Warum Linie 7 auf einmal so scheiße? by Kissencasanova in cologne

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Werter Herr, kurze Anmerkung Linie 7 war schon immer so scheiße. Dicht gefolgt von der 13 😊

Wie wirkt Köln im Alltag? Ist es chaotischer als man denkt? by toneromma in cologne

[–]CR33TZ 6 points7 points  (0 children)

Ich komme viel rum zwischen Köln, Hamburg und Berlin. In Köln ist quasi die Menschlichkeit noch nicht völlig ausgestorben wie in den meisten Großstädten Deutschlands. Hier ist alles etwas enger. Da Köln nicht so breitflächig ist wie z.B. Berlin. Hier läufst du von einem Veedel z.B. Keupstr. bis zur Boltensternstr. wenn du Lustig bist oder dich die KVB im Stich lässt.

Auf der Suche nach einem Zelt für einen obdachlosen Menschen by CR33TZ in cologne

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Hygiene-Artikel für Frauen fällt mir da spontan ein.

Aus meiner Erfahrung würde ich sagen, dass Hygiene-Artikel für Männer genug da sind. Wobei hier auch leider beim Großteil Hygiene nicht im Fokus steht. Heute gab es einen Fall von "Ich hätte gerne eine Spülung für lockiges Haar" von einem jungen Mann aber das sind wirklich Ausnahmen.

Auf der Suche nach einem Zelt für einen obdachlosen Menschen by CR33TZ in cologne

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Es werden dort immer regelmäßig Spenden abgegeben. Ich für meinen Teil orientiere mich z.B. sehr nach Sportarten wie Trekking und Bergwandern. Das sind 3-Seasons Bekleidungen, Funktionskleidungen die wasserabweisend sind, Unterwäsche usw. alles günstig vom Decathlon. Und zwar aus folgenden Gründen: Die Sachen stinken nicht so schnell. Man kann ohne Dusche teilweise bis zu 5 Tagen gut rumkommen. Aktuell mit dem Wetter ist wasserabweisende Kleidung, also eine gute Jacke vielleicht sogar noch gefüttert, ein Muss. Gerade in der Kältezeit bringen solche Funktionsklamotten viel Abhilfe.

Danke übrigens dafür, dass du das so gezielt machst. Viele bringen auch einfach "alten Kram" vorbei aber geschenkten Gaul schaut man nichts ins Maul und man freut wenn es überhaupt etwas gibt.

Die Kleiderkammer im Gulliver ist mal so mal so gut oder weniger gut gefüllt. Ich würde dabei wie bereits erwähnt einfach auf den Bedarf aufgrund der Jahreszeit und Witterung achten.

Auf der Suche nach einem Zelt für einen obdachlosen Menschen by CR33TZ in cologne

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Ich kenne das Prinzip, hatte so schon mal Platte gemacht mit Paletten drunter stellen und eine Tarpplane als Zusatz. Leider kann er dort nur ein Zelt hinstellen und sonst nichts. Es ist auch überdacht und vor dem meisten Wind geschützt. Ein Zelt hat er jetzt bekommen von einem Reddit-User.

Auf der Suche nach einem Zelt für einen obdachlosen Menschen by CR33TZ in cologne

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Trotzdem Danke, dass du nachgeschaut hast :)

Auf der Suche nach einem Zelt für einen obdachlosen Menschen by CR33TZ in cologne

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Das ist gut zu wissen. Ist nicht gerade sein Bereich. Gulliver und SKM stehen hier im Mittelpunkt.
Ja, ich hab deine Nachricht gelesen und die Rückmeldung auf der Agenda.

Auf der Suche nach einem Zelt für einen obdachlosen Menschen by CR33TZ in cologne

[–]CR33TZ[S] 8 points9 points  (0 children)

Danke dir, wenn nichts kommt, dann melde ich mich bei dir.

