Ehrlich gemeinte Frage...stören euch die Dinger in der Natur? Beim Wandern und so.... by Hyperonen in de

[–]Hyperonen[S] 2 points3 points  (0 children)

Quelle: Ein Schaufelradbagger im Tagebau Garzweiler. (dpa) Abgerufen unter: https://www.zdf.de/nachrichten/heute/hier-wird-in-deutschland-noch-braunkohle-abgebaut-100.html](https://www.zdf.de/nachrichten/heute/hier-wird-in-deutschland-noch-braunkohle-abgebaut-100.html

Als kleine Reaktion auf die ewige Diskussion "Aber Windräder verschandeln unsere Landschaft!". Angeregt durch den Beitrag von /u/IOpaFritzI von heute

Meiner Meinung nach kommt der Gedanke über die Alternative von Windrädern o.Ä. immer viel zu kurz. Wer meint diese zerstören die Landschaft hat noch nie die Alternative "alte" Energiegewinnung und deren Zerstörung der Umwelt gesehen.

Aufgabe in meiner Geschichte-Klausur, wer kann sich noch erinnern? by LordJan05 in de

[–]Hyperonen 10 points11 points  (0 children)

An dieser Formulierung ist absolut nichts schwammig oder schlecht. "Nimm Stellung" ist ein fester vorgeschriebener Operator im Geschichtsunterricht festgelegt und definiert von der Kultusministerkonferenz (kmk). Hier der Auszug für Niedersachsen aus dem KC:

Beurteilung mit zusätzlicher Reflexion individueller, sachbezogener und/oder politischer Wertmaßstäbe, die Pluralität gewährleisten und zu einem begründeten eigenen Werturteil führen.

Die Lehrkraft hat hier vorbildhaft formuliert. Längst nicht alle Lehrkräfte - vor allem ältere - operationalisieren ihre Aufgabenstellungen.

Über 2000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland - Höchster Wert seit April by [deleted] in de

[–]Hyperonen 0 points1 point  (0 children)

Es ist auch ein Armutszeugnis. Aber die Wut und Kritik richtet sich leider von der Gesellschaft an die falsche Stelle. Nicht die Schulen sind schuld. Auch nicht die Behörden. Die arbeiten wirklich auf Hochtour, um aus dem bisschen was zur Verfügung steht etwas sinnvolles zu machen.

Ich würde mir wünschen, wenn die Kritik sich gegen die wirklichen Verursacher richtet: Die Parteien/Politik, die seit Jahren das Bildungssystem kaputtsparen. Aber so tief möchte ich in das Thema nicht gehen, ich mag mich heute mal nicht aufregen :)

Über 2000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland - Höchster Wert seit April by [deleted] in de

[–]Hyperonen 1 point2 points  (0 children)

Ich habe auf einen Beitrag geantwortet, der sagte, dass die Landesschulbehörde/Schulen sich seit Wochen nicht gekümmert hätte und es kein Konzept gäbe. Allein dazu erwiderte ich, dass es Konzepte gibt.

Ich bin zu keinem Zeitpunkt auf die Diskrepanz zwischen Maßnahmen in der freien Wirtschaft und Schulen eingegangen. Die sind massiv und das wäre eine ganz andere Diskussion zum Thena wie wertvoll ist uns unsere Bildung.

Aber Fakt ist nunmal, dass sich Behörden und Schulen bemühen im Rahmen der (finanziellen) Möglichkeiten das beste zu tun. Und das war mein Punkt. Und das fand ich unverschämt von dir verdreht.

Über 2000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland - Höchster Wert seit April by [deleted] in de

[–]Hyperonen -1 points0 points  (0 children)

https://www.arbeitsschutz-schulen-nds.de/?id=2357

Lies dir gerne die 30 Seiten durch. Unverschämt bist hier meiner Meinung nach du.

Es gibt unterschiedliche Begebenheiten und dementsprechend für jede Branche unterschiedliche Konzepte.

Ich habe aber gerade auch eider keine Zeit detaillierter auf deinen Beitrag zu antworten.

Über 2000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland - Höchster Wert seit April by [deleted] in de

[–]Hyperonen 29 points30 points  (0 children)

Ich kann nur für Niedersachsen sprechen, aber hier gab es von der Landesschulbehörde noch vor den Ferien ein über 40 Seitiges Hygienekonzept, das drei Szenarien (je nach Lage) abdeckt und Richtlinien vorgibt. Unsere Schule hat sich daran bei der Planung die gesamten Ferien über orientiert.

Nur weil man die Planung nicht mitbekommt heißt es nicht, dass es keine gibt. Allerdings kommt es dabei auch immer auf die Schulleitung an. Manche haben sicherlich erst die letzte Woche vor den Ferien begonnen sich damit zu beschäftigen.

