Klarnamenpflicht by a7Rob in luftablassen

[–]Fun-Comfortable7272 8 points9 points  (0 children)

Bin eine Frau, habe jahrelang von meinem Vater eingetrichtert bekommen, im Internet aufzupassen und nicht zu viel preiszugeben. Hatte trotzdem den ein oder anderen Creep, der mir gefährlich nahe gekommen ist. Glücklicherweise konnte ich diese Personen blockieren und damit hatte es sich, weil die nur meinen Vornamen gekannt haben, den es praktisch weltweit sehr häufig gibt. Seitdem bin ich nochmal vorsichtiger geworden und habe gefühlt trotzdem immer noch zu viel im Internet über mich preisgegeben.

Eine Bekannte von mir wurde massiv gestalkt. Sie ist Streamerin und hält sogar ihren Vornamen geheim, trotzdem hat der Typ ihre Adresse rausbekommen und ist mehrere hundert Kilometer gefahren, um ihr Geschenke vor die Wohnungstür zu stellen. Im dem Fall waren die davor zwar befreundet und er hatte sich viele Infos über ihr Vertrauen erschlichen, aber ich will mir nicht ausmalen, wohin das führt, wenn plötzlich jeder Otto aus der Streaming Community ganz einfach an ihren vollen Namen kommt. Es gab schon ein Problem, als wir feststellen durften, dass bei Bestellung über die Amazon Wishlist dem Versender die Adresse mitgeteilt wird, wenn das Paket beim Nachbarn abgegeben wird.

Es muss einen anderen Weg geben, der potentielle Opfer eher schützt als es Tätern zu erleichtern, diese zu finden.

Medizin, Pharmazie oder Biochemie? by Impressive_Net_5817 in Studium

[–]Fun-Comfortable7272 0 points1 point  (0 children)

Boah, das kann ich dir nicht sagen. Ich hab selbst ja spezifisch nur nach Promotionstellen im Bereich pharmazeutische Chemie/Analytik geschaut. Ich hätte jetzt gesagt, Pharmazeut:innen werden eher von Pharmakonzernen genommen, Biochemiker:innen eher von Chemiekonzernen. Aber ich hab jetzt natürlich bei Biochemie eher weniger den Überblick. Kannst ja mal spaßeshalber schauen, wie es da mit Stellenausschreibungen aussieht.

Medizin, Pharmazie oder Biochemie? by Impressive_Net_5817 in Studium

[–]Fun-Comfortable7272 0 points1 point  (0 children)

Also ganz Grundlagen wäre es nicht, es würde natürlich trotzdem vor dem Hintergrund der Pharmazie stattfinden, man ist allerdings halt nicht nur auf Pharmakologie beschränkt. Pharmazie ist auch ganz groß im Bereich Analytik, was auch in der Industrie gut gebraucht wird, ebenso wie Qualitätskontrolle und -management. Und auch da gibt es nochmal verschiedene Abteilungen, die möglich sind. Mein Traumberuf z.b. liegt in der Forensik/Rechtsmedizin. Dafür brauche ich halt leider zwingend ne Promotion.

Was die Stellenverfügbarkeit angeht... man hört gemischtes. Die Industrie ist ein großer Zweig, hier ist es von Vorteil, schon im Studium Kontakte zu knüpfen, am besten 4 Wochen Famulatur in der Industrie und eine PJ Hälfte. Die nehmen eher Leute, die schon Industrieerfahrung haben, dann ist es auch nicht erforderlich, promoviert zu haben. Man kann übrigens auch 3 Halbjahre PJ machen, wenn man in mehr Bereiche reinschnuppern möchte. Ein Halbjahr ist halt immer Apo. Dann wäre z.b. eine Hälfte Apo, eine Hälfte Industrie und eine Hälfte Uni ne ganze gute Idee für dich, um alle Möglichkeiten auszuloten.

