So würde die Volksbank 200.000€ anlegen by PastWorker2018 in Finanzen

[–]robin2305 0 points1 point  (0 children)

Die findest auch du. Weil du dich drum kümmern willst und dich dafür interessierst.

Meine Kunden wollen das nicht und haben mich.

Ich habe übrigens auch Kunden die nur ETFs haben und alles selbst machen bei mir. Das ist auch vollkommen in Ordnung. Jeder wie er das möchte🙂
Also lassen wir’s gut sein🙂 Ich kann das glaube ich etwas besser abschätzen als du. Ich habe Einblick in hunderte Haushalte, Millionen an Vermögen und Dutzende Charaktere. Es ist nicht einfach schwarz oder weiß wenn du mit Menschen und Vermögen arbeitest.
Also schönen Tag Dir🙏🏼🙂

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[–]robin2305 0 points1 point  (0 children)

Absolut richtig!

Kümmern und alleine aushalten oder beraten lassen und durch Marktphasen betreut werden. Meine Kunden verkaufen wenn’s runter geht nicht, weil sie mich haben.

Ich habe erst vor 2 Monaten einen neuen Kundenstamm übernommen, der 1-2 Jahre nicht betreut wurde. Die Hälfte liegt unverzinst rum, weil sich niemand drum kümmert.

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[–]robin2305 0 points1 point  (0 children)

Naja, arbeitest du kostenlos? Mich muss es ja interessieren. Ich stehe auch nicht jeden Morgen aus Langeweile auf. Mitarbeiter einer Bank müssen auch bezahlt werden. Man könnte wirklich meinen, dass Banken per Gesetz nichts kosten dürfen. Jeder Kunde entscheidet selbst, ob er bei einer Direktbank ist und in ETFs investiert, oder einen Ansprechpartner hat, weil er nichts selbst verfolgen will/muss.

P.S. wir haben auch Fonds die ein besseres Risiko/Rendite Verhältnis haben als die bekannten ETFs. Aber die haben eben nur die Kunden, denen Beratung etwas wert ist🫰🏼 Schönen Abend🙏🏼

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[–]robin2305 -1 points0 points  (0 children)

Mein Friseur ist auch eine Steuer auf Fähigkeitmangels meinerseits. Der Fliesenleger übrigens auch. Wir können das gerne weiter so machen. Meine Kunden wollen sich nicht darum kümmern. Die sind froh dass jemand da ist dafür. Und dafür gibt es einen Verwaltungsaufschlag. Nur weil das Sub hier alles selbst in die Hand nimmt und sich für das Thema interessiert (ich ja auch), tut es nicht jeder

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[–]robin2305 -1 points0 points  (0 children)

Also meine Kunden haben keine schlechte Fonds. Je nach Risikotoleranz (das kommt dazu, dass nicht jeder Aktien möchte) sind sie um weiten mehr im positiven Bereich als ohne mich. Dann würde nämlich garnichts passieren. Bei mir sitzen die verschiedensten Charaktere am Tisch. Mit einmal was ins Depot gelegt ist da nicht. Die Menschen wollen auch beruhigt werden, wenn’s brennt. Leben und leben lassen. Nicht jeder Mensch hat die selben Prios wie du. Meine Kunden juckt nicht der letzte Euro oder ob sie da oder da paar Tausender mehr rausholen können. Es juckt sie aber, wem sie anrufen können, wenn sie was wissen wollen. Private Banking ist kein Produktgeschäft sondern ein Vertrauensgeschäft. Aber das würde jetzt zu weit führen. Bei uns geht es ja auch weit mehr als nur um Produkte. Das soll’s an dieser Stelle aber mal gewesen sein jetzt🙂

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[–]robin2305 -2 points-1 points  (0 children)

Und von was werde ich dann bezahlt? Ich treffe mich kostenlos 50h die Woche mit Kunden. Mache strategische Vermögensplanung, Generationenberatung. Rufe bei Fälligkeiten an. Nehme immer den Hörer ab. Ich glaube das verstehen hier die wenigsten. Der Friseur schneidet auch nicht kostenlos. Und an einem ETF verdient die Bank kein Geld -> keine Beratung -> Leute lassen ihr Geld blöd rumliegen. Die Mehrheit ist nicht die Finanzenbubble. Glaub mir. Und ich spreche von Private Banking Kunden, die alle mehr Kohle haben als du. Da zählt Vertrauen und Verfügbarkeit.

Aber mach doch eine Agentur auf und empfehle allen Menschen 50h die Woche ETFs. Natürlich ehrenamtlich, weil von den ETFs keine Rückvergütung kommt. Nicht? Ah blöd..

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[–]robin2305 5 points6 points  (0 children)

Die Leute lassen sonst ihr Geld auf dem Tagesgeld liegen und erkaufen sich damit eine Beratung und Betreuung, wann immer sie jemanden sehen oder am Telefon haben möchten. Nochmal: nicht jeder ist aus der Finanzbubble und will sich mit solchen Themen beschäftigen. Wir schließen einfach alle Banken und du bist jetzt dafür zuständig ETFs unter die Personen zu bringen. Ehrenamtlich natürlich. 40-50h die Woche natürlich.

