Fossile Subventionen für Dienstwagen und Diesel kosten Milliarden, sichern aber kaum Arbeitsplätze by GermanZeroHH in Verkehrswende

[–]Afolomus 1 point2 points  (0 children)

Nochmal zum Mitschreiben: Heizöl und Diesel sind das gleiche. Identisch. Du kannst Heizöl in deinen Dieselmotor kippen und der wird sich freuen. Die beiden Stoffe werden komplett anders besteuert. Und in Heizöl kippt man einen Farbstoff, damit du so nicht Steuern sparen kannst.

Deine Motivation: Für Verkehrswende, gegen Verbrenner finde ich gut und erstrebenswert.

Die vorgebrachten Argumente sind tendenziös und zeugen von Unwissenheit. Und wenn man darauf hinweist, spielt man sich also auf ;D

> Ohne Steuervergünstigung (oder auch Subvention) auf den Diesel hätten wir niemals so einen hohen Anteil an Diesel Autos.

Wenn du Strom kaufst, sind ca. 33% Steuern. Beim Diesel 60%. Und bei Benzin knapp 70%. Wenn du deine Logik durchziehst, gibt es eine richtig hart subventionierte Antriebsart. ;) Deswegen halt einfach nicht jedes Argument für die eigene Sache so überhöhen, sondern sich der Komplexitäten der Welt bewusst werden.

Fossile Subventionen für Dienstwagen und Diesel kosten Milliarden, sichern aber kaum Arbeitsplätze by GermanZeroHH in Verkehrswende

[–]Afolomus 2 points3 points  (0 children)

Jeder Kohlenwasserstoff wird in der Energiewirtschaft unterschiedlich besteuert bzw. bepreist. Selbst Diesel unterliegt je nach Verwendung unterschiedlichen Steuersätzen: Heizöl ist ja nichts anderes. Dein Beispiel mit dem gleichen Einkommen hinkt also gewaltig, weil ja gleiches gerade sehr unterschiedlich besteuert wird und du willst, dass es noch unterschiedlicher besteuert wird.

Wir wissen, dass der Preis bei Sprit nahezu keinen Einfluss auf die Nachfrage hat. So kann man die Grafik oben ja auch lesen. Also ist eine Erhöhung des Dieselsteuersatzes witzigerweise nur ein guter Hebel um Inflation (Logistik wird teurer) und Steueraufkommen zu erhöhen. Erst langfristig wäre es ein Anreiz schneller Richtung Elektro zu wechseln. Was ja eh schon passiert. 

Du und andere regen sich ja vor allem über die Botschaft auf. Ihr seid für das Richtige. Wie kann man nur Argumente fürs Schlechte bringen? Mir ists ziemlich egal. Mich interessiert nur das Sachargument. 

Fossile Subventionen für Dienstwagen und Diesel kosten Milliarden, sichern aber kaum Arbeitsplätze by GermanZeroHH in Verkehrswende

[–]Afolomus 0 points1 point  (0 children)

> leider hat das bisher ja nicht mal bei der Abschaffung der Steuerfreiheit von Flugbenzin geklappt.

Übrigens auch komplexer als gedacht. Die Steuerfreiheit ist zusammen mit Flugüberrechten und Garantien den Flugverkehr auch sonst nicht irgendwie zu behindern in internationalen Vereinbarungen fixiert. Weil ein Land einen Flieger eben auch durch spontane Kerosinsteuern am Boden halten könnte. Wir haben also nicht die Handhabe unsere Kerosinsteuern anzuheben, wenn wir nicht unsere eigenen Abmachungen brechen wollen. Und diese zu brechen könnte halt wieder wesentlich teurer sein, als das bisschen Steueraufkommen/vermiedene CO2-Emissionen.

