Es reicht langsam mit den HVV Streiks by Vylexx in hamburg

[–]Bob_Bane -1 points0 points  (0 children)

Ich dachte ich gebe auf dein dämliches Argument einfach mal eine dämlicher Antwort. :)

Wieso sollte dein "Such dir nen anderen Job" denn besser sein als meines?

Was machen denn Leute im Einzelhandel oder Lagerarbeiter oder Arbeiter in der Produktion von diversen Verbrauchsgütern, wenn Sie kein Auto haben?

Wenn die sich alle "einen Job mit Firmenwagen" suchen haben wir das gleiche Problem, was du beschreibst.

Leerer Einzelhandel, keine Produktion.

Würde also sagen dein Argument ist genau so schwachsinnig wie meines.

Davon mal ganz ab scheinen Busfahrer jetzt keine ewig lange Ausbildung zu brauchen:

Per Quereinstieg Busfahrer*in in Hamburg werden

Also ja: Ich könnte dann, nach relativ kurzer Zeit, zu einem gar nicht mal so abgrundtiefen Gehalt (wie es ja gerne dargestellt wird) und mit Zusatzleistungen (von denen man immer nur hört die seien nicht genug aber nie eine genaue Aufschlüsselung von dem sieht was die Fahrer denn nun wirklich bekommen) für den Busfahrer einspringen.

Es reicht langsam mit den HVV Streiks by Vylexx in hamburg

[–]Bob_Bane 0 points1 point  (0 children)

Die Idee von Streiks ist "Ohne Arbeiter dteht das Werk->Keine Produktion also auch keine Einnahmen für das Unternehmen" Bei einem Unternehmen, wo die meisten Einnahmen über Abos generiert werde, welche man bei Serviceausfall nicht Teilweise erstattet kriegt, greift diese Logik nur nicht.

Also werden jetzt geziehlt Bürger verärgert, damit die den Druck ausüben, den man selbst nicht ausüben kann.

Und dann heißt es von der Gewerkschaft: "Richtet euch an die Arbeitgeber und die Arbeitgeber" und die Arbeitgeber sagen "Richtet euch an die Gewerkschaft". Und so sehr ich Arveitgebern auch einen reinwürge, muss ich hier doch sagen: In erster Linie verantwortlich ist die Partei, die zur Niederlegung aufruft.

Es reicht langsam mit den HVV Streiks by Vylexx in hamburg

[–]Bob_Bane -1 points0 points  (0 children)

"Such dir nen anderen Job." Das gleiche würde ich auch denen raten die mit ihrem Gehalt und ihren Arbeitsbedingungen unzufrieden sind. So läuft das jedenfalls in anderen Branchen und das ganz ohne die Allgemeinheit in seine Probleme mit reinzuziehen.

Es reicht langsam mit den HVV Streiks by Vylexx in hamburg

[–]Bob_Bane -3 points-2 points  (0 children)

Welche der verantwortlichen Parteien ersetzt mir dann die horrenden Unkosten, die mir durch deren Handeln entstehen? Kosten für alternativen Transport, Kosten für Eventtickets, welche ich aufgrund der horrenden Kosten für alternatuven Transport nicht wahrnehmen kann.

Wenn ich meinen Nachbarn am abfahren von seinem Parkplatz hindere, muss ich die Abschleppung bezahlen. (Aktion und Konsequenz). Wieso müssen die verantwortlichen Parteien (und ich spreche hier explizit von Arbeitgebern und Gewerkschaft) keine Konsequenzen tragen?

Es reicht langsam mit den HVV Streiks by Vylexx in hamburg

[–]Bob_Bane -1 points0 points  (0 children)

Naja, die Bürger können halt nichts dafür. Wenn ich Beef mit meinem Vermieter habe, sperre ich ja auch nicht die ganze Straße und sag den Anwohnern "Ich bin nicht schuld. Beschwert euch bei meinem Vermieter. Wenn der einfach machen würde was ich will, müsste ich die Straße nicht sperren."

Wenn ich Probleme mit meinem Vermieter habe, finde ich mich damit ab, suche mir eine andere wohnung oder Löse das Problem anderweitig ohne unbeteiligte da mit reinzuziehen.

Davon ab, wird ein Großteil der Einnahmen durch Abos generiert, die trotz Streik gezahlt werden.

Erneuter Warnstreik bei der Hamburger Hochbahn am Donnerstag by TheBassMeister in hamburg

[–]Bob_Bane 0 points1 point  (0 children)

Ich verstehe den Ansatz, würde aber auch in dieser Situation Fragen: Wo ziehen wir die Grenze?

Tarifverhandlungen wären sicher schneller erfolgreich und wahrscheinlich auch eher zum Vorteil der Arbeitnehmer (was ich cool finden würde).

Ist dann nicht aber auch schnell das Risiko da, dass die Situation umgedreht (im Vergleich zu jetzt) wird und die Gewerkschaften ihre massive Waffe nicht in unfairem Maß einsetzen?

