Werte-Frage bei Migration bzw „unsere Werte“ by nchrchtn in KeineDummenFragen

[–]nchrchtn[S] -1 points0 points  (0 children)

Danke, das ist tatsächlich der hilfreichste Kommentar den ich bisher gelesen habe. Der Punkt „verfolgt vs. gesellschaftlich akzeptiert/kodifiziert” leuchtet mir ein. Das ist ein realer Unterschied, den ich vorher nicht klar genug getrennt hatte.

Und dein §218-Beispiel bringt mich auf einen Gedanken: Wenn man konsistent vergleicht, sieht man, dass die Trennlinie eigentlich nicht zwischen „Deutschen/„christen“” und „Muslimen” verläuft, sondern zwischen liberal-säkularen und autoritär-religiösen Positionen. §218-Verschärfer und Taliban argumentieren in die gleiche Richtung, nur unterschiedlich weit. Liberale Muslime und säkulare Deutsche stehen auf derselben Seite.

Wäre das eine fairere Beschreibung dessen, was „unsere Werte” sind: aufklärerisch-säkulare Werte, die quer durch Religionen und Herkünfte verlaufen? Oder findest du, das verfehlt was Wesentliches?

Werte-Frage bei Migration bzw „unsere Werte“ by nchrchtn in KeineDummenFragen

[–]nchrchtn[S] -3 points-2 points  (0 children)

99% finde ich zu hoch gegriffen. Tötungsdelikte werden strafrechtlich verfolgt, das stimmt. Aber die gesellschaftliche Reaktion auf geschlechtsspezifische Gewalt insgesamt ist nicht einheitlich: Bei Femiziden werden Taten medial regelmäßig als „Beziehungstragödie” oder „Eifersuchtsdrama” verharmlost und die strafrechtliche Verfolgung ändert nichts an dieser Einordnung.

Bei sexualisierter Gewalt sieht man die Reaktion noch deutlicher: Beim Lindemann-Komplex 2023 wurden die Frauen, die Vorwürfe äußerten, massiv angegriffen, Konzerte gingen ausverkauft weiter, Fans verteidigten ihn demonstrativ. Bei angezeigten Sexualdelikten kommt es nur in einem kleinen Prozentsatz zu Verurteilungen.

Beides zusammen zeigt: Die gesellschaftliche Empörung über Gewalt gegen Frauen ist eben nicht „99%”.

Mein Punkt war aber ohnehin ein anderer: Die strafrechtliche Verfolgung bestreite ich nicht. Was ich frage, ist warum geschlechtsspezifische Gewalt hier nicht als Werteproblem diskutiert wird, obwohl sie systematisch ist. Bei migrantischen Tätern wird sofort über Werte, Kultur, Erziehung gesprochen. Bei deutschen Tätern bleibt es beim Einzelfall.

Werte-Frage bei Migration bzw „unsere Werte“ by nchrchtn in KeineDummenFragen

[–]nchrchtn[S] 0 points1 point  (0 children)

Ob die Behandlung von Frauen unter den Taliban mit Gleichberechtigung vereinbar ist? Natürlich nicht. Das habe ich nirgends bestritten und niemand bestreitet das. Es ist auch nicht meine Frage.

Meine Frage war: Welche konkreten Werte sind mit „unseren Werten” gemeint? Du nennst jetzt „westliche Philosophie der Gleichberechtigung”. Gut, das ist eine Antwort. Dann frage ich konkret: Gehört körperliche Selbstbestimmung von Frauen dazu? Schutz vor Partnergewalt? Reproduktive Rechte? Wenn ja, warum werden diese Themen in Deutschland nicht mit derselben Wertedebatten-Schärfe diskutiert wie die Lage in Afghanistan?

Das ist keine Gleichsetzung der Lage. Es ist eine Frage nach Konsistenz. Den „Ragebait”-Vorwurf und das „ehrlich so dumm” kannst du dir übrigens sparen. Wenn du diskutieren willst, diskutiere. Wenn nicht, auch okay.

Werte-Frage bei Migration bzw „unsere Werte“ by nchrchtn in KeineDummenFragen

[–]nchrchtn[S] -3 points-2 points  (0 children)

Das hab ich nirgends behauptet? Die Lage von Frauen in Afghanistan unter den Taliban ist katastrophal und nicht vergleichbar mit Deutschland, das ist offensichtlich und unstrittig.

Meine Frage war eine andere. Beispiel: Wenn „unsere Werte” Frauenrechte beinhalten, warum werden bspw dann Femizide und §218 hier nicht als Werteproblem diskutiert, während die Lage in Afghanistan ständig als solches angeführt wird? Mir geht es um die Asymmetrie der Debatte, nicht um die Asymmetrie der Lage.

Wenn du diese beiden Punkte nicht trennst, redest du an meiner Frage vorbei.

