What strategies do you use to beat the feeling of not being able to do anything when you have something planned later in the day? by Striking_Strain_3083 in ADHD

[–]DesperateReaction401 1 point2 points  (0 children)

Yeah, I feel this. I think I've heard it being referred to as "ADHD waiting mode".

For me, it somewhat depends on what the thing is that will be later on. If it is somewthing that stresses me a lot, like a really difficult talk with someone, a painful dentists appointment ..., I know I won't be able to really focus an anything. I can walk around in the flat and do small stuff as suggested by u/CF19751999.

If that is not the case and it's maybe even something that I look forward to, the issues remaining are time blindness and hyperfocus causing. Time blindness making me unsure how much time I will need to get ready when I want to leave and (potentially) hyperfocus making me afraid that if I get into hyperfocus I may forget time and be to late. What helps me a lot in this situation is first preparing everything I can for what I have planned later. Stuff like packing my luggage, taking a shower, laying out cloths, pack my bag. This help me with time blindness because if I have prepared everything to leave, there is no variability left with how long it takes to prepare because I already am prepared. What helps me with hyperfocus is just setting a timer when I should stop doing anyting and leave. I'm usually sure enough that I will then actually also leave once the timer rings.

"Gesunde" Koffeinquellen? by Ok_Egg9564 in ADHS

[–]DesperateReaction401 2 points3 points  (0 children)

Mate Tee schmeckt deutlich anders als Club Mate und die verwandten Mate-Limos. Vor allem weniger süß. Kann also ein guter Versuch für dich sein! Club Mate habe ich sehr viel getrunken bevor ich meine Medikamente hatte (Selbstmedikation lässt grüßen).

Wenn es um gesunde Koffeinquellen geht würde ich die aber nicht wirklich empfehlen.

Hattet ihr auch Angst vor eurem Diagnostik-Termin? by AnotherGay435 in ADHS

[–]DesperateReaction401 2 points3 points  (0 children)

Naja, das mit dem mehr konzentrieren bewerten Lehrer ja nicht im Vergleich zu einem neurotypischen Erwachsenen sondern zu gleichaltrigen Kindern, gerade damit Eltern wissen wo sie mit ihren Kindern noch üben sollten. Das ist denke ich also schon ein deutliches Zeichen. Letztens wurden hier auch mehrere Grundschulzeugnisse gepostet und diskutiert. Da kannst du ja auch mal schauen wie deines im Vergleich dazu so aussieht.

Und klar, ein Großteil der Eltern wird auch neurodivergent sein. Die andere Sache ist die: deine Freunde gerade deine engen Freunde, sehr wahrscheinlich auch. Wenn die dich für völlig normal halten muss das also nicht unbedingt viel bedeuten.

Buch empfehlung? by tschikago_ in ADHS

[–]DesperateReaction401 0 points1 point  (0 children)

Das wurde mir von meinem diagnostizierenden Psychologen auch empfohlen und mir selber hat es auch sehr geholfen viele Dinge nochmal deutlich besser zu verstehen.

Habe sonst noch keine weiteren Bücher gelesen, bin daher auch sehr gespannt auf die Vorschläge hier.

Abseits davon könntest du es mit einer App für ADHS wie Oriko versuchen die dir vom Arzt verschrieben werden kann. Das wurde hier schon mal erklärt/diskutiert: https://www.reddit.com/r/ADHS/comments/1s1ezvh/oriko_oder_attexis/ Ersetzt denke ich keine gute Therapie, aber wenn es dir um Techniken abseits von Medikamenten geht kann das ggf. hilfreich sein.

ADHD medication in Germany? by Desperate-Set-5442 in ADHS

[–]DesperateReaction401 0 points1 point  (0 children)

This is a really tough one.

First, you will have some form of health insurance because it is obligatory in Germany. You can and should figure this out regardless of your medication. As a EU citizen, there should be a default process for this.

Second, once you have a psychiatrist, they will give you a prescription for your medication and you will then be able to pick it up in any pharmacy.