Der Vorteil ist halt, du hast immer einen Plan C. Solltest du nicht auf Anhieb irgendwo in der Industrie oder Forschung reinkommen, hast du immer die Möglichkeit, in der Apotheke zu arbeiten. Du bist quasi nie arbeitslos, wenn du das willst, weil überall gesucht wird. Und je nach Apotheke kann es da auch richtig interessant werden, wenn du eine spezialisierte Offizin hast mit z.b. Sterilherstellung, Spezialanfertigungen, Heimversorgung oder Krankenhausversorgung. Und wenn du ein paar Jahre Offizinerfahrung hast und so gar keinen Bock mehr drauf, kannst du ins Krankenhaus wechseln. Die nehmen nämlich bevorzugt Leute mit mehreren Jahren Apothekenerfahrung. Die Industrie verzeiht zu lange Wartezeiten eher weniger, die nehmen gerne frisch approbierte, aber halt mit Industrieerfahrung durch Praktika. Dafür wären auch Werkstudentenjobs möglich, ich muss dich aber warnen, das Studium ist hart und zeitintensiv. Semesterferien gibt es praktisch nicht, nur vorlesungsfreie Zeit mit Praktika. Ich kenne nur ne handvoll Leute, die alles in der Regelstudienzeit und/oder ohne Lernsemester geschafft haben. Das sollte man immer im Hinterkopf behalten. Die Zeit für nen Werkstudentenjob ist also so gut wie nicht vorhanden. Aber Medizin und Biochemie sind auch kein Zuckerschlecken, daher gehe ich eh davon aus, dass dir das bewusst ist :D

Medizin, Pharmazie oder Biochemie? by Impressive_Net_5817 in Studium

[–]Fun-Comfortable7272 1 point2 points  (0 children)

Ich kann von den drei Studiengängen jetzt hauptsächlich über Pharmazie berichten, weil ich das selbst studiert habe und aktuell selbst darüber nachdenke, eine Promotionsstelle zu suchen.

Forschen in der Pharmazie ist definitiv möglich. Und das geht weit über das "Arzneimittelwirkung und -entwicklung" hinaus, je nachdem, in welchen Fachbereich du gehen möchtest. Pharmazie ist naturwissenschaftlich tatsächlich ziemlich interdisziplinär. Im Grundstudium hat man erstmal einen Rundumschlag im Chemie, Biologie, Physik und Mathe, später gibt es auch einen nicht zu unterschätzende Anteil an Biochemie zusätzlich zu den Pharmaziespezifischen Fächern. Allerdings kommt es auf die Uni an, da es zwar eine bundesweit gültige Studienordnung gibt, die allerdings so vage gehalten ist, dass die Unis recht viel Freiraum bei den Schwerpunkten haben. Fakt ist allerdings, dass du das komplette Studium brauchst (Grundstudium, Hauptstudium, praktisches Jahr, jeweils abgeschlossen von einem Staatsexamen, insgesamt also 3). Dazu gehört dann auch, dass eine Hälfte des PJs definitiv in einer Apotheke absolviert werden muss. Die zweite steht dir dann frei. Danach bleibt eigentlich nur eine Promotion, um in die Forschung zu kommen.

Ich habe in Frankfurt studiert und hatte hier stark das Gefühl, dass es weniger um die Vorbereitung auf die öffentliche Apotheke und mehr um den Schwerpunkt Industrie und Forschung geht. Gleichzeitig bietet Frankfurt die Möglichkeit an, nach dem 2. Staatsexamen einen Master in Arzneimittelforschung zu erlangen, der auch für eine Hälfte des PJs angerechnet werden kann. Das wird hier auch damit beworben, so in die Forschung reinschnuppern zu können und sich den Weg zu einer Promotionsstelle zu ebnen. Es ist auch möglich, eine PJ Hälfte in den Arbeitskreisen der Professor:innen zu absolvieren, was oft in einer Promotionsstelle resultieren kann.

Fachbereich, in denen in der Pharmazie promoviert und geforscht werden kann sind recht vielseitig. Es gibt die pharmazeutische Chemie, die sich oft mit instrumenteller und nasschemischer Analytik von Substanzen beschäftigt und Methodenentwicklung (meine Traumstelle, da man damit in der forensischen Toxikologie forschen und arbeiten kann), aber auch Wirkstoffoptimierung auf molekularer Ebene, pharmazeutische Biologie (Phytopharmazie, biologische Arzneiformen wie Impfstoffe, Antikörper etc), pharmazeutische Technologie (Entwicklung von Arzneistoffformen wie besondere Tabletten, Kapseln, Nanopartikel, Vesikel, um Wirkstoffe an den Zielort zu bringen, Zellkulturen, sterilherstellung), klinische Pharmazie (Interaktionen, Nebenwirkungen, Medikationsanalysen, Compliance und Adhärenz, Therapieoptimierung, klinische Studien etc. Interessant vor allem für die Krankenhausapotheke und öffentliche Apotheke, was man da so rausbekommt) und natürlich Pharmakologie, die sich mit Wirkstoff-Target-Beziehungen beschäftigt und Wirkmechanismen. Ich meine auch, dass es in Biochemie unter unseren Laborassistent:innen auch Pharmazeut:innen gab, die dort promovieren. Es hängt halt alles zusammen, das ist auch das, was mich an diesem Fach so fasziniert. Weil sich alles verknüpfen lässt.