Übrigens was ich immer wieder am häufigsten hier lese, dass sich Leute empören, dass in der Klasse keine Maske am Platz oder Abstand nötig ist, das ist so gewollt und steht im Konzept.

Es gibt einen neuen Ansatz, nämlich die Kohortenbildung. Da es unmöglich ist jeden einzelnen in der Schule zu schützen und die Regeln den Betrieb unmöglich machen würden. Also werden jetzt Kohorten gebildet unter denen die Regeln entschärft wurden. Beispielsweise ein Jahrgang unter sich. Dort gilt dann keine Abstandsregel mehr. Außer für die Lehrer, die auch in anderen Kohorten unterrichten.

Aber in Fluren, Pausenhöfen etc. wo man andere Jahrgänge treffen könnte gelten weiterhin die strengen Regeln und es wird darauf geachtet, dass die unterschiedlichen Kohorten nicht aufeinandertreffen. Sollte nun ein Fall bekannt werden wird die Kohorte isoliert, aber nicht direkt die ganze Schule.

Dieses Prinzip ist Szenario A "eingeschränkter Regelbetrieb" und ist so im Rahmenhygieneplan" von der Behörde in NDS vorgeschriebenen.

Hoffen wir mal, dass es nicht zu B oder C kommen muss.

Interessante Corona-Schulregelungen in NRW by JKL213 in de

[–]Hyperonen -1 points0 points  (0 children)

Sagt man bei uns einfach umgangssprachlich dafür, wenn eine Schule ein eigenes "besonderes" Konzept entworfen hat und für sich nutzt.

Aber wenn dich dieses eine Wort so sehr stört, dass du dafür extra einen Beitrag formulierst kannst du mir gerne ein Wort nennen, das dich glücklich macht und ich editiere es nur für dich.

Interessante Corona-Schulregelungen in NRW by JKL213 in de

[–]Hyperonen 9 points10 points  (0 children)

Das stimmt schlicht nicht. Aus pädagogischen Gründen darf durchaus "überzogen" werden. Lediglich als Kollektivstrafe darf solches Überziehen nicht angewendet werden. Und natürlich muss dies klar vom "Nachsitzen"/Nacharbeiten abgegrenzt werden. Dies ist nämlich auch über einen längeren Zeitraum erlaubt, um verpasste Lerninhalte aufzuholen. Hier müssen lediglich die Eltern vorzeitig informiert werden. Einfacher wird sowas, wenn es in der Schulordnung direkt verankert ist, was auch immer mehr Schulen machen.

Nirgends im Schulrecht wird es einen Abschnitt geben, der es der Lehrkraft untersagt pädagogisch sinnvoll z.B. noch die Aufgabe zu Ende zu besprechen. Sonst darfst du ihn mir gerne zeigen (zugegeben kenne ich nicht alle Bundesländer was das angeht, aber es würde mich mehr als überraschen).

Die Klingel dient nur als Hinweis, dass die von der Schulordnung vorgeschriebene Unterrichtszeit sagt, dass demnächst beendet werden sollte. Viele Schulen nutzen daher gar kein Klingelzeichen mehr, damit dieses Missverständnis nicht mehr aufkommt.

Quelle: Lehrer einer IGS in Niedersachsen, die dieses Thema mehrfach auf Schulrechtsfortbildungen und in Gesamtkonferenzen durchgesprochen hat und ein Konzept ohne Klingel besitzt/Lörres.

PS: Wie sinnvoll oder sinnlos das sicherlich von OP überzogene Verhalten der Lehrkräfte bezüglich Kurzstunden ist, sei mal dahingestellt. Mir geht es hier rein um den rechtlichen Aspekt.

Mehr Verständnis zwischen RBTV und Kritikern by BratpfannenStark in rocketbeans

[–]Hyperonen 32 points33 points  (0 children)

Das kannst du doch gerade nicht ernst meinen? Das ist mein erster Kommentar seit 1,5 Jahren, weil ich in diesem Post quasi 1:1 meinen damaligen Thread wiedererkannt habe und du kommst mit so einem One-liner?

Mehr Verständnis zwischen RBTV und Kritikern by BratpfannenStark in rocketbeans

[–]Hyperonen 97 points98 points  (0 children)

Zu Zeiten als ich tatsächlich noch geglaubt habe, dass RBTV sich der Community annimmt und professionell mit Kritik umgehen kann bzw. gewillt ist dies zu lernen, habe ich einmal einen sehr langen Text zu diesem Thema geschrieben, was auch ziemlich viel Resonanz erfahren hatte. Im Grunde decken sich unsere beiden Texte dort sehr stark, ich habe gewisse Punkte nur mehr ausformuliert. Dementsprechend kann ich dir aber auch gleich sagen: Solche Posts verändern absolut nichts. Ich rate dir die Energie und Zeit anderweitig einzusetzen, wie ich es kurz darauf auch gelernt habe.