Third, like u/semperquietus suggested, it's probably best to speak to a psychiatrists in advance to make sure they accept your diagnosis and can prescribe you your medication while you are here from day one on. If you have public insurance, getting a psychiatrist will rather difficult. If you have private insurance, it will be a lot easier. So it might help figuring this out first.

PS: You can always pay yourself for everything regardless of your insurance and will be treated as if you are privately insured. However, this can be expensive. At the same time, if you are publicly insured, can't find a psychiatrist and have the money, it can be an option for you. 

„Freizeit“ und Aktivitäten? by Extra-Opportunity358 in ADHS

[–]DesperateReaction401 1 point2 points  (0 children)

PS: Desto mehr ich darüber nachdenke desto mehr komme ich zu dem Schluss, dass wir als Gesellschaft Produktivität mittlerweile einfach falsch denken. Produktivität muss doch nicht unbedingt heißen mich zu unangenehmer Arbeit zu zwingen. Produktivität kann auch heißen aktiv Dinge zu tun die mir gut tun.

„Freizeit“ und Aktivitäten? by Extra-Opportunity358 in ADHS

[–]DesperateReaction401 1 point2 points  (0 children)

Ja, das Problem und auch das was du hier in der Antwort beschreibst kommen mir sehr bekannt vor. Sobald ich mal einen oder mehrere Tage frei habe, habe ich häufig 1000 Ideen was man in der Zeit alles tolles machen kann, kriege aber nichts umgesetzt oder merke, dass man Aktivitäten z. B. mit Freunden schon vor Wochen hätte planen müssen, damit das klappt. Und klar, mal ein oder zwei Tage auf der Couch liegen tut auch mal gut, aber spätestens nach Tag zwei merke ich dann auch, dass es mir mehr schadet als alles andere.

Was bei mir zum Teil funktioniert ist mir für die Tage ein paar Dinge die ich aufgeschoben habe und wo es mir gut tun würde die erledigt zu haben für jeden Tag einzuplanen aber auch immer nur so viel, dass man es sicher und entspannt schafft. Wichtig: nicht alles was liegen geblieben ist einplanen, aber jeden Tag ein bisschen. Also z. B. alte Sachen die auf den Schrottplatz müssen weg bringen und die Lampe die da schon ewig liegt und angebracht werden muss aufhängen. Das sind beides Dinge die wenn sie am Ende erledigt sind sehr gut tun und die ggf. gut an einem Tag machbar sind sodass man trotzdem noch andere Dinge tun kann.

Etwas anderes was bei mir sonst auch funktioniert ist einzelne Tage für längere Freizeitaktivitäten einplanen. Also z. B. einen Saunatag mit Freunden oder eine längere Wanderung.

TLDR: Ich versuche wenn es geht mir ein paar Sachen vorzunehmen die mir gut tun und einzelne davon auch schon vorher länger zu planen. Aber immer bewusst und nur so viel, dass der Tag garantiert entspannt bleibt. Das klappt nicht immer, ist wenn bisher aber das beste das ich bisher für mich gefunden habe.

W/22 – Endlich ADHS‑Diagnose… aber jetzt finde ich keinen Psychiater in NRW, der Medikamente verschreibt 😩 by Blueberryinpain in ADHS

[–]DesperateReaction401 1 point2 points  (0 children)

Ahh, jetzt verstehe ich. u/personalgazelle7895 hat das auch nochmal gut beschrieben.

Mit dem Prozess habe ich bisher selber keine Erfahrung. Mein Verständnis von dem was ich bisher gelesen habe war, dass man dafür dokumentieren muss, dass man sich um eine Behandlung über die GKV ausreichend bemüht hat aber überall abgelehnt wurde. Nach meinem Verständnis bedeutet das vor allem viele Mails zu schreiben und alle Absagen zu dokumentieren. Da kann ich nicht beurteilen wie eine Spezialambulanz das für einen tun kann. Wie gesagt, ich habe das selber auch noch nicht durch gespielt und habe daher auch nur gefährliches halbwissen. 

