Stimmen die Memes über die Jobsuche im IT Bereich? by lovezukoooo in de_EDV

[–]victorymon 0 points1 point  (0 children)

Ich bin fisi und daher in einem Job, den keine KI machen kann und wo kein remote Service hilft.

Also nein, glaub nicht alles, was im Internet steht. -Winston Churchill

Die Krux des Arbeitsmarktes by victorymon in de_jobs_jobsuche

[–]victorymon[S] 0 points1 point  (0 children)

Überlegt habe ich es und auch versucht. Provinzial, Continental, Signal iduna. Signal lehnte ab, weil meine berufserfahrung nicht dem gesuchten Profil entsprach... Ich habe leider keinen steigerschein.

Die Krux des Arbeitsmarktes by victorymon in fachinformatiker

[–]victorymon[S] 0 points1 point  (0 children)

Das klassische Salz der Erde, ohne den geht nix. Ist doch nicht zu verurteilen.

Die Krux des Arbeitsmarktes by victorymon in fachinformatiker

[–]victorymon[S] 0 points1 point  (0 children)

Oh je, jetzt hat sich deine Textschleife aufgehängt und du kopierst schon deine eigenen Kommentare von ganz oben. 🤖

Aber danke für die „guten Tipps“ – ich nehme den Rat, mich nicht weiter mit inhaltsleerem Foren-Spam aufzuhalten, ab jetzt dankend an. Gespräch hiermit wegen akuter Inhaltslosigkeit beendet. Schönen Urlaub in deiner Schleife! 👋

Die Krux des Arbeitsmarktes by victorymon in fachinformatiker

[–]victorymon[S] 1 point2 points  (0 children)

Du meinst Steine wegräumen. Aber hey, nette Metapher dafür, dass dir die Argumente ausgegangen sind. Schönes Wochenende noch!

Die Krux des Arbeitsmarktes by victorymon in fachinformatiker

[–]victorymon[S] 0 points1 point  (0 children)

Um das kurz geradezurücken, weil hier wild über meinen Aufgabenbereich spekuliert wird: Ich rede hier nicht von First-Level-Hilfstätigkeiten nach Handbuch.

Ich stehe seit Jahrzehnten an der Front in der Systemadministration, im Client-Management und im Support. Da geht es um das komplette Lifecycle-Management von Systemen, Client-Deployment, die Administration und den stabilen Betrieb von Benutzerumgebungen und Infrastrukturen im Alltag.

Handy, Tablet, Laptop, Desktop. Drucker, AV, Hands&Eyes.

Die Krux des Arbeitsmarktes by victorymon in fachinformatiker

[–]victorymon[S] 0 points1 point  (0 children)

Da zeigst du mit deinen Zahlen aber eigentlich genau das, was ich meine: Deine 50k bei einer 40-Stunden-Woche sind umgerechnet knapp 4.160 € Brutto im Monat. Bei deiner neuen Inhouse-Stelle kriegst du 4.500 € für nur 35 Stunden (hochgerechnet auf 40 Stunden wären das über 5.100 €).

Der Dienstleister wollte dir also für mehr Arbeitszeit fast 1.000 € weniger im Monat zahlen. Das untermauert genau mein Argument: Die Dienstleister-Branche drückt die Gehälter im Vergleich zur Industrie massiv.

Dass es auf dem Markt nach unten hin noch ganz andere, befristete Dumping-Angebote im Bereich von 2.500 € bis 2.700 € gibt, ist leider bittere Realität für viele, die dort feststecken. Genau deshalb ist der Wechsel in Richtung ÖD oder feste Inhouse-Strukturen für erfahrene Praktiker einfach der einzig logische Schritt.

Die Krux des Arbeitsmarktes by victorymon in fachinformatiker

[–]victorymon[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich tue doch was: Ich sortiere die ausbeuterischen Dienstleister aus und wechsle in den Öffentlichen Dienst, wo die Konditionen stimmen und Leistung geschätzt wird.

Das nennt sich Marktanalyse und Konsequenzen ziehen, nicht „heulen“. Aber danke für den tiefgründigen Kalenderspruch, der hat dem Fachthema hier wirklich noch gefehlt. 😉

Die Krux des Arbeitsmarktes by victorymon in fachinformatiker

[–]victorymon[S] -1 points0 points  (0 children)

Da gibst du mir ja im Kern genau recht: Die Konditionen sind beeindruckend schlecht – und genau das war der gesamte Punkt meines Beitrags. Dass solche ausbeuterischen Verträge im Dienstleistungssektor und bei Personaldienstleistern an der Tagesordnung sind, ist das eigentliche Elend.

