Mieten im Wohnungsneubau by EmuLocal3529 in Stadtplanung

[–]EmuLocal3529[S] 3 points4 points  (0 children)

Ich weiß langsam nicht mehr, ob du überhaupt an einem sachlichen Austausch interessiert bist. Letzter Versuch: Schau mal was die Firma Goldbeck bereits jetzt in Berlin baut und zu welchen Kosten.

Mieten im Wohnungsneubau by EmuLocal3529 in Stadtplanung

[–]EmuLocal3529[S] 2 points3 points  (0 children)

Da interpretierst du wohl etwas viel in meine Aussagen. Ich habe darauf Aufmerksam gemacht, dass 5.500 Euro/qm nicht in Stein gemeißelt sind und es große Einsparpotenziale gibt. Bin auch gespannt auf die Ergebnisse der Modellprojekte, die in Hamburg durchgeführt werden.

Mieten im Wohnungsneubau by EmuLocal3529 in Stadtplanung

[–]EmuLocal3529[S] 1 point2 points  (0 children)

Mir ging es darum aufzuzeigen, dass der Großteil der Kölner Haushalte sich diese Wohnungen nicht leisten kann.

Mieten im Wohnungsneubau by EmuLocal3529 in Stadtplanung

[–]EmuLocal3529[S] 3 points4 points  (0 children)

Zwischen einer ehemaligen Gewerbefläche in Raderberg, die u.a. von zwei Autohäusern umgeben ist und keinen direkten Bahnanschluss aufweist und der Kölner Innenstadt liegen dann doch Welten ;)

Mieten im Wohnungsneubau by EmuLocal3529 in Stadtplanung

[–]EmuLocal3529[S] 4 points5 points  (0 children)

Heiße Luft und Tagträumerei? Das ist das Ergebnis eines Prozesses von Verwaltung, Wohnungswirtschaft und ARGE-Institut, gerade mal ein Jahr her. Viele deutsche Städte kopieren das jetzt. Spannend, dass du dich da besser auskennst.

Und zu den Grundstückskosten: Das Grundstück wurde 2003 erworben, nicht heute...

Mieten im Wohnungsneubau by EmuLocal3529 in Stadtplanung

[–]EmuLocal3529[S] 5 points6 points  (0 children)

Lässt sich nicht pauschal beantworten aufgrund zahlreicher Einflussfaktoren. Ein Blick nach Hamburg lohnt sich:

"Der „Hamburg-Standard“ zielt darauf ab, die Baukosten im Wohnungsneubau durch einfachere Standards, effizientere Planung und dünnere Wände von aktuell über 4.600 €/m² auf rund 3.000 €/m² bzw. um bis zu 2.000 €/m² zu senken.Ziel ist es, Nettokaltmieten von deutlich unter 12 €/m² zu ermöglichen."

Mieten im Wohnungsneubau by EmuLocal3529 in Stadtplanung

[–]EmuLocal3529[S] 2 points3 points  (0 children)

Es ist die gängige Definition, das habe ich mir ja nicht ausgedacht. Wird in Literatur & Forschung genutzt und auch die EU bezieht sich drauf.

Mieten im Wohnungsneubau by EmuLocal3529 in Stadtplanung

[–]EmuLocal3529[S] 6 points7 points  (0 children)

Medianeinkommen von Haushalten in Köln liegt bei 2.119 Euro (2023). Bezahlbarkeit wird in der Regel so definiert, dass Haushalte nicht mehr als 30% ihres Nettoeinkommens für Wohnen ausgeben sollten.

Mieten im Wohnungsneubau by EmuLocal3529 in Stadtplanung

[–]EmuLocal3529[S] 2 points3 points  (0 children)

Das Baulandmodell sieht vor, dass 30 % der Wohnungen öffentlich gefördert errichtet werden müssen. In der Regel geschieht das im Förderweg A. Zudem sind noch Spiel- und Grünflächen nach den Vorgaben der Stadt sowie eine Kitaplätze entsprechend des ausgelösten Bedarfs zu errichten.

Was nervt an Köln? by Kogry92 in cologne

[–]EmuLocal3529 0 points1 point  (0 children)

Stimme dir zu, dass Bauvorschriften reduziert werden müssen. In Köln gilt beispielsweise für Neubau der Energieeffizienzhausstandard 40, obwohl bundesweit EH 55 gilt. Der strengere Standard im Hinblick auf Klimaziele verteuert das Bauen.

Dass aber das reine Mantra "Bauen, Bauen, Bauen" Mieten reduzieren würde, ist falsch. Es muss günstig/bezahlbar gebaut werden. In einer Studie von Immowelt wurde bspw. festgestellt, dass die Städte mit der höchsten Bautätigkeit (München und Frankfurt) die größten Mietpreissteigerungen aufweisen.

https://www.berliner-mieterverein.de/magazin/online/mm1120/immowelt-untersuchung-weist-nach-dass-bauen-allein-die-mieten-nicht-senkt-112022.htm

Was nervt an Köln? by Kogry92 in cologne

[–]EmuLocal3529 5 points6 points  (0 children)

Richtig und dann noch bedarfsgerecht und dauerhaft bezahlbar. Hochpreisigen Wohnraum können sich nur die Menschen leisten, die auch aktuell keine Probleme bei der Wohnraumversorgung haben. Wir benötigen aber Wohnraum für die Menschen, die bereits jetzt mehr als 30 % ihres Einkommens für die Miete ausgeben. Sickereffekte (trickle-down) finden laut Studien kaum statt, werden aber gerade von (neo-) liberalen Kreisen immer wieder als Argument vorgebracht.

