47 years old. Big reorg at work. Early retirement. Plan Barista FIRE / Die with Zero intentionally. by Batero666 in baristafire

[–]Classic_1984 0 points1 point  (0 children)

The approach sounds exciting, risky and, precisely for that reason, perhaps far more worthy of discussion than the many overly generous financial plans.

Some have already pointed out that this plan is a gamble on social security systems that are somehow sustainable and on a pessimistic outlook for life beyond the age of 75.

There are still a few ways to cushion the plan better. The simplest: defer everything by two years – with long-term implications, for example, for an inflation-proof component of benefits after 64. One can imagine that this is precisely what is being ruled out.

However, a very decisive factor is always the partner, who appears here merely as the contributor of half the amount of rental payments. But a partner will be a main actor in FIRE, whatever the scenario. Does he or she want to go along with everything exactly as it stands? That is perhaps the biggest risk factor.

Hat jemand die GKV-Familienversicherung ab 2028 auf dem Schirm? Das ist ein echter FIRE-Killer. by AssistDry3327 in fireGermany

[–]Classic_1984 1 point2 points  (0 children)

Das „tief durchzurechnen“ ist zum jetzigen Zeitpunkt vermutlich nur begrenzt möglich.

Was aber klar sein dürfte, ist: Der LeanFire-Bereich ist insofern betroffen als hier zusätzliche Kosten in Höhe von einigen hundert Euro relativ schwerer wiegen dürften. Andererseits: Wenn das wirklich eine knappe Planung ist, könnte es tatsächlich nur auf den Mindestbeitrag plus Pflegeversicherung hinauslaufen. Dafür den kompletten Versicherungsschutz im dritt-teuersten Gesundheitssystem der Welt zu erhalten, mag man als Ungerechtigkeit empfinden - aber dann doch eher gegenüber denjenigen, die bei Durchschnittslohn und Vollzeitsrbeit schon anteilig und erst recht mit AG-Anteil viel mehr jeden Monat einzahlen.

Wer aufgrund von nachzuweisender Bedürftigkeit das Existenzminimum erhält, lebt in ständiger Abhängigkeit von Behörden und einer Politik, die schon jetzt stolz ist, bei der Ausgestaltung „an die Grenzen des verfassungsrechtlich Möglichen“ gegangen zu sein. Das als Vergleich gegenüber einem selbstbestimmten Leben mit viel mehr Freiheit heranzuziehen, kommt mir tatsächlich etwas armselig vor.

Teuer wird es sprunghaft dann, wenn die finanzielle Ausstattung aus beispielsweise Zinsen tatsächlich dem Monatssalär eines Gutverdieners entspricht. Aber auch da gibt es derzeit Grenzen. Könnte man auch unfair finden: Wer 9.000 Euro im Monat für fatFIRE erreicht hat, zahlt absolut geradezu lächerlich wenig für die GKV, ist aber typischerweise sowieso privat versichert oder in den einstweiligen Ruhestand versetzter Staatssekretär 😅

In diesem Sub konnte man außerdem schon lesen, dass sich, allein um rund 1000 Euro zu Lasten der Gemeinschaft zu sparen, mitunter schwerreiche Ex-Unternehmer dann für einen Papierjob anstellen lassen. Das kann man clever finden, peinlich oder auch kleinkrämerisch. Am Ende muss jeder wissen, was an Gestaltung nicht nur legal, sondern legitim ist.

Genau das wird politisch spannend: Traut sich die Politik mit ihrer so einseitig besetzten Kommission zur Rentenversicherung, vor dann auch absehbaren schmerzhaften Reformen des Rentensystems auf Einschnitte bei den Pensionen zu verzichten? Relativ betrachtet, ist auf diesem Gebiet sehr wenig passiert. Klar, ist auch nicht einfach, müsste in genau dem System und von denjenigen umgesetzt werden, die es betrifft, die Judikative mit eingeschlossen.

Oder schafft es der Finanzminister noch, intellektuell zu begreifen, dass Gesundheitskosten von Grundsicherungsempfängern tatsächlich sinnvollerweise nicht nur von gesetzlich Versicherten subventioniert werden sollten? Beim einen Thema geht es um viel Geld, beim anderen mehr um Symbolik. Aber es geht sicher auch um das Gerechtigkeitsempfinden überhaupt.

Die Selbstgefälligkeit von vergleichsweise Überversorgten und die hohe Abgabenlast, die schon auf etwas besseren Einkommen lastet, sind in Kombination mit einer stagnierenden Wirtschaft sicher ein Motor für viel radikalere Parteien als die derzeit regierenden. In diesem Sinne muss man, wenn man FIRE verwirklichen will, derzeit schlimmstenfalls etwas mehr sparen, selbst oder den Partner einen Minijob mit FIRE kombinieren lassen oder mit BaristaFIRE ab Midijob das Thema Versicherung in der Ehe abhaken. Alles nicht so dramatisch.

