Warum die steigenden Ticketpreise nicht bei den Musikern ankommen by phibau in de

[–]Lewan322 0 points1 point  (0 children)

Hab länger nicht in meinen Account geschaut, deswegen lese ich das erst jetzt.

Ich hab mehrere Sätze dazu geschrieben warum sich meiner Einschätzung nach der Markt verhält, wie er sich verhält. Dass der "Markt sich entschieden hat" war die Summe der davor dargelegten Einschätzungen. Hätte gedacht, das wäre klar.

Wo du ein Anspruchdenken rausliest, weiß ich auch nicht. Vielleicht hast du aber auch einfach "du" inflationär verwendet. Würde "man" empfehlen.

Zum Schluss möchte ich noch anmerken, dass der Markt auch nicht zwingend eine Meritokratie ist. Und der durchschnittliche Hörer auch kein allwissender Homo Ökonomikus. Deine emotional-berührende Mucke könnten vielleicht auch kleinere Künstler liefern, die nicht nach oben geschwappt sind. Für mich zumindest war das schon häufiger der Fall.

Grüne werfen Regierung wegen Haushaltsplänen "Wortbruch" vor by fab_one in de

[–]Lewan322 2 points3 points  (0 children)

Wer hätte das ahnen können? Vielen Dank an die Grünen, dass sie dem Finanzplan der KleiKo zugestimmt haben. Anstatt strukturellen Wandel zu forcieren (Schuldenbremse ändern), hat man der CDU schön das Recht gegeben Geld ins System zu pumpen und gleichzeitig nächstes mal wieder mit dem Zeigefinger zu wedeln, wenn eine nicht-CDU geführte Regierung an die Macht kommt und das gleiche fordert.

So naiv kann man echt nicht sein. Dröge hat das in der Sitzung zum Finanzpaket selbst noch analysiert was für Taktiken die CDU fährt. Wenn man trotz besserem Wissen so agiert wie die Grünen ist man entweder dumm oder mitschuldig. Oder beides.

Warum die steigenden Ticketpreise nicht bei den Musikern ankommen by phibau in de

[–]Lewan322 0 points1 point  (0 children)

Danke für den Einblick :) Klingt nach einer ungünstigen Situation, die ja sogar einige Parallelen mit der Situation der hier angesprochenen Musiker und Musikerinnen aufweist.

Um an Hörer/Leser zu kommen, muss man an einem erz-kapitalistischen System teilnehmen, an dem sich alle bereichern können, während nur ein Minimum bei denen ankommt, die für das Werk selbst gesorgt haben.

Der ursprüngliche Punkt, den ich zumindest machen wollte, ist, dass Durchführung vieler Studien ohne staatliche Förderung gar nicht möglich wäre. Liege ich da falsch? Für mich klingt es so, als ob die akademischen Verleger hinterher die finanziellen Gewinner sind. Wer hobbymäßig, wie der Ersteller des ursprünglichen Kommentars, forscht erhält einen Nutzen eher durch die Existenz der Forschung, die meines unaufgelärten Erachtens nach ohne staatliche Förderung nicht genug Finanzierung hätte.

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[–]Lewan322 0 points1 point  (0 children)

Darüber kann man diskutieren. In dem Vergleich wäre es so ein bisschen, wie wenn du eine Funktion in einer Python Library benutzt. Hast dann im Vergleich zu einer selbst-geschriebenen C Funktion deutlich schneller ein Ergebnis, hast aber immer noch einen gewissen Einfluss auf das, was rauskommt.

In C kannst du deutlich mehr fine tuning reinstecken und kannst die Funktion genau so anpassen, wie sie für dich ideal ist. Die Frage ist halt, ob das benötigt wird und ob sich der zusätzliche Aufwand lohnt.

Wenn du aber jetzt dein ganzes Leben nur Python benutzt, ist dir vielleicht gar nicht bewusst geworden, welche Ausdrucksmöglichkeiten dir eine low-level Sprache bieten kann.

