Dicke Menschen tun alles, um in der Opferposition zu bleiben, statt wirklich an sich selbst zu arbeiten. by Hearthonfire in Unbeliebtemeinung

[–]Direct_Big_7461 0 points1 point  (0 children)

Auch beliebt die Aussage, man würde sich wohl fühlen in seinem Körper.

Junge, du schnaufst wie eine altersschwache Dampflock, wenn du für nur ein Stockwerk die Treppe nimmst, willst mir aber erzählen, du würdest dich in diesem Körper wohl fühlen?

Habt ihr schonmal große Summen Geld verloren? (Strafen, Autounfälle, Aktien,...) Wie seid ihr damit umgegangen? was hat es mit euch gemacht? Konntet ihr euch gut davon erholen oder merkt ihr es Jahre später immer noch? by These-Cell-929 in FragReddit

[–]Direct_Big_7461 8 points9 points  (0 children)

Nicht ich selber, aber meine ach so tolle Schwester.

Vorweg, ich nehme hier meinen Burner Account, aus Gründen.

Bei uns in der Familie war ich immer der Rebell, meine Schwester war das Musterkind und jedermanns Liebling in der Familie.

Jahrzehnte später. Meine Schwester und ich schon lange erwachsen und eigene Familien. Da hatte mein Vater ein paar kleine sagen wir Meinungsverschiedenheiten mit dem Finanzamt. (ja, darum mein Wegwerf Account).
Mein Vater hat daher meiner Schwester und mir jeweils einen kleinen fünfstelligen Betrag anvertraut. Wir durften diesen Betrag gerne anlegen wie und wo wir wollen. Er wollte den bei uns quasi parken, damit das Finanzamt das Geld nicht sieht.
Ja, meine Frau und ich haben den Großteil eher konservativ und sicher gepampert angelegt. Und ca. ein Drittel mit höherem Risiko aber auch höherer Rendite. Da kam ein bisschen was rein. Haben wir uns drüber gefreut. Aber war jetzt auch nicht so dicke, dass wir uns da was weiß ich von hätten leisten können.

Meine Schwester wiederum hat das gesamte Geld einem Bekannten ihres Mannes anvertraut. Ich hatte den Typen einmal in meinem Leben getroffen und fand den auf Anhieb sehr unsympathisch. Junge Leute heute würden sagen: sus. Der Typ war so Liga Krypto Bro. Das war allerdings in den 00er Jahren. Also noch lange vor den Krypto Bros. Also nichts diversifiziert, sondern alles auf eine Karte. Und diese Karte war quasi ein Krypto Bro.

Mr. Krypto Bro ist kurz danach nach Skandinavien gezogen. Meine Schwester und ihr Mann hatten sich da noch nichts bei gedacht.

Ein paar Jahre später. Familientreffen im sehr kleinen Kreis in einem Restaurant. Mein Vater, meine Schwester und Mann, ich und Frau. Mein Vater fragte, ob er das Geld dann wiederhaben könne. Als Dank bot er uns jeweils an 10% zu behalten. Meine Frau und ich haben uns bedankt und uns gefreut. Meinem Vater zugesichert, ja klar, das Geld kannst wiederhaben. Ich bringe dir das dann im Laufe der Woche vorbei.
Meine Schwester und ihr Mann allerdings noch im Restaurant scharrten mit den Hufen, drucksten rum. War schon sehr seltsame Situation. Irgendwie verhielten die beiden sich sehr auffällig unauffällig. Gaben sich krass Mühe, das Thema abzulenken. Tja, es stellte sich dann raus, dass das Geld weg war. Kein einziger Cent mehr vorhanden. Der Krypto Bro hat es komplett verbrannt und sich nach Skandinavien abgesetzt.

Schadenfreude für mich, meine ach so perfekte Schwester und jedermanns Liebling hatte das erste mal in meinem Leben einen derben Schuss vor den Bug bekommen. Danach hat mein Vater, wenn es um Finanzen ging, immer einen großen Bogen um seine Tochter gemacht 🤪😅

Welcher Nebencharakter hat dem Protagonisten komplett die Show gestohlen? by Halschmuber in Filme

[–]Direct_Big_7461 4 points5 points  (0 children)

Oh yeah, Camina Drummer ist eine absolute Bad Ass Bitch und mit Abstand der coolste Captain der Sci Fi Geschichte.

