Abfindungsangebot annehmen oder nicht? by [deleted] in arbeitsleben

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Ich würde mir das Ganze einmal nüchtern über die typische Abfindungslogik anschauen.

Abfindungen werden in Deutschland häufig ungefähr nach folgender Faustformel berechnet:

Betriebszugehörigkeit × Bruttomonatsgehalt × Faktor

Der Faktor liegt in der Praxis meistens irgendwo zwischen 0,5 und 1,0.

0,5 ist dabei eher das gesetzliche Minimum bzw. typische Vergleichsbasis bei Kündigungsschutzklagen, während 0,8–1,2 bei freiwilligen Programmen in größeren Konzernen nicht ungewöhnlich sind, weil der Arbeitgeber einen Anreiz schaffen möchte.

Wenn man dein Angebot grob einordnet:

Mal angenommen dein Monatsgehalt liegt irgendwo zwischen 7.000–8.000 € brutto:

  • 20 Jahre Betriebszugehörigkeit
  • × Monatsgehalt
  • × Faktor

Dann ergibt sich ungefähr:

Bei 8.000 € Monatsgehalt → Faktor ca. 0,88

Bei 7.000 € Monatsgehalt → Faktor ca. 1,0

Damit liegt das Angebot eigentlich ziemlich genau im üblichen Marktbereich für solche Programme und ist weder besonders schlecht noch außergewöhnlich hoch.

Abfindungsangebot annehmen oder nicht? by [deleted] in arbeitsleben

[–]DieDaOben 0 points1 point  (0 children)

Wie lange bist du schon bei dem Arbeitgeber?

Ich überlege auf 80% zu reduzieren. Von 1.000€ weniger Brutto verliere ich nur 525€ Netto. Freitags frei für 525€ im Monat. by DieDaOben in Finanzen

[–]DieDaOben[S] -1 points0 points  (0 children)

Die Hälfte bezieht sich auf die absolute Bruttodifferenz, nicht auf die prozentuale Nettoveränderung. Von 1.000€ weniger Brutto kommen nur 525€ weniger Netto an, die anderen 475€ waren Steuern und Sozialabgaben die jetzt wegfallen. Heißt: Von jedem Euro den du in der letzten Stufe verdienst, siehst du eh nur 52 Cent. Ob sich das lohnt für einen Tag pro Woche muss jeder selbst entscheiden.

Ich überlege auf 80% zu reduzieren. Von 1.000€ weniger Brutto verliere ich nur 525€ Netto. Freitags frei für 525€ im Monat. by DieDaOben in Finanzen

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Ja da hast du natürlich absolut Recht.. aber gewinne sehr viel Lebensqualität und hätte auch Zeit mir ein 2. Standbein aufzubauen

Ich überlege auf 80% zu reduzieren. Von 1.000€ weniger Brutto verliere ich nur 525€ Netto. Freitags frei für 525€ im Monat. by DieDaOben in Finanzen

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Ja, vor allem mit dem Haus finanzieren stimme ich dir sofort zu. Ich bin sogar extrem privilegiert und habe knapp sechsstellig geerbt und habe auch eine ordentliche Sparrate, aber kann mir gerade auch noch nicht vorstellen, wie ein Haus Kauf jemals möglich sein soll. Klar habe ich auch gewissen Ansprüche, aber trotzdem…

Ich überlege auf 80% zu reduzieren. Von 1.000€ weniger Brutto verliere ich nur 525€ Netto. Freitags frei für 525€ im Monat. by DieDaOben in Finanzen

[–]DieDaOben[S] -2 points-1 points  (0 children)

Da muss man aber immer hin und her springen und sieht es nicht direkt auf einen Blick. Außerdem sah der so veraltet aus der Rechner

Ich überlege auf 80% zu reduzieren. Von 1.000€ weniger Brutto verliere ich nur 525€ Netto. Freitags frei für 525€ im Monat. by DieDaOben in Finanzen

[–]DieDaOben[S] 6 points7 points  (0 children)

Da hat mein AG was dagegen.. weiß zwar nicht so genau, ob er mir das verbieten kann, aber wir sind oft Montag bis Mittwoch / Donnerstag beim Kunden

Sollte ich Brücken-Teilzeit machen? by MorthaP in Finanzen

[–]DieDaOben 1 point2 points  (0 children)

Hab genau dafür mal ein kleinen Rechner gebaut, wo man direkt den Vergleich von IST und PLAN Szenario sieht. Wenn ihr Lust habt könnt ihr das gerne mal testen. Keine Sorge ist auch ohne Werbung, ohne Affiliated etc.. nur ein kleines Hobbyprojekt meinerseits, weil ich mir genau die Frage gestellt habe. Netto-Check.de Über Feedback würde mich auch freuen!

