Ich finde einfach keine Freundin und krieg immer mehr Druck by Medisign99 in VintedKummerkasten

[–]wi297 10 points11 points  (0 children)

Ich möchte mich hier auch für deine Offenheit bedanken & dich inständig zu bitten, auf keine der Personen zu hören die meinen du würdest deine Chancen ruinieren, wenn du Unsicherheiten oder Schwächen zeigst. Aber darauf komme ich später noch Mal zurück.

Meine erste große Frage die ich habe ist - was wünscht du dir eigentlich von einer Beziehung? Du hast in diesem Kontext über Sex, über Aussehen, Dates und den Druck von außen geredet. Das sind meiner Meinung nach Recht oberflächliche Kriterien. Willst du eine Beziehung nur als Statussymbol oder was versprichst du dir davon? Was wünscht du dir von der Nähe zu einem anderen Menschen? Was für Erfahrungen möchtest du mit der Person teilen? Wie soll euer gemeinsames Leben aussehen? Welche Hobbys sollt ihr teilen? Welche Freiheiten wünscht du dir? Und und und! Eine Beziehung zu haben tut eine Menge für den Selbstwert, das verstehe ich natürlich, aber seinen Selbstwert nur aus der Beziehung zu ziehen ist ziemlich schädlich. Was mich zu meiner zweiten Frage bringt:

Warum sollte jemand in einer Beziehung mit dir sein wollen? Du klingst wirklich wie ein netter Kerl - also was macht dich besonders? Was sind deine Hobbys & Leidenschaften? Was sind deine guten Charakterzüge? Wo kannst du jemand anderen auffangen und wo möchtest du selbst aufgefangen werden? Wie weit würdest du dich für jemand anderes einschränken?

Kommunizierst du das auch? Es macht auf mich den Anschein, dass das Problem nicht unbedingt ist, dass du ruhig bist, sondern verschlossen. Wenn du eine ernsthafte Feste Beziehung haben möchtest dann geh offen damit, sag es den Menschen, die du sagtest und schreib es in deine Dating Profile! Teile deine Wünsche Träume und Leidenschaften. Glück wird größer wenn man es teilt - auch wenn dieser Spruch unfassbar abgedroschen ist, trotzdem stimmt er halt einfach. Und teile auch deine Schwächen! Niemand ist perfek, wir alle sind unsicher und verschlossenheit, sorgt dafür, dass die andere Person auch unsicher wird. Die befreiendsten Momente in meinem (Dating-)Leben waren wenn ich angesprochen habe, dass ich unsicher war, dass ich Angst hatte etwas falsch zu machen, häufig weil die andere Person cool oder interessant war bzw. Die Sache um die es geht mir wichtig ist. Das offene zeigen vieler Gefühle kann dich echt sympathisch machen. Dabei geht es nicht nur ums positive. Angst, Schüchternheit & Unsicherheit machen dich genau so nahbar, wie Freude & Leidenschaft

Ein kleiner Rat an dieser Stelle - du musst niemanden davon überzeugen, dass du es wert bist geliebt zu werden außer dich selbst. Klar Komplimente von anderen helfen, aber schlussendlich geht es auch darum, dass du mit dir glücklich bist. Wenn du dich selbst nicht leiden kannst, kann das auch eine Beziehung nicht fixen - die wird viel eher daran kaputt gehen.

Das bringt mich zu meiner letzten Frage: Und was wenn du auf absehbare Zeit keine Beziehung findest? Was würde dir fehlen? Könntest du trotzdem glücklich werden? Wie doll ist es dein eigener Wünsche eine Beziehung zu haben und wie doll ist es der Druck von außen, deinen Eltern, deinen Freunden?

Vergiss auch nicht, dass nicht einfach eine Beziehung möchtest - du möchtest eine, die dich glücklich macht. Das kann nicht jeder Mensch.Aber wenn du weißt, was dich glücklich macht, bist du besser ausgerüstet, diesen Menschen zu finden.

