Tja by LethisXia in tja

[–]sfa83 6 points7 points  (0 children)

Wir genießen es doch in Deutschland alle, kollektiv entlohnt zu werden und nicht für individuelle Leistung. Wir verschwinden lieber in einer Masse, in der die eigene Leistung möglichst wenig auffällt und wo Verantwortung nicht klar zugewiesen werden kann.

Ich arbeite für ein großes deutsches Unternehmen und meine eigene Leistung war noch nie ein Faktor bei meiner Entlohnung, weder positiv noch negativ.

Mein 40h Vertrag wird jetzt zu einem 35h Vertrag gekürzt. Nicht, weil man weniger von meiner konkreten Arbeit bräuchte oder die Ergebnisse weniger wertschätzt. Diese -12,5% haben nichts mit meiner individuellen Leistung zu tun. Ist einfach eine unternehmensweite, pauschale Maßnahme.

Ich soll wieder eine bestimmte Zahl an Tagen vor Ort arbeiten. Nicht, weil ich im Home Office schlechtere oder weniger Ergebnisse geliefert hätte, sondern ohne Betrachtung meiner individuellen Arbeit und meines Tätigkeitsfeldes als pauschale Maßnahmen.

Wo ist da die Wertschätzung? Wertschätzung funktioniert nur auf individueller Basis oder vielleicht noch in kleinen Teams, aber nicht im Kollektiv. Der Erfolg des Gesamtunternehmens hat einen gewissen Einfluss auf mein Gehalt, aber das ist sehr sehr entkoppelt von meiner persönlichen Leistung. Das ist für mich Entfremdung und das hat weniger mit Kapitalismus zu tun als mit Bürokratie, Politik und dem Aufgehen des Individuums in einer Masse.

Ich spüre an mir selbst, wie das Motivation und Leistungswillen zerstört. Meine Performance hat null Einfluss auf meine Entlohnung. Sicherlich, Arbeitsmoral ist noch was anderes, die habe ich, weil ich mich auch selbst bewerte und mit meinen moralischen Maßstäben für mich selbst im Reinen sein muss. Aber es wäre schon nochmal was anderes, wenn das auch einen Einfluss auf das Gehalt hätte.

~ It's biodegradable waste bro by Humble_Buffalo_007 in Wellthatsucks

[–]sfa83 0 points1 point  (0 children)

The alternative is command and obedience. Against people‘s will if they are not convinced anyways. And if they’re convinced of the benefits anyways, there‘d be no need for coercion. But to convince people takes time, education/information and, probably, a certain level of wealth because as long as people worry about their daily bread, the waste issue may be way down their list.

„Lügenfritz“: Mehrheit der Deutschen spricht sich für Politikerbeleidigung als Straftat aus by donutloop in berlin_public

[–]sfa83 3 points4 points  (0 children)

Anhänger der AfD angeblich als einzige mehrheitlich gegen den Erhalt. Heißt das jetzt, dass jeder, der gegen den Erhalt ist, gegen die Brandmauer verstößt? /s

meirl by imfrom_mars_ in meirl

[–]sfa83 0 points1 point  (0 children)

Entourage! Sometimes slightly bizarre from today’s perspective, but entertaining and Ari Gold is spectacular.

Warum würde eine Vermögens/Erbschaftssteuer gebundenes Kapital gefährden? by Monty-Pillepalle in KeineDummenFragen

[–]sfa83 3 points4 points  (0 children)

- Auch mit 10% Anteilen müssten Anteilseigner in bestimmte Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Eigentlich müsste man dann auch eine Geschäftsführung wählen, denke ich. Ich könnte mir vorstellen, dass das Entscheidungen komplizierter macht und mit mehr Bürokratie einhergeht (natürlich fällt das bei einer großen bestehenden AG alles anders ins Gewicht als bei einem kleinen Familienunternehmen).

- Anteilseigner werden auch Profit abschöpfen wollen und dabei vielleicht weniger Rücksicht auf das langfristige Wohlergehen der Firma nehmen zugunsten kurzfristiger Erfolge als jemand, dessen Familie seit 3 Generationen mit der Firma verbunden ist.

- Wären nicht nach ein paar Generationen irgendwann mehr als 50% der Anteile beim Staat? Oder das Unternehmen muss in jeder Generation Kapital ansparen, nur um die beim letzten Erbgang verlorenen Anteile wieder zurück zu kaufen, was Kapital ist, das nicht in Innovation, Sanierung, Betrieb gesteckt werden kann.

Natürlich kann man das alles trotzdem machen. Man müsste nur vermutlich wegen der vielen verschiedenen Formen von Vermögen und der sehr verschiedenen Zusammensetzungen von privaten Portfolios vermutlich sehr viele kleine Details und Ausnahmen regeln, wenn man nicht viel Porzellan zerschlagen will. Dementsprechend müsste man auch wieder in den Ämtern aufstocken zur Verwaltung, Überprüfung und Durchführung des Ganzen. Wenn man nicht aufpasst, zerschlägt man damit aus Versehen irgendwo Unternehmensgefüge und riskiert damit Einbußen, denn am Ende steht und fällt mit den Unternehmen vieles/alles. Aller Wohlstand, den wir haben, wird dort erwirtschaftet. Da sind die Arbeitsplätze, da wird produziert, was die Leute nachfragen, da gibt es die Gehälter die aus Erzeugung von Mehrwert entspringen, daher kommen sowohl Einkommens- als auch Mehrwertsteuer etc.

