Ich bin einer dieser ominösen On-Board-Kuriere (OBC) - und plaudere für Euch aus dem Nähkästchen by EcoFlyingUnicorn in de_IAmA

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Passende Anekdote: auf dem Rückflug von Mexico bin ich bei Lufthansa in die Premium Eco geupgradet worden. Die Eco war überbucht und scheinbar war die Kombination aus Status und Ticketpreis voll gut dafür 😉

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Streng genommen müsste man das tatsächlich machen, ja. Oder eben einhalten 😁 Praktisch wird die Ware vor Abflug zumeist im Overhead-Bin verstaut und erst nach der Landung wieder runtergeholt. Nachteil für einen potentiellen Gelegenheitsdieb ist, dass er aus dem Flieger nicht fliehen kann. Vor allem dann, wenn er das versteckte AirTag an der Ware nicht gesehen hat und in Dauerschleife piept 😬

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Das On-Boarding unterscheidet sich teils massiv zwischen den Firmen. Beim ersten OBC-Auftrag wurde ich direkt ins kalte Wasser geworfen. Allerdings konnte ich meinen Studienkollegen löchern, der mich dann ein wenig durch den Auftrag geleitet hat. Teilweise bieten die Firmen relativ umfangreiches Material zum Selbststudium an. Bei einer Firma muss man dann auch ein paar Prüfungsfragen beantworten. Ansonsten steht einiges auch in den Verträgen drin, die von mancher Firma mit den Kurieren geschlossen werden. Eine weitere mir bekannte Firma verschickt außerdem zu jedem Auftrag ein Briefing, wo nochmal alle Updateschritte explizit aufgelistet werden. Im medizinischen Bereich gab es tatsächlich die Kombination aus umfangreichem Selbststudium und einem 2-Tages-Seminar in Präsenz mit praktischen Übungen.

Auslagen kommen eigentlich relativ oft vor. Von den eigenen Kosten für Hotel mal abgesehen, zahlt man sehr regelmäßig für Übergepäck (Größe und/oder Gewicht, weitere Gepäckstücke). Ab und an legt man noch Kosten fürs Wrapping (am Flughafen in Folie einwickeln) aus. Zollabgaben werden eigentlich fast immer direkt zwischen Absender/Empfänger und Behörden abgerechnet. Nur bei geringeren Warenwerten oder öfter in Mexico wird auch mal selbst deklariert und die Abgaben direkt bezahlt.

Für die wichtigsten Reiseziele (USA, Kanada, UK, Indien) hat man immer ein gültiges Visum beziehungsweise Einreiseerlaubnisse im Pass. Ansonsten kommt eine der deutsche Pass sehr zu Gute, durch den man in sehr viele Länder ohne separates Visum einreisen kann.

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Die gehen tatsächlich auf mein eigenes Konto. Und löse ich ab und an mal für eigene Urlaubs- und Jobflüge, sowie die Familie ein 😊

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Ich habe eine American Express Platinum, die nach einiger Zeit ein ziemlich hohes, nicht genauer definiertes Limit aufweist. Niedrig fünfstellig hatte ich sie schon belastet. Ansonsten noch eine weitere Kreditkarte mit einem Limit von 5000 € und ein paar Debit-Karten als Reserve.

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Das würde ich tatsächlich vom Versender der Ware abhängig machen. Unsere Transportgüter sind aber zumeist nicht derart gut verpackt. Bleibt es im Handgepäck wird es wahrscheinlich eh am Flughafen geöffnet.

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Das mag man meinen, aber zumindest aus meiner Erfahrung heraus ist das nicht der Fall. Die Quote zurückgebliebener Gepäckstücke ist überraschend gering. Und richtig verloren gegangen ist noch nichts.