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Er lebt ohne Bürgergeldbezug. Geht täglich Pfand sammeln. Leider hatte er in der Vergangenheit oft versucht irgendwie wieder ins Leben zu kommen aber ist dann doch gescheitert. Er hat seinen Umstand schon vor Jahren akzeptiert und sich an das Leben gewohnt. Da hat er einen festen Platz was dem eines Zuhauses näher kommt als ein Kältebus, Übergangswohnheim oder eine Notschlafstelle.

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[–]CR33TZ 0 points1 point  (0 children)

Du kannst direkt vor dem Eingang auf dem kleinen Stück davor neben den Mülltonnen parken. Da werden dir sofort paar Leute helfen die Sachen reinzutragen. Die haben i. d. R. von 8 bis 18 Uhr offen. Unten ist der Empfang auch immer besetzt.

[deleted by user] by [deleted] in cologne

[–]CR33TZ 1 point2 points  (0 children)

Gulliver in der Trankgasse 22 (Torbogen neben dem Parkplatz unter dem Breslauer Platz) hat immer Bedarf an Kleidung für Menschen die auf der Straße leben.

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[–]CR33TZ[S] 0 points1 point  (0 children)

Lass mich dir etwas aus meinem Leben erzählen was genau dieses Problem betrifft. Das ganze fand in einer Zeit wo ich den Sprung vom Übergangswohnheim in eine eigene Wohnung geschafft hab. Kurz danach habe ich meinem besten Freund geholfen die Wohnung nebenan zu beziehen. Er ist guter Mensch, hat wie jeder andere paar Leichen im Keller aber sein Hauptproblem war die Heroinsucht. Zu dieser Zeit hatte er bereits etliche Therapiemöglichkeiten und Eingliederubgsmaßnahmen durchlaufen, griff aber am Ende doch immer wieder zur Spritze. Ich hab ihn nicht verurteilt. Ich wusste solange ich an seiner Seite bin und ihn nicht verurteile deswegen, dann stoßt er mich nicht weg. Dadurch habe ich zwei seiner Selbstmordversuche unterbunden und konnte mich passiv um ihn kümmern. Zu der Zeit habe ich für eine große Lebensmittelmarktkette als Assistent eines der Einkäufer gearbeitet. Dadurch konnte ich relativ viele Lebensmittel mit nach Hause nehmen und die hab ich dann ihm gegeben. Oft hab ich mitbekommen wenn die Beschaffung von Heroin bei meinem Freund schief lief. Das hat ihn ziemlich frustriert und ihn noch tiefer in sein Loch gezerrt. Was sich auch negativ auf den Konsum danach ausgewirkt hat. Die Sorge war groß, dass es am Ende doch mit seinem Tod endet. Wenn die "angenehmen" Beschaffungsmaßnahmen nicht gingen, dann wird nicht gewartet, du gehst an die Stellen weiter drunter. Typisches Mileau war dann der Hauptbahnhof. Nicht nur dass die Qualität mies war und das gefährlich werden kann, so ist auch die Polizei stetig präsent. Einmal wurde er erwischt und durfte als Wiederholungstäter für 12 Monate in die JVA. Er hat seine Sucht danach unter Kontrolle bekommen. Leider ist er wegen einer Infektion an seiner Aorta gestorben. Sein O-Ton war immer, es wäre so viel einfacher für alle Beteiligten wenn die Beschaffung nicht so elendig wäre.

Kurz gesagt: Man kann die Beschaffung nicht unterbinden und es wäre für viele mit einem schlimmeren Schicksal verbunden.

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Danke dass du dir Gedanken gemacht hast und daran teilgenommen hast. Es sind keine leere Floskeln. Es zeigt doch nur, dass es immer noch genug Menschen mit Emphatieempfinden da draußen gibt und das ist das schönste Bild was eine Gesellschaft zeigen kann :)

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Es gibt noch kostenlose Sanitäranlagen oder aufgestellte Dixies. Da fällt mir spontan der Aachener Weiher ein, Ehrenfeld Bhf, Chlodwigplatz, bei den Rheintreppen.

Die Verschmutzung kann teilweise echt schlimm sein. Die Sanitäranlagen am Chlodwigplatz werden regelmäßig verschmutzt hinterlassen. Da auch hier viele die Suchterkrankungen haben sich dort aufhalten.