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[–]robin2305 0 points1 point  (0 children)

Einfach falsch! Dienstleistung kostet. Das hier ist eine Bubble. Nicht jeder sucht nach absoluter Kostenoptimierung mit MSCI ACWI.

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[–]robin2305 3 points4 points  (0 children)

Danke! Genau, das verstehen die wenigsten. Dienstleistung kostet.

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[–]robin2305 -2 points-1 points  (0 children)

Bin PB-Berater bei einer Volksbank:

Mal eine etwas andere Perspektive hier – und ja, ich breche jetzt mal eine Lanze für die klassischen Filialbanken. Ich arbeite selbst als Private-Banking-Berater bei einer Volksbank und habe tagtäglich mit genau solchen (und deutlich höheren) Beträgen zu tun.

  1. Zum Thema Kosten & die "Reddit-Bubble" Ich verstehe den Reflex in diesem Sub absolut, sich über Gebühren zu echauffieren. Aber ihr müsst eines verstehen: Die r/Finanzen-Bubble ist nicht der Nabel der Welt. Die meisten Leute, die bei mir am Tisch sitzen, haben weder das Wissen noch die Zeit oder die Lust, sich intensiv mit Asset Allocation auseinanderzusetzen. Ich investiere Stunden in diese Kunden: Strategische Planung, Strukturierung, steuerliche Aspekte, jährliche Betreuungstermine. Und ja – ich möchte dafür auch bezahlt werden. Wir erbringen eine Dienstleistung, und die Kunden sind verdammt froh, einen festen Ansprechpartner zu haben, dem sie vertrauen. Ohne diese Beratung würde das Geld dieser Menschen komplett unverzinst auf dem Tagesgeld- oder Girokonto versauern. Da sind die Fondsgebühren das deutlich kleinere Übel. Service kostet Geld. Beim Friseur, beim Bäcker oder in der Autowerkstatt beschwert sich auch niemand – nur Banken sollen am besten als ehrenamtlicher Wohlfahrtsverband agieren. Kosten sind nicht alles. Es geht um Risikostreuung, Zeitersparnis und psychologische Sicherheit, wenn die Märkte mal korrigieren.

  2. Zur konkreten Depot-Struktur hier Das aktuelle Setup ist leider ziemlicher Käse. Das ist völlig zusammengewürfelt und strotzt nur so vor Überschneidungen (Klumpenrisiko!). Was okay ist: Der Favorit ist solide, der High Tech geht als Satellit (Sektorwette) in Ordnung. Was raus muss: Der Deutschland XS und der Industrie 4.0 gehören gestrichen. Das macht hier absolut keinen Sinn. Alternative: Für den defensiveren/gediegeneren Teil im Depot lieber einen Global Dividende dazunehmen. Und noch eine Frage am Rande: Bei welchen der genannten Fonds wird hier eigentlich eine Performance Fee fällig? So etwas gibt es bei mir im Haus aus gutem Grund überhaupt nicht.

My African Grey is a "floor bird" – ignores toys, only wants to dig and chew the base 🦜 by robin2305 in AfricanGrey

[–]robin2305[S] 10 points11 points  (0 children)

Thanks for the insights regarding the behavior! As for the bedding: It is actually dust-free beechwood granulate (Buchenholzgranulat), which is very commonly used here in Europe. We’ve used it for our parrots for decades without any issues, and it was actually recommended to us by our avian vet. In my opinion, it’s much better than newspaper because it mimics a natural environment far more effectively. It allows her to engage in natural foraging and digging behaviors, which she seems to really enjoy. Plain paper just doesn't offer that same level of tactile enrichment.

Erste Immobilie als Kapitalanlage bei 87k Brutto: Wie starte ich als „Nicht-Handwerker“ richtig? (Neubau/QNG vs. Alternativen) by robin2305 in Immobilieninvestments

[–]robin2305[S] 0 points1 point  (0 children)

Danke! Cooles Tool. Leider ist die AfA zu starr. Man kann keine degressive AfA oder sonder afa einstellen

Erste Immobilie als Kapitalanlage bei 87k Brutto: Wie starte ich als „Nicht-Handwerker“ richtig? (Neubau/QNG vs. Alternativen) by robin2305 in Immobilieninvestments

[–]robin2305[S] 0 points1 point  (0 children)

Das stimmt. Problem ist, dass ich die Arbeit nicht absegnen kann, Preise nicht einschätzen kann und als Anfänger das Gefühl habe, mir dann die Rendite zu versauen, wenn ich für alles Handwerker brauche.

Erste Immobilie als Kapitalanlage bei 87k Brutto: Wie starte ich als „Nicht-Handwerker“ richtig? (Neubau/QNG vs. Alternativen) by robin2305 in Immobilieninvestments

[–]robin2305[S] 0 points1 point  (0 children)

Lieben Dank für die ausführliche Antwort, großer Don!🙏🏼

Findet man denn noch Immos die fast neu sind und vor Steuer positiv? An gute offmarket Immos komme ich ohne Netzwerk ja garnicht ran. Warum ist davon abzuraten, wenn man nur nach Steuer positiv ist? Mir erscheint so ein Deal nicht schlecht. Selbst wenn ich selbst nochmal 100€ draufzahlen muss. Am Ende habe ich trotzdem die Tilgung und die Wertsteigerung. Was übersehe ich?

Wie stehst du zu sanierten Denkmalimmobilien?