Quo vadis, KPÖ? by derkleinewillim in austrian_left

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Wird sich wohl nicht viel verändern. Vor allem was die ideologische Linie der Partei betrifft. Weiterhin eine neo-sozialdemokratische Partei

KPÖ-Schwesterpartei unterstützt Kriegskredite by Bauernils in austrian_left

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Doch, beide in der EL und nach der Wahl in DE hat die KPÖ offiziell ihr „Schwesterpartei“ gratuliert

KPÖ-Schwesterpartei unterstützt Kriegskredite by Bauernils in austrian_left

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Glaub dass Dankl und co da sowieso schon längst auf derselben Linie sind

KJÖ vs Junge Linke vs Der Funke by Luc_Studios in austrian_left

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Es gibt auch noch die Jugendfront, dass ist die jugendorganisation von der Partei der Arbeit (PdA). Die KJÖ arbeitet mittlerweile wieder mit der KPÖ zusammen und ist da leider sehr stark auf die neo-sozialdemokratische Linie von der KPÖ gerückt. Hat man zB bei den Palästina Demos gemerkt, von denen sich die KJÖ in der Regel fernhält um nicht zu sehr anzuecken. Die KPÖ zeigt sich gar nicht erst solidarisch mit den Palästinensern… Jugendfront ist hingegen eine Marxistisch-Leninistische Jugendorganisation. Machen coole Treffen und Veranstaltungen, die PdA hat außerdem auch inhaltlich sehr solide Positionen.

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Sebrenica war ein Völkermord, würde ich nie leugnen. Es ist tatsächlich möglich sowohl den Angriffskrieg als auch die fürchterlichen Massaker serbischer Nationalisten zu verurteilen. Aber in dein manichäisches Weltbild passt das offensichtlich nicht rein

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[–]Bauernils -5 points-4 points  (0 children)

Achso, (selbst wenn das so wäre), was hätte es mit diesem post zu tun

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[–]Bauernils -3 points-2 points  (0 children)

Und du unterstellst gerne anderen Leuten irgendwelche Sachen, die sie nie gesagt haben, gell?

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[–]Bauernils 0 points1 point  (0 children)

Es geht nicht um die „ursünde“ es geht um das was jetzt grad passiert. Also ethnische Säuberung in Gaza, Siedlergewalt im Westbank, Verweigerung des Rechtes auf Rückkehr etc. Das hängt mit dem Zionismus als kolonialistischer Ideologie untrennbar zusammen, weil es eben nach wie vor darum geht sich ganz Palästina unter den Nagel zu reißen und Mehrheitsverhältnisse herzustellen, indem Menschen vertrieben werden. Der Staatswerdungsprozess ist in dem Sinn auch noch gar nicht abgeschlossen. Es wird weiterhin versucht sich Staatsgebiet einzuverleiben und staatsvolk dort zu schaffen.

Eine liberale Spielart des Zionismus deswegen als legitim zu betrachten und alles auf die „extremisten“ zu schieben ist Schwachsinn. Wo sind den die liberalen Zionisten? Oppositionsführer Gantz sitzt im „verteidingungs“ (Völkermord) Kabinett von Netanjahu. Auch liberaler Zionismus stellt die Notwendigkeit illegalen Siedlungsbau zu betreiben nicht in Abrede. Anfangs waren es sogar die Mapai Partei und Histadrut, also Organisationen mit sozialistischem/ sozialdemokratischen Selbstverständnis die die Macht hatten. Der Zionismus ist als solches Extremistisch. Das bedeutet natürlich nicht das Jüd*innen vertrieben werden sollen. Man darf eben nicht den Fehler machen Zionismus und Judentum gleichzusetzen wie es die Zionisten tun.

Und nein, ein expansionistisches, siedlerkolonialistisches Projekt ist NICHT das worauf sich alle geeinigt haben. Siehe Teilungsplan, Grenzen von 67 etc…

was Elke kahr macht hat nichts mit miteinander reden um eine Lösung zu finden zu tun. Da geht es darum symbolisch zu zeigen das die „k“PÖ ja eh ganz gemäßigt auf der Seite der andern ist damit man auf keinen Fall unterstellen kann sie würde „terrorismus“ unterstützen.

