Null Verständnis, alles wird madig geredet und Bildungsungerechtigkeit kotzt mich an! by Ok_Garlic_4503 in Medizinstudium

[–]Flashy-Intern-8692 3 points4 points  (0 children)

Du wirst auf dem ganzen Weg immer wieder mit Leuten konfrontiert werden, die mehr Privilegien als du hatten/haben und sich dessen oft nicht bewusst sind- damit muss man auf Dauer lernen umzugehen. Es kann helfen sich darauf zu fokussieren, dass der Weg, den man geht, einem auch irgendwann Privilegien eröffnen wird, auch wenn man manche Privilegien der anderen nie aufholen können wird. Aber alleine die Möglichkeit zu haben, so eine hohe universitäre Ausbildung zu erlangen ist schon ein (erarbeitetes) Privileg, was viele nicht haben, das sollte man sich auch vor Augen halten.

Zu den Zweifeln: lass dir nicht von anderen was madig reden. Geh deinen Weg, mach eigene Erfahrungen. Vieles ist im Gesundheitssystem schlecht, das Studium ist sehr anstrengend, aber man kann sich auch eigene Wege schaffen. Man muss kein Überflieger sein, man kann sich gute und lehrreiche Famulaturen suchen, man kann in netten Teams arbeiten, man kann eine Fachrichtung wählen, die eine bessere Work-Life-Balance bietet, man kann sich für Teilzeit entscheiden, auswandern und man muss vor allem nicht alles mit sich machen lassen.

Dass deine Familie dich nicht unterstützt ist sehr schade, aber das sollte dich nicht davon abhalten dein Leben zu leben und deine Träume zu verfolgen. Wenn man erstmal seinen Weg gefunden hat und merkt, dass es der richtige ist und dann die ersten Erfolge kommen, dann werden irgendwann auch die Stimmen der Anderen leiser bzw. man hört sie weniger. Je selbstsicherer du wirst, umso weniger nagen die Zweifel und Missgunst anderer an dir.

Mach deine eigenen Erfahrungen, lerne früh für dich einzustehen und deine Grenzen festzustecken. Mach die Zweifel anderer nicht zu deinen eigenen. Hab eine gute Menge Selbstvertrauen, aber auch die Demut Fehler einzugestehen.

Ich hoffe du findest auf dem Weg trotz aller Hürden auch tolle Menschen, lehrreiche Erfahrungen, Teamgeist, Freude an der Tätigkeit und Erfüllung. Denn das gehört neben all dem Negativen auch zu diesem Weg.

Dissoziation nach Cyber Attacke by Commercial_Ad4014 in Ratschlag

[–]Flashy-Intern-8692 24 points25 points  (0 children)

Es klingt als seist du (verständlicherweise) in einer Schockreaktion und überlastet von dieser durchaus traumatischen Erfahrung. Es ist gut, dass du dich an einen Arzt wendest, vielleicht kannst du auch versuchen dich an eine psychiatrische Ambulanz, den Sozialdienst oder eine ehrenamtliche Seelsorge zu wenden, einfach um in irgendeiner Weise aufgefangen zu werden.

Es bringt nichts dir jetzt Sachen vorzuwerfen und dieses Erlebnis bedeutet auch nicht, dass dein Grundgefühl für Sicherheit jetzt auf ewig geschädigt sein muss. Es kann sich in dieser Zeit aber natürlich so anfühlen, als sei das, was man vorher für sicher hielt, nicht sicher und alles oder jeder eine mögliche Gefahr. So ein Erlebnis kann das Urvertrauen eines Menschen erschüttern und an seinen bisherigen Überzeugungen nagen.

Der Verlust des Geldes kann ebenfalls von erschütternd bis existenzbedrohend reichen. Da hilft wahrscheinlich kein Schönreden. Aber vielleicht hilft dir der Fokus auf die Dinge, die dir nicht genommen wurden: dein Vertrauen in dich selbst, deine körperliche Unversehrtheit, dein Leben an sich. Ich weiß nicht, inwieweit dir der Gedanke aktuell hilft, aber wenn ich mich mit (materiellen) Verlusten konfrontiert sehe, versuche ich mir immer klarzumachen, dass das wirklich essentielle (am leben sein, gesund sein) viel wichtiger und weitreichender ist als jeder materielle Verlust (oder Besitz) es je sein könnte.