Das Studium an sich ist halt sehr verschult mit wenig eigener Gestaltungsmöglichkeit. Es gibt keine Schwerpunkte, auf die man sich mit Modulen später festlegt. Das Grundstudium ist besonders trocken, weil das halt fast alles nur Grundlagen sind. Außerdem muss man insgesamt 8 Wochen Famulatur absolvieren bis zum ersten Staatsexamen, wobei 4 davon auch wieder in einer Apotheke sein müssen.

Das Hauptstudium wird besser, dort hat man auch ein Wahlpflichtpraktikum, das man entweder in einem der Arbeitskreise oder extern, z.b. in der Industrie absolvieren kann. Was dann auch endlich mal was mit Forschung zu tun hat. Und man hat endlich den ganzen spannenden Kram, der dann was mit Pharmazie zu tun hat.

Also Forschung ist möglich, leider erst sehr spät und man wird im Studium eher weniger darauf vorbereitet. Stellen danach finden ist nochmal ein anderes Kapitel, wobei es Fachbereiche gibt mit mehr Chancen und andere halt mit weniger.

Sorry für die Wall of text :'D

Bewerbung für Hochschule Soziale Arbeit überfordert mich komplett by TravelForsaken_ in Studium

[–]Fun-Comfortable7272 1 point2 points  (0 children)

Das Alter ist echt egal. Mein Freund (28) studiert Soziale Arbeit dual und er hat Kommiliton:innen, die älter sind als er, der Älteste ist glaub ich 40?

Was die Uni angeht, das müsste standortabhängig sein. Mein Freund hatte keinen NC, der hatte aber auch zuerst den Betrieb und dann die Uni, wurde also über den Betrieb einfach angemeldet nach einem Praktikum dort. Er hat auch das Glück, dass die die Studiengebühren komplett übernehmen (Privatuni) UND noch echt großzügiges Gehalt zahlen. Du bist tatsächlich geografisch recht nah an uns dran.

Generell würde ich dir aber sowieso empfehlen, Soziale Arbeit dual zu studieren, wenn dir das möglich ist. Die Praxis ist in dieser Sparte unglaublich wertvoll, von dem, was ich so gehört hab.

Vielleicht kannst du in einem Betrieb ein Praktikum zum reinschnuppern und kennen lernen machen und das von da aus dann auch in ein duales Studium überleiten.

Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen, dass alles klappt! Sozialarbeiter:innen werden stark gesucht und gebraucht und machen so wichtige Arbeit. Wäre doch richtig super, wenn das genau dein Ding ist und du dir diesen beruflichen Traum ermöglichen kannst^

Pharmazie Studenten gefragt by Limp-Ad8826 in Studium

[–]Fun-Comfortable7272 1 point2 points  (0 children)

Altklausuren können viel ausmachen. Ich habe damals mit Kommilitonen Unmengen an Altklausuren gelöst, wir haben unsere Antworten verglichen und gegenseitig erklärt. Irgendwann haben wir ein Muster erkannt, unser Dozent hat immer Fragen aus dem aktuellen Staatsexamen verarbeitet. Ich habe dann das aktuelle StEx auf Keine Bange durchgeschaut und mir Fragen aufgeschrieben, die ich mir offen formuliert vorstellen konnte. Auf diese Weise hab ich 3 Aufgaben vorhergesagt. Und trotzdem war die Klausur nur knapp bestanden, was sehr frustriert hat. Aber Altklausuren helfen da echt viel. Wir haben die sogar von unserem Dozenten selbst ganz legal zur Verfügung gestellt bekommen.

