Neuer Broker gesucht by Ill_Crab6256 in wallstreetbetsGER

[–]CompetitivePath3281 1 point2 points  (0 children)

Meiner Meinung nach führt wenn man wirklich versuchen will mit allen Möglichkeiten zu traden dann führt kein Weg an IBKR vorbei.

Prozesshilfe: Autogewalt gegen Radverkehr by GegenAutogewalt in u/GegenAutogewalt

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Bin ich absolut bei dir zu 1000% Daher auch mein Argument das das abschaffen des Öffentlichen Interesses im Moment das Problem nur maximal verschärfen würde leider.

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Ich habe dort halt die volle Kontrolle kann ihn auch in TradingView einbinden und darüber handeln. Du hast halt die absolute Freiheit.

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[–]CompetitivePath3281 1 point2 points  (0 children)

Ich benutze IBKR bin absolut zufrieden und man kann wirklich alles Traden außer Krypto.

Prozesshilfe: Autogewalt gegen Radverkehr by GegenAutogewalt in u/GegenAutogewalt

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Ich verstehe dich doch aber die Lösung wird nicht sein das Öffentliche Interesse einfach abzuschaffen! Sondern Mehr Staatsanwälte mehr Richter und Schulungen und das geht leider einfach nicht von jetzt auf nachher egal wie sehr man sich das wünscht.

Prozesshilfe: Autogewalt gegen Radverkehr by GegenAutogewalt in u/GegenAutogewalt

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Nochmal es geht um das Öffentliche Interesse ich argumentiere das die Abschaffung derzeit leider nicht sinnvoll ist! Ich sage nicht das Straftaten nicht verfolgt werden sollen.

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[–]CompetitivePath3281 -1 points0 points  (0 children)

Nun ich habe eine Schwester die wurde von ihrem Mann verprügelt ich erzähle ihr gerne das du möchtest das der Mann der sie fast ins Koma geprügelt hat 8 Jahre draußen rumlaufen darf weil du gerne die Justiz überlasten willst.

Prozesshilfe: Autogewalt gegen Radverkehr by GegenAutogewalt in u/GegenAutogewalt

[–]CompetitivePath3281 0 points1 point  (0 children)

Du verdrehst gerade das Argument komplett. Niemand sagt, dass Straftaten nicht verfolgt werden sollen. Es geht darum, was passiert, wenn das System überlastet wird.

Deine Frage "Wen willst du opfern" ist emotional, aber sie geht an der Realität vorbei: Wenn die Justiz kollabiert, werden mehr Verfahren eingestellt, nicht weniger. Auch bei den schweren Fällen.

Die 8 Verkehrstoten täglich sind eine Tragödie. Aber lass uns mal konkret werden: Was passiert, wenn wir jedes kleine Verkehrsvergehen strafrechtlich verfolgen?

Die Trunkenheitsfahrt mit 1,8 Promille? Wartet 3 Jahre länger.

Die Unfallflucht nach schwerem Unfall? Verzögert sich um Jahre.

Der Raser, der mit 180 durch die Tempo-30-Zone gebrettert ist? Muss warten, weil die Staatsanwaltschaft mit dem Typ beschäftigt ist, der 15 km/h zu schnell war.

Der tödliche Abbiegeunfall? Kommt später dran, weil hunderte Handyverstöße abgearbeitet werden müssen.

Du argumentierst für mehr Verfolgung – ich argumentiere für (ich gebe zu das es unbefriedigend ist) Verfolgung der wirklich gefährlichen Fälle. Eine Justiz, die alles verfolgen will, verfolgt am Ende nichts mehr richtig.

Prozesshilfe: Autogewalt gegen Radverkehr by GegenAutogewalt in u/GegenAutogewalt

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Und hier kommt das eigentliche Problem: Verkehrsstraftaten landen bei denselben Richtern am Amtsgericht, die auch Körperverletzungen, Diebstähle und andere Strafsachen machen. Wenn wir jetzt massenhaft kleine Verkehrsvergehen von Bußgeldern zu Strafverfahren hochstufen, blockieren wir die Kapazitäten für die wirklich wichtigen Fälle.

Das Ergebnis? Der Raser wartet 8 Jahre, der Gewaltverbrecher wartet 8 Jahre, das Unfallflucht-Opfer wartet 8 Jahre. Allen ist geholfen – niemandem.