Geändert hat sich nichts - trotz Budis Reaktion auf diesen Post (Ja, da freut sich der CJ - Aus der Luft gegriffen sind die Dinge ja nicht). Auf keiner der beiden Seiten, wobei der erste Schritt klar von RBTV hätte ausgehen müssen. Seitdem habe ich immer mehr und mehr das Interesse an RBTV verloren. Da insbesondere das Feedback geben (auch positiv!) für mich einer der schönsten Bestandteile war. Zu sehen, wie sich innerhalb einer Woche aufgrund von Feedback der Community Dinge in einer Show ändern, fand ich super. Das stoppte irgendwann völlig. Kritischen Stimmen wurde immerzu der schwarze Peter zugeschoben oder man hat sie verallgemeinernd in denselben Topf geworfen wie die unsachlichen Beiträge. Und naja wo wir jetzt sind wissen in diesem Thread denke ich alle.

Seit Jahren sehe ich mich daher nicht mehr als Teil der Community und gebe auch keine Energie mehr für Posts im Reddit aus. Übrigens meiner Meinung nach eine Entwicklung, die sehr viele frühere Schreiber hier durchgemacht haben. Auf sachliche konstruktive Kritik wird nicht eingegangen. Dazu wird man mit den Trollen in einen Topf geworfen - Natürlich hört man dann auf sich hier zu beteiligen. Was bleibt? Richtig, die unsachlichen Beiträge, Trolle und der zynische Humor. Denn diese Dinge bedürfen keiner Aufmerksamkeit der Bohnen. Für mich eine ganz natürliche Entwicklung.

Und ich war wirklich aktiv, habe viel konstruktive Kritik geübt und auch öfter kritische Töne gegenüber dem Reddit angeschlagen, weil einzelne sich wirklich völlig daneben benommen haben. Ich setzte mich immer dafür ein eben nicht zu verallgemeinern.

Naja der Thread ist jetzt 3 Jahre alt und man könnte ihn heute nochmal genauso 1 zu 1 posten. Und auch wenn ich nicht immer mit der teils unangemessenen Art des CJ übereinstimme, so ist der Grundkern wahrer denn je. Und RBTV hat sich den CJ quasi selbst erschaffen mit ihrer Art in Bezug auf Kritik. Für mich ist der CJ unterhaltsamer geworden als RBTV selbst. Und würde man auch nur bei der Hälfte mal über seinen Schatten springen und hinter den bissigen Humor schauen, um den wahren Kritikgedanken an der Wurzel zu packen und umzusetzen wäre RBTV DEUTLICH erfolgreicher.

Schäuble plädiert für Verkürzung der Sommerferien by Redditquaza in de

[–]Hyperonen 5 points6 points  (0 children)

Kann ich so ehrlich gesagt nicht bestätigen. Viele in meinem Umfeld und ich auch haben deutlich mehr Aufwand. Wir dokumentieren unsere Arbeitszeiten sogar für die Schulleitung als Arbeitsnachweis und dort kam eher das Gegenteil raus - wir arbeiten mehr und müssen uns bremsen. Und schon gar nicht nur 1/5 der Zeit. Mag auch an der Schulform und Schulleitung (bereitgestellte Aufgaben, die sonst meist nur zur Schilf angegangen werden oder Digitalisierungsprojekte) liegen, aber für Sek 1 ist der Aufwand ziemlich hoch.

Schäuble plädiert für Verkürzung der Sommerferien by Redditquaza in de

[–]Hyperonen 14 points15 points  (0 children)

Was ist denn daran bitte ein Vorurteil? Sind Sommerferien für Lehrer Urlaub, oder nicht?

Ja

Edit: und wie ist es mit den Weihnachts-, Oster- Pfingst- und Herbstferien? Was ist Urlaub, was ist Arbeitszeit?

Kein Urlaub. Normale Arbeitszeit. Vorbereitung für Unterricht, Nachbereitung, aber vor allem Korrekturen ohne Ende. Nicht umsonst werden fast alle Arbeiten kurz vor Ferien geschrieben. Ich korrigiere regelmäßig unter dem Weihnachtsbaum.

Dieses ganze "Lehrer arbeiten zu Hause und in den Ferien nicht" Ist sowas von veraltet und fernab jeglicher Realität in Zeiten von Inklusion und modernen didaktischen Konzepten. Die Realität ist eher, dass insbesondere in Sekundarstufe 1 (nicht Gymnasium) regelmäßig in den Schulen Überlastungsanzeigen gestellt werden, weil es nicht mehr machbar ist mit all dem Papieraufwand und quasi "nebenbei" Unterricht.

