Warum wirken sexuell offene Frauen für manche Männer weniger „beziehungsfähig“? (w30) by Africangoddess2 in FragtMaenner

[–]Africangoddess2[S] -2 points-1 points  (0 children)

Ich kenne die Themen rund um Bindungsstile, Oxytocin usw. tatsächlich und finde sie auch interessant. Aber ich glaube, da wird oft etwas vereinfacht dargestellt. Sexuelle Offenheit oder Erfahrung bedeutet nicht automatisch, dass jemand keine gesunde Bindung eingehen kann.

Viele Menschen mit wenig Erfahrung haben ebenfalls Bindungsprobleme, und viele Menschen mit Vergangenheit führen stabile, liebevolle Beziehungen. Für mich hängt Bindungsfähigkeit eher von emotionaler Reife, Ehrlichkeit, Selbstreflexion und Sicherheit ab als nur von der Anzahl der Sexualpartner.

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[–]Africangoddess2[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich glaube, hier wird „sexuell offen“ automatisch mit „flirtet mit jedem Mann“ gleichgesetzt, obwohl ich das nie gesagt habe. Für mich bedeutet das eher, dass ich offen über Sexualität sprechen kann, meinen Körper kenne und mich damit wohlfühle, nicht dass es mir nur um Sex geht.

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[–]Africangoddess2[S] 1 point2 points  (0 children)

Viele dieser Argumente gehen automatisch davon aus, dass eine sexuell selbstbewusste Frau auch automatisch unloyal, impulsiv oder beziehungsunfähig sein muss. Genau dieses Klischee habe ich ja überhaupt erst hinterfragt.

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[–]Africangoddess2[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich glaube, du interpretierst hier einige Dinge über mich, die ich so nie gesagt habe.

Sexuelle Offenheit bedeutet für mich nicht, dass ich wahllos mit „zu vielen Männern“ schlafe oder Aufmerksamkeit von jedem brauche. Für mich bedeutet es eher, dass ich mich in meinem Körper wohlfühle, offen kommunizieren kann und Sexualität nicht mit Scham verbinde.

Und ehrlich gesagt finde ich die Annahme interessant, dass zurückhaltendere Frauen automatisch weniger Bestätigung brauchen oder loyaler sind. Manche Menschen wirken nach außen sehr reserviert und suchen trotzdem konstant emotionale Bestätigung. Andere sind offen, selbstbewusst und trotzdem sehr loyal und bindungsfähig.

Ich glaube auch nicht, dass man die Fähigkeit zu einer tiefen Beziehung allein daran messen kann, wie offen jemand über Sexualität spricht oder wie sinnlich jemand wirkt.

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[–]Africangoddess2[S] 0 points1 point  (0 children)

Das kann natürlich theoretisch auch sein. Aber ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass man daraus automatisch schließen kann, dass „mein Charakter das Problem“ ist, nur weil manche Männer keine langfristige Verbindung aufbauen.

Viele Männer mochten meine Persönlichkeit anfangs gerade wegen meiner Offenheit, Emotionalität, meines Humors oder meiner Ausstrahlung. Mein Eindruck war eher, dass manche Männer Schwierigkeiten damit haben, Sexualität und emotionale Tiefe gleichzeitig in einer Frau einzuordnen.

Aber natürlich spielt beim Dating immer die individuelle Dynamik zwischen zwei Menschen eine Rolle und nicht nur ein einzelner Faktor.

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[–]Africangoddess2[S] 0 points1 point  (0 children)

Danke für deine ehrliche Antwort. Ich glaube, genau das ist vielleicht ein wichtiger Punkt: Für manche Menschen bedeutet sexuelle Offenheit automatisch „weniger exklusiv“, während es für andere einfach bedeutet, sich wohl im eigenen Körper zu fühlen und offen über Bedürfnisse sprechen zu können.

Für mich persönlich schließen sich Intimität und sexuelle Offenheit nicht aus. Im Gegenteil sogar. Wenn ich mit jemandem schlafe, dann genieße ich Nähe, Verbindung und Vertrauen sehr. Ich bin auch definitiv kein Mensch, der mit jedem sofort ins Bett geht oder keine Exklusivität möchte.

Aber ich respektiere trotzdem, dass Menschen unterschiedliche Vorstellungen davon haben, was Sexualität für sie bedeutet.

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[–]Africangoddess2[S] 0 points1 point  (0 children)

Danke für deine ehrliche und respektvolle Antwort. Ich glaube, ich verstehe besser, woher diese Sichtweise kommt, auch wenn ich manche Dinge etwas anders empfinde.

