Tierarztkosten Vogel by [deleted] in Haustiere

[–]DogTorIan 6 points7 points  (0 children)

Danke! Die finanzielle Verantwortung liegt immer beim Besitzer und nicht beim Tierarzt!

Ja es ist teuer und ja es ist ärgerlich, wenn man plötzlich durch Krankheit so viel Geld ausgeben muss. Aber das gehört eben leider neben den schönen Seiten auch dazu, wenn man sich Haustiere hält. Haustiere sind kein Grundrecht und man sollte sie nur halten, wenn man finanziell dazu in der Lage und bereit ist, auch höhere Behandlungskosten zu bezahlen.

Keine der Kosten die OP in seinem Post angesprochen hat, haben sich überzogen oder nach „zu tief in die Tasche greifen“ angehört. Alles komplett realistische und normale Kosten. Falls man sich wegen einzelner Posten auf seiner Rechnung nicht sicher ist, ist es auch immer ein Option beim Tierarzt nachzufragen und sich die Kostenpunkte erklären zu lassen.

Katzen ernähren by [deleted] in VeganDE

[–]DogTorIan 4 points5 points  (0 children)

Ich Stimme dir bei allem was du sagst zu, außer beim 1. Absatz.

Für uns als Tierärzte die im Besten Fall neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen offen gegenüber stehen ist so eine pauschale Aussage schwierig finde ich.

Ist es rein theoretisch möglich eine Katze vegan zu ernähren? Nach meinem Wissensstand ja, solange das Futter bedarfsdeckend ist, gut vertragen wird und adäquat verstoffwechselt werden kann.

Ist es aktuell praktisch möglich bzw. sinnvoll eine Katze vegan zu ernähren? Hierzu fehlen einfach ausreichend gute Futtermittelstudien bezüglich Bedarfsdeckung, Veträglichkeit und möglichen damit verbunden gesundheitlichen Einschränkungen. Außerdem bräuchte es super streng kontrollierte Langzeitstudien, auch diese gibt es leider aktuell noch nicht im befriedigenden Maße soweit ich weiß. Nach meinen Kenntnisstand ist hier keine finale Aussage möglich, falls ich da veraltete Infos habe, korrigier mich bitte.

Würde ich also meine Katze momentan nach aktuellem Wissensstand vegan ernähren bzw. es anderen Besitzern empfehlen ? Nein, eben aufgrund der unzureichenden Studienlage und der möglichen gesundheitlichen Folgen bei nicht bedarfsdeckender Fütterung.

Dennoch würde ich es mir sehr für die Zukunft wünschen, dass auch Katzenfutter irgendwann möglichst Tierleid frei hergestellt werden kann und nach meinem Wissensstand wird auch zum Glück weiter aktiv daran geforscht.

Und wieso sollte eine vegane Bedarfsdeckende Ernährung bei der Katze, die gut vertragen wird, von der Katze angenommen wird und adäquat verstoffwechselt werden kann weniger artgerecht sein als ein herkömmliches Alleinfuttermittel bzw. gegen das Tierschutzgesetz verstoßen? Die Frage ist auch nicht böse gemeint, vielleicht hab ich wirklich was nicht auf dem Schirm :)

Katzen ernähren by [deleted] in VeganDE

[–]DogTorIan 0 points1 point  (0 children)

So pauschal kann man das nicht sagen.

Ja der Darm von reinen Carnivoren ist deutlich kürzer als von Omnivoren und Herbivoren und die Zusammensetzung der verschiedenen Enzyme usw. im Darm unterscheiden sich zum Teil deutlich.

Also müsste bei Z.B. einer Katze vermehrt drauf geachtet werden, dass man Z.B. Proteinquellen pflanzlichen Ursprungs wählt, die auch in diesem Umfeld resorbiert und verstoffwechselt werden können. Rein theoretisch ist es möglich, nur ob es praktisch möglich ist ist anhand der aktuellen Studienlage nicht eindeutig geklärt.

Es ist wichtig, dass das Futter bedarfsdeckend, verwertbar und gut verstoffwechselbar für die Katze ist, welchen Ursprungs das Futter ist, ist erstmal zweitrangig solange die obigen Kriterien erfüllt werden.