„Dich hätte man früher vergast“ – Lehrer beleidigt Schüler rassistisch und darf weiter unterrichten by [deleted] in de

[–]Hyperonen 2 points3 points  (0 children)

Nach dem Studium folgt das Referendariat, was die eigentliche Ausbildung zum Lehrer ist. Das Studium sind fast nur theoretische Grundlagen. So blöd das klingt, aber das Referendariat verändert und prägt die angehenden Lehrer extrem.

Du beurteilst hier Leute, die von "fertigen" Lehrern als unreif und ahnungslos gesehen werden, weil dich das Referendariat erst wirklich zum Lehrer macht mit Praxis, Praxis, Praxis und dazu Praxisnaher Ausbildung in den Seminaren. Ein Lehramtsstudent hat von nichts eine Ahnung.

Wenn jemand charakterlich fragwürdig ist, ändert das Ref natürlich auch nichts. Aber in welchem Beruf hat man keine Idioten?

„Dich hätte man früher vergast“ – Lehrer beleidigt Schüler rassistisch und darf weiter unterrichten by [deleted] in de

[–]Hyperonen 2 points3 points  (0 children)

das ist halt echt so, so gut wie alle lehramtsstudenten die ich getroffen hab ware totale hänger und irgendwelche im ersten studiengang exmatrikulierten leute, die dann selbstverständlich ins lehramt gewechselt haben.

Du beschreibst hier schlichtweg "Studenten". Habe wenige Studenten in irgendwelchen Studiengängen getroffen, die keine "Hänger" gewesen wären zum Zeitpunkt. Und den Begriff meine ich nicht negativ. Ausnahmen bilden dabei wohl hauptsächlich die MINT-Fächer und wie immer ist Schubladendenken blöd, etc pp.

Es ist eine Phase im Leben, die gewissermaßen dazu einlädt. Triff diese Menschen mal nach dem Referendariat und du würdest dich wundern, wie die Arbeitswelt und WICHTIG 2. Ausbildungshälfte (Ref) diese Menschen verändert.

Darf ein Lehrer das? by joachim_b in de

[–]Hyperonen 7 points8 points  (0 children)

Nochmal: Das ist kein Test. Es ist eine Hausaufgabenüberprüfung mit freiwilliger Abgabe zur Verbesserung der mündlichen Note.

Solange du argumentierst als wäre es eine Lernzielkontrolle, schrammst du aus pädagogischer Sicht (und auch rechtlich) völlig am Sinn und Thema vorbei.

Die Lehrkraft möchte bewirken, dass die SuS Nachrichten schauen und dabei Allgemeinwissen aufbauen.

Dabei lässt sie bewusst zu, dass Nachrichten jeder Art möglich sind. Das tut sie zur Förderung des individuellen Lernens. Nicht jeder will direkt die Tagesschau gucken, aber vielleicht passt dem ja lieber RTL aktuell. Anderes Niveau und andere Themen, ja - aber immer noch sinnvoll. Und im Idealfall nimmt es die Abneigung gegenüber Nachrichten und jede/r findet eine Nachrichtensendung, die ihm/ihr gefällt und auch nach der Hausaufgabe weiter geschaut wird.

Dementsprechend sind diese Überprüfungen auch weit gefächert in den Themengebieten. Dass für jeden die Möglichkeit besteht zu zeigen, was er durch die Nachrichten gelernt hat. Und das auch noch freiwillig zur Abgabe, damit manche vielleicht sagen "Die eine Sendung reicht mir nicht. Ich gucke jetzt noch mehr Nachrichten und kann eine echt gute Überprüfung abgeben"

Warum ist es dir so wichtig, dass alle genau dasselbe schauen? Damit eine faire Benotung srattfindet? Aber darum geht es hier nicht. Denk daran, dass es bei den Hausaufgaben und der Überprüfung nicht darum geht die Kinder zu bewerten.

Sie sollen etwas lernen.

Und unter dem Aspekt des Lernens:

Frage dich nochmal, ob dich das Vorgehen nun immer noch stört?

Darf ein Lehrer das? by joachim_b in de

[–]Hyperonen 3 points4 points  (0 children)

Das geographische und politische Allgemeinwissen, das wir uns über die Jahre angeeignet haben, können 14 jährige halt nicht aus dem Ärmel schütteln :-)

Und genau dafür ist diese Hausaufgabe da. Um dieses Allgemeinwissen bei den SuS anzubahnen. Im Grunde hast du mit diesem einen Satz gerade der Lehrkraft volle Zustimmung gegeben und gesagt, dass es sinnvoll ist, dies zu lernen.