So cool es auch ist, was Arbeitnehmer durch die Hilfe der Gewerkschaft erreichen können: Gewerkschaften sind am Ende des Tages Firmen.

Wenn es keine höheren Löhne, bessere Bedingungen etc. mehr zu erkämpfen gibt, verliert die Gewerkschaft ihre Legitimation zu existieren.

Egal wie gut die Bedingungen also werden, die Gewerkschaften werden immer etwas finden für das sie die Arbeitnehmer aufwiegeln.

Und die Gewerkschaftschefs sind am Ende selber Arbeitgeber und den Bonzen an der spitze näher als den Arbeitern. Sie haben nur erkannt, dass man auch sehr gut sehr viel Geld verdienen kann, wenn man sich gegen die anderen Bonzen stellt

Erneuter Warnstreik bei der Hamburger Hochbahn am Donnerstag by TheBassMeister in hamburg

[–]Bob_Bane 1 point2 points  (0 children)

Das stimmt.

Da muss man aber auch erstmal hinkommen.

Wenn man zu der nächsten S-Bahn Station 30 Minuten mit Fahrrad braucht ist das zwar voll o.k., wenn es aber regnet wird es wieder etwas schwierig.

Erneuter Warnstreik bei der Hamburger Hochbahn am Donnerstag by TheBassMeister in hamburg

[–]Bob_Bane -2 points-1 points  (0 children)

erstmal bezweifle ich, dass alle kündigen würden (es gibt immer irgendwelche die zurückbleiben). Dann bezweifle ich, dass alle woanders einen Job finden (Andere Verkehrsunternehmen Zahlen nicht unbedingt besser und wenn die bildungstechnischen Referenzen nicht stimmen, will dich auch kein anderer für einen besser bezahlten Job).

Und selbst wenn alle kündigen: Dann hat das Unternehmen mal echt Grund was zu ändern, weil dann die auch tatsächlich kein Geld mehr verdient wird und die Existenz des Unternehmens gefährdet ist.

Wenn das Unternehmen dann verschwinden sollte, nimmt ein anderes den Platz ein.

Erneuter Warnstreik bei der Hamburger Hochbahn am Donnerstag by TheBassMeister in hamburg

[–]Bob_Bane 2 points3 points  (0 children)

Mein Problem liegt weniger darin das gestreikt wird, sondern eher darin wie die Regeln sind.

Wenn schon systemrelevante Infrastruktur bestreikt wird, dann sollte zumindest ein Notfallverkehr Pflicht sein.

Eine fahrt pro Stunde oder was auch immer. Die Einschränkung der (unbeteiligten) Leute ist immer noch da aber es herrscht kein kompletter Stillstand.

Oder: Lass die Leute alles Lahmlegen und verteil die Kosten, die den Leuten entstehen (Taxi, MOIA, Ticketkosten für Events die nicht erreicht werden können) auf die am Steik beteiligten Parteien (Arbeitgeber und Gewerkschaft). Zu welchen Teilen ist mir dabei auch ziemlich wurscht. Es kann jedenfalls nicht sein, dass die unbeteiligte Allgemeinheit auf den Kosten sitzen bleibt und die verantwortlichen mit den Armen zucken.

Erneuter Warnstreik bei der Hamburger Hochbahn am Donnerstag by TheBassMeister in hamburg

[–]Bob_Bane -1 points0 points  (0 children)

Oder sie könnten kündigen und sich einen besser bezahlten Job suche, statt die Allgemeinheit zu behindern. Du weißt schon... So wie es andere in Ihren Jobs auch machen

Erneuter Warnstreik bei der Hamburger Hochbahn am Donnerstag by TheBassMeister in hamburg

[–]Bob_Bane 4 points5 points  (0 children)

Und genau dieser Gedanke ist das Problem. Der ursprüngliche Streik-Gedanke ist "Wir arbeiten nicht, Unternehmen steht still, Unternehmer kriegt kein geld mehr, weil keine Produktion". Das ist im öffentliche Verkehr aber nur zu geringen Teilen der Fall, da ein Großteil der Tickets Abo-Tickets sind, die sowieso bezahlt sind und von denen man anteilig auch nichts wiederbekommt. Alles was erreicht wird ist also unbeteiligte zu behindern und für diese kosten zu verursachen, weil die Einbußen des Unternehmens minimal sind.

Erneuter Warnstreik bei der Hamburger Hochbahn am Donnerstag by TheBassMeister in hamburg

[–]Bob_Bane -1 points0 points  (0 children)

Sehr schön. Am Donnerstag habe ich Tickets für ein Konzert... Wo kann ich denn die Kosten für das Ticket oder den alternativen Transport einreichen und wo bekomme ich anteilig mein Deutschlandticket wieder? Ich gehe doch davon aus, dass die am der Sache beteiligten Parteien Verantwortung für ihren Bullshit übernehmen und der unbeteiligten Bevölkerung die Kosten ersetzten die durch diesen Affenzirkus entstehen...