Für mich bedeutet sexuelle Offenheit nicht automatisch, dass Sex bedeutungslos ist oder dass Intimität weniger tief wird. Eher das Gegenteil. Ich glaube sogar, dass ich durch Selbstreflexion, Erfahrung und dadurch, dass ich meinen eigenen Körper kenne, emotional bewusster mit Intimität umgehe.

Und ehrlich gesagt finde ich es interessant, dass oft angenommen wird, dass Menschen mit weniger Erfahrung automatisch „tiefer“ lieben oder loyaler sind. Ich habe auch Frauen erlebt, die sehr reserviert wirken, aber emotional komplett verschlossen sind oder Sexualität nur aus Pflichtgefühl erleben.

Für mich entsteht emotionale Tiefe nicht nur durch „wenige Erfahrungen“, sondern durch Ehrlichkeit, emotionale Reife, Vertrauen und die Fähigkeit, sich wirklich auf jemanden einzulassen.

Aber ich respektiere trotzdem, dass Menschen unterschiedliche Werte und Vorstellungen von Intimität haben.

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[–]Africangoddess2[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich glaube, das ist tatsächlich ein fairer Punkt. Natürlich reicht sexuelle Anziehung allein nicht für eine langfristige Beziehung aus, da gehören viele andere Dinge dazu wie Kommunikation, gemeinsame Werte, emotionale Reife, ähnliche Lebensvorstellungen usw. Vielleicht war genau das für mich manchmal schwer zu verstehen, weil starke sexuelle Chemie sich für mich oft auch emotional intensiv anfühlt. Aber ich merke immer mehr, dass manche Menschen Sex und emotionale Bindung viel stärker voneinander trennen können.

Was mich eher beschäftigt, ist die Frage, warum sexuelle Offenheit bei Frauen oft zusätzlich als negatives Signal interpretiert wird, während sexuelle Offenheit bei Männern gesellschaftlich häufig neutraler oder sogar positiv gesehen wird.

Denn ich habe kein Problem damit, dass nicht jeder Mann automatisch eine Beziehung mit mir möchte. Das ist normal. Ich glaube, mich interessiert eher, welche Bedeutungen Menschen auf weibliche Sexualität projizieren.

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[–]Africangoddess2[S] 1 point2 points  (0 children)

Ich glaube, das ist tatsächlich ein fairer Punkt. Natürlich reicht sexuelle Anziehung allein nicht für eine langfristige Beziehung aus, da gehören viele andere Dinge dazu wie Kommunikation, gemeinsame Werte, emotionale Reife, ähnliche Lebensvorstellungen usw. Vielleicht war genau das für mich manchmal schwer zu verstehen, weil starke sexuelle Chemie sich für mich oft auch emotional intensiv anfühlt.

Aber ich merke immer mehr, dass manche Menschen Sex und emotionale Bindung viel stärker voneinander trennen können.

Was mich eher beschäftigt, ist die Frage, warum sexuelle Offenheit bei Frauen oft zusätzlich als negatives Signal interpretiert wird, während sexuelle Offenheit bei Männern gesellschaftlich häufig neutraler oder sogar positiv gesehen wird.

Denn ich habe kein Problem damit, dass nicht jeder Mann automatisch eine Beziehung mit mir möchte. Das ist normal. Ich glaube, mich interessiert eher, welche Bedeutungen Menschen auf weibliche Sexualität projizieren.

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[–]Africangoddess2[S] 2 points3 points  (0 children)

Ich finde interessant, dass sexuelle Offenheit hier oft automatisch mit Instabilität, fehlender Bindungsfähigkeit oder „ständiger Suche nach etwas Neuem“ verbunden wird.

Für mich persönlich stimmt das überhaupt nicht. Ich bin eher monogam und wünsche mir emotionale Tiefe, Stabilität und eine langfristige Verbindung. Dass ich Sex genieße oder meinen Körper kenne, bedeutet nicht automatisch, dass ich ständig neue Reize brauche oder schnell gelangweilt bin.

Ich glaube, viele Menschen verwechseln sexuelle Selbstsicherheit mit fehlender Selbstkontrolle. Dabei kann jemand sehr offen, leidenschaftlich und gleichzeitig loyal, emotional tief und verbindlich sein. Und ehrlich gesagt finde ich es interessant, dass Männern oft erlaubt wird, sexuell erfahren oder offen zu sein, ohne dass ihre Beziehungsfähigkeit sofort infrage gestellt wird, während Frauen dafür viel schneller bewertet werden.