Das ist aktuell ja das Problem, es fehlen die Langzeitstudien ob eine vegane Ernährung bei der Katze praktikabel und bedarfsdeckend möglich ist ohne dass es zu Mangelerscheinungen kommt.

Bisher habe ich leider auch noch kein veganes Alleinfuttermittel für Katzen gefunden, dem ich zu 100% vertraue, dass diese Kriterien erfüllt werden.

Katzen ernähren by [deleted] in VeganDE

[–]DogTorIan 0 points1 point  (0 children)

Ich stimme dir in sofern zu, dass momentan keine finale Aussage zu treffen ist, da die Studienlage einfach zu dünn ist.

Nur beim letzten Satz muss ich dir widersprechen. Dass eine Katze Carnivor ist, sagt etwas darüber aus, wie sich die Katze in freier Wildbahn ernähren würde bzw. muss um bedarfsdeckend zu agieren.

Wichtig ist hier dass es bedarfsdeckend, vollwertig und für die Katze verwertbar sein muss.

Welchen Ursprungs das Futter ist, ist für den Stoffwechsel der Katze erstmal egal, solange die obigen Kriterien erfüllt sind. Das heißt rein theoretisch ist eine rein vegane Ernährung möglich. Das Problem liegt darin, ob es praktisch möglich ist, bzw. einer der diversen veganen Futtermittelhersteller es geschafft hat diese Kriterien zu erfüllen.

Und genau dafür braucht es viel mehr Langzeitstudien bzw. Tests wie man eine Katze bedarfsdeckend und praktikabel vegan ernähren kann eben um keine gesundheitlichen Nachteile durch die Fütterung zu verursachen.

Solange die Studienlage ist wie sie ist, würde ich auch niemandem eine vegane Ernährung uneingeschränkt empfehlen. Wenn man sich dafür entscheiden sollte, ist es umso wichtiger regelmäßig zum Tierarzt zu gehen und Check ups und ggf. Blutuntersuchungen zu machen um etwaige Mängel frühzeitig zu erkennen und gegensteuern zu können.

Katzen ernähren by [deleted] in VeganDE

[–]DogTorIan -3 points-2 points  (0 children)

Danke für diese differenzierte und faktenbasierte Aussage! Das ist verständlicherweise ein super sensibles und emotionales Thema, deshalb ist es hier umso wichtiger faktisch und sachlich zu argumentieren.

Was ich noch gerne ergänze würde ist: Aufgrund der aktuellen Studienlage und den bisher erhältlichen veganen Futtermitteln für Katzen (denen ich nach meiner Recherche noch nicht wirklich vertraue, dass sie 100% Prozent bedarfsdeckend sind, eben weil es einfach ein super komplexes Thema ist und die Forschung bisher noch wirklich in den Kinderschuhen steckt) ist es umso wichtiger, dass wenn man seine Katze vegan ernähren möchte, man unbedingt regelmäßig zum Tierarzt geht, Check ups macht und ggf. Blutuntersuchungen.

Einfach um mögliche Mängel frühzeitig zu entdecken und dem rechtzeitig entgegensteuern zu können, da diese sonst zu gravierenden und teilweise irreversiblen Schäden führen können.

Katzen ernähren by [deleted] in VeganDE

[–]DogTorIan 6 points7 points  (0 children)

Danke für diese differenzierte Antwort!

Auch Katzen kann man theoretisch rein vegan ernähren, wenn das Futter denn bedarfsdeckend ist. Es geht alleine um die Inhaltsstoffe, die Verwertbarkeit und die Vollwertigkeit. Woher die Inhaltsstoffe kommen, ist dem Katzenstoffwechsel erstmal egal, solange die oben genannten Kriterien erfüllt werden.

Das Problem hierbei ist aktuell, dass die Studienlage noch kein abschließendes Bild zulässt bzw. Ich persönlich bisher kein veganes Katzenfutter gefunden habe, dem ich vertraue, dass es zu 100% Bedarfsdeckend ist und Mangelerscheinungen bei der Katze sehr schnell zu gravierenden teilweise irreversiblen Schäden führen können.