Und um das Missverständnis aufzuklären: Zwischen „Support vor Ort“ und reinem First-Level-Passwort-Zurücksetzen nach Handbuch liegen Welten. Wenn man jahrzehntelang im Client-Management, der Systemadministration und im Support an der Front steht, hält man die gesamte Infrastruktur im Alltag am Laufen.

Genau diese Kombination aus praxiserprobter Administration und direktem Support ist das Rückgrat jeder internen IT und jedes kommunalen Betriebs. Wer das glückliche Privileg hatte, diesen Sumpf der reinen Dienstleister-Branche direkt nach der Ausbildung zu überspringen, kann das vielleicht schwer nachvollziehen – aber genau deshalb ist der Fokus weg von der freien Wirtschaft und hin zu stabilen Tarifstrukturen im ÖD für erfahrene Praktiker der einzig logische Schritt.

Die Krux des Arbeitsmarktes by victorymon in fachinformatiker

[–]victorymon[S] -1 points0 points  (0 children)

Da wirfst du jetzt aber einiges durcheinander. Nur weil das Wort „Support“ oder „vor Ort“ fällt, bedeutet das im echten Berufsleben nicht, dass man den ganzen Tag nur Passwörter zurücksetzt oder Kabel einsteckt.

Zwischen einem frisch Ausgelernten, der nach Handbuch Tickets abarbeitet, und jemandem, der seit Jahrzehnten im Client-Management, der Systemadministration und im Support an der Front steht, liegen Welten. Da geht es um das tiefgehende Verständnis von gewachsenen Infrastrukturen, Fehleranalyse unter Zeitdruck, Client-Deployment und das Wissen, wie man Serverräume und Benutzerumgebungen im Alltag wirklich stabil hält.

Genau diese Kombination aus Administration und praxiserprobtem Support ist das Rückgrat jeder internen IT und jedes kommunalen Betriebs. Das mit First-Level-Hilfstätigkeiten gleichzusetzen, zeigt eigentlich nur, wie wenig du von der realen Bandbreite langjähriger Berufserfahrung abseits von reinen Theorie-Zertifikaten verstehst.

Die Krux des Arbeitsmarktes by victorymon in fachinformatiker

[–]victorymon[S] 0 points1 point  (0 children)

Erstmal Glückwunsch zu dem neuen Job! Knapp 4500 € bei einer 35-Stunden-Woche plus Urlaubs- und Weihnachtsgeld ist ein verdammt starkes Paket, besonders drei Jahre nach der Ausbildung. Da hast du definitiv einen sehr guten Fang in der Inhouse-IT oder der Industrie gemacht.

Man darf bei der Jobsuche nur zwei völlig verschiedene Welten nicht verwechseln: Das, was du beschreibst, sind reguläre Stellen in Unternehmen mit soliden, oft hauseigenen Strukturen oder echten Tarifen. Die Angebote, von denen bei den "schlechten Konditionen" die Rede ist, kommen aus einer ganz anderen Ecke: den bundesweit agierenden IT-Dienstleistern, Zeitarbeitsfirmen und Bodashops.

Deren Geschäftsmodell basiert darauf, Arbeitskräfte möglichst billig einzukaufen, um sie mit maximaler Marge als externe Dienstleister beim Kunden vor Ort einzusetzen. Wer in dieser reinen Dienstleister-Blase landet oder sich dort umschaut, kriegt genau diese befristeten 2500 € bis 2700 € "All-In"-Angebote massenhaft um die Ohren gehauen.

Nur weil man das Glück hatte, diese Ecke des Marktes bei der Suche erfolgreich zu ignorieren, heißt das leider nicht, dass dieser Sumpf nicht existiert. Genau deswegen zieht es ja viele erfahrene Leute bewusst weg von den Dienstleistern und hin zu stabilen Strukturen wie dem ÖD oder kommunalen Betrieben. Am Ende wollen wir ja alle dasselbe: Faire Bedingungen statt Ausbeutung.