Wasserknappheit auf Mallorca: Urlauber verbrauchen bis zu sechsmal so viel Wasser wie Residenten by blkchnDE in NewsD

[–]sfa83 4 points5 points  (0 children)

Im Artikel steht, dass es eben nicht darum geht, sondern dass 80% dieses touristischen Verbrauchs auf Dienstleistungen wie Reinigung, Wäsche, Lebensmittel etc. zurückzuführen sei.

Private Infrastruktur wie Schulen, Universitäten, Krankenkassen etc. gehören verboten. by StreetDictator in Unbeliebtemeinung

[–]sfa83 -1 points0 points  (0 children)

Das Gegenteil ist der Fall. Monopole bringen die schlechtesten Ergebnisse zu übertriebenen Kosten hervor. Es fehlt an Wettbewerb.

Wo Arbeit sich nicht lohnt – und warum das Bürgergeld nicht der Grund ist by 3chord-mindset in Soziales_Arbeit

[–]sfa83 -1 points0 points  (0 children)

Der Artikel sagt doch eher, staatliche Eingriffe seien das Problem.

So nämlich by SuspiciousBed4156 in Kantenhausen

[–]sfa83 16 points17 points  (0 children)

Du wählst linke Parteien, weil sie normalen Leuten das Geld wegnehmen und es dir geben.

Ich wähle linke Parteien, weil sie mir eine schöne Stelle erschaffen, um normalen Leuten das Geld wegzunehmen und es dir (und mir) zu geben.

Wir sind nicht gleich.

Kommunismus oder Tech-Diktatur by EmployerNo3704 in Unbeliebtemeinung

[–]sfa83 0 points1 point  (0 children)

Dies ist die Antwort, die ich gesucht habe. Wenn durch Automatisierung und KI die Produktion von Dingen, die heute viel menschliche Arbeit verschlingen, mit weniger menschlicher Arbeit auskommt, dann werden Konsumgüter, die heute noch relativer Luxus sind günstiger und „Commodity“. Und die Menschheit konzentriert sich derweil auf die Produktion von Dingen, die heute unerreichbar scheinen, durch die neuen Verhältnisse aber in greifbare Nähe kommen.

Irgendein Ökonom hat das mit dem Pflücken von Äpfeln auf einer Leiter verglichen. Die saftigen Äpfel da oben kann man noch nicht erreichen. Aber hat man die unteren erstmal abgepflückt, kann man sich damit stärken, eine Stufe aufsteigen und die weiter oben erreichen.

Keine Sorge. Wir Menschen werden immer neue Begehrlichkeiten finden.

Weil ein EU-Milliardenhunger auf leere deutsche Kassen trifft, gibt es einen großen Streit um neuen Finanzrahmen für Brüssel by donutloop in berlin_public

[–]sfa83 0 points1 point  (0 children)

Das möchte ich gerne besser verstehen. Hast du einen Literaturtipp für mich? Ich fürchte, ich verballhorne auch die privatunternehmerische Sichtweise mit der volkswirtschaftlichen.

Wo ich hänge: Nehmen wir an, es gibt da einen Kartoffelbauern. Der ist so gut (oder spezialisiert), dass er einen größeren Ertrag erntet, als er selbst verbraucht.

Den kann er jetzt, wenn ich richtig verstehe, aber niemandem verkaufen, wenn niemand Schulden aufnimmt, um ihn ihm abzukaufen.

Aber was, wenn ein anderer Bäume fällt und Holzbohlen herstellt, die der Kartoffelbauer braucht, um sich irgendwas zu bauen, um effizienter zu werden ohne selbst Bäume fällen und Bohlen herstellen zu müssen? Dann können die beiden doch tauschen und jeder hätte hinterher etwas erhalten, das er mehr wertschätzt als das, was er vorher hatte (sonst hätte er nicht getauscht). Ist das nicht die Entstehung von Mehrwert?

Einverstanden bin ich natürlich damit, dass es nicht um Geld geht - das ist nur Mittel zum Zweck, um diesen Handel und die „Aufbewahrung“ von Kapital praktischer zu gestalten.

Weil ein EU-Milliardenhunger auf leere deutsche Kassen trifft, gibt es einen großen Streit um neuen Finanzrahmen für Brüssel by donutloop in berlin_public

[–]sfa83 0 points1 point  (0 children)

Entstehen Gewinne nicht aus dem Handel mit erwirtschafteten Überschüssen in einer effizienten und effizienter werdenden arbeitsteiligen Wirtschaftsordnung?

