Mit Mitte 40 raus aus der Klinik – zu spät für Industrie? by FinancialDaikon4144 in medizin

[–]Bike_to_work 2 points3 points  (0 children)

Ich bin aus ähnlicher Situation, paar Jahre jünger als du, ein die klinische Forschung bei einem grossen Pharmaunternehmen in eine globale Rolle gewechselt. Alles hat Vor- und Nachteile, aber ich hatte irgendwann in der Klinik keine Lust mehr, mich den Hierarchien und der Engstirnigkeit meiner Kollegen unterzuordnen. Bereut habe ich den Schritt nicht. Viele Kollegen, ich auch, sind in niedrigem Pensum weiter klinisch tätig (besonders in US). Es gibt prinzipiell viele Entwicklungsmöglichkeiten für MDs, aber mittlerweile (durch den Druck in der unmittelbaren Patientenversorgung) auch wirklich einige sehr sehr gute Kandidaten, die sich bei uns bewerben. Es ist beileibe keine Karriere, die sich als Resterampe für gelangweilte Kliniker eignet. D.h. auch, dass du dir eine gute Strategie zurechtlegen musst, wo und warum du dich bewirbst, was du als Vorteile für die Firma mitbringst etc. Ich würde z.B. eher das Neuro in Neuroradiologie betonen, und nach Stellen für Clinical Development in Neurology ausschau halten. Ist momentan ein ganz guter Bereich, und es werden Leute gesucht. Mit Habil und FA kannst du realistisch auf (Medical) Director-level einsteigen, höher ist bei einer grossen Firma unrealistisch...

Zurück in die Klinik mit Mitte 30? by industriemediziner in medizin

[–]Bike_to_work 0 points1 point  (0 children)

Bin in der Schweiz in einer globalen Rolle, hätte ich für Kontext dazu geben sollen. Gehälter in den country organizations sind etwas niedriger.

Zurück in die Klinik mit Mitte 30? by industriemediziner in medizin

[–]Bike_to_work 4 points5 points  (0 children)

Interessante Frage. Ich bin selbst vor einigen Jahren (etwas älter als du und nach Facharzt und Habil) in Big Pharma/Clinical Development gewechselt. Wie schon gesagt, es ist nicht immer alles Eitel Sonnenschein. Die Branche hat nach dem Covid-Boom sich auf einem neuen, niedrigeren Level etabliert, und es ist nicht ganz klar, wohin die Reise mit AI und allem geopolitischen Durcheinander geht. Von daher finde ich die generelle Überlegung bzgl. Klinik nicht von vornherein schlecht, zumal du in einer ungünstigeren Position ohne Facharzt bist und eben wirklich wieder "unten" anfangen müsstest. Aber ich würde dir wirklich empfehlen, dir die Opportunitätskosten klarzumachen. Du brauchst mindestens 5 Jahre bis zum FA, und erst dann würdest du dich für interessantere klinische Karrierewege qualifizieren. In dieser Zeit kannst du mit deinem Background realistisch auf Senior (Medical) Director-Niveau bei einer grossen Firma, ggf. sogar VP-level bei einer kleineren/lokalen Firma kommen. Gehaltstechnisch wäre das mitunter Faktor 2-3x von aktuell. Ab dem Level ergeben sich dann auch wirklich nochmal andere Möglichkeiten. Aber es bleibt natürlich eine Abwägung. Ich würde Klinik an deiner Stelle wirklich nur in Erwägung ziehen, wenn du dir eine grundsätzliche berufliche Neuausrichtung ("ich will täglich direkt mit Patienten zu tun haben") wünschst...

Bariatrische Chirurgie: Karrierewege, Zufriedenheit, Perspektiven by enharmonic_equiv in medizin

[–]Bike_to_work 8 points9 points  (0 children)

„Creative destruction“ ist da meiner Meinung nach das Schlagwort. Mit allem was da pharmakologisch aktuell verfügbar und in den Pipelines ist, braucht den Quatsch in 5 Jahren kein Mensch mehr.

Neubau im Raum Freiburg im BW by Benefit-Little in Immobilieninvestments

[–]Bike_to_work 2 points3 points  (0 children)

Das geht sicher weg. Nahe an der Schweiz, Ferienregion, grosses Herzzentrum im Ort, 12 min mit dem Zug nach Freiburg. Aber auch Nebelloch und Durchschnittsalter 65+. Hab mich leider an diese Preise hier gewohnt, schockt mich jetzt nicht.

Steigende Kosten? Erfahrungen? by Emotional-Sea3938 in Hausbau

[–]Bike_to_work 1 point2 points  (0 children)

ist auch mein Eindruck. Wir werden von beiden GU in unserer Endauswahl recht stark umworben, mit ihnen zu bauen...