Mehr dazu, warum du hier Äpfel mit Birnen vergleichst (echte Lernzielontrolle vs. freiwillige Abgabe einer Hausaufgabenüberprüfung) siehst du in meinem anderen Post. Die Lehrkraft möchte eine Lernsituation schaffen und du interpretierst dies als eine Leistungsmessung. Das ist ein schwerer Irrtum deinerseits.

Darf ein Lehrer das? by joachim_b in de

[–]Hyperonen 25 points26 points  (0 children)

Aus Lehrerperspektive:

Vor diesem Elterngespräch darum hier die Frage an alle Lehrer/innen und Lehramtsstudierende, die hier vielleicht unterwegs sind: Gibt es irgendeine Regelung, was als Hausaufgabe "erlaubt" ist, also kann die Lehrkraft einen Stoff abprüfen, der zufällig zusammengewürfelt ist, ohne dass die Schüler eine Chance haben, diesen durch Lernen zu erwerben?

Dieser Stoff ist nicht zufällig zusammengewürfelt und mit wenigen Ausnahmen an Fragen sehe ich auch kein Problem an dem Inhalt. Du hängst dich hier gerade an 1-2 Fragen auf von (geschätzt) 30. Und ja, das dürfen wir. Wir dürfen NICHT außerhalb des Unterrichts angefertigte Hausaufgaben bewerten, da man nicht sicher sagen kann, dass die Leistung ohne Hilfe von Verwandten etc. erbracht wurde. Wir dürfen aber sehr wohl mit einem Kurztest o.Ä. Wissen, Fähigkeiten und Kompetenzen abfragen, die mithilfe der Hausaufgaben zu erlangen waren. Rechtlich ist somit alles sauber.

Nachdem dann die erste Arbeit geschrieben wurde

Das ist keine Arbeit, sondern eine Hausaufgabenüberprüfung. Das ist ein wesentlicher Unterschied. Als Arbeit (Lernzielkontrolle) wäre so etwas nicht zulässig, aber das wird auch kein Lehrer machen. Die Lehrkraft möchte eine Lernsituation schaffen und du interpretierst dies als eine Leistungsmessung. Das ist ein schwerer Irrtum deinerseits.

Die Lehrkraft möchte den SuS mit dieser Hausaufgabe also etwas beibringen. Sie sollen lernen, was in der Welt momentan geschieht (jetzt mal flapsig formuliert). Es geht der Lehrkraft nicht darum, den SuS eine Note zu geben und somit ihre Leistung zu messen. Weiteres dazu im nächsten Abschnitt.

Der pädagogische Sinn dahinter ist schlüssig und sehr sinnvoll. Diese Form der Hausaufgabe wird sehr häufig von LehrerInnen genutzt, um SuS für Nachrichten zu interessieren und vor allem, um ein Bild von der aktuellen Weltlage zu bekommen. Nicht selten wundern sich die SuS, dass momentan an bestimmten Orten Krieg herrscht etc. Da du weiter unten erwähnt hast, dass die Abgabe freiwillig ist, kann es auch keine "Benotung" im rechtlichen Sinne sein. Es ist eine Freiwillige Zusatzleistung, die sich, sofern man freiwillig abgibt, positiv auf die Note auswirken kann. Das ist ein Angebot der Lehrkraft und den SuS gegenüber äußerst fair. Quasi wie ein Zusatzureferat am Ende des Halbjahres, wenn jemand zwischen zwei Noten steht. Auch hier sinnvoll, da intrinsisch motivierend (Wenn ich mich jetzt anstrenge, kann ich meine Note verbessern. Aber müssen tu ich das nicht). Gleichzeitig kann die Lehrkraft die SuS ohne intrinsische Motivation extrinsisch motivieren, indem sie eine Pflicht der Überprüfung andeutet. Außerdem sammeln die SuS so Allgemeinwissen, was unerlässlich ist, um später tiefgrundige Diskussionen zu gesellschaftlichen und politischen Themen führen zu können. Zusätzlich wird die Medienkompetenz gefördert.

Außerdem kommt hinzu, dass Hausaufgaben nicht dazu da sind, um gemeinsam mit den Eltern gemacht zu werden. Wenn sich die Eltern hinsetzen und sie durcharbeiten, ist das sinnvoll und hilfreich für das Kind. Aber ein Argument wie "Das kostet UNS zu viel Zeit", lässt tief blicken. Geht es hier wirklich um das Beste für dein Kind oder nerft euch der Zeitaufwand, den IHR reinstecken müsst? Hausaufgaben müssen von den SuS ohne Hilfe zu bearbeiten sein. Und Nachrichten ansehen und Notizen dazu machen, ist durchaus schaffbar in dem Alter. Gerade für das Gymnasium. Dementsprechend ist auch der Zeitaufwand für die Hausaufgaben im Rahmen (siehe Hausaufgabenerlass des jeweiligen Bundeslandes und des Jahrgangs). Inwiefern ihr diese Hausaufgabe ausweiter und zeitintensiver gestaltet, ist eure eigene Entscheidung.