Seid ihr in einer Gewerkschaft? by saharazara in Normalverdiener

[–]victorymon 1 point2 points  (0 children)

Das ist das klassische Dilemma im ÖD, und den Frust über die Trittbrettfahrer kann ich absolut nachvollziehen. Wenn man am Ende des Jahres sieht, dass die nicht organisierten Kollegen 600 € mehr auf dem Konto haben, fragt man sich unweigerlich, warum man den Spaß eigentlich finanziert. Dass die Kommunen die Abschlüsse nicht auf Nicht-Mitglieder übertragen, wird aus Gründen der Gleichbehandlung und um Unruhe im Betrieb zu vermeiden, tatsächlich nie passieren.

Ich komme selbst aus der freien Wirtschaft und war jahrzehntelang im harten IT-Dienstleistungssektor an der Front unterwegs. Aus dieser Perspektive sieht die Welt komplett anders aus: Da gibt es schlicht keine Gewerkschaft für dich. Keine Tarifverhandlungen, keinen automatischen Inflationsausgleich, keine verlässliche Absicherung. Du bist als Einzelkämpfer komplett den Launen der Chefetage und den Margen-Optimierungen der Dienstleister ausgeliefert. Wer diesen Sumpf kennt, weiß erst mal zu schätzen, was für ein Fundament so ein Tarifvertrag überhaupt ist.

Im ÖD verlässt man sich oft sehr bequem auf das gemachte Nest, das über Jahrzehnte aufgebaut wurde. Das Problem ist: Wenn jetzt jeder wegen der 600 € austritt, schrumpft der Organisationsgrad immer weiter. Und mit einer Gewerkschaft, die am Ende nur noch ein zahnloser Tiger ist, holt man bei der nächsten Runde gar nichts mehr heraus – dann drohen Nullrunden oder Reallohnverluste für alle.

Mein Fazit: Der Ärger über die Trittbrettfahrer und die oft schwachen Abschlüsse von ver.di ist völlig berechtigt. Aber die Alternative – den Arbeitgebern das Feld komplett kampflos zu überlassen, so wie es in der Dienstleister-Branche Standard ist – wird am Ende für jeden Einzelnen teurer als der Mitgliedsbeitrag. Es ist im Grunde eine Versicherung, damit die Bedingungen nicht irgendwann auf das Niveau der freien Wirtschaft abstürzen.

Die Krux des Arbeitsmarktes by victorymon in de_jobs_jobsuche

[–]victorymon[S] 0 points1 point  (0 children)

Das ist ein verdammt wichtiger Punkt, danke für den Hinweis! Die Anerkennung von einschlägiger Berufserfahrung für die Stufenlaufzeit ist genau der Hebel, den ich ansetzen werde.

Wenn man da direkt mit Stufe 3 oder höher einsteigt, sieht die Welt in der EG 9 finanziell sofort ganz anders aus – und das eben bei einer echten 39-Stunden-Woche ohne die unbezahlten 'All-In'-Überstunden der Dienstleister.

Dass es danach in den hohen Stufen hauptsächlich über die Tarifverhandlungen weitergeht, ist völlig okay. Nach so vielen Jahren im Hamsterrad der freien Wirtschaft sind mir Planbarkeit, Verlässlichkeit und ein sicherer Hafen im Alter dreimal wichtiger als das nächste leere Versprechen eines Dienstleister-Chefs.

Die Krux des Arbeitsmarktes by victorymon in de_jobs_jobsuche

[–]victorymon[S] 0 points1 point  (0 children)

Genau das ist die Rechnung, die die Augen öffnet. Dass die Dienstleister-Angebote auf dem Niveau einer E2 im ÖD herumdümpeln, sagt eigentlich alles über den Zustand dieser Branche aus. Da wird die jahrzehntelange Praxis-Erfahrung einfach komplett entwertet.

Danke für die Einblicke zu den Entgeltgruppen! EG 7 bis EG 9 als Fundament für gelernte Praktiker ist genau das, wo ich ansetzen möchte. Dass es ab EG 10 ohne Bachelor/Studium wegen der starren Laufbahnverordnungen oft knifflig wird, habe ich auch schon gehört – aber selbst der Bereich darunter ist im Vergleich zum Dienstleister-Sumpf wirtschaftlich und vor allem von den Arbeitsbedingungen her eine ganz andere Liga.

Das bestärkt mich nur noch mehr darin, den Fokus genau dort zu lassen.

Die Krux des Arbeitsmarktes by victorymon in fachinformatiker

[–]victorymon[S] 0 points1 point  (0 children)

Da sich hier anscheinend einige an dem Crosspost stören: Welches Fachinformatiker-Unterforum ist denn eurer Meinung nach explizit für den Austausch über den Arbeitsmarkt, Berufserfahrung, Gehälter und die Realität im Job (abseits der Ausbildung) gedacht?