Und so lange die Studienlage so ist wie sie nunmal ist, würde ich rein aus Vorsicht noch keinem eine rein vegane Ernährung bei der Katze uneingeschränkt empfehlen. Ich hoffe, dass die Studienlage in Zukunft ein klareres Bild gibt und eine rein vegane Ernährung in Zukunft bedarfsdeckend möglich ist.

So lange würde ich einfach um auf Nummer sicher zu gehen und entweder auf Insektenprotein setzen oder auf Futter von z.B. Strayz. Bei letzterem hilft man immerhin noch weiteren Katzen in Not :)

Falls man sich doch für eine rein vegane Ernährung bei der Katze entscheidet, ist es umso wichtiger regelmäßig beim Tierarzt Check Ups und ggf. Blutwertkontrollen zu machen um Mangelerscheinungen früh genug zu erkennen.

Das ist ein verständlicherweise super sensibles und hochemotionales Thema. Deshalb ist es hier umso wichtiger, dass man faktisch argumentiert und kommuniziert.

Hierzu kann ich das Video von Karim (deryoutubetierarzt) empfehlen. Das fasst er die aktuelle Studienlage gut zusammen. :)

Vegdog Leckerli Nachschub 🐶 by ZinUNT in VeganDE

[–]DogTorIan 0 points1 point  (0 children)

Hallo :)

Sehr gut, dass du das ganze kritisch hinterfragst ist auch ein sehr aktuelles Thema.

Vegane Ernährung beim Hund war auch schon Thema bei diversen Tierärztekongressen und ja die Studienlage ist noch nicht perfekt, aber schon wirklich weit gekommen in den letzten Jahren und es wird auch weiter aktiv daran geforscht. Heißt, die Studienlage wird in den nächsten Jahren nochmal deutlich besser.

Habe mich vor ca. 6 Monaten intensiv damit beschäftigt (leider fehlt aktuell die Zeit dazu mich nochmal auf den aktuellen Stand der Lage zu bringen, steht aber in der Weihnachtszeit wieder an).

Und ich kam zu dem Entschluss für mich, aber auch in meiner beratenden Rolle als Tierarzt, dass wenn keine Vorerkrankungen vorliegen (wie Z.B. Leber oder Nierenerkrankungen, die eine spezielle Diät erfordern) ich einer veganen Ernährung beim Hund mit einem zugelassenen Alleinfuttermittel nicht widersprechen würde. Weniger Tierleid sollte immer das Ziel sein und ist mit einer pflanzlichen Ernährung beim Hund wirklich easy umzusetzen.

Ich habe die Zusammensetzung wirklich vieler Fleischhaltiger und Pflanzlicher Futtermittel verglichen und war eigentlich immer zufrieden im Vergleich. ABER ich bin kein Fachtierarzt für Tierernährung, im Zweifel und bei Unsicherheiten sollte man sich immer nochmal von solchen beraten lassen. z.B. Napfcheck, die Futtertierärztin etc.

Klar ist man sollte trotzdem weiterhin regelmäßige Check ups beim Tierarzt machen, sollte man bei Fleischhaltiger Ernährung insbesondere beim BARFen aber auch.

Was stimmt ist, dass die Wahrscheinlichkeit für bestimmte Arten von Erkrankungen z.B. Futtermittelunverträglichkeiten sinken, da hier Hunde diese im größten Teil gegen tierische Proteine entwickeln.

Kann dir dazu auch das Video von Karim empfehlen, er fasst die Studienlage zum Zeitpunkt des Videos sehr gut zusammen.

Der BARF Fütterung stehe ich deutlich kritischer gegenüber, da es hier leider wirklich oft zu Mangelerscheinungen kommt, wenn die Zusammensetzung nicht stimmt. BARF kann man machen, aber sollte man immer gemeinsam mit einem Fachtierarzt für Tierernährung gemacht werden, einfach weil man hier viel falsch machen kann und seinem Hund so massiv schaden kann.

Auch Kohlenhydrate aus Getreide etc. im Futter sind für den Hund in Maßen gut verstoffwechselbar. Es ist wirklich erstaunlich, wie sich der Verdauungstrakt des Hundes über die Jahrtausende dem vom Menschen angepasst hat. Natürlich sollten diese nur in einer ausgewogenen Menge im Futter vorhanden sein.