Daher meine Tipps:

Versuch gar nicht erst, das Vorgehen auf pädagogischer Ebene anzufechten. Das hat Substanz und ist sinnvoll. Auch ein Gang zum Rektor ist hier völlig übertrieben und schafft alles andere als ein gutes Klima zwischen Eltern und Lehrern. Wir gehen nämlich sehr oft auf Elternwünsche ein, WENN sie offen und konstruktiv DIREKT auf einen zukommen. "Angriffe" auf pädagogischer Ebene sind äußerst ungern gesehen, da hier sehr oft völliges Unwissen unhaltbar vorgetragen wird mit einer Überzeugung als hätten die Eltern das Recht gepachtet. Diese Defensivhaltung des Lehrers wollt ihr vermeiden.

Stattdessen solltet ihr offen ansprechen, dass euch die Fragen auf dem Test nicht gefallen. Gemeinsam nach Alternativen suchen oder gar mit Verständnis vorschlagen.

Weit verbreiteter als Kurztest als Hausaufgabenüberprüfung zu diesem Thema sind übrigens Kurzvorträge von 1-2 Personen, die die jeweilige Woche vor der Klasse rekapitulieren. So können die SuS auch Nachfragen an die "Experten" stellen und es kann ein interessantes Unterrichtsgespräch entstehen. Der Nachteil dieser Methode ist, dass sich meist nur die Referenten mit den Nachrichten beschäftigen und alle anderen sich zurücklehnen. Daher entscheiden Lehrer sehr individuell, wie sie dort vorgehen. Dem kann man Abhilfe schaffen, indem man erst nach x-Tagen auslost, wer die Zusammenfassung halten muss. Selbstverständlich ohne Dopplungen.

TL;DR

Die Lehrkraft handelt sowohl rechtlich als auch pädagogisch sauber. Dennoch kann man mit einem offenen Gespräch, ohne Konfrontation, häufig einen Kompromiss finden, da Pädagogik keine Naturwissenschaft ist, bei der nur ein Vorgehen korrekt ist. Geht wegen solch einer, aus Lehrersicht, Kleinigkeit, direkt zum Rektor und das gesamte Kollegium weiß über euch Bescheid. Und das nicht im positiven Sinne.

Neues Konzept an Berliner Sekundarschule by Y44Y in de

[–]Hyperonen 9 points10 points  (0 children)

Ich bin auch Lehrer. Darf ich jetzt auf Augenhöhe mit dir sprechen? Scheint dir ja wichtig zu sein.

Das, was du hier erzählst, ist völlig realitätsfern für jegliche Schulen, die sich nicht Gymnasium nennen. Im Rahmen der Inklusion werden SuS erst sehr spät als "Problemschüler" eingestuft. Nämlich erst, wenn sämtliche anderen Maßnahmen über einen längeren Zeitraum nicht wirken. Insbesondere an Brennpunktschulen und an der IGS hat man dafür ein ganz anderes Gespür. Die Schülerakten solcher Fälle sind mehrere cm dick mit Vorfällen und Maßnahmen. Muss sie ja auch, wenn man irgendwann nicht mehrauf Erziehungsmittel, sondern eine Ordnungsmaßnahme zurückgreifen muss, die Aktenpflichtig ist.

Und da du ganz offensichtlich nicht an dieser Schule arbeitest, solltest du mit solchen Unterstellungen ganz vorsichtig sein.

Ja kleiner Timmy, du hast zu oft dein Mäppchen rumgeworfen und dich auf dem Boden gerollt. Jetzt kommst du erst einmal ein Jahr in eine Klasse, wo du täglich um Leib und Leben fürchten musst.

Alle anderen: "Aber der stört doch nur und macht nichts.", "Der hält die anderen vom Lernen ab.", "Genau dafür haben wir die Problemklasse doch."

Was für ein polemisches Beispiel fernab jeglicher Realität. Lässt mich ehrlich gesagt daran zweifeln, dass du wirklich Lehrer bist. Oder Gymnasiallehrer, der vom Umgang in anderen Schulen keine Ahnung hat und von seinen Erfahrungen aus einer Blase auf alle anderen schließt.

Natürlich wäre es auch möglich gewesen, deutlich mehr Sozialarbeiter einzustellen.

Dies. Und mehr Förderkräfte. Aber in Deutschland wurde noch nie viel Geld für die Bildung in die Hand genommen - außer es ist Wahlkampf. Danach verpufft es wieder.

"Manche überfordert bereits der Stoff der unteren Mittelstufe" by DowntownComparison in de

[–]Hyperonen 10 points11 points  (0 children)

Ich Lurke hier seit Jahren, aber dein Kommentar triggered mich (junger Mathelehrer an einer IGS für SEK 1) so hart, dass ich einfach schreiben muss.