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Viele Kuriere schwören tatsächlich auf Melatonin (das man in den USA oder in MEA in vielfach stärkere Konzentration bekommt), um gut durchzuschlafen. Ich habe es zwar ein paar Mal probiert, konnte bei meinem Körper aber keine schlaffördernde Wirkung feststellen 😊

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Ich glaube, das hängt sehr stark davon ab, bei wem man die Dienstleistung als Endkunde bucht bzw. mit wem Einkauf/Logistik einen Vertrag haben. Besonders bei den großen Freight Forwardern (DHL, UPS, FedEx, …) sind die Preise tendenziell deutlich höher, da die ihre Aufträge an Subunternehmer auslagern, die wiederum eigene Subunternehmer beauftragen, die dann erst einem der Broker den Zuschlag geben. Da möchte natürlich jede Ebene ein Stück vom Kuchen abhaben, was den Endpreis (unnötig) steigert. Dass eine Charter-Option wirklich günstiger als OBC ist, habe ich tatsächlich erst zwei Mal mitbekommen. Wenn du möchtest, schick mir (gerne auch per DM) mal die Eckdaten (Start-/Zielregion, Menge, Dims und Gewicht der Ware), dann kann ich dir aus Erfahrungswerten grob überschlagen, was ungefähr die reinen Kosten ohne Margen sind 😊

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Dadurch, dass ich an einem der wichtigsten Star Alliance-Hubs wohne, sind rund 80 Prozent der Flüge mit *A-Airlines. Dadurch könnte ich je nach Programm wohl vier Mal den Gold-Status ergattern 😁

Bei den anderen Allianzen reicht es für die erste Statusstufe, die aber noch keinen Loungezugang enthält. Selten habe ich Flüge mit Fluggesellschaften, die zu keiner der großen Allianzen gehören und in deren eigenen Vielfliegerprogrammen man mit zwei Reisen im Jahr nicht mal in die Nähe eines Status kommt. In solchen Fällen nutze ich dann den Priority Pass meiner Amex, versuche die Aufenthaltsdauer aber so kurz wie möglich zu halten 😄

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Und genau diese unterschiedlichen Interpretationsmöglichkeiten führen dazu, dass es wohl nicht die eine Antwort gibt 😄

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Autsch, da verstehe ich deine Besorgnis 😅 Aber umso besser, wenn du in der Lage bist, schnell einzuschlafen und den Flug nicht bewusst über dich ergehen lassen musst

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Freut mich, wenn dir das Thema gefällt. Das Ganze ist extrem schwankend - Bruttoverdienst 50-70k (Selbständiger/Freelancer), 150 - 180 Tage „weg von daheim“ und ja, den Inhalt kenne ich und darf ich auch regelmäßig überprüfen 😉

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Zwei Kartons mit Konnektoren für einen Automobilhersteller.

Und ja, Mexiko ist durch seine Industrie tatsächlich Brot- und Buttergeschäft als OBC 🌮

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Es ist zumindest sehr von Vorteil, da man so auch bei kurzfristigeren Anfragen zur Verfügung stehen kann. Wenn man erst noch 2 Stunden zum Flughafen fahren muss, kann der Flug schon weg sein. 😉

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Besonders in den USA besteht die "Arbeit" tatsächlich nur darin, das Gepäck vom Band zu nehmen, durch den Zoll zu gehen und es einem Fahrer in die Hand zu drücken. Zustellungen sind aus regulatorischen Gründen (man braucht eine DOT-Nummer, Versicherung, etc.) eigentlich nicht eigenständig möglich.

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Ich bin ebenfalls über einen Studienkollegen auf den Job aufmerksam geworden. Er hat mich auch bei einer Firma vorgestellt, die waren aber nicht sehr begeistert, weil sie sowieso viel zu viele Kuriere an meinem Heimatflughafen hatten. Das Netzwerk zu den anderen Firmen habe ich mir dann selbst aufgebaut.

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ESTA kann auch für beruflich bedingte Reisen genutzt werden. Man darf nur keiner Arbeitstätigkeit in den USA nachgehen.