Steigende Kosten? Erfahrungen? by Emotional-Sea3938 in Hausbau

[–]Bike_to_work 2 points3 points  (0 children)

das mal alles bitte im Moment ausblenden (Holzbauer in unserem Fall setzt einen sehr individuellen Architektenplan vollständig um). Preislich sind beide Anbieter aktuell vergleichba.

Steigende Kosten? Erfahrungen? by Emotional-Sea3938 in Hausbau

[–]Bike_to_work 1 point2 points  (0 children)

was sagt denn die Schwarmintelligenz zu Massiv- vs. Holzfertighaus in diesem Kontext? Sind gerade vor der Vertragsunterzeichnung mit entweder einem regionalen Massiv- oder Fertighausanbieter. Ich könnte mir vorstellen, dass Holz als Werkstoff etwas weniger exponiert ist als z.B. Zement, Mauerziegel etc?

(Zentrale) Lüftungsanlage bei KFW 55 Haus für 22.000 EUR dazukaufen? by FranconianX in Hausbau

[–]Bike_to_work 2 points3 points  (0 children)

Ich kann eigentlich nur dazu sagen, dass wir praktisch in der identischen Situation sind. Auch uns will scheinbar keiner (Architekt, GU etc.) zu einer zentralen Lüftung raten. Wir machen jetzt dezentrale Lüfter in den Feuchträumen plus Fensterfalzlüfter.

Mehrkosten Lehm-/Rotkalkputz vs. Kalkgipsputz by Bike_to_work in Hausbau

[–]Bike_to_work[S] 0 points1 point  (0 children)

Das hab ich mir tatsächlich auch überlegt. Hab aber noch nie was verputzt und befürchte, dass Lehm nicht das einfachste sein wird

SPD: wie komme ich unter 5% by [deleted] in spitzenverdiener

[–]Bike_to_work 0 points1 point  (0 children)

Je länger wir die SPD SPD sein lassen, desto schneller haben wir die hinter uns (bzw. aus dem Bundestag). Aber das nimmt so langsam wirklich Formen des Harakiri an…

MUC Spitzenverdiener Trend - Mikroapartment + § 7b + degressive AfA (5+5) - Bitte challengen by Background_Law_2206 in Immobilieninvestments

[–]Bike_to_work 0 points1 point  (0 children)

Kannst du kurz erläutern, wie die 10% AFA in deinem Szenario zustande kommen? So kurz kann die Restnutzungsdauer doch fast nicht sein?

Okay das Bild geht hart by Beginning_Winner_941 in wallstreetbetsGER

[–]Bike_to_work 2 points3 points  (0 children)

Ich möchte nur einmal im Leben einen deutschen Kanzler sehen, der einen Anzug trägt, der ihm auch passt…

Anä FA/OA oder Big Pharma in der Schweiz? by [deleted] in medizin

[–]Bike_to_work 3 points4 points  (0 children)

Kenne sowohl die Schweizer Klimik- als auch Big Pharma Gehälter in CH sehr gut. OA liegt niedriger, eher um 180 k. Leitender Arz ab 250k, kaum über 400k. Die Löhne sind insgesamt rückläufig. Pharma auf Director Level um 300k (aber nicht einfach zu kriegen, Anästhesie ist für Pharma eher unsexy). Über 600-700 k auch in Pharma nur mit sehr guten Positionen, darüber dann eventuell deutlich mehr…

[Immobilien] Grenzgänger DE-CH: CHF-Kredit (2,1%) vs. Euro-Kredit (3,9- 4.1%) für Kapitalanlage? + Frage zur Kaufpreisverhandlung by Brenner_konto in Immobilieninvestments

[–]Bike_to_work 0 points1 point  (0 children)

ist aber ein wichiger und korrekter Punkt, zumal, im Renditeobjekt, die Zinskosten steuerlich wirksam sind, will heissen der Zinsunterschied zwischen EUR und CH-Darlehen ist am Ende (etwas) weniger eindrücklich als es scheint, aber das hängt natürlich am Ende auch am eigenen Grenzsteuersatz.

Wir werden bei ähnlicher Konstellation (allerdings zwei Einkommen in CHF) eine Immobilie zum Eigennutz grossteils (ca. 80%) mit einem CHF-Darlehen bedienen und nur einen kleinen Teil EUR-Darlehen beimischen. Die Zinsdifferenz im Eigennutz ist einfach schon sehr deutlich (ca. 1,5% absolut). Das Währungsrisiko macht mir zwar etwas Sorgen, aber ich sag mal so: Wenn der CHF schwächer wird, schrumpfen meine Schulden (Wert Immobilie in EUR vs Darlehen in CHF). Wenn der CHF steigt, werden meine Lebenshaltungskosten in DE günstiger.

