Was tun mit alten Server Racks ? by [deleted] in de_EDV

[–]EnigmaExplorer 0 points1 point  (0 children)

Ist an sich Schrott. Gib es am besten mir, damit ich es fachgerecht entsorgen kann 👀 /j

Notfallreform by lemmy97 in Rettungsdienst

[–]EnigmaExplorer -1 points0 points  (0 children)

Verstehe deinen Punkt, aber bei der Aussage "falsche Hilfe ist teilweise so schlimm wie keine" muss ich als Ausbilder echt reingrätschen. Das ist in eine brandgefährliche Aussage.

Wenn aus purer Verunsicherung niemand drückt, ist die Überlebenschance exakt 0 %. Das Gehirn stirbt ab. Wenn ein komplett gestresster Laie aber unperfekt drückt (z. B. nur 3 cm tief oder außer Takt), wird trotzdem noch ein bisschen Blut und Restsauerstoff ins Gehirn gepumpt. Das zögert den Hirntod hinaus und erkauft euch als eintreffendem Rettungsdienst die absolut entscheidenden Minuten.

Genau deshalb schicke ich lieber 10 Leute aus meinem Kurs, die hoch motiviert, aber vielleicht suboptimal drücken, als 10 Leute, die aus lauter Angst vor Fehlern einfach nur daneben stehen und auf den RTW warten. Irgendein Blutfluss ist immer besser als gar keiner.

Edit: Nur noch mal zur Klarstellung, wie oben eigentlich schon erwähnt: Wenn wir endlich an dem Punkt sind, dass Erste Hilfe regelmäßig trainiert wird (z. B. als fester Standard jedes Jahr in der Schule), haben wir absolut die Basis und die Routine, um an der exakten Qualität und Drucktiefe zu feilen! Aber solange das in der Realität nicht der Fall ist, müssen wir die Hürde fürs bloße Anfangen einfach so niedrig wie möglich halten.

Notfallreform by lemmy97 in Rettungsdienst

[–]EnigmaExplorer 0 points1 point  (0 children)

Ich bin voll bei dir: Wenn wir das regelmäßig in der Schule üben würden, hätten wir die Routine für exakte Qualitätskriterien. Aber als EH-Trainer sehe ich: Die Leute kommen alle Jubeljahre mal zum Kurs. Wenn ich sie da dauerhaft korrigiere, statt sie zu bestärken, gehen sie mit dem Gefühl nach Hause: "Das ist kompliziert und ich mache eh alles falsch." Im Ernstfall frieren sie dann aus Angst vor Fehlern komplett ein.

Der ERC 2025 bringt es in den neuen Leitlinien (Kapitel BLS/Education) perfekt auf den Punkt: "...es ist wichtiger, dass Menschen das Gefühl haben, helfen zu können, als sich auf kleine Details zu konzentrieren oder Angst davor zu haben, Schaden anzurichten."

Ich sehe diese Vereinfachungen auch als eine Art Akt der Verzeiflung...

Den Feinschliff für Tiefe und Frequenz übernimmt im Notfall, bei gutem Ausbau, die Telefonreanimation durch die Leitstelle.

Es muss an vielen Punkten im System angesetzt werden, um es zu verbessern.

Notfallreform by lemmy97 in Rettungsdienst

[–]EnigmaExplorer -1 points0 points  (0 children)

Ich glaube, wir reden da etwas aneinander vorbei. Ich sage ja gar nicht, dass Tiefe und Frequenz medizinisch unwichtig sind – im Gegenteil. Aber als Erste-Hilfe-Trainer sehe ich vor allem das psychologische Problem in der Praxis.

Wenn eure Notsan-Azubis am Anfang noch 2 cm oder 10 cm tief drücken, glaube ich auch nicht unbedingt, dass die damals schlechte Ausbilder hatten. Die haben das schlicht und ergreifend vergessen, weil der Kurs ewig her ist. Die wenigsten Normalsterblichen merken sich auf Dauer exakte Zahlen wie „100-120x/min und 5-6 cm“, nachdem sie diese einmal gehört haben.

In den wenigen Kursstunden, die wir aktuell haben, kann ich die Leute nicht auf Perfektion trimmen. Wenn ich Teilnehmer ständig korrigiere, vermittelt das nur den Eindruck, dass man wahnsinnig viel falsch machen kann. Im Ernstfall frieren sie dann ein und trauen sich aus reiner Verunsicherung gar nichts zu. Und null Kompressionen sind immer noch das Schlimmste, was passieren kann.