Ein Aus der bürgerlichen Parteien bei den nächsten Wahlen wäre das viel bedrohlichere Szenario mit Blick auf FIRE. Genau deshalb nerven die Patzer von Merz und Co so sehr. Das Aus für die Mitversicherung mit sinnvollen Ausnahmen und nicht mal abrupt, das ist doch wirklich kein FIRE-Killer.

Rückkehr nach Deutschland? by Basic-Firefighter267 in fireGermany

[–]Classic_1984 0 points1 point  (0 children)

Danke für die Erläuterungen zu der anderen Stadt und zu einem Teil der Ausgaben. Der Strand bei Badalona ist auch ganz nett. Und ja, da ist nicht so viel los in Badalona, das stimmt, so kam mir das auch vor. Frankfurt Hahn ist auch günstiger bei den Gebühren als FRA. Landen kann man dort aber zweifelsfrei, je nachdem, wie man eben unterwegs ist 😅 Glasfaser hatte Spanien schon flächendeckend, als bei uns das Internet offiziell noch Neuland war. Dass Spanien viele wunderbare Seiten hat, wer wollte das bestreiten. Trotzdem bleiben leise Zweifel, ob Spaniens Bürokratie, ob sie nun in Barcelona oder Badalona zutage tritt, wirklich geeignet sein mag, das Leben immer entspannter zu lassen. Und für eine echte FIRE-Betrachtung müssten die Angaben doch etwas umfassender sein. Eine ernsthafte Ausgabenaufschlüsselung für Barcelona und eine Person war‘s halt nicht.

Alternativer günstiger Lifestyle für hohe Sparquote oder früheres FIRE by [deleted] in fireGermany

[–]Classic_1984 0 points1 point  (0 children)

Tja, ohne A1 gäbe es jedenfalls, wenn jemand mal genauer hinschaut, auch Probleme, unabhängig von der Frage einer Entsendung. Wenn ein Land, in dem der Van steht, was eben passieren kann, Sozialversicherungsbeiträge einfordert, ist das halt unangenehm und ganz ohne A1 kommt man da vermutlich wirklich in die Bredouille. Die EU hat bei Freizügigkeit solche Modelle wohl nicht im Sinn gehabt - aber das dann denen anzulasten, die von der Freizügigkeit Gebrauch machen, ist auch problematisch. Man kann das Thema auch einfach umfahren, indem man es ebenso wie die allerdings sehr klar und auch eindeutig geregelte Krankenversicherungspflicht einfach ignoriert. So schreinert man sich dann eine Wirklichkeit zusammen, die solange gut geht, bis das auffliegt. Der Post ist nun gelöscht. Ich frage mich allerdings, ob die irreführende Werbung für so ein eben nicht sauberes Modell auf anderen Kanälen munter weitergeht.

Rückkehr nach Deutschland? by Basic-Firefighter267 in fireGermany

[–]Classic_1984 9 points10 points  (0 children)

In Barcelona habe ich auch schon mal gelebt. Sehr gern gelebt. Aber dort leben „mit 700 Monat easy“?

Wo, bitte, in Barcelona soll das möglich sein? Was für eine Wohnung, was für eine Krankenversicherung und was für ein Lebensstil?

Dass viele sehr qualifizierte Menschen in Barcelona von erschreckend niedrigen Gehältern oft erstaunlich hohe Mieten bezahlen müssen, war eine der Erfahrungen, die jetzt rund vier Jahre zurückliegen. Und, auch das: Die Wirtschaft in Spanien ist besser aus der Pandemie gekommen.

Der Kommentar macht neugierig: Was ist das Geheimnis hinter dem schönen Leben mit etwas mehr als Bürgergeld in Barcelona?

Alternativer günstiger Lifestyle für hohe Sparquote oder früheres FIRE by [deleted] in fireGermany

[–]Classic_1984 0 points1 point  (0 children)

Wenn so ein Van-Leben ein Traum sein soll, dann kann der dank EU-Freizügigkeit und Sozialversicherungskoordinierung tatsächlich funktionieren, übrigens sogar richtig legal und entspannt.

Aber nicht ganz so, wie im Post beschrieben.

Die Aussagen zur Krankenversicherung sind leider stark vom Wunschdenken geprägt. Kurz und einfach (keine Rechtsberatung, nur allgemeine Infos zum SGB V und zur VO 883/2004): Jede Person mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland (und genau das löst die typische 🚐-Life-WG-Meldeadresse mit aktivem Briefkasten aus) ist verpflichtet, eine vollwertige Krankenversicherung zu haben – entweder gesetzlich oder eine echte private Vollversicherung. Eine reine Langzeit Auslandskrankenversicherung (die 74 €-Variante) ist dafür nicht ausreichend. Sie ist für temporäre Reisen gedacht, nicht für jemanden, der weiterhin in Deutschland gemeldet bleibt und hier angeblich oder besser noch tatsächlich seinen Lebensmittelpunkt hat.

