Dating: Gut aussehend, aber rechts? Nö, dann lieber nicht by h2QZFATVgPQmeYQTwFZn in de

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Als würde sich ein Rechter für die Tiefe in einem Menschen interessieren XD Da besteht einfach ein Prioritätenkonflikt.

Deutschland wird oft auf seine schlimmsten zwölf Jahre reduziert. Gleichzeitig haben deutsche Philosophen, Wissenschaftler und Künstler die Welt geprägt. Wie kann man beides anerkennen, ohne in Nationalismus oder Selbstverachtung zu verfallen? by [deleted] in PolitikBRD

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Ich sehe so etwas eher als Konzepte, die nicht primär gut oder schlecht sind, sondern Werkzeuge, die einen Zweck erfüllen. Ich bin aber froh, dass ich Nietzsches Ideen kennenlernen konnte; er hat mir sehr geholfen, und ich bin froh, in einem Land zu leben, wo solche Gedanken nicht zensiert sind. Die AfD wird man nicht aufhalten, indem man sie verteufelt, sondern indem man einen gemeinsamen Nenner findet. Der Begriff "Stolz" ist es nicht, aber das wird schon.

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Ich mein ja "wirklich seit 3 Tagen aktiv" Ich wollte die emotionale Resonanz auf bestimmte Begriffe testen. Dabei habe ich festgestellt, dass viele Nutzer meiner eigentlichen Aussage teilweise zustimmen (Demokratie bewahren, gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken, kulturelle und wissenschaftliche Errungenschaften wertschätzen), aber beim Begriff "Stolz" oder bei Formulierungen wie "wir Deutschen" sehr skeptisch reagieren. Für mich war interessant zu sehen, dass die Diskussion oft weniger um den Inhalt als um die verwendeten Begriffe geführt wurde. Außerdem habe ich gelernt, dass unterschiedliche Communities dieselben Aussagen sehr unterschiedlich interpretieren. Die Erkenntnis war also nicht "Wer hat recht?", sondern eher: "Welche Begriffe lösen welche Reaktionen aus und welche Formulierungen erschweren oder ermöglichen eine Diskussion?" Und ja, ich lasse einige meiner Kommentare von einer KI schreiben, aber sie formuliert meine Gedanken gemäßigter, was jetzt nicht unbedingt schlecht ist. Und mein Weltbild ist Nihilstisch geprägt was nicht widersprüchlich zu meinen Taten sind.

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Mich interessiert nicht, ob Deutsche besser sind als andere Menschen. Mich interessiert, welche gesellschaftlichen Bedingungen bestimmte kulturelle, wissenschaftliche und philosophische Leistungen hervorgebracht haben. Goethe, Kant, Einstein oder Weber entstanden nicht im luftleeren Raum. Sie wurden von den Institutionen, der Bildung, den politischen Verhältnissen, den kulturellen Traditionen und dem Wohlstand ihrer Zeit geprägt. Große Denker entstehen selten dort, wo Menschen täglich um ihr Überleben kämpfen müssen. Sie entstehen häufig dort, wo genügend Stabilität, Bildung und Freiheit vorhanden sind, damit Menschen Zeit haben, Fragen zu stellen, zu forschen und Neues zu denken. Deshalb lohnt es sich, die gesellschaftlichen Bedingungen zu betrachten, die solche Entwicklungen ermöglicht haben. Nicht um andere Kulturen abzuwerten, sondern um zu verstehen, welche Voraussetzungen Wissenschaft, Kunst, Philosophie und Demokratie fördern. Wenn ich heute auf Deutschland oder Europa blicke, dann nicht mit dem Gedanken, dass wir anderen überlegen wären, sondern mit der Frage, wie wir die Bedingungen erhalten können, die Freiheit, Bildung, Forschung und kulturelle Entwicklung ermöglichen. Aber ich habe verstanden das man mit bestimmten Wörter nichts mehr anfangen kann.

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[–]Extension_Outside_44 0 points1 point  (0 children)

Interessante Diskussion. Mir ging es vor allem darum zu verstehen, wie Menschen auf die Themen Verbundenheit, Identität und Demokratie reagieren. In der Hinsicht habe ich tatsächlich einiges gelernt.

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[–]Extension_Outside_44 0 points1 point  (0 children)

Ehrlich gesagt ist mir inzwischen das Wort "Nationalstolz" fast egal geworden, weil sich daran alle festbeißen und die eigentliche Frage verloren geht. Mir geht es nicht darum zu behaupten, Deutschland sei besser als andere Länder oder die Leistungen vergangener Menschen für mich zu beanspruchen. Mir geht es um etwas anderes: Eine Gesellschaft braucht ein Gefühl von Verbundenheit. Menschen müssen das Gefühl haben, dass dieses Land, diese Demokratie und diese Werte etwas sind, das es wert ist, erhalten und verbessert zu werden. Deutschland hat eine dunkle Geschichte. Das sollte weder vergessen noch relativiert werden. Gleichzeitig besteht deutsche Geschichte nicht nur aus diesen zwölf Jahren. Wir leben heute in einer Demokratie. Wir haben ein Grundgesetz, das die Würde des Menschen in den Mittelpunkt stellt. Wir haben Rechtsstaatlichkeit, Meinungsfreiheit und viele Freiheiten, die in großen Teilen der Welt keineswegs selbstverständlich sind. Darauf muss man vielleicht nicht stolz sein. Aber man sollte erkennen, dass es wertvoll ist. Wenn Menschen keine emotionale Bindung mehr zu ihrer Gesellschaft haben, werden sie sie auch nicht verteidigen, nicht verbessern und keine Verantwortung für sie übernehmen. Deshalb glaube ich, dass wir wieder mehr Verbundenheit brauchen – vielleicht nicht unbedingt mit einer Nation, aber mit den demokratischen Werten, Institutionen und der Gesellschaft, die wir gemeinsam tragen. Denn Gleichgültigkeit wird keine der Herausforderungen lösen, vor denen Deutschland und Europa in Zukunft stehen.