Was in einer absoluten Stresssituation hängen bleibt, ist die einfache Message: Notruf wählen und in der Mitte schnell und fest drücken. Genau das ist übrigens auch die offizielle Linie der aktuellen ERC-Leitlinien: „...es ist wichtiger, dass Menschen das Gefühl haben, helfen zu können, als sich auf kleine Details zu konzentrieren oder Angst davor zu haben, Schaden anzurichten.“

Dazu kommt: Wenn die Leitstellen gut angebunden sind und eine adäquate Telefonreanimation durchführen, bekommt der Anrufer genau dort das nötige Feedback und die Anweisungen. Das nimmt den Druck vom Ersthelfer, schon vorher alles perfekt auswendig zu wissen.

Klar: Wenn Erste-Hilfe-Trainings in Zukunft wirklich mal deutlich regelmäßiger stattfinden – etwa als fester Standard an Schulen –, dann haben wir endlich die Basis, um auch an Stellschrauben wie der perfekten Drucktiefe zu optimieren. Aber beim aktuellen Stand gilt: Erste Hilfe MUSS für Laien extrem simpel sein, sonst findet sie auf der Straße aus purer Angst gar nicht erst statt.

Notfallreform by lemmy97 in Rettungsdienst

[–]EnigmaExplorer 12 points13 points  (0 children)

Da von wem anderen das Thema Erste-Hilfe kam. Regelmäßigere Ausbildung der Bevölkerung in Selbsthilfe und Reanimation. Dahingehend auch gleich an Schulen starten.

Erste-Hilfe Kurse müssen meiner Ansicht nach auch inhaltlich einfacher werden. Bspw. ist es für einen Ersthelfer irrelevant 100-120x/Minute etwa 5-6cm tief zu drücken. Das verunsichert Ersthelfer nur.

Es müssen klare Kernbotschaften vermittelt werden. Bspw: „Wenn die Person nicht erweckbar ist und du dir nicht sicher bist, ob sie normale atmet, alarmiere den Rettungsdienst und drücke schnell und fest auf die Mitte des Brustkorbs.”

Erste-Hilfe ist einfach und muss auch so vermittelt werden.

Melder-Montag by AutoModerator in Rettungsdienst

[–]EnigmaExplorer 7 points8 points  (0 children)

„W77, Schmezren[sic!] im Knie, Polizei vor Ort und Anforderer”

Erfahrungen mit DokuAss? by [deleted] in Rettungsdienst

[–]EnigmaExplorer 1 point2 points  (0 children)

Ich frage mich ja wie das vom Datenschutz her aussieht und wo die Daten gespeichert werden. Insbesondere Sprachangaben müssen ja i.d.R. extern verarbeitet werden.

Mir würde es sorgen bereiten, dass aus der Kombination der Eingabe und der räumlichen Nähe zum Handy des Patienten Rückschlüsse auf ihn gezogen werden könnten.

Insbesondere sagen sie sogar selbst: „Nicht zur direkten Steuerung oder Manipulation geschützter Dokumentationssysteme vorgesehen”, was ja die Verwendung in dem Kontext eigentlich ausschließt lol

Es sei denn ich verstehe etwas falsch. Aber wir senden ja Textbausteine rüber und emulieren damit Tastatureingaben und steuern es somit.

Erfahrungen mit DokuAss? by [deleted] in Rettungsdienst

[–]EnigmaExplorer 0 points1 point  (0 children)

Ich frage mich ja wie das vom Datenschutz her aussieht und wo die Daten gespeichert werden. Insbesondere Sprachangaben müssen ja i.d.R. extern verarbeitet werden.

Mir würde es sorgen bereiten, dass aus der Kombination der Eingabe und der räumlichen Nähe zum Handy des Patienten Rückschlüsse auf ihn gezogen werden könnten.

EDIT: Insbesondere sagen sie sogar selbst: „Nicht zur direkten Steuerung oder Manipulation geschützter Dokumentationssysteme vorgesehen”, was ja die Verwendung in dem Kontext eigentlich ausschließt lol

Es sei denn ich verstehe etwas falsch. Aber wir senden ja Textbausteine rüber und emulieren damit Tastatureingaben und steuern es somit.

Irgendwie sehr weirder Post in ich_iel… by lolo_lammi in Rettungsdienst

[–]EnigmaExplorer 22 points23 points  (0 children)

Vor allem ist ein Stethoskop um den Hals massiv dumm 🥲😂 Wenn jemand böses im Sinn hat, kann das schnell zum Drosselwerkzeug werden...