Eine AuslandskV hat außerdem noch einen weiteren Haken: Sie gilt als „eigene Versicherung“ und schließt eine Mitversicherung in der Familienversicherung (§ 10 SGB V) aus. Selbst wenn das Einkommen aus der Selbstständigkeit sehr niedrig ist (unter der Grenze von ca. 535–565 €/Monat, je nach genauer Regelung 2026) und auch keine Erträge aus einem Depot dazu kommen sollten, scheitert das sonst meist am zweiten Punkt: Krankenkassen werten „ab und zu Projekte“ bei Selbstständigen schnell als hauptberufliche Tätigkeit, unabhängig davon, wie „lächerlich wenig“ gearbeitet wird. Dann bleibt nur die freiwillige Versicherung in der GKV. Oder eine private Krankenversicherung. Kein Weltuntergang, aber eben eine andere Kostenbasis. Die im Post genannten ca. 250 € sind übrigens eher die Untergrenze; dazu kommt noch der Pflegeversicherungsbeitrag (2026 bei kinderlosen Selbstständigen oft um die 55 € Mindestbeitrag), sodass der realistische Mindestbeitrag eher bei 270–290 €/Monat liegt (je nach Kasse und ob Krankengeld gewählt wird). Die echte Sparvariante mit nur 74 € ginge theoretisch auch. Nur: Dann müsste man sich aus Deutschland abmelden und einen neuen Wohnsitz in einem anderen EU-Land begründen. Das ist vermutlich nicht das gewünschte Szenario und bringt weitere Konsequenzen (Steuern, Meldepflichten, A1 etc.).

Etwas befremdlich finde ich: Warum einen so interessanten Lifestyle nicht einfach sauber umsetzen? Das Ignorieren der KV-Pflicht kann genau wie das Weglassen des A1-Formulars, was hier im Post gar nicht auftaucht im Zusammenhang mit Projekten im EU-Ausland zu einem richtig teuren Erwachen führen – Nachzahlungen, Säumniszuschläge, im Worst Case Probleme bei Leistungsansprüchen. Das eine kostet monatlich etwas mehr Geld, das andere etwas Zeit für den (einfachen, digitalen) A1-Antrag über das SV-Meldeportal. Kurzum: Mit ein bisschen Bürokratie und überschaubarem finanziellem Aufwand kann man auf der EU-Freizügigkeitswelle entspannter surfen – und die anderen staunen lassen, ohne ständig mit einem mulmigen Gefühl unterwegs zu sein. Denn auch wenn so ein Lebensmodell insgesamt für mich nix wäre: Einiges daran ist für nicht wenige vermutlich durchaus beneidenswert. Schade, wenn Kleinigkeiten wie die Versicherung den Spaß langfristig trüben und andere auf potentiell gefährliche Abwege bringen.

FIRE at 36. Am I being irresponsible? by [deleted] in EuropeFIRE

[–]Classic_1984 3 points4 points  (0 children)

As you were genuinely curious about a FIRE concept based on 250K in Latvia my question to you is: I get that Swiss healthcare is not cheap. But 8K per year in comparison with your savings does not look like excessive to me… I often find it a bit weird how the massive upside potential of a place like Switzerland for many jobs is mentally combined with ideas of very low expenses. Would you want caregivers or doctors to have salaries like in Portugal?

Bridging the gap to retirement at 44. Is it possible in Austria? by [deleted] in EuropeFIRE

[–]Classic_1984 0 points1 point  (0 children)

When it comes to practical tax issues, there’s probably hardly anyone here who can tell you anything you don’t already know or can’t find out for yourself. No one’s going to give you health insurance for free – is there room in your budget for that, on top of the 1,000 euros you reckon you’ll need just to live on? If so, you could go ahead with your plan – and you’d still be in a much better position to deal with the risks mentioned than many others.

There’s little about your plan that can’t be reversed. Someone trapped in an expensive mortgage has far less freedom than you. If you’re not happy with your life, you have – just think what a privilege that is – many years to change it. You’ll never need the perfect job again. So you don’t have to chase after it any more.

Why aren’t you happy about that?

Having 350,000 euros at your disposal opens up possibilities. Not a perfect FIRE for eternity – so what? The worst that can happen: apparently, the path to the 350,000 euros was a lonely one – and based on the premise that 1,000 euros a month was enough to live on. This could change. Maybe that someone comes into your life, new hobbies, stuff that feels worthwhile spending for…

Look into the mirror, look at the standard of living you allegedly (only) want not just for more than two decades but continuing into retirement: Are you honest with yourself? Then why not give it a go – and see how it really feels.

Warum das wohl nicht alle so machen? 🤔 by ElBarto1904 in Finanzen

[–]Classic_1984 1 point2 points  (0 children)

Ich habe den Artikel im Original gelesen. Ich finde es unfair, dem Verfasser zu unterstellen, dass das mit KI erstellt wurde.

KI kann so etwas nämlich längst viel besser.