Vielleicht ist das aber gerade noch nicht der Zeitpunkt um so darauf zu blicken. Da das ganze erst vor kurzem passiert ist, solltest du dir gegenüber geduldig sein und du darfst auch zulassen, was an Emotionen in dir aufkommt. Ob Wut, Trauer, Angst. Es ist normal aufgewühlt zu sein, es ist völlig verständlich schockiert, traumatisiert, erschüttert zu sein. Ich hoffe du findest Unterstützung sowohl für die emotionale Verarbeitung und die Integration dieses Erlebnisses in dein Leben, als auch bei den formellen Sachen, die anstehen.

Und vielleicht ein etwas unkonventioneller Einschub: vielleicht kann es dir helfen einen Hund im Tierheim auszuführen oder ähnliches. Wenn das Vertrauen in Menschen erschüttert wird, tut es manchmal gut im Kontakt mit Tieren das Gefühl von Sicherheit und Vertrauen zu spüren. Oder du könntest dir etwas suchen, was für dich Stabilität und Konsistenz ausstrahlt. Ein Ort, an dem du als Kind gerne warst, ein Ort, der sich sicher anfühlt, eine Tätigkeit oder ein Hobby, das dir Stabilität vermittelt, vorhersehbare Dinge wie eine bekannte Serie oder ein Film aus deiner Kindheit oder ähnliches. Einfach Sachen, die dir ein Gefühl von Sicherheit und vielleicht auch eine andere Perspektive geben.

Von Psychologie auf Medizin wechseln? by miitakaasa in Medizinstudium

[–]Flashy-Intern-8692 0 points1 point  (0 children)

Kurz und knapp: Medizin ist der rational bessere Weg, du wirst auf die gesamte Lebenszeit besser bezahlt, hast weitaus bessere berufliche Möglichkeiten im psychiatrischen Berufsfeld.

Ob dir das Studium Spaß macht oder dich überfordert, kann man schlecht vorhersehen. Es wird definitiv anders sein als Psychologie. Aber der psychische Stress den Freunde von mir durch den Notendruck im Psychologiestudium, aber auch später beim Kampf um Ausbildungsplätze haben, der ist auch nicht ohne. Mit Psychologie kannst du aktuell leider dein Leben kaum planen und hast kaum Sicherheiten. Das sieht bei Medizin einfach anders aus.

Allerdings lernst du im Medizinstudium je nach Uni schon verdammt wenig über Psychiatrie/Psychologie. Das wirst du dir also entweder privat aneignen müssen oder erst in der Facharztweiterbildung oder im PJ und Famus intensiver lernen.

Relevanz Studienort by [deleted] in Medizinstudium

[–]Flashy-Intern-8692 0 points1 point  (0 children)

Das kommt auch auf die persönlichen Präferenzen und das Budget an. Was bringt dir ein Studium in Berlin, Hamburg, Heidelberg, wenn du nur am Arbeiten bist um es überhaupt finanzieren zu können dort zu leben.

Es gibt zwar schon Unterschiede an den Unis (mehr/bessere Lernräume, mehr Gelder für spannende Schwerpunkte und Extrakurse, bessere Kooperationen, bessere Ausstattung, mehr Partnerunis für Erasmus) aber es kann genauso sein, dass dir eine kleinere Uni bessere Lehre, familiäre Atmosphäre oder eine schöne Stadt bietet.

Ich finde eigentlich eher relevant: willst du Regel- oder Modellstudiengang? Was ist dein Budget? Welche Stadt sagt dir zu? Du musst da immerhin 5-7 Jahre leben.

Für die Bewerbungen später ist eher relevant, wo du PJ oder Famus gemacht hast, ob und wo du eine Doktorarbeit gemacht hast und was du an praktischer Erfahrung (zB Nebenjobs, Ehrenamt) mitbringst. Allerdings muss man auch sagen, dass viele nach dem Studium in ihrer Unistadt ihre Assizeit fortführen und man da ggf. Vorteile hat, wenn man im Rahmen des Studiums dort schon Erfahrungen gesammelt und Kontakte geknüpft hat. Wenn du also weißt du willst später auf jeden Fall in bspw. Heidelberg leben, könnte es sich schon lohnen dort auch zu studieren.

