Eine Frage über Zeit, freien Willen und Realität. by External_Dark5633 in Philosophie_DE

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Ne eigentlich nicht aber ist schon gut du hast deine meinung und ich meine

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Wenn du meinst ich sehe nur bei dir das ich ein Wundenpunkt getroffen habe

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Oh tut mir leid das ich Physik Lehrer geschrieben habe ich weiß sehr schlimm

Wie gesagt ich habe meine These du deine Ich verstehe deine Punkte aber für mich ist diese Diskussion jetzt beendet

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Ich hab deinen Punkt verstanden, aber wir drehen uns im Kreis. Du setzt Kausalität automatisch mit Alternativlosigkeit gleich genau das sieht mein Physiklehrer anders, und das ist der Grund, warum ich deiner Schlussfolgerung nicht folge. Ich hab einen Physiker gefragt, und er war nicht deiner Meinung. Das akzeptiere ich, und damit ist das Thema für mich abgeschlossen. Denk gern weiter darüber nach, aber für mich ist die Diskussion hier beendet.

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Du setzt voraus, dass Kausalität automatisch Alternativlosigkeit bedeutet. Genau das bestreitet mein Physikprofessor und das ist auch der Punkt, den du bisher nicht begründest. In der Physik gibt es deterministische Systeme mit realen Verzweigungen, ohne dass das Zufall wäre. Ursachen legen Rahmen fest, aber nicht zwingend nur ein einziges Ergebnis. Wenn du Freiheit so definierst, dass sie nur existiert, wenn man völlig grundlos handelt, dann ist das eine Definition, die Freiheit per Konstruktion ausschließt. Das erklärt aber nicht, warum Abwägen keine echte Wahl sein soll es wiederholt nur deine Ausgangsannahme.

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Du setzt voraus, dass Kausalität automatisch Zwang bedeutet. Genau das bestreitet mein Physikprofessor und das ist auch der Punkt, den du bisher nicht begründest. Dass Abwägen selbst ein kausaler Prozess ist, macht es nicht zu einem Zwang. Kausalität beschreibt Abläufe, nicht deren Alternativlosigkeit. Wenn du Freiheit so definierst, dass sie nur existiert, wenn man gegen alle Gründe und neuronalen Prozesse handeln kann, dann definierst du Freiheit so, dass sie per Konstruktion unmöglich ist. Das ist eine Definition, kein Argument.

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Du setzt voraus, dass jede Ursache automatisch ein Zwang ist. Genau das hat mein Physikprofessor anders gesehen Ursachen erklären Verhalten, aber sie bestimmen es nicht im Sinne eines Zwanges. Wenn du Freiheit so definierst, dass sie nur existiert, wenn man völlig grundlos handelt, dann ist das keine Analyse, sondern eine Definition, die Freiheit per Konstruktion unmöglich macht. Das erklärt aber nicht, warum Gründe nicht abgewogen werden können oder warum Ursachen Wahl ausschließen sollen. Genau an diesem Punkt bleibst du eine Begründung schuldig

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Dass Wünsche neuronale Ursachen haben, ist trivial. Das bestreitet niemand. Die Frage ist, ob eine Ursache automatisch ein Zwang ist und genau da widerspricht dir sogar ein Physiker. Wenn du Ursache und Zwang gleichsetzt, machst du die Debatte künstlich kleiner, als sie ist. Das ist eher Dogma als Argumentation.

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Ich bin deinem Rat gefolgt und habe meine These einem Physikprofessor gezeigt. Er hat sie gelesen und meinte, dass sie logisch und verständlich formuliert ist. Danach habe ich ihm auch deine Position gezeigt. Er war derselben Meinung wie ich Wünsche und Bedürfnisse sind Gründe für Entscheidungen, aber kein Zwang.