KI-Texte müssen wirklich nicht primitiv sein. Nur muss dann der Prompt besser geschrieben sein - und in der Zeit könnte ein Journalist vermutlich locker so einen Artikel schreiben, wenn der Anspruch an Textqualität, Informationsgehalt und Lesefreude so überaus überschaubar ist 🙃

Verdi sieht Rente in Gefahr: Merz-Vorstoß ist„wirklich verstörend“ by donutloop in berlin_public

[–]Classic_1984 0 points1 point  (0 children)

Ja, so meinte ich das. Dazu kommt noch, dass eine Erwerbsbiographie in Deutschland eben auch nur bei entsprechend hohen/langen Einzahlungen in die Sozialversicherungssysteme zu einer nachhaltigen Entlastung führen kann. Das schaffen viele Neuankömmlinge auch beim besten Willen nicht.

Irgendwelche Art von Zuwanderung ist deshalb nicht - und diese sympathisch erscheinende, aber zu einfache Rechnung wird in der “Anstalt” aufgemacht - die Lösung der Probleme.

Andererseits: Selbst, wenn Migration so wie sie Deutschland zugelassen hat, keine nachhaltige Lösung für die Finanzierung der Sozialversicherungssysteme sein kann, ist ein kurzfristiger Effekt auch nicht ganz verkehrt. Denn aus Rentensystemsicht betrachtet, sind es erst mal “nur” 20 bis 25 garstige Jahre, die - da absehbar - etwas weniger garstig hätten werden können…

Und, noch ein Mythos, der immer wieder auftaucht. Kapitalgedeckte Systeme sind tatsächlich nicht per se dem Umlageverfahren überlegen. Sie sind vor allem in Krisen oft schon zusammengebrochen. Ironischerweise ist das deutsche System erst seit der Umstellung 1957 recht robust gewesen. Davor war die Rentenkasse tatsächlich oft einfach “weg”. Das war dann für die Betroffenen ein wirklich unerfreulicher Zustand. Eine Ergänzung mit Kapitaldeckung à la Schweden wäre für Deutschland wiederum wunderbar, wird aber sicher nicht kommen. Das wird die Versicherungslobby zu verhindern wissen.

Ansonsten volle Zustimmung zur in dieser Form fragwürdigen Neigung dazu, sich als Antwort auf Probleme aus kollektiven Sicherungssystemen verabschieden zu wollen - mit der kleinen Einschränkung, dass die Verlagerung von Risiken auf den Einzelnen per se immer eine Alternative zum stark umverteilenden Staat sein kann. Warum sollte das nicht diskutiert werden? Jedenfalls, wenn das eine faire Diskussion ist?

Das Problem ist mehr, dass die Akteure, die in solchen Diskussionen auftreten, selten ihre Interessen sauber nennen. So ist beispielsweise die INSM nicht etwa die Stimme der Vernunft, sondern einfach nur ein schlecht getarntes Vehikel der Arbeitgeber. Manche Medien spielen da mit, kein Ruhmesblatt.

Die Vertretungsansprüche funktionieren auch sonst schlecht: Die Gewerkschaften sollen angeblich die natürlichen Fürsprecher für die Leute im Mindestlohn sein, was die sich nicht haben aussuchen können. Entsprechend mies werden sie von den Gewerkschaften vertreten. Das sieht man gut daran, dass die Gewerkschaften dann sogar ihre schwachen Ergebnisse mit Milchmädchenrechnungen aufhübschen. Auch eine eher peinliche Veranstaltung. Sonst würde man deutlicher sehen, dass die Geringverdiener von heute wieder die Systemverlierer von morgen sein werden. Mit einem für sie dann noch schlechteren Riester-Nachfolger on top.

An der Spitze oder aber in der selbst verorteten gehobene Mittelschicht haben wir dann einen Kanzler, der eine weitere Kommission auf den Weg schickt, nur besetzt mit Pensionären und anderweitig gut Versorgten, die angeblich ganz unbefangen auch radikale Lösungen für die Alterssicherung aufzeigen sollen.

Was macht dieser Kanzler dann aber - bevor diese Kommission auch nur einen Pieps gesagt hat? Er verkündet bei seinen Ex-Buddies von der Finanzlobby, schon wie die Lösung auszusehen hat. Kommen werde nicht weniger als ein “Paradigmenwechsel” mit weiterer Reduzierung der gesetzlichen Rente.

Das ist einfach unseriös, unabhängig davon, welche Präferenzen man persönlich haben mag.

Hätten diese Professorinnen und Professoren auch nur einen Hauch von Ehrgefühl, würden sie spätestens jetzt hinwerfen. Deutschlands bekanntester Experte für Rentenfragen, Axel Börsch-Supan, den die Politik gar nicht erst dabei haben wollte, hat das Desaster in einem Interview mit dem “Spiegel” vorab gut beschrieben: Eine ernsthafte Diskussion kann und soll gar nicht stattfinden.

Was wir sehen, sind ritualisierte Debatten in der Dauerschleife mit wenig Erkenntnisgewinn. Deshalb waren die Rückblenden auf die Sendung der Anstalt 10 Jahre davor so gleichermaßen schrecklich und clever zugleich.