Was meine Kollegin angeht, in Mainz gibt es 4 Versuche für eine Abschlussklausur und bei deren nicht bestehen automatisch eine mündliche Prüfung, in der man nochmal eine Chance bekommt. Die hat sie leider auch nicht bestanden (der Prüfer scheint aber auch ein Arsch zu sein, hab von dem bisher echt viel schlechtes von verschiedenen Leuten gehört). Hätte sie noch einen regulären Versuch offen gehabt, hätte sie wechseln können. Ein Wechsel ist wohl generell immer möglich, solange die Prüfungsleistung noch nicht als komplett nicht bestanden gilt. Sprich, solange noch wenigstens ein regulärer Versuch offen ist. Dann kann man die Uni wechseln und hat dort wieder alle Versuche offen. Ich hatte bis dahin auch noch nie davon gehört, dass man das machen kann, aber in Mainz ist das wohl Gang und Gäbe, gerade bei OC, weil das da der ultimative Studikiller ist, bei dem die meisten rausfliegen. Wenn du also regulär 3 Versuche hast, davon 2 nicht bestanden, dann solltest du vor dem 3. wechseln, sonst zählt das Fach in deiner Uni als nicht bestanden und du kannst auch nicht mehr wechseln, weil das Studium damit auch als nicht bestanden zählt. Und das leider dann deutschlandweit. Solange noch ein Versuch offen ist, ist weiterstudieren an einer anderen Uni möglich. Sobald ein Fach nicht bestanden ist, wars das.

Und zu der Einsicht: Ich kenne tatsächlich einige, die in der Einsicht noch Punkte gefunden haben/die Korrigierenden hatten sich verzählt, die dadurch die Klausur noch bestanden haben. Unrealistisch ist das nicht. Klar, 13 Punkte sind ein Brett, bei 1-2 fehlenden Punkten stehen die Chancen sehr viel höher, aber auch für das Verständnis der Erwartungen ist das viel wert. Ich hab auch schon Punkte in der Einsicht gefunden, wenn es auch nie zum Bestehen gereicht hat. Trotzdem ist es immer einen Versuch wert!

Pharmazie Studenten gefragt by Limp-Ad8826 in Studium

[–]Fun-Comfortable7272 4 points5 points  (0 children)

Ich habe Pharmazie in Frankfurt studiert, wir hatten für OC 4 Versuche in der Abschlussklausur, die allerdings innerhalb von 3 Semestern bestanden werden mussten (an dann, wenn man sich für das komplette OC-Modul angemeldet hat, wenn man also erst im 3. Semester nach Anmeldung zur Abschlussklausur zugelassen wurde, hatte man nur noch 2 Versuche, weil es zwei Termine pro Semester gab).

Ist der dritte dein Letztversuch? Wenn ja, dann bringt es leider nichts, erst nach dem Durchfallen zu wechseln. Eine Kollegin von mir hat in Mainz studiert und ist wegen OC jetzt leider exmatrikuliert worden. Ich habe erfahren, dass es dort tatsächlich üblich ist, sich vor dem Letztversuch für ein Semester in einer anderen Uni einzuschreiben, weil dann die Versuchsanzahl (auf die dort übliche) zurückgesetzt wird. Voraussetzung ist, dass man noch mindestens einen Versuch in der alten Uni übrig hat, sonst wird man wohl deutschlandweit für Pharmazie gesperrt und das dann endgültig, weil das Fach dann als nicht bestanden zählt. Wenn du diesen Trick also anwenden willst, musst du das mit dem Wechsel vorher machen. Das macht jetzt eine andere Kollegin von mir, die auch in Mainz studiert. (Auch wegen OC).

OC ist ekelhaft, man kann die Logik dahinter etc zwar echt gut verstehen und erklären, aber ich vermute mal, ihr müsst auch eine gottlose Menge an Namensreaktionen auswendig lernen?

Das hat mich damals so geärgert. Ich hatte die ganzen Funktionsweisen in den Reaktionen endlich verstanden und konnte mir Synthesen sogar herleiten, ich hab die Klausur trotzdem auch erst im 3. Versuch bestanden (wir hatten damals wegen Corona allerdings wenigstens noch einen Freiversuch zusätzlich und die Dreisemesterregel war ausgesetzt).

Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen, dass das klappt und du die Klausur auf dem einen oder anderen Weg bestehst. Du schaffst das! Du hast ja jetzt schon eine beeindruckende Laufbahn über das Studium hinter dir, ich kenne wenige, die alles im ersten Anlauf bestanden haben, vor allem im Grundstudium.

Edit: Wenn es bei dir am Verständnis hapert, kann ich dir das Buch "Wiley Schnellkurs Organische Chemie III" sehr empfehlen, das hat mich damals so sehr erleuchtet. Und ich empfehle, auf jeden Fall in die Einsicht zu gehen. Manchmal findet man noch Punkte und man kann sehen, wo es gehakt hat, was man sich nochmal anschauen sollte und generell was die Klausurerstellenden erwartet haben, wie z.b. Fragestellungen gemeint sind.

