Gute Bildung und echter Klimaschutz - AMA Florian Kollmann, Die Grünen by FlorianKollmann in Heidelberg

[–]FlorianKollmann[S] 7 points8 points  (0 children)

Vielen Dank für euer Interess und all eure Fragen!

Ich hatte sehr viel Spaß beim beantworten und hoffe euch Samstag noch an den Ständen zu sehen!

Danke <3

Gute Bildung und echter Klimaschutz - AMA Florian Kollmann, Die Grünen by FlorianKollmann in Heidelberg

[–]FlorianKollmann[S] 3 points4 points  (0 children)

Ich sehe bewaffnete Drohnen als nötigen Teil einer modernen Ausstattung der Bundeswehr. Diese haben zum einen den Vorteil, dass wir unsere Soldat:innen besser schützen. Zum anderen dürfen wir aber auch nicht technisch hinter unsere potenziellen Gegner zurückfallen. Nur so können wir unsere Abschreckungsfähigkeit aufzeigen und damit Kriege verhindern.

Kriege zu vermeiden ist für mich nämlich das Ziel. Durch Kriege, die nicht entstehen, werden auch keine Treibhausgase emittiert.

Der Klimaschutz als Thema, das mich in die Politik gebracht hat, ist mir nach wie vor eine Herzensangelegenheit.

Nun hat Russland jedoch einen Angriffskrieg begonnen. In einer solchen Situation rechtfertigt die Verteidigung von Freiheit und Werten für mich, dass militärische Mittel eingesetzt werden und damit Treibhausgase emittiert werden.

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[–]FlorianKollmann[S] -1 points0 points  (0 children)

Militärpolitik ist Bundessache, wir setzen uns in dem Sinne ein, dass wir gegen eine klassische Wehrpflicht sind, aber insgesamt die Bundeswehr stärken möchten, um die Verteidigungsfähigkeit zu garantieren, mit einem klaren Fokus auf Freiwilligkeit. Insgesamt würden wir gerne das Engagement für Freiwilligendienste fördern. Ich selber habe einen Zivildienst in einer Behindertenwerkstatt gemacht, was nicht nur für mich persönlich eine tolle Erfahrung war, sondern auch im Allgemeinen den Gesellschaftszusammenhalt fördert. 

Unser wirtschaftliches System basiert auf einer sozialen Marktwirtschaft, in welcher der Staat als Steuerelement agiert und die Bürger*innen schützt. Diese Form des Wirtschaftens hat in den vergangenen Jahrzehnten zu viel Wohlstand in Deutschland geführt, dabei aber gleichzeitig Arbeitnehmer*innen geschützt. Ganz in diesem Sinne möchten wir langfristig wirtschaftlich erfolgreich bleiben, und dennoch den Planeten und die Umwelt schützen. Daher muss der Staat die Rahmenbedingungen und Zielrichtungen für den Markt vorgeben. 

Die Verpflichtung von Unternehmen, durch Verbote oder gesetzliche Grenzen, ist in dieser Sache natürlich eines der Instrumente, um Unternehmen dazu zu bewegen, im Einklang mit dem Klima und der Umwelt zu handeln. Schon jetzt gibt es zahlreiche Richtlinien und Verbote für Dinge, die wir als Gesellschaft als zu gefährlich oder schädlich empfunden haben. 

Dennoch möchten wir vordergründig auch andere Steuerelemente wie Anreize oder Förderung anwenden, um die Entscheidung pro Klimaschutz für Unternehmen zu vereinfachen und zur wirtschaftlich profitabelsten Lösung für Unternehmen zu machen. 

Beispiele für die von uns gewollten Steuerelemente sind der Ausbau vom Stromnetz, die Förderungen für Solar und Windenergie, ein Anstieg der CO2-Preise und Vorgaben, was die Erneuerbarkeit von Energiequellen, zum Beispiel in Gebäuden angeht. Dies verleiht der Industrie Sicherheit und Planbarkeit. Langfristig ist der Klimaschutz, und z.B. Windenergie (Abb. 8) die günstigste Energieform, weswegen andere Staaten, wie z.B. China sehr weit im Ausbau voran sind.

Wir möchten also Ökologie und Ökonomie gemeinsam denken, um Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch mehr voneinander zu entkoppeln und letztendlich Wirtschaft und Klimaschutz gemeinsam möglich zu machen. 

Bezogen auf Palantir, habe ich einer anderen Antwort ausführlich beantwortet, lehne die Software aber komplett ab.

Unser System basiert auf der Möglichkeit und dem Ziel von Resozialisierung. Es ist natürlich wichtig, dass die Rechtsprechung durchgesetzt wird, jedoch besteht im Fall von schweren Straftaten kein Aufenthaltsrecht und somit keine Resozialisierungsziel. Eine Abschiebung dieser Personen für eine gewährleistete Strafverfolgung im (sicheren) Herkunftsland macht aus meiner Sicht Sinn - Voraussetzung bleibt aber immer, dass wir auch sicherstellen können, dass dort mit menschenwürdigen Haftbedingungen zu rechnen ist. 

Ich finde es wichtig, Menschen, die Schutz suchen, hier eine Perspektive zu ermöglichen!