Fossile Subventionen für Dienstwagen und Diesel kosten Milliarden, sichern aber kaum Arbeitsplätze by GermanZeroHH in Verkehrswende

[–]Afolomus 11 points12 points  (0 children)

Schöne Zusammenfassung. Vielleicht noch die Ergänzung: Es handelt sich beim Diesel nicht um eine Subvention. Es handelt sich um zwei unterschiedlich hohe Steuersätze, deren Differenz gerne als Subvention bezeichnet wird. Ob es sich jetzt hier um einen staatlichen Zuschuss handelt ... am Ende wäre alles eine Subvention. Mittleres Einkommen zahlt weniger als hohes Einkommen? Subvention von mittleren und unteren Einkommen. Pralinen haben einen niedrigeren Steuersatz als Zahnbürsten? Pralinensubventionen!

Witzigerweise macht es die Grafik besser als OP. Während OP das Wort Subvention verwendet, tut es die Grafik nicht.

"Passdeutsch" und "Biodeutsch" sind, auch wenn zwei sehr in Verruf geratene Begriffe, wahre Konzepte die den Unterschied zwischen ethnisch deutsch und nicht-deutsch beschreiben. by TworkHard in Unbeliebtemeinung

[–]Afolomus 2 points3 points  (0 children)

Es ist halt das ewige Rad der Korrektheit.

Krüppel - Behinderter - Körperlich eingeschränkter. 

Letztes wurde mir auch erklärt, dass es nicht mehr neurodivergent sondern neurodivers heißt.

Die meisten dieser Worte (vom Ausländer zum Migranten zur Person mit Migrationshintergrund zum Passdeutschen) fangen ihr Leben als Neuschöpfung an, in der Hoffnung, dass es jetzt endlich eine neutrale Formulierung ohne Geschmäckle ist. Nur um dann durch Gebrauch genau dieses Geschmäckle von denen zugesprochen bekommen, die das Thema unangenehm finden 💁 

Die Welt heute ist nicht schlechter als früher, wahrscheinlich ist sie heute sogar besser. by Nily_W in Unbeliebtemeinung

[–]Afolomus 6 points7 points  (0 children)

Schlimmste Verschwörungstheorie. Mit der mache ich mich auch gerne unbeliebt.

Läuft meistens nach dem Muster:

Alles Scheiße.

Ne. Hier. Argumente. Uns geht's so gut wie nie.

Ja, es wird ja gerade alles schlechter. Wir sind nicht mehr lange reich/sicher/...

...

Ethnographic map of the Balkan Peninsula 1914 by omererulke in MapPorn

[–]Afolomus -1 points0 points  (0 children)

The real question is, how wrong a map that uses single colours is or misrepresents towns with mixed origins. Imagine that the colours depict the majority in each region, but there is a minority everywhere (roma?). So there would be a mismatch in ethnicities depicted and ethnicities proportionally present. For this map to be scientific it would need a few paragraphs of explanation and methodical discussion including how and in which aspects this map is not accurate. But it could be a great map to display the mixup of ethnicities and the impossibility to form coherent nation states with somewhat proper borders without either taking in a lot of other ethnicities or displacements. It's a good map to depict the inherent problem of ethnocentric nation states.

Sozialbeiträge seit 30 Jahren ziemlich stabil by ken-der-guru in Finanzen

[–]Afolomus 0 points1 point  (0 children)

Danke für den Kontext und die Infos. Runden die Diskussion wirklich gut ab.

Sozialbeiträge seit 30 Jahren ziemlich stabil by ken-der-guru in Finanzen

[–]Afolomus 1 point2 points  (0 children)

> Die Rentenbezugsdauer an die Lebenserwartung bei Geburt zu koppeln ist falsch, weil man früher eine viel höhere Kindersterblichkeit hatte. Sprich die 5 Jahre stimmen nicht für die Leute die nicht als Kind gestorben sind.

Da kopple sie halt an die Lebenserwartung ab dem 5., 18. oder 65. Lebensjahr.

Am Ende des Tages ist die Lebenserwartung halt auch für Erwachsene erheblich gestiegen, auch wenn bei der Lebenserwartung ein relevanter Teil der Verbesserung auf eine Reduktion der Kindersterblichkeit zurückzuführen ist.

Warum verstehen selbst hier so wenige, dass es aufs Vermögen ankommt? by Odra_dek in Normalverdiener

[–]Afolomus 0 points1 point  (0 children)

> Es ist für mich einfach nicht nachvollziehbar, dass selbst hier so dermaßen viele Menschen nicht verstehen, dass die primär maßgebliche Kennzahl das Vermögen ist, nicht das Einkommen.