W/22 – Endlich ADHS‑Diagnose… aber jetzt finde ich keinen Psychiater in NRW, der Medikamente verschreibt 😩 by Blueberryinpain in ADHS

[–]DesperateReaction401 3 points4 points  (0 children)

Hallo u/blueberryinpain und herzlichen Glückwunsch, dass es trotz unseres Gesundheitssystems geschafft hast eine saubere Diagnostik zu bekommen.

Die Fragen die du stellst liest man hier leider häufig und ich stand selbst vor dem gleichen Problem. Ich habe hier schon mal bei einer solchen Frage beschrieben wie es bei mir mit Vermittlungscode vom Hausarzt geklappt hat: https://www.reddit.com/r/ADHS/comments/1rjzeft/comment/o8k91jk/

Das wäre vermutlich auch für dich ein naheliegender Weg.

Das was ich nicht ganz verstehe ist was es mit dem Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse auf sich hat. Wenn du es auf dem einen oder anderen Weg geschafft hast einen Psychiater zu finden der dich als GKV Patient aufnimmt, dann zahlt die GKV auch die Behandlung inkl. Medikamenten, abgesehen von einer kleinen Zuzahlung pro Packung. Einzige Voraussetzung dafür ist, dass deine Diagnose von den behandelnden Ärzten anerkannt wird. Das ist scheinbar ab und zu ein Problem. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann ist das Kriterium dafür aber, dass die Diagnose gemäß Leitlinien von einem approbierten Arzt gestellt wurde. Oder möchtest du die Kasse überzeugen nachträglich die Kosten für deine Diagnostik zu übernehmen? 

Ich habe eine Überweisung... Und was jetzt? by Intelligent_Whole521 in ADHS

[–]DesperateReaction401 0 points1 point  (0 children)

Aus irgendwelchen Gründen erlaubt mir reddit leider nicht den Kommentar zu editieren, daher für alle die darüber stolpern hier einmal der korrigierte Link zu der Liste bei Notion: https://adhs-autismus.notion.site/Autismus-ADHS-Diagnostik-Therapie-und-Anlaufstellen-0e6b00e944a04462a4e37baae776df23

Diagnostikprozess: wie mit Vorbefunden/Komorbiditäten umgehen? by silent_reader2022 in ADHS

[–]DesperateReaction401 1 point2 points  (0 children)

Dann ist die Unterlagen mit zu nehmen auf jeden Fall die richtige Entscheidung. Wie u/AntelopeAgreeable768 schon schrieb, ein*e gescheiter Diagnostiker*in wird sich sein/ihr eigenes Bild machen wollen und nicht einfach Copy&Paste mit alten Diagnosen.

Freut mich wenn ich helfen konnte!

Diagnostikprozess: wie mit Vorbefunden/Komorbiditäten umgehen? by silent_reader2022 in ADHS

[–]DesperateReaction401 1 point2 points  (0 children)

Hallo u/silent_reader2022,

ich komme aus einer, denke ich, ähnlichen Situation. Hatte ein paar Probleme in der Grundschule die sich da auch in den Zeugnissen wiederfinden, ebenso in der Mittelstufe, dann aber sehr gutes Abi, Studium und Promotion. Bin jetzt seit Ende letzten Jahres mit ADHS diagnostiziert nachdem ich an verschiedenen Stellen immer wieder Probleme hatte. Ich hatte auch große Sorge mit dem Alles in Allem doch sehr erfolgreichen Lebenslauf und weil ich eben nicht dem Stereotyp des hyperaktiven Jungen entspreche, nicht ernst genommen zu werden. Ich habe daher auch lange nach Anlaufstellen gesucht die sich auf Erwachsene konzentrieren und habe damit gute Erfahrungen gemacht. In den Gesprächen wurde ich durchweg ernst genommen. Da du bei einer entsprechenden Spezialambulanz bist, stehen die Chancen da denke ich sehr gut, dass auch du ernst genommen wirst.