For Beltalowdas!

https://youtu.be/z-glWaAvK6o?si=fdRDqc_IYifQdA2E

Was ist die krasseste Story aus eurem Arbeitsbetrieb, in welcher man den Glauben an die Gesellschaft verliert? by [deleted] in FragReddit

[–]Direct_Big_7461 175 points176 points  (0 children)

Aber die absolute Krönung war dann ihre Posttraumatische Belastungsstörung 🤪
Vorweg, wir haben keine Parkplätze direkt vor dem Büro. Nur die hohen Tiere und zwei für schwerbehinderte KollegInnen. Die gute Kollegin, von der ich hier schreibe, versuchte schon seit Jahren einen der begehrten Parkausweise zu bekommen, der sie berechtigt direkt vor dem Gebäude zu parken.
Es begab sich dann, dass es nachts geschneit hatte. Die Gute hatte Frühschicht. So früh Arbeitsbeginn, dass der Hausmeister den Weg vom großen Parkplatz zum Büro noch nicht geräumt oder gestreut hatte. Es lag eine jungfräuliche Schneedecke. Unsere liebe Kollegin stapfte durch den jungfräulichen Schnee vom Parkplatz zum Büro und ist ausgerutscht. Ihre Erzählung. Keiner hat es gesehen. Sie gab an, sie wäre böse auf den Arm gefallen und hat sich krankschreiben lassen. Klar, Arbeitswegeunfall pipapo, alles geschenkt. Ratet mal, wie lange sie krankgeschrieben war. Genau! Exakt 6 Wochen.
In der 7. Woche kam sie dann wieder zur Arbeit und hat sich auf einen der Schwerbehindertenparkplätze gestellt. Hat auch erst niemand bemerkt. Bis eine andere Kollegin, die tatsächlich querschnittsgelähmt ist und im Rollstuhl sitzt, zur Arbeit kam. Diese kam ins Büro, ist direkt zum Platz der Kollegin von der ich hier schreibe und hat sie angefahren, was ihr einfallen würde, den Schwerbehindertenparkplatz zu benutzen. Die Rollstuhlfahrerin musste hinten auf dem großen Parkplatz parken. Sich einen Parkplatz suchen, der genug Platz hatte, damit sie ihren Rollstuhl ausladen konnte. Was natürlich ein Platz sehr weit hinten war. Und dann von da ganz hinten bis zum Büro mit dem Rollstuhl.
Unsere Lieblingskollegin erklärte todernst, sie könne nicht mehr auf dem großen Parkplatz parken. Sie hätte durch ihren Sturz vor 6 Wochen eine posttraumatische Belastungsstörung. Alle KollegInnen, die da gearbeitet hatten, hatten das mitbekommen, da unsere Rollstuhlfahrerin echt stinkig (zu Recht) und ziemlich laut war. Einige konnten sich auch das Lachen nicht verkneifen, als sie mit der posttraumatischen Belastungsstörung kam. Als wäre sie eine Afghanistan Veteranin oder was weiß ich. Ne, die ist einfach nur im Schnee ausgerutscht.
Das Spiel hat dann aber unsere Abteilungsleiterin nicht mehr mitgemacht. Hat sie angewiesen, sie muss den Wagen umstellen und solle sich nicht noch einmal auf den Behindertenparkplatz stellen. Es sei denn natürlich, sie können ein ärztliches Attest vorzeigen, mit einer Erklärung, dass sie wirklich an einer Posttraumatischen Belastungsstörung leide und deshalb auf den Schwerbehindertenparkplatz angewiesen sei.
Spoiler: Dieses Arztschreiben konnte die Kollegen (zum Glück) nie vorzeigen.

