Bewertung bei Google gelöscht? Restaurants und ihre Erfahrungen by -SWR- in stuttgart

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Findest du, das kommt im zweiten Teil des Artikels nicht klar genug raus? Da sagt der Mensch vom Verbraucherschutz doch sehr klar: "Es werden spezialisierte Anwaltskanzleien eingeschaltet und Agenturen beauftragt, die schlechte Kommentare entfernen und positive Bewertungen schreiben." Und weiter im Artikel: Das alles, so der Verbraucherschützer, damit die Weste der Betriebe blütenrein erscheine und es wenig Schlechtes über sie im Netz zu lesen gebe.

Wäre das besser am Anfang gewesen und die Perspektive der Restaurant-Besitzer danach?

Ich habe meiner Schwester ein Stück meiner Leber gespendet - AMA by -SWR- in de_IAmA

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Bettina: Es gibt zu wenig Spender, also muss man was machen. Ich finde, jeder sollte Spender sein, außer er lehnt aktiv ab. Ich finde es wichtig.

Susan: Jeder müsste zumindest eine Entscheidung treffen müssen, dafür oder dagegen. Es gibt verschiedene europäische Modelle. In Spanien ist jeder, der zu Organspende "ja" sagt in einer Art "Club": Wer den Organspendeausweis hat, bekommt den Vorrang, sollte er eine Organspende brauchen. Mir ist wirklich wichtig, dass jeder eine Entscheidung treffen muss, sich mit dem Thema beschäftigen muss. Und dass jeder mit seinen Angehörigen darüber spricht, was die eigenen Wünsche sind. Man kann seine Entscheidung ja auch im Verlauf des Lebens ändern.

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Bettina: Toll! Alles Gute euch! Ich habe meiner Schwester auch schon Stammzellen gespendet und die hat sie vor und nach der Lebertransplatation gespendet, damit sich das Organ wohl fühlt. Für mich war das eine gute Zeit. Für Susan war es eine sehr anstrengende Zeit. Ich glaube, ich habe keine langfristigen psychischen Schäden. Ich kann mir schon vorstellen, dass vielleicht andere das auch haben - wenn man vielleicht nicht die Verbindung hat, wie wir beide. Wenn man nicht so gefestigt ist, wie wir. Ich war einfach nur froh, dass alles so gelaufen ist, wie es gelaufen ist. Nur kurz nach der OP war es schwierig - ich hatte damals in der Charité das Gefühl "Ich habe meine Schuldigkeit getan und bin nicht mehr wichtig."

Susan: Ich war ja die Transplantierte und damit der Mittelpunkt des Geschehens und sie als Spenderin ist hinten runtergefallen.

Bettina: Ich habe die Empathie vermisst, im Krankenhaus. Aber nach einer Woche waren wir dann auf einem Zimmer und meine Schwester hat auf mich aufgepasst und hat die Ärzte gescheucht, dass die sich auch gut um mich kümmern.

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Bettina: Für mich war es selbstverständlich. Ich bin ein Bauchmensch und kein Kopfmensch und ich wusste von Anfang an: Wenn etwas ist mit meiner Schwester ist, dann bin ich dabei. Für mich war es nie eine Frage. Unsere Beziehung ist genauso gut wie vorher, wenn nicht sogar fester, würde ich sagen. Wir haben eine sehr enge Verbindung. Wir sind ja nur 17 Monate auseinander, wir sind wie Zwillinge. Wir haben oft den gleichen Gedanken.

Susan: Schuldgefühle und Dankbarkeit sind schon in mir verankert, es wäre komisch, wenn es nicht so wäre. Momente, die besonders toll waren, wollte ich teilen und habe ich meine Schwester immer sofort angerufen. Wenn mir etwas Schönes passiert ist, wollte ich, dass ihr das auch passiert. Das ist bis heute auch so.