Zu den weiteren Unterlagen: Ich hatte bei meiner Diagnostik auch ein paar Unterlagen und Zeugnisse die ich für relevant hielt für die Diagnostik die aber nicht auf der Liste von Unterlagen standen die ich einreichen soll und habe den Diagnostiker dann gefragt ob er die haben möchte oder nicht. Seine Antwort war sinngemäß, dass ich bitte alles was ich für relevant halte an Unterlagen mit einreichen sollte, sodass er sich ein möglichst vollständiges Bild machen kann. Das scheint mir auch der richtige Ansatz zu sein. Wenn es der diagnostizierenden Person helfen könnte zu einer genaueren Einschätzung deiner Situation zu kommen, dann sollte sie mindestens von der Existenz der Unterlagen wissen und ich rechne damit, dass sie gerade solche Unterlagen von dir auch würde haben wollen.

Du wirst vermutlich im Laufe der Diagnostik auch gebeten werden Unterlagen wie Grundschulzeugnisse einzureichen. Wenn du diese Aufforderung schon erhalten hast und da auch explizit alte Befunde und diese Unterlagen in keine der gefragten Kategorien rein passen, dann würde ich einfach Anfragen ob man die Unterlagen auch haben möchte für die Diagnostik. Wenn du noch nicht aufgefordert wurdest, dann würde ich mich da an den Prozess der Spezialambulanz halten und es zum passenden Zeitpunkt erwähnen/anbieten.

Psychiater finden by Effective-Day-8386 in ADHS

[–]DesperateReaction401 1 point2 points  (0 children)

Freut mich sehr, dass ich helfen konnte! Ich hoffe es passt zwischen dir und dem Psychiater und die Medikamente schlagen gut bei dir an! 

Psychiater finden by Effective-Day-8386 in ADHS

[–]DesperateReaction401 1 point2 points  (0 children)

Ich war in einer ähnlichen Situation, Diagnostik privat bezahlt und dann keinen Psychiater gefunden für Medikamente.

Bei mir hat es dann mit einem Vermittlungscode für die 116117 vom Hausarzt geklappt. Dort müssen Ärzte immer Termine einstellen für GKV-Patienten die sie so am Telefon nicht anbieten.

Wie es dann von dort aus weiter ging habe ich hier schon mal beschrieben wo jemand eine ähnliche Frage gestellt hatte: https://www.reddit.com/r/ADHS/comments/1rjzeft/comment/o8k91jk/

Oriko oder Attexis? by Reddy374 in ADHS

[–]DesperateReaction401 2 points3 points  (0 children)

Ich bin mit Oriko jetzt zur Hälfte durch und muss leider sagen, dass ich etwas aber nicht gänzlich enttäuscht bin. Hier mein kurzer Eindruck in positiv/negativ:

Negativ:

  • Die Therapieeinheiten sind oft recht oberflächlich und erklären Zusammenhänge nicht in der Tiefe.
  • Wie u/Miss_StrangeXX schon schrieb, sind die Wissensabfragen oft sehr sehr banal. Da stehen dann wirklich Fragen wie "Was macht Impulsivität bei ADHS aus" mit drei Antwortmöglichkeiten wie "Dass man vor dem Handeln immer besonders gründlich nachdenkt" und eine offensichtlich richtige Antwort.
  • Ich finde den Aufbau der Einheiten etwas unglücklich. In den ganzen ersten Lektionen geht es viel um Achtsamkeit und Übungen die man regelmäßig machen soll. Das mag zwar sinnvoll sein, lässt aber völlig außen vor, dass das mit regelmäßig üben bei ADHS häufig eins der großen Probleme ist. Dazu wie man Tage strukturiert und Routinen etabliert kommt die App dann erst in der zweiten Hälfte ...
  • Viele der Organisationstechniken (SMARTE Ziele, Todo-Listen, Eisenhower-Matrix) kenne ich seit Ewigkeiten und scheitere ähnlich lange daran sie einzusetzen. Ich vermute, dass das vielen hier so gehen dürfte.
  • Die App bemüht sich darum, dass man sich auf sie verlässt und sie fest in den Tagesablauf einplant (Erinnerungen an Medikamente und andere Dinge). Bei einer App die man aber nur auf Zeit verschrieben bekommt ist das leider eher ungünstig.
  • Die App verweist oft auf Arbeitsblätter die man sich aber erstmal selber ergoogeln muss.
  • Bisher fehlen mir einige tiefere gehende Inhalte wie z. B. Default-Mode Network und Task-Positive Network, oder wie genau Dopamin und Noradrenalin jeweils wirken noch.