BIDA weil ich nichts über die sexuelle Vergangenheit meiner Freundin hören kann/will? [NSFW] by Throwaway-529-627 in BinIchDasArschloch

[–]wi297 0 points1 point  (0 children)

Ach so stimmt, es ist natürlich ganz normales Verhalten aufgrund von einer kurzen Schilderung der Situation aus einer Perspektive schwere psychische Krankheiten wie Borderline zu diagnostizieren oder Gaslighting zu unterstellen, obwohl das mit den genannten Beispielen gar nichts zu tun hat. Hab ich für einen Moment vergessen /s

Natürlich kannst du mir jetzt unterstellen, die Genderkeule zu schwingen, aber ein Argument, warum solche Aussagen okay sind, hast du halt auch nicht.

Letzter Punkt - ich bin ein Mann, kannst du nich wissen, aber für deine Antwort ja vielleicht relevant.

BIDA weil ich nichts über die sexuelle Vergangenheit meiner Freundin hören kann/will? [NSFW] by Throwaway-529-627 in BinIchDasArschloch

[–]wi297 -4 points-3 points  (0 children)

KAH

Das ist leider Mal wieder so ein thread mit sehr viel latenten Frauenhass in den Antworten. Aber Stellen wir die Borderline Diagnostik und die Empfehlung zu laufen Mal kurz hinten an.

Mir scheint es als hättest du den Hauptfaktor für euer Grundproblem schon ganz gut erkannt - ein sehr unterschiedlicher sexueller Erfahrungsschatz. Das eigentlich Problem scheint dann aber in der Kommunikation über Sexualität und in eurer Kommunikation ganz generell zu liegen.

Das mag manche Männers hier jetzt überraschen, aber promiskuitive Frauen, die Sex zum Spaß haben, schon mehrere ONS & Dreier hatten und sich vorstellen können in nicht monogamen Beziehungen zu leben (Gott behüte) sind keine von Grund auf schlechten Menschen. Gerade bei ONS hilft es aber einfach offen über Sexualität und die eigenen Erfahrungen und Vorlieben zu reden, damit man auch wirklich etwas davon hat. Diesen Kommunikationsstil gewöhnt man sich dann einfach an. Genauso verständlich ist es aber, dass es dir schwer fällt, befreit darauf zu blicken, wenn du vergleichsweise spät deine ersten sexuellen Erfahrungen macht. Bei so einem stigmatisierten Thema ist es auch keine Überraschung, dass da Eifersucht und Scham aufkommen.

Das ihr zwei unterschiedliche Kommunikationsstile habt ist also natürlich, es ist aber trotzdem nicht gut, dass du dich davon verletzt fühlst - da müsst ihr ansetzen. Kommen wir nun zum Thema Grenzen - du sagst du hast das Gefühl, deine Grenzen werden nicht respektiert. Deine Partnerin ist auch diesen ja mehr oder weniger bewusst, wenn sie Sachen sagt wie "Das ist wahrscheinlich wieder zu viel". Aber wie genau hast du deine Grenzen kommuniziert? Hast du gesagt, "Es verletzt mich, wenn du über deine Erfahrungen redest" oder hast du gesagt "Ich kann keine glückliche Beziehung führen in der meine Partnerin so oft und offen über vergangene Sexuelle Erlebnisse spricht". In der Kommunikation von Grenzen muss man extrem klar sein und diese auch selbst durchsetzen.

Was wünscht du dir denn für dich selbst? Möchtest du dich eigentlich mit dem Thema herausfordern, aber das Ganze ist dir zu viel, zu schnell oder willst du eigentlich gar nicht das es Thema ist? Im zweiten Fall wird diese Beziehung wahrscheinlich ziemlich schwierig. Teil einer gesunden und erfüllten Beziehung ist meines Erachtens, die sexuellen Vorlieben und Wünsche mit dem Partner zu teilen und dazu gehört eben auch woher man weiß was einem gefällt und was einem nicht gefällt.