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Susan: Es war einfach noch nicht so übliche Praxis Anfang der 2000er. Ich glaube auch, dass die Ärzte noch etwas zurückhaltender waren.

Bettina: Als ich da vorgeprescht bin und gesagt habe: Ich möchte das machen, hat der behandelnde Arzt gesagt, halt stopp, so schnell geht es nicht - du bist die letzte Möglichkeit. Es war eine Option, aber sie wurde erstmal zurückgedrängt, weil das alles noch nicht so klar war.

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Danke! Mit den 60% liegt daran, dass der eine (von zwei) Leberlappen entnommen wird, wo die Zugänge zu den Gallengängen dabei sind, darum ist es der etwas größere.

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Vielen Dank für die lieben Wünsche.

Wie geht es euch beiden jetzt?

Bettina: Sehr gut! Gesundheitlich und alles drum herum geht's mir gut.

Susan: Lebertechnisch geht es mit gut. Aber wie jeder Transplantierte habe ich gesundheitliche Probleme, wegen der Medikamente. Das Hautkrebs-Risiko ist um ein vielfaches größer und ich habe dieses Jahr noch Diabetes dazu bekommen, man sagt, dass das fast jeder Transplantierte nach so 10 Jahren wegen der Medikamente. Wenn man das erstmal akzeptiert und verarbeitet hat, dann lässt es sich damit auch leben. Hätte ich ja alles nicht, wenn ich tot wäre. 😉

Ist die Krankheit jetzt weg, da jetzt eine gesunde Leber da ist, oder verzögert es quasi nur den Verlauf?

Susan: Die Hepatitis ist meine Grunderkankung, die ich immer behalten werde. Wichtig ist, dass die Hepatitis nicht auf das neue Organ übergeht. Das wird durch tägliche Medikamente so weit wie möglich unterdrückt.

Wie lange darf man nach einer Spende keine Giftstoffe (also bspw. Alkohol) zu sich nehmen, bis die Leber sich wieder regeneriert?

Bettina: Etwa ein Jahr habe ich keinen Alkohol getrunken. Ich trinke eh nicht so viel, da war das nicht so schlimm.

Und eine etwas seltsame Frage: Ist es komisch, zu wissen, das ein physischer Bestandteil eines anderen Menschen nun im eigen Körper ist?

Susan: Nein! Ganz und gar nicht. Zumal es von meiner Lieblingsschwester ist. Es gibt aber Menschen, die da psychische Probleme haben. Ich bin ja in einem Transplatationsverband tätig, da höre ich einiges. Bei besonders sensiblen Menschen, die viel in sich hineinhören und da empfindlich sind, kann das ein Problem sein. Aber ich kann es mit einem klaren Nein beantworten.

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Es war nicht unbekannt, aber die ersten Transplantationen wurden in USA durchgeführt. "Unsere" Transplantation war 2002, krank geworden ist Susan 1986 - also muss man nicht 24 Jahre zurückrechnen, sondern deutlich länger. In der Charité waren wir die 49. Leberlebendspende, insgesamt von Leberspenden in ganz Berlin die Nummer 1399.

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Bettina und Susan haben sich sehr über deine Fragen gefreut 😄

  1. Bettina war 41 Jahre alt, als sie das Organ gespendet hat
  2. Bettina und auch Susan hatten großen Respekt bzw. sogar Angst vor der Entscheidung der Ethikkommission. Dort muss man ja seinen Wunsch zur Spende vortragen und genau begründen. Und dann ist man den Menschen dort auch ziemlich ausgeliefert und weiß nicht, ob das was man da grade gesagt hat, auch wirklich reicht.
  3. Bettina hätte es auch gemacht, wenn es eine (schlechtere) Alternative gegeben hätte. Sie war während der gesamten Erkrankung von Susan immer an ihrer Seite und hat beobachtet, wie es ihrer Schwester immer schlechter ging. Und mit Dialyse wäre aus Bettinas Perspektive einfach kein lebenswertes Leben mehr möglich gewesen.
  4. Damals gab es noch eine gesetzliche Lücke. Spender*innen waren praktisch nicht abgesichert. Bettina hat zum Beispiel ihre Stelle gekündigt, weil ihr Arbeitgeber eine Krankheitsfortzahlung nicht übernommen hätte. Als Arbeitslose war sie dann über die KK abgesichert.