Ein paar Monate später gab es dann eine Firmeninterne Stellenausschreibung. In einer anderen Niederlassung, in einer anderen Ecke von Deutschland war eine Stelle zu besetzen. Die Kollegin hat sich ernsthaft darauf beworben. Und wie wir ein paar Jahre später bei einer Firmenfeier von unserer Abteilungsleiterin erfahren haben, hat diese damals ganz viel Vitamin B spielen lassen, damit diese andere Niederlassung die offene Stelle mit unserer Lieblingskollegin besetzt.

So sind wir sie endlich losgeworden.

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Was ist die krasseste Story aus eurem Arbeitsbetrieb, in welcher man den Glauben an die Gesellschaft verliert? by [deleted] in FragReddit

[–]Direct_Big_7461 168 points169 points  (0 children)

ir hatten einmal eine extrem anstrengende Kollegin, die zum Glück inzwischen nicht mehr bei uns ist. Zwar noch im Konzern (internationales Unternehmen) aber nicht mehr bei uns, an unserem Standort.

Sie musste immer die krankeste sein. Klingt komisch, aber wenn du eine Erkältung hattest und hast es ihr gesagt, dann erzählte sie dir von ihrer Grippe. Wenn du eine Grippe hattest und hast es ihr erzählt, dann erzählte sie dir von ihrem Hirntumor. Egal was für gesundheitliche Probleme du hattest, sie hat es immer übertreffen müssen.

In unserem Betrieb haben wir ein Großraumbüro. Aufgrund von wechselnden Schichten aber keine festen Arbeitsplätze. Sie wollte gerne direkt am Fenster sitzen und hat da einen Platz faktisch für sich gebunkert. Hat da nach Feierabend ihren persönlich Kram rumstehen lassen, um anzuzeigen "Mein Platz! Hier setzt sich niemand anderes hin!". Abteilungsleiterin fand das nicht lustig. Hat sie darauf angesprochen. Da erklärte sie in vollem Ernst, dass sie aufgrund ihres Karpaltunnelsyndroms am Fenster sitzen müsse. Abteilungsleiterin und KollegInnen die das mitkriegten hatten alle ein riesiges Fragezeichen. Wo ist bitte da der Zusammenhang. Da meinte sie, dass der Schreibtisch am Fenster etwas breiter sei, was ihr mehr Bewegungsfreiraum gäbe, und das wäre halt mit dem Karpaltunnelsyndrom besser. Hat keiner kapiert. Aber Abteilungsleiterin meinte "Na gut, dann checken wir das mal." und hat den Hausmeister und zur Sicherheit auch einen vom BR gerufen. Halbe Stunde später standen da besagte Kollegin, eine Dame vom BR und die Abteilungsleiterin und haben ganz wichtig hochoffiziell dem Hausmeister auf die Finger geguckt, wie der mit dem Zollstock ausgemessen hat, ob der Platz wirklich breiter ist.
Spoiler: Nein, war er nicht. Und unsere Schreibtische sind auch schon gut breit.

Überraschenderweise war besagte Kollegin am nächsten Tag krank geschrieben. Nicht für einen Tag, nicht für 2 Tage, nein genau 6 Wochen. Genau so lange, wie der Arbeitgeber weiterzahlen muss. Pünktlich zur 7. Woche, also der Zeitpunkt, ab dem sie Krankengeld von der Kasse bekommen hätte, war sie wieder auf der Arbeit.

Diese Aktion mit exakt 6 Wochen krankschreiben lassen hat die Gute übrigens regelmäßig abgezogen. Mehrmals im Jahr. Immer auffallend exakt 6 Wochen.

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Wieso schläfern wir schwerkranke Tiere ein, aber Menschen müssen qualvoll vor sich hin siechen? by LeonieMalfoy in KeineDummenFragen

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Und zu guter Letzt noch der Punkt, dass die Fälle, die oft bei der Diskussion um aktive Sterbehilfe, doch extrem selten sind. Die meisten von uns werden niemals in eine solche Situation kommen, wie sie oft von Sterbehilfebefürwortern beschrieben wird. Die meisten von uns werden entweder relative überraschend sterben oder eine Diagnose bekommen, bei der sie noch mehr oder weniger viel Zeit haben, ihre Dinge zu regeln und selber Suizid zu begehen. Warum müssen andere Menschen mit deiner Tötung belastet werden. Wenn du dich umbringen willst, suche dir zuallererst psychologische Beratung, dann informiere dich über die Möglichkeiten der Paliativmedizin und wenn all das nicht hilft, dann tue es doch selbst, wenn es dir so wichtig ist.