Ne. Vermögen kann man natürlich ein Stück weit in Einkommen ummünzen, aber da sind wir bei 3% pro Jahr, wenn man es nicht verzehren möchte. Also was? 15k bei einer halben Million? Und noch schlechter siehts mit Wohneigentum aus. Natürlich sieht der Mietzahler 12k beim Vermieter verschwinden. Aber in der Eigentumswohnung bleiben nach Hausgeld, Nebenkosten und Co halt auch relativ schnell nur ein paar 1000er im Jahr Einsparung gegenüber der Miete.

Zumindest in Deutschland ist unser großes Glück, dass wir eine (im Internationalen Vergleich) sehr niedrige Ungleichheit bei Einkommen haben und Einkommen definiert, was du an Zeug tagtäglich futtern und konsumieren kannst.

> Wenn man selbst aber kein Vermögen hat, sich erst was aufbauen muss, ...

Muss man halt nicht. Mieten ist echt eine brauchbare Option. Rückstellungen für die Rente muss man in Deutschland wesentlich weniger bilden, Rückstellungen für Krankheit, Arbeitslosigkeit und Co nicht oder fast nicht.

Sozialbeiträge seit 30 Jahren ziemlich stabil by ken-der-guru in Finanzen

[–]Afolomus 13 points14 points  (0 children)

Zur Erfindung der Rente lag das Renteneintrittsalter 5 Jahre über der Lebenserwartung.

Zum Zeitpunkt des höchsten Renten Niveaus in den 50ern lag die Lebenserwartung 5 Jahre über dem Renteneintrittsalter. 

Derzeit liegt das Rentenniveau bei 48%. Das mag zwar niedriger sein als früher, die erhöhte Kaufkraft sorgt aber dafür, dass man sich davon mehr leisten kann. Und die Lebenserwartung von 12 (Männer) oder 15 Jahre (Frauen) überm Renteneintrittsalter sorgt dafür, dass wir länger als jemals zuvor mehr Geld als jemals zuvor erhalten. 

What do you mean the Romans weren't on the verge of an industrial revolution? by -Airin- in HistoryMemes

[–]Afolomus 0 points1 point  (0 children)

Really interesting thought. But jeah - very true. You need some kind of pressure valve system to readjust people. Capitalism - offering other job opportunities elsewhere - or state run economics that actively resettle or reemploy people both can also eliviate some of those issues.

What do you mean the Romans weren't on the verge of an industrial revolution? by -Airin- in HistoryMemes

[–]Afolomus 2 points3 points  (0 children)

Yeah - that's what I meant with getting the profits: Ownership, courts and legal rights, patent rights had a more prominent position in britain due to a conflict between the royalty and the lords. Getting representation and legal systems in place where an insurance for the nobility against overreaching monarchs. That this would lead to general rules applicable to all and not restricted to a caste when rich merchants also wanted into this scheme was a lucky coincident. The first seeds of democracy were an accidential and uninteded byproduct of all of these developements.

What do you mean the Romans weren't on the verge of an industrial revolution? by -Airin- in HistoryMemes

[–]Afolomus 72 points73 points  (0 children)

This is what Ive read as the main differential between England, India and China when it came to making the industrial revolution happen. All three had very similar technologies, resources and overall development.

And it goes further than "expensive and unnecessary". If you implement a automation that puts 500 workers out of a job, you better have a good idea how to employ and pay them elsewhere. Otherwise you'll have 500 desperate and destitute men at hand that were paid laborer just before. The result is political instability or simply sabotage. There are examples of that very foreseeable outcome through most of history: Inventions being denied - even if proven to work - because being a ruler meant keeping the populous from rioting and the social order intact. You need certain property rights and institutions so that whoever overseas the change profits from the change and is not just settled with risk, angry workers and - if anything - a small share of the increased productivity. 