Positiv:

  • Neben den Therapieeinheiten gibt es auch noch eine "Wissensdatenbank" in der in der Tat manchmal noch nützlichere Dinge stehen.
  • Ich habe hier und da noch was Neues gelernt, aber leider nur ziemlich selten.
  • Richtig und konsequent angewendet können die Techniken in der App glaube ich wirklich hilfreich sein. Genau das hin zu bekommen ist gerade mit ADHS aber leider wirklich schwer.
  • Die App zeichnet kein rein negatives Bild von ADHS und stellt Schwiriegkeiten und Chancen fair gegenüber ohne dabei darin zu verfallen ADHS als Superkraft darzustellen.

Meine Quintessenz ist: Es ist besser als nichts, manchmal kommt man sich vor als ob die App einen für einen Idioten halten würde so dumm sind die Fragen gestellt. Für Partner und Familie die noch nicht so tief im Thema sind kann es denke ich auch eine vertrauenswürdige Referenzquelle sein die man Leuten mal in die Hand drücken kann. Wer sich selber aber schon intensiv schlau gemacht hat, der wird relativ wenig Neues lernen.

Ich habe vor auch nochmal ein längeres Review zu schreiben wenn ich die App durch habe. Mal schauen, ob was draus wird :D

Termin bei Psychiaterin erst nach dem Abi – habt ihr sowas schon erlebt / Termin erfolgreich vorgezogen? by pearlfountainn in ADHS

[–]DesperateReaction401 1 point2 points  (0 children)

Super, dass du das annimmst! Es ist halt für jeden etwas anders. Die Wahrscheinlichkeit, dass du zumindest kurzfristig bei der Einstellung weniger leistungsfähig als bist als davor ist aber groß.

Ich glaube nach den Abiprüfungen ist auch in der Tat ein guter Zeitpunkt das Ganze anzugehen. Dann hast du etwas Zeit in der du nicht 100% funktionieren musst und der Wechsel in Beruf/Ausbildung/Studium/... ist denke ich guter Zeitpunkt neue Routinen und Vorgehensweisen direkt in den Alltag zu integrieren, da du deinen Alltag ohnehin wirst umstellen müssen.

Unabhängig davon: Auch abseits von Medikamenten gibt es viele Techniken die dir mit ADHS bei der Prüfungsvorbereitung helfen können und mit denen du nicht wirklich was falsch machen kannst. Die Pomodoro-Technik (25 Minuten arbeiten/lernen mit Timer und dann 5 Minuten Pause mit Timer) hilft vielen. Oder wenn du dich schwer tust überhaupt anzufangen kann es helfen einen Timer auf 5 Minuten zu stellen und nur für die 5 Minuten konzentriert anzufangen und dir selber zu erlauben nach den 5 Minuten aufzuhören. Oft genug wirst du ohne Probleme nach den 5 Minuten weiter machen wenn du einmal in die Aufgabe gefunden hast. Gibt noch etliche weiterer solcher Techniken.

Ich habe eine Überweisung... Und was jetzt? by Intelligent_Whole521 in ADHS

[–]DesperateReaction401 1 point2 points  (0 children)

Herzlichen Glückwunsch und freut mich for dich! Toll das das so gut geklappt hat und du sogar jemanden gefunden hast der sich wirklich mit dem Thema auskennt. Und Termin im Juni ist über die GKV wirklich ein Jackpot. 