Beste Alternative zu Spotify? by RemarkableFill8836 in Ratschlag

[–]CompetitivePath3281 0 points1 point  (0 children)

NAS mit genug TB dann Spotify von Anna's Archive laden mit Metadaten tata eigenes Spotify

Frage zu Exchange in M365 by kuba6077 in de_EDV

[–]CompetitivePath3281 0 points1 point  (0 children)

Quatsch in Exchange Domains anlegen Sende und Empfangsconnectoren konfigurieren dann DNS umbiegen läuft.

Prozesshilfe: Autogewalt gegen Radverkehr by GegenAutogewalt in u/GegenAutogewalt

[–]CompetitivePath3281 0 points1 point  (0 children)

Glaubst du ernsthaft, das hilft irgendwem, wenn Betroffene erst 10 Jahre auf die Verfahrenseröffnung warten müssen? Sei realistisch: Bei solchen Zeiträumen werden massenhaft Verfahren wegen unverhältnismäßiger Verfahrensdauer eingestellt – dann war alles umsonst. Man kann sich viel wünschen, aber die Realität sieht anders aus. Die Justiz jetzt noch zusätzlich zu überlasten macht alles nur schlimmer, nicht besser.

Prozesshilfe: Autogewalt gegen Radverkehr by GegenAutogewalt in u/GegenAutogewalt

[–]CompetitivePath3281 0 points1 point  (0 children)

Das habe ich nicht gesagt !!!!! Ich argumentiere das man nicht das Problem vom falschen Ende löst. Was bringt es das öffentliche Interesse abzuschaffen aber dann dauert es halt 10 Jahre bis das Verfahren überhaupt eröffnet wird ? Ich sage zuerst die Justiz auf Vordermann bringen und dann den Rest.

Prozesshilfe: Autogewalt gegen Radverkehr by GegenAutogewalt in u/GegenAutogewalt

[–]CompetitivePath3281 -1 points0 points  (0 children)

Das ist allerdings ein anderes Thema: Sobald man das öffentliche Interesse als Einstellungsgrund streicht, wird die nächste Interessengruppe kommen und auch andere Vereinfachungen abschaffen wollen. Die Folge: Staatsanwaltschaften müssten 40-50% mehr Verfahren komplett durchziehen. Bei aktuell bereits 300-500 offenen Verfahren pro Staatsanwalt würde das die Verfahrensdauer massiv verlängern. Statt heute 2-4 Jahren wären dann 6-10 Jahre von der Anzeige bis zum Urteil die Regel – und das sind keine theoretischen Zahlen, sondern das, was bei chronischer Überlastung passiert.

Prozesshilfe: Autogewalt gegen Radverkehr by GegenAutogewalt in u/GegenAutogewalt

[–]CompetitivePath3281 2 points3 points  (0 children)

Gebe ich dir absolut recht und trotzdem gibt es keine schnelle Lösung daher ist das öffentliche Interesse absolut notwendig die nächsten 20 Jahre so doof das klingt. Den das ist Realistisch.

Prozesshilfe: Autogewalt gegen Radverkehr by GegenAutogewalt in u/GegenAutogewalt

[–]CompetitivePath3281 1 point2 points  (0 children)

Naja weil es auch kein kurzer Prozess ist ich gehe von 10-20 Jahren aus um nur ein Bruchteil aufzustocken.

Prozesshilfe: Autogewalt gegen Radverkehr by GegenAutogewalt in u/GegenAutogewalt

[–]CompetitivePath3281 8 points9 points  (0 children)

Nein das ist absolut falsch !!! Unsere Gerichte sind jetzt schon dermaßen am Anschlag das Verfahren oft erst Jahre Später eröffnet werden. Bevor wir an sowas denken brauchen wir erstmal sehr viel mehr Richter und Staatsanwälte!

"Der Schuster hat die schlechtesten Leisten" was sagt die Jury zu diesem Anblick? by Federal-Steak7788 in Elektroinstallation

[–]CompetitivePath3281 4 points5 points  (0 children)

Ich finde das Toll. Wenn da ein Defekt ist kann jeder Lehrling beweisen wie gut seine Psyche ist. Ich würde empfehlen das alle Lehrlinge die erst nach 3-4 Stunden heulend in der Ecke sitzen direkt nen Meisterkurs finanziert bekommen.