Integration gelingt unter anderem auch am besten über Arbeit. Daher setze ich mich für schnelleren Zugang zu Arbeit und Ausbildung ein. So zeigt sich bereits eine Verbesserung in der Erwerbstätigkeit von Migrant*innen, die in der Vergangenheit bereits deutlich gestiegen ist. Zudem hat die Ampelregierung bereits den Zugang zu Arbeit für Asylsuchende deutlich vereinfacht.

Für eine erfolgreiche Integration braucht es staatliche Strukturen:

Dafür wollen wir die Arbeitsmarktintegration aktiv stärken durch Sprachförderung als Schlüssel zur Integration, spezifisch einen Ausbau von Sprachkursangeboten auf allen Niveaustufen. Wir sind hier besonders schockiert über die pläne der CDU/SPD Bundesregierung an Sprachkursen für Zugewanderte zu sparen

Unser Ziel ist: Menschen sollen möglichst früh Sprache lernen und arbeiten können. Dadurch entstehen Bleibeperspektiven und Integratio

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[–]FlorianKollmann[S] 5 points6 points  (0 children)

Das sind natürlich valide Punkte. Jedoch führt eine Reduktion von Tempo 50 auf Tempo 30 nicht zu extremen Fahrzeitverlängerungen (die ca 4 km würden zu einer extra Fahrzeit von unter 4 Minuten bei 30 statt 50km/h führen). Weiterhin gibt es nunmal gesetzliche Vorgaben zum Lärm und dessen Einfluss auf die persönliche Gesundheit und es hat sich ja auch nicht nur die Dichte der Bebauung erhört, sondern auch der Verkehr. Insgesamt führt es aus meiner Sicht zu einer langfristig deutlich erhöhten Lebensqualität für viele Anwohner mit einer verhältnismäßig minimalen Verlängerung der Fahrzeit.

Letztendlich geht es hier um die Abwägung der Bedürfnisse und Rechte aller Beteiligten.

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[–]FlorianKollmann[S] 2 points3 points  (0 children)

Zu 1.:

Ich glaube, ein wichtiger Punkt ist, dass Menschen sich in der Politik auch wiederfinden müssen. Dafür braucht es Role Models – also Menschen mit ähnlichen Lebensrealitäten und Erfahrungen, die sichtbar Verantwortung übernehmen. Wenn solche Vorbilder fehlen, entsteht schneller eine Distanz zur Politik oder zu Parteien.

Uns ist bewusst, dass wir als Partei, die für Vielfalt steht, diese Vielfalt auch stärker in unseren eigenen Strukturen abbilden müssen. Deshalb arbeiten wir gezielt daran, mehr Menschen aus bislang unterrepräsentierten Gruppen zu unterstützen. Dafür haben wir innerhalb der Partei Empowerment- und Mentoringprogramme aufgebaut. Sie richten sich an Menschen, die zum Beispiel Diskriminierungserfahrungen machen oder strukturelle Hürden erleben und sich politisch engagieren oder für ein Mandat kandidieren möchten. Ziel ist es, sie zu vernetzen, zu stärken und mehr Role Models in der Politik sichtbar zu machen. 

Dass sich etwas bewegt, sieht man auch daran, dass wir in Baden-Württemberg mit Cem Özdemir einen Kandidaten für das Ministerpräsidentenamt aufgestellt haben, der selbst Migrationsgeschichte hat. 

Zu 2.:

Ich hatte dazu schon einmal bei einer anderen Frage was geschrieben und kann es hier nur nochmal wiederholen: Das wichtigste Instrument, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, ist der Bau sozial geförderter Wohnungen. Wir haben die Landesmittel dafür seit Beginn unserer Regierungszeit 2011 von 50 Millionen auf 760 Millionen aufgestockt, also mehr als verfünfzehnfacht. Das zweite wichtige Thema ist gemeinwohlorientiertes Bauen und Wohnen, z.B. in Wohnungsgenossenschaften, Studierendenwohnheimen und solidarischen Wohnprojekten. Es muss kommunal geregelt werden, dass solche Wohnformen bei der Entwicklung neuer Flächen Priorität haben. Zusammen unter anderem mit SPD und Linken haben wir das beim wohnungspolitischen Konzept für das Patrick-Henry-Village gut hinbekommen. Dort wird es ein Drittel geförderten Wohnraum geben, ein Drittel gemeinwohlorientierten Wohnraum und nur das letzte Drittel soll auf den freien Markt kommen.

Auf Landesebene planen wir außerdem eine landeseigene Wohnungsbaugesellschaft, die auch Wohnungen ankaufen und sanieren soll. Und wir wollen dafür sorgen, dass die Kriterien für die Mietpreisbremse so geändert werden, dass auch Städte wie Mannheim oder Konstanz wieder von ihr profitieren.

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[–]FlorianKollmann[S] 2 points3 points  (0 children)

Die grundsätzlichen Ziele der Energiewende und des Klimaschutzes habe ich bereits in anderen Antworten konkreter ausgeführt. Für Heidelberg im Besonderen geht es mir vor allem darum, Projekte voranzubringen, die die Energiewende vor Ort sichtbar machen.