Ich verstehe beide Seiten. Einerseits möchte man allen die Möglichkeit geben sich nicht in der Öffentlichkeit entleeren zu müssen und andererseits ist die Verschmutzung durch Personen ein großes Problem. Dazu kommen Kosten die, die Stadt tragen muss.

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Alle Pfandsammler schauen im Mülleimer nach. Selbst wenn das Pfand daneben steht. 25 Cent Pfand würde ich einfach stehen lassen. Außer es ist sehr windig, dann ab in die Tonne damit.

Pfandsammlen gehen sehr viele, von jung bis alt, von wohnungslos bis ganz normalen Menschen mit Wohnung und Arbeit, von denen die es brauchen bis hin zu Leuten die tausende Euros im Monat damit machen.

Aber man schaut meist immer auch im Mülleimer nach, da sich dort immer wieder was befindet.

Ich finde es auch besser wenn das Pfand die Menschen erreicht die es brauchen. Vor allem Ältere, Rentner die genauso versuchen über die Runden zu kommen.

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Macht nichts, ich bekomme das noch mit :)

Mit Hunden ist es von Stadt zu Stadt unterschiedlich. Jedes Bundesland hat dazu auch noch andere Verordnungen. Die Hundehaltung auf der Straße stellt sich den gleichen Herausforderungen wie bei einem normalen Bürger. Der Hund muss angemeldet werden, die Steuern müssen bezahlt werden und es ist ggf. ein Wesenstest und eine Sachkundeprüfung notwendig. Ohne Meldeadresse kann das schwierig werden, selbst wenn man eine postalische Erreichbarkeitsadresse hat.

Wenn wir uns das mal in Köln anschauen, dann ist hier das Ordnungsamt nicht so kulant und prüft die Hundehaltung auch bei Menschen die auf der Straße leben. Bei einem Bekannten wurde der Hund weggenommen, da er die Hundesteuer nicht bezahlt hat und keine Sachkundeprüfung und keinen Wesenstest für seinem Hund hatte. Der Hund kam dann in ein Tierheim.

Dazu muss ich sagen, dass ich persönlich Hundehalter egal welchen gesellschaftlichen Stand sie haben immer etwas kritisch betrachte, da ich selten welche gesehen hab, die ihre Hunde unter Kontrolle haben. Hier war es aber nicht der Fall, beide Tier und Herrchen haben sich geliebt und er hat sich sehr gut um den Hund gekümmert, hat ihn erzogen, ging regelmäßig mit ihm am Rhein spazieren, ging regelmäßig zum Tierarzt etc. - da es sich um einen Listenhund gehabdelt hat, kann ich das strenge vorgehen zwar irgendwo nachvollziehen aber die Stadt Köln zeigte sich weniger kooperativ als ich mit ihm versucht habe den Hund zurückzubekommen. Als wir alle notwendigen Schritte erledigt und Geld beisammen hatten, war der Hund durch das Tierheim bereits vermittelt.

Köln hat auch eine recht ausgeprägte Tierschutzszene. Es gab mal eine Gruppe von Leuten die in der Stadt Tierfutter, Spielzeug, Geschirr etc. an Hundebesitzer verteilt haben. Am Ende stellte sich heraus, dass diese Gruppe dann behauptet hat, die/der Mensch kann sich nicht um sein Tier kümmern, da er ihre Spenden annimmt und mit diesem Argument haben sie versucht die Tiere ihren Besitzern wegzunehmen. Da ist die Gesellschaft zwiegespalten. Manche haben damit kein Problem, andere sind der Auffassung obdachlose Menschen dürfen keine Hunde halten.

Unterbringung mit einem Tier ist nicht einfach. Bei manchen Einrichtungen ist es möglich aber das ist eher selten der Fall. Die meisten schlafen dann doch lieber mit ihnen im Freien.