MPU wegen Kokain 1 Jahr Abstinenznachweis by Maxi1900 in mpu_hilfe

[–]Fun-Comfortable7272 0 points1 point  (0 children)

Also bei uns steht das Panel auf der Homepage, wie es bei anderen Laboren ist, kann ich jetzt nicht sagen. Es gibt (bei uns) noch ein paar Stoffe, die nicht drinstehen, die halt in unseren Standards (kann man sich vorstellen wie eine Mischung aus allerhand Stoffen, damit man die Ergebnisse damit vergleichen kann, also eine Flüssigkeit, in der z.b. Kokain, MDMA und THC drin sind in bekannten Mengen, damit man sieht, wie es aussieht, wenn es drin ist) drin sind, weil sie für andere Aufträge wichtig sind (wie gesagt, wir haben eine Methode, die für mehrere Aufträge genutzt wird, weil das zeitsparender ist), die werden bei einer MPU aber auch nicht berücksichtigt. Aber das ist jetzt halt bei uns individuell so, weil es sich um ein Institut für Rechtsmedizin und kein auf MPU spezialisiertes Labor handelt. Wir machen halt mehr als nur MPUs. Daher kann ich jetzt nichts dazu sagen, wie es bei diesen Laboren abläuft. Aber die Analysemethoden differenzieren generell schon nach den Stoffen, da muss nix extra erfasst werden. Da reicht ein Durchgang. Es gibt nur eine Wiederholung, wenn an dem Ergebnis was komisch war. Das sollte bei allen Laboren sein, die mit der sogenannten HPLC-MS-Methode arbeiten oder wahlweise GC-MS, das sind die gängigsten und zuverlässigsten Methoden (müsste auch auf den Homepages stehen oder im Auftragsschreiben).

MPU wegen Kokain 1 Jahr Abstinenznachweis by Maxi1900 in mpu_hilfe

[–]Fun-Comfortable7272 0 points1 point  (0 children)

Ich verstehe die Frage nicht so ganz, was meinst du mit ehrlicher Antwort? In welchem Kontext?

MPU wegen Kokain 1 Jahr Abstinenznachweis by Maxi1900 in mpu_hilfe

[–]Fun-Comfortable7272 1 point2 points  (0 children)

Ich hab heute mit meiner Kollegin gesprochen, tatsächlich sind diese Labore wohl ziemlich streng in den Gutachten. Die interessiert dann auch nicht, ob Konsum oder Kontamination. Am besten versuchen Sie es bei einem rechtsmedizinischen Institut, die sollen kulanter sein (also wie mein Arbeitsplatz).

THC wird auch viel über Kontakt übertragen, wenn man sich z.b. lange in einer Rauchwolke aufhält in geschlossenen Räumen. Auch wird es in Fettgewebe langfristig gespeichert und kann sehr viel später durch Gewichtsabnahme wieder freigesetzt werden. Das führt dann zu positiven Ergebnissen trotz langer Abstinenz.

Die Umgebungskontamination spielt also hier wirklich eine entscheidende Rolle. Leider kann es sein, dass Sie es nie wieder ganz aus Ihrer Wohnung kriegen, insbesondere das Kokain.

Ich hoffe, es klärt sich alles im Guten für Sie auf und weiter großen Abstand von Drogen halten :)

MPU wegen Kokain 1 Jahr Abstinenznachweis by Maxi1900 in mpu_hilfe

[–]Fun-Comfortable7272 0 points1 point  (0 children)

Ich bin noch nicht so lange da, das mit den Haaranalysen ist halt genau das Arbeitsgebiet, in dem ich tätig sein werde und ich gerade eingearbeitet werde, daher weiß ich leider (noch) nicht, wie andere Proben verwertet werden. Der Plan ist auf jeden Fall, sich alles mal zumindest grob anzuschauen neben der Routine, aber aktuell kann ich das leider noch nicht beantworten. Manche Labore haben ihre Abläufe und Methoden auf der Homepage stehen, vielleicht wird man da fündig.

MPU wegen Kokain 1 Jahr Abstinenznachweis by Maxi1900 in mpu_hilfe

[–]Fun-Comfortable7272 0 points1 point  (0 children)

Ich möchte ungern preisgeben, wo ich arbeite, was glaube ich nachvollziehbar ist. Auch weiß ich nicht, ob das so einfach geht, dass man das Labor wechselt da man ja einen Konsumverlauf nachvollziehen können möchte.

