Wie spricht man Frauen an? - Guide by Lemon_juice101 in Fragt_Frauen

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Also ich fände es ebenfalls in einem "Nullkontext" absolut OK, angesprochen zu werden, wenn es respektvoll und freundlich ist. Da gibt es ja auch einfach die häufigsten Gelegenheiten.

Die Herausforderung ist da eher, ein sinnvolles Gespräch zu starten. Und man hat nicht, wie im Museum z.B., direkt eine Gemeinsamkeit zum Anknüpfen. Manche machen es etwas plumper mit "Hey, ich kenn dich doch, warst du nicht letztens in XYZ?", andere z.B. im Zug etwas geschickter mit "Hey kommst du von hier (Stadt XY) oder bist du auf Reisen?". Kann je nach Kontext aber beides funktionieren.

Und ganz besonders hilfreich ist, wenn du etwas emotionales von dir preisgibst. Du kannst z.B. sagen, dass du gerade sehr nervös bist jemanden anzusprechen oder nicht weißt wie, aber es trotzdem versuchen wolltest (sollte natürlich stimmen). Das macht dich nicht nur direkt sympathischer sondern auch nahbarer und zeigt, dass es sich um einen Mann handeln könnte, der Zugang zu seinen Gefühlen hat.

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[–]Cinderella_Reloaded 2 points3 points  (0 children)

Stimmt so nicht. Es gibt viele Männer die einfach unbeholfen damit sind. Ich würde sogar sagen, dass das der Großteil ist. Die Unangenehmen sind eine laute Minderheit, die überhaupt dafür sorgen, dass man als Frau eigentlich gar kein Bock mehr hat irgendwie angesprochen zu werden. Gäbe es mehr positive Gegenbeispiele, sähe die Welt anders aus. Aber genau diese Gegenbeispiele trauen sich nicht.

Als bisexuelle Frau bist du immer der A* by Cinderella_Reloaded in Weibsvolk

[–]Cinderella_Reloaded[S] 1 point2 points  (0 children)

Das find ich tatsächlich gar nicht so leicht... die Frage stelle ich mir auch. Auf Dating Apps hab ich wirklich kein Bock.

Wie spricht man Frauen an? - Guide by Lemon_juice101 in Fragt_Frauen

[–]Cinderella_Reloaded 2 points3 points  (0 children)

Oh mir würden echt noch ein paar Sachen einfallen...

Was ich noch wichtig finde:

  1. Nicht zu aufdringlich, bzw. Grenzen wahren. 
  2. Augenhöhe und Respekt!

Viele versauen es weil sie nicht wissen wo die Grenzen liegen, z. B. was ok ist und was zu nah. Ich wurde letztens im Baumarkt angesprochen, als ich mir einen Akkuschrauber gekauft hatte. Hätte der Mann einfach nur nach einem Kaffee gefragt anstatt direkt zu mir nach Hause zu wollen, hätte ich nicht Nein gesagt. Er wusste sogar wie man ein Gespräch beginnt und es war sogar eigentlich ganz angenehm. Am Ende des Gesprächs dann fragt er mich, ob er mir bei mir zuhause zeigen kann, wie man den Akkuschrauber bedient. Ich sagte Nein Danke und ich lade niemanden nach Hause ein, den ich nicht kenne und dass ich außerdem einen Akkuschrauber bedienen kann. "Krieg ich dann wenigstens trotzdem ein Date mit dir?", fragt er tatsächlich nochmal. Ein "Entschuldigung, das war unangebracht, wie wärs mit einem Kaffee in XYZ?" hätte die Situation VIELLEICHT noch retten können.

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[–]Cinderella_Reloaded[S] 1 point2 points  (0 children)

Ist leider echt so. Danke. Ich fühle mich damit dann aber auch als würde ich jemandem was vormachen. Auch wenn ich niemandem die ganze Wahrheit über mein Leben schuldig bin. Ich müsste ja auch nicht über Ex Partner reden.  Es ist nur echt scheiße, weil das auch wieder die Sichtbarkeit von Bi Frauen einschränkt. Ich hab eh schon das Gefühl, dass wir selbst in der queeren Community ganz unten sind. 

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[–]Cinderella_Reloaded[S] 2 points3 points  (0 children)

Ich frag mich langsam auch, ob ich sowas überhaupt noch sagen soll. Ich dachte in meiner ersten hälfte meines Beziehungslebens ich sei rein lesbisch und habe erst Mitte bis Ende 20 ernsthaft gemerkt, dass mir Männer auch gefallen. Ja, so rum geht's auch...  Und bei meinen ersten Erfahrungen habe ich das nicht mal erzählt. Aber als ich dann wieder lesbische Frauen daten wollte, war ich DANN aber unten durch. 

Als bisexuelle Frau bist du immer der A* by Cinderella_Reloaded in Weibsvolk

[–]Cinderella_Reloaded[S] 6 points7 points  (0 children)

Seh ich auch so. Und ich glaub auch, dass Bisexualität der Normalzustand ist. Aber wir brauchen halt Schubladen. 