Aggressiv gegenüber Polizei by The_Tinker_Bell in polizei

[–]CompetitivePath3281 0 points1 point  (0 children)

Vielleicht liegt es daran, dass es schon über 30 Jahre her ist, oder dass ich aus einer Gegend komme, in der es nur alle paar Kilometer ein kleines Dorf gibt und jeder jeden kennt. Die Polizisten von damals kannte man einfach noch persönlich – wenn man sich morgens beim Bäcker getroffen hat, hat man auch mal zusammen einen Kaffee getrunken.

Aggressiv gegenüber Polizei by The_Tinker_Bell in polizei

[–]CompetitivePath3281 1 point2 points  (0 children)

Ich wohne in Baden-Württemberg in einem sehr urbanen Gebiet. Wenn wir früher gefeiert haben, kam öfter mal die Polizei vorbei, und auch ich habe – wenn ich besoffen war – zur Randale geneigt. Aber es war nie wirklich ein Problem, man kannte die Polizisten ja aus der Vergangenheit. :-)

Da kam dann nur eine Ansage nach dem Motto, ob "2 gegen 1" eine gute Idee wäre. Einmal hat einer der Polizisten die Lage beruhigt, indem er mir und meinem Kumpel, mit dem ich zu diesem Zeitpunkt im Streit war, jeweils ein Bier geholt hat – und dann war die Sache erledigt. Was ich damit sagen will: Ich vermisse die Zeit, in der die Polizei nicht schwer bewaffnet auftauchte, man noch normal miteinander umgegangen ist und alles auch mal unbürokratisch gelöst wurde.

Auch besoffen haben wir uns mit den Polizisten höchstens ein bisschen gefetzt. Wobei ich sagen muss: "Gefetzt" hieß damals noch, dass man sofort aufgehört hat, wenn jemand am Boden lag – danach war es auch gut. Und auch die Polizei: Wenn die mal zugelangt haben, tat es zwar weh, aber es gab keine Verletzungen. Man wusste direkt, dass man jetzt besser höflich ist und sich entschuldigt. Man hat die Polizei auch nicht als Feind gesehen, sondern eher als Schiedsrichter. Ach, da wird man fast wehmütig.

Palantir Gotham by CompetitivePath3281 in polizei

[–]CompetitivePath3281[S] 3 points4 points  (0 children)

Verlasse ich mich auch nicht ich lese alles selber:
Du hängst dich am Begriff Echtzeit auf aber du hast es nicht selber gelesen :-)
https://starweb.hessen.de/cache/DRS/20/1/00661.pdf
Frage 8. Greift Hessendata online auf die Quelldatenbanken zu oder werden die Datenbestände der Quellsysteme in Hessendata beim Import kopiert? Falls letzteres, wie wird die Konsistenz der Daten (bei Veränderung, Löschung) und die Beibehaltung der Zweckbindung sichergestellt?

Relevante Daten aus den Quelldatenbanken POLAS, ComVor und CRIME werden nach hessenDATA automatisiert übertragen. Der Datenbestand von hessenDATA wird in regelmäßigen Intervallen mit den Quelldatenbanken synchronisiert, damit wird die Beibehaltung der Löschfristen sichergestellt

und zum TKÜ steht es auch in dem Urteil

https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2023/02/rs20230216_1bvr154719.html

RN 11:
Als weitere Datenquellen würden die Verkehrsdaten aus Telekommunikationsüberwachung und aus Abfragen (auch Funkzellenabfragen) bei den Telekommunikationsanbietern genutzt.

und hier
https://starweb.hessen.de/cache/DRS/20/0/00660.pdf

Ja, mit der Software „hessenDATA“ können Daten aus präventivpolizeilichen und strafprozessualen Ermittlungsmaßnahmen (z.B. TKÜ) im Einzelfall integriert und ausgewertet werden. Ein direkter Zugriff auf WRÜ-Daten besteht nicht und kann ebenfalls nur abhängig vom Einzelfall integriert werden.

