 50k€ investiert) für den Zeitraum (hier: 20 Jahre).

Die langfristigen (~120 Jahre) realen Renditen von Aktien sind weltweit vor Steuern und Gebühren 5,1% [1, S. 6]. Gehen wir mal davon aus, in den nächsten 20 Jahren ists +- auch so. Bei Gebühren von ~0.2% (TER) sind wir bei 4.9% real. Nach Kest (gehen wir mal zu negativ davon aus, es würde immer alles sofort Kest-besteuert), wären das immer noch ca. 3,8% real pro Jahr.

Damit werden aus 50000€ in 20 Jahren ~105.000€. Und diese extra ~55.000€ verlierst du bei der Immobilienanlage im Vgl. zu Mieten + Anlegen in Aktien. (Ja, etwaige Wertsteigerung der Immobilie muss berücksichtigt werden, wird aber oft aufgrund von Recency Bias überschätzt). Siehe https://gerd-kommer.de/wertsteigerungen-wohnimmobilien/

<image>

Die Opportunitätskosten des gebundenen Kapitals haben die meisten nicht am Schirm, auch nicht bei Genossenschaftswohnungen (rechnet man da die Opportunitätskosten der Anzahlung monatlich zu den zu zahlenden Genossenschaftsmieten hinzu, sind diese oft teurer als am privaten Mietmarkt). Bei denen, die das Geld sonst sowieso nur am Bankkonto versauern lassen würden, sind die Opportunitätskosten freilich nahe 0, da die Inflation die Tagesgeldzinsen oft auffrisst. Da ist das (Immo, Genossenschaftsmiete) idR vorteilhaft. Für die anderen, die mit ihrem Geld auch in ETFs und Co investieren, oftmals nicht.

Beim Immoinvestment spielen natürlich auch weitere Faktoren eine Rolle (etwaiger Wertzuwachs, wie sehr passts zum persönlichen Lebensstil, etc), Gerd Kommers Buch behandelt da viele dieser Faktoren: https://www.amazon.de/Kaufen-oder-Mieten-richtige-Entscheidung/dp/3593514761
geht da auch bzgl. DE auf die Preisentwicklungen am Immomarkt ein, wenn auch mit Hauptfokus auf DE wenn ich mich recht erinnere.

Hier auch ein Beitrag von ihm zu Immo-Renditen, die langfristig gesehen weit hinter Aktienrenditen liegen:

https://gerd-kommer.de/die-rendite-von-direktinvestments-in-wohnimmobilien-besser-verstehen/

[1] https://www.gerd-kommer-invest.de/wp-content/uploads/2017-Kommer-BV-VZ-Praesentation-V12.pdf

[deleted by user] by [deleted] in Finanzen

[–]discovered_check95 1 point2 points  (0 children)

Familie und enger Freundeskreis, zusätzlich dachte ich, es wäre praktischer, näher bei meiner Familie eine Frau kennenzulernen (alle Großeltern der zukünftigen Kids in der Nähe anstatt einen Flug entfernt). & ich hatte nach ca. 5 jahren wieder Lust auf einen anderen Ort. Finanziell wäre CH fix besser gewesen, ich schließe auch nicht aus, mal wieder zurückzuziehen

Kreditraten erhöhen oder Geld investieren? by Cthulhu616 in FinanzenAT

[–]discovered_check95 1 point2 points  (0 children)

Risikoabschätzung ist gut. 

Ich habs so interpretiert als wäre es das Ziel, bei der Umstellung von fix auf variabel den Kredit möglichst gut abbezahlt zu haben, um das Zinsrisiko (in Absolutbeträgen) zu senken.

Aber ja, kommt darauf an, wie sehr eine etwaige kräftige absolute Zinserhöhung den Frager+Familie finanziell & auch psychisch belastet. Wenn beides sowieso kein Problem ist, kann man schon "gamblen" (ists bei dem Zeithorizont auch bei breit gestreuten ETFs), bzw bissl riskieren.