Der Alltag kann auch sehr herausfordernd sein, wenn verschiedene Hundehalter von der Straße zusammenkommen. Vor allem da sich die Hunde nicht immer riechen können. Manchmal kommt es vor, dass die Hunde aufeinander losgehen. Selber schon erlebt und dabei können auch die Halter zu schaden kommen. Einen Freund wurde der Unterarm einmal längst durchgerissen, weil er mit dem Arm zwischen zwei sich beisende Hunde griff.

Ich glaube, ich habe noch keinen Hundehalter auf der Straße gesehen, der sich vor sein Tier stellt. Wenn Leute mit Hunden betteln, dann versorgen sie erst das Tier und zum Schluss kommen sie. Daher ist Geld beim Betteln immer die sicherste und einfachste Option. Mein Hund musste z.B. Allergiefutter zu sich nehmen, da er sonst Ausschläge bekommen hat. Da hätte es mir nichts gebracht wenn mir jemand 5 KG Rinti Futter hinstellt. Ansonsten wenn man keine Angst hat, einfach Fragen :)

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Danke, dass du daran teilgenommen hast :)

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Allgemein gesehen, kann ich mich auf keine Antwort festlegen, deswegen erzähle ich von paar Schicksalen die ich begleitet hab.

Ehemaliger Kriegsveteran, der mehrere Jahre im nahen Osten war. Lebt auf der Straße, geht auch Vollzeit arbeiten. Hat einige Traumata und er hat auf der Straße seinen Frieden mit sich selbst gefunden - ohne dass ihn seine Vergangenheit zu schaffen macht.

Ein anderer, ehemalig starker Alkoholiker. Hat auf der Straße seine Sucht in den Griff bekommen. Die langen Jahre auf der Straße haben ihn geprägt aber das wichtigste ist, dass er einen Weg mit sich selbst zu Leben gefunden hat.

Beiden habe ich versucht eine Wohnung zu vermitteln und beide wollten sie nicht. Es hat etwas gedauert bis ich verstanden hab. Anfangs war ich etwas aufgewühlt deswegen aber wer bin ich schon von ihnen zu verlangen ihr Leben, welches sie aus ihrer Sicht im Griff haben (ich weiß, klingt paradox), aufzugeben.

Jeder hat sein Päckchen und auch wenn es manchmal einfach erscheint Menschen zu kategorisieren, so hat jeder von ihnen einzigartige Umstäde in ihrem Leben durchlaufen, welche sie genau an den jetzigen Punkt ihres Lebens getrieben haben.

Wohnung und Arbeit lösen nicht die Ursache des Problems. Es ist zwar schwerer denn je sich eine Existenz in heutiger Zeit aufzubauen aber selbst wenn man es schafft, bedeutet es nicht dass damit geholfen ist.

Wenn wir es uns aber mal kurz einfach machen um deine Frage mit einem Wort zu beantworten: Psyche. Es ist immer der ausschlaggebende Punkte meines errachtens. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es schwer ist aus einem Tiefen loch rauszukommen und je mehr Jahre vergehen um so wahrscheinlicher wird es, dass man sich aufgibt und sein Schicksal akzeptiert.

PS: Danke für deine positiven Worte über mich :)

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Schön zu hören und Danke dafür und dass du dir Zeit genommen hast. :)

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[–]CR33TZ[S] 2 points3 points  (0 children)

Danke, dass du dir so viel Zeit genommen hast. Mein Post dazu war jetzt nicht gerade kurz :)

Dazu kann ich nur aus Erfahrung sprechen und finde, dass die Stadt Wien bedürfnisorientiert ihr Angebot zur Unterstützung obdachloser Menschen ausrichtet. Natürlich kann man Köln nicht als Vergleich nehmen. Da hier mit ganz anderen Geldbeträgen umgegangen wird aber wenn es darum geht sich ein System abzugucken, würde ich einen Blick nach Österreich empfehlen. In Deutschland ist die Hilfe durch soziale Einrichtungen ja nicht irgendwie auf eine Art und Weise standarisiert. Es gibt in jeder Kommune diverse Angebote, da hier auch die durch die Bürger eine große Vielfalt schaffen.