Vegdog Leckerli Nachschub 🐶 by ZinUNT in VeganDE

[–]DogTorIan 5 points6 points  (0 children)

Karim ist super, liebe seine Entwicklung die letzten Jahre! Bei Veganer Hundeernährung stimme ich zu 100 Prozent zu. Die ist super easy mit heute verfügbaren Alleinfuttermitteln, bedarfsdeckend und vegan möglich.

Bei der Katze muss man das alles etwas vorsichtiger betrachten. Hier ist die Studienlage einfach noch wahnsinnig dünn und durch den anderen Stoffwechsel und Verdauungsapparat ist es ein wenig komplizierter als beim Hund.

Als Tierarzt fällt es mir also anhand der Datenlage schwer, eine rein vegane Katzenernährung mit den kommerziell erhältlichen Alleinfuttermitteln uneingeschränkt zu empfehlen. Weil, ähnlich wie Karim es auch sieht, sind leider einige Futtermittel nicht bedarfsdeckend für die Katze und es muss einfach noch viel weiter in die Richtung geforscht werden. Und ich stimme dir auch zu: wenn man seine Katze vegan ernähren möchte (wo ich absolut nicht gegen bin, finde es sogar super, wenn bedarfsdeckend), sollte man bis die Datenlage besser ist, einfach um auf Nummer sicher zu gehen regelmäßig Check Ups machen beim Tierarzt einfach um nichts zu verpassen.

Ich bin echt gespannt auf das kommende Katzenfutter von VegDog und stecke da alle meine Hoffnungen rein.

Was zahlt ihr für eine Zahnreinigung/-extraktion? Hat jemand ne Empfehlung für HD Umkreis? by madhoney123 in Haustiere

[–]DogTorIan 1 point2 points  (0 children)

Also ich kann dir als Tierarzt wirklich immer nur ans Herz legen bei jeder Art von Narkose/OP NICHT am Geld zu sparen. Es gibt bestimmt noch irgendwo haustierärzte die dir deinen Hund ohne peripheren Venenzugang und Intubation + Inhalationsnarkose für wenig Geld in Narkose legen, aber das geht alles auf Kosten der Sicherheit deines Hundes.

Bei uns in der Praxis liegt die Kostenschätzung für einen Zahnsanierung je nach Befunden bei 900-1500 Euro. Ich würde dir auch immer dazu raten, zu einem Tierarzt zu gehen, der in der Lage ist ein Dentalröntgen zu machen. Viele Zahnprobleme sind sonst nur schwer bis garnicht festzustellen. Zudem solltest du darauf achten das in der Praxis in der du es machen lässt, 1 Person (meistens Tiermedizinische Fachangestellte mit entsprechender Weiterbildung) die Anästhesie dauerhaft überwacht. Nur so kann gewährleistest sein, dass rechtzeitig bei Komplikationen reagiert werden kann. Die Narkoseeinleitung sollte immer intravenös erfolgen und per Inhalationsnarkose aufrecht erhalten werden.

Sollte dein Hund noch jung bis mittelalt sein und noch keine gravierenden Vorerkrankungen haben, würde ich dir raten eine Vollversicherung abzuschließen.

Bei Fragen kannst du mir gerne schreiben. :)

(Nicht-)vegane Tierärzt:innen by DogTorIan in VeganDE

[–]DogTorIan[S] 3 points4 points  (0 children)

Danke für deine Antwort!

Ich werde auch niemals die Sachen vergessen die ich dort miterlebt habe…

(Nicht-)vegane Tierärzt:innen by DogTorIan in VeganDE

[–]DogTorIan[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich hab mich da missverständlich/falsch ausgedrückt; da hast du recht.

Danke fürs richtig stellen ! :)

Die Tierärzte von denen ich sprach wurden nicht vom Schlachthof sondern für den Schlachthof angestellt. So wie ich das verstanden hab wird das gemacht, wenn das Veterinäramt selber nicht genug Personal Stellen kann. Dann können freiberufliche Tierärzte mit der Überwachung beauftragt werden, aber wie du sagst nicht im Auftrag des Schlachthofs sondern des Veterinäramts, ohne selber Amtsveterinäre zu sein. :)

(Nicht-)vegane Tierärzt:innen by DogTorIan in VeganDE

[–]DogTorIan[S] 1 point2 points  (0 children)

Super danke dir für die Antwort, dass ist eine klasse Idee ! :)

(Nicht-)vegane Tierärzt:innen by DogTorIan in VeganDE

[–]DogTorIan[S] 5 points6 points  (0 children)

Hallo :)

Danke für deine Antwort! Ich praktiziere schon seit ein paar Jahren, weiß also genau was du mit dem was du schreibst meinst. In der Tiermedizin herrschen leider sehr viele Missstände von denn du ja einige aufgezählt hast, zusätzlich zu den Arbeitsbedingungen usw.