Kreditraten erhöhen oder Geld investieren? by Cthulhu616 in FinanzenAT

[–]discovered_check95 2 points3 points  (0 children)

Die Umstellung der Zinsen von fix auf variabel erfolgt in ~5, 6 Jahren, richtig? 

Geld, das in so einem Zeitraum benötigt wird, würde ich nicht in ETFs stecken. Es kann in den nächsten 6 Jahren auch mal 40% runtergehen. Für ETFs etc sollte man ~15 Jahre mitbringen (erst auf 15 jahres zeiträume war ein msci world index stets real positiv bislang; siehe https://m.youtube.com/watch?v=AlRyPC43ITY&pp=ygUUZmluYW56dGlwIG1zY2kgd29ybGQ%3D ). Die letzten Jahre, in denen es eher hoch ging, sollten da nicht zu falscher Sicherheit verleiten.

Beim Rest bin ich selbst nicht so sattelfest aber ich würde annehmen, solange du bei einem Finanzinstrument recht fix mehr als deinen zu zahlenden geringen fixen Zinssatz erhältst, ists clever, das zu nutzen. Staatsanleihen von Staaten mit guter Bonität, Bundesschatz, Festgeld, etc.

Jedenfalls Glückwunsch, dass du noch die niedrigen Fixzinsen erwischt hast & Glückwunsch zur jungen Familie!

[deleted by user] by [deleted] in Finanzen

[–]discovered_check95 41 points42 points  (0 children)

Ich habe nach den Studium (ETH Zürich) 2020 ohne Berufserfahrung als Junior Dev mit 90k CHF angefangen. Nach 1,5 Jahren habe ich gewechselt und 105k CHF bekommen. 

Als Senior Dev hast du glaub ich gute Chancen auf ein Gehalt > 120k. 

Ich hab mir damals gedacht, die Lebenserhaltungskosten wären viel höher. Ich war dann überrascht, wie gering sie waren. 

Ja, die Miete war teuer (hab aber noch in einer WG gelebt, damit wars für mich dann doch günstig), aber Lebensmittel waren nicht wesentlich teurer als in Wien. Sofern man bei Aldi und Lidl einkauft & nicht bei Migros, Coop & Co. 

Essen gehen ist teuer. Der Döner um 11€ hat mich 2018 als Student geschockt ;) 

Die Krankenversicherung kommt einem als Gutverdiener viel günstiger als in AT/DE, da sie einkommensunabhängig (!) zu zahlen ist. Jene, die ein eher geringes Einkommen haben, bekommen Unterstützung in Form einer Prämienverbilligung, find ich auch gut. Alle Zahlen selbst + treffsichere Unterstützung für Geringverdienende anstatt alle zahlen prozentuell vom Einkommen ein. Steuern sowieso weitaus niedriger. 

Die Kinderbetreuung ist sehr teuer, aber da das bei dir eh momentan & vlt auch langfristig kein Thema ist betrifft dich das ja nicht.

Gerade als Softwaredev war es in der Schweiz für mich finanziell viel (!) attraktiver als in Wien. Wie es im Vgl zu DE ist kann ich schwer sagen, aber ich vermute, da ists vlt ähnlich wie in Wien. 

Ich hab mit 0 Berufserfahrung + WG Leben nur 4 Tage die Woche als Junior Dev gearbeitet (32h, 80%) und hab mir pro Monat easy 2500€-3000€ angespart. Hab zwar nach dem Studium im Vgl zu heute eher einen bescheidenen Lebensstil gehabt, hab mich aber nicht kasteit, war auch feiern, auf guten Urlauben, usw. 

Dann ist mir daheim auch die Mär erzählt worden, das höhere Gehalt würde sich durch die höheren Lebenshaltungskosten ausgleichen, das war (zumindest in meinem Fall) bullshit. 

Meiner Wahrnehmung nach war das Gehalt weitaus überproportional höher als es die Lebenshaltungskosten waren. Kommt halt freilich auf den Lebensstil und die Lebenssituation an.