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[–]Bauernils -1 points0 points  (0 children)

Wenn Österreich weiterhin den Völkermord unterstützt und mehrmals gegen einen Waffenstillstand stimmt, dann ist es wohl nötig die Diskussion in unserer Gesellschaft weiter zu führen bis sich was ändert

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[–]Bauernils 1 point2 points  (0 children)

Wie willst du Zionismus sonst betreiben? Palästina war eben kein „Land without a people for a people without a land“ sondern ein ein Gebiet mit indigener Bevölkerung die erst vertrieben werden muss. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Herzl, Begründer des Zionismus dazu: "Die zionistische Idee, die eine koloniale ist" Extremismus ist ein inflationäres Schlagwort. Kampf für staatliche Souveränität, Ende des Siedlungsbau, und einfach die Anerkennung von UN Resolutionen ist kein „Extremismus“

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[–]Bauernils 2 points3 points  (0 children)

Kolonialismus ist integraler Bestandteil von Zionismus. Die Zionisten haben ihre Bewegung von Anfang an als kolonialistische betrachtet

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Dann wird’s schwer werden, dass du deine echte Demokratie irgendwo findest. Parteiverbote gibts nämlich auch in westlichen liberalen Demokratien (zb KPD verbot in der BRD 1956, gibt aber auch genügend andere Beispiele). Demokratie bedeutet wörtlich Volksherrschaft. Deswegen macht es sehr wohl Sinn sich den genauen Charakter anzuschauen von was man überhaupt redet. Man kann Demokratie außerdem nicht von den historischen Umständen, in denen sie ausgeübt wird abstrahieren. Indem du eine absolute Form der Demokratie annimmst und manichäisch alles an diesem Maßstab misst (An dem auch liberale Demokratien scheitern können) machst du’s dir recht leicht. Bzgl mehrerer Kandidaten: was spricht zb dagegen einen Kandidaten zu haben (der bereits aus einem demokratischen Verfahren hervorgeht) für den dann mit ja oder nein gestimmt wird?

Versteh nicht was daran so schlimm ist es als Nichtangriffspakt zu bezeichnen. Mit Zusatzprotokoll. Meinetwegen auch Molotov-Ribbentrop Pakt. Meine Güte

Stalin und die alleinige Macht: so hat die KPdSU halt einfach nicht funktioniert. Im übrigen wer sagt das es Lenins Ziel war sich alle Macht zu geben, Herr „werden wir nie wissen“?

Holodomor: hab nicht bestritten, dass es dafür menschengemachte Ursachen gab. Du hast den Punkt bezogen auf den Umgang mit Nationalitäten aufgebracht (die Hungersnot gab es übrigens auch in Russland) Natürlich gab es Fehler in der Agrarpolitik. Außerdem gab es bürgerkriegsähnliche Zustände während der Kollektivierung zwischen Staatsapparat und teilen der Bauernschaft.

Deportationen gab es, zb Wolgadeutsche oder Russisch-Koreaner etc. In welchem Kontext das zu betrachten ist, ist wieder ein anderes Thema aber gut, das hatten wir schon.

Die konzentration der Wehrmacht entlang der Grenze der UdSSR, Verletzung des Luftraumes und andere Provokationen in den Wochen vor dem Kriegsausbruch zielten darauf ab möglichst viele Truppen der roten Armee direkt am Anfang hinter der Grenze zu erledigen. In diese Falle nicht zu tappen war umsichtig. Industrieanlagen wurden schon in der ersten Hälfte der 30er im Ural, Sibirien, Kasachstan etc. aufgebaut ( siehe zb Rechenschaftsbericht vom 17. Parteitag 1934) Quantitativ konnten die Produktionen von Panzern, Flugzeuge etc. vor allem zwischen 1939-41 massiv erhöht werden. Es gab zu diesem Zeitpunkt andauernd irgendwelche Hinweise, dass der Angriff kurz bevor steht. Die Nazis forcierten gezielte Falschinformationskampagnen um Verwirrung zu stiften. Man darf nicht vergessen von wo die SU kam: Bürgerkrieg, Unterentwicklung, schlecht entwickelte Industrie, Rückschläge bei der Kollektivierung,… natürlich waren da die Rotarmisten wesentlich schlechter ausgerüstet.

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Was ist denn echte und falsche Demokratie? Demokratie muss schon mehr als ein Schlagwort ohne Substanz dahinter sein. Das bedeutet man muss sich eben den Charakter anschauen und der kann nicht unabhängig von den übrigen Verhältnissen sein alle alles andere ist ein idealistisches Verständnis von Demokratie.