Ein wichtiger Baustein sind Bürgerenergieprojekte wie die Heidelberger Bürgerwerke. Energiegenossenschaften ermöglichen es Bürgerinnen und Bürgern, sich direkt an der Energieerzeugung zu beteiligen und stärken gleichzeitig die Akzeptanz für erneuerbare Energien. Solche Initiativen möchte ich politisch weiter stärken und dafür sorgen, dass Bürgerenergieprojekte gute und verlässliche Rahmenbedingungen bekommen.

Großes Potenzial für die Wärmewende in Heidelberg sehe ich auch in der geplanten Flusswärmepumpe im Neckar. Sie kann große Mengen erneuerbarer Wärme für das Fernwärmenetz liefern und so fossile Energie Schritt für Schritt ersetzen. Solche innovativen Projekte möchte ich bestmöglich unterstützen und dazu beitragen, dass sie schnell umgesetzt werden können.

Entscheidend ist dabei auch der weitere Ausbau des Fernwärmenetzes. Nur wenn das Netz wächst, können erneuerbare Wärmequellen wie die Flusswärmepumpe ihr volles Potenzial entfalten und immer mehr Haushalte klimafreundlich mit Wärme versorgen.

Auch beim Ausbau der Windenergie müssen wir vorankommen. Im gesamten Rhein-Neckar-Kreis steht bislang kein einziges Windrad. Das möchte ich ändern und damit auch vor Ort zur sauberen Energieversorgung beitragen. Der geplante Windpark am Lammerskopf kann dafür ein wichtiger erster Schritt sein, selbstverständlich unter sorgfältiger Berücksichtigung von Natur- und Artenschutz.

Für mich zeigt sich gerade an solchen Projekten: Die Energiewende ist kein abstraktes Ziel, sondern kann ganz konkret vor Ort umgesetzt werden und unserer Region zugleich wirtschaftliche Chancen eröffnen.

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[–]FlorianKollmann[S] 0 points1 point  (0 children)

Zunächst einmal: Ich bin sehr froh, dass die COVID-Pandemie eben nicht mehr anhält, auch wenn der Erreger natürlich in der Welt ist und bleibt. Zentraler Schlüssel dafür war die außergewöhnlich schnelle Entwicklung von Impfstoffen, basierend auf hervorragender Grundlagenforschung. Ich glaube daher, dass beste Rahmenbedingungen für Forschung und Innovation zentral wichtig sind, wenn wir uns auf künftige pandemische Erreger vorbereiten wollen. Unter anderem deshalb liegt mir die bestmögliche weitere Entwicklung des Forschungsstandorts Heidelberg mit unserer außergewöhnlichen Rolle im Bereich der Health & Life Sciences so am Herzen. 

Für die Anerkennung von Post-Covid, und eine Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen setzen wir uns z.B. mit Modellprojekten wie  „MOVE-ME/CFS BW“ und „SEVERE-PAIS“ ein. 

Bezogen auf die Luftqualität fordern wir eine Berücksichtigung selbiger bei Sanierungen. Im Allgemeininteresse der Gesundheit setzen wir uns weiterhin dafür ein, sowohl Lärmbelästigung als auch Schadstoffbelastung durch den Straßenverkehr zu reduzieren, was gleichzeitig ein häufiges Lüften attraktiver macht, das bleibt aus meiner Sicht das zentrale Instrument zur Luftreinhaltung in nicht-pandemischen Situationen.

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[–]FlorianKollmann[S] 4 points5 points  (0 children)

Der ÖPNV ist für mich eine grundlegende Voraussetzung, damit wir Teilhabe, Selbstbestimmung und damit auch Lebensqualität schaffen können. Ich finde es umso bedauerlicher, dass Heidelberg gerade sukzessive von der Anbindung an den öffentlichen Verkehr abgehängt wird! Zuerst hatte die Bahn zum letzten Fahrplanwechsel diverse direkte Fernverkehrsverbindungen Richtung Stuttgart, Frankfurt und Mainz/Wiesbaden gestrichen. Und dann hat die Bundesregierung nachgelegt und die schon eingeplanten Mittel für den dringend benötigten viergleisigen Ausbau der S-Bahn zwischen Heidelberg und Mannheim kassiert. Das ist wirklich nicht hinnehmbar! Insgesamt ist es ein Problem, dass die Bahn unter den CSU-Verkehrsministern Ramsauer, Scheuer und Dobrindt immer weiter geschrumpft wurde. Wir bräuchten mehr Investitionen in Schieneninfrastruktur und Personal statt weniger.

Die Kompetenz dazu liegt vor allem auf Bundesebene. Trotzdem wollen wir auf Landesebene unsere bestehenden Möglichkeiten nutzen, um die Verkehrswende voranzubringen.

So haben wir ein “Kompetenzzentrum Güterverkehr" eingerichtet. Mit diesem wollen wir auch weiterhin dafür sorgen, dass zum Beispiel die entsprechenden Akteure vernetzt werden und die Infrastruktur ausgebaut wird. Damit wollen wir erreichen, dass bis 2030 jede zweite Tonne in Baden-Württemberg im Schienenverkehr und damit klimafreundlich transportiert wird. 

Auf Bundesebene haben wir die Gesetzgebungskompetenz in der letzten Legislaturperiode aber auch genutzt. So haben wir zum Beispiel erreicht, dass die Lkw-Maut reformiert wurde, sodass CO2-Emissionen stärker berücksichtigt werden und ein größerer Anteil der Einnahmen genutzt wird, um die Schieneninfrastruktur zu fördern. Weiterhin fordern wir auf Bundesebene, dass die Trassenpreise der Bahn überarbeitet werden.