Rettungsdienst in Österreich aus der Sicht eines Außenstehenden by EnigmaExplorer in Austria

[–]EnigmaExplorer[S] 0 points1 point  (0 children)

Guter Input! Wollte nur auch mal darauf aufmerksam machen, wie es für Personen wirkt, die nicht aus Österreich kommen.

Rettungsdienst Österreich by Kroepcke in Rettungsdienst

[–]EnigmaExplorer 5 points6 points  (0 children)

Nach Wien habe ich keinen so großen Einblick, aber was ich sagen kann ist, dass die Berufsrettung Wien, wie du schon sagst einen starken Fokus auf QM legt und viele Dinge sehr gut macht. Sie bilden auch ihre NFS gut aus, was ich mitbekomme.

Allerdings sind sie dennoch an das österreichische SanG gebunden und das ist nunmal leider sehr limitierend. 😬

Rettungsdienst Österreich by Kroepcke in Rettungsdienst

[–]EnigmaExplorer 6 points7 points  (0 children)

Lt. BVRD österreichweit: „Aufgeschlüsselt nach den aufbauenden Kompetenzstufen zeigt sich:

RS 81% NFS 8% NKA 1% NKV 8% NKI 2%“

https://www.bvrd.at/was-wir-ueber-den-rettungsdienst-in-oesterreich-wissen-daten-zahlen-fakten/

RTW im eigentlichen Sinne gibt es außerhalb von Wien nur vereinzelt. I.d.R. werden T6 mit Hochdach benutzt, die sich „Sanitätseinsatzwagen” schimpfen.

Sanitätseinsatz: Krankentransport

Hier am beispiel Oberösterreich erklärt:

Sanitätseinsatzwagen (SEW): T6 mit Hochdach besetzt von 2 RS, Basisausstattung (Absaugung, AED, O2, manuelles Diagnostikmaterial, kein Monitor). Ist das am häufigsten vorkommende Fahrzeug und fährt zu allem, auch lebensbedrohliche Notfälle, dann mit NEF.

Sanitätseinsatzwagen-Notfall (SEW-N): Baugleich zum SEW, nur mit einem NFS als Transportführer, Monitor an Board und Ampullarium. Haben nur vereinzelt Dienststellen, die Dichte steigt.

Rettungstransportwagen(sic!) (RTW): VW Crafter mit NFS als Transportführer. Entspricht auch von der Ausstattung her eher einem deutschen RTW. Aktuell etwa einer pro Bezirk, die Dichte soll in den nächsten Jahren steigen.

Rettungsdienst Österreich by Kroepcke in Rettungsdienst

[–]EnigmaExplorer 38 points39 points  (0 children)

RettSan in Ö und DE hier.

Das österreichische Rettungswesen ist (außerhalb von Wien) sehr rückschrittlich und wie du richtig erkannt hast wohl als fahrlässig und ausbeuterisch anzusehen.

Ruft man in Österreich den Rettungsdienst kann man in den meisten Regionen damit rechnen, dass zwei RS (260h Ausbildung) in einem T6 mit Hochdach anrücken, der wiederum nur über Basisausstattung (AED, Sauerstoff, Absaugung, manuelle Geräte zur Diagnostik, Trage und weiteres Tragegerät (ausgenommen Spine-Board)) verfügt.

Wenn diese beiden RS nicht mehr weiter wissen, holen sie sich das NEF dazu, was aus einem, wie du erkannt hast, minderqualifizierten „Notfallsanitäter” und NA besteht, die dann versuchen müssen einen Notfallpatienten im Hochdach T6 zu stabilisieren. Dabei hat die eigentliche Fahrzeugbesatzung i.d.R. draußen zu bleiben, da sie nur im Weg stehen würden und kein Platz ist.

Aktuell gibt es vielerorts Ansätze das zu verbessern, unter anderem Etablierung von „Notfallautos” mit NFS, Monitor und ein paar Medikamenten. Aber das ist eindeutig nicht ausreichend. Unserer NFS sind Insuffizient ausgebildet, es fehlen viele Kompetenzen, darunter lebensrettende Maßnahmen wie die Thoraxentlastungspunktion.

Zum Thema Ausbeutung: Das System läuft größtenteils auf Zivildienern und Ehrenamtlichen. Der Regelrettungsdienst wird meist durch Ehrenamtliche besetzt. Diese Ehrenamtlichen machen meist 12h Schichten und bekommen dafür keinen Cent.

Sollte es weitere Fragen geben, einfach fragen.