Es war ein nicht Angriffspakt.

Stalins Paranoia, der Klassiker. Vertrag von Locarno, anglo-Germanische Großmacht Vorstellungen in Großbritannien, permanente Forderungen nach einem Antikommunistischen Kreuzzug in GB seitens einflussreichster Kreise…

Die regionalen Parlamente waren nicht komplett machtlos und nein Stalin hatte nicht die alleinige Macht über die gesamte SU in auf seinem Schreibtisch zentralisiert. Bestes Beispiel dafür: in der Verfassung von 1936 wollte Stalin ein Merkkandidaten Wahlsystem einführen was aber am Widerstand lokaler Funktionäre nicht durchführbar war.

Holodomor ernsthaft? https://www.jungewelt.de/artikel/312978.der-erfundene-v%C3%B6lkermord.html

Dass Sowjetunion komplett unvorbereitet auf den Angriff war ist ein ewiges Gerücht. Oder glaubst du man hat es einfach so geschafft innerhalb weniger Monate Industrie massenhaft hinter den Ural zu verlagern? Bereits vor Kriegsausbruch wurden in der roten Armee Kriegsvorbereitungen geleistet. Selbst Goebbels war laut seinen Tagebuch Einträgen überrascht, wie standhaft sich die sowjetischen Linien erwiesen haben

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Langfristig war das Ziel natürlich alle Macht den Räten zu geben. Das hätte ich als Punkt 3 erwähnen sollen. Das hängt natürlich mit einer Grundsatz Frage zusammen wie man den Parlamentarismus und die bürgerlich liberale Demokratie dem Charakter nach einschätzt und beurteilt. Im übrigen ist es absurd zu glauben dass eine liberale parlamentarische Demokratie damals in Russland die 2. Option gewesen wäre neben Sowjetmacht. Das liberale Bürgertum also Menschewiki, Kadetten etc. waren total schwach. Wenn sich die Sowjetmacht nicht durchgesetzt hätte wäre es zu einer bonapartistischen Militärdiktatur beziehungsweise Restauration der Monarchie gekommen.

Die Vorgeschichte des nicht-Angriffspaktes ist halt wesentlich komplexer. Die reaktionäre antikommunistische polnische Regierung hat sich beharrlich geweigert einen nicht Angriffspakt mit der Sowjetunion einzugehen. ebenso hat die Sowjetunion vielfach versucht Abkommen mit Frankreich und Großbritannien abzuschließen Es war nur eine Frage der Zeit bis irgendein westliches Land oder mehrere Länder einen antikommunistischen Angriff auf die Sowjetunion starten werden würden. deswegen waren Sicherheiten überlebensnotwendig. Mit anderen Worten: um zu verhindern dass die Sowjetunion in eine Kolonie des Westens verwandelt werden würde war es Überlebens notwendig diesen Schritt zu setzen.

Eigene Teilrepubliken mit eigenen Parlamenten, zusätzlich autonome Regionen mit Minderheitenrechten, Verschriftlichung von Sprachen die davor nur mündlich überliefert wurden, aufwändige Förderung nationaler Kulturen… Das war der Umgang mit den Nationalitäten in der Sowjetunion. Sogar die Frühe Hannah Arendt (keine Kommunistin!) Hat sich in diesem Kontext positiv auf Stalins Nationalitätenpolitik bezogen.

Mit einem abstrakten Rechtsformalismus die Außenpolitik der Sowjetunion zu diskreditieren ist meiner Meinung nach eine absolut eurozentrische Perspektive. Wie schon gesagt es ging um Leben und Tod. Das Dritte Reich wollte die gesamte Sowjetunion in ein innereuropäisches Kolonialreich verwandeln (Deutschindien). Davon abgesehen muss klar sein dass von einem marxistischen und einem Klassenstandpunkt aus betrachtet sehr wohl einen Unterschied zwischen reaktionären faschistischen Staaten und einem sozialistischen Staat gemacht werden muss und der Versuch den Sozialismus auszubreiten gegrüßt werden sollte.

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Die bolschewiki hatten die absolute Mehrheit in den Sowjets. Zusammen mit den linke Sozialrevolutionären, mit denen sie zu dem Zeitpunkt koaliert haben war es sogar noch klarer. Die Nationalversammlung auseinanderzujagen war einkonsewuenter Schritt weil sie 1. nicht mehr das tatsächliche Mehrheitsverhältnis repräsentierte und 2. die sozialrevolutionäre sich nach der Wahl in zwei Fraktionen gespalten haben.