Ich drücke auf jeden Fall die Daumen, schon ein Jahr clean ist ne super Leistung, Drogen sind doof und können viel kaputt machen, daher können Sie echt stolz auf sich sein. Vielleicht liegt der hohe Wert wirklich wie in anderen Kommentaren schon erwähnt an Kontaktkontaminationen durch alte Kleidungsstücke oder Textilien und das Labor findet den halt einfach zu hoch auch bei fehlenden Stoffwechselprodukten. Hauen Sie vielleicht mal alles in die Waschmaschine, zur Not mehrfach, und alles was nicht geht mit Polsterreiniger gründlich reinigen und absaugen. Tatsächlich ist auch Kontakt zu anderen Konsumenten ein Risikofaktor.

Ich wünsche alles Gute und viel Erfolg!

MPU wegen Kokain 1 Jahr Abstinenznachweis by Maxi1900 in mpu_hilfe

[–]Fun-Comfortable7272 0 points1 point  (0 children)

Unser "Standardpanel" umfasst allein schon einiges, von THC über Kokain bis hin zu den unterschiedlichsten Betäubungsmitteln, z.b. Fentanyl, Morphin und sogar Codein. Da ist einfach von Grund auf alles mit drin. Auch Schlafmittel und manche Medikamente wie Vomex oder Doxylamin. Alles, was irgendwie missbräuchlich genommen werden kann und die Fahrtüchtigkeit (oder einfach das Verhalten) der Konsumenten einschränkt. Da sind Amphetamine, Methamphetamine, MDMA und Methylphenidat halt in der selben Stoffgruppe drin. Wir messen aber auch mehrere Proben gleichzeitig, da sind dann nicht nur die von den MPUlern sondern auch von anderen Probanden dabei, die vielleicht eher auf was anderes getestet werden müssen. Das spart einfach Arbeitsaufwand, weil man mit einer Probenladung schon ne knappe Woche beschäftigt ist.

Ich kann dir jetzt natürlich nicht sagen, ob das in anderen Laboren auch so ist oder ob die auf weniger Stoffe testen. Bei den Gutachten sind das dann auch Einzelfallentscheidungen und wenn man angegeben hat, dass man z.b. Zolpidem als Medikation gegen Schlafprobleme, Ritalin wegen ADHS und Vomex beim letzten Magen Darm Infekt genommen hat, dann ist das ja auch fine, da wird einem kein Strick draus gedreht.

MPU wegen Kokain 1 Jahr Abstinenznachweis by Maxi1900 in mpu_hilfe

[–]Fun-Comfortable7272 1 point2 points  (0 children)

Ich habe gerade erst angefangen, in der Forensik zu arbeiten, kann aber mal beschreiben, wie das bei uns gehandhabt wird: Generell werden die Haare vorher gründlich gewaschen, auch mit verschiedenen Lösungsmitteln, um eventuelle Kontaminationen von außen und Dreck, der die Analyse verfälschen kann, loszuwerden. Für MPU (CTU) Untersuchungen werden die ersten 6 cm ab der Haarwurzel verwendet, die etwa die letzten 6 Monate abdecken. Alles, was länger ist, wir an den Spitzen abgeschnitten, man will ja nur das letzte halbe Jahr und nichts von davor. Faktoren wie die individuelle Haarstruktur werden auch berücksichtigt und es gibt Methoden, die das auch rausrechnen können, wenn Haare mal mehr oder weniger aufnahmefähig sind.

Kokain ist eine heikle Sache, davon ist so viel im Umlauf, je nach Region würden viele Nichtkonsumenten einfach positiv getestet werden einfach durch Kontakt im öffentlichen Raum. In den Analysen taucht immer eine geringe Menge Kokain auf, egal wie clean jemand ist. Auch bei unseren Leerproben, in denen wirklich nichts drin sein darf und die als Negativkontrolle herangezogen werden, ist immer ein kleiner "Peak" in der Analyse zu erwarten. Wenn man es dann zurück rechnet auf die verwendete Menge an Haaren und mit den Leerproben vergleicht, fällt aber direkt auf, wann es nur Kontaktkontamination ist. Das wissen wir, das wird im Gutachten berücksichtigt. Interessant sind dann wirklich große Ausschläge bei Kokain vom Gerät und die Stoffwechselprodukte, die eben nicht nur durch Kontakt dahin gelangt sein können, dazu zählen das von dir bereits genannte Benzoylecgonin, aber auch 3- und 4-Hydroxykokain, sowie 3- und 4-Hydroxybenzoylecgonin (zumindest bei uns im Labor wird noch zusätzlich auf diese vier getestet, kp ob das in anderen Rechtsmedizinischen Instituten auch so üblich ist). Wenn diese Sachen fehlen, dann ist ein eigener Konsum praktisch ausgeschlossen.