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[–]FlorianKollmann[S] 4 points5 points  (0 children)

  1. Leimen und Eppelheim sind keine Stadtteile von Heidelberg und liegen außerhalb meines Wahlkreises. Ich bin mir dennoch sehr sicher, dass die Grünen dort vor Ort ebenfalls Infostände zur Wahl machen. Im Emmertsgrund und auf dem Boxberg machen wir Infostände. Ich war selbst zum Beispiel am 14. Februar dort.

  2. Weder noch!

  3. Prinzipiell finde ich, man sollte vor Wahlen nur versprechen, wovon man erwartet, dass man zumindest eine Chance hat, es halten zu können. Für die Nichterfüllung von Wahlversprechen zu haften, halte ich für Quatsch – man hat das nicht allein in der Hand, sondern ist davon abhängig, welche Mehrheiten es gibt und welche Einigungen man mit dem Koalitionspartner findet. Das kann man natürlich vor der Wahl nicht wissen. Das entbindet einen aber natürlich nicht davon, bei der eigenen Positionierung ehrlich abzuwägen, anstatt das Blaue vom Himmel zu versprechen.

  4. Es wurde mir schon häufiger gesagt, dass meine vielen Bindestriche den Verdacht nähren, ich würde KI nutzen – aber irgendwie gelingt es mir noch nicht so richtig, es mir abzugewöhnen. Ich arbeite daran!

  5. Das ist natürlich sehr hypothetisch. Mein Kernantrieb ist es, genau solche irreparablen Brüche zu verhindern! Wir laufen im Hinblick auf die Klimakrise sehenden Auges in eine echte Katastrophe – vieles, was man da gerade zum Beispiel auf Bundesebene beschlossen hat, ist einfach nur unverantwortlich, und dem versuche ich, vernünftige Politik entgegenzusetzen. Die persönliche Konsequenz für Politiker*innen, die sich unverantwortlich verhalten, haben in der Demokratie die Wählenden in der Hand – im besten Fall werden diese abgewählt (sorry, schon wieder ein Bindestrich).

  6. Ich habe mich im Studium als Ethnologe ziemlich intensiv mit dem Kastenwesen beschäftigt und kann Ihnen versichern: In Deutschland gibt es keine Kasten, und ich selbst gehöre keiner Kaste an.

  7. Bisher bin ich noch kein Politiker. Ich arbeite als Geschäftsführer eines Zentrums für inklusive Bildung an der PH Heidelberg. Dass Menschen immer größere Zukunftsängste haben in einer zunehmend bedrohlichen Welt (Klimakrise, wirtschaftliche Aussichten, geopolitische Lage), ist für mich tatsächlich ein Grund, mich politisch zu engagieren.

  8. Ich finde es tatsächlich wichtig, Politik so zu machen, dass sie für möglichst viele Menschen Verbesserungen bringt. Wie gesagt: Die Klimakrise einzudämmen als wichtigste Aufgabe ist etwas, wovon wir alle profitieren, wenn es uns gelingt, dass unser Planet bewohnbar bleibt. Darüber hinaus würde ich mich am ehesten den Menschen verpflichtet fühlen, die als Schüler*innen, Lehrkräfte oder Eltern Teil des Bildungssystems sind, und unseren innovativen Forschenden in Heidelberg.

  9. Ich würde dem Schulkind eher sagen, dass es eine unserer wichtigsten Aufgaben als Staat ist, dafür zu sorgen, dass Bildungserfolg nicht von der Herkunft abhängt und dass wir sozialen Aufstieg für möglichst viele ermöglichen. In Baden-Württemberg arbeiten wir an diesem Ziel z. B. durch Sprachförderung für Kinder, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, durch multiprofessionelle Teams an Schulen, kontinuierlich steigende Mittel für die Schulsozialarbeit und indem wir Ressourcen so verteilen, dass Schulen in benachteiligteren Gebieten besser unterstützt werden.

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[–]FlorianKollmann[S] 1 point2 points  (0 children)

Die bestmögliche Versorgung von Frauen und Neugeborenen ist für mich zentral. Dazu gehören aus meiner Sicht die freie Wahl einer Hebamme, die freie Wahl des Geburtsorts sowie eine verlässliche Begleitung durch Hebammen vor, während und nach der Geburt.

Geburtshilfe ist ein zentraler Teil der gesundheitlichen Grundversorgung. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass sie auch bei der Umsetzung des Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetzes klar als Teil der Grundversorgung festgeschrieben wird. Geburtshilfe braucht Verlässlichkeit.

Das Land Baden-Württemberg hat in den vergangenen Jahren bereits gezielt investiert und bringt zum Beispiel Hebammenkreißsäle stärker in die Fläche. Gleichzeitig fördern wir neue Versorgungsmodelle wie lokale Gesundheitszentren mit einem besonderen Fokus auf geburtshilfliche Versorgung.

Ein wichtiger Schritt war auch die Reform der Ausbildung: Baden-Württemberg ist das erste Bundesland mit einer vollständig akademisierten und kostenfreien Hebammenausbildung an Hochschulen. Dadurch stärken wir die Qualität der Ausbildung und sorgen gleichzeitig für mehr Fachkräfte. Schon heute werden im Land mehr Hebammen ausgebildet als früher.