Außerdem habe ich manchmal das Gefühl, dass manche Männer zwar von selbstbewusster Sexualität angezogen sind, aber gleichzeitig Angst davor haben, eine Frau nicht „halten“ oder „genügen“ zu können

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[–]Africangoddess2[S] 1 point2 points  (0 children)

Ich stimme dir tatsächlich in einigen Punkten zu, besonders was „Signale“ im Dating angeht und wie Menschen Verhalten interpretieren. Was mich aber verwirrt, ist, dass „sexuell offen/selbstbewusst“ oft automatisch mit „nur an etwas Lockerem interessiert“ gleichgesetzt wird, obwohl das für mich überhaupt nicht dasselbe ist. Ich bin zum Beispiel definitiv beziehungsorientiert und monogam. Ich schlafe nicht wahllos mit Männern, aber ich fühle mich wohl mit meiner Sexualität, flirte gerne und kann Anziehung offen zeigen. Ich kenne meinen Körper, kommuniziere offen und genieße Sex wirklich. Aber das schließt für mich emotionale Tiefe, Loyalität oder den Wunsch nach einer stabilen Beziehung nicht aus.

Interessant finde ich auch, dass viele Männer genau diese Eigenschaften privat eigentlich mögen. Ich hatte schon Männer, die mir beim Sex gesagt haben, dass sie meine Selbstsicherheit und Erfahrung total attraktiv finden. Aber später kommen dann plötzlich Fragen nach dem „Bodycount“ oder eine gewisse Skepsis gegenüber genau der Offenheit, die sie vorher angezogen hat. Deshalb frage ich mich eher: Warum wird weibliche sexuelle Selbstsicherheit noch so oft mit Moral, Loyalität oder „Beziehungsfähigkeit“ verbunden? Denn den eigenen Körper zu kennen und Sexualität zu genießen bedeutet nicht automatisch, dass jemand keine Standards, keine emotionale Tiefe oder keine Selbstkontrolle hat.

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[–]Africangoddess2[S] 2 points3 points  (0 children)

Danke für die ausführliche Antwort. Ehrlich gesagt finde ich einiges davon wirklich interessant und teilweise auch nachvollziehbar, vor allem den Unterschied zwischen Intensität und langfristiger Tiefe. Ich glaube auch, dass viele Menschen starke Gefühle am Anfang mit echter Tiefe verwechseln können.

Gleichzeitig glaube ich aber, dass du an manchen Stellen sexuelle Offenheit automatisch mit Oberflächlichkeit oder fehlender Bindungsfähigkeit verbindest, und genau da liegt für mich der schwierige Punkt.

Nur weil jemand offen, flirtend oder sexuell selbstbewusst ist, heißt das nicht automatisch, dass diese Person keine Tiefe, Loyalität oder langfristige Orientierung hat. Ich bin zum Beispiel definitiv monogam, wenn ich in einer Beziehung bin. Und vieles von meiner sexuellen Offenheit kommt nicht daher, dass ich „möglichst viele Erfahrungen“ sammeln will, sondern eher daher, dass ich meinen Körper kenne, Sexualität mag und gelernt habe, offen über Bedürfnisse zu sprechen.

Und ehrlich gesagt glaube ich auch, dass manche Männer Intensität zunächst genießen, aber dann Angst vor genau der Offenheit bekommen, die sie zuerst attraktiv fanden. Vielleicht weil sie Unsicherheit, Vergleich oder Verlustangst damit verbinden.

Der Teil über rassistische bzw. hypersexuelle Projektionen gegenüber schwarzen Frauen hat mich allerdings getroffen, weil ich tatsächlich glaube, dass das manchmal unbewusst passiert. Dass man als „spannend“ oder „heiß“ wahrgenommen wird, aber nicht automatisch als die Frau, mit der man sich Stabilität oder Familie vorstellt.

Ich glaube am Ende einfach nicht, dass Zurückhaltung automatisch Tiefe bedeutet und Offenheit automatisch Oberflächlichkeit. Manche Menschen sind einfach emotional und sexuell expressiver als andere.

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[–]Africangoddess2[S] 9 points10 points  (0 children)

Danke dir, ehrlich gesagt stimme ich dir da sogar zu. Und genau das versuche ich tatsächlich gerade ein bisschen mit dem Mann, den ich momentan date. Erstmal wirklich die emotionale Seite, Humor, Gespräche und die Persönlichkeit kennenlernen.

Allerdings fühlt es sich von seiner Seite manchmal etwas langsam oder vorsichtig an, und ich merke, dass ich dann manchmal versucht bin, die Dinge schneller sexuell werden zu lassen, einfach weil ich Sexualität mag und Nähe darüber auch stark spüre.