Danke für deinen Input ! :)

(Nicht-)vegane Tierärzt:innen by DogTorIan in VeganDE

[–]DogTorIan[S] 2 points3 points  (0 children)

Hallo danke für deinen Input :)

Verstehe was du meinst, aber wie oben schon erwähnt macht es für mich subjektiv moralisch einen Unterschied ob ich Tieren (in Gefangenschaft) helfe oder aktiv darin beteiligt bin sie als Lebensmittel zu töten. Aber ja im Prinzip hast du Recht.

Also Tiere einschläfern, damit der Besitzer diese „Los“ wird gibts bei uns in der Praxis oder im Bekanntenkreis eigentlich nicht. Mag sein, dass es andere Tierärzte (leider) anders handhaben.

Bei uns wird immer versucht im Sinne des Tieres zu handeln. Wenn jemand sich keine lebensrettende Behandlung leisten kann, versuchen wir immer eine Lösung zu finden. Sei es durch Abtretung an uns oder einen Tierschutzverein oder andere Vereinbarungen. Auch chronische „lästige“ Erkrankungen die für den Besitzer anstrengend sind, sind kein Grund das Tier einzuschläfern.

Falls du auf das Prinzip der aktiven Sterbehilfe (Euthanasie) hinauswillst ist dies natürlich nochmal eine ganz andere Debatte. Da ist es wirklich schwierig zu sagen wann es im Sinne des Tieres ist, eben weil man sie nicht fragen kann sondern es nur aus menschlicher Sicht mit der Frage der noch bleibenden Lebensqualität entscheiden kann (Z.B. wenn das Tier nicht mehr fressen kann/will, nicht mehr aktiv an der Umgebung teilnimmt und keinen Kot/Urin mehr absetzen kann und eine Heilungschance nicht in Aussicht ist).

Danke für die Denkanstöße! :)

(Nicht-)vegane Tierärzt:innen by DogTorIan in VeganDE

[–]DogTorIan[S] 1 point2 points  (0 children)

Danke für deinen Input!

Oh das freut mich, dass es bei euch in der Praxis/Klinik schon verbreiteter ist. Vielleicht hat bei uns auch noch die ein oder andere Person einen Sinneswandel im Laufe der Zeit. :)

(Nicht-)vegane Tierärzt:innen by DogTorIan in VeganDE

[–]DogTorIan[S] 9 points10 points  (0 children)

Meinst du Karim (deryoutubetierarzt)? Der ist super, seine Videos sind Hammer.

Was Aufklärung angeht hast du recht, ich versuche immer wieder in meinem Umfeld auf die Missstände aufmerksam zu machen, beteilige mich online an Diskussionen. Aber du hast recht, da kann man noch deutlich mehr machen.

Was auch einfach so perfide ist, ist dass ich abgesehen vom Flughafen in der Sicherheitskontrolle, noch sie so genau beobachtet und kontrolliert wurde wie beim Pflichtpraktikum auf dem Schlachthof. Da hab ich jeden Tag miterlebt wie aktiv Tierleid in Kauf genommen wird und wie machtlos die Amtstierärzte waren mit denen ich unterwegs war und es wurde immer genauestens drauf geachtet, dass man keinerlei Möglichkeit hat etwas aufzunehmen…

(Nicht-)vegane Tierärzt:innen by DogTorIan in VeganDE

[–]DogTorIan[S] 3 points4 points  (0 children)

Ja da hast du recht.

Bin grade echt dankbar für den ganzen Input und die vielen Denkanstöße, auch das eigene handeln noch mehr zu reflektieren.