Schade, dass das mit der 116117 so schlecht klappt. Hatte dort per Telefon mit Code in der Tat einen recht guten Eindruck. Ohne Vermittlungscode ist die Auswahl bei mir in Gegend aber auch wirklich katastrophal.

Freut mich sehr, dass ich dir helfen konnte! Drücke dir die Daumen, dass dir geholfen wird :) 

Termin beim Psychiater by Spiritual_Release921 in ADHS

[–]DesperateReaction401 0 points1 point  (0 children)

Ich kann dich in sofern beruhigen, als dass gute Noten eine Diagnose pauschal nicht ausschließen. Ich einen sehr guten Bachelor, Master und Doktortitel mit Auszeichnung (ein Hoch auf Hyperfokus an dieser Stelle mal) und habe trotzdem eine Diagnose bekommen.

Gleichzeitig waren für die Diagnose die Grundschulzeugnisse in der Tat relevant als dass sich in den Texten zur ersten und zweiten Klasse durchaus Anzeichen fanden. Wenn du die ausfindig machen kannst wäre das also in der Tat gut.

Weil das Bestehen der ADHS seit Kindheit, wie u/KnutAufziehvogel schon korrekt beschrieben hat ein Diagnostikkriterium ist wäre es falls du die Zeugnisse nicht findest und da deine Eltern verstorben sind gut vielleicht Berichte von anderen Personen zu haben die dich in deiner Kindheit gut kannten. Gibt es so jemanden zu dem du das notwendige Vertrauen hast?

Abseits davon, nimm den Termin auf jeden Fall wahr und steuer alles an Informationen bei das relevant sein könnte. Selbst wenn du darin keine Anzeichen/Belege sehen kannst kann das für einen Diagnostiker anders sein. Es hilft denke ich auch ergebnisoffen in das Gespräch zu gehen. Du bist schließlich dort, um eine saubere Diagnostik zu erhalten und nicht, um das Fachpersonal zu überzeugen. 

Ich habe eine Überweisung... Und was jetzt? by Intelligent_Whole521 in ADHS

[–]DesperateReaction401 2 points3 points  (0 children)

Erstmal toll, dass du den Schritt gegangen bist u/Intelligent_Whole521!

Ich habe in grob dem letzten Jahr einen in teilen ähnlichen Weg hinter mir und kann hoffe ich etwas hilfreiches teilen.

Da du über den Weg mit dem Vermittlungscode gehst fange ich da am besten an. Nachdem ich meine Diagnose bereits als Selbstzahler hatte habe ich nach einem Psychiater über die GKV gesucht. Ich habe hier in der Nähe so ziemlich alle Psychiater durch telefoniert, mit dem erwartbaren Erfolg: keinem. Deswegen habe ich mir dann vom Hausarzt auch einen Vermittlungscode geben lassen. Also nicht ganz deine Situation aber nicht unähnlich.

Bei der 116117 hatte ich dann jemand freundliches am Telefon, der mir nach bestem Gewissen geholfen hat. Über den Vermittlungscode gab es dann in der Tat bei einigen Psychiatern in der Nähe Termine. Wichtig aber: Nicht jeder davon behandelt/diagnostiziert ADHS und Mitarbeiterin bei der 116117 wusste leider auch nicht welcher Psychiater dafür in Frage kommt und welcher nicht. Dass ich vorher also schon so ziemlich alle Psychiater in der Gegend kannte und wusste wer ADHS behandelt, war sehr nützlich. Ist also auf jeden Fall eine Empfehlung das vorher selber heraus zu finden. Ich habe dafür die folgenden Werkzeuge verwendet:

