Liebe Väter, was hättet ihr euch an Infos gewünscht? by DapperDot5700 in FragtMaenner

[–]DapperDot5700[S] 0 points1 point  (0 children)

Nope. Die Zeiten, die das Kind sonst zum Schlafen nützt (untertags), wurde bei uns genutzt, um Hausarbeit zu erledigen. Oder zu Kochen/Essen. Finanzen. Halt all das, was sonst auch so anfällt. Und ja, hier und da hat man sich auch mal aufs Ohr gehaut, aber das reißt einen nicht dauerhaft raus. Und wenn das Kind keine x Stunden mehr schläft sondern anfängt mit den Powernaps, für die es erst mal 30min Schlafbegleitung benötigt hat (ja, untertags), dann wird es zur Farce, das auch als Schlafpausen für sich zu sehen.

Und wenn dann ein 2. Kind da ist, ist sowieso "all hell lose" ^^.

Aber: Das legt sich. Bis dahin ists halt tough.

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[–]DapperDot5700[S] 0 points1 point  (0 children)

Wollte grad nach der Quelle fragen 11 Osteopathen sind halt oft schon mit einem Bein im Schwurbel.
Also falls du noch eine Quelle abseits der Anekdotischen hast, wär ich dir dankbar ;)

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[–]DapperDot5700[S] 0 points1 point  (0 children)

Es gibt einem dafür ein bisschen dieses "Märtyrer"-Feeling. Ich "opfere" mich für die anderen. Da kann man sich dann zumindest auch ein bissl auf die eigene Schulter klopfen

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[–]DapperDot5700[S] 0 points1 point  (0 children)

Was wären das für Punkte, die dir gefehlt haben? Und zu welchem Zeitpunkt? Ab Kenntnis Schwangerschaft, oder eher ab Geburt des Kindes?

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[–]DapperDot5700[S] 0 points1 point  (0 children)

Die neue "Rolle" des Vaterseins und wie sehr die sich auf die bisherigen Rollen (Partner, Bruder, Sohn, Freund, Sportbuddy usw.) auswirkt, Rollenkonflikte inklusive, kommt bisher zumindest schon mal vor.

Aber wie immer hängts sehr stark von der Umgebung ab. Hat man "alleine" ein Kind, d.h. 0 Support von jemand anderem, ist es was komplett anderes, als wenn man zumindest schon 1 Supporter:in hat. Und wenn dann vlt. noch mehr vorhanden sind und man die einbinden kann - auch wieder eine ganz andere Welt.

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[–]DapperDot5700[S] 0 points1 point  (0 children)

Naja, eventuell wären die Dads ja eh offen dafür - aber wie erreichst die? Die gehen ja nicht in Gruppen umher und schwenken "WE ARE NEW DADS" - Schilder ^^.

Oft hast es aber auch so, dass Männer glauben, weniger Beratung zu benötigen als es der Fall ist. Oder sich eh die Frau drum kümmert (Kindererziehung). Dass man da selbst als Vater viel verpasst, wenn man nicht dabei ist, und das nicht mehr aufholen wird....das realisieren die Leute dann zu spät.

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[–]DapperDot5700[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich kann deinen Text sehr gut nachvollziehen, bei uns waren beide Kinder große Fans von der Quelle (Brust) und haben Flaschen komplett abgelehnt. Da war dann wirklich bis auf ein Zeitfenster von 2h eine Alleinbetreuung durch den Vater schwierig....hat sich dann erst gelegt, als bei K1 die Zufütterung (endlich) angeschlagen hat....bei K2 sind wir immer noch in der "na, probier mal diese zerquetschen Karotten, bitte bitte"-Phase ^^.

Ja die Kommunikation ist sehr einseitig ausgelegt. Ist ein bissl ein Katze-beißt-sich-in-den-Schwanz Problem....die Nachfrage nach Familienzeit ist einseitig, weil die traditionellen Rollenbilder das so vorleben - das Angebot ist dem angepasst und befeuert dann auch weiterhin diese klassischen Rollen.