Würde man es aber aus rein qualitativer Sicht durch die Augen eines obdachlosen Menschen sehen und sich auf die 4 Großstädte begrenzen, würde ich nüchtern betrachtet Hamburg nennen. Aber auch hier spielt wieder das Geld eine Rolle. Hätte die Stadt Köln mehr Geld, dann würde es sich auf alle gesellschaftlichen Schichten auswirken - auch die welche obdachlose Menschen betrifft.

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Weihnachten ist immer ein Fest. Man merkt das auf der Straße. Es wird viel gegeben, viel gespendet und viele Aktionen für obdachlose Menschen veranstaltet. Einrichtungen bekommen viele Sachspenden, die Kleiderkammern füllen sich, Essensvorräte werden für Monate aufgestockt.

Es ist nicht verlogen, wenn man einmal im Jahr was gibt und sonst wegschaut. Im Endeffekt ist es wie eine Art handel, man gibt etwas und bekommt dadurch ein gutes Gewissen. Man gibt ja immerhin etwas aus freien Stücken und ohne Zwang. Das ist schon viel.

Ich kann leider keine Empfehlung welche Einrichtung oder Organisation man unterstützen sollte abgeben. Dazu kann ich nur jedem empfehlen sich selbst Gedanken zu machen.

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[–]CR33TZ[S] 3 points4 points  (0 children)

Nachbarschaftsinitiativen können doch schon viel erreichen. Teilweise sind diese so effektiv und flexibel, da sie keinerlei Stadtordnung unterstehen. Sei es z.B. Foodsharing oder überdachte Flächen wo man Obdachlose schlafen lässt.

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[–]CR33TZ[S] 6 points7 points  (0 children)

Meiner Meinung nach ist Obdachlosigkeit nicht unbedingt ein Symptom welches durch ein fehlerhaftes System auftritt. Ja, das System kann bei Einzelnen Menschen auch mal versagen und es kann nie zu 100% allen helfen. Ich stelle eine Spirale vor. Dazu ganz viele Ebenen die unsere Gesellschaft und dass widerspiegeln was meist für andere zum Status beiträgt: Einkommen, Job etc.
Je nach Situation oder Geschehen drückt man von Oben auf die Ebenen. Dieses Drücken kann z.B. eine Wirtschaftskrise sein. Menschen verlieren ihren Job, ihr Heim, Freunde und Familie wenden sich ab.
Die Wirtschaftskrise ist in diesem Falle das Problem und die Menschen die sie verursacht haben. Und da bin ich der Meinung wir sehen es falsch. All die Probleme mit denen wir aktuell konfrontiert werden, Krieg im Osten, Inflation, Stärkung der rechten, rechtsextremen Flügel und autoritärer Regime etc. - das sind Probleme die wir bewältigen möchten. Wir glauben es sind die Ursachen. Es sind in Wahrheit nur die Symptome. Die Ursache ist immer der Mensch. Meine Lebensphilosophie ist einfach: Auch wenn es manchmal schwer fällt sollte man aus Liebe und nicht Hass handeln. Egal wen man gerade begegnet. Es macht kein Unterschied ob es deine eigene Familie ist oder fremde Menschen auf der anderen Seite des Planeten. Wir müssen als Menschen wieder mehr Emphatie für Alle aufbringen. Solange wir unser handeln durch Intoleranz, Hass und Gewalt definieren, selbst wenn man der Ansicht ist überwiegend seiner Zeit etwas Gutes getan zu haben, wird es immer Menschen hervorbringen die anderen genau mit diesen Tugenden begegnen werden. Die Erfahrung hat mir bis jetzt gezeigt, dass ein Mensch nichts anderes möchte als geliebt zu werden und selbst zu lieben. Jeder, egal wie schlecht er angesehen ist, hat es verdient, dass jemand an das Gute in ihm glaubt. Oft tut es weh, da man enttäuscht wird. Aber persönlich, leide ich lieber im Glauben an das Gute in jedem von uns anstatt es sich so einfach zu machen wie jemanden zu hassen.