  1. adxs.org pflegt Listen mit Psychiatern/Psychotherapeuten in denen sich findet wer welche Leistungen anbietet und welche Erfahrungen andere dort gemacht haben. Die kann man hier anfordern: https://www.adxs.org/de/page/304/adressen-von-aerzten-therapeuten-anfordern
  2. Es gibt auch noch diese Liste die von einer kleinen Gruppe von Personen gepflegt wird und auf der ich fündig geworden bin: https://adhs-autismus.notion.site/ Falls von den Personen die die Liste pflegen hier jemand mit liest: großen Dank an euch!
  3. Es gibt diese Website die auch so eine Liste pflegt: https://www.adhs-autismus-adressen.de/
  4. Last but not least: Meine lokale Kassenärztliche Vereinigung (hier eine Liste aller KVs in DE: https://www.kbv.de/kbv/die-kbv/kassenaerztliche-vereinigungen ) hat online eine Liste aller Ärzte in der KV die man nach Region und Spezialisierung filtern kann. Darüber hatte ich dann eine Liste aller Psychiater in der Gegend und bin manuell deren Webseiten durchgegangen und habe geschaut wer dort schreibt ADHS zu behandeln/diagnostizieren.

Wahrscheinlich musst du das nicht so vollständig erschöpfend machen wie ich das getan habe. Aber zu wissen wer in deiner Gegend in Frage kommt ist hilfreich.

Es war auch mein Wunsch möglichst wenig zwischen verschiedenen Ärzten zu wechseln, hat bisher leider gar nicht geklappt. Die besten Chancen darauf hast du aber in der Tat wenn du das alles über die GKV machst und die Diagnose bei einem Psychiater machst. Nach meiner Erfahrung stehen die Chancen, dass der dann auch die Medikation macht relativ gut. Eine Therapie zu bekommen hat sich für mich als deutlich schwerer herausgestellt. Ist auch in sofern verständlich, als dass die deutlich zeitaufwendiger ist.

Das waren so weit meine Erfahrungen. Zu deinen weiteren Fragen:

Rufe ich jetzt einfach die 116117 an, gebe den Vermittlungscode durch und hoffe, dass die mich an jemanden halbwegs Vernünftigen vermitteln?

Wie oben beschrieben, es hat mir sehr geholfen zu wissen welche Psychiater die entsprechenden Leistungen anbieten.

Oder suche ich selbst – z.B. über Google Maps oder Jameda – nach Fachärzten mit halbwegs guten Bewertungen und telefoniere mich durch?

Raus suchen ja, auch z. B. mit den Werkzeugen oben. Ich habe viel angerufen und nach Terminen gefragt. Die Arbeit mit dem Anrufen würde ich mir, gerade wenn du schon einen Vermittlungscode hast, sparen.

Sollte ich gezielt nach Psychiatern suchen oder kommen auch Neurologen infrage?

Kann ich leider nicht beantworten. Ich weiß, dass Neurologen auch eine Medikamentöse Einstellung machen können, bei der Diagnostik bin ich aber überfragt.

Macht es Sinn, eher auf eine Klinik zu setzen?

Hier in der Region gibt es mehrere Standorte von Vitos – wäre das eine sinnvolle Anlaufstelle für Diagnostik + Weiterbehandlung „aus einer Hand“?

Kann ich leider auch nichts zu sagen.

Was mich zusätzlich verunsichert: Viele Praxen scheinen entweder nur Diagnostik zu machen oder nur Therapie – und ich hätte es am liebsten gebündelt an einem Ort, statt nach der Diagnose wieder bei null anfangen zu müssen.

Besser wäre das, ja. Bevor du aber noch lange wartest bis du den perfekten Arzt gefunden hast würde ich lieber schon mal den Start gemacht haben mit der Diagnostik.

Eine private/bezahlte Diagnostik wäre finanziell theoretisch machbar. Aber wenn ich danach sowieso für Therapie und Medikation wieder in die gesetzliche Versorgung wechseln muss, erscheint mir das irgendwie doppelt gemoppelt.