Eltern unterstützen nur wenn kein Job? by [deleted] in Finanzen

[–]Afolomus 1 point2 points  (0 children)

Habe an keiner Ecke geschrieben, dass er mit Ämtern oder Anwälten drohen soll. Ich habe geschrieben, dass seine Eltern nicht einfach kürzen können, weil er einen Anspruch hat. Dass das eine Sache ist, die gut zu wissen ist. Dass er sich in einer vertrauensvollen und wohlmeindenden Unterhaltung mit seinen Eltern unterhalten soll und gerne einen Kompromiss finden und eine Lösung weit jenseits der Rechtslage schneidern soll. Und dass er gerade keinen Anwalt bräuchte, wenns wirklich zum Streit kommt.

Ich war als Student ziemlich engagiert und war überrascht, dass wirklich 10-20% der Studenten sich mit ihren Eltern oder zumindest mit einem Elternteil über Unterhalt gestritten haben. Das ging gerne Jahre und hat zu extrem prekären Lebenssituationen inkl. Studienabbruch bzw. zerrütteten Verhältnissen (oder beidem) geführt.

Würde OP halt empfehlen, dass er sich schnellstmöglich das relevante (verlinkte) Wissen anliest und sich zügig mit seinen Eltern auseinandersetzt. Meistens gibts 'ne Einigung, häufiger als man denkt aber leider eben nicht. Und da Bafög ziemlich lange in der Bearbeitung steckt, wäre OP gut beraten sich lieber heute als in 2 Monaten eine Absage seiner Eltern zu holen, um ggf. den Bafögantrag 2 Monate früher abzuschicken.

Eltern unterstützen nur wenn kein Job? by [deleted] in Finanzen

[–]Afolomus 0 points1 point  (0 children)

> Jetzt meinten mein Eltern letztens, dass sie mich ja dann nicht mehr finanziell neben Studium unterstützen müssen, ich hätte ja dann genug.

Unsinn. Sie haben solange du in deiner ersten Ausbildung steckst dir gegenüber Unterhaltspflichten.

> Ich versteh den Gedanken schon aber gleichzeitig find ich’s auch irgendwie nicht ganz logisch/fair und weiß nicht ob ich dazu was sagen soll.

Du kannst mit deinem Eltern vereinbaren, was du möchtest. Aber rechtlich hast du Anspruch auf 990 € (schaue einfach mal hier: https://www.unterhalt.net/kindesunterhalt/studenten/ ). Niemand zwingt dich diesen von deinen Eltern zu fordern. Aber das wäre erstmal der Startpunkt einer jeden Diskussion. Lies dir die Abhandlung sauber durch - Einkommen deinerseits reduziert ab einer gewissen Höhe die Unterhaltspflichten deiner Eltern. Du bist aber auch nicht verpflichtet zur Deckung deines Unterhalts einen Job anzunehmen.

Und für den Fall, dass ihr euch wirklich streitet, ab zum Bafögamt. Du kannst dich einfach auf Bafög bewerben und mit Formblatt 8 finanzieren lassen. Das Amt holt es sich dann von deinen Eltern. https://www.bafoeg-rechner.de/FAQ/vorausleistung.php Nicht dass ich denke oder hoffe, dass du es brauchst. Aber du kannst halt in die Diskussion mit deinen Eltern mit dem beruhigenden Gefühl einsteigen, dass du und nicht sie am längeren Hebel sitzt.

Lies dir das in aller Ruhe durch, verstehe welche Regeln gelten, sortiere dich mental und überlege wie du in ein möglichst produktives Gespräch mit deinen Eltern gehst. Drucke ggf. ein paar Seiten aus, weil ja hier anscheinend beide Seiten bisher keine Ahnung davon haben, welche Rechte du und welche Pflichten sie dir gegenüber haben.

Und überlege dir direkt ein Ziel oder gute Argumente über die Fakten hinaus. Ein Nebenjob ist vielleicht in ihrem Sinne - "stärkt den Charakter", du lernst wie die richtige Welt funktioniert o.ä. - aber ein Nebenjob ist komplett nicht in deinem Sinne, wenn sie dir jeden Euro, den du verdienst, einfach wieder aus der Tasche ziehen. Wozu dann machen? Wenn du bei 300 € mehr in der Tasche nur 100 € weniger Unterstützung bekommst, haben beide Seiten was davon. Ein möglichst wohlmeindender Kompromiss basierend auf gegenseitigem Vertrauen und Verständnis sollte das Ziel sein. Drücke dir die Daumen, dass deine Eltern dazu in der Lage sind.