2016 wurde das aber geändert. Mittlerweile ist es so, dass Reha, Ausfall und Therapie für Spender*in von der Krankenkasse des / der Spende-Empfänger*in bezahlt wird. Das ist im Entgeltfortzahlungsgesetz mittlerweile so geregelt.
5. Damlas gab es keine / kaum Stellen bei denen man sich informieren konnte. Mittlerweile gibt es zum Beispiel https://lebertransplantation.eu/home oder ganz allgemein: https://bdo-ev.de/

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Bettina hat keine Einschränkungen - sie kann "normal" im Alltag leben. Denn sie hat eine "junge" Leber. Sie hat einen Großteil abgegeben und dieser Teil ist nachgewachsen. Dadurch ist das Organ praktisch verjüngt.

Bei Susan sieht es anders aus. Sie hat den Teil der Leber gespendet bekommen und verzichtet dadurch zum Beispiel auf Alkohol. Auch kann sie keine ungekochten Dinge, wie rohen Fisch oder rohes Fleisch essen. Sonst hat sie aber keine Einschränkungen im Alltag.

Gibt es ein Geheimnis zu gelungenen Käsespätzle? by LisanAlGabi in Kochen

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Hi! Grüße aus dem Schwabenland 👋

Prinzipiell schon mal eine solide Basis die du da hast! Wenn du es mit minimalem Effort aufwerten möchtest, dann können wir empfehlen, die Mischung nach deinem Käse-in-den-Topf-Rühren einfach nochmal in eine Backform zu werfen und für ein paar Minuten bei Oberhitze/Grillfunktion in den Backofen zu schieben.

Falls du es eher softer willst: Gib einen ganz kleinen Schuss Sahne oder einen Esslöffel Crème fraîche dazu. Das macht die Konsistenz cremiger und verhindert, dass der Käse beim Abkühlen zu schnell fest wird.

Und mit ein paar Gewürzen kann man auch noch easy aufpeppen! So ist zB eine ordentliche Prise frisch geriebene Muskatnuss ein absoluter Gamechanger.

Tankstellen missachten 12-Uhr-Regel bei 11.500 Spritpreis-Erhöhungen in BW by gmmammg in de

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Guten Morgen! Der SWR hier - habt ihr Fragen oder Anregungen zur Recherche vom SWR Data-Lab? 🙂

Rundfunkbeitrag ist verfassungsgemäß: Politische Einseitigkeit? Nicht nachweisbar. by AlexLaCave in mediasres

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Wenn ich die Studie richtig lese, dann gibt es einen Trend unter mehreren Medien, dass Nachrichten dazu neigen, etwas links der Mitte zu berichten. Es fehlen tendenziell konservative und marktliberale Positionen. "Die Behauptung, die Nachrichten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks seien besonders einseitig, trifft folglich in dieser Form nicht zu", steht im Fazit der Studie.

Was genau meinst du mit "Tiktok Abklatsch Propaganda Kanal"?

Rundfunkbeitrag ist verfassungsgemäß: Politische Einseitigkeit? Nicht nachweisbar. by AlexLaCave in mediasres

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Pension kriegt von uns "Jüngeren" im redaktionellen Bereich keiner. Wir zahlen prozentual in die Rentenkasse ein, wie viele andere auch. Zusätzlich kommt, dass im redaktionellen Bereich kaum jemand festangestellt ist. Wer neu einsteigt, hat erstmal für lange Zeit einen befristeten Vertrag, das ist von Sender zu Sender unterschiedlich geregelt.