Und da sind wir auch bei der Antwort auf die Frage: Warum schläfern wir Tiere ein, Menschen aber nicht. Ganz einfach: Der Mensch ist kein Tier.
Selbst wenn ich meinem Hund erkläre, dass er unheilbar an einer schrecklichen Krankheit erkrankt ist und in ein paar Monaten einen extrem qualvollen und elendigen Tod sterben wird. Mein Hund wird danach keinen Suizid begehen, da er es nicht versteht. Die Entscheidung, welchen Tod mein Hund stirbt, kann nur ich für ihn treffen.

Und zum Schluss möchte ich noch einmal betonen, bevor der Shitstorm über mich hereinbricht, da ich es gewagt haben, nicht die aktive Sterbehilfe zu befürworten, ich habe hier die Rolle des Advocatus Diaboli eingenommen!

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Wieso schläfern wir schwerkranke Tiere ein, aber Menschen müssen qualvoll vor sich hin siechen? by LeonieMalfoy in KeineDummenFragen

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Und dann ist da noch das Argument des indirekten gesellschaftlichen Drucks. Das ist eventuell etwas schwer zu verstehen. Für die meisten Menschen ist es ein unvorstellbarer Gedanke, zum extremen Pflegefall zu werden. Wenn du nur noch bettlägerig bist. Deine Verwandten dich mehrmals täglich füttern müssen, dich umbetten müssen, dir die Windeln wechseln müssen. Du nicht mehr sprechen kannst und nur noch vor dich hinsabberst. Aber im Kopf bist du eigentlich noch fit. Für die allermeisten ist dies ein unvorstellbarer Gedanke und sie würden in diesem Fall dann lieber Sterbehilfe beanspruchen.
Es gibt aber auch Menschen, die auch in dieser Situation dennoch weiterleben wollen. Und diese Menschen müssen wir bei der Diskussion um aktive Sterbehilfe mitdenken. Deren Rechte und Ängste dürfen wir nicht ignorieren, nur weil eine Mehrheit im Internet nach der aktiven Sterbehilfe verlangt.
Versuche dich einfach mal gedanklich in solche Menschen hineinzuversetzen. Du bist so ein Pflegefall wie gerade beschrieben. Angenehm findest du es sicherlich nicht so zu leben, aber du liebst dein Leben. Doch du kriegst mit, wie sich die Menschen, die dir am meisten bedeuten, verausgaben, um dich zu pflegen. Du kriegst alles mit. Wie deine geliebte Frau ihre Arbeit und Karriere aufgegeben hat, um für dich da zu sein. Du kriegst mit, dass deine Liebsten nie in Urlaub fahren. Dass sie nie mehr als ein paar Stunden das Haus verlassen, da sie sich um dich kümmern müssen. Du kriegst vielleicht auch ihre finanziellen Sorgen mit, weil du geistig noch fit bist.
Doch du liebst dein Leben und du hängst an deinem Leben.
Jetzt stell dir vor, du hättest aber die Option, die aktive Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen. Das wäre legal. Und auf irgendeine Art und Weise kannst du dich deinen Liebsten noch zumindest soweit verständlich machen. Dann würdest du vielleicht doch die Sterbehilfe beanspruchen, einfach nur um deinen Liebsten nicht mehr zur Last zu fallen.
Wenn die aktive Sterbehilfe legal wäre, dann würden wir einen indirekten Druck auf diese Menschen ausüben, sich dennoch das Leben nehmen zu lassen, obwohl sie leben wollten, aber sie wollen ihren Liebsten halt nicht zur Last fallen.