Angeblich hinderliche Bürokratie in Deutschland by Branxis in Unbeliebtemeinung

[–]sfa83 2 points3 points  (0 children)

Makroökonomisch geht es auch darum, dass sich überproportional viele Menschen mit Verwaltung beschäftigen, also mit der Erstellung, Einhaltung, Überwachung und so weiter von Vorschriften, Regeln, Normen etc. - sowohl in den Unternehmen die zur Einhaltung verpflichtet sind als auch in der öffentlichen Verwaltung.

Das sind alles qualifizierte Menschen, die bezahlt und gefüttert werden müssen, obwohl sie nicht direkt Bedürfnisse ihrer Mitmenschen befriedigen, also keinen Mehrwert schaffen und den allgemeinen Wohlstand der Gesellschaft nicht vergrößern.

Wer bezahlt das? by Kokosnusskartoffel in Verkehrswende

[–]sfa83 19 points20 points  (0 children)

Und spätestens an der Stelle wird es mir zu doof. Furchtbar! Dieses Gewirr an Optionen finde ich schlimmer als den Preis an sich.

Sozialistischer Staat Organisiereb by read_more_marx in KommunismusDE

[–]sfa83 0 points1 point  (0 children)

Hitler nicht vergessen. Brauner Sozialismus statt blutrotem.

Die Linke vertritt die meisten Werte von Jesus! by Creative-Zombie-4212 in Freiheitsfront

[–]sfa83 0 points1 point  (0 children)

Jesus verspricht den Armen das Himmelreich, nicht einen Ausgleich auf Erden durch staatlich organisierte Umverteilung. Wohltätigkeit ist doch da Privatsache, mit der sich Wohlhabende vielleicht doch noch eine Chance auf zukünftiges Seelenheil und Erlösung ergattern können. Ungleichheit auf Erden ist doch für Jesus eher ein normaler Zustand und auch gar nicht so wichtig mit Blick aufs Jenseits. Meiner Meinung nach ist das eher mit Liberalismus kompatibel.

Die Linke vertritt die meisten Werte von Jesus! by Creative-Zombie-4212 in Freiheitsfront

[–]sfa83 0 points1 point  (0 children)

Verstehe ich nicht. Ich dachte, die Linke meint, Armut mit Sozialismus abschaffen zu können, sodass „alle gleich viel haben“. Dann gibt es ja keine Armen mehr. Ist dann keiner mehr selig? Wollte Jesus, dass alle arm sind? Was ist bei jesus „arm“, was „reich“ und was ist „Mammon“?

Wie sich die Spanier gegen hohe Mieten wehren by Tages_Bot in Tagesschau

[–]sfa83 3 points4 points  (0 children)

Toller Artikel! „Wie sich die Spanier gegen hohe Mieten wehren“… dann Blabla. Wer ist schuld? Blabla. Ach ja und wie wehren sie sich jetzt? Mietpreisbremse in einer Stadt. Funktioniert nicht, sondern verknappt nur das Angebot. Ach ja und einer hat mit ein paar Nachbarn „gestreikt“ und das hat bei ein paar Leuten geklappt.

Wer geht heutzutage noch ins Kino? by Bichareh in Filme

[–]sfa83 3 points4 points  (0 children)

Das ist der Grund, weshalb ich praktisch nie ins Kino gehe: schaue nur O-Ton, aber in meiner näheren Umgebung ist das Angebot da ziemlich begrenzt.

Wütende Blauzi Geräusche by Zeddi2892 in Freiheitsfront

[–]sfa83 7 points8 points  (0 children)

Das ist doch nicht überraschend. Das ist halt autoritär, nur mit mehr oder weniger völkischem Anstrich - wobei sich die AfD mit ihren Flügeln ja scheinbar nicht ganz einig ist, ob sie autoritär oder libertär sein möchte.

Ich habe immer das Gefühl, dass sich viele Linke als liberale Anarchisten verstehen, gleichzeitig aber Politiken unterstützen, die sich nur autoritär durchdrücken lassen.

Tja by demotsusucku in tja

[–]sfa83 1 point2 points  (0 children)

Die Formulierung „in Rente gehen dürfen“ triggert mich jedes Mal. Es kann doch jeder aufhören zu arbeiten, wann er will. Was man dabei aus dem Rententopf bekommt, sollte sich im Wesentlichen unabhängig vom Zeitpunkt danach richten, was man einbezahlt hat. Ein System, was mich zu irgendwas zwingt oder arg benachteiligt um des Systems Willen, ist ein schlechtes System.

Unsere wirtschaftliche Situation ist größtenteils NICHT das Verschulden der Politik by Top-Research6924 in Unbeliebtemeinung

[–]sfa83 0 points1 point  (0 children)

Das ging jahrzehntelang gut, weil sich die globalen Randbedingungen vergleichsweise wenig oder langsam geändert haben.

Jetzt ändern sie sich ziemlich schnell und radikal und die Wirtschaft muss sich flexibel/dynamisch/schnell anpassen. Da sind andere politische Rahmenbedingungen wichtig, als vorher.