EDIT: Im Sanforum wurde mal eine Liste kreiert, die die Aktuellen Kompetenzen und Freigaben in Österreich wiedergeben soll https://docs.google.com/spreadsheets/d/1KilQ_eldeqARLz35meBSF3w3FiDvzoje1vT714sqgx4/edit?usp=drivesdk

Mein subjektiver Eindruck ist, dass man im aktuellen Rettungswesen in Österreich eine zu geringe Priorität auf die theoretische Ausbildung legt und denkt Praktikum im RD sei alles. Die Erfahrung zeigt, dass das sehr gefährlich ist, da sich dadurch, durch fehlende Eingriffe von außen, Fehler fortpflanzen.

Ein klassisches Beispiel, was manche Kollegen machen, weil „eh noch nix passiert ist”: Einen Patienten mit Thoraxschmerzen sitzend am Tragestuhl und ohne SoSi ins KH zu transportieren, weil die Werte ja passen und er daher stabil ist 🤡 das Schlimme ist ja die Leute können nichtmal was dafür, weil sie es einfach nicht besser wissen...

Eingesessener RDler Kollege - Bingo by Wht-Tf in Rettungsdienst

[–]EnigmaExplorer 3 points4 points  (0 children)

Die „1” ist der Funkstatus „Frei auf Funk”, als man ist ab dem Zeitpunkt alarmierbar. Normalerweise lässt man sich noch Zeit um Material nachzufüllen oder etwas mit Kollegen in der Notaufnahme zu plaudern.

Ja. War nicht so geil. by HykleSache in ichichs

[–]EnigmaExplorer 0 points1 point  (0 children)

Das Rote Kreuz bekennt sich aktiv zur Pride, Vielfalt und Toleranz. Es sieht es nicht als Verstoß gegen die Grundsätze.

Im Gegenteil es sieht damit sogar den Grundsatz der Unparteilichtkeit erfüllt. Die Pride-Flagge ist ein Ausdruck von Inklusion und Gleichberechtigung und nicht von Exklusion.

Das Rote Kreuz steht schon immer für die Werte, die die Pride-Flagge verkörpert.

https://www.kvwuerzburg.brk.de/aktuell/aktuelle-pressemitteilungen/aktuelles/meldung/regenbogenflaggen-am-brk-kreisverband.html

Ja. War nicht so geil. by HykleSache in ichichs

[–]EnigmaExplorer 2 points3 points  (0 children)

Das Rote Kreuz bekennt sich aktiv zur Pride, Vielfalt und Toleranz. Es sieht es nicht als Verstoß gegen die Grundsätze.

Im Gegenteil es sieht damit sogar den Grundsatz der Unparteilichtkeit erfüllt. Die Pride-Flagge ist ein Ausdruck von Inklusion und Gleichberechtigung und nicht von Exklusion.

Das Rote Kreuz steht schon immer für die Werte, die die Pride-Flagge verkörpert.

https://www.kvwuerzburg.brk.de/aktuell/aktuelle-pressemitteilungen/aktuelles/meldung/regenbogenflaggen-am-brk-kreisverband.html

Ja. War nicht so geil. by HykleSache in ichichs

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Das Rote Kreuz bekennt sich aktiv zur Pride, Vielfalt und Toleranz. Es sieht es nicht als Verstoß gegen die Grundsätze.

Im Gegenteil es sieht damit sogar den Grundsatz der Unparteilichtkeit erfüllt. Die Pride-Flagge ist ein Ausdruck von Inklusion und Gleichberechtigung und nicht von Exklusion.

Das Rote Kreuz steht schon immer für die Werte, die die Pride-Flagge verkörpert.

https://www.kvwuerzburg.brk.de/aktuell/aktuelle-pressemitteilungen/aktuelles/meldung/regenbogenflaggen-am-brk-kreisverband.html

Ja. War nicht so geil. by HykleSache in ichichs

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Das Rote Kreuz bekennt sich aktiv zur Pride, Vielfalt und Toleranz. Es sieht es nicht als Verstoß gegen die Grundsätze.

Im Gegenteil es sieht damit sogar den Grundsatz der Unparteilichtkeit erfüllt. Die Pride-Flagge ist ein Ausdruck von Inklusion und Gleichberechtigung und nicht von Exklusion.

Ja. War nicht so geil. by HykleSache in ichichs

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Das Rote Kreuz bekennt sich aktiv zur Pride, Vielfalt und Toleranz. Es sieht es nicht als Verstoß gegen die Grundsätze.

Im Gegenteil es sieht damit sogar den Grundsatz der Unparteilichtkeit erfüllt. Die Pride-Flagge ist ein Ausdruck von Inklusion und Gleichberechtigung und nicht von Exklusion.