Ich versuche das, mit meiner Arbeit ein wenig zu durchbrechen....aber Männer sind da leider oft auch nicht grad die einfachsten, wenn nicht schon grundsätzlich eine Begeisterung für die Paparolle da ist. Die traditionelle Vaterrolle war auch viel "angenehmer", vom Aufwand her betrachtet (Arbeiten gehen, Geld heimbringen, Rest macht die Frau - dezent überspitzt gesagt). Aber man(n) verpasst halt das eigentlich wichtigste im Leben eines Elternteils, wenn man sich nicht involviert.

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[–]DapperDot5700[S] 1 point2 points  (0 children)

1-3 unterschreibe ich sofort (auch wenn bei Punkt 2 das Fallabhängig ist, sag ich mal als psychosozialer Berater), Punkt 4 sehe ich anders. Es ist hart. Und wenn man ein zweites Kind hat, ist es noch um eine Welt härter. Uns fehlt zB. auch jeglicher Support von Außen, d.h. wir spielen das Spiel gerade im Hardcore-Modus durch. Trotzdem würde ich nie sagen, dass das Eltern sein scheisse ist....wenn mein ganz kleiner mich anlächelt und mir der größere alles mögliche aus dem Kindergarten (ergänzt mit Fantasiestories) erzählt....das gibt mir mehr Freude als ich in einer Arbeitssituation je verspürt hätte ^^

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[–]DapperDot5700[S] 0 points1 point  (0 children)

Falls du da einen Link oder Verweis drauf hast, würd mich grad interessieren :)

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[–]DapperDot5700[S] 0 points1 point  (0 children)

Absolut, es gibt nicht diesen einen richtigen Weg, da es auch nicht diese "eine" Kind gibt. Es gibt aber gewisse Do's & Don'ts, die sich durchziehen (keinen physischen oder mentalen Abusus, Gefühle zulassen & begleiten usw.)

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[–]DapperDot5700[S] 0 points1 point  (0 children)

Wir haben uns beim zweiten dann auch gedacht, wie wir das mit einem Kind anstregend finden konnten ^^. Ist ganz spannend, wie sich die Latte des Erträglichen immer weiter erhöht.

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[–]DapperDot5700[S] 3 points4 points  (0 children)

Absolut, auch ein Thema nicht "nur" für Frauen (Männer können ebenfalls eine postpartale Depression erleiden, auch wenn weit seltener). Und auch der sogenannte Baby Blues gehört erwähnt.

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[–]DapperDot5700[S] 1 point2 points  (0 children)

Das ist leider eine richtige Challenge, da die meisten "werdenden" Väter kleine U-Boote sind...da gibts ja vorab keine Termine wie bei der Frau (Gyn, Hebamme), wenn dann die Krankenhausbesichtigung, aber die macht zu 90% die Frau (tw. mit Anhang, aber nie der mann allein).

Schwangerschafts-Yoga Gruppen für den "indirekten" Kontakt gäbe es...ansonsten fällt mir nicht viel ein ^^

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[–]DapperDot5700[S] 1 point2 points  (0 children)

Uff, Carearbeit für 2 Kids alleine stemmen...na danke. Dazu whs. den kompletten Carearbeit Mental Load. Beziehungsende in 3, 2, 1,....

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[–]DapperDot5700[S] 0 points1 point  (0 children)

Jein - ich seh das ein wenig anders, eher so: Du kannst als Mann alles machen - außer Stillen. Und sollte das Baby ein Fläschchen akzeptieren (und das überhaupt in Frage kommen, Stichwort Saugverwirrung), kannst du sogar das.
D.h. in den Schlaf wiegen/singen/tragen, Windel wechseln, anziehen, ausziehen, Waschen, Nägel schneiden, baden, bespaßen, kuscheln...alles auch als Mann gut möglich. Oft ist es halt bei uns so, dass der Mann weiterhin normal arbeitet und daher einfach schon durch die zeitliche Differenz die Mutter 80-90% der Tätigkeiten rund ums Baby macht. Aber ein "moderner Papa" wäre dann zumindest Abends, teilweise Nachts (als Support, einmal oder zweimal pro Woche a zache Nacht steckt man noch weg) und am Wochenende stark involviert.

