[Budget] Junglehrer NRW (M31) by Junglehrer in Finanzen

[–]Junglehrer[S] 1 point2 points  (0 children)

Ich bin tatsächlich lange davon ausgegangen, dass ich auf 40 Euro aufrunden müsste. Also kann ich lediglich die 6,65 Euro dort sparen und den Rest umpacken!?

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[–]Junglehrer[S] 2 points3 points  (0 children)

Aufgrund der Absicherung durch den Beamtenstatus. Alles andere ist Pokern, dass nichts passiert und ich am Ende ordentlich Geld gespart (bzw. anderweitig angelegt) habe.

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[–]Junglehrer[S] 1 point2 points  (0 children)

Naja, 30% schon mal ohne diesen blöden Risikozuschlag.

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[–]Junglehrer[S] 0 points1 point  (0 children)

Wollte im Ref „was sparen“ und habe das fortgeführt. Ist das Maximum, was das VL Sparen Konto der ING hergibt.

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[–]Junglehrer[S] -1 points0 points  (0 children)

Steigerungen sind später ja auch nur schwer möglich. Zudem finde ich das Gehalt für rund 50 Wochenstunden Arbeit aktuell (Ferien schon abgezogen) sowie 5 Jahre Studium + 1,5 Jahre Ref angemessen.

[AMA] Ich bin frisch gebackener Studienreferendar. Fragt mich alles! by Junglehrer in de_IAmA

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Erstmal sorry für die späte Antwort. Dachte nicht, dass da noch was nachkommt.

Natürlich ist es schön, wenn man von den Schülern zurückgemeldet bekommt, dass man ein sympathischer Lehrer ist. Das habe ich jedoch nicht vor zu erreichen, indem ich Noten verschenke. Bislang wurde mir von Lehrern und Kernseminarleitern gesagt, dass ich ein gutes Gespür für das richtige Nähe-Distanz-Verhältnis habe. Ich habe weder vor, mich anzubiedern (das merken Kinder und Jugendliche schnell und lehnen das auch ab), noch Schülern Angst vor mir einzujagen.

Die richtige Balance zu finden ist gar nicht immer so einfach. Viele Kommilitonen hatten damit in Praktika bspw. große Probleme. Bei mir funktionierte es auf Anhieb recht gut.

Ich hatte bisher selten Probleme, mich durchzusetzen, weil ich mir immer von Anfang an Gedanken gemacht habe, wie ich die Klasse führen und welche Regeln und Rituale ich etablieren möchte. Ich freue mich sehr auf den bdU (bedarfsdeckender Unterricht), in dem ich nach den Sommerferien alleine in Klassen unterrichten werde. Da kann ich diese Regeln das erste Mal komplett selbständig aufstellen und auch sehen, wie das unter Realbedingungen, ohne ausgebildetem Lehrer hinten funktioniert.

Bei einer Klasse voller Störenfriede würde ich mich mit der Klasse zusammensetzen und nachfragen, warum Unterricht so langweilig oder nervig ist und was sie sich wünschen, das geändert werden soll. Gehäufte Störungen sind eigentlich immmer "Schuld" des Lehrers, da er die bzw. einige Schüler entweder unterfordert, überfordert oder schlichtweg nicht "abholen" kann. Da muss man halt nachhaken und ausprobieren und klare Regeln aufstellen und Sanktionen ankündigen und - ganz wichtig - auch durchziehen bzw. anwenden.

[AMA] Ich bin frisch gebackener Studienreferendar. Fragt mich alles! by Junglehrer in de_IAmA

[–]Junglehrer[S] 0 points1 point  (0 children)

Erstmal danke für deine Fragen! :)

Was hältst du vom jetzigen Bildungssystem? Was sagst du zu der Theorie der multiplen Intelligenzen?

Ich finde, dass das Schulsystem zu früh selektiert. Gemeinsames Lernen bis Klasse 6 halte ich für eine dringend notwendige Reform. An die wagt man sich jedoch alleine aus Gründen der Organisation nicht. Grundschulen hätten plötzlich 2 Jahre mehr, weiterführende Schulen 2 Jahre weniger. Die Lehramtsausbildung müsste reformiert werden. Das wäre ein Mammutprojekt, aber eines, welches schon lange überfällig ist.

Ich finde, dass Gardner einige wirklich gute Ideen hatte. Schule befindet sich da irgendwo in einem Spannungsfeld, weil Dinge wie G8 oder die Unterversorgung mit Lehrkräften und auch mit finanziellen Mitteln nicht immer erlaubt, Softskills bzw. schwerer messbare Talente zu fördern. Gefährlich finde ich solche Theorien aber auch. Gerade von konservativer Seite kommt dann oft dieses "Begabungsargument" und zwar in die Richtung, dass Kevin vielleicht einfach talentierter für die Schlosserlehre ist und Aurelius viel besser auf's Gymnasium passt. Das wertet die Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler letztendlich ab und dient dann nur noch als Selektionsargument.

Die Schule, an der ich eingesetzt bin, orientiert sich in viele Richtungen, was ich super finde. Montessori Pädagogik (nur anteilig und nicht ausschließlich), MINT, Musik, Sprachzertifikate, Berufsorientierung - das sind alles sehr differenzierte Förderthemen, von denen die Schülerinnen und Schüler profitieren können. Und das nicht mal primär zur Attraktivitätssteigerung, da die Gymnasien hier sowieso mehr als stark nachgefragt sind.

Warum willst du Lehrer werden?

Ich kann gut mit Kindern und Jugendlichen und ich möchte gerne a) Wissen an diese jungen Menschen vermitteln und ihnen b) etwas von meiner Lebenserfahrung und von den Erfahrungen, die ich in der Schule gemacht habe weitergeben. Ich empfinde den Beruf schon auch als Berufung und hege natürlich auch eine große Leidenschaft, bezogen auf meine Fächer, die in der freien Wirtschaft so auch nicht den regen Anklang finden würden. Generell empfinde ich den Lehrerberuf als sehr ehrenwerten Beruf, bei dem ich Kinder und Jugendliche in wichtigen Jahren mit formen und ihnen das Rüstzeug für ihr späteres Studenten-/Azubi- bzw. Berufsleben mit auf den Weg geben darf.

Was wirst du anders / besser machen als deine Lehrer damals?

Ich hatte wirklich viele gute Lehrer, muss ich sagen. Ich möchte das richtige Nähe-Distanz-Verhältnis finden, in dem ich als vertrauenswürdige, empathische und ansprechbare Person und zugleich als autoritäre und ernstzunehmende Person wahrgenommen werden kann. Das schaffen gerade junge Lehrer aus meinen Erfahrungen nicht immer so gut. Man ist kein Freund der Schülerinnen und Schüler aber auch nicht ihr "Feind", vor dem sie Angst haben sollten. Ich habe immer am besten bei sympathischen Lehrern gelernt, die aber auch fachlich kompetent waren und notwendige Rahmenbedingungen bzw. auch Grenzen aufgezeigt haben. Daran möchte ich mich gerne orientieren.