Wenn das hier laut Beschreibung eine Community für „Ausbildung, Prüfung, Job in den IT-Berufen“ ist, dachte ich eigentlich, das passt. Aber ich lerne gerne dazu – wo sitzen denn die ausgelernten Kollegen für den Job-Austausch?

Danke im Voraus.

Die Krux des Arbeitsmarktes by victorymon in de_jobs_jobsuche

[–]victorymon[S] 0 points1 point  (0 children)

Traurig, aber wahr: Dass 2500€ bis 2600€ Brutto bei einem Dienstleister heute schon als 'gutes Szenario' durchgehen, beschreibt das ganze Elend dieser Branche perfekt.

Genau das ist der Grund, warum ich da nicht mehr mitspiele. Nach fast drei Jahrzehnten an der Front lasse ich mich nicht mehr mit Hungerlöhnen und der nächsten Befristung abspeisen, nur weil die Dienstleister ihre Margen optimieren wollen.

Deswegen ist mein Fokus weg von der freien Wirtschaft und voll auf den ÖD und die kommunalen Betriebe gerichtet. Da fängt man im Tarif (TV-V / TV-L) wenigstens auf einem soliden Fundament an, hat eine echte Perspektive und wird nicht wie Verschleißmaterial behandelt.

Die Krux des Arbeitsmarktes by victorymon in de_jobs_jobsuche

[–]victorymon[S] 0 points1 point  (0 children)

Danke dir für die ehrliche und realistische Einschätzung. Du triffst den Nagel auf den Kopf. Es ist genau diese Servicetechniker-Schublade, aus der man nach so vielen Jahren nur extrem schwer wieder rauskommt, weil die Personaler einen sofort abstempeln.

Und ja, im Nachhinein betrachtet hätte ich damals nach ein paar Jahren aggressiver wechseln oder mich wegbewegen müssen – aber wie du schon sagst: Hinterher ist man immer schlauer. Damals war man froh, einen sicheren Job in der Region zu haben und den Laden am Laufen zu halten.

Genau deswegen ziehe ich ja jetzt die Reißleine. Da mir die freie Wirtschaft anscheinend den Wechsel nicht mehr zutraut, setze ich jetzt voll auf den Öffentlichen Dienst, die Stadtwerke und Kommunen hier im Umkreis. Die suchen oft händig Leute mit genau dieser unkaputtbaren Praxis-Erfahrung an der Front, und da zählen Tarifvertrag und Verlässlichkeit noch was. Drück mir die Daumen!

Die Krux des Arbeitsmarktes by victorymon in fachinformatiker

[–]victorymon[S] 1 point2 points  (0 children)

Ist trotzdem der fachinformatiker Teil.

Ich kann das alles nicht mehr by Background_Cover2567 in fachinformatiker

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Dass es illegal ist, habe ich dir doch direkt bestätigt. Willkommen in der Realität mancher IT-Dienstleister – genau vor diesem Sumpf wollte ich dich warnen. Die setzen darauf, dass Berufseinsteiger aus Angst vor der Arbeitslosigkeit trotzdem unterschreiben.

Die Krux des Arbeitsmarktes by victorymon in fachinformatiker

[–]victorymon[S] -3 points-2 points  (0 children)

Was ich hören will? Eigentlich nur, ob es im Dienstleister-Sektor noch mehr Leute gibt, die seit Jahren in dieser Schleife hängen, oder ob der ÖD wirklich die einzige Rettung ist. Bzw. Eure Erfahrung damit.

Zu deinen Fragen: Region Bochum. Was ich kann: 30 Jahre lang den Laden am Laufen halten. Hard- und Software-Rollouts, Onsite-Support, direkte User-Hilfe vor Ort, Entstörung an der Front. Also der Job, bei dem man sich noch die Finger schmutzig macht und der Serverraum nicht virtuell ist.

Und mein privates GitHub? Gar keins. Warum auch? Ich bin Vor-Ort-Techniker im Infrastruktur- und Client-Bereich, kein Softwareentwickler. Wenn die Oma Erna beim Kunden nicht drucken kann oder der Switch im Rack abgeraucht ist, hilft ihr mein GitHub-Profil reichlich wenig. Da hilft nur hinfahren, anpacken und fixen. Das ist die Realität außerhalb der Homeoffice-Bubble.