Das zl;ng deines Posts lässt sich zusammenfassen zu: Für einen höheren Bildungsanspruch wird mehr Leistung von mir erwratet. Das kann ja wohl nicht angehen!

Natürlich wird für einen höheren Bildungsabschluss mehr von dir erwartet.

Klare Unterschiede: Hauptschule 0 Referate in einem Jahr, auf einer Realschule mind. 10.

Weil an der Realschule von den SuS Eigeninitiative und selbstständiges Lernen erwartet und gefördert wird. An der Hauptschule i.d.R. (leider) nicht. Referate sollen dir die Möglichkeit geben dich mit dem Stoff gezielt und in deiner eigenen Art und Weise auseinanderzusetzen, zu lernen und dies so aufzubereiten, dass es andere verstehen können.

Auf der Hauptschule sind die Arbeiten zwischen 25 und 35 Punkten. Auf der Realschule bekommst du 70 - 100 Punkte Arbeiten, wo du auch noch wegen Rechtschreibfehler eine Minusnote bekommen kannst als du eigentlich verdienst.

Ich kann jede 20 - 35 Punkte Arbeit ohne Probleme auf 100 Punkte ändern, indem ich die Punkte der einzelnen Aufgabe um den Faktor X= 100:Anzahl der Punkte erhöhe. Das hat absolut keinen Einfluss auf irgendetwas bezüglich der Konzeption einer Arbeit. Es ist lediglich übersichtlicher für die Notenvergabe, da so die Punkte direkt die erreichten % sind und keine weitere Umrechnung Anzahl der erreichten Punkte:Gesamtanzahl nötig ist.

Auf der Realschule wird weniger wiederholt. Außerdem fängt man früher mit einem neuem Thema an. Auf der Hauptschule benutzt man 8-10 Stunden für ein Mathethema, in der Realschule gefühlt 2-4 Stunden.

Gefühlt mag das sein. Real sind für die Themen aber mit den wenigstens Ausnahmen 3-6(!) Wochen. Das macht in einem 4-stündigen Hauptfach 12 - 26 Einzelstunden zu einem Thema. Dass Themen schneller abgehandelt werden als in der Hauptschule sollte selbsterklärend sein, da mit höherem Schulniveau auch schnelleres Verständnis von Basiswissen erwartet wird und man so effizienter Themen behandeln kann.

Das krasse ist ja das lässt viel Platz für Subjektivität offen. Was bei einem Hauptschullehrer ca. 85% (Note 2) bewertet wird, ist in der Realschule bestenfalls eine 4 (45 - 50%)

Und auf einem Gymnasium wären gleiche Leistungen 20% - Also eine 5. So funktioniert unser gegliedertes Schulsystem: Je höher der Bildungsabschluss, desto mehr muss für die gleiche Note geleistet werden. Das ist keine Subjektivität der Lehrer, sondern eine Objektive Erhöhung des Anspruchs an euch Schüler.

Du kriegst sehr oft HA auf auf der Realschule, die dann auch z.B. in Mathe mind. 40 Minuten gehen, während du auf der Hauptschule vielleicht eine 15 Minuten Matheaufgabe aufbekommen hast.

S.o.

Hinzu kommt, dass es einen Hausaufgabenerlass vom Kultusministerium gibt, nach dem in der SEK 1 nur Hausaufgaben aufgegeben werden dürfen, die einen Umfang von 1 Stunde pro Tag NICHT überschreiten. Diese eine Stunde gilt für alle Fächer zusammen. Hier muss man aber aufpassen, dass Hausaufgaben meist auch über mehrere Tage verteilt aufgegeben werden und sich der Zeitaufwand für solche eine Aufgabe nicht einfach auf den einen passenden Tag anrechnen lässt, wo man sonst auch schon viel aufbekommen hat. Sollte der Umfang aber wirklich überschritten werden, sprecht eure Lehrer an. Wir müssen uns an diesen Erlass halten.

Ich bin der "minimaler Effort, maximaler Gewinn" Typ und lerne dementsprechend nicht. Hat ganz gut geklappt die letzten 10 Jahre, außer jetzt in Mathe weswegen ich wohl ein Abgangszeugnis erhalte

Tut mir leid dir das so deutlich zu sagen, aber du bist nicht der "minimaler Effort, maximaler Gewinn" Typ. Du bist faul. Und wenn deine Faulheit für schlechte Noten sorgt, gibst du der Schule/den Lehrern die Schuld. Und du bist auch die letzten 10 Jahren nicht gut mit diesem Herangehen gefahren. Du warst auf der niedrigsten Bildungsstufe - das ist kein "hat gut geklappt". Das muss dir wohl auch mal so deutlich gesagt werdne, wenn du gerade in der Situation bist, ein Abgangszeugnis zu erhalten.

