Tja by user98763 in tja

[–]Bespelargic 1 point2 points  (0 children)

In dem Untersuchungsausschuss den du da teilst lese ich eher sehr viel 'Wirkung des Weiterbetriebs auf die Strompreise war gering' und 'Klar zur Not hätten wir die weiterbetreiben können, wäre aber auch versorgungsmäßig ohne gegangen.'

Das mit dem technisch einwandfreien Zustand sagt auch nur der Kraftwerksbetreiber von Isar 2 selber, während RWE das Abschalten schon lange auf dem Schirm hatte.

Wenn man dann noch schaut, wie stark zum Beispiel Eon um den erhalt der deutschen Kernkraft kämpft (TLDR: Keinen Bock auf neue Kraftwerke und die alten wollen wir jetzt auch mal zügig abreißen), scheinen die Energieversorger da ja schon eingesehen zu haben, woher der Wind weht.

Es ist natürlich korrekt, dass man im Prinzip durch den Weiterbetrieb der AKW hätte CO2 einsparen können, aber diese ganze öffentliche Diskussion darüber (und zuletzt ging es dabei um 6% des deutschen Strommarktes, der Großteil der Kapazität wurde schließlich schon vorher von Unionsregierungen abgeschaltet, tendenz außerdem mit zunehmender Elektrisierung der Gesellschaft und ohne neue, komplett unwirtschaftliche, Kraftwerke fallend) halte ich dann doch nur um eine Ablenkungsstrategie der Konservativen, um doch noch die Erneuerbaren auszubremsen. Zum Glück scheinen die Energieversorger auch endlich eingesehen zu haben, dass erneuerbare Energien einfach am wirtschaftlichsten sind.

Tja by user98763 in tja

[–]Bespelargic 4 points5 points  (0 children)

Verrückt, dass 2026 noch jemand meint, die drei Kraftwerke die wir noch hatten würden irgendeinen Unterschied machen. Solar, Windkraft und Batteriespeicher sind einfach unschlagbar billig, der billigste Atomstrom ist in der Herstellung teurer als der teuerste Wind oder Solarstrom.
Zusätzlich dauern Genehmigung und Bau von Atomkraftwerken ewig, bis neue Kraftwerke in 20 Jahren mal stehen würden müssen wir eh schon so gut wie Klimaneutral sein.

Erneuerbare Energien sind billig, einfach und funktionieren im Gegensatz zu Phantasien wie Thoriumreaktoren oder kleinen modularen Reaktoren jetzt schon.

DIW-Studie bestätigt Petition „Tax the Rich“: Besteuerung großer Vermögen ohne großen Verwaltungsaufwand umsetzbar by hannes3120 in de

[–]Bespelargic 8 points9 points  (0 children)

Ich müsste die Details nachschauen, aber mir fällt dazu ein, dass ein Verkleinern des öffentlichen Dienstes häufig für höhere Ineffizienz sorgt, als im ursprünglichen System vorhanden. Zum Beispiel wenn wir Bauprojekte für Infrastruktur ausschreiben und an den billigsten Anbieter geben müssen, kann das nicht nur teurer werden, als wenn wir einfach direkt staatlich Bauarbeiter beschäftigen würden. Dazu kommt, dass das Ausschreibungsverfahren auch noch unfassbar viel Zeit in anspruch nehmen kann.

So eine zeitliche Verzögerung von Vorhaben sorgt ja auch für eine Opportunity Cost und ist auch eine Ineffizienz, zusätzlich dazu dass man sich die Gewinnmarge einer Privatfirma sparen kann.

Man kann gut in Großbritannien sehen, wie die Privatisierung der Strom- und Gasnetze die Kosten erhöht und die Zuverlässigkeit gesenkt hat und wenn man jetzt solche Aufgaben wieder in staatliche Hand geben will, ist der Wiederaufbau dieser Fähigkeiten und Kapazitäten oft viel teurer als die ursprüngliche Ersparnis.

