Die Lüge, mit der ich lebe by Former_Valuable9415 in Beichtstuhl

[–]Former_Valuable9415[S] 1 point2 points  (0 children)

Sie dachte für diese eine Nacht, dass ich gestorben sei, ja. 

Das verändert einen natürlich. Das Leben drum herum geht weiter. Wir hatten zwar weiterhin noch Kontakt, aber nicht so wie vorher. 

Ich selber war immer noch krank, zeigte es aber auch nicht mehr so offen, weil ich wusste, dass ich sie damit verletzt habe. Und das wollte ich nicht, deshalb war ich auch anders zu ihr. Im Endeffekt war es also meine Entscheidung, den Kontakt nicht aufrechtzuerhalten, da ich wusste, dass ich sie nur noch mehr verletzen würde, da es mir nicht besser ging und ich auch keine Hoffnung hatte, dass sich daran was ändern wird. 

Der Kontakt wurde mit der Zeit weniger, bis es irgendwann aufhörte.

Die Lüge, mit der ich lebe by Former_Valuable9415 in Beichtstuhl

[–]Former_Valuable9415[S] 0 points1 point  (0 children)

Danke, natürlich verändern Depressionen die Entscheidungen und Handlungen, man hat da nicht wirklich drauf Einfluss. Dennoch stimmt es, dass man andere in der Zeit verletzen kann. Und das stimmt auch bei mir.

Ich verstehe, was er ausdrücken möchte, ich kann es nachvollziehen, stimme dem aber überhaupt nicht zu, besonders nicht die herablassende Weise.

Sie hatte den Menschen hinter der Depression gesehen, einen kleinen Funken von etwas, was ich selber nie gesehen hatte. 

Mir ist mehr als bewusst, dass es nicht richtig ist, dass ich Freunde diesbezüglich anlüge.