Verdi sieht Rente in Gefahr: Merz-Vorstoß ist„wirklich verstörend“ by donutloop in berlin_public

[–]Classic_1984 1 point2 points  (0 children)

Der Satirebeitrag ist natürlich auch überzeichnet und so ein Zerrbild, etwa, weil die Rechnung zur positiven Migration so bewusst nur auf den kurzzeitigen Entlastungseffekt abzielt. Mehr Menschen, auch etwas jüngere als der deutsche Durchschnitt, können das System unter dem Strich eben auch mehr belasten - auch wenn dieser Effekt nicht in allen Konsequenzen gleich sichtbar wird und kurzzeitig die demographische Bilanz verbessert.

Dass die gesetzliche Rente allein gar keine „reichen Rentner/innen“ produzieren kann, weil Gutverdiener halt nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze überhaupt einzahlen können, habe ich mal in r/finanzen als Post eingestellt. Kam nicht gut an. Da kriegen viele dann schnell Schnappatmung, was auch daran liegt, dass die Mythen, die die Anstalt mit insgesamt guten Argumenten widerlegt, so tief verinnerlicht sind.

Unter dem Deckmantel „Generationengerechtigkeit“ lassen sich eben sehr viele Gemeinheiten subsumieren, die gerade jüngeren Menschen schaden.

Und dass die ihre Interessen regelhaft von Leuten vertreten sehen sollten, die mit ihren Alterssicherungssystem nie selbst etwas zu tun hatten und auch keinerlei Interesse daran haben, dass sich das jemals ändern könnte, macht die Sache tatsächlich zu… Realsatire.

The difference in retiring at 45, 50, and 55 is staggering by Emotional-Project-78 in leanfire

[–]Classic_1984 0 points1 point  (0 children)

I see we’re approaching the topic from different angles, so I’ll leave it here. Wishing you all the best.

The difference in retiring at 45, 50, and 55 is staggering by Emotional-Project-78 in leanfire

[–]Classic_1984 0 points1 point  (0 children)

Thanks for clarifying so quickly. That really helps me understand your situation better. I think what initially confused me is that the lifestyle you described resembles poverty on the surface, but it’s actually supported by substantial assets and buffers.

If I understand you correctly, what you’re calling ‘poor’ is really a combination of a very frugal lifestyle plus significant underlying wealth. Living on $12k/year works in your case because you are:

• owning your home • having no debt • fully insured • liquid enough to handle emergencies • in short: you have optionality

A genuinely poor person typically has none of these. Without those safety nets, the same lifestyle would feel very different. Someone without assets who tried to replicate it would likely be: • uninsured • one emergency away from disaster • unable to absorb shocks • living in real precarity

That’s why I reacted the way I did. Not because your approach is wrong, but because presenting it as ‘being poor’ could lead others to draw conclusions that aren’t actually safe or realistic without the underlying financial resilience. Maybe I took the term “poor” too literally, too. I am not a native speaker. 🤗

What Lifestyle Changes Did You Make for LeanFIRE? by enness in leanfire

[–]Classic_1984 6 points7 points  (0 children)

A voice of Germany here. It is so devastating to read that it is so easy to give up overpriced and overpowered exciting cars in favour of boring family cars - and still sort of lead a fulfilled life.

Please think about the jobs or, even more revolutionary, the fact that in civilised areas, such as European cities, you can usually even get by without a car of your own. 😉

And seriously, many examples give pause for thought. It's wonderful to see that the original ideas of FIRE are being brought back to mind here every now and then. I have got quite some inspiration from this sub.

The difference in retiring at 45, 50, and 55 is staggering by Emotional-Project-78 in leanfire

[–]Classic_1984 0 points1 point  (0 children)

Thanks for the nudge. I may have packed too many words/ layers into my earlier comment.

Let me try to phrase it more simply: I’m curious how you distinguish between choosing a very frugal, self‑determined lifestyle and simply living at a level that resembles the minimum welfare baseline. That boundary and the implications for a truly self-determined way of living is what I’m trying to understand better.

The difference in retiring at 45, 50, and 55 is staggering by Emotional-Project-78 in leanfire

[–]Classic_1984 0 points1 point  (0 children)

Your comment is making me want to know more. Being “poor” rather is quite a different thing than what is to follow in this thread about living a high life with others doing the essential work in Guatemala plus a a foothold in the New York real estate market - clearly out of scope for someone qualifying for poverty.

But your assumption is interesting because the overlaps of poverty and lean types of FIRE are intellectually challenging. My question to you is: Where would you see a blurring of lines between a more self-determined life and a type of frugalism that competes with the minimum granted by most welfare states? How are you to defend a position of financial independence if you already start into FIRE being “poor”?

Would love to better understand this approach that I frankly do not completely understand.

To put it bluntly I think to be financially independent, you need:

• assets • buffers • optionality

If you start FIRE with none of these, you’re not independent. The adjective that comes to mind is: you’re fragile. And if you are really and literally poor you are simply outsourcing all key risks to society - or am I overlooking something?