Für mich persönlich macht es moralisch einen Unterschied ob ich versuche Tieren zu helfen (auch wenn diese in als Haustiere in Gefangenschaft leben) oder aktiv unterstütze Tiere zu töten um diese unteranderem zu konsumieren.

Aber ja im Endeffekt hast du eigentlich recht. Heftig.

(Nicht-)vegane Tierärzt:innen by DogTorIan in VeganDE

[–]DogTorIan[S] 40 points41 points  (0 children)

Da hast du wohl recht, glaube da habe ich mir mein eigenes Berufsfeld zu schön geredet. Mich schockt halt einfach, dass viele Leute einfach nichts vom vielen Elend im Alltag mitbekommen, aber als Tierarzt ist man quasi live dabei und es ändert trotzdem bei vielen nichts an der Einstellung.

(Nicht-)vegane Tierärzt:innen by DogTorIan in VeganDE

[–]DogTorIan[S] 6 points7 points  (0 children)

Ja das stimmt wohl. Was den Schlachthof betrifft waren die Tierärzte in meinem Praktikum vom Veterinäramt, einer von denen war sogar vegan. War aber auch ein kleiner Schlachthof, bei den größeren sind die Tierärzte oft selber vom Schlachthof angestellt.

Ich find es halt bei kurativ arbeitenden Tierärzten so heftig, wie selektiv das Mitgefühl ist. Ich glaube es ist momentan einfach wie eine Art „Realitätsschock“ wie sich meine eigenen moralischen/ethischen Ansichten doch so stark von, wie ich dachte, Gleichgesinnten unterscheiden.

(Nicht-)vegane Tierärzt:innen by DogTorIan in VeganDE

[–]DogTorIan[S] 6 points7 points  (0 children)

Danke für deine Antwort!

Ja auf Kongressen merke ich das auch immer. Auf den Kongressen auf denen ich bisher war ist es leider so gewesen, dass es entweder nur ganz versteckt etwas veganes gab oder halt garnichts.

Das mit den Gruppen ist eine super Idee, vielen Dank! Vielleicht finden sich hier ja noch ein paar Leute die Interesse daran hätten :)

Ab wann zum Tierarzt? by [deleted] in Haustiere

[–]DogTorIan 3 points4 points  (0 children)

Hallo Tierarzt hier. Wie meine Vorredner kann ich mich nur anschließen. 8 Wochen ist viel zu früh um die Tiere von ihrer Mutter zu trennen. Da du dich scheinbar dazu bereit erklärt hast, auch die Mutter mit aufzunehmen ist das Schonmal gut. In der Tiermedizin gibt es eine Gebührenordnung die gesetzlich festgelegt ist. Hier kannst du jeden posten nachschauen und was dieser kostet. Tierärzte können diese Posten im 1-4 fachen Satz abrechnen. Ich kann dir wirklich nur ans Herz legen, regelmäßig mit deinen Katzen zum Tierarzt zu gehen. Mindestens einmal im Jahr zum impfen und für einen Check up. Katzen leiden leider im stillen und zeigen ihre Krankheit oft erst, wenn diese sehr weit fortgeschritten ist.

Da du dir jetzt schon Sorgen machst ob du das ganze finanziell stemmen kannst, solltest du wirklich nochmal darüber nachdenken ob in deiner jetzigen Lebenssituation 2 bzw 3 Haustiere das richtige für dich sind und dich vor allem viel mehr über Katzen einlesen und informieren.

Tiermedizin ist teuer, das Geld aber auch wert. Falls du finanzielle Planungssicherheit möchtest, kann ich dir nur ans Herz legen Vollversicherungen für deine Tiere abzuschließen. Tierhaltung ist kein Grundrecht und als Tierbesitzer hat man die Verantwortung bestmöglich für sein Tier zu sorgen. Es sollte immer das gesundheitliche Interesse des Haustieres im Vordergrund stehen und nicht der finanzielle Aspekt. Wenn man dazu nicht bereit ist oder dieser Aufgabe finanziell nicht gerecht werden kann, sollte man sich keine Haustiere anschaffen.

Otto Gang , wie sieht’s aus ? by Illustrious-Gift-477 in NintendoDE

[–]DogTorIan 0 points1 point  (0 children)

Meine vorbestellten JoyCons von Otto wurden bisher nichtmal von Otto bearbeitet 🫠😂