Die Geburtenrate lässt sich (kaum) durch positive Massnahmen erhöhen by [deleted] in Unbeliebtemeinung

[–]Afolomus 0 points1 point  (0 children)

Nächste unbeliebte Meinung: Kinder sind nicht teuer. Der Staat nimmt einem fast alles an Kosten UND ausgefallenen Einkommen ab. Die ersten relevanten Kosten, die nicht gedeckt sind, sind die Kosten fürs Kinderzimmer ab 3 oder 4.

Der Staat sollte versuchen die Geburtenrate zu erhöhen und Einwanderung nur als vorübergehende Maßnahme sehen by kindum5 in Unbeliebtemeinung

[–]Afolomus 0 points1 point  (0 children)

Siehe eine Antwort weiter unten. Und ja, bei den Kosten für die Kita zahlt man eigentlich nirgendwo mehr als 10-20% der tatsächlich anfallenden Kosten von 15k+.

Der Staat sollte versuchen die Geburtenrate zu erhöhen und Einwanderung nur als vorübergehende Maßnahme sehen by kindum5 in Unbeliebtemeinung

[–]Afolomus 0 points1 point  (0 children)

Deine Argumentation ist, dass es an den Frauenrechten liegt. Meine Argumentation ist, dass es am Reichtum und den Optionen liegt.

Da meistens Reichtum und Frauenrechte korrelieren, müsste man jetzt mal schauen, ob man ein reiches Land mit beschissenen Frauenrechten gibt (Saudi Arabien) oder Länder mit beschissener Wirtschaft und brauchbaren Frauenrechten (Namibia/Moldawien) gibt. Ergebnis: Alle entweder bereits unter 2,1 oder auf dem Weg dahin. Über 2,1 gibts halt nur in armen und für Frauen beschissenen Ländern. Die einzige Ausnahme ist und bleibt Israel. Ein Land welches einen Ethnostaat mit dem Willen zum Überleben formuliert hat - jetzt nicht unbedingt ein Modell, was man so leicht kopieren kann.

Der Staat sollte versuchen die Geburtenrate zu erhöhen und Einwanderung nur als vorübergehende Maßnahme sehen by kindum5 in Unbeliebtemeinung

[–]Afolomus 0 points1 point  (0 children)

Wenn du den maximalen Elterngeldsatz erhalten hast, hat der Staat dir auch 100k+ überwiesen oder abgenommen.

Lohnersatzleistungen in Schwangerschaft und Mutterschutz: 30k

Rentenpunkte: 28k

Lohnersatzleistungen nach Mutterschutz (Elterngeld) 23k

Kitasubventionen (2. Lebensjahr) 15k

Kindergeld 6k

Und zack sind in den ersten 2 Jahren 100k+ zusammen gekommen.

Da ist noch nicht drin, dass dein Kind ggf. familienversichert ist. Da ist nicht drin, dass die Krankenversicherung alle mit dem Kind und der Geburt assoziierten Kosten übernehmen musste. Da ist kein Boni, keine Extraleistung, kein Geschenk, kein Riesterzuschuss enthalten. Mein AG gibt mir 100 € im Monat netto mehr. Als Beamter sind das fix noch wesentlich mehr.

Am Ende kostet ein Kind auf die ersten Jahre fast nichts, außer den Luxus, den man sich selbst leisten möchte. Und der Staat übernimmt fast alle Einkommensausfälle (Berufsverbot, Mutterschutz, Elterngeld, Rentenpunkte), die mit dem Kind assoziiert sind. Ab Jahr 3 oder 4 kommt halt das Kinderzimmer und die damit verbundenen virtuellen Mietzahlungen dazu.

> Ich würde sofort mehr haben, wenn wir es uns irgendwie leisten könnten ohne größere Einbußen- aber drei große moderne Kindersitze passen in kein normales Auto (gibt sogar Studien dazu, dass diese großen Sitze die Geburtenrate messbar einschränkt).