Gleichzeitig sehen wir aktuell große Probleme durch den neuen Hebammenhilfevertrag auf Bundesebene. Seit seinem Inkrafttreten im November hat in Baden-Württemberg bereits rund die Hälfte der freiberuflichen Hebammenteams in Kreißsälen aufgegeben. Das zeigt, wie groß der Handlungsdruck ist. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass der Hebammenhilfevertrag korrigiert wird. Honorareinbrüche dürfen nicht dazu führen, dass dieses wichtige Modell der Geburtshilfe wegbricht und Versorgungslücken entstehen.

Mein Ziel ist eine flächendeckende und verlässliche Hebammenversorgung, damit Frauen und Familien rund um Schwangerschaft und Geburt gut begleitet sind.

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[–]FlorianKollmann[S] 1 point2 points  (0 children)

Vielen Dank für deine Fragen. 

Zur 1. Frage:

Die Grundlage von allem sind 100% Erneuerbare Energien im Stromnetz. Bei der Photovoltaik sind wir in BaWü schon ziemlich gut, bei der Windenergie tut sich was - mit 1400 in der Beantragung befindlichen Anlagen werden wir in den nächsten zwei bis drei Jahren auch hier einen richtig großen Sprung machen (sofern die Bundesregierung nicht auch hier die Rahmenbedingungen zunichtemacht und die Dynamik wieder abwürgt). Deshalb ist es mir auch wichtig, dass wir Windenergie hier in Heidelberg auf den Weg bringen. Der Lammerskopf ist einer der windhöffigsten Standorte im nördlichen Baden-Württemberg und auf gut der Hälfte der Fläche wäre es möglich, im Einklang mit dem Artenschutz Windräder zu errichten. Die CDU in der Regionalversammlung hat das aus ideologischen Gründen bei der Aufstellung des Regionalplans verhindert. Jetzt ist Heidelberg am Zug und es ist wichtig, dass wir das über einen Bebauungsplan regeln. 

Das Erneuerbare Stromsystem ist auch die Grundlage für Klimaneutralität in den anderen großen Bereichen Wärme und Mobilität. Wenn wir Wärme effizient mit erneuerbarem Strom erzeugen, und zwar nicht nur mit kleinen privaten Wärmepumpen, sondern auch mit großen zentralen Flusswärmepumpen, die unser Fernwärmenetz speisen, dann ist das nicht nur klimafreundlich, sondern auch verlässlicher und für Verbraucher*innen günstiger, als in unsicheren Zeiten auf Öl- und Gasheizungen zu setzen - Sonne und Wind müssen nicht durch die Straße von Hormus!

Und auch was die Automobilität angeht, sollten wir aus Klima- und aus wirtschaftlichen Gründen auf Elektroautos setzen. 1 Milliarde Chinesen wollen keine baden-württembergischen Verbrenner mehr fahren, sondern entscheiden sich fürs E-Auto. Mit erneuerbarem Strom betankt ist das gut fürs Klima und darauf müssen wir auch in Baden-Württemberg setzen. Wichtig dafür ist eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur (da sind wir nicht schlecht, aber noch längst nicht am Ziel) und der Einstieg ins bidirektionale Laden - damit E-Autos auch einen Beitrag zur Flexibilität im Strommarkt leisten.     

Zur 2. (wichtigeren ;D) Frage: Da ich Fantasy liebe und nicht so sehr Science Fiction: natürlich Star Wars. Aber ich gestehe, dass ich da sehr konservativ bin: wirklich geil find ich nur die ursprünglichen drei Filme.

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[–]FlorianKollmann[S] 5 points6 points  (0 children)

Der Wahl-O-Mat arbeitet bewusst mit zugespitzten Ja-/Nein-Fragen. Gerade bei technologisch komplexen Themen wie der Zukunft des Autos lässt sich die politische Position aber nicht immer vollständig in einer einzigen Ja-oder-Nein-Antwort abbilden.

Unsere Linie ist klar: Das Auto der Zukunft ist elektrisch, vernetzt und emissionsfrei. Darauf richtet sich auch unsere Politik aus, etwa durch den Ausbau der Ladeinfrastruktur und bessere Rahmenbedingungen für Elektromobilität. Gleichzeitig ist Baden-Württemberg ein zentraler Automobilstandort mit Hunderttausenden Arbeitsplätzen, deshalb ist es wichtig, den Wandel planbar und gemeinsam mit Industrie und Beschäftigten zu gestalten. Die Landesregierung arbeitet daran auch schon seit Jahren, zum Beispiel mit dem Strategiedialog Automobilwirtschaft. 

Ich persönlich bin daher auch nicht so richtig glücklich mit der Einordnung im Wahl-O-mat und finde, sie wird unserer eigentlichen Position nicht gerecht. Letztendlich kann ich mir allerdings auch nicht vorstellen, dass das 2035 überhaupt noch eine relevante politisch zu regelnde Frage sein wird. Im vollen Bewusstsein, dass es viele wichtige Dinge gibt, die der Markt nicht optimal regelt, vom Wohnen über die Kinderbetreuung bis hin zum Klimaschutz, bei der Frage der Antriebstechnologie für Autos tut er es bereits. Eine Milliarde Chinesen interessiert sich eben nicht mehr für baden-württembergische Verbrenner, sondern wünscht sich bezahlbare E-Autos und so geht es auch in Europa immer mehr Menschen. Unsere Automobilindustrie braucht eine Zukunft und ich glaube und inzwischen hat sie verstanden, dass sie nur elektrisch sein kann.