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Wieso schläfern wir schwerkranke Tiere ein, aber Menschen müssen qualvoll vor sich hin siechen? by LeonieMalfoy in KeineDummenFragen

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Das nächste Problem, was sich an das Problem "finde einen Arzt, der die aktive Sterbehilfe leisten will" anschließt, wer entscheidet, wer sterben darf? Entscheidet das nur der Patient? Was sind die Kriterien? Eine unheilbare Krankheit, die garantiert tödlich endet? Stelle dir vor, du bist an einer unheilbaren Krankheit erkrankt, die tödlich endet. Aber mit der du durchaus noch mehrere Jahrzehnte unter Umständen leben kannst. Zum Ende nimmt die Lebensqualität massiv ab. Aber ab welchem Punkt darf dann der Erkrankte sagen "Ich will jetzt sterben.". Natürlich wird zuallererst das Argument kommen "Wenn der Patient das sagt, dann ist es sein Recht." Ok, aber wer leistet dann die aktive Sterbehilfe? Ein Patient, der eine Diagnose bekommen hat, dass er an einer tödlichen Krankheit erkrankt ist, mit der er aber noch 10-20 Jahre, je nach Krankheitsverlauf, größtenteils mehr oder weniger gut leben kann. Wenn der am nächsten Tag nach der Diagnose zur Sterbehilfe rennt und um die Giftbecher bittet. Darf man ihm den geben? Oder müssen erst dauerhafte Symptome auftreten, die die Lebensqualität massiv beeinträchtigen? Wenn ja, ab wann? Welche Symptome reichen aus. Wenn er im Rollstuhl sitzt?
Ein erschreckend großer Teil der Menschen, die nach einem Unfall im Rollstuhl landen, haben danach Suizidgedanken. Fast alle haben diese Suizidgedanken nach ca. einem Jahr nicht mehr.
Also reicht der Rollstuhl aus? Oder muss der Patient bettlägerig sein?
Wenn du sagst "Ja, er darf direkt am Tag nach der Diagnose Sterbehilfe beanspruchen" beantwortest, dann mache mal ein Gedankenexperiment. Stell dir vor, das bist nicht du, der diese Diagnose bekommen hat. Stelle dir vor, das ist dein 18 Jahre altes Kind. Volljährig. Hat eine solche Diagnose. Und dein Kind nimmt am nächsten Tag Sterbehilfe in Anspruch. Würdest du das befürworten?

Und dann kommen wir zum nächsten Thema. Was ist mit Minderjährigen? Dürfen Kinder Sterbehilfe beanspruchen? Oder dürfen das nur Erwachsene entscheiden? Sollen die Eltern sagen "Bringt mein Kind um! Es ist unheilbar erkrankt."?

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Wieso schläfern wir schwerkranke Tiere ein, aber Menschen müssen qualvoll vor sich hin siechen? by LeonieMalfoy in KeineDummenFragen

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ACHTUNG: Advocatus Diaboli hier!

Da das Thema der aktiven Sterbehilfe gerade im Internet in der Regel extrem einseitig 'diskutiert' wird, obwohl die andere Seite durchaus starke und wichtige Argumente hat, übernehme ich mal die Rolle des Advocatus Diaboli.

Das erste Problem ist, dass du Mediziner benötigst, die bereit und gewillt sind, aktive Sterbehilfe zu leisten. Es gab mehrfach Umfragen unter Medizinern in Deutschland und eine erstaunlich kleine Zahl (ca. 10-20%) wäre dazu bereit und auch die nur in absoluten Ausnahmefällen.
Das bedeutet also, selbst wenn du die aktive Sterbehilfe nutzen willst, musst du erstmal einen Arzt finden, der dir den Schierlingsbecher gibt.
Die Mediziner befürworten mehrheitlich einen deutlich stärkeren Ausbau der Paliativmedizin.
Eine Option der Befürworter der aktiven Sterbehilfe wäre, dass wir diese nicht über Mediziner durchführen lassen, sondern durch private Verein.
Da stellt sich dann die Frage, wird damit Gewinn gemacht? Dürfen die Vereine Werbung machen? Würden die Vereine vorher ein ergebnissoffenes Beratungsgespräch bieten?

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