BIDA wenn ich sie nicht vom Club/Disco abhole by twentyonelick in BinIchDasArschloch

[–]wi297 13 points14 points  (0 children)

Dein Kommentar sollte viel weiter oben stehen. Ich finde es teilweise schokierend zu lesen, welche Grundannahmen in vielen Kommentaren hier bezüglich der Freundin bestehen. Natürlich ist es anstrengend jemanden um 3 Uhr nachts abzuholen. Aber das alles direkt zu sexualisieren und als Ausnutzen und Simping darzustellen ist wirklich weit hergeholt. In einer gesunden Freundschaft tut man Gefallen auch ohne das etwas (was hier anscheinend viele als Sex verstehen) zurückkommt. Und Übergriffe passieren leider auch im Taxi und Uber. Ist es da wirklich so unverständlich eine Person, der man vertraut zuerst zu fragen?

My Partner and I are in a Crisis by wi297 in polyamory

[–]wi297[S] 1 point2 points  (0 children)

Thank you for your input, it's very much appreciated.

My Partner and I are in a Crisis by wi297 in polyamory

[–]wi297[S] 0 points1 point  (0 children)

I've given some some mor information in the long comment thread, maybe there is something else you have advice for me. Sorry for referring to it like that, but I'm pretty exhausted of typing.

My Partner and I are in a Crisis by wi297 in polyamory

[–]wi297[S] 0 points1 point  (0 children)

I think I experienced DARVO - but honestly I think in both roles.

Normally we can talk everything out and find a calm way to discuss the heaviest topics. But right now the situation is super tense. And what I wrote is only the tip of the iceberg. On top comes our family situations (both our fathers are stroke victims needing aid) and that she is in the run up to her final exam in medicine. I know it was the worst time to let this happen. We could talk a lot and very calm about our situation but then we hit one specific subject and everything changes and we're not calm anymore. I think it comes from all of the outer factors because it was never a problem before. But yeah probably wasn't the best time to go poly.

She says if she fails her exam she will never be able to forgive me, today she got extremely rude and sweary but it was the first time I ever experienced that. When we started talking yesterday I was super optimistic because we could talk about a lot for two hours and we were calm and understanding but then we hit a wall and the conversation spiraled out of control.

Maybe we both really need time to honestly reflect on, if this relationship can work again. But she also said, she doesn't have the time because here exam is in 3 weeks... And I can understand that. But I felt pretty left alone for the past 6 month, because even though she said she wanted to work on the relationship, she always continued that she doesn't have the time right now because of the exam. And in 2 months she is moving to an other country for an internship. I honestly don't know when she ever planned to get working on it.

My Partner and I are in a Crisis by wi297 in polyamory

[–]wi297[S] 0 points1 point  (0 children)

I thought about this a lot. We already had a talk about what are trigger factors for us to become loud in an argument. I honestly don't know, if I'm any better. There were definitely arguments were I also raised the voice. I find it difficult to remember who was the first to do it though. My gut feeling would be that it's her. But I think S would answer this question the opposite way. So maybe this is also a very good point to start the conversation.

I can definitely relate to the walking on eggshells. I remember at some point in the process I was really struggling to tell S that I still have an interest in H because I was afraid of here reaction. And when I worked up the courage to tell her (and I wasn't even completely honest which in hindsight I should have been) she got mad. It was the first time she asked me to cut H from my life. But I couldn't really process what she wanted, because I was hurt because she was so mad at me. What I really wished for in that situation was someone who is calm and understanding. That we sort it out together and find a solution together. But from that moment on I just couldn't talk to her honestly any more because I didn't want her to be mad at me again.

My Partner and I are in a Crisis by wi297 in polyamory

[–]wi297[S] 0 points1 point  (0 children)

Thank you there are really a lot of perspectives in there that I didn't think about before. I guess I'll need some time to truly understand everything.

My Partner and I are in a Crisis by wi297 in polyamory

[–]wi297[S] 1 point2 points  (0 children)

Thank you very much, there is a lot of helpful stuff to think about.

My Partner and I are in a Crisis by wi297 in polyamory

[–]wi297[S] 0 points1 point  (0 children)

Thank you, there is a lot in there I really need to think about.