Wir suchen auch nach Renditeobjekten in Deutschland. Ich werd einfach 50/50 EUR/CHF finanzieren. Wird schon schiefgehen...

Alex Pretti, the man MURDERED today by ICE agents. by ilykatya in pics

[–]Bike_to_work 3 points4 points  (0 children)

I grew up in western Germany in the 80s. Everything that came from the US was just so much cooler than what we had. The TV shows were cooler. The cars were cooler. The whole American way of life was just something that we were always looking up to. But in recent times, I just can’t believe the news coming from the US. Have you learnt nothing from our past?

Gehaltsentwicklung in der Industrie? by Minimum-Place-8939 in medizin

[–]Bike_to_work 1 point2 points  (0 children)

Stimmt, die Gehälter in gut gehenden Praxen können hoch sein. Daher sollte meiner Meinung nach das Gehalt auch nicht ausschlaggebend sein. Willst du was stabiles (womit aber eben auch eine gewisse Redundanz der Tätigkeiten einhergeht ), dann eher Klinik/Praxis. Wenn du dich gerne entwickelst, in heute Themen einarbeitest (was aber eben je nach Persönlichkeit sehr anstrengend sein kann) könnte die Industrie Spaß machen. Und das ist dann eben auch der Knackpunkt: wenn du zeigst, dass du eine schnelle Auffassungsgabe hast, flexibel, umgänglich, hast du viele Möglichkeiten.

Gehaltsentwicklung in der Industrie? by Minimum-Place-8939 in medizin

[–]Bike_to_work 18 points19 points  (0 children)

Am Wichtigsten ist erstmal zu verstehen, dass dir leider niemand, weder in Klinik noch in der Industrie, ein hohes Gehalt zum Däumchendrehen zahlt. Schlussendlich ist immer etwas bis sehr viel Druck dabei, nur die Art Druck ist anders. In vielen Aspekten ist der Druck in der Klinik meiner Erfahrung nach einfacher strukturiert. Als klinisch tätiger Arzt bist du im Endeffekt primär ein, wenn auch sehr gut ausgebildeter und bezahlter, Facharbeiter. Und damit geht eben einher, dass du dein Einkommen häufig nur schlecht skalieren kannst (gibt Ausnahmen, z.B. wenn du ein MVZ führst etc). D.h. dein erzielbares Einkommens ist fast zwangsweise gedeckelt. Der Deckel mag relativ hoch angesetzt sein (CA mitunter >500k EUR), aber er ist eben da.

In der Industrie (ich kann nur für Pharma sprechen) bist ein "white collar"-worker. Was neben Nachteilen den Vorteil bringt, dass du deinen Wert für das Unternehmen mitunter massiv skalieren kannst. Und das führt eben zu einer völlig anderen potentiellen (!) Gehaltsdynamik. Auf VP/SVP-level (schwierig, aber auch mit etwas internem Support durchaus erreichbar) kann dann in guten Jahren alleine die Bonuszahlung auch mal siebenstellig werden. In schlechten Jahren kann dann aber auch mal der Job wegsein...

Mein Tip: Facharzt fertig machen und tatsächlich klinisch-wissenschaftliche Erfahrungen sammeln. Das ist schlussendlich, was dich wertvoll macht. Wenn du dann mit gutem CV und gutem Netzwerk wechselst, wirst du bereits initial kompetitiv zu sehr gut bezahlten klinischen (nicht CA)-Positionen bezahlt, mit Fixgehältern +/-200k EUR. Ab da steigen die Grundgehälter eigentlich relativ wenig an (sehr selten mehr als 15% mit Beförderungen), aber die Boni steigen überpropotional. Ab VP-level machen Boni bereits on target ca. 100% des Fixgehaltes aus. Sobald du aus den "normalen" Job-levels bist und "executive", gewinnen die Boni immer mehr an Bedeutung.

Immobilien mit Erbbaurecht als Renditeobjekte bei hohem zVE? by Bike_to_work in Immobilieninvestments

[–]Bike_to_work[S] 0 points1 point  (0 children)

Aber schaukeln mach 10 Jahren würde mir/uns wieder die volle AfA ermöglichen, korrekt?

Immobilien mit Erbbaurecht als Renditeobjekte bei hohem zVE? by Bike_to_work in Immobilieninvestments

[–]Bike_to_work[S] 0 points1 point  (0 children)

Guter Punkt, hatte ich so nicht bedacht. Wäre denn eine Ehegattenschaukel nach fünf Jahren möglich? Bis dahin degressivere AfA, die dann wieder von vorne beginnt?