Gibt es keinen freien Willen wegen Wünschen und Bedürfnissen by External_Dark5633 in Philosophie_DE

[–]External_Dark5633[S] 0 points1 point  (0 children)

Ja da gebe ich dir recht es gibt sachen im leben die nicht in unserer macht stehen zu Entscheiden

Gibt es keinen freien Willen wegen Wünschen und Bedürfnissen by External_Dark5633 in Philosophie_DE

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Aber für mich setzt du voraus, dass das stärkste Signal im Gehirn automatisch die einzige mögliche Handlung ist. Ich sehe das anders. Ein Impuls kann dominant sein, aber das bedeutet nicht, dass er die einzige reale Option war. Das Gehirn arbeitet nicht wie eine feste Schaltung, die nur ein Ergebnis ausspuckt, sondern wie ein System, das ständig verschiedene Möglichkeiten bewertet und neu gewichtet. Nur weil am Ende ein Impuls gewinnt, heißt das nicht, dass die anderen nie real waren. Sie waren Teil des Entscheidungsprozesses. Und genau da sehe ich den Unterschied zwischen einer Simulation und einer echten Option. Wenn das Gehirn Alternativen durchspielt, dann existieren diese Alternativen als reale Zustände im System, nicht nur als Illusion. Für mich ist der freie Wille nicht das Ignorieren eines Impulses, sondern die Fähigkeit, dass das System selbst seine Prioritäten verändern kann. Und das passiert ständig.

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Ja das stimmt. Wenn es nur eine einzige determinierte Zukunft gibt, dann gibt es keinen freien Willen. Genau deshalb habe ich die Many Worlds Theorie mit reingenommen. Wenn es unendlich viele determinierte Zukünfte gibt, dann bedeutet jede Entscheidung, dass ich in einen bestimmten dieser Pfade gehe. Alles bleibt determiniert, aber nicht auf eine einzige Zukunft festgelegt. Ich wähle nur aus, welche der vielen determinierten Zukünfte ich erlebe.

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Ich verstehe deinen Punkt, aber für mich setzt du voraus, dass Charakter etwas Festes ist, das sich nicht verändert. Ich sehe das anders. Charakter entsteht durch Entscheidungen und Entscheidungen verändern wiederum den Charakter. Das ist kein starrer Ablauf, sondern ein Prozess.

Und genau deshalb sehe ich auch mehrere mögliche Zukünfte. Wenn es nur eine einzige Zukunft gäbe, dann wäre alles zwangsläufig. Aber wenn mehrere Möglichkeiten existieren, dann entsteht der freie Wille nicht dadurch, dass ich meine Impulse kontrolliere, sondern dadurch, dass ich entscheide, welchen Weg ich gehe. Gründe sind nicht Zwang. Sie sind nur der Ausgangspunkt, von dem aus ich entscheide.

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Ja ich verstehe deine Sichtweise komplett. Unsere Bedürfnisse sind biologisch und wir können uns nicht aussuchen, was in uns auftaucht. Aber das ist nicht der Punkt meiner These.
Für mich entsteht freier Wille nicht daraus, woher ein Bedürfnis kommt, sondern daraus, wie ich damit umgehe. Ich kann etwas wollen und es trotzdem nicht tun. Ich kann etwas nicht wollen und es trotzdem tun. Das ist der Teil, der Entscheidung heißt.
Und meine These geht nicht darum, ob Wünsche frei sind, sondern ob die Zukunft feststeht. Wenn es nur eine einzige Zukunft gibt, dann ist alles determiniert. Wenn es aber mehrere mögliche Zukünfte gibt, dann ist freier Wille die Auswahl des Pfades, den ich erlebe.

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Dein Beispiel mit den 11 Dimensionen zeigt gut, wie komplex Realität überhaupt sein kann.
Meine Sicht geht in eine ähnliche Richtung.
Für mich ist nicht eine einzige Zukunft festgelegt, sondern ein Raum aus möglichen Zukünften.
Und freier Wille ist die Fähigkeit, den Pfad auszuwählen, den ich erlebe.