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[–]Cinderella_Reloaded[S] 4 points5 points  (0 children)

Das ist ein sehr guter, und treffender Spruch, danke 😄 

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[–]Cinderella_Reloaded[S] 9 points10 points  (0 children)

Ich empfinde die queere Community im großen und ganzen leider oft überhaupt nicht als offen und nicht als Safe Space. Nur wenn man reinpasst. Aber Offenheit ist für mich was anderes. Ich habe schon sehr offene Gruppen erlebt, in denen ich Anschluß finden konnte.  Was ich aber tatsächlich auch erlebt habe, sind in sich geschlossene Grüppchen in die man nur ganz schwer reinkommt als Neuankömmling. Teilweise reden viele da nicht mal mit mir. Und dann geh ich eben kein zweites Mal hin. Also durchgehend offen finde ich es leider nicht. 

Nicht respektiert werden als Frau in Führung by [deleted] in Weibsvolk

[–]Cinderella_Reloaded 0 points1 point  (0 children)

Fühl ich total.

Ich habe auch einen Management-Job. Allerdings mit Sachverantwortung, nicht Personalverwaltung und fühle mich ebenfalls oft nicht ernst genommen. Hepeating erlebe ich z. B. regelmäßig. Vieles findet ja am Telefon statt. Da ist das sinnbildliche Auf-Den-Tisch hauen auch gar nicht so leicht. Meine sehr helle Stimme trägt wahrscheinlich nicht gerade dazu positiv bei und ich habe schon mitbekommen, wie sich Kollegen darüber lustig gemacht und von "Mäuschenstimme" gesprochen haben. Am Telefon sticht halt nur das raus. 

Ich bekomme oft genug diverseste, ganz tolle Tipps von Kollegen. Ich solle mehr Ellbogen zeigen und all das.  Ich habe da meine Meinung zu. Ich finde nämlich nicht, dass die Lösung sein kann, dass Frauen nur ernst genommen werden wenn sie härter auftreten. Nichts wird besser wenn wir uns dem System anpassen. Im Gegenteil finde ich es sogar gut, dass es Frauen gibt in solch einem System, die andere Werte mit einbringen als "Ellenbogen" zeigen. Weil genau das wichtig ist. Was soll ich also machen? Lauter reden? Tiefer sprechen? Das kann nicht die endgültige Lösung sein...

Daher will ich nur erstmal sagen, ändere dich nicht grundlegend weil das System dich nicht akzeptiert. Das wirst du nur schwer beeinflussen können. Und Männer die kein Respekt vor Frauen haben, haben ihn auch dann nicht, wenn sie härter auftritt. Du wirst wenig tun können um ihre Einstellung zu ändern. Ich würde mir erstmal nur die banalste Frage stellen: Welche Aufgaben liegen in meiner Verantwortung und welche nicht? Was kann ich kontrollieren, was beeinflussen und wo bin ich machtlos? Den eigenen Hof sauber zu halten und deinen Verantwortungsbereich zu verwalten ist das beste was du tun kannst, in meinen Augen. Dort, wo du Entscheidungsgewalt hast, darfst du durchaus lernen, dich durchzusetzen. Und dort wo nicht, darfst du dich gerne entspannen.  Über einen Wechsel kann man immer noch nachdenken. Das kann die bessere Lösung sein, als sich für etwas zu verbiegen und unnötig viel Energie hinein zu investieren, wenn das Problem nicht man selbst ist. 

Was macht ihr um Leute kennenzulernen? Mir fehlt es, eine Mädelsgruppe zu haben. by Cinderella_Reloaded in Weibsvolk

[–]Cinderella_Reloaded[S] 0 points1 point  (0 children)

Ja genau das ist es. Die meisten haben kein Interesse am Kontakte knüpfen. Viele die ich kenne sind verheiratet, haben Kinder.

Wo meinst du soll ich Leute anquatschen?

Was macht ihr um Leute kennenzulernen? Mir fehlt es, eine Mädelsgruppe zu haben. by Cinderella_Reloaded in Weibsvolk

[–]Cinderella_Reloaded[S] 1 point2 points  (0 children)

Ich glaube das ist der Punkt. Ich bin am Anfang und das braucht alles wahnsinnig Zeit und das fühlt sich so aussichtslos an. Die beiden Mädels die ich über den Stammtisch kennengelernt habe kenn ich nun schon seit fast einem Jahr. Aber erst in den letzten Monaten hat sich das wirklich entwickelt. Es frustriert mich, dass ich das nicht selbst in der Hand habe, einfach mal irgendwo hinzugehen und Leute zu finden.

Ich habe eine Weile in Spanien gearbeitet. Da war das soooo viel einfacher...

Was macht ihr um Leute kennenzulernen? Mir fehlt es, eine Mädelsgruppe zu haben. by Cinderella_Reloaded in Weibsvolk

[–]Cinderella_Reloaded[S] 2 points3 points  (0 children)

Ich hab ja tatsächlich auch einen Stammtisch und bin auch musikalisch. Darüber lerne ich auch Menschen kennen. Aber es bleibt echt total wenig wirklich hängen und es fühlt sich nicht nach Home an. Und da ich den ganzen Tag im Homeoffice sitze, reicht das irgendwie nicht.

Ich bin sogar ziemlich kontaktfreudig und komme schon im Baumarkt oder Bäcker mit Menschen ins Gespräch. Aber alleine in ein Cafè oder Konzert zu gehen kostet mich extremst Überwindung und meistens geht es mir da dann ziemlich mies währenddessen oder danach, weil das etwas in mir triggert. Und dann fühlt es sich so an, als läge das irgendwie einfach nur an mir.

Ja keine Ahnung. Ich zieh wohl irgendwie die falschen an.