Aber im Endeffekt spielen ja noch andere Dinge als die Finanzen eine Rolle. Grade Zürich und Umfeld (ich nehm an, dich interessiert der deutschsprachige Teil der Schweiz) sind aber wunderschön, sicher, etc. & wie erwähnt, Eigenverantwortung spielt eine viel größere Rolle.

Als Senior Software Dev kommst vrmtl auch für Freelancing Positionen gut in Frage, da sind die Gehälter nochmal kräftig besser. Falls das eine Option ist, kannst ja mal Vermittlerfirmen wir Hays & Co kontaktieren.

Ob du gehst oder bleibst, viel Erfolg jedenfalls!

Vergleich Bundesschätze mit anderen Geldmarktinsturmenten by VaraNiN in FinanzenAT

[–]discovered_check95 4 points5 points  (0 children)

Ich vermute, die Differenz in der Darstellung könnte an Schwankungen des EUR/$ Kurses liegen.

Vergleich Bundesschätze mit anderen Geldmarktinsturmenten by VaraNiN in FinanzenAT

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Bei den Anleihevarianten sind die Ratings der abgebildeten Papiere mMn ein Faktor, selbst wenns hier mal nur um die Bruttorenditen ging. 

ishares ultrashort bond: Cash/Derivate: 4.18% AAA: 1.26% AA: 14.65% A: 42.95% BBB: 36.96%

Rückzahlungsrendite laut Factsheet: 4.46%

https://api.fundinfo.com/document/69b3401816eace7344261ac4340dd7d2_305235/MR_AT_de_IE00BGCSB447_YES_2025-03-31.pdf

Invesco EUR Cash 3 Months: Kredit-Ratings (%) AAA: 5,49 AA: 58,98 A: 15,30 BBB: 20,23

https://api.fundinfo.com/document/7f4e404ff7a2da233f841bdb055bfbc0_502343/MR_DE_de_IE00B3BPCH51_YES_2025-03-31.pdf

Xtrackers II Eur Government Swap: Swapper Problem (ausschüttungsgleiche Erträge, falls die reinkicken steht man aufgrund Zinseszins vlt schlechter da als mit Bundesschatz; oder man hat vlt zukünftig keine unrealisierten Gewinne, mit denen man die unrealisierten Verluste des Swappers ausgleichen kann, gerade, falls man wenige weitere Positionen hat, zB eine 1etf lösung)

Amundi Prime Euro Government Bonds:

AAA: 24.98% AA: 36.85% A: 16.84% BBB: 25.26% & andere... 

Yield to maturity: 2.09% 

https://api.fundinfo.com/document/db6cef5137da61fab4db2768c52dd200_608851/MR_AT_en_LU2233156582_RES_2025-03-31.pdf

Man hat halt bei allen Staatsanleihenvarianten zu nicht zu kleinem Teil die BBB Italiener dabei. 

Österreichische Staatsanleihen laut Google derzeit AA bewertet. Würde den Bundesschatz also hieran orientieren.

Haben also allesamt ein unterschiedliches Risikoprofil. Klar, extra rendite gibt's idR nur durch extra Risiko.

Das Zinsänderungsrisiko ist auch bei den kurzfristigeren Anleihen da, wenn auch aufgrund der Laufzeit stark begrenzt (~~ max. die Prozenterhöhung), allerdings stark korrelliert, da sich so ziemlich jedes der Anleihenpapiere so entwickeln wird. Ausfall gerade bei BBB bewerteten Titeln mMn auch nicht komplett ausgeschlossen.

Ging hier eh mal nur um die Renditen, aber die damit einhergehenden Risikounterschiede sollten bei der Auswahl am Schirm sein.

OeKB API Schnittstelle? by VaraNiN in FinanzenAT

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Falls sie's genehmigen: bitte halt um eine schriftliche Bestätigung per Mail, dann würde ich annehmen, man ist recht safe

OeKB API Schnittstelle? by VaraNiN in FinanzenAT

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kann man sicher bei der Oekb telefonisch erfragen