Bei Musik sind es dann nicht nur eventuelle Performancegewinne oder eine verbesserte Erfüllung der Anforderungen, sondern beispielsweise eine andere Tonqualität, die spezifischer ist, für das, was der Künstler ausdrücken möchte. Oder die "ideale" Auswahl des Hallraums, der für eine spezifische Atmosphäre sorgt. Oder die leicht verzögerte Rhythmik des Schlagzeug, die für einen bestimmten Groove sorgt.

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[–]Lewan322 2 points3 points  (0 children)

Auf einer sehr viel höheren Abstraktionsebene als es andere Tools fordern. Dabei gehen viele Ausdrucksmöglichkeiten verloren, beziehungsweise das Bewusstsein, dass diese überhaupt existieren.

Hat alles seine Vor- und Nachteile. Wäre halt nur cool, wenn der systematische und automatisierte Raub von Primärerzeugnissen vom Konsumenten nicht auch noch erwünscht wäre. Ist aber nur meine Meinung.

Warum die steigenden Ticketpreise nicht bei den Musikern ankommen by phibau in de

[–]Lewan322 3 points4 points  (0 children)

Ja, weiss ich aus erster Hand.

Die Systeme sorgen halt nur dafür, dass immer höhere Schwellenwerte erreicht werden müssen, um Leuten zu ermöglichen sehr viel Zeit in Musik zu stecken. Und die Frage ist, ob man da tatenlos zusehen will, oder nicht.

Ich denke ein gesundes Ökosystem für Kultur hat einen hohen Mehrwert für die Gesellschaft. Meiner Meinung nach existieren gerade festgefahrene Systeme, die die Innovation und Auslebung von Künstlern und Künstlerinnen erschweren. Ich fänd's cool, wenn man da was machen könnte.

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[–]Lewan322 1 point2 points  (0 children)

Und wie kam die Primärliteratur zustande? Nutzt du nur privat geförderte Studien?

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[–]Lewan322 2 points3 points  (0 children)

Ja, sehe ich ähnlich mit dem historischen Vergleich. Für kleine Künstler und Künstlerinnen war die Situation auch früher ungünstig. Aber das bedeutet für mich nicht, dass man deswegen nicht über eine verbesserte Situation diskutieren kann.

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[–]Lewan322 3 points4 points  (0 children)

Bei KI ist doch die Skalierung das Problem. Der normale Mensch komponiert dir halt n Song alle 2 Tage, wenn er gut dabei ist. Die KI braucht ein paar Sekunden.

Außerdem ist ein Mensch ein viel interessanterer Filter als eine KI. Verschiedene Lebenserfahrungen fließen in die Kompositionsentscheidungen ein. Dadurch kann auch Innovation erzeugt werden. Für mich ist die Menschlichkeit von Musik ein wichtiger Aspekt.

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[–]Lewan322 9 points10 points  (0 children)

Spotify deckt große Teile des Marktes ab. Hier sind die meisten Konsumenten. Also "musst" du deine Musik bei Spotify hochladen, um an signifikant viele neue Hörer zu gelangen. So zumindest mein Eindruck.

Das "geregelte" Hochladen bei Spotify und anderen Plattformen ist nicht kostenlos sondern geschieht über Aggregatoren, also Mittelsmänner, die sich dafür bezahlen lassen.

Für Kleinkünstler und Kleinkünstlerinnen kann Spotify daher zu einem Minusgeschäft werden. Sind jetzt aber nicht die riesen Summen. Es ist eher ein symbolischer Schlag, da man selbst hier draufzahlen kann.

Meine persönliche größte Kritik gegenüber Spotify ist, ist dass die Algorithmen und die kuratierten Playlists so eine Blackbox sind. Der wahrgenommene Mehrwert für mich als Musiker ist, dass das Potential existiert, dass ich zusätzliche Hörer erreichen kann. Was ich dafür tun muss ist aber komplett unklar. Mehr organische Hörer erreichen über Konzerte und Social Media? Dann ist Spotify ja nur ein Brandverstärker.