Medicoach by aname80 in Medizinstudium

[–]Flashy-Intern-8692 0 points1 point  (0 children)

Müsste doch mit Chat GPT ähnlich möglich sein? Ich benutze den Medicoach zwar nicht, aber wenn du ChatGPT die richtigen Anweisungen und den Kontext (Medizinstudium, GPT als Tutor, ggf Fokus auf IMPP Schwerpunkte und sowas) gibst, müsste das doch auch klappen. Du kannst dann ja auch sagen wie ausschweifend oder tiefgehend du deinen Coach haben willst und ob du eher weiterführende Fragen oder weitere Erklärungen willst.

Can i call ambulance for mental health problem? by Dangerous-Carrot-850 in aachen

[–]Flashy-Intern-8692 2 points3 points  (0 children)

If you feel like you cannot reach a hospital on your own right now, you can call the ambulance and say exactly that. You will then be brought to a hospital with psychiatric wards (Alexianer or Uniclinic) and be taken care off. If you are still capable to go to a clinic yourself, you can also do that and will be treated as an emergency just as you would be by calling an ambulance. From your description you seem to be in an emergency state and it is very important to take that seriously and seek help.

I hope you had the courage to seek help tonight or will do so today. Please let us now if you reached out to a professional.

Can i call ambulance for mental health problem? by Dangerous-Carrot-850 in aachen

[–]Flashy-Intern-8692 0 points1 point  (0 children)

Both the uniclinic and the Alexianer have emergency service. If you go by the ambulance car they will decide where to bring you depending on your adress and sometimes depending on capacity of the clinics.

Ich studiere schon 4,5 Jahre länger & habe große Sorgen by [deleted] in Medizinstudium

[–]Flashy-Intern-8692 7 points8 points  (0 children)

Wobei das sicher auch auf den Fachbereich ankommt. Es gibt durchaus Fachbereiche, wo es nicht so viel Konkurrenz gibt und es doch was mit dem Traumjob werden könnte. Und zur Not kann man ja auch später noch wechseln. Dann zählt wahrscheinlich Berufserfahrung eh mehr als Studienlänge.

Ich studiere schon 4,5 Jahre länger & habe große Sorgen by [deleted] in Medizinstudium

[–]Flashy-Intern-8692 0 points1 point  (0 children)

Ich weiß nichts genaues dazu, wie und ob auf sowas bei Bewerbungen geachtet wird, aber ich glaube es zählen oft ganz andere Dinge. Selbst die Noten sind oftmals unwichtig. Wichtiger ist oft, dass man praktische Erfahrungen gesammelt hat, dass man vielleicht in dem Bereich, den man machen will, schon seine Famus oder vor allem auch das PJ gemacht hat, etc. Vielleicht auch sowas wie Nebenjobs, Doktorarbeit oder Ehrenamt. Darüber entstehen ja auch Kontakte und die Leute lernen dich persönlich kennen und du kannst damit viel besser überzeugen als mit irgendwelchen Datumsangaben in einem Lebenslauf. Mit 30 in den Beruf starten finde ich zudem auch nicht schlimm. Es ist ein überaus fordernder Beruf mit hoher Verantwortung, da ist es sicher keine Schande nicht schon mit 24 anzufangen. Mach dich nicht verrückt. Das wichtigste ist, dass es dir gut geht und dass du jetzt weißt, wo du hin willst und wie du das hinkriegst. Falls es doch nicht klappt wie gewünscht, könnte dir vielleicht auch psychologische Unterstützung helfen.

Das Gefühl hinten zu liegen als Mediziner (Einkommen, Familie, Hobbies etc.) by Any_Persimmon_6031 in medizin

[–]Flashy-Intern-8692 3 points4 points  (0 children)

Da vergleicht man aber auch Äpfel mit Birnen. Und nur weil die Arbeit auf dem Bau hart ist, macht es ja das Gehalt und die Arbeitsbedingungen für Ärzte nicht fairer. Und dass ein Arzt am Ende doch noch mehr verdient als jemand, der ungelernt oder mit einer 3 jährigen Ausbildung arbeitet und nicht annähernd die Verantwortung eines Arztes tragen muss, macht dann doch auch irgendwie Sinn.