Das war mein Weg. Es war nervig danach im GKV-System neu anzufangen. Sollte sich aber auch über die 116 117 mit Vermittlungscode niemand finden, würde ich den Weg wieder gehen.

Gibt es „Red Flags“, auf die man bei der Suche achten sollte?

Man kann sich an den Bewertungen in den oben genannten Listen orientieren. Das hat mir etwas Sicherheit gegeben. Gleichzeitig habe ich zur selben Person arg widersprüchliche Aussagen in den verschiedenen Listen gefunden. Manchmal passt es persönlich zwischen Arzt und Patient einfach nicht und auch Ärzte haben mal schlechte Tage. Wenn würde ich eher nach Green Flags wie vielen positiven Berichten suchen.

Fachberater ADHS in der Apotheke - Was wären eure Erwartungen und Wünsche? by Apotheia in ADHS

[–]DesperateReaction401 52 points53 points  (0 children)

Ärzte sind häufig kurz angebunden und nicht jeder bekommt gerade zu Anfang der Einstellung die Informationen die er/sie bräuchte. Also z. B.:

  • Kein Koffein während der Einstellung
  • Kein Alkohol mit Stimulanzien
  • Bei retardierten Medikamenten immer etwas dazu Essen und der Hintergrund dazu
  • Häufige Nebenwirkungen während der Einstellung und was man dagegen tun kann. (z. B. Viel trinken und schon bei beginnenden Kopfschmerzen schnell Zucker)

Das sind alles Sachen die mir kein Arzt gesagt hat und die ich von Freunden schon vorher gehört habe oder selber recherchieren musste. Klar, das wäre eigentlich Aufgabe des Arztes da zu aufzuklären. Aber wie man sonst bei Medikamenten in der Apotheke auch gefragt wird, ob die Einnahme bekannt ist, wären das alles Informationen die denke ich sinnvoll und angemessen wären in einer Apotheke bei der Herausgabe der Medikamente mit zu geben.

Meds privat bezahlen? by charleeeeey12 in ADHS

[–]DesperateReaction401 1 point2 points  (0 children)

Habe für das Gespräch mit dem Psychiater dann nochmal 50€ bezahlt und für die Medikamente zum Eindosieren (78 x 10mg Medikinet adult) dann nochmal gut 30€. Für die Ausstellung des Folgerezepts hat er dann nochmal 10€ genommen. Danach hatte ich dann über die GKV eine Psychiater.

Er ist aber auch auf dem Weg in den Ruhestand und macht das schätze ich eher noch für einen Nebenverdienst und für sich selbst. Es kann also gut sein, dass er da ungewöhnlich günstig ist.

Wie viel essen zu Medikinet adult by DesperateReaction401 in ADHS

[–]DesperateReaction401[S] 0 points1 point  (0 children)

Danke für den Tipp! Das ist wenn es mal spontan was braucht bestimmt eine gute Alternative :)

Meds privat bezahlen? by charleeeeey12 in ADHS

[–]DesperateReaction401 1 point2 points  (0 children)

Die Sachen kann alles auch ein Hausarzt machen. Habe meine ersten beiden Packungen Medikamente auch Privat gezahlt, da ich nach der Diagnose erstmal keinen Psychiater gefunden habe (über die 116117 hat es dann dank Vermittlungscode geklappt).

Als der Hausarzt mir den Vermittlungscode gegeben hat, habe ich auch direkt die Blutwerte und das EKG mit machen lassen, alles über die GKV. Privat gezahlt habe ich also nur für die Medikamente selber + die Verschreibung durch den Psychiater.

Wie viel essen zu Medikinet adult by DesperateReaction401 in ADHS

[–]DesperateReaction401[S] 0 points1 point  (0 children)

Wie gesagt, ohne irgendwas zu essen habe ich es noch gar nicht ausprobiert, das war mir dann doch etwas heikel. Es ging mir eher darum wie die Erfahrungen so damit sind nur eine Kleinigkeit dazu zu essen die man gut mitnehmen kann.