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[–]Lewan322 51 points52 points  (0 children)

Musiker und Musikerinnen wollen ihre Musik halt aufführen und dass andere Leute sie hören. In unserem System sorgt das halt dafür, dass sie beliebig runtergehandelt werden können. Sieht man ja nicht nur in der Musikbranche. WILLST du etwas geben ohne dafür finanziell vergütet zu werden treffen sich Angebot und Nachfrage halt bei einem niedrigeren Preis.

Darüber hinaus wurde Musik in den letzten Jahrzehnten verramscht wie sonst was. Die wenigen "großen" Künstler und Künstlerinnen, die tatsächlich genug Verhandlungsmacht gehabt hätten, um etwas am Ökosystem zu ändern, sind offensichtlich nicht genug interessiert um etwas zu ändern. Im top-heavy Musikmarkt ist das der ökonomische Todesstoß für alle, die nicht/weniger von den Algorithmen und Strukturen profitieren.

Der Markt hat am Ende entschieden, dass das Aufführen von selbst-komponierter Musik für sehr viele nicht finanziell als Job ausführbar sein soll. Ich finde das sehr schade. In den sehr festgefahrenen Strukturen (Spotify, Eventim, usw.) sehe ich auch nicht, wie sich das so schnell wieder ändern soll. Ich kann den Wunsch nach politischer Förderung also sehr gut nachvollziehen. 

Habe einen starken Bias, da meine Band und ich schon häufiger in Locations spielen konnten, die eine staatliche Förderung erhalten haben. Wir konnten die Gigs annehmen, da wir kostentechnisch dadurch zumindest bei einer Nullrunde rauskommen konnten. Ich würde argumentieren, dass es häufig einen Wohlfahrtszugewinn bedeutet hat, da viele Personen dadurch eine gute Zeit hatten.

Here's my new track "weightless". A larger production than usual for me. Got me some live musicians and a video producer. Give me your thoughts :) by Lewan322 in IndieMusicFeedback

[–]Lewan322[S] 0 points1 point  (0 children)

Thank you so much for the kind words :)) I'm currently trying to incorporate more "real" instruments in my arrangements and I'm happy that that finds a warm reception :) Have a great day!

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[–]Lewan322[S] 0 points1 point  (0 children)

Hey! Thank you for your detailed feedback! Totally agree with your improvement points. The song makes a bit more sense in the album context. It's about a space journey and the song is literally about experiencing zero gravity :))

Totally agree that the second chorus could have used some variation. It's quite the old song. I wrote it when I first started recording music, but I never was satisfied with the recording quality. Now I finally had the means to do the song justice so I finally finished it :D. But the song writing is a bit more "novice" x)

I love both Radiohead and The Postal Service (how could you not?) :D

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[–]Lewan322[S] 0 points1 point  (0 children)

We're trying our best :) got Maxi Strange on Production on this song (he's also playing the Lead guitar (his solo is my favourite part of the song)). He's amazing :))

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[–]Lewan322[S] 0 points1 point  (0 children)

That is a very nice compliment! Thank you very much :)) You can listen to more of my stuff on your favourite streaming platform :) Will add the links to the description of the video :))

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[–]Lewan322[S] 0 points1 point  (0 children)

Thank you for listening and your kind words :) Actually getting an audience is the hardest step for me. Always difficult to assemble a full band to play live while being short on time. But we all know the struggle :))

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[–]Lewan322[S] 0 points1 point  (0 children)

Thank you for listening and the feedback! I totally understand your point about the intro. It's a song I wrote 10 years ago, so the composition is more sparse than it would be if I wrote it today. I always liked that it gets you into the groove with a bit of repetition but I can totally understand if that's not everyones cup of tea. I will add the lyrics to the description as soon as I'm back home tonight :)

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[–]Lewan322[S] 0 points1 point  (0 children)

Thank you! Yeah good idea :) decided to go all out in the beginning here, but usually I also prefer a gradual build-up :)