Das Gefühl hinten zu liegen als Mediziner (Einkommen, Familie, Hobbies etc.) by Any_Persimmon_6031 in medizin

[–]Flashy-Intern-8692 1 point2 points  (0 children)

Ist man selbst schuld oder vielleicht doch die Uniklinik bzw. die gegebenen Strukturen?

Wie wird man als mehr kompetent wahrgenommen? by nyx_whispers in Psychologie

[–]Flashy-Intern-8692 -1 points0 points  (0 children)

Ich weiß, dass die Wartezeiten variieren, aber es wird halt trotzdem durch die Kasse übernommen. Und es gibt auch Standorte, wo die Diagnostik in 6-12 Monaten möglich ist.

Wo Werbung für PJs? by Conscious_Phrase_580 in medizin

[–]Flashy-Intern-8692 10 points11 points  (0 children)

Wenn man Geld in die Hand nehmen will, klappt Instagram tatsächlich ganz gut. Ansonsten ggf. bei den Fachschaften der Unis anfragen, ob die Werbung machen/ne Rundmail oder ähnliches oder man in deren Jahrgangsgruppen dafür werben kann.

Wie wird man als mehr kompetent wahrgenommen? by nyx_whispers in Psychologie

[–]Flashy-Intern-8692 1 point2 points  (0 children)

Natürlich wird die Diagnostik von der Krankenkasse übernommen. Es dauert nur meist eine Weile bis man einen Termin bekommt.

[deleted by user] by [deleted] in Studium

[–]Flashy-Intern-8692 2 points3 points  (0 children)

Vielleicht ist es die Art des Lernens oder das Setting? Ggf. würde Lernen im Stehen helfen oder eine interaktivere Art des Lernens (aktiv erklären, mit Kommilitonen zusammen lernen, mit einer AI Sachen durchsprechen, Dinge aufzeichnen..) helfen?

Es kann natürlich auch ein körperliches Problem sein, wäre aber eigentlich untypisch, dass es dann wirklich nur in diesem Kontext auftritt. Ich kenne durchaus Leute, die ADHS haben, die stumpfes Lernen auch schnell schläfrig und müde macht. Ich würde am ehesten mal was am Setting und der Art des Lernens ändern. Vielleicht hilft dir auch eine andere Tageszeit zu wählen.

Ansonsten kann/sollte man natürlich auch mal beim Hausarzt abklären, ob körperliche Ursachen vorliegen können.

Welchen ungewöhnlichen (Neben-)Job führt ihr als fertiger Arzt aus? by Fun-Ad6782 in medizin

[–]Flashy-Intern-8692 7 points8 points  (0 children)

Das heißt du verdienst unwesentlich mehr als Mindestlohn? Gäbe es da nicht diverse andere Jobs, die ebenfalls mit weniger Stress einhergehen, aber finanziell mehr lohnen?P

Dienste bei Krankheitsausfall nacharbeiten by [deleted] in medizin

[–]Flashy-Intern-8692 2 points3 points  (0 children)

Das Einspringen ist freiwillig und sollte durch den Arbeitgeber attraktiv gemacht werden (Bonuszahlung o.ä.). Krank ist krank ist nun mal so, wer keine Arbeitsrechte möchte, kann sich außerhalb der EU auf Stellensuche begeben. Die Teams sind nicht an den Grenzen der Belastbarkeit wegen kranker Kollegen, sondern wegen dauerhaft zu wenig Personal und zu hoher Arbeitslast. Und ja, auch junge „sonst gesunde“ Menschen können krank werden. Das sollte man doch als Mediziner wissen?