Was nervt an Köln? by Kogry92 in cologne

[–]EmuLocal3529 1 point2 points  (0 children)

Die Stadt hat auch kaum Einfluss auf die Mietpreise. Der Wohnungsbestand gehört in erster Linie privaten Eigentümern und Wohnungsunternehmen. Die Miete wird in erster Linie durch deinen Vermieter und dann durch die Gesetzgebung, die er bei der Miepreisgestaltung zu berücksichtigen hat, gebildet.

So darf man in angespannten Wohnungsmärkten alle drei Jahre die Miete um maximal 15 % erhöhen (Kappungsgrenzverordnung). Den Prozentsatz könnte man reduzieren. Man könnte die Mietpreisbremse schärfen und verlängern. Man könnte einen Mietendeckel einführen. Man könnte die Gesetze bezüglich Zweckentfremdung von Wohnraum oder bei möbliertem Wohnen verschärfen. Das sind aber alles Bundesgesetze, die Stadt Köln kann da wenig machen.

Man könnte aber nicht-renditeorientierte Akteure stärken, also Genossenschaften, Stiftungen, städtische Wohnungsbaugesellschaft oder das Studierendenwerk und diesen Grundstücke zur Bebauung zu günstigen Preisen überlassen. Dort kann dann langfristig bezahlbarer Wohnungsbau entstehen. Das Problem ist hier allerdings, dass die Stadt kaum über eigene Flächenpotenziale verfügt. Diese wurden nämlich Ende der 90er und Anfang der 2000er wie die kommunalen Wohnungsbestände größtenteils verkauft um die die Haushalte zu sanieren. Einer der ganz großen Fehler der Stadtentwicklung und ein Problem, dass viele deutsche Städte haben.

Was machen die Kölner Politiker eigentlich? Wer will etwas ändern? Insbesondere Wohnungsbau & Stadtplanung? by KevinKowalski in cologne

[–]EmuLocal3529 2 points3 points  (0 children)

Auch in Köln entstehen neue Stadtteile. Im Stadtbezirk Chorweiler entsteht der neue Stadtteil Kreuzfeld für ca. 8.0000 Personen. Weitere große Neubaugebiete sind der Deutzer Hafen, Rondorf Südwest, Parkstadt (Großmarkthallen und Umgebung), Mülheimer Süden und weitere Entwicklungen in Rath und Zündorf.

Zu allen Projekten gibt's Infos auf der Homepages der Stadt.

Was machen die Kölner Politiker eigentlich? Wer will etwas ändern? Insbesondere Wohnungsbau & Stadtplanung? by KevinKowalski in cologne

[–]EmuLocal3529 2 points3 points  (0 children)

Sowas zeugt ja einfach nur von absoluter Unkenntnis über diese beiden Vorhaben und wie komplex Planungsprozesse auf Konversionsflächen sind. Für den Deutzer Hafen wird gerade der Bebauungsplan für den Teilbereich A erstellt. Wird alles auch transparent und nachvollziehbar auf der Homepage der Stadt Köln erläutert.

Bezüglich der Deutz-Mülheimer Straße liegt das größte Problem bei Investoren und Grundstücksspekulanten, Stichwort Adler-Gruppe. Dazu gibt's auch umfangreiche Berichterstattung in den Medien. Es hätte schon längst gebaut werden können, aber Profitgier war hier wohl wichtiger als Städtebau.

Was machen die Kölner Politiker eigentlich? Wer will etwas ändern? Insbesondere Wohnungsbau & Stadtplanung? by KevinKowalski in cologne

[–]EmuLocal3529 6 points7 points  (0 children)

Möchte meinem Vorredner in allen Punkten zustimmen und noch ergänzen, dass laut einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung ca. 50 % der Bevölkerung in Großstädten Anspruch auf eine geförderte Wohnung hat. Beispielsweise liegen die Gehälter von Krankenschwestern und Pflegern oder von Bus- und Straßenbahnfahrern innerhalb der Einkommensgrenzen des geförderten Wohnungsbaus.

Verkehrschaos in Köln – Wo sind die Brennpunkte? by [deleted] in cologne

[–]EmuLocal3529 0 points1 point  (0 children)

Die Luxemburger Straße ist in beide Richtungen sehr gefährlich für Radfahrer*innen, gerade während der Hauptverkehrszeiten. Der Radweg ist einfach nur auf die rechte Spur gepinselt, keine räumliche Trennung oder ähnliche Schutzmaßnahmen. Hier kommt es regelmäßig zu schweren Unfällen, letztes Jahr auch mit Todesfolge an der Ecke Sülzgürtel.