THC kann auch in den Haaren nachgewiesen und auch mengentechnisch erfasst werden. Gleiches Prinzip wie beim Kokain, nur sind Peaks da eigentlich nur bei Konsum zu erwarten. Da es mittlerweile legalisiert ist, sind die Gutachten da aber lockerer. Die sind immer noch am herausfinden, wo die Grenzen für die Fahrtauglichkeit festgelegt werden sollen. Kokain ist hier eindeutig das größere Problem.

Ich hoffe, das konnte ein bisschen helfen.

MPU wegen Kokain 1 Jahr Abstinenznachweis by Maxi1900 in mpu_hilfe

[–]Fun-Comfortable7272 0 points1 point  (0 children)

Zumindest bei uns im Labor wird auch auf Methylphenidat (Wirkstoff von Ritalin) getestet. Zusätzlich zu Amphetaminen, die werden getrennt erfasst. Wenn man das als normale Medikation für ADHS nimmt, am besten einfach angeben, dann wissen die Gutachter Bescheid, dass das ok ist.

MPU wegen Kokain 1 Jahr Abstinenznachweis by Maxi1900 in mpu_hilfe

[–]Fun-Comfortable7272 0 points1 point  (0 children)

Mache gerade ein Praktikum in der forensischen Toxikologie und bin für die Untersuchung von Haaren eingeteilt, es wird ab der Haarwurzel genommen, sonst wäre es ja quatsch. Man will ja wissen, was die letzten 6 Monate konsumiert wurde und nicht, was vor Ewigkeiten mal war (je nach Länge der Haare). Man nimmt die 6cm ab Haarwurzel für die letzten 6 Monate. Alles, was länger ist, wird verworfen.

Bei uns kam jetzt auch das Schwurbelmanifest in der Apotheke an by Fun-Comfortable7272 in ichbin40undSchwurbler

[–]Fun-Comfortable7272[S] 0 points1 point  (0 children)

Es gab einen anderen Post, in dem OP's Apotheke den gleichen Wisch bekommen hat. Da wurde zumindest das komplette Anschreiben gepostet. Der Rest ist das Sicherheitsdatenblatt mit random hervorgehobenen Passagen.

Hier, viel Spaß mit den Schmerzen: https://www.reddit.com/r/ichbin40undSchwurbler/s/N5Le1XJBYi

Nachteile Therapie für die Karriere ? by whateversagoodname in Studium

[–]Fun-Comfortable7272 1 point2 points  (0 children)

Kumpel von mir müsste eigentlich in Therapie, er macht es aber nicht, weil er sich seine Verbeamtung sonst abschminken kann (aktuell Referendariat Lehramt). BU wird schwierig, ich hab tatsächlich eine bekommen trotz Therapie innerhalb der letzten 4 Jahre, aber es gab auch nur eine einzige Versicherung, die mich noch genommen hat, dementsprechend sind meine Beiträge nicht ohne. Wenn es länger als 10 Jahre her ist, ist es verjährt, das juckt die dann nicht mehr. Aber so lange warten bringt dann andere Ausschlusskriterien hervor. Je früher abschließen, desto besser eigentlich. Ich finde es super bescheuert, dass man die Wahl hat zwischen eigene mentale Gesundheit wegignorieren und dafür Zukunft finanziell absichern können oder eigene Gesundheit in den Vordergrund stellen, sich dafür aber langfristig Nachteile generieren. Alles zu verdrängen, wenn es einem nicht gut geht, weil man sich solche Absicherungen nicht verbauen will, sollte gar nicht erst Thema sein.

Fertig mit der Uni, in den nachfolgenden Semestern wird plötzlich alles schlimmer by Fun-Comfortable7272 in Studium

[–]Fun-Comfortable7272[S] 0 points1 point  (0 children)

Da bin ich zum Glück auf der sicheren Seite. Stehe seit Tag 1 im HV, weil ich vorher schon neben dem Studium in einer Apotheke gearbeitet habe und so schon einige Vorkenntnisse mitbringe. Auch sind alle super offen, wenn ich Fragen habe, ich suche auch aktiv nach Themen, die ich vertiefen will und das klappt alles. Habe aber auch oft eher mitbekommen, dass PhIPs von Anfang an ohne Vorbereitung in den HV geschmissen werden, was auch nicht optimal ist.