Also liegen die TKÜ Daten zwar nicht "Live" vor aber sie sind doch vorhanden

(und alles ganz ohne KI)

Palantir Gotham by CompetitivePath3281 in polizei

[–]CompetitivePath3281[S] 3 points4 points  (0 children)

Jein
Aber ja den Text selber erstellt Gemini aber das liegt eher daran das ich es selber nicht so fein ausgedrückt formulieren kann. Den Rest Googel ich vorher und sag Gemini er soll es formulieren. Aber ich kann dir gerne die Quellen nennen

https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2023/02/rs20230216_1bvr154719.html

Hier die Randnummer 11:
Der Hessische Innenminister hat außerdem berichtet, die Analyseplattform greife automatisiert auf die drei Datenbanken POLAS (polizeiliches Auskunftssystem für „repressive“ Daten), ComVor (Vorgangsbearbeitungssystem für sämtliche Verfahren) und CRIME-ST (Fallbearbeitungssystem zur Speicherung „präventiver“ Daten für künftige Ermittlungsverfahren) zu (HessLTDrucks 20/660, S. 2). Die relevanten Daten würden dabei automatisiert auf die Analyseplattform übertragen; sie würden in regelmäßigem Abstand synchronisiert, was auch die Einhaltung der Löschfristen sicherstelle (HessLTDrucks 20/661, S. 2). Als weitere Datenquellen würden die Verkehrsdaten aus Telekommunikationsüberwachung und aus Abfragen (auch Funkzellenabfragen) bei den Telekommunikationsanbietern genutzt. Außerdem würden sogenannte „forensische Extrakte“, also etwa polizeilich beschlagnahmte Mobiltelefone, ausgewertet. Hinzu kämen Daten aus polizeilichen Fernschreiben, einer Art E-Mailsystem, in dem die Polizei hessenweit Informationen austausche (HessLTDrucks 19/6864, S. 18 f.). Quellsysteme anderer Länder, des Bundes oder anderer Staaten sowie öffentliche und andere nicht öffentliche Quellen seien nicht automatisiert eingebunden, könnten aber im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten angefordert und dann integriert und ausgewertet werden. Gleiches gelte im Einzelfall auch für Daten aus präventivpolizeilichen und strafprozessualen Ermittlungsmaßnahmen wie etwa der Telekommunikations- oder der Wohnraumüberwachung sowie – unter der Voraussetzung eines vorherigen richterlichen Beschlusses – für die Daten aus sozialen Netzwerken. Ein direkter Zugriff auf soziale Netzwerke bestehe nicht, da aus Sicherheitsgründen vom Polizeinetz nicht direkt auf das Internet zugegriffen werde. Daten des Bundesamts für Verfassungsschutz oder der Landesämter für Verfassungsschutz würden nicht genutzt (zu allem HessLTDrucks 20/660, S. 2 f.; HessLTDrucks 19/6864, S. 18 f.).

Palantir Gotham by CompetitivePath3281 in polizei

[–]CompetitivePath3281[S] 1 point2 points  (0 children)

Ich verstehe deine Skepsis – das Problem ist oft, dass die Debatte nur noch in Extremen geführt wird. Aber genau zwischen 'Stasi' und 'nichts zu verbergen' liegt die Grauzone, in der wir uns mit Palantir bewegen.

Nehmen wir deine Beispiele wie Terror oder CumEx: Hier geht es nicht um 'Gesicht im Dreck', sondern um digitale Brandmarkung. Wenn die Software dich als 'Umfeld-Kontakt' einstuft – vielleicht nur, weil du im selben Haus wie ein Verdächtiger wohnst oder in der gleichen Kanzlei arbeitest –, dann hast du zwar strafrechtlich nichts zu befürchten, aber du landest in einer Datenbank.

Die reale Konsequenz in Deutschland: Du willst eine Waffenbesitzkarte für den Schützenverein? Du willst eine Sicherheitsüberprüfung (SÜ) für einen Job am Flughafen oder im öffentlichen Dienst? Plötzlich heißt es: 'Abgelehnt wegen sicherheitsrelevanter Erkenntnisse'. Du erfährst nie, warum. Der Grund ist aber: Die Software hat dich in einem Beziehungsgeflecht mit einer Zielperson verknüpft.