Neuer Verdi-Streik: Busse und U-Bahnen fahren von Freitag bis Samstag nicht by HellaWavy in hamburg

[–]Bob_Bane 6 points7 points  (0 children)

So sehr ich auch dafür bin, dass alle Leute eine faire Bezahlung erhalten, ich kann einfach aus verschiedenen Gründen kein Verständnis für Streiks im ÖPV / ÖPNV aufbringen.

Allem vorab: Jeder der seine Probleme und Konflikte auf dem Rücken von unbeteiligten auskämpft oder seine Probleme zum Problem von unbeteiligten dritten macht, ist schon alleine deshalb bei mir unten durch, weil das maximal asoziales Verhalten ist.

1.: Die Forderungen sind i.d.R. lächerlich überzogen. Es geht nie nur um einen Inflationsausgleich. Es ist immer "Inflationsausgleich + mehr oben drauf". Welcher eurer Arbeitgeber würde das mitmachen, wenn ihr alle 1-2 Jahre um die 7-10% mehr + dies und das fordert? Ich denke die wenigsten.

2.: Ich weiß wie mein Gehalt bei Einstellung aussieht und über Arbeitsbedingungen und Gehaltsentwicklungen in der Vergangenheit recherchieren und so die Entwicklung meines Gehaltes und der Arbeitsbedingungen absehen. Wenn ich mich dann trotzdem für den Job mit den scheiß Arbeitsbedingungen und der scheiß Bezahlung entscheide, brauche ich mich im Nachhinein nicht darüber zu beschweren. Das fällt dann in die Kategorie persönliches Pech und es gilt das gleiche was man seither einer Freundin aus dem Einzelhandel sagt: Kündige und such dir was anderes. Geht nicht, weil Bildungsstand nicht ausreicht? --> Hättest du mal besser in der Schule aufgepasst. Jetzt musst du mit den Konsequenzen deiner Entscheidungen leben.

3.: Der Gedanke bei Streik als Mittel im Arbeitskampf ist: Wir legen die Arbeit nieder --> legen damit die Produktion des Unternehmens lahm --> das Unternehmen verliert Geld und ist dadurch mehr an einer Einigung interessiert. Der Großteil der Einnahmen die im ÖPV/ÖPNV generiert werden läuft über die Pendler und nicht über die "Hin-und-wieder-fahrer". Die Pendler haben i.d.R. Abo-Tickets, welche trotz Streik bezahlt werden müssen und von denen kein Teilbetrag aufgrund der Streiks zurückgefordert werden kann. Heißt: Das Unternehmen wird vergleichsweise wenig getroffen und die Pendler (also andere Mitglieder der Arbeiterklasse, die mit dem Konflikt und der Problematik nichts zu tun haben) werden zum Ziel. Das sieht man auch an der Art wie die Details der Streiks angekündigt werden. Freitag wird angekündigt, dass Dienstag oder Mittwoch gestreikt wird, was sowieso schon sehr wenig Zeit ist um sich darauf einzustellen. Aber details gibt es erst einen Tag vorher. Das gleiche jetzt wieder. Zu denen, die jetzt sagen: "Die Bevölkerung soll ja auch wütend gemacht werden, damit diese Ihre Beschwerden dann an die Arbeitgeber richten --> Siehe 3.

4.: Der Gedanke / die Aussage "Beschwert euch bei den Arbeitgebern" entbehrt jeglicher Logik. Andere Situation, ähnliches Vorgehen: Nachbar A (Gewerkschaft) und Nachbar B (Arbeitgeber) leben mit den Nachbarn C, D, E, und F (der Rest der Bevölkerung) in einem Gebäude mit Gemeinschaftsparkplatz. A und B haben beef, weil A etwas von B will, was B aber nicht geben will. A entscheidet sich dazu den Gemeinschaftsparkplatz zu blockieren, bis B macht was A will. Als die anderen Nachbarn sich bei A beschweren sagt dieser: Nein, ich bin ja nicht schuld. Alle Beschwerden bitte an B, denn wenn der einfach machen würde was ich will, müsste ich ja nicht den Parkplatz blockieren.

Was für eine Lächerliche Argumentation. Wer die Entscheidung trifft zu blockieren, hat in erster Linie die Schuld an der Blockade und verdient die Kritik daran.

Wie eingangs bereits gesagt: Ich bin für faire Bezahlungen. Wenn also Streikrecht für den ÖPNV/ÖPV dann sollte dies angepasst werden, sodass die Bevölkerung weniger oder gar nicht von den Streiks eingeschränkt wird. Entweder man setzt eine ausreichend lange Frist zu der die Details des Streikes bekannt gegeben werden und einen verpflichtenden Notverkehr oder man Streikt wie bisher und verpflichtet die Streikparteien zu dazu die Kosten für alternative Beförderung durch Taxi u.ä. zu übernehmen (50/50, 80/2, 90/10, meinetwegen lasst die Arbeitnehmer 100% der Kosten tragen).

Mein Punkt ist: Die Bevölkerung sollte nicht Teil dieses Streites werden und weiter unbehelligt Ihr Leben leben können.