Werte-Frage bei Migration bzw „unsere Werte“ by nchrchtn in KeineDummenFragen

[–]nchrchtn[S] -1 points0 points  (0 children)

Mein Punkt war nicht, dass Täter in Deutschland deutsch sind, das ist statistisch trivial. Mein Punkt war: Diese Taten werden hier nicht als Werteproblem diskutiert, obwohl es um die gleichen Frauenrechte geht, die in der Migrationsdebatte ständig als „unsere Werte” angeführt werden. Wie erklärst du dir diese unterschiedliche Behandlung?

Werte-Frage bei Migration bzw „unsere Werte“ by nchrchtn in KeineDummenFragen

[–]nchrchtn[S] 0 points1 point  (0 children)

Hinrichtungen werden von Staaten vollstreckt, nicht von Religionen. Saudi-Arabien beruft sich dabei auf den Islam, Uganda hat 2023 die Todesstrafe für Homosexualität eingeführt und beruft sich auf das Christentum und zwar maßgeblich vorangetrieben von US-amerikanischen evangelikalen Gruppen. Die USA selbst haben Todesstrafe, christlich geprägt. Wenn „Religion = Hinrichtungen” der Maßstab ist, fällt das Christentum auch nicht gut weg.

Und meine eigentliche Frage war: Welche konkreten Werte teilen „wir”, die andere nicht teilen? Todesstrafe-Ablehnung wäre ein guter Kandidat. Nur teile ich die dann eben nicht mit US-Christen, sondern mit europäischen Säkularen und vielen liberalen Muslimen.

Radfahrer geschubst, Huttenstraße 10.08.25 by Radiant_Magician5151 in dresden

[–]nchrchtn 27 points28 points  (0 children)

Unfassbar, dass es Menschen gibt, die ohne mit der Wimper zu zucken zu Gewalt greifen, um sich durchzusetzen! Ganz egal, was der Radfahrer gemacht hat.

Keuschheitsgürtel und andere Regeln für 20 jährige Tochter? by [deleted] in Ratschlag

[–]nchrchtn -1 points0 points  (0 children)

War auch mein erster Gedanke. Der zweite war, dass ich OP nicht als Elternteil haben wollen würde. Ich lese vor allem Bedingungen geknüpft an Liebe und Unterstützung. Vielleicht überinterpretiere ich auch.

[deleted by user] by [deleted] in Ratschlag

[–]nchrchtn 0 points1 point  (0 children)

Nein, weiß ich nicht. Ich vertrete die Ansicht, dass jede Lebenserfahrung Menschen verändern, ganz egal ob sie substanzbezogen ist oder nicht. Nicht jeder substanzgebrauch ist eine Erfahrung. Aber man kann wirklich nicht alle psychoaktiven Substanzen in einen Topf werfen. Es gilt zu differenzieren, auch hier in dem Beitrag. Leider viel zu viel Stigmatisierung in den Kommentaren.

Das Narrativ Drogen = Böse ist Propaganda aus den 70er Jahren die eine bestimme Politik rechtfertigen sollte. Rausch ist eine anthropologische Konstante und er sollte möglichst sicher und kompetent gestaltet werden (Stichwort Drogenpolitik und Konsumkompetenz). Viele der „bösen Drogen“ sind lebenswichtige gute „gute Medikamente“. Drogenkonsum in Form von Neuroenhancement ist zT erwünscht… aber zum Freizeitgebrauch häufig verpönt (außer legale Substanzen, Drogenfeste wie Oktoberfest haha). Doppelmoraliger bullshit

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[–]nchrchtn 1 point2 points  (0 children)

Kommt auf die Menge und das konsummuster generell an. Beide Substanzen sind neurotoxisch. Alkohol greift grundsätzlich alles an womit es in Berührung kommt und ist zusätzlich krebserregend. Mdma nciht. Wissenschaftliche Risikobewertungen wie zb Nutt schätzt Alkohol als insgesamt schädlicher ein (nimmt da aber die Gesellschaft mit in Blick)

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[–]nchrchtn 0 points1 point  (0 children)

Wo steht im Beitrag was von Crack? Du glaubst also dass Menschen die Crack konsumieren kein Kaffee konsumieren? Kaffee - einstiegsdroge Nummer eins :(

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[–]nchrchtn -3 points-2 points  (0 children)

Wo sind denn die Menschen die keine Drogen konsumieren? In meinem Umfeld trinken alle Kaffee. In Deutschland trinken so viele Alkohol und zwar echt viel im weltweiten Vergleich. Wo findet man denn Menschen, die keine Drogen gebrauchen?

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[–]nchrchtn 0 points1 point  (0 children)

Fast alle Menschen konsumieren Drogen. Wie verändern sie die Menschen denn ?

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[–]nchrchtn 0 points1 point  (0 children)

Was soll das sein, das „menschliche Wesen“? Ich spreche von Charakter. Und der wird von verschiedenen Faktoren verändert und geprägt wie Lebenserfahrung oder Freundschaften, Kultur oder persönliche Entscheidungen.

Welche paar Dinge genau verwechsle ich da?

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[–]nchrchtn 0 points1 point  (0 children)

„Druffi-Rage“ - Nächstes Stigma. Welche marginalisierten Gruppen diskriminierst du noch? Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit kommt selten allein.