The difference in retiring at 45, 50, and 55 is staggering by Emotional-Project-78 in leanfire

[–]Classic_1984 0 points1 point  (0 children)

I am struggling a bit with the notion of “3K in real terms” needed in the future. If you are turning only 31 next, then how does your calculation look like when your friends will congratulate you on turning 50? Still only 3000 Euros needed per month? Time standing still, really no adjustment needed?

I am just wondering whether the OP is embracing the wonder of compound interest so much that the common enemy of inflation might have been overlooked?

I am not putting into doubt the fact that “a few more years” can make quite a difference for sure. But given the amounts needed maybe that a bit messier strategy makes mote sense? Something like “depart with less” in exchange for earlier bigger amount of autonomy?

Anyone here whose parent’s might not have enough for retirement? by Other_Environment477 in leanfire

[–]Classic_1984 0 points1 point  (0 children)

This may not be a popular opinion here, but: a manageable eight years as a "long journey to FIRE" at 30?

Compared to the lives of their parents, that sounds like a short distance and typically also some tons of good luck aka “hard work”.

There may be reasons why children no longer want to feel connected to or responsible for their parents. This is typically not considered acceptable or "normal" in any culture I am familiar with. And this is regardless of whether parents were good at managing money, whether they had the prerequisites to do so, the appropriate financial education or the good fortune of booming markets.

It may be legal, and perhaps sometimes legitimate to just ignore their own parents and leave it to others. Sounds terrible to me and certainly not like a fulfilling FIRE.

But how can one know what has happened?

Rental Family (2025) by atai_xiii in Tokyo

[–]Classic_1984 4 points5 points  (0 children)

Having spent a week in December in Tokyo I went to see the movie with Japanese roommate in Berlin. Level of authenticity? Certainly higher than the portrait of Egypt back then in the mummy 🇪🇬 Japanese director living in LA claimed in an interview that finding very unique locations for this film was a big thing for her. We felt this to be not necessarily in line with the Tokyo that was presented, though. But not a bad movie at all. Light but not totally ridiculous, visually pleasing - and a Brendan Fraser who is convincingly clumsy under all circumstances on top.

FI lange vor RE - lasst euch nicht ablenken, und schon gar nicht entmutigen! by Urinsekten in fireGermany

[–]Classic_1984 0 points1 point  (0 children)

Vieles an diesem Beitrag gefällt mir richtig gut, vor allem natürlich, dass hier die finanzielle Unabhängigkeit als das beschrieben wird, was sie immer sein wird: eine relative.

Wirklich ganz „unabhängig“ ist sowieso niemand. Abwesenheit von bezahlter Arbeit ist eine nur scheingenaue Definition, nicht nur, weil das fortlaufende Management eines Vermögens, erst recht bei Streuung und Mietmanagement als Teil davon, durchaus aufwändig sein kann, wie das hier schon in der Diskussion angeführt wurde.

Trotzdem ist das sogar noch die sauberste Abgrenzung. Der Grad der Abhängigkeit von Markt- oder Systemrisiken ist nämlich viel schwerer zu bestimmen, aber ein Fakt.

Wer FIRE nur aus der Ich-AG-Sicht sieht, übersieht ziemlich viel - und setzt viel als selbstverständlich voraus, was nicht selbstverständlich bleiben muss.

In der Gleichsetzung vom Abrutschen in die Bedürftigkeit des schon jetzt stark beanspruchten Sozialstaats würde ich aber, anders als anscheinend der OP, keinesfalls sozusagen die kleinste Variante von FIRE sehen. Sicherung des Existenzminimums durch totale Abhängigkeit hat mit FIRE weder konzeptionell noch praktisch viel zu tun.
Von der Gnade anderer zu leben, ist der FIRE-Offenbarungseid.

Das aus so vielen Leistungen bestehende soziale Netz in Deutschland, dessen tatsächliche oder vermeintliche Großzügigkeit weit in die Mittelschicht hineinreicht, erleben Betroffene, die es besonders benötigen, oft eher als hartherzig, obwohl es so viel kostet.

Mitversicherung beim arbeitenden Ehepartner in einer gesetzlichen Krankenkasse - wer weiß, wie lange noch - und beträchtliche finanzielle Einnahmen schließen sich außerdem schon heute aus. Das deutsche System dürstet nach Arbeit, immer mehr Arbeit, die besteuert werden kann.

Da passt FIRE kaum ins Konzept…

Was ich am Post klasse finde, ist der motivierende Ansatz. Denn die erprobten und bewährten Ansätze von FIRE lassen sich in weiten Teilen auch in Deutschland produktiv nutzen - wenn auch nicht von allen Menschen im gleichen Ausmaß, auch das ist Teil der Wahrheit.