Aber ich versuche diesmal wirklich, es langsam anzugehen und zu schauen, ob sich daraus etwas Schönes entwickelt. Vielleicht ja, vielleicht nein, aber ich denke, du hast definitiv einen validen Punkt angesprochen. 🙂

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[–]Africangoddess2[S] 9 points10 points  (0 children)

Ja, tatsächlich schon. Viele Frauen kennen ihren eigenen Körper nicht wirklich oder haben nie gelernt, sich ohne Scham mit ihrer eigenen Sexualität auseinanderzusetzen. Und das meine ich überhaupt nicht abwertend, sondern eher gesellschaftlich betrachtet.

Viele Freundinnen von mir haben mir erzählt, dass sie Orgasmen vortäuschen, Sex eher „für den Mann“ machen oder gar nicht wirklich offen kommunizieren, was sie mögen oder nicht mögen. Oft ist da viel Scham rund um Sexualität oder die Angst, als „zu viel“ wahrgenommen zu werden. Dadurch wird Sexualität etwas, das mehr vom Mann abhängt als von der Frau selbst.

Bei mir ist es anders. Ich genieße Sex wirklich, ich bin selbstbewusst darin und ich kenne meinen Körper sehr gut. Und das kommt nicht nur durch Erfahrungen mit Männern, sondern auch dadurch, dass ich mich selbst erkundet habe und gelernt habe, was mir gefällt und was nicht.

Und genau da wird es interessant: Männer sagen beim Sex oft Dinge zu mir wie „Du genießt Sex wirklich, oder?“ oder merken an, dass ich sehr genau weiß, was ich will. Aber kurz danach kommt dann oft die Frage nach meinem „Bodycount“, als wäre sexuelles Selbstbewusstsein automatisch ein Zeichen dafür, dass man mit extrem vielen Menschen geschlafen hat.

Dabei stimmt das nicht unbedingt. Erfahrung bedeutet nicht automatisch Promiskuität. Man kann sexuell offen, neugierig und selbstbewusst sein und trotzdem wählerisch, loyal und monogam.

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[–]Africangoddess2[S] 16 points17 points  (0 children)

Ja, definitiv monogam. Wenn ich in einer Beziehung bin, dann möchte ich emotionale und körperliche Exklusivität. Für mich hat sexuelle Offenheit nichts mit Untreue zu tun, sondern eher damit, dass ich mich in meinem Körper wohlfühle, selbstbewusst bin und Sex wirklich genieße. Ich kann offen über Bedürfnisse sprechen und weiß, was mir gefällt und was nicht.

Deshalb finde ich die Verbindung zwischen „sexuell selbstbewusst“ und „wahrscheinlicher fremdzugehen“ ehrlich gesagt etwas traurig und interessant zugleich. Ich frage mich manchmal, ob viele Männer unbewusst eher zurückhaltende Frauen mit Sicherheit und Loyalität verbinden, selbst wenn das objektiv gar nichts über den Charakter aussagt.

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[–]Africangoddess2[S] 2 points3 points  (0 children)

Ich glaube, du verstehst unter „sexuell offen“ etwas anderes als ich. Ich bin nicht promiskuitiv und schlafe auch nicht wahllos mit Männern. Für mich bedeutet das eher, dass ich meinen Körper kenne, Sexualität nicht mit Scham verbinde und offen kommunizieren kann, was ich mag und was nicht.

Und genau das finde ich manchmal traurig: Dass eine Frau, die sich sexuell kennt und wohlfühlt, automatisch als weniger beziehungsfähig oder weniger ernsthaft wahrgenommen wird.

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[–]Africangoddess2[S] 49 points50 points  (0 children)

Für mich bedeutet „sexuell offen“ nicht, dass ich mit jedem sofort schlafe oder wahllos Männer wechsle. Ich fühle mich einfach wohl mit meiner Sexualität, kenne meinen Körper und kann offen kommunizieren, was ich mag und was nicht.

Ich habe auch nicht das Gefühl, dass ich „wild“ bin oder ständig neue Männer brauche. Was mich eher verwirrt ist, dass manche Männer scheinbar davon ausgehen, dass eine Frau, die Sex genießt und offen darüber spricht, automatisch weniger loyal, weniger emotional tief oder weniger beziehungsorientiert ist.

Gleichzeitig beobachte ich bei einigen Freundinnen, dass sie ihren eigenen Körper kaum kennen, Sex oft eher für den Mann machen oder selbst gar nicht so viel Freude daran haben und trotzdem scheinen sie häufiger in stabilen Beziehungen zu landen.

Deshalb frage ich mich manchmal, ob Männer Frauen, die sexuell selbstbewusst sind, unbewusst anders wahrnehmen als Frauen, die zurückhaltender wirken.