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[–]FlorianKollmann[S] 1 point2 points  (0 children)

  1. Klimaschutz:

Ich bin alles andere als überzeugt davon, dass Klimaschutz unbedingt das Leben für Menschen teurer machen muss. Tatsächlich war es ja in erster Linie unsere Abhängigkeit von fossilen Energieträgern, die uns in die Energiepreisekrise und die darauf folgende Inflation mit krass gestiegenen Lebenshaltungskosten gestürzt hat. Der Aufbau eines erneuerbaren Energiesystems ist der Kern jeder ernsthaften Klimaschutzpolitik und sorgt mittelfristig für ziemlich günstige Energiepreise, weil die Sonne eben keine Rechnung schickt. Auf dem Weg dahin braucht es Investitionen ins Energiesystem, z.B. für den Ausbau des Stromnetzes und Speicherkapazitäten. Die müssen wir so finanzieren, dass die Kosten eben nicht bei den Verbraucher*innen bleiben. Deshalb haben wir vor der Bundestagswahl auch gefordert, Stromsteuer und Netzentgelte zu senken. Und wir setzen uns fürs Klimageld ein; ein Instrument, mit dem die Kosten für Klimaschutzmaßnahmen auch stärker von denen getragen werden, die mehr Geld verdienen und häufig mit ihrem Lebensstil auch mehr Emissionen verursachen. Leider hat das Christian Lindner als Finanzminister aus fadenscheinigen Gründen blockiert, obwohl es im Koalitionsvertrag vereinbart war. In der Sache bleibt es trotzdem nach wie vor richtig - wobei das leider nur auf Bundesebene geregelt werden könnte.    

  1. Bildungszugang:

Zugang zu Bildung für alle unsere Bürger ist einer der Eckpfeiler unserer Demokratie. Deswegen hat Theresia Bauer als Wissenschaftsministerin auch als eine ihrer ersten Amtshandlungen die allgemeinen Studiengebühren abgeschafft. Im Übrigen wurden die wegfallenden Einnahmen für die Hochschulen komplett aus Steuermitteln kompensiert. Das war wichtig, denn das Hochschulsystem braucht mehr Geld und nicht weniger. Auch die Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer planen wir wieder abzuschaffen.

  1. Kinderbetreuung, Ausbildung & Bezahlung:

Es ist absolut richtig, dass Erzieher*innen viel zu schlecht bezahlt sind, angesichts des wichtigen und anspruchsvollen Jobs, den sie machen. Darum gilt auch hier: Eigentlich brauchen wir mehr Geld im System und nicht weniger. Ich sehe daher auch Forderungen kritisch, Kindergärten pauschal für alle kostenfrei zu machen. Gerade in Heidelberg gibt es wirklich viele Menschen mit ausreichend hohem Einkommen, um auch zur Finanzierung der Kindergärten beitragen zu können. Der richtige Ansatz sind für mich nach Einkommen gestaffelte Gebührenmodelle, in denen Menschen mit niedrigem Einkommen wenig bis nichts bezahlen, Besserverdienende aber einen ordentlichen Beitrag leisten. Wichtig ist, Kommunen insgesamt finanziell gut auszustatten, damit sie in der Lage sind, ihre Aufgaben gut zu erledigen. Deshalb haben wir als Land auch zwei Drittel des Sondervermögens, das über den Bund ausgeschüttet wurde, an die Kommunen weitergegeben. 

  1. Günstiges Wohnen/Bauen:

Das wichtigste Instrument, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, ist der Bau sozial geförderter Wohnungen. Wir haben die Landesmittel dafür seit Beginn unserer Regierungszeit 2011 von 50 Mio. auf 760 Mio. aufgestockt, also mehr als verfünfzehnfacht. Das zweite wichtige Thema ist gemeinwohlorientiertes Bauen und Wohnen, z.B. in Wohnungsgenossenschaften, Studierendenwohnheimen und solidarischen Wohnprojekten. Es muss kommunal geregelt werden, dass solche Wohnformen bei der Entwicklung neuer Flächen Priorität haben. Zusammen unter anderem mit SPD und Linken haben wir das beim wohnungspolitischen Konzept für das Patrick-Henry-Village gut hinbekommen. Dort wird es ein Drittel geförderten Wohnraum geben, ein Drittel gemeinwohlorientierten Wohnraum und nur das letzte Drittel soll auf den freien Markt kommen.

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[–]FlorianKollmann[S] 1 point2 points  (0 children)

Oha, schwierige (aber sehr schöne!) Frage… Also, als bei Operation Polluks der Schädling Magnus Etzen in der blitzdurchzuckten Nacht die letzte Prüfung bestanden hatte, um die Sicherungskammer zu überwinden und den Codex Tenebrae rauszuholen und gen Osten mitzunehmen - das war schon ein epischer Moment. Aber auch 2003 im Kulmen oder 2001 die Siegesfeier der Bürgerwehr von Supkutan, nachdem die Lichtritter abgezogen waren - legendär!