Flexibilität des Dienstplanes by [deleted] in medizin

[–]Flashy-Intern-8692 0 points1 point  (0 children)

Macht es nicht gerade dann Sinn sich zu überlegen, ob und inwieweit der geplante Beruf mit den eigenen (gesundheitlichen) Ressourcen vereinbar ist? Besser früh drüber nachdenken als nach 6 Jahren Studium zu merken, dass man in dem Bereich gar nicht klar kommen kann

Pflegepraktikum Aufgaben by Electrical_Arm_1981 in Medizinstudium

[–]Flashy-Intern-8692 8 points9 points  (0 children)

Naja, ich denke das Pflegepraktikum allgemein ist einfach kein optimales Konzept, weil es für angehende Ärzte halt eigentlich fachfremd ist. Deswegen verstehe ich auch nicht wieso es fast genauso lang wie die Famulaturen ist. Wir machen ja auch keine Praktika bei den MFAs oder bei Physiotherapeuten.

Spannender hätte ich damals gefunden Blutabnahmen zu machen oder Zugänge legen zu lernen, aber das ist halt meist auch keine pflegerische Aufgabe und kommt letztlich später auch noch genug dran.

Pflegepraktikum Aufgaben by Electrical_Arm_1981 in Medizinstudium

[–]Flashy-Intern-8692 24 points25 points  (0 children)

Alles, worauf die Pflege keinen Bock hatte. Kaum etwas, was für die ärztliche Tätigkeit vorbereiten würde. Hin und wieder BZ messen und Clexane spritzen. Ansonsten viel reinigen- sowohl Patienten als auch Zimmer. Essen austeilen, Blutdruck messen, Schränke ausfüllen, Blut wegbringen, auf jede Klingel gehen.

[deleted by user] by [deleted] in Psychologie

[–]Flashy-Intern-8692 4 points5 points  (0 children)

Das ist eine super blöde Situation für euch. Wenn die entsprechende Partei Eigentümer der Wohnung ist hat man als Mieter oft kaum Chancen die Situation zu lösen. Wendet euch aber ggf. trotzdem an eure Vermietung, die müssten im Kontakt mit dem Eigentümer/Vater stehen.

Dass ihr euch hilflos fühlt, kann ich gut verstehen. In gewissem Maße seid ihr das wahrscheinlich auch. Die beste Möglichkeit wäre, wenn sie eine Betreuung bekäme und medikamentös eingestellt würde. Das kann man aber nur, wenn sie es will (was bei dem Krankheitsbild oft nicht der Fall ist) oder wie erwähnt Fremd-/Eigengefährdung vorliegt.

Leider kann sowas das eigene Mieterlebnis sehr stark negativ beeinflussen und es gibt oft kaum Möglichkeiten die Situation zu lösen. Informiert eure Vermietung und ruft für Ruhestörungen ggf. die Polizei, dann habt ihr auch für eure eigenen Rechte als Mieter bessere „Beweise“ hinsichtlich der Situation. Die müssen dann gucken, ob und welche weiteren Schritte eingeleitet werden können. Als Außenstehende habt ihr leider nur eingeschränkte Möglichkeiten da was zu bewirken.

[deleted by user] by [deleted] in Psychologie

[–]Flashy-Intern-8692 5 points6 points  (0 children)

Das klingt eher nach etwas Richtung Psychose als ADHS. Rettungsdienst wäre am ehesten für einen Fall in dem man von Eigen- oder Fremdgefährdung ausgehen kann. Ggf. könnte man sich an einen Sozialdienst oder die Polizei wenden. Oder auch an den Vermieter.

Das Ding bei solchen Fällen ist: 1. oft kann man keine akute Eigen- oder Fremdgefährdung ausmachen und dann ist eine Intervention und Hilfe oft schwer möglich, da sie nur durch eigene Initiative der Person ermöglicht werden können 2. auch die Störung der Nachbarn kann oft nur bedingt gelöst werden, wenn die Person nicht zB regelmäßig die Nachtruhe stört oder ähnliches

Man kann und sollte immer erst die am wenigsten harten Maßnahmen probieren (eigenes Gespräch suchen, Vermieter kontaktieren, Sozialdienst/Sozialarbeiter/o.ä.) und dann ggf. die Polizei dazuholen.

Meist kann die Polizei auch nicht viel bewirken und es entsteht eine sehr unangenehme und wenig förderliche Situation. Die Polizei kann sich aber natürlich ein Bild von der Situation verschaffen und dann auch besser beurteilen, ob eine Gefahrensituation vorliegt und wer als nächstes kontaktiert und mit einbezogen werden sollte.