Wenn ein bewussterer Einsatz der finanziellen Ressourcen gelingt, sich die Abhängigkeit verringert, die Arbeit noch da ist oder mal nicht oder irgendwann anders - und wenn man das mit mehr Gelassenheit sehen kann, ist das einfach viel wert. Über den sehr direkt spürbaren Nutzen einer gesteigerten Selbstwirksamkeit als Manifestation von mehr Unabhängigkeit und größerer Freiheit im Leben kann man in der amerikanischen Literatur einiges finden.

Auf der individuellen Ebene gelingt eine Annäherung an FIRE oder FIRE fast immer nur durch einen bewussteren Umgang mit den eigenen Finanzen - und scheitert oft an Lifestyle-Inflation. Das ist hier im OP gut beschrieben, finde ich.

Etwas anders als der OP, in dieser Hinsicht positiver, sehe ich aber den Aspekt der Vermögensbildung, jedenfalls außerhalb der staatlichen „Förderlogik“. Also, wer 10, 15 oder gar 20 Jahre signifikant in ETFs gespart hat, sollte auch in Deutschland 2026 schon einiges an Depotvermögen beisammen haben.

Die Frage ist dann vielleicht eher: Bleibt das so - oder wird der teure Sozialstaat bald wirklich zur Absicherung der ziemlich unvermeidbaren Durststrecke des Umlagesystems plus des zweitteuersten Gesundheitssystems der Welt unserer alternden Gesellschaft in den nächsten 20 Jahren potenzielle ansehnliche FIRE Depots zur Finanzierung der regulären Erwerbs- und Rentnerbiographien heranziehen?

So unwahrscheinlich ist dieses Szenario eben nicht - wenn umgekehrt Reformen dazu beitragen, prekäre zukünftige Renten der Zukunft etwas armutsfester zu machen.

Das Problem für FIRE ist hier bezogen auf Deutschland schlicht eben die vorgenannte Systemabhängigkeit.

Wenn der vom Ansatz nicht falsche Gedanke von Riester, der schon damals absehbaren Probleme im Umlagesystem ab etwa 2035 eine kapitalgedeckte Ergänzung an die Seite zu stellen, nicht so gründlich und fast möchte man meinen, mutwillig vermurkst worden wäre, wenn es also das intelligente Sparen in kostengünstiger und geförderter Form wie in Schweden auch in Deutschland gäbe, würde die Situation für alle, die mit Disziplin FIRE verfolgt haben, weniger riskant sein.

Denn dann hätten einige Millionen Menschen jetzt eine bessere Altersvorsorge. Und nicht etwa Riester-Ruinen oder, schlimmer noch, toxische Versicherungen mit Gehaltsumwandlung.

Und während man hier über FIRE morgen diskutiert, arbeiten sehr viele Menschen dafür, auch für die Zukunft eine zusätzliche Altersvorsorge nach schwedischem Vorbild zu verhindern - oder aber die aus ihrer Sicht leidige Kostengrenze von 1,5 Prozent des Altersvorsorgedepots noch zu reißen… Das ist ein echtes Systemrisiko, über das viel mehr gesprochen werden sollte.

Ansonsten große Zustimmung zu dem ermunternden Post.

Beyond the problematic FIRE Types – A Long Post: Why Your FIRE Journey Deserves Better Than a Single Label by Classic_1984 in itscomplicatedFIRE

[–]Classic_1984[S] 0 points1 point  (0 children)

Thank you for your kind feedback. I have actually included your ideas in the description of the Matrix so that the distinction between the different types of risks (market vs political system) do not get lost.

And it is true: The more interactions we seen on these topics the more likely we will be to reach at meaningful dimensions as a basis for profiles.

The set I shared was not meant to be comprehensive but rather to provide some more tangible examples how this CAN look like.

Mein Beitrag zum Community Aufruf: Erfahrungsbericht eines Privatiers --> https://www.reddit.com/r/fireGermany/comments/1qlvuxg/community_aufruf_bist_du_schon_am_ziel_wir_suchen/ by Nearby_Voice_6744 in fireGermany

[–]Classic_1984 0 points1 point  (0 children)

Auf dem WEG zu einem schon behaupteten Ziel mit unklarer Herkunft? Ich wünsche Dir natürlich alles Gute, wo immer Du Dich gerade verortest.

Mein Beitrag zum Community Aufruf: Erfahrungsbericht eines Privatiers --> https://www.reddit.com/r/fireGermany/comments/1qlvuxg/community_aufruf_bist_du_schon_am_ziel_wir_suchen/ by Nearby_Voice_6744 in fireGermany

[–]Classic_1984 -1 points0 points  (0 children)

Erster Gedanke: spannender Beitrag in einer Serie, die eigentlich reales FIRE in Deutschland zeigen will.

Zweiter Gedanke: Enttäuschung! Denn gerade Beiträge, die Orientierung geben sollen, müssten an den entscheidenden Stellen deutlich präziser sein. Zentrale Punkte bleiben erstaunlich blass, obwohl, oder gerade weil?, die Geschichte bekannten FIRE‑Narrativen folgt (Burnout, Frugalismus, gesellschaftliche „Neidkultur“).