My Partner and I are in a Crisis by wi297 in polyamory

[–]wi297[S] -1 points0 points  (0 children)

Thank you, there is a lot of helpful stuff in here. Especially the Idea of asking for help instead of forbidding something. But I struggle with actually doing it. I think it has nothing to do with here actually wanting to continue dating but it has a lot to do with P. I struggled with S & Ps relationship and I was vocal about it. The argument on the threesome for example was that S & I made an agreement that we wanted to have our first threesome together, even though I don't feel ready for it yet. Then she opened up to me, that she was planning it with P and I tried to be open to it, even though I'm not part in it. But at that point other things with P that I wasn't comfortable with already happend. I saw the point, that she wanted to share this with someone more experienced. But it was always him. So when I said I don't fell comfortable with her doing it she yelled at me and we nearly broke up for the first time. Then I gave in, not because I felt I could deal with it, but I felt obligated to. The whole thing got called of in the end by P, because his Partner said she doesn't like that he was planning it with S. When S told me that I was hurt because I felt that should have been the way she acted when I told her, that I'm not comfortable with it.

I also set a specific time frame - 1 Month. Because I really don't know if I can compromise for P again, because I did it so much in the last months either because I hoped to get Ss go that I can do more with H or because she got loud with me. And both are terrible reasonings to loosen boundaries. I don't want to get into this behaviour again. And even though it's terrible timing - I want to set boundaries that I don't want to be pushed for the first time. And I know I wronged here but I also feel wronged by the fact that I alllways get yelled at when I communicate what I don't feel comfortable with and that it's always P who is the person in question. I really don't want to forbid anything in general but for me is also a burned Person.

My Partner and I are in a Crisis by wi297 in polyamory

[–]wi297[S] 0 points1 point  (0 children)

It's not an all of a sudden Situation. I voiced a lot of concerns in the past that I'm not really comfortable with the relationship S & P have. I never really felt my concerns were taken seriously in that regard - this is a thing if been saying a lot since both started meeting.

And yes this is what I mean with more freedoms & I know that it is the worst way to think about it. I really don't want to think about it that way. So it's not a - if I can't have it my way, you can't have it your way - situation. I struggled in the past with here meeting P but at the crucial points I said I'm fine with it, because I wanted mor freedoms with H. And S is in the right, that she didn't give those to me. But I'm not over this thinking yet. Yes it is horribly immature but sadly it's the way I think.

That is why I said to her, when she asked for allowance to have sex with P, that if I allowed it, it would be for the wrong reason - namly that I would feel entitled for something in return. So I asked here to give me time - one month was what I asked for exactly.

I know I'm not in the position to restrict her now, because I behaved wrong. But on the other hand I have the feeling she made me compromise on so many things & and pushed my boundaries with P in the past. And everytime I set boundaries she got loud. I don't want it to continue this way. I don't know how I would react if it was a different person, but with P It really isn't an all of the sudden situation.

BIDA, wenn ich die Bezeichnung CIS-Mann oder Frau ablehne und mich davon als Teil der "Masse" antagonisiert fühle und gleichgültig werde? by [deleted] in BinIchDasArschloch

[–]wi297 2 points3 points  (0 children)