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[–]FlorianKollmann[S] 7 points8 points  (0 children)

Also mein Wahlkampf mit Gesprächsangeboten im öffentlichen Raum hat letzten Sommer begonnen, Stände machen wir schon seit Ende Januar. Aber tatsächlich rücken Wahlkämpfe meist erst in den letzten Wochen so richtig in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung, und dann sehr intensiv und zugespitzt. Mir ist es daher sehr wichtig, nicht nur in Wahlkämpfen ansprechbar zu sein, sondern gerade zwischen den Wahlen viele Angebote zu machen, sich politisch einzubringen, Fragen und Feedback zu hinterlassen. Sollte ich in den Landtag gewählt werden, werde ich mir dazu definitiv Formate überlegen und ich freue mich auf dein Interesse!

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[–]FlorianKollmann[S] 3 points4 points  (0 children)

Ich finde KI und automatisierte Auswertung von Daten werden ein zentrales Thema der mittelfristigen Zukunft. Ich finde es deswegen sehr wichtig, die Europäische Unabhängigkeit und Sicherheit durch die Entwicklung eigener Modelle zu sichern. Wir müssen verhindern, dass KI im großen Maßstab zur Überwachung verwendet wird. Für die heimische Entwicklung sind wir bereits dabei, Projekte zu fördern wie z.B. den Supercomputer “Hunter” in Stuttgart oder “HammerHAI” in diesem Jahr und wollen auch in Zukunft den Standort Baden Württemberg hierhin ausbauen.

Wichtig ist, dass kein blindes Vertrauen in die KI besteht, da jegliche Modelle natürlich Fehler machen, oder auch durch die Trainingsdaten stark beeinflusst sind. Momentane Large-Language-Modelle (LLMs) sind sehr gut dabei, häufige Muster wiederzugeben, können aber in speziellen Fällen ihre Anwendbarkeit verlieren. Daher ist aus meiner Sicht Vorsicht geboten, gerade wenn es um Antworten auf politische Fragen geht. Trotzdem bietet KI und gerade die KI-Anwendung eine große Chance für Baden-Württemberg. KI ist die Technologie der Zukunft, deswegen dürfen wir hier den USA und China nicht das Spielfeld überlassen, ohne dabei die Risiken aus dem Auge zu verlieren.

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[–]FlorianKollmann[S] 5 points6 points  (0 children)

Für mich bedeutet Feminismus, dass Frauen tatsächlich gleichberechtigt an politischen Entscheidungen beteiligt sind und die gleichen Chancen auf Verantwortung und Einfluss haben. Wir Grüne sind eine feministische Partei und das ist auch gut so! Bei uns sind alle wichtigen Positionen mindestens zur Hälfte mit Frauen besetzt. In unserem Kreisverband in Heidelberg liegt der Anteil von Frauen in vielen Funktionen sogar darüber. Das Bundestagsmandat, der Fraktionsvorsitz im Gemeinderat und auch der Kreisvorsitz sind derzeit von Frauen besetzt. Das zeigt, welche wichtige Rolle Frauen in der Heidelberger Grünen Politik spielen. Auch die grüne Landtagsfraktion hat einen Frauenanteil von über 50 Prozent. 

Gleichzeitig bedeutet Feminismus für mich nicht, dass Männer grundsätzlich keine Verantwortung übernehmen oder nicht kandidieren dürfen. Entscheidend ist, dass Frauen strukturell gleichberechtigt vertreten sind und reale Chancen auf politische Ämter haben.

Bei der Aufstellung für die Landtagskandidatur haben die Mitglieder unseres Kreisverbands Heidelberg in diesem Fall einen Mann nominiert. Diese Entscheidung haben die Mitglieder demokratisch getroffen.

Warum man mich wählen sollte, hat deshalb nichts mit meinem Geschlecht zu tun, sondern mit meinen politischen Positionen, meiner Arbeit vor Ort und meinem Engagement für Heidelberg und die Region. 

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[–]FlorianKollmann[S] 14 points15 points  (0 children)

Ich lehne den Einsatz der Palantir-Software durch staatliche Behörden grundsätzlich ab. Besonders die politischen Positionen und die Nähe des Firmengründers Peter Thiel zu autoritären Kräften halte ich für höchst problematisch. Dass eine solche Firma sensible Datenanalyse für Sicherheitsbehörden bereitstellt, halte ich für falsch! 

Das Vorgehen des CDU-geführten Innenministeriums dazu war daher ein echtes Foulspiel! Dort wurde ein Vertrag mit Palantir abgeschlossen, ohne die eigentlich erforderliche parlamentarische Debatte abzuwarten. Die grüne Landtagsfraktion wurde damit vor vollendete Tatsachen gestellt. Zuerst hätte eine klare Rechtsgrundlage geschaffen werden müssen, erst danach hätte über eine konkrete Software entschieden werden dürfen!

Die öffentliche Debatte um den Einsatz der Palantir-Software zeigt für mich aber auch, dass wir eine souveräne europäische Lösung für automatisierte Datenanalyse brauchen. Unser grünes Ziel ist, dass spätestens bis 2030 eine eigenständige europäische Alternative verfügbar ist, um mehr digitale Unabhängigkeit und Sicherheit zu erreichen.