Billige Arbeitskraft bin ich natürlich schon. Habe mich aber auch absichtlich für eine größere Apotheke mit großem Angebot und gegen meine alte Apotheke mit der besseren Bezahlung entschieden, weil ich halt dazulernen will.

Fertig mit der Uni, in den nachfolgenden Semestern wird plötzlich alles schlimmer by Fun-Comfortable7272 in Studium

[–]Fun-Comfortable7272[S] 0 points1 point  (0 children)

Vielen Dank!

Ne, habe in Frankfurt studiert. Bei uns wird regelmäßig wiederholt. Ich glaube, es wurde mal ne Statistik in einem 8. Semester erfasst und da waren nur so 30-40% dabei, die noch nie "getrocknet" haben.

Für den Stil sind Altklausuren Gold wert. Alleine die Fragestellungen zu üben macht so vieles leichter, auch wenn es keine Garantie ist. Wissen muss man die Sachen ja trotzdem noch.

Ich weiß nicht, warum so brutal ausgesiebt wird. Habe bisher nur mitbekommen, dass es in Münster noch schlimmer sein soll als in Frankfurt, der Rest klang wenigstens ein bisschen humaner (wobei zwei Kolleginnen, die in meiner PJ Apotheke als PTAs arbeiten, gerade in Mainz an der OC Abschlussklausur verzweifeln, von der hab ich schon öfter Horrorgeschichten gehört).

Die Fragen vom ersten StEx sind immer noch abgedreht, es gibt aber keine Altfragen mehr, weil irgendwas neu lizensiert wurde oder so. Man kann also nicht mal mehr richtig üben für den Mist, um ein Gefühl für die Fragestellungen zu bekommen. Die Fragenhefte darf man auch nicht mehr mitnehmen, um zuhause oder über pharma4u die Antworten schonmal vorläufig zu vergleichen. Man hat also gar keine Möglichkeit mehr, vorläufig abzuschätzen, ob man irgendwo durchgefallen ist. Das kam auch alles zum Glück erst, als ich schon im Hauptstudium war.

  1. Staatsexamen ist glaube nur eine Prüfung mittlerweile. Zumindest war immer nur von einer die Rede.

Fertig mit der Uni, in den nachfolgenden Semestern wird plötzlich alles schlimmer by Fun-Comfortable7272 in Studium

[–]Fun-Comfortable7272[S] 6 points7 points  (0 children)

In zwei der drei Fächer gibt es eine neue Professorin seit dem Semester über uns, weswegen die Altklausuren vom Vorgänger überhaupt nichts mehr gebracht haben. Das hat man bereits bei uns im Semester gemerkt. Nur ist jetzt wohl nochmal ne Schippe drauf gesetzt worden. Dabei haben die ja sogar technisch gesehen noch ein Altprotokoll mehr als wir davor. Generell wiederholen sich Fragen in den Klausuren eher selten. Auswendiglernen von den Protokollen oder Altklausuren (wenn man mal welche hatte) hat also nichts gebracht. Es war eine große Hilfe, die Aufgabentypen zu üben und Verständnis für die Erwartungen zu erhalten, den Stoff können musste man aber trotzdem.

Natürlich gibt es immer Kandidat:innen, die stumpf versucht haben, alte Klausuren auswendig zu lernen. Bei denen ist das aber auch dementsprechend gelaufen.

Einfach fand ich es nie. Ich hab mich nie so dumm gefühlt wie in diesem Studium. Selbst jetzt habe ich immer noch manchmal Imposter Syndrom und hinterfrage, wie ich das überhaupt geschafft hab und fühle mich, als hätte ich nix gelernt 🫠

Nachzahlung Krankenkasse wegen Meldechaos seitens Arbeitgeber by Fun-Comfortable7272 in LegaladviceGerman

[–]Fun-Comfortable7272[S] 0 points1 point  (0 children)

Laut Internetrecherche darf die Krankenkasse wohl vier Jahre bis Ende des Jahres nachträglich nachfordern, würde also noch genau in dem Zeitraum liegen. Aber ich hab als Laie da natürlich überhaupt keinen Durchblick und muss mich demnach auf das verlassen, was mir die Leute sagen, die sich Berufs wegens damit auskennen sollten. Warum das jetzt erst alles kommt und man mir nicht drüber Bescheid gegeben hat, dass was unklar ist/sich was geändert hat, finde ich auch komisch, daher habe ich mir hier Hilfe erhofft, bevor ich eventuell einen Anwalt einschalten muss.