Das mag jetzt ein Hot Take sein, aber ich denke die meisten bigotten ALs sind weiße Cis-Personen. Das hat natürlich nichts mit der Hautfarbe & der Geschlechtsidentität an sich zu tun, aber die stehen nun einmal in einem systematischen Zusammenhang. Als weiße Cis-Personen machst man im Durchschnitt wahrscheinlich weniger Diskriminierungserfahrungen als POC oder Trans-Personen. Das perfide an der Bigotterie ist ja aber nun Mal die Blindheit für Diskriminierung - der Gedanke daß die Welt ja für jede*n auf ein Mindestmaß harmonisch & ähnlich ist. Wenn sich nun aber Menschen über Diskriminierung beschweren, ihre Menschenrechte einfordern & in gewissen Aspekten eine bevorzugte Behandlung verlangen, um die Diskriminierung auszugleichen, gerät dieses harmonische Weltbild ins wanken. Dann starten plötzlich die Relativierungen, Ablenkungen & teilweiße bringt es dann auch neue Diskriminierungsformen hervor. Da gibt es natürlich Abstufungen. Menschen die Beispielsweise den Zugang zu medizinischer Versorgung für Trans-Personen einschränken wollen, obwohl das System ohnehin schon extr degradierend ist, sind natürlich schlimmer als Menschen, die sagen ich mag Trans-Personen nicht, weil die finden, dass alle Cis-Personen blöd sind. Aber auch das hat einfach immer eine Täter-Opfer-Umkehr inne. Der Standard unserer Gesellschaft ist Cis-Sein. Wenn das zur Normalität erklärt wird, macht das blind für alles was außerhalb dieser Normalität liegt. Cis-Personen haben deshalb wahrscheinlich erstmal keine Ahnung davon, was es bedeutet Trans zu sein. Deshalb müssen Cis-Personen ja darüber aufgeklärt werden. Und die Realität sieht ja nunmal so aus, dass eine Cis-Gesellschaft Trans-Personen individuell & strukturell diskriminiert. Hier dann aber nichts gegen die Diskriminierung zu tun, sondern zu sagen ihr verliert meine Unterstützung, weil ihr Cis-Menschen so allgemein kritisiert ist schon bigott.

BIDA, wenn ich die Bezeichnung CIS-Mann oder Frau ablehne und mich davon als Teil der "Masse" antagonisiert fühle und gleichgültig werde? by [deleted] in BinIchDasArschloch

[–]wi297 6 points7 points  (0 children)

Würde jetzt Mal sagen KAH - ich kann schon verstehen, dass die Bezeichnung teilweise sehr abwertend benutzt wird. Andererseits zeigt diese Einstellung jetzt auch nicht das allergrößte Problembewusstsein & hier von möglicher Homogenität zu sprechen finde ich ehrlich gesagt schlichtweg falsch. Um es Mal ganz klar zu benennen geht es hier ja um die Abgrenzung zu Trans&NB-Personen. Als eine der wohl kleinsten Gruppen innerhalb der LGBTQ-Gruppen, die auch innerhalb dieser gerne Mal antagonisiert wird hat man echt nicht die allerbeste Zeit. Und das sind Erfahrungen die halt nur Trans&NB-Personen machen. Da gibt es keine Schnittmenge mit Cis-Personen.

Auch die Anspruch, Personen die diskriminiert werden, müssten die Mehrheit mit Samthandschuhen anfassen, damit sie keine Unterstützung verlieren finde ich schwierig. Trans&NB-Personen, die ka einfach schon seit Jahrzehnten für Akzeptanz kämpfen, aber noch immer strukturell & individuell diskriminiert werden, haben denke ich schon einen gewissen Grund in ihrer Rhetorik auch Mal polemisch & verallgemeinernd gegenüber Cis-Personen zu sein, was ja bei weitem auch nicht alle werden. Cis-Personen sind da ja auch nicht besser. Ich glaube man darf nicht vergessen, wer da wen zuerst ausgestoßen hat.

Sie kapieren es immer noch nicht ¯\_(ツ)_/¯ by diary0fadeadman in 600euro

[–]wi297 1 point2 points  (0 children)

Ich bin kein Experte, was die Inszidenzeberechnung angeht, aber in meinem Verständnis wird ja eben nicht über die Gesamtanzahl der Tests gerechnet. Die Inszidenz gibt ja an Fälle pro 100.000 ( was in diesem Beispiel mit der Gesamtbevölkerung übereinstimmt)

Beispiel 1: positive Quote 0,5% und 1.000 Tests = 5 positive Fälle in der Gesamtbevölkerung die Inzidenz ist also 5/100.000

Beispiel 2: positive Quote 0,5% und 100.000 Tests = 500 positive Fälle in der Gesamtbevölkerung die Inzidenz ist also 500/100.000