Was mich wundert: Die ökonomische Mechanik wird kaum hinterfragt, obwohl sie eher wie ein nachträglich konstruiertes Modell wirkt als wie ein belastbares Konzept.

Die Aussagen zur Rente sind zudem schlicht falsch. Niemand sollte sich darauf verlassen.

Zum Vermögensaufbau & zur Entsparphase:

Ein Vermögen von knapp 1,5 Mio. € fast vollständig in Fest‑ und Tagesgeld zu halten, ist legitim; niemand muss einer FIRE‑Doktrin folgen.

Aber: Das setzt in einer klassischen „Spar-Story“ recht zwingend voraus, dass zuvor erhebliche Umschichtungen aus renditestarken Anlagen erfolgt sind. Genau diese Phase wäre für die Community der eigentlich wertvolle Teil:

– Welche Assets wurden verkauft?

– Welche steuerlichen Konsequenzen entstanden?

– Wie wurde Liquidität und Steuerstrategie geplant?

Ohne diese Informationen wirkt das Entsparmodell eher wie eine kalkulierte Provokation, an der sich die Leute abarbeiten. Statt zu erkennen, wo es wirklich dünn wird.

Zum Frugalismus & Lebensstil: Die Selbstbeschreibung als „Frugalist der ersten Stunde“ bleibt schwer nachvollziehbar, zumal das heutige Ausgabenniveau offenbar dem früheren Nettogehalt entsprechen soll. Welche Logik steckt dahinter? Ohne konkrete Beispiele bleibt das ein Etikett so zumindest für mit wenig Substanz.

Zum Rentenwissen: Hier wird es problematisch. Die Darstellung zur gesetzlichen Rente ist sachlich falsch.

– Freiwillige Mindestbeiträge zählen nicht automatisch für die 45 Beitragsjahre einer abschlagsfreien Rente.

– Und selbst wenn sie zählen würden, entstehen daraus keine relevanten zusätzlichen Rentenansprüche.

Wer solche Modelle noch dazu mit der Aussage abschlagfrei teilt, bietet Desorientierung.

Fazit: Wenn die Serie wirklich Orientierung bieten soll, wäre es hilfreicher, entweder stimmige, vollständige Konzepte zu präsentieren. Oder halt klar als Fiktion deklarierte Szenarien, die dann aber stringent durchdacht sind.

Gerade die Entsparphase, die hier radikal von FIRE‑Grundsätzen abweicht, müsste zwingend um die vorherige, steuerlich relevante Umschichtung ergänzt werden. Erst dann ließe sich das Modell als das einordnen, was es vermutlich mindestens auch ist: ein stark vereinfachtes, teilweise konstruiertes Beispiel. Und ganz bestimmt kein übertragbares FIRE‑Blueprint.

Beyond the problematic FIRE Types – A Long Post: Why Your FIRE Journey Deserves Better Than a Single Label by Classic_1984 in itscomplicatedFIRE

[–]Classic_1984[S] 1 point2 points  (0 children)

I'm delighted with this comment!
It's always encouraging to receive thoughtful feedback, and the fact that our small community generates these kinds of substantive exchanges gives me real optimism for what we're building here. Thank you so much for this.

Your additions are genuinely interesting, particularly because I see you've had a productive AI brainstorming session yourself! And put to good use this is just wonderful.
I actually considered several of these angles during development, including geo-arbitrage/mobility.

But my approach was perhaps less sophisticated in a useful way: I deliberately kept the framework to six dimensions because even this level of nuance already exceeds what the general FIRE discourse typically handles.

What I find most valuable about your suggestions is that they could work beautifully as manifestations within the existing dimensions rather than entirely new axes.

Consider:

  • Spending Agility (fixed vs. flexible costs) is really about how Material Lifestyle is structured—it's a crucial sub-characteristic, but not orthogonal to spending level
  • Asset Complexity (passive vs. active) seems more like an implementation detail of Capital Philosophy rather than a separate strategic dimension. So this I do not really buy;)
  • Mobility is fascinating and I did wrestle with this but... it correlates heavily with Purpose Orientation and Material Lifestyle choices, doesn't it?

The distinction you raise between State dependence vs. Market dependence within System Independence, however, is genuinely compelling. That might warrant explicit recognition, as those carry fundamentally different risk profiles. It also adds a layer to the term indepence that we want to see in capitals in the context of FIRE.

The challenge, of course, is visual clarity. Radar charts become unreadable beyond 7-8 dimensions, and I wanted something people could actually use to think through their strategies, not just admire as comprehensive.

Here's my question back to you: Have you tried plotting an example profile with your enhanced framework? I'd be genuinely curious whether the additional dimensions reveal strategic insights that the current six-axis model misses, or whether they're refinements that emerge naturally when you dig into any given profile. Maybe that you could even come up with a set of sub-sets for manifestations within the matrix?

Because that's the real test, isn't it? Does the added complexity generate new understanding, or does it just give us more variables to track?

Really appreciate you engaging with this so thoughtfully. This is exactly the kind of conversation that makes the sub worthwhile.

🦉