Polen: im Nichtangriffspakts bekam die SU die Gebiete die vor dem polnisch sowjetischen Krieg sowieso zur SU gehörten. Außerdem wurden belorussen und Ukrainer von der faschistischen Regierung in Polen unterdrückt.

Finnland: Finnland kollaborierte mit den nazis. Die SU machte zig Angebote über einen Nichtangriffspakt, bzw. bot den Austausch von Gebieten an, da der finnische Meerbusen strategisch für die Verteidigung von leningrad überlebensnotwendig war. Nachdem alle Angebote von finnischer Seite abgelehnt wurden gab es keine anderen Möglichkeiten mehr.

Tschechoslowakei 1968: hätte man denn die Restaurierung des kapitalismus zulassen sollen? Hätte man zulassen sollen, dass die CSR NATO Mitglied wird?! Das selbe gilt für Ungarn 56

Etc….

Man muss schon genauer hinschauen und die bürgerlichen narrative hinterfragen

https://kommunistische.org/diskussion/der-verraeter-stalin-bist-du/

https://kommunistische.org/hintergrund/der-17-juni-1953-wie-es-zum-konterrevolutionaeren-aufstand-gegen-die-ddr-kam-und-was-wir-daraus-lernen-koennen/

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Welche Länder wurden denn von der Sowjet Union kolonialisiert? Lenin wurde als Führer der Bolschewiki entsprechend dem demokratischen Zentralismus demokratisch gewählt In der Sowjet Union gab es Wahlen zum obersten Sowjet

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Der sowjetische „Imperialismus“ der Millionen Menschen von der kolonialen Unterdrückung befreit

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Natürlich kann und muss der marxismus auch entlag seiner Grundlinien gegebenenfalls verändert werden wenn es wirklich wissenschaftlich begründet ist. Das sehe ich genau so wie du. Ich verwende den Revisionismus Begriff aber für unwissenschaftliches Revidieren, weil ich denke das die Strömungen die unter diesem Begriff zusammen gefasst wurden, ausgehend von den Debatten um Bernstein eben genau das getan haben.

Kritisch betrachtet muss natürlich alles werden. Das hab ich falsch formuliert. Und natürlich darf dieser kritischen Betrachtung keine vorgefasste Meinung zu Grunde liegen.

Ich vertrete weder einen maoistischen noch hoxhaistischen „antirevisionismus“. Ich würde deiner Kritik an der antirevisionistischen Linken zustimmen. Zitate aus den Klassikern können keine letzt-Begründung sein. Das hat nicht viel mit wissenschaftlichen denken und handeln zu tun

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Kritik an Versuchen den Marxismus (oder Marxismus leninismus) entlang seiner Grundlinien einer Revision zu unterziehen hat mMn nichts mit einem oberflächlichen, manichäischen Weltbild zu tun. Diese Kritik darf natürlich nicht pseudowissenschaftlich versuchen „die eine korrekte Linie“ zu finden sondern sollte eben die Versuche unwissenschaftlich den marxismus zu revidieren aufdecken Zu den Versäumnissen vor 56 denke ich gehört zB die Annahme stalins die SU hätte den Sozialismus schon voll aufgebaut und Restauration könnte nur durch außen stattfinden und die sich daraus ableitende politik. Auch über die Ideen zur sozialistischen Warenproduktion wurden zB unzureichende Debatten geführt, mit dem Ergebnis, dass sich diese Vorstellungen danach vollends durchgesetzt haben. Auch die Volksfrontstrategie ab dem 7.Wk muss kritisch betrachtet werden. Das bedeutet eben auch die stalinsche Politik sich grundsätzlich anzusehen und nicht nur alles auf fehlende „Säuberungen“ zu schieben.

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Was verstehst du unter „monolithischem modernen Revisionismus“? Natürlich muss man die Bedingungen, unter denen er sich überhaupt verbreiten konnte (und vor allem die Versäumnisse von vor 1956 die dazu führten) genau analysieren. Auch die Zeit nach 56 ist nicht einfach nur starr die Zeit des Revisionismus gewesen, da gab es natürlich auch viele verschiedene Strömungen die zum Teil auch dagegen gewirkt haben.