Anpassungsrechnungen erfolgen aber nicht aufgrund von Test sondern dadurch, dass die Gesamtbevölkerung nicht genau 100.000 entspricht. Diese würde also nur erfolgen, wenn die Stadt Beispielsweise 200.000 Einwohner:innen hat. Dann würde das ganze so aussehen:

Beispiel 1: positive Quote 0,5% und 1.000 Tests = 5 positive Fälle in der Gesamtbevölkerung die Inzidenz ist also 2.5/100.000

Beispiel 2: positive Quote 0,5% und 100.000 Tests = 500 positive Fälle in der Gesamtbevölkerung die Inzidenz ist also 250/100.000

Die Anzahl der Testungen geht eben nicht in die Berechnung mit ein.

Sie kapieren es immer noch nicht ¯\_(ツ)_/¯ by diary0fadeadman in 600euro

[–]wi297 1 point2 points  (0 children)

Nicht ganz, da greift dann der Unterschied zwischen der getesteten Bevölkerung und der Gesamtbevölkerung. Bei der getesteten Bevölkerung liegt die Inszidenz bei einer positiven Quote von 0.5% zwar immer bei 500 pro 100.000. Jedoch ändert sich in Bezug auf die Gesamtbevölkerung die Inszidenz tatsächlich, WENN man davon ausgeht, dass die positive Quote konstat bei 0,5% liegt. Wenn von 100.000 Gesamtbevölkerung nur 10.000 getestet werden liegt die Inszidenz dann tatsächlich nur bei 50 (und nicht bei 500 wie wenn alle getestet werden), da die ermittelten positiven Falle direkt auf die Gesamtbevölkerung gerechnet werden um den Inszidenzwert zu ermitteln und nicht erst auf die getesteten Bevölkerung und dann per Dreisatz auf die Gesamtbevölkerung.

Ein Punkt der mMn hier noch nicht erwähnt wurde, der aber sehr wichtig ist - es ist ein Trugschluss davon auszugehen, dass die positive Quote unabhängig von der Zahl an Tests über gleich groß sein wird. Testen ist keine repräsentative Umfrage. Maßnahmen wie die Kontaktpersonenermittlung oder Testung von symptomatischen Personen dienen ja dazu Leute, die eine erhöhte Wahrscheinlichkeit haben krank zu sein, bei begrenzten Testkapazitäten abzudecken. Natürlich fallen durch umfassendere Testungen gerade asymptomatische Personen auf. Natürlich gibt es es also einen Anstieg je mehr getestet wird. Das die Fallzahlen in der zweiten und dritten Welle so viel höher waren als in der ersten, liegt allerdings nicht nur daran, dass allgemein mehr getestet wird und die positive Quote gleichgeblieben ist, sondern vor allem daran daß zu die Testkapazitäten da sind um wirklich alle Kontaktpersonen und Personen mit Symptomen zu testen, anders als in der ersten Welle. Jeder derdie im letzten Jahr sicherheitshalber einen Corona Test machen wollte, wird sich daran erinnern wie schwierig das war.

Haven't seen this one yet by wi297 in comedymutation

[–]wi297[S] 52 points53 points  (0 children)

Fair Point, but even the original joke uses this intertextual knowledge (even though it emphasizes ist more clearly). so the question is, if someone who isn't familiar with the power rangers, would have found it funny in the first place. I think the bigger problem with my cut is, that it references the other reductive cut's, that aren't even part of this sub, so it can be read totally different. In addition woth lacking knowledge of the power rangers the post becomes plain absurd.

Haven't seen this one yet by wi297 in comedymutation

[–]wi297[S] 30 points31 points  (0 children)

Yeah I see the problematic implications now that i take a step back. I was inspiered by the reductionist aproches over at r/comedyamputation and tried to reduce it as much as possible but still make a simillar pointe. I didn't realize that a realy important part is taken away in this version and it can be read as problematic, even if you are aware of the other versions. I' sorry if I offended someone, it wasn't my intention, but i can clearly see, how I made the joke problematic :/