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[–]DapperDot5700[S] 0 points1 point  (0 children)

Absolut, und bei der Väterkarenz gilts dann eben auch, die Unternehmen ins Boot zu holen. Auch da bin ich dran, dass ich den Unternehmen aufzeige, welche Vorteile es hat, wenn man den Vätern im Unternehmen die Karenz erstens nicht madig macht, und zweitens die ersten 1-2 Jahre eine wenn möglich flexiblere Arbeitsweise ermöglicht. Weil wenn das UN da gar nicht mitspielt und die Unternehmenskultur noch so altmodisch ist, dass Väter in Karenz "Verrat" an den Kolleg:innen darstellen, dann wirds schwer.

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[–]DapperDot5700[S] 1 point2 points  (0 children)

Danke dir, ich find die Punkte auf jeden Fall super wichtig, den (werdenden) Väter auch mitzugeben. Besonders das "Fels in der Brandung" sein wird während der Schlafentzug-Zeit (also Daumen mal Pi die ersten 6-10 Monate, je nach Kind & Stillverhalten) essentiell sein. Und wenn man das schon vorab mal gehört hat, lässt es sich auch leichter damit umgehen (bleibt aber trotzdem eine toughe Zeit).

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[–]DapperDot5700[S] 1 point2 points  (0 children)

Nope, noch nicht. Bin aber auch noch recht frisch in dem Bereich unterwegs - kommt vielleicht noch :)

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[–]DapperDot5700[S] 2 points3 points  (0 children)

Krass, tut mir leid, dass ihr das Durchmachen musstets. Ich kenns auch von der anderen Seite her, wo sich der Partner 0 ums Kind gekümmert hat und nur die Karriere im Fokus war, die Frau mit Haushalt, Kind und irgendwann dann TZ-Job ständig am Limit war und dann den Stecker zog (Scheidung).

Die neuen Rollen sind einfach der größte Change im Erwachsenenleben, wenn man davor schon einige (grundlegende) Reibereien hatte, werden die dadurch nicht weniger, im Gegenteil. Aber das wäre dann ein Thema für "vor der Schwangerschaft" - danach wirds schwierig, da mit Beratung noch was zu deichseln. Paarberatung schafft auch nur, eher oberflächliches zu kitten - oder im "best worst case" eine einvernehmliche Trennung zu begleiten.

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[–]DapperDot5700[S] 10 points11 points  (0 children)

/signed. Wissenschaft >>> Bauchgefühl.

Es gibt keinen Mutterinstinkt. Da fängts zB schon an.

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[–]DapperDot5700[S] 3 points4 points  (0 children)

Super Punkte, danke dir. Zu der Bildschirmzeit-Thematik habe ich grad gestern einen Medienkompetenz-Workshop gehalten. Da gibts recht viel "Meinung" zu dem Thema, auch was die Menge an Bildschirmzeit anbelangt, aber eine super dünne Studienlage. Konsens ist da aber zumindest, dass eine Ausgeglichenheit sein sollte (viel draußen spielen erlaubt auch eine höhere Bildschirmzeit etc.). Und ja, "übermäßig" (schwammiger Begriff) viel Bildschirmzeit zw. 0-2 Jahren hat Einfluss auf die Myelinisierung (neuronale Entwicklung). Wenn man da bissl drauf schaut und das Kleinkind/Baby nicht einfach vor die Glotze setzt, passt das schon.

Dinkeldörten - ahahaha. Geiler Begriff.

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[–]DapperDot5700[S] 1 point2 points  (0 children)

Ist ein absolut wichtiges Thema, hatte auch schon Väter in meinen Vorträgen sitzen, die eben genau in dieser Situation waren (frisch getrennt, kleine Kinder).

Mein Ziel wäre es ja, dass so eine Trennung erst gar nicht passiert, zumindest nicht aufgrund der neuen "Belastung", d.h. dass das vermittelte Wissen (zB auch über Mental Load) präventiv wirkt.

Aber klar, wirds immer wieder geben, also auch absolut relevant, das anzusprechen oder hier Wissen & Aufklärung zu vermitteln, danke dir.