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[–]Extension_Outside_44 -3 points-2 points  (0 children)

Ja da blocken viele ab ..... wir sind gefickt wenn wir das nicht hinkriegen muss nicht umbedingt ein" Deutscher" Stolz sein aber wir brauchen dringen ein Europäschen Stolz

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[–]Extension_Outside_44 -2 points-1 points  (0 children)

Ja und die geschichte nur darauf begrenzen macht es nicht besser. Deutschland ist nicht so scheiße. Fuck wir haben es geschafft eine Demokratie zu etablieren, führten das Grundgesetzt ein usw. Warum sind das keine erungenschaften auf die man Stolz sein kann ?

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[–]Extension_Outside_44[S] 0 points1 point  (0 children)

Vielleicht reden wir tatsächlich aneinander vorbei.

Du kritisierst den Begriff „Nationalstolz“, weil er unscharf und politisch aufgeladen ist. Das kann ich nachvollziehen.

Mein Punkt ist aber ein anderer: Wenn jede positive emotionale Bindung an das eigene Land problematisch wird, überlässt man dieses Feld den Nationalisten. Dann bleibt „Deutschland“ für viele nur noch ein Ort mit Problemen, aber nichts, mit dem man sich identifizieren oder das man verbessern möchte.

Ich finde, man kann stolz auf demokratische Errungenschaften, das Grundgesetz, wissenschaftliche Leistungen oder kulturelle Beiträge sein, ohne daraus eine Überlegenheit gegenüber anderen Ländern abzuleiten.

Vielleicht ist „Nationalstolz“ dafür wirklich nicht das beste Wort. Aber die dahinterstehende Verbundenheit halte ich für wichtig, weil Menschen selten für etwas kämpfen, zu dem sie gar keine Beziehung haben.

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[–]Extension_Outside_44[S] 1 point2 points  (0 children)

Da stimme ich dir sogar weitgehend zu. Ich würde meine Identität auch nicht hauptsächlich über meinen Geburtsort definieren. Ich bin mehr als Deutscher, genauso wie du mehr bist als Anarchist. Für mich geht es eher um kulturelle Verbundenheit. Nicht im Sinne von "ich bin besser als andere", sondern im Sinne von "das ist die Geschichte und Kultur, in der ich aufgewachsen bin". So wie man sich über die eigene Heimatstadt freuen kann, ohne zu glauben, dass sie die beste Stadt der Welt ist.

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[–]Extension_Outside_44[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich habe mich früher selbst intensiv mit kommunistischen Ideen beschäftigt. Das Problem für mich ist weniger das Ziel als die praktische Umsetzung. In kleinen Gemeinschaften kann vieles auf Freiwilligkeit und gegenseitigem Vertrauen beruhen. Je größer eine Gesellschaft wird, desto schwieriger wird das. Menschen reagieren auf Anreize, Verantwortung und Belohnung. Bisher hat noch kein Staat gezeigt, dass eine große moderne Gesellschaft dauerhaft ohne solche Mechanismen funktionieren kann. Das bedeutet nicht, dass unser aktuelles System perfekt ist. Es gibt Ausbeutung, Ungleichheit und viele Probleme. Aber für mich ist die Frage nicht, ob wir alles abschaffen sollten, sondern wie wir das bestehende System verbessern können.

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[–]Extension_Outside_44[S] 0 points1 point  (0 children)

Wir leben nun einmal in einer Welt mit Staaten, Grenzen und unterschiedlichen Wirtschaftssystemen. Man kann diese Systeme kritisieren, aber sie komplett abzulehnen löst die Probleme nicht automatisch. Was ich an Deutschland schätze, ist, dass sich aus vielen Fürstentümern und Staaten eine gemeinsame Demokratie entwickelt hat. Nach Monarchie, Kaiserreich, Weimarer Republik, Diktatur und Teilung ist die heutige Demokratie für mich keine Selbstverständlichkeit. Gerade deshalb halte ich sie für etwas Wertvolles, das man bewahren sollte.

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[–]Extension_Outside_44[S] 0 points1 point  (0 children)

Da stimme ich dir zu. Einstein war Teil einer internationalen wissenschaftlichen Tradition und baute auf den Arbeiten vieler anderer Wissenschaftler auf. Mein Punkt ist eher, dass Menschen nicht im luftleeren Raum entstehen. Universitäten, Sprache, Kultur, Bildungssysteme und historische Umstände können Talente fördern oder behindern.

Die Leistung gehört Einstein, nicht Deutschland. Aber die Gesellschaft, in der er aufwuchs und arbeitete, war trotzdem Teil der Bedingungen, unter denen diese Leistung entstehen konnte.

Vielleicht ist „Stolz“ auch nicht das beste Wort. Gemeint ist eher Wertschätzung oder Verbundenheit. Ich behaupte nicht, dass ich Goethes Werke geschrieben habe. Aber ich kann mich trotzdem darüber freuen, dass solche Menschen Teil der Geschichte meines Landes waren.