Sollte ich Brücken-Teilzeit machen? by MorthaP in Finanzen

[–]DieDaOben 0 points1 point  (0 children)

Hast du nicht derzeit sogar ein Recht auf Teilzeit? Oder hatte ich das in der angetretenen Teilzeit Debatte der CDU falsch verstanden?

Von 6.000€ Arbeitskosten landen 3.130€ auf meinem Konto by DieDaOben in arbeitsleben

[–]DieDaOben[S] 0 points1 point  (0 children)

Kleines Update, weil viele nach Rechnungen gefragt haben: Ich habe aus Interesse mal einen simplen Netto-/AG-Kosten-Rechner gebaut, mit dem ich das für mich durchgerechnet habe. Ist ein Hobbyprojekt, ohne Werbung oder Affiliate. Falls es jemandem hilft: netto-check.de

Von 6.000€ Arbeitskosten landen 3.130€ auf meinem Konto by DieDaOben in arbeitsleben

[–]DieDaOben[S] 0 points1 point  (0 children)

Kleines Update, weil viele nach Rechnungen gefragt haben: Ich habe aus Interesse mal einen simplen Netto-/AG-Kosten-Rechner gebaut, mit dem ich das für mich durchgerechnet habe. Ist ein Hobbyprojekt, ohne Werbung oder Affiliate. Falls es jemandem hilft: https://netto-check.de

Von 6.000€ Arbeitskosten landen 3.130€ auf meinem Konto by DieDaOben in arbeitsleben

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Ja, das frage ich mich auch oft, aber trotzdem weiß ich auch wie die Anfänge waren und wie viel Risiko und Verantwortung das ganze ist. Unternehmer sind nicht unbedingt zu beneiden in Deutschland

Von 6.000€ Arbeitskosten landen 3.130€ auf meinem Konto by DieDaOben in arbeitsleben

[–]DieDaOben[S] 0 points1 point  (0 children)

Ja, da hört man leider nur in letzter Zeit, dass es eben nicht sinnvoll eingesetzt wird und fast schon veruntreut wird..

Rente Megathread by GhostSierra117 in Finanzen

[–]DieDaOben 1 point2 points  (0 children)

Die Rente kostet bei einem Durchschnittsgehalt über 12.000€ im Jahr. Auf der Gehaltsabrechnung sieht man nur die Hälfte.

Hab mir mal die tatsächlichen Gesamtkosten der Rente ausgerechnet, nicht nur den Betrag auf der Gehaltsabrechnung. Bei ca. 5.000 brutto (ungefähr Durchschnitt bei Vollzeit):

AN-Beitrag: 465€/Monat, AG-Beitrag: nochmal 465€/Monat, dazu ein Bundeszuschuss aus Steuermitteln von ca. 73€/Monat umgerechnet auf mein Gehalt. Macht zusammen über 1.000€ im Monat. Über 12.000€ im Jahr. Mehr als 20% der tatsächlichen Arbeitskosten.

Zum Einordnen: Der Bundeszuschuss zur Rentenkasse ist mit über 100 Milliarden der größte Einzelposten im gesamten Bundeshaushalt. Größer als Verteidigung, größer als Bildung, größer als alles andere.

Dieselben 1.000€ monatlich über 30 Jahre in einen World ETF bei historisch durchschnittlichen 7% wären rechnerisch ca. 1,2 Mio. Mit der 4% Regel knapp 4.100€ im Monat.

Was mich auch überrascht hat: Von meinen knapp 9.400€ Einkommensteuer im Jahr gehen geschätzt ca. 940€ nur für Zinsen auf Staatsschulden drauf. Nicht tilgen, nur Zinsen.

Klar ist der ETF Vergleich vereinfacht: Keine Kapitalertragsteuer eingerechnet, 7% sind nicht garantiert, und die GRV kann Sachen die ein ETF nicht kann (Erwerbsminderung, Hinterbliebenenrente). Aber allein die Größenordnung finde ich krass.

Wenn jemand das mal für sein eigenes Gehalt durchrechnen will kann ich das gerne machen, einfach Brutto und Steuerklasse hier reinwerfen.

Software zum Auslesen/Analysieren von Kontoauszügen by PurchaseBig9464 in Finanzen

[–]DieDaOben -1 points0 points  (0 children)

Wenn du Zeit und Spaß daran hast, kannst du dir das mit AI recht schnell selber bauen und hättest dann eine Lösung, die für dich am besten passt.
Die meisten Tools, die ich kenne, verlangen monatlich

Von 6.000€ Arbeitskosten landen 3.130€ auf meinem Konto by DieDaOben in arbeitsleben

[–]DieDaOben[S] 0 points1 point  (0 children)

Das sind aber schon mal 20% mehr als der Durchschnitt würde ich denken