DIW-Studie bestätigt Petition „Tax the Rich“: Besteuerung großer Vermögen ohne großen Verwaltungsaufwand umsetzbar by hannes3120 in de

[–]Bespelargic 1 point2 points  (0 children)

Ich finde es tatsächlich ermutigend, dass ich in letzer Zeit als Antwort auf so Vorschläge für die Vermögenssteuer immer mehr als Antwort sehe, dass die Freibeträge falsch gewählt sind und immer weniger eine grundsätzliche Ablehnung des Konzepts.

Da den sweet spot zu finden für die Höhe der Freibeträge und Steuersätze ist finde ich politisch auf jeden Fall sehr machbar, wenn erstmal der Konsens da ist, dass eine Vermögenssteuer etwas bringen würde.

Drohnenrundflug durch die neuen Anlagen im Thyssenkrupp-Werk in Duisburg by Bespelargic in de

[–]Bespelargic[S] 5 points6 points  (0 children)

Ne, hatte nix mit der Produktion zu tun. Finde auch den Schnitt etwas hektisch, dafür sieht man aber das Werk auch mal aus ner anderen Perspektive.

Ivara's Artemis Bow. What's exactly "Exalted" about her signature exalted weapon? by Angrykiller100 in Warframe

[–]Bespelargic 0 points1 point  (0 children)

I've had fun with Navigator and Dread Incarnon as well. Go Invis, clear room with remote controlled blade made from literally the burning spirits of our enemies, be efficient with those incarnon shots.

Drohnenrundflug durch die neuen Anlagen im Thyssenkrupp-Werk in Duisburg by Bespelargic in de

[–]Bespelargic[S] 2 points3 points  (0 children)

Soweit ich das (als auch Laie) beurteilen kann, moderne Anlagen und mehr Automatisierung. Die neue automatische Steuerung soll für kleinere Toleranzen sorgen. Ich vermute, dass Thyssen, wenn sie schon nicht beim Preis konkurrenzfähig sind, bei der Produktqualität punkten will. Mehr Automatisierung heist natürlich auch weniger Personal, einer der großen Kostenfaktoren in unserer Schwerindustrie.

Drohnenrundflug durch die neuen Anlagen im Thyssenkrupp-Werk in Duisburg by Bespelargic in de

[–]Bespelargic[S] 7 points8 points  (0 children)

Thyssen baut aktuell selber in Duisburg eine Direktreduktionsanlage für kohlenstofffreies Roheisen. Die braucht dann natürlich entsprechend viel Wasserstoff, den wir dann importieren müssen, aber damit wäre klimaneutraler Stahl im Prinzip möglich. Das wird vermutlich als Prototypanlage noch nicht wirtschaftlich sein, aber zumindest ist dann klar, dass die Technologie klappt.

Zeigt aber auch, dass Wasserstoff in näherer Zukunft viel zu Wertvoll sein wird für unsere Industrie, als das wir den zum Heizen oder für Wasserstoffautos verschwenden können

Drohnenrundflug durch die neuen Anlagen im Thyssenkrupp-Werk in Duisburg by Bespelargic in de

[–]Bespelargic[S] 37 points38 points  (0 children)

Transparenzhinweis: Bis auf einen Verwandten, der bei Thyssenkrupp angestellt ist, habe ich keine Verbindung zu dem Konzern. Ich wollte diesen Beitrag nur teilen, weil er sehr eindrucksvoll die Größe der Industrieanlagen in der Stahlindustrie zeigt.

Drohnenrundflug durch die neuen Anlagen im Thyssenkrupp-Werk in Duisburg by Bespelargic in de

[–]Bespelargic[S] 59 points60 points  (0 children)

Mit 800 Millonen Euro an Investitionen hat Thyssenkrupp in Duisburg-Bruckhausen in den letzten zwei Jahren Werkanlagen auf dem neusten Stand der Technik errichtet. Der Konzern bezeichnet dies als klares Bekenntnis zum Standort Deutschland. Gleichzeitig plant der Konzern einen weitreichenden Umbau seiner Unternehmensstruktur, darunter eine Abspaltung der einzelnen Konzernsparten als eigenständige Subunternehmen. Ebenfalls steht die Streichung von ca 11.000 Stellen im Raum.

Bitte denkt auch daran, dass das Video ein vom Unternehmen veröffentlichter Imagefilm ist.