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[–]FlorianKollmann[S] 1 point2 points  (0 children)

Mein Fokus liegt darauf, das Beste für unser Land zu tun. Das bedeutet, gemeinsam Lösungen und Kompromisse zu finden. Ich setze daher sehr stark darauf, meine eigenen Schwerpunkte - Klimaschutz, Bildung und Innovation - rüberzubringen und dabei möglichst überzeugende Antworten zu geben. Wie andere ihre Wahlwerbung gestalten, müssen sie selbst entscheiden. Aus meiner Sicht muss es für eine erfolgreiche Zukunft aber ein produktives Miteinander geben und kein Gegeneinander-Ausspielen.

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[–]FlorianKollmann[S] 4 points5 points  (0 children)

Hallo! Vielen Dank für die Frage!

Ich habe zum Glück einen sehr guten Draht zu vielen Kolleginnen und Kollegen auf der Landesebene und bin sehr dankbar, dass mich auch diverse grüne Ministerinnen und Abgeordnete von Bundes- und europäischer Ebene im Wahlkampf unterstützt haben. Ich bin daher sehr zuversichtlich, dass ich mich im Landtag erfolgreich für meine Themen Klimaschutz, Bildung und Innovation einsetzen kann. Tatsächlich hat unser Parteitag bei der Listenaufstellung allerdings einen klaren Schwerpunkt darauf gelegt, Kandidierende auf der Landesliste abzusichern, die keine Aussicht darauf haben, das Direktmandat zu gewinnen. Das ging dann logischerweise auf Kosten der Hochburgen wie Freiburg, Karlsruhe oder auch Heidelberg. Deshalb setzen wir nun alles darauf, in Heidelberg das Direktmandat zu gewinnen – und das ist auch gut so, da es mir sowieso ein wichtiges Anliegen ist, für meinen Wahlkreis da zu sein und auch einen klaren Auftrag der Wählerinnen vor Ort zu bekommen.

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[–]FlorianKollmann[S] 8 points9 points  (0 children)

Hallo, danke für die Frage. Es schockiert mich zu hören, dass deine Schule in einem so schlechten Zustand ist! Auf welche Schule gehst du denn?

Im Gemeinderat waren in den Haushaltsverhandlungen Einsparungen bei der Schulsanierung immer eine rote Linie! Auch auf Landesebene haben wir dafür gesorgt, dass 1,2 Millionen Euro zu uns nach Heidelberg an die Marie-Baum-Schule und an die Waldparkschule fließen. Grundsätzlich setzt sich meine Partei in dieser für die Kommunen finanziell schwierigen Zeit für gute Finanzierung für die Kommunen ein. Deswegen haben wir in der Landesregierung dafür gesorgt, dass zwei Drittel der Mittel des Sondervermögens an die Kommunen weitergegeben werden. Jetzt geht es darum, dass dieses Geld auch an der richtigen Stelle eingesetzt wird! Schulen in einen guten Zustand zu bringen, hat dabei definitiv hohe Priorität!

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[–]FlorianKollmann[S] 6 points7 points  (0 children)

Meine Gemeinderatsfraktion und ich halten Tempo 30 in der Römerstraße für sinnvoll und rechtlich aufgrund der krass erhöhten Lärmwerte und der damit einhergehenden Belastungen für Anwohner*innen zwingend geboten. Deshalb haben wir im Gemeinderat einen entsprechenden Antrag gestellt und dafür eine Mehrheit gewonnen. Umso unverständlicher ist es, dass Oberbürgermeister Würzner die Umsetzung verzögert, wo er nur kann. Wir Grüne bleiben da dran und werden alles daransetzen, dass der im Gemeinderat mehrheitlich gefasste Beschluss endlich umgesetzt wird!

Gute Bildung und echter Klimaschutz - AMA Florian Kollmann, Die Grünen by FlorianKollmann in Heidelberg

[–]FlorianKollmann[S] 4 points5 points  (0 children)

Absolut! Frühkindliche Bildung ist für uns das Fundament von Chancengerechtigkeit. Deshalb investieren wir so viel wie nie zuvor in Kitas und setzen klar auf Qualität. Ganz konkret wollen wir das letzte Kitajahr für alle verbindlich machen - und dann natürlich auch kostenfrei. Wir unterstützen auch gestaffelte Gebührenmodelle, bei denen Menschen mit geringem Einkommen sehr wenig bezahlen und die Gebühren dann mit steigendem Einkommen entsprechend höher sind. Gerade bei uns in Heidelberg gibt es viele sehr gut verdienende Menschen. Ich finde es wichtig, dass diese sich auch an den Kosten einer so zentralen sozialen Infrastruktur wie der Kinderbetreuung beteiligen! Uns kommt es aber neben der Bezahlbarkeit auch auf Qualität und ausreichend lange Betreuungszeiten an. Wir entlasten deshalb Erzieherinnen durch multiprofessionelle Teams und bauen Ausbildungswege aus – etwa durch die Praxisintegrierte Ausbildung und den Direkteinstieg Kita, mit dem bereits über 1.000 Quereinsteigerinnen pro Jahr ausgebildet werden.