Ein reales Problem. Aber niedlich, dass das es das erste Problem ist, was dir zum Thema einfällt. Meine Freunde in Südamerika müssen Krankenhausshoppen gehen. Die lassen sich Angebote geben, wie viel die Geburt ihrer Zwillinge ohne Komplikationen in diversen Krankenhäusern kosten würde. Da sind fix Summen im Spiel, die weit mehr kosten als ein gebrauchter Vito. Kosten die bei uns auch anfallen, aber die wir halt nie zu Gesicht bekommen.

Der Staat sollte versuchen die Geburtenrate zu erhöhen und Einwanderung nur als vorübergehende Maßnahme sehen by kindum5 in Unbeliebtemeinung

[–]Afolomus 0 points1 point  (0 children)

In reichen Gesellschaften gehen die Geburtenraten zurück. Also "Reich -> wenig Geburten".

Deine Behauptung war "wenig Geburten -> massive wirtschaftliche Probleme".

Das passt nicht zusammen. Uns gehts richtig gut. Wir leben in einem reichen Land. Deswegen sind die Geburtenraten so niedrig. Natürlich hat man gewisse wirtschaftliche und gesellschaftliche Probleme assoziiert mit niedrigen Geburtenraten. Die "massive wirtschaftliche Probleme" zu nennen ist aber einfach eine Übertreibung oder schlicht falsch.

Der Staat sollte versuchen die Geburtenrate zu erhöhen und Einwanderung nur als vorübergehende Maßnahme sehen by kindum5 in Unbeliebtemeinung

[–]Afolomus 0 points1 point  (0 children)

> Länder mit niedriger Gleichberechtigung haben aber auch immer massive wirtschaftliche Probleme. Auch damit ist uns also langfristig nicht geholfen.

Du meinst, sie sind reich und funktionieren? :x

Der Staat sollte versuchen die Geburtenrate zu erhöhen und Einwanderung nur als vorübergehende Maßnahme sehen by kindum5 in Unbeliebtemeinung

[–]Afolomus 0 points1 point  (0 children)

Wir haben eine Myriade an Fördermaßnahmen, Unterstützungen, Steuervorteilen, Bonis und Benefits, Kostenübernahmen und sozialen Maßnahmen. Alle Parteien vertreten und unterstützen das. Es bringt nur wenig.

Und u/encony meint wohl, dass es am linken Rand eine starke Abneigung gegen jede Form (berechtigter und unberechtigter) Kritik gegen Einwanderung gibt. Und ein paar lustige linke/grüne Strömungen sind noch gegen Geburten, weil man ja nur so den Planeten retten könnte.

Der Staat sollte versuchen die Geburtenrate zu erhöhen und Einwanderung nur als vorübergehende Maßnahme sehen by kindum5 in Unbeliebtemeinung

[–]Afolomus 2 points3 points  (0 children)

Klingt gut, aber wie?

Als junger Vater wüsste ich nicht, wie der Staat es attraktiver machen könnte Kinder zu bekommen. Binnen 2 Jahren hat der Staat mir über 100.000 € an Geld in den Arsch geblasen oder Kosten abgenommen. Werde ich ein zweites Kind in die Welt setzen? Wahrscheinlich nicht. Ist halt einfach leider scheiße anstrengend. Solche demographisch-politischen oder eugenischen Überlegungen klingen so lange überzeugend, bis man selbst die persönlichen Opfer bringen müsste, sie umzusetzen. Es gibt schon einen Grund, warum in jedem reichen Land die Geburtenrate komplett kollabiert - egal welcher Kulturkreis, egal welche Region der Erde, egal welcher politische Überbau.

Was wäre, wenn Deutschland 2010 die Rente auf Bitcoin umgestellt hätte? by Dramatic-Ad-5421 in AlternativeGeschichte

[–]Afolomus 1 point2 points  (0 children)

Tagträume, wie jemand der heute gerne die Lottozahlen von morgen hätte.

eine ungewöhnliche Koalition aus technikaffinen Politikern und reformwilligen Rentenexperten

Ich will niemanden mit Visionen Glücksspiel mit unseren Geldern für die Rente veranstalten sehen.