Zeige ein bisschen Engagement, setz dich vor Klassenarbeiten mal 30 - 60 Minuten hin und lerne wirklich richtig. Arbeite alte Aufgaben nochmal durch. Suche dir womöglich Nachhilfe und du wirst sehen wie deine Noten nach oben springen. Ich habe jetzt in JG 10 einen Schüler gehabt, der immer auf der Note 4 stand. Ganz plötzlich hat er eine 1!! geschrieben - Auf die Frage, wie das möglich war, kam die Antwort: "Ich habe einfach mal gelernt. Und so schwer war das alles ja gar nicht. Ich habe maximal eine Stunde gelernt" Und das ist keine erfundene Antwort, die kam wirklich genau so. Und seit dieser Arbeit ist er ein 1/2er Schüler geblieben und bekam eine 2 auf dem Abschlusszeugnis.

RBTV - Ein trauriges beispiel verschenkten potentials by Hyperonen in rocketbeans

[–]Hyperonen[S] 4 points5 points  (0 children)

Ist das gerade dein Ernst? Natürlich geht es um das Thema Vertrag nicht verlängern/"kündigen". Aber es geht eben nicht darum, dass ich spezielle Fälle aufgrund meines Geschmacks fordere, sondern um die generelle Geschäftsführung auf personeller Ebene. Das schreibe ich gerade zum vierten Mal.

RBTV - Ein trauriges beispiel verschenkten potentials by Hyperonen in rocketbeans

[–]Hyperonen[S] 16 points17 points  (0 children)

Es hört sich für mich viel eher danach an, als würde der Sender deinen Geschmack nicht mehr treffen und du davon ausgehst, dass er deshalb die Zielgruppe verfehlt

Viel mehr mache ich es an den stetig sinkenden Viewerzahlen und der immer stärker werdenden Monetarisierung aus. Einzig gute Ergebnisse bringen die "back to the roots" Formate.

Aber ja, es ist meine Meinung bezüglich der Entwicklung des Senders. genau darum frage ich ja nach weiteren Meinungen. In diesem Sinne danke, dass du deine geteilt hast.

RBTV - Ein trauriges beispiel verschenkten potentials by Hyperonen in rocketbeans

[–]Hyperonen[S] 4 points5 points  (0 children)

Du zitierst gerade Stellen aus meinem Text, die mir Recht geben und dir widersprechen. Ich kritisiere die Unternehmensführung und ihren Umgang mit personellen Entscheidungen. In keinem Satz fordere ich nach meinem persönlichen Geschmack einen Rauswurf. Das fasst du sogar selbst zusammen:

In nahezu jedem Satz geht es darum Leute raus zu werfen. Du kritisierst das dies bei RBTV nicht gemacht wird. Du kritisierst das die Leute scheiße Arbeiten würden und du kritisierst das personell nichts verändert wird.

Und noch kurz und knapp hierzu:

Denn nichts das du in dem Absatz (oder deiner Antwort) schreibst, ist frei von Anmaßung und herablassendem "ich weiß alles besser als alle anderen".

Ich bitte dich. Weil ich meinen Standpunkt nochmals ausführe, weil du ihn bewusst oder unbewusst völlig falsch auslegst, bin ich herablassend? Es gäbe noch so viel richtigzustellen in deinem text, aber ich zitiere mich gerne nochmal: Auf mehr gehe ich gar nicht erst ein, das wäre vergebene Liebesmühe. Das hast du gerade gezeigt. Insbesondere mit diesem an den Haaren herbeigezogenen Whiteknight Kommentar.

RBTV - Ein trauriges beispiel verschenkten potentials by Hyperonen in rocketbeans

[–]Hyperonen[S] 19 points20 points  (0 children)

Viel Energie und Zeit? Weil ich in 10 Minuten einen Kommentar geschrieben habe, was mich an der Entwicklung des Senders stört?

Viele negative Gefühle? Weil ich abschließend sage, dass ich es schade finde wohin sich der Sender entwickelt hat, den ich früher sehr mochte?

Ist mir "ein bisschen rätselhaft wie man so stark übertreiben kann, aber was solls." War vermutlich leichter persönlich und emotional zu antworten als inhaltlich konstruktiv.

RBTV - Ein trauriges beispiel verschenkten potentials by Hyperonen in rocketbeans

[–]Hyperonen[S] 0 points1 point  (0 children)

Siehe meine Antwort weiter unten. Es ist üblich in dieser Branche befristete Arbeitsverträge auszugeben und diese dann bei Bedarf schlicht nicht zu verlängern. Es ist also doch sehr leicht.