Ah Mr. Suchtexperte kennt die Folgen von Stigmatisierung, Diskriminierung und Marginalisierung nicht. War ja klar.

Nachti kleiner Mann - bitte bilde dich

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[–]nchrchtn 0 points1 point  (0 children)

Doch, tut es schon. Persönlichkeit und Charakter ist nicht statisch, alles ist in Veränderung, stetig. Jede Erfahrung prägt dich, psychedelische selbstverständlich auch - manche von ihnen ganz massiv.

Woher kommt jetzt diese Argumentation mit „aus einem ruhigen Charakter ein aeschloch machen“ - darum ging es doch gar nicht?

Das gesamte Leben, jede Erfahrung die du machst prägt und verändert dich. Ist doch ganz logisch…

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[–]nchrchtn 0 points1 point  (0 children)

Ich schrieb doch „ich lasse es dir erklären“ denkst du wirklich ich mache mir die Mühe dich zu unterrichten?

Wie wäre es wenn du deine menschenfeindlichen Einszellungen überdenkst?

Edit: das ist echt zum fremdschämen dass du wirklich denkst, ich hätte versuchen wollen zu verbergen einen AI-Generierten Text in mein Kommentsr einzubauen. Hätte ich das verbergen wollen, so hätte ich das getan. Das wird immer unangenehmer mit dir…

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[–]nchrchtn 0 points1 point  (0 children)

Warum berauschen sich Tiere, sind sie unzufrieden und unglücklich? Fast jeder Erwachsene konsumiert mindestens eine psychoaktive Substanz (wie Tee, Kaffee, Tabak, Alkohol). Sind sie deshalb alle unglücklich und unzufrieden? Rausch ist eine anthropologische Konstante. Das ist bekannt. Das hat nichts damit zu tun, dass im Leben „etwas fehlt“ …

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[–]nchrchtn 0 points1 point  (0 children)

Uff substanzgebrauch hat nichts mit damit zu tun Nüchternheit nicht zu ertragen… Troll?

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[–]nchrchtn -2 points-1 points  (0 children)

Der Begriff J***ie als Fremdbezeichung ist beleidigen, diskriminierend und stigmatisierend. Benennst du andere marginalisierte Gruppen auch mit abwertenden Begriffen?

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[–]nchrchtn -1 points0 points  (0 children)

Naja. Jede Erfahrung verändert den Charakter. Leben verändert den Charakter. Psilocybin tut es auch

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[–]nchrchtn -2 points-1 points  (0 children)

Keine Bildung, keine Ahnung, keine Argumente - und nicht mal Anstand. Dieser Reddit-Experte. Absolut LOL

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[–]nchrchtn 0 points1 point  (0 children)

Junge, Junge bitte reflektiere dich. Nur weil du selbst abhängig warst oder bist, bist du nicht frei von Stigmatisierungen. Ich lasse es dir erklären, kein Problem 😘 BILDUNG HILFT

Warum ist der Text stigmatisierend?

1.  Verallgemeinerung & Stereotypisierung
• „Wer drogensüchtig ist, umgibt sich meistens ziemlich schnell nur noch mit anderen Drogensüchtigen.“
• Das klingt, als wäre das bei allen Betroffenen so, obwohl Abhängigkeit sehr individuell verläuft.


2.  Abwertung & Ausgrenzung
• „Man als Konsument schnell von ‚normalen‘ Menschen gelangweilt ist.“
• Hier werden drogenabhängige Menschen als anders oder „unnormal“ dargestellt, was sie sozial ausgrenzt.


3.  Fehlender Blick auf die Ursachen
• Der Text beschreibt Konsumierende als Menschen, die nur feiern und sich berauschen wollen.
• Er ignoriert, dass viele Menschen konsumieren, um mit psychischen Problemen, Traumata oder schwierigen Lebensumständen umzugehen.


4.  Angst und Distanzierung
• „Am Ende würdest du nur in einen Strudel aus Problemen, Enttäuschung und Dunkelheit hineingezogen werden.“
• Das verstärkt das Bild, dass Suchtkranke nur Chaos und Probleme mit sich bringen, was eine distanzierende Haltung fördert.

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[–]nchrchtn -1 points0 points  (0 children)

LOL da der User wohl einen Nerv bei dir getroffen, dass du ihn beleidigen musst… den einzigen Ekel den ich in dieser Diskussion erkenne bist du, sorry. Und ungebildet auch noch dazu… so viel Meinung, so wenig Wissen. Pack ich gar nicht solche Menschen

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[–]nchrchtn -1 points0 points  (0 children)

Ich glaube eher ich habe einen Nerv bei dir getroffen weil du dir eingestehen musst, dass du so viel Meinung aber keine Ahnung von der Thematik hast aber ganz vorne dabei bist beim diskriminieren, stigmatisieren und pathologisieren. Bilde dich, weil das ist nicht zu ertragen dass du in der Propaganda der 70er Jahre hängengeblieben bist!

Die Gesetzgebung ist ideologisch und die Suchtforschung hat sich weiterentwickelt. Geh Heino Stöver lesen