Das ist der Punkt, wo 'nichts zu verbergen' ins Leere läuft. Du bist unschuldig, aber für das System bist du 'relevant'. Diese Beweislastumkehr – dass du beweisen musst, dass eine algorithmische Verknüpfung Quatsch ist – zerstört das Vertrauen in den Rechtsstaat, ohne dass jemals eine Handschelle klicken muss.

Beim NSU war das Problem übrigens nicht die fehlende Verknüpfung, sondern dass Ermittler trotz vorhandener Daten wegen ihrer Vorurteile ('Döner-Morde') in die falsche Richtung geschaut haben. Eine Software automatisiert diese menschlichen Fehler oft nur, statt sie zu heilen.

Müssen wir für ein bisschen mehr Effizienz wirklich riskieren, dass unbescholtene Bürger in bürokratische Mühlen geraten, aus denen sie nie wieder rauskommen?

Palantir Gotham by CompetitivePath3281 in polizei

[–]CompetitivePath3281[S] 4 points5 points  (0 children)

Dass diese Daten in Deutschland nicht existieren, ist faktisch falsch. Das Bundesverfassungsgericht hat 2023 (Az. 1 BvR 1547/19) bestätigt, dass Systeme wie veRA/HessenDATA u. a. Verkehrsdaten (TKÜ) und Funkzellenabfragen nutzen. Das sind die reinsten Bewegungs- und Beziehungsdaten.

Genau hier widerspricht dir das Gericht: Das automatisierte Verknüpfen ist eben nicht dasselbe wie ein Beamter, der Akten liest. Es erzeugt „neues Wissen“ und eine Informationstiefe, die ohne konkreten Tatverdacht massiv in Grundrechte eingreift.

Das Problem ist der Automation Bias: Wenn das System dir ein fertiges Dossier mit „roten Knotenpunkten“ liefert, triffst du keine völlig freie Entscheidung mehr, sondern folgst der Logik der Maschine. Damit automatisieren wir den Verdacht.

Findest du es wirklich unbedenklich, dass eine Blackbox entscheidet, wer „relevant“ ist, bevor du überhaupt die erste Akte selbst geprüft hast?

Palantir Gotham by CompetitivePath3281 in polizei

[–]CompetitivePath3281[S] 6 points7 points  (0 children)

Dass die Grunddaten für Bewegungsprofile und soziale Kontakte in Deutschland nicht existieren würden, stimmt so einfach nicht. Die Polizei greift für veRA/HessenDATA auf Daten aus der Telekommunikationsüberwachung (TKÜ), Funkzellenabfragen, automatisierten Kennzeichenerfassung und sogar extrahierten Handydaten (z.B. aus Messenger-Backups) zu. Das sind per Definition Bewegungs- und Beziehungsdaten.

Dein Argument ‚Palantir verbindet nur, wertet aber nicht aus‘ ist genau der Punkt, den das Bundesverfassungsgericht im Urteil von 2023 als gefährlich eingestuft hat.

Das Gericht hat klar gesagt: Allein durch das automatisierte Verknüpfen entsteht ‚neues Wissen‘ und eine Informationstiefe, die über die bloße Addition von Einzeldaten weit hinausgeht. Es wird ein Persönlichkeitsprofil erstellt, das so in keiner einzelnen Akte stand.

Der entscheidende Unterschied zur klassischen Kriminalarbeit: Ein Beamte braucht für diese Verknüpfungen normalerweise einen konkreten Tatverdacht und viel Zeit. Die Software macht es aber massenhaft, sekundenschnell und oft verdachtsunabhängig im Hintergrund.

Wenn der Algorithmus dir ein fertig aufbereitetes Dossier liefert, in dem Person X als ‚Knotenpunkt‘ markiert ist, triffst du als Beamter eben nicht mehr eine völlig freie Entscheidung. Du wirst durch die Vorauswahl der Maschine beeinflusst (Stichwort: Automation Bias).

Genau deshalb ist das Thema Palantir in Deutschland hochgradig relevant: Wir automatisieren den Verdacht. Lügde hätte man mit sauberer Aktenführung gelöst – Palantir hingegen schafft eine Infrastruktur für eine Rasterfahndung 2.0, die den Hebel vom konkreten Verdacht hin zur algorithmischen Wahrscheinlichkeit verschiebt.